Mo Bay, Jamaikas zweitgrößte Stadt nach Kingston, ist offen, hip und ungeschliffen, mit einer lebendigen Musikszene, die beim Reggae Sumfest, einem Reggae- und Dancehall-Marathon, bei dem zahlreiche Stars auftreten, ihren Höhepunkt erreicht. Jamaika ist die Wiege des Reggae und die Einheimischen sparen das ganze Jahr für das Reggae Sumfest. Reggae entstand aus Ska, einer Mischung afrikanischer Traditionen mit Rhythmus und Blues, und dem langsameren Rocksteady, angereichert mit der Botschaft der „einen Liebe“ aus der Rastafari-Bewegung, und verdankt seine Bekanntheit vor allem Bob Marley.
Wer hierherkommt, um Luxus zu genießen, findet tolle Golfplätze und edle Resorts. Das Half-Moon ist eins der besten großen Resorts der Karibik. 197 Zimmer, ganz zu schweigen von 54 Pools, einem 3,2 km langen Strand und 13 beleuchteten Tennisplätzen lassen es eher wie eine Stadt erscheinen – mit einem Reitzentrum, einer Delfinlagune und einem 18-Loch-Golfplatz von Robert Trent Jones sen. Hier befindet sich zudem das Fern Tree, eines der neuesten und größten Wellnesszentren der Insel, in dem traditionelle jamaikanische Heilpraktiken und modernste Behandlungsmethoden zusammenfließen.
Die seriösesten – und steinreichen – Golfer gehen in den Tryall Club, eine ehemalige Zuckerplantage deren 18-Loch-Golfplatz für seine schwierigen, unvorhersehbaren Löcher bekannt ist. Er wurde in den 1950ern von Ralph Plummer kreiert und wird von vielen als der beste Platz der Insel angesehen. Zutritt haben ausschließlich Gäste der Villen, die um ein Haus von 1834 angeordnet sind.
Jamaikas berüchtigtstes Anwesen ist Rose Hall, erbaut zur Blütezeit der Zuckerplantagen im 18. Jh. Im 19. Jh. lebte hier Annie Palmer, die „Weiße Hexe“. Die Legende besagt, dass sie eine Voodoo praktizierende Sklavenhalterin war, die mehrere Ehemänner ermordete und schließlich selbst von einem ihrer Sklaven umgebracht wurde. Das schön restaurierte Haus, in dem es angeblich spukt, steht auf einem Hügel mit weiten Rasenflächen und Meerblick.
Lassen Sie sich in Mo Bay nicht das Essen im Pork Pit, einer örtlichen Institution, entgehen. Die Strandgäste kommen gegen Mittag, wenn das feurige Stück Fleisch aus seinem würzigen Kohlebett auf die Picknicktische verfrachtet wird.
INFO: www.visitjamaica.com. REGGAE SUMFEST: Tel. +1/876-953-2933; www.reggaesumfest.com. Preise: Festivalpässe ab € 100. HALF-MOON: Tel. +1/876-953-2211; www.halfmoon.com. Preise: ab € 200 (Nebensaison), ab € 326 (Hochsaison). TRYALL CLUB: Tel. +1/876-956-5660; www.tryallclub.com. Preise: Villen ab € 293 (Nebensaison), ab € 407 (Hochsaison) pro Nacht, Minimum 1 Woche. Greenfee € 37 (Nebensaison), € 74 (Hochsaison), nur Gäste. ROSE HALL GREAT HOUSE: Tel. +1/876-953-9982. PORK PIT: Tel. +1/876-952-1046. Preise: Mittagessen € 9. REISEZEIT: Nov.–Apr.: bestes Wetter; Ende Jan.: Jazz & Blues Festival; Mitte Juli: Reggae Sumfest.

