
„New York … bewegt sich so schnell, dass es Energie kostet, still zu stehen.“ – BARBARA WALTERS

NEW YORK CITY
New York, USA
Dies ist Metropolis. Dies ist Gotham City. Dies ist die Stadt, die alle anderen gern wären – die „einzig wahre Stadt-Stadt“, wie Truman Capote es formulierte. Wolkenkratzer und Straßenschluchten, 8,3 Mio. New Yorker, die täglich ihrer Arbeit nachgehen – schnell gehend, schnell sprechend, selbstsicher und dennoch voller Stolz und Gemeinschaftssinn, der so unvergesslich zutage trat, als Terroristen ihre Heimatstadt am 11. September 2001 angriffen. Man sagt, sie sei die Hauptstadt der Welt und vielleicht ist sie es.
HAUPTATTRAKTIONEN
AMERICAN MUSEUM OF NATURAL HISTORY – Hier spielt der Film Nachts im Museum, aber Sie brauchen keinen sprechenden Teddy Roosevelt, der Ihnen die wunderbaren Exponate erklärt, vom 28 m langen Blauwal-Modell über das rekonstruierte fossile Tyrannosaurus-Rex-Skelett bis zum 21.000-Karat-Topas „Brazilian Princess“. Das futuristische Rose Center for Earth and Space ist ein 4-stöckiges, in Glas gefasstes Gewölbe mit dem Hayden Planetarium. Es besitzt den weltweit größten und stärksten Virtual-Reality-Simulator, der die Besucher scheinbar in die Milchstraße und noch weiter schickt. INFO: Tel. +1/212-769-5100; www.amnh.org.
CENTRAL PARK – Der von 1859 bis 1870 nach Plänen von Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux angelegte 340 ha große Park ist ein urbanes Wunder. Seine Höhepunkte sind die Bethesda Fountain; das romantische Boathouse-Restaurant; die Trump-Wollman-Rink-Eisbahn und Sheep Meadow (eine riesige Rasenfläche, auf der sich ab Juli die Sonnenanbeter Handtuch an Handtuch tummeln); das Karussell mit 58 handgeschnitzten Pferden und der wunderbare Conservatory Garden. Im Sommer gibt es kostenlose Aufführungen der Metropolitan Opera und der New York Philharmonic auf dem Great Lawn, Summer-Stage-Konzerte internationaler Künstler und Shakespeare im Park. INFO: Tel. +1/212-310-6600; www.centralparknyc.org. BOATHOUSE RESTAURANT: Tel. +1/212-517-2233; www.thecentralparkboathouse.com. Preise: Dinner € 40. OPER UND SINFONIE: www.centralpark.com. Wann: Juni–Sept. SUMMERSTAGE: Tel. +1/212-360-2756; www.summerstage.org. Wann: Juni–Aug. SHAKESPEARE IN THE PARK: Tel. +1/212-260-2400; www.publictheater.org. Wann: Juni–Aug.
EMPIRE STATE BUILDING – Das Chrysler Building mag der schönste Wolkenkratzer New Yorks sein, aber das Empire State Building ist zweifellos das kultigste. Es ragt 443 m in die Höhe und wird nachts in Licht gebadet, dessen Farbe so verschiedene Anlässe wie Frank Sinatras Geburtstag (ganz blau) und Spiele der New York Jets (grün und weiß) widerspiegelt. Nach seiner Fertigstellung 1931 war es das höchste Gebäude der Welt, bis das World Trade Center es Anfang der 1970er-Jahre übertraf. Nun ist es wieder das höchste in der Stadt – im Moment. Besuchen Sie das Freilicht-Observatorium im 86. Stock und bewundern Sie den bis zu 130 km weiten Rundumblick. INFO: Tel. +1/212-736-3100; www.esbnyc.com.

Das Empire State Building ist 102 Stockwerke hoch.
LINCOLN CENTER – Seit 1962 das erste seiner Theater eröffnet wurde, hat sich der 6,5 ha große Lincoln-Center-Komplex zum Mittelpunkt der darstellenden Künste in New York entwickelt, mit 12 Ensembles, darunter das New York City Ballet, das American Ballet Theatre, die New York Philharmonic und die Metropolitan Opera – Letztere gilt weithin als die beste der Welt. In den letzten Jahren haben die Architekten Diller Scofidio + Renfro eine umfassende (und manchmal umstrittene) Umgestaltung des Campus vorgenommen und die Gebäude modernisiert, um sie einladender zu machen. Zu den neuen öffentlichen Räumen gehört Illumination Lawn, ein abgeschrägtes Grasdach über dem konzeptionellen Lincoln Restaurant. Im Sommer spielen Tanzbands von Swing bis Salsa im handtuchgroßen Damrosch Park im Rahmen der Midsummer-Night-Swing-Reihe. INFO: Tel. +1/212-875-2656; www.lincolncenter.org.
METROPOLITAN MUSEUM OF ART – Mit über 2 Mio. Werken aus der Steinzeit, dem digitalen Zeitalter und allen Epochen dazwischen gilt das Metropolitan Museum als eines der größten Kunstmuseen unseres Planeten. Diese 1870 gegründete Institution ist derart expandiert, dass ihr ursprüngliches neogotisches Gebäude nun vollkommen von Zusatzbauten umgeben ist. Höhepunkte sind die römische und die griechische Galerie, das Kostüminstitut, ein beeindruckender Bestand an byzantinischer und chinesischer Kunst, die Sammlung europäischer Malerei mit Werken von Tiepolo, Cézanne, Vermeer und Monet; die Waffen und Rüstungen sowie die ägyptische Sammlung mit Mumien, Sphinx und dem Tempel von Dendur aus dem 1. Jh. v. Chr., ein Geschenk der ägyptischen Regierung. Das Museumscafé Roof Garden ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt, während die neapolitanische Weihnachtskrippe in der Halle der mittelalterlichen Skulptur ein Favorit der Festtage ist. INFO: Tel. +1/212-570-3828; www.metmuseum.org.
MUSEUM OF MODERN ART – 1929 gegründet, wurde das MoMA 2004 unter der Leitung des Architekten Yoshio Taniguchi umgebaut und erweitert. Heute ist es fast doppelt so groß wie ursprünglich und beherbergt die weltweit beste Sammlung von Werken vom Ende des 19. Jh. bis zur Gegenwart, darunter Van Goghs Sternennacht und Picassos Les Demoiselles d’Avignon. Die Architektur- und Designabteilung umfasst 3000 Objekte, die Film- und Mediensammlung 4 Mio. Standfotos und 23.000 Filme sowie 25.000 Fotografien, darunter Arbeiten von Man Ray, Walker Evans und Ansel Adams. Erholung findet man im friedvollen Abby Aldrich Rockefeller Sculpture Garden – mit Werken von Giacometti, Picasso, Rodin und anderen – oder im eleganten, viel gepriesenen Restaurant The Modern. INFO: Tel. +1/212-708-9400; www.moma.org. THE MODERN: Tel. +1/212-333-1220; www.themodernnyc.com. Preise: 3-gängiges Festpreis-Dinner € 65.

Das MoMa zeigt Andy Warhols 32 Campbell’s Soup Cans – für jede der 1962 erhältlichen Sorten ein Bild.
SOLOMON R. GUGGENHEIM MUSEUM – Dieses beeindruckende Gebilde, von Frank Lloyd Wright 1959 fertiggestellt, ist wie die Spirale einer Muschel geformt. Fahren Sie mit dem Aufzug nach oben und gehen Sie die Galerie nach unten (wie von Wright beabsichtigt). Sehen Sie dabei Werke vom Ende des 19. Jh. bis zur Gegenwart, u.a. Solomon R. Guggenheims ursprüngliche Sammlung nicht gegenständlicher Kunst; die Sammlung surrealistischer und abstrakter Werke seiner Nichte Peggy Guggenheim; Impressionisten, Postimpressionisten, deutsche Expressionisten und Minimalismus. INFO: Tel. +1/212-423-3500; www.guggenheim.org.
ROCKEFELLER CENTER AN WEIHNACHTEN – Dieser Bürokomplex, in den 1930er-Jahren von John D. Rockefeller finanziert und erbaut, ist ein Meisterwerk der modernen Architektur, mit zahlreichen Art-déco-Reliefs und -Skulpturen, die von der griechischen Mythologie inspiriert sind und den amerikanischen Optimismus zu Zeiten der Großen Depression verherrlichen. Am schönsten ist das Center zur Weihnachtszeit, wenn eine gewaltige, hell erleuchtete norwegische Fichte über der kleinen, aber sehr romantischen Eislaufbahn leuchtet. Die Aussichtsplattform Top of the Rock bietet vom 70. Stock des 30 Rockefeller Plaza einen atemberaubenden 360-Grad-Blick. Sehen Sie sich am Abend in der Radio City Music Hall die jährliche Weihnachtsshow im Broadwaystil mit den Rockettes (Revuegirls) und Santa Claus an. INFO: Tel. +1/212-632-3975; www.rockefellercenter.com. Radio City Music Hall: Tel. +1/212-247-4777; www.radiocity.com.
FREIHEITSSTATUE UND ELLIS ISLAND – Lady Liberty, ein Enwurf von Frédéric-Auguste Bartholdi und Ingenieur Alexandre-Gustave Eiffel, wurde den Vereinigten Staaten 1885 von Frankreich geschenkt und am 28. Oktober 1886 eingeweiht. Anlässlich ihrer 100-Jahr-Feier erhielt die 46 m hohe bronzierte Statue eine Auffrischung. 168 Stufen gilt es bis in ihre Krone zu erklimmen; weniger Sportliche können ihr Stahlskelett durch die gläserne Decke von der Plattform im 10. Stock betrachten.
Ellis Island war 1892–1954 für rund 12 Mio. hoffnungsvolle Immigranten das Tor zu Amerika. Heute haben etwa 30 % der Amerikaner Vorfahren, die hier ins Land gekommen sind. Besucher können interaktive Exponate betrachten, ihrer Herkunft nachgehen und in denselben Gepäck- und Abfertigungsräumen stehen wie einst ihre Vorfahren. Wer die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan sehen möchte, ohne die Monumente zu besuchen, kann kostenlos mit der Staten-Island-Fähre zu und von New Yorks äußerstem Stadtteil fahren. FREIHEITSSTATUE: www.nps.gov/stli. Fähre: Tel. +1/212-269-5755; www.statuecruises.com. ELLIS ISLAND: Tel. +1/212-363-3200; www.ellisisland.org. STATEN-ISLAND-FÄHRE: Tel. +1/718-815-2628; www.siferry.com.

Der Times Square wirkt, als kreuze sich hier die ganze Welt.
TIMES SQUARE UND THEATERDISTRIKT – In den 1970er-Jahren bestimmten Peepshows, Prostitution und Gauner das Erscheinungsbild des Times Square. Das änderte sich, als die Stadt in den 1990er-Jahren Disney und andere große Unternehmen einlud, die Gegend neu zu entwickeln. Heute herrscht am Broadway wieder das Theater, und der Times Square ist Geschäfts- und Familienviertel. Neonreklamen sind allgegenwärtig, und Theater säumen die Nebenstraßen. An Silvester feiern hier über 1 Mio. Menschen bei einstelligen Temperaturen und warten darauf, dass die berühmte Kugel herabgelassen wird.
SONSTIGE HIGHLIGHTS
BIG ONION WALKING TOURS – Dieser Veranstalter hält den Big Apple eindeutig eher für eine große Zwiebel. Seine 2-stündigen Touren führen durch Greenwich Village, Harlem, Chinatown und viele andere Viertel. Sie können auch einen historischen Spaziergang oder eine Spezialitätentour buchen, z.B. um multiethnische Küchen zu entdecken und zu probieren. INFO: Tel. +1/212-439-1090; www.bigonion.com.
BRONX ZOO UND NEW YORK BOTANICAL GARDEN – Der 1899 eröffnete Bronx Zoo ist der größte Großstadtzoo der USA mit über 5000 Tieren, die meisten in natürlicher Umgebung auf 110 ha schön angelegtem Gelände. Gezeigt werden das Himalaja-Hochland mit seltenen Schneeleoparden; ein Gorillawald des Kongo und das wilde Asien mit Elefanten, Tigern und Nashörnern. Der nahe Botanische Garten ist ein Heiligtum anderer Art, Heimat von über 1 Mio. Pflanzen, die 50 Gärten und das größte viktorianische Gewächshaus Amerikas füllen. BRONX ZOO: Tel. +1/718-367-1010; www.bronxzoo.com. NEW YORK BOTANICAL GARDEN: Tel. +1/718-817-8700; www.nybg.org.
BROOKLYN BOTANIC GARDEN – New Yorks beliebtester Garten grenzt an den Prospect Park (den Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux nach ihrem Erfolg mit dem Central Park entwarfen). Der BBG hat über 11.000 Pflanzenarten in mehr als 20 speziellen Gärten, darunter der Cranford-Rosengarten, der englische Shakespeare-Garten und die Kirsch-Esplanade, einer der schönsten Orte außerhalb Japans, um im Frühjahr die Kirschblüte zu sehen. INFO: Tel. +1/718-623-7200; www.bbg.org.
BROOKLYN BRIDGE – Diese massive Hängebrücke, die 1883 nach 16 Jahren Bauzeit vollendet wurde, ist zweifellos eines der architektonischen Meisterwerke New Yorks. Sie verbindet Manhattan mit dem im 19. Jh. entstandenen Viertel Brooklyn Heights, das für seine schönen alten Sandsteinhäuser und die ruhigen, von Bäumen gesäumten Straßen bekannt ist. Spazieren Sie über den Fußgängerweg und bewundern Sie die riesigen Steinpylone und das Stahlseilnetz vor einem weiten Blick auf den East River darunter. Vom eleganten River Café unterhalb des Brooklyn-Turms genießt man eine herrliche Aussicht. RIVER CAFÉ: Tel. +1/718-522-5200; www.rivercafe.com. Preise: 3-gängiges Festpreis-Dinner € 74.
FRICK MUSEUM – Dieses charmante neoklassizistische Herrenhaus, das der Stahl- und Eisenbahnmagnat Henry Clay Frick 1914 erbauen ließ, beherbergt überwiegend europäische Meisterwerke von der Renaissance bis ins 20. Jh. Das Museum ist glanzvoll mit französischen Möbeln und Porzellan aus dem 18. Jh. ausgestattet und bei den New Yorkern wegen seiner relativ überschaubaren Besucherzahl beliebt. Höhepunkte der Sammlung sind Werke von Rembrandt, Vermeer, Holbein, Velázquez, Tizian, El Greco, Bellini und Goya. INFO: Tel. +1/212-288-0700; www.frick.org.
GRAND CENTRAL TERMINAL – Der Bahnhof in Manhattan ist in der Tat „grand“; ein idealer Ort, um den Geist New Yorks und Amerikas vom Anfang des 20. Jh. einzufangen. Statuen von Herkules, Minerva und Merkur schmücken das pompöse Beaux-Arts-Gebäude. Innen schimmern Sternbilder an der Decke der riesigen Haupthalle, und hohe Fenster lassen helles Tageslicht auf das Marmorinterieur fallen. Essen Sie mittags einen Imbiss in der Oyster Bar auf der unteren Ebene. Seit 1913 serviert man hier täglich frische Meeresfrüchte, u.a. Clam Chowder, die Muschelsuppe aus Neuengland. INFO: www.grandcentralterminal.com. OYSTER BAR: Tel. +1/212-490-6650; www.oysterbarny.com. Preise: Mittagessen € 30.
HARLEM SPIRITUALS TOUR – Immer mehr Auswärtige nehmen an den traditionellen Sonntagsgottesdiensten in Harlem teil. Hier ist die ekstatische Black-Gospel-Tradition zu Hause, die in den Zeiten der Sklaverei geboren wurde. Wer das erleben möchte, geht z.B. zur 1796 gegründeten Mother A.M.E. Zion, deren Geschichte eng mit der der U-Bahn verbunden ist; zur Abyssinian Baptist Church, die für ihren Chor bekannt ist; oder zur New Mount Zion Baptist Church mit ihrem beliebten Pfarrer Carl L. Washington jr. MOTHER A.M.E. ZION CHURCH: Tel. +1/212-234-1545; www.amez.org. ABYSSINIAN BAPTIST CHURCH: Tel. +1/212-862-7474; www.abyssinian.org. NEW MOUNT ZION BAPTIST CHURCH: Tel. +1/212-283-2934; nmzbc.org. WIE: Harlem Spirituals Tours: Tel. +1/212-391-0900; www.harlemspirituals.com.

Yogi Berra warf 2009 im neuen Yankee Stadium den zeremoniellen ersten Pitch.
YANKEE STADIUM – Das Originalstadion wurde 2009 durch einen riesigen Neubau auf der Straßenseite gegenüber ersetzt. Die Architektur verbeugt sich vor dem Original (einschließlich der Fassade), sodass sich die Besucher wieder wie „zu Hause“ fühlen. Die Zahl der Plätze ist fast gleich geblieben, ansonsten gibt es aber von allem mehr: Beinfreiheit, Verkaufsstände, Restaurants und ein Museum mit Yankee-Memorabilien. Wenn Sie es nicht zu einem Spiel schaffen, nehmen Sie an der 1-stündigen Stadiontour teil, u.a. zum geschichtsträchtigen Monument Park, den man liebevoll von seinem alten Platz hierher verlegt hat. INFO: Tel. +1/718-293-6000; newyork.yankees.mlb.com.
ÜBERNACHTEN
THE BOWERY HOTEL – Dieses trendige Hotel, das dazu beigetragen hat, diese einst zwielichtige Gegend zu verbessern, ist ein Liebling der jüngeren Prominenz. In dem neuen Gebäude sorgen Samtsofas, Holzpaneele und verblasste Orientteppiche in der Lobby für Vintage-Flair. Raumhohe Industriefenster machen wett, dass die 135 Zimmer recht klein sind. Die Galerien, Geschäfte und Cafés in SoHo, Nolita und im East Village sind zu Fuß erreichbar. Genießen Sie rustikale italienische Küche im hoteleigenen Gemma oder schlendern Sie 2 Blocks weiter zu Daniel Bouluds In-Lokal DBGB (siehe → hier). INFO: Tel.: +1/212-505-9100; www.theboweryhotel.com. Preise: ab € 241 (Nebensaison), ab € 366 (Hochsaison); Dinner € 30.
THE FOUR SEASONS – Das von I. M. Pei entworfene, 52 Etagen hohe Four Seasons an einer der schicksten Einkaufsstraßen ist das Ziel der Mondänen und Mächtigen. Die Lobby strahlt fast tempelartige Ruhe aus und führt u.a. zum L’Atelier de Joël Robuchon – dem ersten Lokal des französischen Spitzenkochs in New York, mit Haute (und très chère) Cuisine. Die 368 großen Zimmer und Suiten mit 3 m hohen Decken und opulenten Marmorbädern blicken herrlich über die Stadt. INFO: Tel. +1/212-758-5700; www.fourseasons.com. Preise: ab € 515. L’ATELIER DE JOËL ROBUCHON: Tel. +1/212-829-3844. Preise: Dinner € 74.
GRACE HOTEL – Dieses Boutique-Hotel liegt in einer Seitenstraße des Times Square und ist eine Entdeckung für junge Reisende, die mittendrin sein wollen. Die 139 kleinen, ruhigen Zimmer sind stilvoll spartanisch, verfügen aber über Wi-Fi und Flachbild-TVs. Einige Zimmer haben sogar Etagenbetten für reisende Freunde. Ein Highlight ist die Lobby mit dem kleinen beheizten Pool, der Bar am Wasser und DJs. INFO: Tel. +1/212-380-2700; www.room-matehotels.com. Preise: ab € 163.
THE INN AT IRVING PLACE – Dieses charmante 12-Zimmer-Hotel, nur einen Steinwurf vom Gramercy Park entfernt, entstand 1834 durch Zusammenlegung zweier Stadthäuser. Es bietet die vornehme Atmosphäre von Edith Whartons New York mit antiken Möbeln, Perserteppichen, Kaminen und Blumen. Trinken Sie Ihren Tee in Lady Mendl’s Tea Salon oder nehmen Sie in der clubartigen Cibar Lounge etwas Stärkeres zu sich. INFO: Tel. +1/212-533-4600; www.innatirving.com. Preise: ab € 241 (Nebensaison), ab € 333 (Hochsaison).
MANDARIN ORIENTAL – In puncto 5-Sterne-Prunk ist dieses moderne Hotel am Central Park kaum zu schlagen. Mit verglasten Wänden, die einen atemberaubenden Blick freigeben, profitiert es optimal von seiner Lage im 35.–54. Stock des Time Warner Center. Asiatische Akzente sorgen für zeitlose Leichtigkeit. Genießen Sie Ihren Tee in der Lobby Lounge, und speisen Sie im Asiate asiatisch-neuamerikanische Küche. Das hochmoderne Spa gilt als New Yorks bestes. INFO: Tel. +1/212-805-8800; www.mandarinoriental.com. Preise: ab € 515 (Nebensaison), ab € 781 (Hochsaison). ASIATE: Tel. +1/212-805-8881. Preise: Dinner € 52.
ST. REGIS HOTEL – Dieses opulente Beaux-Arts-Gebäude, das John Jacob Astor sich 1904 als Residenz errichtete, reflektiert den goldenen Glanz jener Ära, als die Gäste von Portiers mit Zylinder empfangen wurden. Die 164 Zimmer und 65 Suiten mit Seidenbespannungen, Marmorbädern und 24-Stunden-Butler-Service sind Luxus pur. Die King Cole Bar, benannt nach dem Wandbild von Maxfield Parrish, behauptet, die Wiege der Bloody Mary zu sein, hier Red Snapper genannt. Das kulinarische Pendant ist die erhabene französische Kost im Adour, Alain Ducasses hochgelobtem Restaurant. INFO: Tel. +1/212-753-4500; www.stregis.com/newyork. Preise: ab € 663. ADOUR: Tel. +1/212-710-2277. Preise: Dinner € 66.
THE STANDARD – Dieser futuristische Newcomer des Hoteliers Andre Balazs, eine Kreation aus Glas und Beton auf 17 m hohen Stelzen, überspannt die High Line, die Grünfläche auf der stillgelegten Hochbahn. Das Hotel thront über dem angesagten Meatpacking District, und die raumhohen Fenster in allen 337 Zimmern blicken auf die Skyline oder den Hudson River. Das Design reicht vom frühen 20. Jh. in der Lobby über den 1950er-/1960er-Jahre-Stil in der Mitte bis zum aktuellsten Design in der Promi-gespickten Lounge im 18. Stock. Im Restaurant Standard Grill essen Sie kreative amerikanische Küche; Cocktails schlürft man im Living Room, und im Sommer kann man im Biergarten zu herzhaften deutschen Gerichten eine Maß heben. INFO: Tel. +1/212-645-4646; standardhotels.com. Preise: ab € 220. STANDARD GRILL: Tel. +1/212-645-4100; www.thestandardgrill.com. Preise: Dinner € 33. THE HIGH LINE: www.thehighline.org.
ESSEN & TRINKEN
DANIEL – Daniel Boulud, seit Jahren von Kollegen und Gästen als eines der brillantesten, französisch ausgebildeten Talente angesehen, hat nach wie vor eine Vorreiterrolle. Raffinesse charakterisiert sein Restaurant Boulud mit den technisch komplizierten und kunstvoll angerichteten Speisen. Preisgünstiger genießen Sie Bouluds Erfindungsreichtum in seinem stilvollen Café Boulud oder im db Bistro Moderne im Theaterdistrikt; Letzteres ist zu Recht für seine üppigen, exzellenten Hamburger berühmt. Familiärer sind die auf Charcuterie und Weine spezialisierte Bar Boulud gegenüber vom Lincoln Center, das danebenliegende Café Épicerie Boulud und in der Innenstadt das hippe DBGB Kitchen and Bar im Industriedesign, auf dessen Karte hausgemachte Würste und eine große Auswahl an Bieren stehen. DANIEL: Tel. +1/212-288-0033; www.danielnyc.com. Preise: 3-gängiges Festpreis-Dinner € 77. CAFÉ BOULUD: Tel. +1/212-772-2600. Preise: Dinner € 48. DB BISTRO MODERNE: Tel. +1/212-391-2400. Preise: Dinner € 45. BAR BOULUD: Tel. +1/212-595-0303. Preise: Dinner € 33. DBGB KITCHEN AND BAR: Tel. +1/212-933-5300. Preise: Dinner € 30.
FEINKOSTRESTAURANTS UND -IMBISSE – Wichtiges Element der hohen Gastronomie der Stadt sind die ursprünglich jüdischen Feinkostimbisse, die Delis, in denen ein Stück altes New York weiterlebt. Die Stammgäste kommen vor allem wegen der schnörkellosen Klassiker wie turmhohe, mit dicken Scheiben belegte Pastrami-Sandwiches, die man mit einer Cream Soda oder einer Egg Cream hinunterspült. Am ältesten ist Katz’s Delicatessen, ein Relikt des jüdischen Lebens auf der Lower East Side, das seit 1888 besteht. Das legendäre Second Avenue Deli ist in ein neues, schwarz-weiß gefliestes Lokal an der East 33rd umgezogen. Dort serviert heute der Neffe des ursprünglichen Besitzers gehackte Leber, Matzeknödel-Suppe, 3-lagige Corned-Beef-Sandwiches und andere koschere Gerichte. Das Carnegie Deli nördlich des Theaterdistrikts ist für seine Enge und die mürrisch wirkenden Kellner bekannt. Einheimische essen oft zu mehreren ein meterhohes Sandwich und gehen dennoch nie ohne Doggy-Bag nach Hause. Lassen Sie Platz für den Käsekuchen. KATZ’S DELICATESSEN: Tel. +1/212-254-2246; www.katzdeli.com. Preise: € 20. SECOND AVENUE DELI: Tel. +1/212-689-9000; www.2ndavedeli.com. Preise: € 15. CARNEGIE DELI: +1/Tel. 212-757-2245; www.carnegiedeli.com. Preise: € 22.
THE FOUR SEASONS – Das von Mies van der Rohe und Philip Johnson entworfene und seit seiner Eröffnung 1959 nahezu unveränderte Four Seasons gehört zu den legendären Restaurants in Manhattan (es ist nicht Teil des Four Seasons Hotel; siehe → hier). Mittags stärkt sich die Elite im Grill Room. Abends speisen dort und am weißen Marmorbecken im Pool Room auch Auswärtige und genießen die klassisch amerikanische Küche des Spitzenkochs Fabio Trabocchi. INFO: Tel. +1/212-754-9494; www.fourseasonsrestaurant.com. Preise: Dinner € 60.
DIE ITALIENER – New Yorks Spektrum an italienischen Spitzenköchen stellt einen vor die Qual der Wahl. Zu den herausragenden Lokalen gehört das Babbo von TV-Star Mario Batali. Seit Langem überrascht er neugierige New Yorker mit exotischen Köstlichkeiten wie Lammzunge und mit Ochsenbacke gefüllten Ravioli. Batali hat 8 weitere Restaurants. Wenn Sie in der richtigen Stimmung für eine opulente, palazzoartige Umgebung sind, gehen Sie in das Del Posto. In Cesare Casellas familiärer Weinbar/Salumeria, Salumeria Rosi, wähnen Sie sich ob der authentischen Aromen der saisonalen Variationen-Platte (Caponata und Lasagne) in Casellas toskanischer Heimat. Im Scarpetta, in einem schicken Stadthaus am Rand des Meatpacking Districts, erhebt Scott Conant einfache Gerichte wie Spaghetti mit Tomaten und Basilikum in neue Höhen. BABBO: Tel. +1/212-777-0303; www.babbonyc.com. Preise: Dinner € 40. DEL POSTO: Tel. +1/212-497-8090; www.delposto.com. Preise: 7-gängiges Menü € 93. SALUMERIA ROSI: Tel. +1/212-877-4800; www.salumeriarosi.com. Preise: Dinner € 30. SCARPETTA: Tel. +1/212-691-0555; www.scarpettanyc.com. Preise: Dinner € 48.
JEAN-GEORGES – Ausgefallene Zutaten und kunstvolle Präsentation begeistern die Feinschmecker, die Jean-Georges Vongerichten seit seinen Anfängen mit dem JoJo treu sind. In seinem neuesten Lokal, dem schicken Mark Restaurant im Mark Hotel, serviert er köstliche Hausmannskost in der Art, wie Mutter sie niemals zubereitete. JEAN-GEORGES: Tel. +1/212-299-3900; www.jean-georges.com. Preise: 3-gängiges Festpreis-Dinner € 73. JOJO: Tel. +1/212-223-5656; www.jean-georges.com. Preise: Dinner € 35. THE MARK RESTAURANT: Tel. +1/212-744-4300; www.themarkrestaurantnyc.com. Preise: Dinner € 55.
LE BERNARDIN – Dieses elegante Restaurant beglückt selbst jene, die sich nichts aus Fisch machen. Eric Ripert, der französische Starkoch, unterteilt seine Speisekarte in Fast roh, Kaum verarbeitet und Leicht gekocht. Es gelingt ihm, eine erstaunliche Vielfalt an Gerichten zu präsentieren, während er sich an die Regel hält, keine gefährdeten Arten aufzutischen. INFO: Tel. +1/212-554-1515; www.le-bernardin.com. Preise: Festpreis-Dinner € 85.
DAS MEYER-IMPERIUM – Der liebenswerte Gastronom Danny Meyer hat jetzt so viele Lokale, von edel bis zur Burger-Bude (seine Shake Shacks sind beliebt), dass man nur schwer den Überblick behält. Flaggschiff ist sein Union Square Café, ein Bistro mit unkompliziertem mediterranem Essen. Meyers Formel – freundlicher Service und leckeres Essen zu einem guten Preis – erklärt auch die anhaltende Popularität der schönen Gramercy Tavern. Maialino ist eine charmante Trattoria im römischen Stil. Der Name bedeutet „kleines Schwein“, und Schwein spielt auf der Karte eine große Rolle – neben frischem Fingerfood und Pasta. UNION SQUARE CAFÉ: Tel. +1/212-243-4020; www.unionsquarecafe.com. Preise: Dinner € 48. GRAMERCY TAVERN: Tel. +1/212-477-0777; www.gramercytavern.com. Preise: Festpreis-Dinner € 64. MAIALINO: Tel. +1/212-777-2400; www.maialinonyc.com. Preise: Dinner € 40.
PETER LUGER STEAKHOUSE – Dieser Tempel des Porterhousesteak ist wohl das beste Steakrestaurant des Landes. Seit 1887 kommen Fleischliebhaber in das an das alte New York erinnernde Restaurant unter der Willliamsburg Bridge in Brooklyn. Jedes butterzarte Steak wurde sorgfältig ausgesucht und vor Ort trocken gelagert. INFO: Tel. +1/718-387-7400; www.peterluger.com. Preise: Dinner € 48.
NEW YORKER PIZZA – Nichts geht über eine New Yorker Pizza – mit leicht verkohlter Kruste, einem Belag aus Mozzarella, Tomatensoße und Basilikum und darauf hausgemachte Fleischbällchen, scharfe Salami und Kalamata-Oliven. In Little Italy backt Lombardi die Pizza noch wie vor 100 Jahren und serviert sie in seiner typischen Bude mit den roten Tischdecken. Jenseits des Flusses, unter der Brooklyn Bridge, stehen bei Grimaldi’s seit Eröffnung 1990 die Massen Schlange. Kein Wunder – die Pizza hier ist wohl die beste der Stadt.
Zurück in Manhattan, bei John in der Bleecker Street, isst man Steinofenpizza an Tischen, in die die Gäste schon in den 1920er-Jahren Initialen und Graffiti geritzt haben.
Zu den Newcomern zählt Co. („Company“), wo Pizzen nach römischer Art mit Zucchini-Sardellen-Püree und Zucchiniblüten Pizzafans die Sinne rauben. LOMBARDI’S: Tel. +1/212-941-7994; www.firstpizza.com. Preise: groß € 15. GRIMALDI’S (Brooklyn): Tel. +1/718-858-4300; www.grimaldis.com. Preise: groß € 11. JOHN’S PIZZERIA OF BLEECKER STREET: Tel. +1/212-243-1680; www.johnsbrickovenpizza.com. Preise: groß € 10. Co.: Tel. +1/212-243-1105; www.co-pane.com. Preise: € 11.
TIME WARNER CENTER – Die 2 Türme aus Glas und Stahl an der Westseite des Columbus Circle beherbergen mehrere Restaurants, von eklektisch bis sublim, die ein Lieblingsziel von Feinschmeckern sind. Das Per Se hat Thomas Keller in eine Großstadtversion seines gefeierten Vorzeigerestaurants in Napa Valley, das French Laundry (siehe → hier), abgewandelt, mit einem grandiosen Blick auf den Central Park. Grandios ist auch die Küche (und die Rechnung). Kellers beliebte Bouchon Bakery – Café und Patisserie – serviert neben Suppen und Sandwiches auch köstliche Makronen und Pasteten. Im großen Stil konsumieren die Gäste im Masa, wo wahre Sushi-Fans niemals nach dem Preis für die mehrgängigen Delikatessen von Sushi-Gott Masa Takayama fragen. Nicht ganz in diese Höhen reichen die Preise in der Bar Masa nebenan. Bei A Voce erklimmt die italienische Küche unter Küchenchef Missy Robbins neue Höhen. Hier serviert man clevere Abwandlungen rustikal-raffinierter Klassiker, darunter himmlisch frische Pasta-Gerichte. PER SE: Tel. +1/212-823-9335; www.perseny.com. Preise: 9-gängiges Festpreis-Dinner € 203. BOUCHON BAKERY: Tel. 212-823-9366; www.bouchonbakery.com. MASA: Tel. 212-823-9800; www.masanyc.com. Preise: mehrgängiges Sushi für € 333. BAR MASA: Probiermenü € 75. A VOCE: Tel. +1/212-823-2523; www.avocerestaurant.com. Preise: Dinner € 40.