Tifis oder Tbilissi, benannt nach seinen schwefelhaltigen heißen Quellen (von georgisch tbili, „warm“), ist eine sehr alte Stadt an einem Fluss mit Blick auf die Berge. Seit dem 5. Jh. ist sie die Hauptstadt Georgiens und heute, mit 1,2 Mio. Einwohnern, die lebhafteste und kosmopolitischste der Städte im Kaukasus. Hier lebt mehr als ein Viertel der Einwohner Georgiens.
Die Altstadt erstreckt sich unterhalb der uralten Mauern der Nariqala-Festung, die das Tal des Flusses Kura (oder Mtkwari) bewacht. Durch Kopfsteinpflastergassen wandern Sie vorbei an Häusern mit geschnitzten Holzbalkonen und farbigen Glasfenstern, an alten armenischen und georgischen Kirchen, Moscheen, Synagogen und Gasthäusern. In den Cafés können Sie die leckeren khinkali, Teigtaschen mit scharfer Fleischfüllung, probieren, zusammen mit den berühmten Weinen der Region: Die Georgier haben schon im Jahr 5000 v. Chr. Wein gekeltert und waren damit möglicherweise die ersten Winzer der Welt.
Am nördlichen Ende der Altstadt liegt die im 6. Jh. erbaute Antschischati-Basilika, im Süden die Sioni-Kathedrale – eigentlich aus dem 7. Jh., aber des Öfteren neu aufgebaut. Innen wird die heiligste Reliquie Georgiens aufbewahrt, ein Kreuz aus geflochtenen Weinreben und dem Haar der hl. Nino, die im 4. Jh. das Christentum nach Georgien brachte.
Im Bäderviertel Abanotubani dampfen heiße Schwefelbäder unter gewölbten Ziegeldächern au dem 17. Jh. Die bunten, reich verzierten Kacheln im Orbeliani-Bad erinnern an eine zentralasiatische Moschee. Hier im heißen Wasser zu entspannen und sich massieren zu lassen, könnte den schönen Sightseeing-Tag beschließen. Das kleine, nette Hotel Villa Mtiebi ist eine komfortable Unterkunft.

Das Dschwari-Kloster aus dem 6. Jh., in der Nähe von Mzcheta, spielte im frühchristlichen Georgien eine wichtige Rolle.
Im Nordwesten schließen sich die breiten Straßen und Plätze der Neustadt an, gesäumt von Regierungsgebäuden, Theatern, Einkaufszentren und modernen Hotels, darunter das luxuriöse Radisson Blu Iveria. Hier liegt auch das Simon-Dschanaschia-Museum, das vorchristliche Goldobjekte und Schmuck zeigt.
In Mzcheta, 25 km westlich von Tiflis und bis zum 5. Jh. die religiöse Hauptstadt Georgiens, steht die 1020 erbaute Swetizchoweli-Kathedrale, die wichtigste Kirche des Landes. Von hier aus bringt Sie ein 1-stündiger Spaziergang oder eine kurze Taxifahrt zum Dschwari-Kloster aus dem 6. Jh. Von der exponierten Lage auf einem Hügel hat man einen tollen Blick auf die Stadt und das Kura-Flusstal.
INFO: www.info-tbilisi.com. WIE: Das Unternehmen Explore Georgia bietet Tagestouren durch Alt-Tiflis und Mzcheta an. Tel. +995/32-921-911; www.exploregeorgia.com. Preise: ab € 37. HOTEL VLLLA MNEBI: Tel. +995/32-920-340; www.hotelmtiebi.ge. Preise: ab € 74. RADISSON BLU IVERIA: Tel. +995/32-402-200; www.radissonblu.com/hotel-tbilisi. Preise: ab € 140. DSCHANASCHIA-MUSELM: Tel. +995/32-998-022; www.museum.ge. REISEZEIT: Mai–Juni und Sept.: bestes Wetter; Ende Okt.: Tbilisoba-Kulturfestival.

