Die Region Ladakh befindet sich zwischen den beiden höchsten Gebirgszügen der Welt, dem Karakorum und dem Himalaja. Obwohl sie politisch gesehen zu Indien gehört, verbindet sie geografisch und ethnisch mehr mit Tibet, denn sie ist stark vom tibetischen Buddhismus geprägt, was Ladakh den Spitznamen Klein-Tibet einbrachte. Der Schutz Indiens bedeutete den Schutz vor der chinesischen Kulturrevolution. Bis 1974 war die Region für Besucher nicht zugänglich, aber seitdem hat sie sich geöffnet, den Konflikten im Norden und Osten (China und Tibet) und dem Kaschmir-Tal im Westen (Indien und Pakistan) zum Trotz.
Die Landschaften, die man auf dem Flug in die Hauptstadt Leh erblickt, sind eindrucksvoll. Sie lassen sich nur von einer Fahrt durch das Nubra-Tal übertreffen, das „Tal der Blumen“, bei der Sie den Kardung-Pass überqueren, einen der höchsten befahrbaren Gebirgspässe der Welt (Ladakh bedeutet „Land der hohen Pässe“). Auf einer Höhe von 5602 m riecht die Luft frisch, und der Ausblick ist unvergesslich.
Wer sich auf die Kultur dieser abgeschiedenen Region einlassen will, findet im ungewöhnlichen Reiseunternehmen Shakti den richtigen Ansprechpartner. Es besitzt im Indus-Tal in mehreren Dörfern traditionelle Häuser, die nach Renovierung mit eigenem Bad und bequemen Betten ausgestattet sind, den urwüchsigen Charme aber nicht verloren haben. Reisen Sie von Dorf zu Dorf – zu Fuß, per Boot und mit einem Allradfahrzeug; besuchen Sie Schulen und gompas (befestigte Klöster).
In Ladakh befinden sich auch der Hemis-Nationalpark und das Hemis Gompa, eines der berühmtesten und faszinierendsten buddhistischen Klöster. Ein Festival mit Maskeraden, Tänzen, Musik und Handwerk zieht im Juni und Juli Besucher aus der gesamten Region an.

Das Kloster Hemis Gompa wurde 1630 in einer Höhe von 3600 m erbaut.
Die Tierwelt ist die Hauptattraktion des größten indischen Naturschutzgebiets. Treffen Sie auf den wunderschönen, aber schüchternen Schneeleoparden, denn dies ist eine der wenigen Regionen, wo Sie ihm zu Fuß folgen können. Die kalten Wintermonate sind die beste Gelegenheit, um einen Blick auf ihn zu erhaschen, was aber bedeutet, dass sich nur durchtrainierte und ernsthaft interessierte Abenteurer für einen solchen Ausflug anmelden sollten.
WO: 613 km nördl. von Neu-Delhi. SHAKTI: Tel. +91/124-456-3899; www.shaktihimalaya.com. Preise: 7 Übernachtungen ab € 2887, all-inclusive. Wann: Mai–Sept. Startet in Delhi. WIE: Das britische Unternehmen Steppes Discovery bietet Touren auf den Spuren des Schneeleoparden an. Tel. +44/1285-643-333; www.steppesdiscovery.co.uk. Preise: 14 Tage ab € 2400, all-inclusive. Startet in Neu-Delhi. Wann: Nov. und März. REISEZEIT: Ende Juni oder Anf. Juli: Hemis-Festival; 1.–15. Sept.: Ladakh-Festival in Leh; Nov.–März: Schneeleoparden beobachten.

