
Ein Hoch auf die Pracht der Renaissance

PALAZZO DUCALE UND PALAZZO DEL TE
Mantua, Lombardei, Italien
Mantua (Montova), am trägen Fluss Mincio gelegen, ist in die reiche Vergangenheit der mächtigen Gonzaga-Familie getaucht, die für Mantua das war, was die Medicis für Florenz waren (siehe → hier). Unter ihrem Einfluss florierte die Stadt 400 Jahre lang; ihr reich geschmückter Palazzo Ducale mit 500 Räumen und 15 Höfen wurde zwischen dem 13. und 18. Jh. erbaut. Die riesigen, vergoldeten Flure und großen Galerien sind voller prächtiger Leinwände von Renaissancemeistern, besonders von Andrea Mantegna, dessen fantasiereiches Camera degli Sposi („Brautgemach“, 1472–74) nur ein Highlight des Palastes ist.
Ein Gonzaga-Herzog, Federico II., baute seinen eigenen Palast, den Palazzo del Te, wo der Architekt und Maler Giulio Romano (16. Jh.) Decke und Wände mit üppigen Fresken bedeckte – von Pferdeporträts bis zu pornografischen Szenen aus der Mythologie. Diese wunderbar sonderlichen Werke sind unter den weltbesten Meisterstücken des Manierismus.
Unter den mit Fresken bemalten Decken der Trattoria Il Cigno dei Martini können Sie Gonzaga-Köstlichkeiten verspeisen. Das elegante Ristorante Aquila Nigra ist bekannt für leckere Pasta und regionale Spezialitäten mit kreativem Touch, serviert in einem mittelalterlichen Palazzo. Ungezwungener ist das Flair in der Osteria La Porta Accanto nebenan.
WO: 153 km südöstl. von Mailand. TRATTORIA IL CIGNO: Tel. +39/0376-327101. Preise: Dinner € 55. AQUILA NIGRA: Tel. +39/0376-327180; www.aquilanigra.it. Preise: Dinner € 74; Dinner im La Porta Accanto € 33. UNTERKUNFT: Casa Poli hat helle, moderne Zimmer in einem Palazzo des 19. Jh. im Stadtzentrum. Tel. +39/0376-288170; www.hotelcasapoli.it. Preise: ab € 148. REISEZEIT: Am Karfreitag wird eine Phiole, die angeblich das „Wertvollste Blut Christi“ (Preziossimo Sangue di Cristo) enthält, durch die Straßen getragen; Mitte Sept.: Festivaletteratura – Konzerte, Theater und andere Events.