Die glänzende Shwedagon-Pagode erhebt sich majestätisch über Yangons verschlungener Skyline, und man sucht nach Superlativen (Rudyard Kipling nannte sie „ein wunderschön schimmerndes Wunder“). Der glocken förmige Stupa ist 98 m hoch und mit rund 60 t Blattgold belegt. Er steht in der Mitte des 6 ha großen Shwedagon („Hügel des goldenen Sieges“). Man geht im Uhrzeigersinn um die Anlage herum, wobei man an vielen Mosaiksäulen, Türmen, geschmückten Gebetspavillons, Buddhabildnissen und 78 kleineren, filigranen Pagoden vorbeikommt. Glöckchen klingeln. Räucherstäbchen schwelen. Es ist eine ruhige, sinnliche Melange, verstärkt durch den Duft der Blumengaben, die safranfarbenen Roben der buddhistischen Mönche und den beruhigenden Klang der Gesänge und Gebete.
Der schimmernde 32-stöckige Stupa dominiert die Skyline. Oben sitzt eine goldene Spitze, geschmückt mit 5448 Diamanten, 2317 Rubinen, Saphiren und anderen Steinen, 1065 goldenen Glocken und ganz oben – zu hoch, um ihn sehen zu können – einem 76-karätigen Diamanten. Für Buddisten ist dies die heiligste Stätte des Landes, welche Reliquien der 4 Buddhas, die bisher auf Erden lebten, enthalten soll. 4 überdachte Wege führen den Singuttara-Hügel hinauf, wo die Pagode auf einer Plattform steht (hier müssen Sie die Schuhe ausziehen). Alle bis auf einen der Eingänge sind voll mit Verkäufern, die alles anbieten, was ein buddhistischer Besucher brauchen könnte, von rituellen Papierschirmchen bis zu Räucherstäbchen. Die Pagode sieht abends am schönsten aus, wenn die letzten Sonnenstrahlen sie orangegolden glänzen lassen und Hunderte Spatzen auffliegen (um am nächsten Morgen wiederzukommen).
Nach einem Tag der tropisch-feuchten Hitze und des Durchschlängelns zwischen uralten Dreckschleuderbussen in dieser Stadt mit mehr als 4 Mio. Menschen ist die elegante Governor’s Residence fast so zen-artig wie die Pagode, die ganz in der Nähe ist. Das Hotel wurde in den 1920ern als Gästehaus für Mitglieder der Kayah-Staatsregierung erbaut und ist innen und außen ein schönes Beispiel für birmanische Teakholzarchitektur, luxuriös wie zu kolonialen Zeiten. Das schön gepflegte Grundstück im grünen Botschaftsviertel, der Garten mit Lotosteich und die Kipling Bar rufen die ruhigen Tage wach, die hier einst herrschten.
INFO: www.shwedagonpagoda.com. GOVERNOR’S RESIDENCE: Tel. +95/1-229-860; www.governorsresidence.com. Preise: ab € 130. REISEZEIT: Nov.–Feb.: kühlste Temperaturen; bei Vollmond im Feb.–März: Tabaung- oder Shwedagon-Pagodenfestival.

