Die Geschichten der Besteigungen des höchsten Bergs der Welt sind unglaublich faszinierend: Nach vielen gescheiterten Versuchen erreichten der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay als Erste nachgewiesenermaßen 1953 den Gipfel. Reinhold Messner und Peter Habeler schafften es 1978 erstmals ohne künstlichen Sauerstoff. Tausende Abenteurer versuchten schon den Aufstieg; viele sind gescheitert. Doch der einzelne Wanderer muss den Gipfel nicht erklimmen, um die Macht von Sagarmatha spüren zu können, der „Stirn des Himmels“, wie die Sherpas den Everest nennen. Die meisten, die hierherkommen, erleben den legendären Berg im Rahmen einer Wanderung zum wunderschönen Khumbutal, das zeitlose Sherpadörfer, faszinierende buddhistische Klöster und eine einzigartige Fauna aufweist.

Gebetsfahnen wehen vor dem Everest, um die Bergsteiger auf ihrem Weg zum Gipfel zu segnen.
Erreichbarer, wenn auch anstrengender Höhepunkt einer Everest-Wanderung ist das Basislager auf etwa 5300 m Höhe. Hier bereiten Bergsteiger (meist im Mai) den Weg auf der Südroute zum Gipfel vor, neben dem stets gefährlichen Khumbu-Eisbruch, zwischen Felsen, Zelten und Gebetsfahnen. Genießen Sie die Atmosphäre und die Aufregung der Expeditionen, während Sherpaköche und Träger die Vorräte zusammenstellen. Da Sie vom Lager aus keinen freien Blick haben, müssen Sie auf einem der umliegenden Wege weitergehen, bis Sie den Anblick des 8848 m hohen Gipfels und seiner kleineren Kollegen Lhotse, Makalu und Cho Oyu genießen können (allesamt Achttausender). Diese Ehrfurcht gebietende Erhabenheit wird durch die unvergessliche Freundlichkeit der Sherpas ausgeglichen.
WO: Die Reise beginnt in Lukla, dem Ort mit Flughafen nahe der tibetischen Grenze, etwa 137 km nordöstl. von Kathmandu. WIE: Das amerikanische Unternehmen Mountain Travel Sobek organisiert 14- und 25-tägige Touren. www.mtsobek.com. Preise: 19-tägige Wanderung bis zum Everest-Basislager ab € 3285, all-inclusive. Startet in Kathmandu. Wann: Apr.–Mai, Okt.–Nov. REISEZEIT: März–Mai: vor der Regenzeit; Okt.–Nov.: nach der Regenzeit.

