Der Parthenontempel, die größte Leistung des Goldenen Zeitalters in Griechenland, bekrönt den höchsten Punkt am Athener Horizont (Akropolis bedeutet „obere Stadt“) schon seit dem 5. Jh. v. Chr. Der zeitlose dorische Tempel ist der Patronin der Stadt, Athene, gewidmet und war ursprünglich – wie auch alle anderen Gebäude der Akropolis – so bunt bemalt, dass ein alarmierter Plutarch anmahnte: „Wir vergolden und schmücken unsere Stadt wie eine liederliche Frau.“ Heute schimmert der Tempel golden im Sonnenlicht, sichtbar durch die Glaswände des neuen, ultramodernen Akropolismuseums im archäologischen Park, einer Fußgängerzone, die vom Hadriansbogen bis zur Agora am Fuß des 3,2 ha großen Akropolisplateaus verläuft.
Das Museum, nach einem Entwurf von Bernard Tschumi erbaut, eröffnete 2009 nach dem „teuersten Umzug in der Geschichte Athens“, denn es hatte schon früher ein Akropolismuseum gegeben. Es hat lichte, luftige Galerien, in denen wertvolle Artefakte aufbewahrt werden, wie z.B. 4 der Originalkaryatiden (Jungfrauen), die als Säulen des Parthenons dienten, und diejenigen Fragmente des Parthenonfrieses, die Lord Elgin den Griechen ließ – als britischer Botschafter hatte er 1801 die Erlaubnis, den Rest nach London bringen zu lassen. Jetzt, da sie so eine schöne neue Heimat erwartet, ist die Hoffnung groß, dass Großbritannien die umkämpften „Elgin Marbles“ irgendwann wieder Athen überlässt. Beim Athens & Epidauros Festival im Sommer werden im Theater „Odeon des Herodes Atticus“ aus dem 2. Jh. antike Dramen, Opern, Musik und Ballette aufgeführt (zu den Dramen beim Epidauros Festival siehe → hier).

Perikles überwachte den Bau des Parthenon, eines der größten Bauprojekte im alten Griechenland.
Von mehreren Hotels aus können Sie einen Blick auf die strahlende Akropolis erhaschen, z.B. vom eleganten Grande Bretagne, einem Palast von 1842 mitten in der Stadt am Syntagma-(„Verfassungs-“)Platz. Von den oberen Zimmern sehen Sie die Akropolis aus der Vogelperspektive, ebenso vom Pool auf dem Dach, der Bar und dem exzellent-mediterranen Restaurant aus. Das nahe Electra Palace Hotel hat denselben Postkartenblick und liegt im Gewirr der tavernengesäumten Straßen von Plaka – touristisch, aber reizvoll. Manchmal sieht eine Sehenswürdigkeit aus der Ferne noch besser aus – z.B. vom populären Boutique-Hotel St. George Lycabettus aus, das aus dem wohlhabenden Viertel Kolonaki über die große weiße Stadt hinweg zur Akropolis schaut.
AKROPOLISMUSEUM: Tel. +30/210-900-0900; www.theacropolismuseum.gr. ATHENS & EPIDAUROS FESTIVAL: Tel. +30/210-928-2900; www.greekfestival.gr. Wann: Mitte Juni–Sept. GRANDE BRETAGNE: Tel. +30/210-333-0000; www.grandebretagne.gr. Preise: ab € 307. ELECTRA PALACE: Tel. +30/210-337-0000; www.electrahotels.gr. Preise: ab € 155 (Nebensaison), ab € 215 (Hochsaison). ST. GEORGE LYCABETTUS: Tel. +30/210-729-0711; www.sglycabettus.gr. Preise: ab € 148. REISEZEIT: Einmal im Monat, bei Vollmond, öffnet die Akropolis auch nachts; das Akropolismuseum ist freitags bis 22 Uhr geöffnet, das Museumsrestaurant sogar bis Mitternacht. Mai–Juni und Sept.–Okt.: nicht so heiß wie im Juli und August, weniger Touristen.

