SÜDAMERIKA UND ANTARKTIS

„Schwer vorstellbar, dass es eine Zeit gab, zu der Buenos Aires noch nicht existierte. Für mich ist diese Stadt so ewig wie die Luft und das Wasser.“ – JORGE LUIS BORGES

BUENOS AIRES
Argentinien
Die weltoffene Metropole Buenos Aires liegt dort, wo der Río de la Plata auf die Grassteppen der Pampas trifft. Die vielfältigen kulturellen Strömungen in dieser pulsierenden, eleganten Stadt lassen einen manchmal vergessen, wo man ist: Der Rhythmus ist definitiv lateinamerikanisch, aber Architektur und Kultur sind stark europäisch geprägt.
HAUPTATTRAKTIONEN
ANTIQUITÄTENMARKT SAN TELMO – Die Feria de San Pedro Telmo findet immer sonntags auf der Plaza Dorrego in San Telmo statt, einem der ältesten Viertel von Buenos Aires. Auf dem Platz versammeln sich dann neben vielen Straßenkünstlern unzählige Antiquitäten- und Souvenirhändler. Das bunte Treiben dehnt sich bis zur Calle Defensa hin aus, der Hauptverkehrsstraße des Viertels, die von kleinen Antiquitätenläden und Cafés gesäumt ist. Ein Highlight sind die Tangogruppen, die auf dem Platz auftreten – bis spät in die Nacht. INFO: www.feriadesantelmo.com.
FRIEDHOF LA RECOLETA – Der 1822 gegründete Friedhof gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires. Hier findet seit fast 200 Jahren die argentinische Elite ihre letzte Ruhestätte, ironischerweise auch eine Frau, die zu Lebzeiten von ebendieser Oberschicht verachtet wurde: María Eva Duarte de Perón, besser bekannt als Evita. Die meisten Touristen kommen nur, um einen Blick auf ihr schlichtes Grab aus schwarzem Granit zu werfen, das mit etlichen Gedenktafeln geschmückt ist, eine davon mit der legendären Bitte an ihr Vaterland, nicht um sie zu weinen. Das nahe Museo Evita im Viertel Palermo widmet sich ganz dem Leben dieser Ikone des Volkes, im wunderschönen Museumscafé lässt es sich gut entspannen. MUSEO EVITA: Tel. +54/11-4807-9433; www.museoevita.org.

Obwohl sie schon 1952 starb, wurde Evita erst über 20 Jahre später beigesetzt.
MUSEO DE ARTE LATINOAMERICANO DE BUENOS AIRES (MALBA)– Die lichterfüllte Stahl-Glas-Architektur des MALBA ist nicht nur Ausstellungsraum für Hunderte von Exponaten, sondern für sich genommen schon ein Kunstwerk. Im Unterschied zu den eher eurozentristischen Konzepten vieler anderer argentinischer Museen widmet sich dieses Haus ganz der Kunst Lateinamerikas mit Werken von Frida Kahlo, Diego Rivera, Antonio Siguí, Antonio Berni, aber auch vieler zeitgenössischer Künstler. INFO: Tel. +54/11-4808-6500; www.malba.org.ar.
MUSEO NACIONAL DE BELLAS ASRTES – Das Nationalmuseum der Schönen Künste war ursprünglich eine Pumpstation, heute beherbergt das Haus neben der umfangreichsten Sammlung argentinischer Kunst weltweit auch eine überraschende Vielzahl europäischer Meisterwerke von Rodin über Renoir bis hin zu Picasso. Das Museum spiegelt den Zeitgeschmack der reichen argentinischen Kunstliebhaber wider, die zu Beginn des 20. Jh. um die Welt reisten, um ihre Sammlungen aufzustocken. INFO: Tel. +54/11-5288-9900; www.mnba.org.ar.
TEATRO COLÓN – Die Eröffnung des Opernhauses Teatro Colón im Jahr 1908 sollte der Welt signalisieren, dass sich Buenos Aires nun auch mit den europäischen Kulturmetropolen messen konnte. Es wurden keine Kosten gescheut, edle Materialien wie Marmor, Bronze und aus Europa importierte Buntglasfenster kamen zum Einsatz. Das Glanzstück des Haupttheaters ist ein enormer Kristalllüster in der Mitte einer Kuppel, die mit Fresken des argentinischen Künstlers Raúl Soldi geschmückt ist. Erst vor Kurzem wurden unter der Leitung des Architekten Victor Meano umfangreiche Renovierungen durchgeführt, und die Bühne, auf der schon Legenden wie Enrico Caruso und Maria Callas standen, zieht auch heute noch hochklassige Künstler aus aller Welt an. INFO: Ticketbüro Tel. +54/11-4378-7344; www.teatrocolon.org.ar.
EL METEJÓN POLO CLUB – Besucht man 1 Stunde südöstlich von Buenos Aires den renommierten Poloclub El Metejón, könnte man denken, diese Sportart sei hier erfunden worden. Der Club bietet schweißtreibende Intensivkurse, verfügt dafür aber auch über Spa, Pool und 12 luxuriöse Suiten, um sich wieder zu erholen. Wenn Sie lieber nur zusehen möchten, kommen Sie am besten zwischen Oktober und Dezember nach Buenos Aires: Dort können Sie die Profis beim Kampf um die Meisterschaft beobachten. WO: Cañuelas: 48 km südwestl. von Buenos Aires, Tel. +54/2226-432-260; www.elmetejon.com.ar. Preise: ab € 444 (Nebensaison), ab € 593 (Hochsaison), all-inclusive.

Das Teatro Colón gehört zu den Opernhäusern mit der weltweit besten Akustik. 1908 wurde es mit Verdis Aida eröffnet.
FERIA DE MATADEROS – Dieser nostalgische Jahrmarkt gegenüber dem Viehmarkt trägt einen Hauch von Landleben in die Großstadt. Die feria findet ganzjährig immer sonntags statt, aber in den Spätsommermonaten (Februar–März) ist der Andrang so groß, dass sie auf die Samstage ausgedehnt wurde. In den Straßen drängen sich dann Antiquitätenhändler, Snack-Verkäufer und Folkloretänzer; Gauchos in vollem Ornat versuchen sich bei der Carrera de Sortija, einem wilden Reiterspiel, bei dem die Männer versuchen, im vollen Galopp mit einer kleinen Stange Ringe aufzuspießen. INFO: Tel. +54/11-4342-9629; www.feriademataderos.com.ar.
ÜBERNACHTEN
ALVEAR PALACE HOTEL – Allen Luxushotels von Buenos Aires gilt der Klassiker Alvear als absoluter Maßstab. Die Grande Dame wurde 1929 im exklusiven Stadtteil Recoleta eröffnet. Trotz der opulenten Inneneinrichtung aus buntem Marmor, vergoldeter Bronze und dem Louis-quinze-Mobiliar wirkt das Haus nicht schwülstig. Für jedes Zimmer steht rund um die Uhr ein Butler zur Verfügung, und das La-Prairie-Spa ist so groß, dass man sich verlaufen kann. Das La Bourgogne unter Chefkoch Jean Paul Bondoux gilt in puncto gehobene französische Küche als beste Adresse der Stadt. Das L’Orangerie ist vor allem bekannt für seine regionalen Spezialitäten. INFO: Tel. +54/11-4808-2100; www.alvearpalace.com. Preise: ab € 333; Dinner im La Bourgogne € 74.
THE BOBO HOTEL – Ein Hotel mit einem derart selbstironischen Konzept muss man einfach lieben – BoBo steht kurz für „bourgeois bohemian“, Mitglieder der privilegierten Klasse, die sich gern den Anschein des rebellischen Freigeistes geben. Dennoch muss man in dieser Villa aus den 1920ern in Palermo auf elegantes Ambiente nicht verzichten. Schon beim Betreten der nostalgischen Lobby werden Sie bezaubert sein. Jeder der 7 Räume wurde im Stil einer bedeutenden modernen Kunstströmung gestaltet. INFO: Tel. +54/11-4774-0505; www.bobohotel.com. Preise: ab € 130.
FOUR SEASONS HOTEL – Das im Herzen des gediegenen Viertels Recoleta gelegene Hotel besteht aus 2 Gebäuden: Der 12-stöckige Park Tower bietet exquisit ausgestattete Zimmer, zum Teil mit wundervollem Blick über den Nueve de Julio Boulevard. Im La Mansión von 1916 mit seinen 7 Privatsuiten hat schon so mancher Star logiert; auf dem Balkon probte Madonna während der Dreharbeiten zu Evita. Das Le Mistral verwöhnt seine Gäste mit internationaler, mediterran beeinflusster Küche. INFO: Tel. +54/11-4321-1200; www.fourseasons.com. Preise: ab € 404; Dinner im Le Mistral € 55.
HOME HOTEL – Dieses unkonventionelle Hotel fügt sich perfekt ins Ambiente des angesagten Stadtteils Palermo Hollywood ein. Tatsächlich sind in dem verspielten, aber stylischen Haus mit Spa, Poolbar und Restaurant schon viele Größen aus dem Show-geschäft abgestiegen (einer der Besitzer ist DJ und Plattenproduzent). Trotzdem herrscht eine angenehm unaufgeregte Atmosphäre; die Inneneinrichtung ist mehr auf Bequemlichkeit denn auf Design um jeden Preis ausgelegt. INFO: Tel. +54/11-4778-1008; www.homebuenosaires.com. Preise: Zimmer ab € 104.
LEGADO MITICO – In jedem der 11 großzügigen Zimmer wird einer anderen historischen Berühmtheit Argentiniens gehuldigt, unter ihnen Eva Perón oder die Ausnahmesängerin Tita Morello. Ergebnis dieses Konzeptes sind innenarchitektonische Schatzkästchen, außerdem wartet das Haus mit Bücherei, Kaminecke und 2 großen Terrassen auf. INFO: Tel. +54/11-4833-1300; www.legadomitico.com. Preise: ab € 178 (Nebensaison), ab € 222 (Hochsaison).
PALACIO DUHAU PARK HYATT – In diesem nach der Aristokratenfamilie Duhau benannten Hotel aus den 1930ern findet man klassische Zimmer mit schweren Glastüren im französischen Stil, während ein 17-stöckiger Turm mit modernen, aber gemütlichen Zimmern lockt. Insgesamt gibt es 4 hauseigene Restaurants, das Duhau ist vor allem für Steaks und frische regionale Produkte legendär. Die Oak Bar ist mit normannischen Schnitzereien aus dem 17. Jh. geschmückt, und der Nachmittagstee ist so üppig, dass kaum mehr Platz für das Abendessen bleibt. INFO: Tel. +54/11-5171-1234; www.buenosaires.park.hyatt.com. Preise: ab € 315; Dinner im Duhau € 55.
ESSEN & TRINKEN
STEAKHÄUSER IN BUENOS AIRES – Argentinien ist weltbekannt für sein hochwertiges Rindfleisch. Besonders typisch können Sie diese Spezialität in einem der parillas genannten Steakhäuser genießen. Dort werden nicht nur exzellente Steaks serviert, sondern auch rustikale Gerichte wie asado, ein Mix aus über Kohlen gegrillten Innereien. Ein Anziehungspunkt für die lokale High Society und für anspruchsvolle Touristen ist das La Cabaña Las Lilas im schicken Hafenviertel Puerto Madero. Dort werden jährlich an die 90 t Steak serviert (von Rindern aus hauseigener Zucht), begleitet von hervorragenden regionalen Weinen. Das dunkelgetäfelte 2-stöckige La Cabaña ist ein weiterer Klassiker der Restaurantszene. Der Grill steht im Zentrum des Geschehens: Man geht an ihm vorüber, wenn man das Haus betritt, und kann dann dabei zusehen, wie das Fleisch zubereitet wird. Das La Cabrera kommt ein wenig entspannter und moderner daher, schließlich liegt es auch im trendigen Stadtteil Palermo Soho. Das eigenwillig eingerichtete Haus ist immer brechend voll und das Rindfleisch hervorragend – genau wie die zahlreichen Beilagen: Salate, Pilze oder Kürbispüree. LA CABAÑA LAS LILAS: Tel. +54/11-4313-1336; www.laslilas.com.ar. Preise: Dinner € 48. LA CABAÑA: Tel. +54/11/4814-0001; www.lacabanabuenosaires.com.ar. Preise: Dinner € 63. LA CABRERA: Tel. +54/11-4831-7002; www.parrillalacabrera.com.ar. Preise: Dinner € 33.
CAFÉ TSORTONI – Bronzearmaturen, Buntglasfenster, gebohnerte Holztheke, Fliege tragende Kellner und geschichtsträchtige Patina – das alles macht den Reiz des Café Tortoni aus. Es wurde 1858 gegründet und gilt als Argentiniens ältestes Café. Heute ist es bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, sei es für einen Cappuccino, ein paar Appetithäppchen, ein saftiges Steak oder um einer der intimen Tangoshows im Hinterzimmer beizuwohnen. INFO: Tel. +54/11-4342-4328; www.cafetortoni.com.ar. Preise: Dinner € 22.
CASA FELIX – Einer der jüngsten Trends in Buenos Aires sind die puertas cerradas (geschlossene Türen): kleine gastronomische Ereignisse in privatem Rahmen, bei denen Chefköche für wenige Gäste ein Menü zaubern – Reservierung zwingend erforderlich. Eine der besten Adressen ist die Casa Felix, Haus des Spitzenkochs Diego Felix. Donnerstags, freitags und samstags bereitet der Meister für maximal 16 Gäste ein 5-Gänge-Menü zu, bei dem vor allem biologische und regionale Produkte zum Einsatz kommen – ein wunderbarer Ort, um Bekanntschaften zu schließen, und ideal für alle, die der fleischlastigen Küche Argentiniens entkommen möchten: Im Zentrum stehen Fisch, Gemüse und regionale Früchte. INFO: www.colectivofelix.com. Preise: € 33.
TAUSENDSASSA GERMÁN MARTITEGUI – Buenos Aires’ Starkoch Germán Martitegui gehören gleich mehrere Restaurants in der Stadt, darunter auch die Casa Cruz, eine perfekte Verkörperung des Glamours von Palermo Soho: Das Ambiente erinnert an einen schicken Nachtclub, auf der Karte stehen moderne mediterrane und regionale Gerichte. Germán Martitegui steht auch hinter dem Restaurant Ølsen, wo sich skandinavische Küche und kühles nordisches Design perfekt verbinden: Es gibt eine riesige Auswahl an Wodkasorten und einen beliebten Wochenendbrunch mit geräuchertem Fisch, Bagels und Kaviar. Das Tegui, sein neuestes Unternehmen, bietet ein mediterranes Festpreismenü aus Meeresfrüchten und regionalen Produkten. Der Eingang liegt versteckt, und die Wände des Hauses sind mit Graffiti verunziert, dennoch ist es eine ausgezeichnete Wahl, wenn man nach moderner und kreativer argentinischer Küche sucht. CASA CRUZ: Tel. +54/11-4833-1112; www.casacruz-restaurant.com. Preise: Dinner € 74. ØLSEN: Tel. +54/11-4776-7677; Preise: Dinner € 26. TEGUI: Tel. +54/11-5291-3333. Preise: Dinner € 40.
GRAN BAR DANZÓN – Das schummrige, aber edle Weinlokal ist der ideale Ort, um von argentinischen Weinen vom Fass oder aus der Flasche zu kosten. Viele porteños (wie sich die Bewohner von Buenos Aires nennen) kommen auf ein Glas hier vorbei, bevor sie sich ins Nachtleben stürzen, manche bleiben auch länger und essen zu Abend: Auf der Karte stehen argentinische Klassiker und italienische Küche, aber auch das Sushi ist nicht schlecht. INFO: Tel. +54/11-4811-1108; www.granbardanzon.com.ar. Preise: Dinner € 22.
DE OLIVAS I LUSTRES – Dieses zukunftsweisende Restaurant war eines der ersten hochklassigen Häuser in Palermo. Das 14-Gänge-Menü aus mediterran angehauchten Tapas, serviert in einem mit exquisiten Antiquitäten eingerichteten Speisesaal, ist immer noch ein Gedicht. Auch die Auswahl an pikanten Cannelloni und gegrilltem Fleisch ist unwiderstehlich. INFO: Tel. +54/11-4667-3388; www.deolivasilustres.com.ar. Preise: 14-gängiges Tapas-Menü € 15.
OSVIEDO – Obwohl Argentinien über etwa 4600 km Küstenlinie verfügt, ist es erstaunlich schwierig, im steakbesessenen Buenos Aires ein gutes Fischrestaurant zu finden. Im Oviedo, dessen etwas förmliche Atmosphäre an ein altes Clubhaus erinnert, liegt der Schwerpunkt auf frischem Fisch und Meeresfrüchten, serviert auf mediterrane Art: gegrillte Shrimps und Babykalmare, dazu Kürbis-Gnocchi und Risotto mit Meeresfrüchten. Der Service und die umfangreiche Weinkarte mit edlen Tropfen aus der Provinz Mendoza (siehe → hier) und Europa tun ein Übriges. INFO: Tel. +54/11-4821-3741; www.oviedoresto.com.ar. Preise: Dinner € 33.
TANGO TANZEN
EL VLEJO ALMACÉN – Das vom legendären Sänger Edmundo Rivero gegründete El Viejo Almacén gehört zu den authentischsten Tangolokalen von Buenos Aires, weniger glamourös als die meisten milongas, wie man die Tangotreffs nennt. Dort geben großväterliche Sänger die herzzerreißenden Lieder von Carlos Gardel zum Besten, der den Tango weltberühmt machte, bevor er 1935 bei einem Flugzeugabsturz starb. Die sinnlichen jungen Tänzerinnen gemahnen in ihren knappen Kostümen an die Wurzeln dieses Tanzes im Rotlichtmilieu der Hafenviertel. INFO: Tel. +54/11-4307-6689; www.viejo-almacen.com.ar. Preise: € 74.
CASA BLANCA – Wer durch die Türen dieses Hauses tritt, begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Die Shows sind eine Mischung aus Folkloretanz und Tango, die Essenz beider Kunstformen verschmilzt zur perfekten Einheit. Die Männer tragen die Tracht der Pampas und versuchen, ihre Partnerinnen bei einer traditionellen Zamba zu verführen, wobei beide geziert ein buntes Taschentuch schwenken. INFO: Tel. +54/11-4331-4621. Preise: € 60, inklusive Getränke.
BAR SUR – Wie ein Sepia-Porträt des alten Buenos Aires präsentiert sich die Bar Sur, eine bei porteños und Touristen beliebte milonga. Vor den Aufführungen, die immer um 20 Uhr beginnen, kann man an Tanzkursen teilnehmen. Später tanzen die Profis um die Tische der Stammgäste herum, die schon sehnsüchtig darauf warten, selbst in Aktion treten zu dürfen. INFO: Tel. +54/11-4362-6086; www.bar-sur.com.ar. Preise: € 37.

Der Tango entstand im Argentinien des 19 Jh.
CONFITERÍA IDEAL – In dieser klassischen milonga spiegelt sich in den bronzenen Wandleuchtern, den vergoldeten Schmuckelementen, den gebohnerten Dielenböden und den Buntglasfenstern noch der alte Glanz von Buenos Aires. Die Gäste sitzen an Tischchen zu beiden Seiten der Tanzfläche, üblicherweise nach Geschlechtern getrennt. Man verständigt sich mit subtilen Blicken und Gesten, etwa einem leichten Kopfnicken, bevor der Mann sich erhebt und die Dame seiner Wahl zum Tanz auffordert. Zwar ist den ganzen Tag geöffnet, richtig lebhaft wird es aber erst gegen Mitternacht, nach Hause geht man im Morgengrauen. Professionelle Aufführungen gibt es nur freitags. INFO: Tel. +54/11-5265-8069; www.confiteriaideal.com. Preise: milonga (täglich) Eintritt € 6; Aufführung und Dinner (freitags) € 37.
TANGO-FESTIVALS – Tango hat in Buenos Aires immer Saison, aber das Tango Festival y Mundial im August ist dennoch ein Höhepunkt. In diesen Winterwochen treten in den Theatern der Avenida Corrientes hochkarätige Tänzer und Musiker auf, und die milongas hallen wider vom Klang der schwülen Rhythmen. Auch die Straßen zwischen San Telmo und dem Microcentro verwandeln sich in Tanzsäle unter freiem Himmel, zum Entzücken der Massen, die sich dort versammeln. INFO: www.tangobuenosaires.gov.ar.