Galiläa ist ein fruchtbarer Landstrich, der im Frühling einem Meer aus Wildblumen und blühenden Bäumen gleicht. Nur wenige Regionen sind wohl mit Galiläas Bedeutung sowohl für das Christen- als auch für das Judentum vergleichbar. Schon in den alten Schriften wurde es erwähnt, und einige der wichtigsten Pilgerstätten Israels wie die heilige Stadt Nazareth oder die Ufer des Sees Genezareth liegen dort. Heute ist Galiläa vor allem ein beliebtes Ausflugsziel der Israelis.
Der 160 km2. große Süßwassersee Genezareth alias Galiläisches Meer liegt inmitten von sanften Hügeln. Größte Stadt an seinen Ufern ist schon seit der Antike Tiberias, 20 n. Chr. vom Sohn Herodes’ I. gegründet. Als schönstes Hotel an den Ufern des Genezareth gilt das Scots Hotel, ursprünglich ein Kirchenhospital aus dem 19. Jh., das 2004 eröffnet wurde und 69 großzügig bemessene Zimmer bietet. Das elegante Haus lockt zudem mit einem der wenigen Privatstrände und ist nur einen Katzensprung vom Decks entfernt, einem Restaurant auf Klippen, die aus dem Wasser ragen.
Etwa zwei Drittel der 65.000 Einwohner des etwas weiter nördlich gelegenen Nazareth sind Araber, der Rest ein multikultureller Mix aus Juden, Drusen, Moslems und Christen. Neben einem regen Suk findet man dort auch die größte christliche Kirche des Nahen Ostens, die Verkündigungsbasilika. Man erbaute sie an der Stelle, an der der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Jesu prophezeit haben soll. Nehmen Sie sich Zeit, ein wenig die Paul VI. Street entlangzuschlendern und dort von Israels besten arabischen Süßwaren zu naschen, aber lassen Sie noch genügend Platz für ein Essen im Restaurant Diana. Dort serviert man einfache, aber köstliche regionale Spezialitäten, von Kebab über Grillfleisch und Salat bis hin zu den für die Region typischen mezze – kleinen Appetithäppchen in zahllosen Varianten.
Nazareth ist auch die Geburtsstadt Jesu und der neu angelegte „Jesus-Pfad“ ermöglicht es dem Besucher, auf 64 km im Umkreis den Spuren seiner Wanderungen zu folgen. Der Pilgerweg verbindet Kanaan, den See Genezareth, Tabgha (mit seiner Brotvermehrungskirche im byzantinischen Stil) und den Berg der Seligpreisungen, an dessen Hängen die berühmte Bergpredigt stattgefunden haben soll. Besuchen Sie unbedingt Safed, Israels höchstgelegene Stadt und Zentrum des jüdischen Kabbala-Mystizismus, Lassen Sie sich auf einem Spaziergang durch das labyrinthische, über 1000 Jahre alte Synagogenviertel verzaubern.
Die Kunstgalerien im alten arabischen Viertel der Stadt verströmen hingegen einen Hauch von Boheme. Wenn Sie in Safed übernachten wollen, haben Sie die Wahl zwischen dem exklusiven Hotel Mizpe-Hayamim mit Meerblick, Spa und regionaler Küche, das etwas außerhalb der Stadt auf einem Hügel liegt, und dem Vered HaGalil, einem Familienbetrieb mit Pferdezucht und hinreißender Aussicht.
WO: Tiberias liegt 131 km nordöstl. von Tel Aviv. INFO: www.gogalilee.org. SCOTS HOTEL: Tel. +972/4-671-0710; www.scotshotels.co.il. Preise: ab € 211. DECKS: Tel. +972/4-672-1538; Preise: Dinner € 26. DIANA: Tel. +972/4-657-2919; Preise: Lunch € 20. JESUS-PFAD: www.jesustrail.com. MIZPE-HAYAMIM: Tel. +972/4-699-4555; www.mizpe-hayamim.com. Preise: ab € 289 (Nebensaison), ab € 407 (Hochsaison). VERED HAGALIL: Tel. +972/4-693-5785; www.veredhagalil.com. Preise: ab € 100 (Nebensaison), ab € 155 (Hochsaison). REISEZEIT: Feb.–März: Wildblumenblüte; Mai und Dez.: Jacob’s Ladder Festival in Ginosar; Anf. Juli: Tanzfestival in Karmiel; Juli oder Aug.: Klezmer-Festival in Safed; Weihnachtszeit in Nazareth.

