Was haben die Lilie und das Ei gemeinsam? Beides sind Stühle des Designers Arne Jacobsen. Seine modernen, funktionalen Möbel tragen Stil und Eleganz in die Wohnzimmer und Hotels der Welt, genau wie die von anderen dänischen Designern wie Hans J. Wegner und Finn Juhl. Der zeitlose Anspruch dänischen Designs – das seit Langem der Philosophie „form follows function“ folgt – sorgt für dessen andauernden Erfolg. Es definiert die Ästhetik eines ganzen Landes, von den berühmten Silberschmiedearbeiten Georg Jensens (stöbern Sie im renommierten Shop „Danish Silver“, der die größte Kollektion antiker Jensen-Stücke führt, bis hin zu den einfachen, aber umso effizienteren Legosteinen. Auch dänische Architekten haben auf der Welt ihre Spuren hinterlassen, z.B. Jørn Utzon, der das Opernhaus in Sydney entwarf (siehe → hier). Kopenhagens eigenes Opernhaus, eine 2005 eröffnete auffällige Stahl-Glas-Konstruktion von Henning Larsen, ist das beste Beispiel für den progressiven Stil der Stadt. Ein weiteres ist das kubistische København Koncerthuset (Konzerthaus) von Jean Nouvel, das sich in eine blaue Stoff-„Haut“ hüllt, auf die Bilder der Tänzer im Innenraum projiziert werden.

Das neue Kopenhagener Opernhaus am Wasser, aus viel Glas, Stahl und Sandstein.
Möchten Sie das Beste des dänischen Designs unter einem Dach anschauen, besuchen Sie das schnittige, glasverkleidete Dansk Design Center, das vielseitige Wechselausstellungen zeigt – von Poul Henningsens legendären Artischockenlampen bis hin zu schicken Haushaltsgegenständen.
Auch die Kopenhagener Hotels bieten exzellente dänische Ästhetik. Das Hotel D’Angleterre, seit 1775 ein Hotel, strahlt altmodische Eleganz aus. Hier regieren Opulenz und ein aristokratisches Flair, das an die Ursprünge des Gebäudes im 16. Jh. erinnert. Die gute Lage trägt zu seinem Reiz bei: Nur ein paar Schritte entfernt liegen der Strøget, die Shoppingmeile der Hauptstadt, und der alte Hafen Nyhavn mit Restaurants und Cafés. Im Copenhagen Admiral Hotel trifft Alt auf Neu: Im 18. Jh. ein Getreidespeicher, wurde es sehr schick umgebaut und bietet eine tolle Sicht auf das Opernhaus.
Aus einer anderen Stilepoche stammt das Radisson Blu Royal, 1960 von Arne Jacobsen entworfen und angefüllt mit seinen Möbeln – sogar die schweren Türgriffe stammen von ihm. Das berühmteste Zimmer ist die Nr. 606: Hier ist alles noch so wie am Tag der Eröffnung, inklusive der Originalmöbel. Für den Preis eines Cocktails können Sie in der eleganten Hotelbar in Jacobsens Aura schwelgen. Auch sehr, sehr schick ist das First Hotel Skt. Petri, ein modernistisches Hotel mit minimalistischem Dekor in neuem Gewand und einer Bar.
DANISH SILVER: Tel. +45/3311-5252; www.danishsilver.com. OPERNHAUS: Tel. +45/3369-6969; www.kglteater.dk. KONZERTHAUS: Tel. +45/3520-3040; www.dr.dk/Koncerthuset. DANSK DESIGN CENTER: Tel. +45/3369-3369; www.ddc.dk. HOTEL D’ANGLETERRE: Tel. +45/3312-0095; www.remmen.dk. Achtung: Das Hotel wird bis Mitte 2012 renoviert. COPENHAGEN ADMIRAL HOTEL: Tel. +45/3374-1414; www.admiralhotel.dk. Preise: ab € 185. HOTEL RADISSON BLU ROYAL: Tel. +45/3342-6000; www.radissonblu.com. Preise: ab € 195. FIRST HOTEL SKT. PETRI: Tel. +45/3345-9100; www.hotelsktpetri.com. Preise: ab € 165. REISEZEIT: Mai–Sept.: bestes Wetter.

