Das von Mauern aus osmanischer Zeit umschlossene Akkon (auch Akko) besuchten in seiner über 4000-jährigen Geschichte bereits berühmte Persönlichkeiten wie Marco Polo oder Franz von Assisi. Wie in Caesarea (siehe → hier) haben auch in Akkon die mittelalterlichen Kreuzfahrer ihre Spuren hinterlassen. Sie machten den antiken Hafen zum maritimen Handelszentrum und zur größten Stadt ihres christlichen Reichs. Neben einer Zitadelle errichteten sie gewaltige Festungsanlagen und Dämme und legten ein unterirdisches Netz von Gewölbetunneln an, die Kreuzritter-Halle. In diesen Katakomben konnten zur Blütezeit der Stadt im 12. Jh. bis zu 50.000 Soldaten beherbergt und verköstigt werden.
Obwohl in den vergangenen Jahrhunderten weitestgehend unbeachtet, ist Akkon eine bemerkenswert gut erhaltene historische Stadt. Es gibt einen quirligen Suk (probieren Sie unbedingt den Hummus bei Said, er soll der beste der ganzen Stadt sein), türkische Bäder, traditionelle Kaffeehäuser und charmante Fischrestaurants im Hafenviertel.
Das Restaurant Uri Buri lockt mit Meerblick, orientalischem Ambiente und einer fantasievollen Küche, die von israelischen Weinen begleitet wird. Inhaber Uri Yirmias verleiht israelischen Gerichten mit Variationen wie mangogespickten Shrimps auf kreolische Art oder Calamari an Kumquatfrüchten neuen Schwung. Auf Altbewährtes setzt man hingegen seit über 60 Jahren im Abu Christo: köstlicher fangfrischer Fisch, gegrillt oder gebraten, serviert auf der Terrasse mit Meerblick – wundervolle Sonnenuntergänge gibt es als kostenlose Dreingabe.
Akkons Einwohner sind stolz auf den ethnischen Mix ihrer Stadt. Neben Christen, Moslems und Drusen leben dort auch Anhänger der Bahai, einer monotheistischen Religion, die im 19. Jh. im damaligen Persien begründet wurde. Akkon gilt ihnen als heiliger Geburtsort ihres Propheten Baha’u’llah. Das spirituelle und administrative Zentrum dieser Glaubensgemeinschaft liegt im Herzen von Haifa. Die großzügigen Gärten des Bahai-Weltzentrums schmiegen sich mit ihren gepflegten Rasenflächen, Wasserbecken, Skulpturen und Marmortempeln an die Hänge des Karmel.
Das Areal rund um den Karmel wurde in eine autofreie Promenade verwandelt, die von Restaurants und Cafés gesäumt ist. Hier liegt auch die Villa Carmel, ein wunderschönes Luxushotel im Bauhausstil mit mediterranem Gartenrestaurant.

In der Kreuzritter-Halle wurden Kreuzritter verpflegt und beherbergt.
WO: 112 km nördl. von Tel Aviv. URI BURI: Tel. +972/4-955-2212; Preise: Lunch € 33. ABU CHRISTO: Tel. +972/4-991-0065; www.abu-christo.co.il. Preise: Lunch € 22. HÄNGENDE GÄRTEN DER BAHAI: Tel. +972/4-835-8358; VILLA CARMEL: Tel. +972/4-835-7777; www.villacarmel.co.il. Preise: ab € 148 (Nebensaison), ab € 260 (Hochsaison). REISEZEIT: Anf. Okt.: Theaterfestival Akkon; alle Samstage im Dez.: Holiday of Holidays Festival in Haifa.

