Mehr als 300 Jahre britischer Herrschaft haben diese wunderschöne, mit Traumstränden bestechende Insel geprägt. Obwohl Barbados seit 1966 unabhängig ist, ist seine britische Atmosphäre noch immer spürbar. Der Nachmittagstee ist eine Tradition, Kricket der Nationalsport, und die meisten Touristen sind Briten, die es vor allem zur „Platinküste“ im Westen zieht, wo die namengebenden noblen Hotels und Eigentumswohnungen mit traumhaftem Blick aufgereiht sind. Hier ist das Meer am ruhigsten, die Strände sind am schönsten, und direkt vor der Küste schnorchelt man mit geselligen Meeresschildkröten.
Das Juwel der Westküste ist das Sandy Lane. Zu seinen 45 Golflöchern gehört der von Tom Fazio designte Green-Monkey-Kurs, einer der besten der Region. Das Wellnesszentrum ist bekannt für exzellente Therapeuten und ausgezeichnete Aromatherapiebehandlungen. Hier war es schon immer Tradition, sich für das Dinner herauszuputzen, sodass es Liebhaber der lässigen Kleidung eher in das draußen am Meer liegende Bajan Blue zieht.
Der Beweis dafür, dass Barbados auch kulinarisch einiges zu bieten hat, findet sich im Fish Pot, wo im stilvollen Open-Air-Essbereich beinahe schon direkt auf den Wellen originelle Gerichte wie Hühnchen und Gänseleberpastete mit Guave-Ingwer-Marmelade serviert werden. Wer eher traditionelle lokale Gerichte sucht, sollte die Inselspezialität versuchen: Fliegender-Fisch-Sandwich. Der beste Ort dafür ist Oistins, ein Fischerdorf an der Südküste, wo beim freitags stattfindenden Fish Fry gegrillter oder frittierter Fisch zusammen mit kühlem Banks-Bier serviert wird. Viel laute Musik, Tanz und Rum garantieren die beste Party der Insel.

Die atemberaubende unterirdische Szenerie von Harrison’s Cave blieb bis in die 1970er-Jahre unerforscht.
Die berühmteste Attraktion auf Barbados ist Harrison’s Cave, wo es eine umwerfende Sammlung gut ausgeleuchteter Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen gibt. Von hier aus können Sie sich zur dem Atlantik zugewandten, felsigeren und windigeren Ostküste begeben. Die Gegend ist so ruhig, dass die Einheimischen sie „das Land“ nennen. Die Strände rund um Bathsheba sind wunderschön, etwas kühler und rauer als andere und daher ideal zum Surfen, insbesondere der „Soup Bowl“, wo es die höchsten Wellen der Insel gibt und jeden November ein Surfwettbewerb stattfindet. Von dort fußläufig zu erreichen ist das Sea U Guest House, ein Kolonialstil-Karibikhaus mit Mahagonimöbeln, Batikkunst und Hängematten zwischen Palmen. Leicht hügelaufwärts gelangt man zum 2,5 ha großen Andromeda Botanic Garden, der das Meer überblickt. Zu seinen 600 Pflanzenarten gehört neben einer umfangreichen Sammlung Helikonien, Orchideen und Palmen auch ein massiver Feigenbaum, nach dem die Portugiesen die Insel „Los Barbados“ nannten – „die Bärtigen“.
INFO: www.visitbarbados.org. SANDY LANE: Tel. +1/246-444-2000; www.sandylane.com. Preise: ab € 881 (Nebensaison), ab € 1074 (Hochsaison). THE FISH POT: Tel. +1/246-439-3000; www.littlegoodharbourbarbados.com. Preise: Dinner € 45. HARRISON’S CAVE: Tel. +1/246-438-6640; www.harrisonscave.com. SEA U GUEST HOUSE: Tel. +1/246-433-9450; www.seaubarbados.com. Preise: ab € 90. ANDROMEDA BOTANIC GARDEN: Tel. +1/246-433-9384; andromeda.cavehill.uwi.edu. REISEZEIT: Nov.–Apr.: bestes Wetter; Juli–Aug: Crop Over Festival.

