Mit seiner Lage auf über 2800 m Höhe gehört Quito zu den am höchsten gelegenen Hauptstädten der Welt. Die spektakulären Aussichten auf die umgebenden Berge und Vulkane und das trotz der unmittelbaren Äquatornähe angenehme Klima machen Quito ganzjährig zum attraktiven Reiseziel. Die Altstadt von Quito war das erste historische Stadtzentrum, das den Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes erhielt. Ähnlich wie im peruanischen Cusco (siehe → hier) stehen die zahlreichen kolonialen Gebäude auf den Fundamenten alter Inkabauten. Einst war Quito die Hauptstadt des nördlichen Inkareiches; 1830 wurde es zur Kapitale des neu gegründeten Staates Ecuador. Die Kunstströmung der Schule von Quito, die sich im 16. Jh. entwickelte, verband europäische und indigene Einflüsse.
Zu den imposantesten Gebäuden der Stadt gehört die Iglesia de San Francisco, die dem Schutzpatron von Quito gewidmet ist. Der spanische Barockbau von 1535 liegt an der Plaza San Francisco und wurde auf den Ruinen eines Inkatempels errichtet. Noch beeindruckender ist die Iglesia de la Compañia de Jesús, ein Meisterwerk aus dem späten 18. Jh., in dem sich Barock- und der von der islamischen Architektur geprägte Mudéjarstil verbinden. Die aus dem 16 Jh. stammende Iglesia de la Catedral liegt an der Plaza de la Independencia, auch Plaza Grande genannt, dem alten administrativen Zentrum der spanischen Kolonialzeit. Im Hotel Plaza Grande residierte einst Juan Díaz de Hidalgo, einer der Begründer von Quito. Heute bietet das Haus 15 luxuriöse Zimmer in unschlagbarer Lage. Das Patio Andaluz, kleines Luxushotel und nationales Juwel der Kolonialarchitektur, wartet ebenfalls mit nostalgischem Ambiente und modernem Komfort auf.

Die Iglesia de la Compañia de Jesús wurde im Auftrag des Jesuitenordens, der „Societas Jesu“, erbaut.
Quito ist eine Stadt des blühenden Kunsthandwerks. Bei Olga Fisch Folklore, einer Mischung aus Laden und Museum, kann man sowohl eine Vielzahl von Objekten aus präkolumbischer Zeit bestaunen als auch Waren zeitgenössischer Künstler besichtigen und erwerben.
Etwa 1 Autostunde südöstlich der Stadt liegt auf fast 5800 m Höhe der aktive Vulkan Cotopaxi. Der Aufstieg zum Gipfel ist kein Kinderspiel und bedarf der vorsichtigen Akklimatisation, wagen Sie sich also nicht schon am 1. Tag bis ganz hinauf. Sie können die Aussicht auf den schneebedeckten Vulkan auch von der Hacienda San Agustín de Callo aus genießen. Das Anwesen wurde im 15 Jh. auf den Ruinen eines Inkapalastes erbaut; heute bietet es 11 komfortable Zimmer, teilweise noch innerhalb der Originalmauern. Das zugehörige Land wird bewirtschaftet, und viele der Produkte finden ihren Weg in die traditionellen Gerichte der Anden, die man den Gästen serviert.
HOTEL PLAZA GRANDE: Tel. +593/2-2510-777; www.plazagrandequito.com. Preise: ab € 407. HOTEL PATIO ANDALUZ: Tel. +593/2-2280-830; www.hotelpatioandaluz.com. Preise: € 148. OLGA FISCH FOLKLORE: Tel. +593/2-2541-315; www.olgafisch.com. HACIENDA SAN AGUSTÍN DE CALLO: Tel. +593/3-2719-160; www.incahacienda.com. Preise: ab € 260, all-inclusive. REISEZEIT: Juni–Aug.: bestes Wetter; Semana Santa (Karwoche); 1. Woche im Dez.: Fiestas de Quito.

