Im feuchten und wilden Nordwesten Patagoniens erstrecken sich die windgepeitschten Steppen bis an die Ausläufer der Anden mit ihren eisigen Gletscherseen. Dort liegt das Departamento Bariloche, ein Paradies für Skiläufer und Naturfreunde. Benannt ist die Region nach der Hauptstadt San Carlos de Bariloche (kurz: Bariloche). Ihren besonderen Charme verdankt sie den Einwanderern aus Deutschland und der Schweiz und dem argentinischen Architekten Alejandro Bustillo, der viele der an Lebkuchenhäuschen erinnernden Gebäude entwarf.
Bariloche liegt an den Ufern des Nahuel-Huapi-Sees inmitten des gleichnamigen Nationalparks. Mit seinen kalten, kristallklaren Flüssen und Seen gilt er als eines der besten Fliegenfischerreviere der Welt. Die meisten Touristen kommen aber wegen der Skigebiete, und zu den schönsten gehören sicher die mehr als 50 Abfahrten am Cerro Catedral. Saison ist von Juni bis Oktober, und der Andrang hält sich in Grenzen.
Rustikal, aber luxuriös könnte das Motto des Llao-Llao-Resorts am Ufer des Nahuel-Huapi-Sees lauten. Gestaltet wurde es ebenfalls von Bustillo, betrieben wird es von derselben Familie wie das Alvear Palace in Buenos Aires (siehe → hier). Das hauseigene Restaurant Los Césares ist die beste Adresse der Region. Direkt hinter der Stadtgrenze finden Sie die Villa Huinid. Die Anlage hat 12 Ferienhäuschen aus Pinienholz, jedes mit offener Feuerstelle; 50 luxuriöse Zimmer im Landhausstil mit freiem Ausblick über den See und das Restaurant Batistin.
Etwa 80 km nördlich von Bariloche liegt Villa La Angostura, ein Städtchen auf einer in den See ragenden Halbinsel. Viele porteños (Einwohner von Buenos Aires) haben sich dort ihre Ferienhäuser gebaut. Das Correntoso Lake and River Hotel liegt dort, wo Fluss und See aufeinandertreffen. Heute wird es vor allem von Fliegenfischern und Wanderern frequentiert, aber viele Gäste entspannen sich auch einfach im Spa oder genießen ein Essen auf der Terrasse mit Panoramablick. Etwa 110 km weiter nördlich liegt San Martín de los Andes, ein malerischer Urlaubsort in der Provinz Neuquén.
Diese hinreißende patagonische Provinz kann man am besten von einer der beiden Estancias aus erkunden, die etwa 1 Stunde östlich von San Martín zu finden sind: Die Estancia Quemquemtreu liegt auf einer großen Rinderfarm und bietet lediglich 5 Zimmer. Der Bach auf dem Gelände und die Nähe zu 3 der fischreichsten Flüsse der Region machen sie vor allem für Angler attraktiv. Aber auch alle anderen Gäste werden von der artenreichen Fauna vor der Kulisse der Andengipfel begeistert sein. Nach einem aufregenden Tag kann man abends beim Grillen entspannen. Auf der Estancia wird auch Polosport betrieben; in den Sommermonaten können Gäste einige der besten Spieler des Landes beim Training beobachten.
Wenn Sie sich wirklich einmal als Gaucho fühlen möchten, seien Sie zu Gast auf der Estancia Huechahue. Auf dem Rücken eines Pferdes können Sie durch Hügellandschaften mit vielen kleinen Seen und dichten Wäldern bis in luftige Höhen reiten, wo die Kondore nisten. Wer es wagt, kann sich sogar am Zusammentreiben und Brandmarken der Rinder beteiligen. Wie auch immer Ihr Tag aussieht, am Abend erwartet alle Gäste ein köstliches asado (Grillgericht).

Der Nahuel-Huapi-See ist der bedeutendste See der Region.
WO: San Carlos de Bariloche liegt 1615 km südwestl. von Buenos Aires. LLAO LLAO: Tel. +54/2944-448-530; www.llaollao.com. Preise: ab € 196 (Nebensaison), ab € 470 (Hochsaison). VILLA HUINID: Tel. +54/2944-523-600; www.villahuinid.com.ar. Preise: ab € 130. CORRENTOSO LAKE AND RIVER HOTEL: Tel. +54/2944-1561-9728; www.correntoso.com. Preise: € 281. ESTANCIA QUEMQUEMTREU: Tel. +54/2972-424-410; www.quemquemtreu.com. Preise: ab € 370 pro Person, all-inclusive. ESTANCIA HUECHAHUE: Tel. +54/2972-491-303; www.huechahue.com. Preise: € 530, all-inclusive. Wann: Juni–Sept.: geschlossen. REISEZEIT: Dez.–Feb.: warmes Wetter; Juni–Aug.: Skifahren; Nov.–Apr.: Fischen.

