Martha Cupp
Die Kreaturen, die aus den Körpern von Smoke und Ashes geformt worden waren, lagen im Licht der Wandleuchter und im gelben Schimmer der Pilze auf dem Fußboden, erst zitternd und keuchend, als seien sie erschöpft, doch dann plötzlich totenstill. Nach einer kurzen Ruhepause begannen diese unvereinbaren Teile verschiedener Arten sich voneinander zu lösen, und der kunterbunt zusammengewürfelte Organismus sackte schnell in sich zusammen; zurück blieb ein Haufen zerlegter Gliedmaßen, lose Augäpfel, seltsame Gebisse und losgelöste Ohren, als seien es die Teile eines bizarren Spielzeugs zum Zusammenstecken. Nachdem es zerlegt war, begannen die diversen Einzelteile zu grauem Schleim zu zerfließen.
Edna sagte: »Smoke und Ashes müssen etwas ganz Übles gefressen haben.«
»Nicht unbedingt. Vielleicht ist es auf andere Weise in sie hineingelangt.«
Mit stockender Stimme sagte Edna: »Was haben unsere Miezekätzchen bloß getan, um ein solches Los zu verdienen?«
»Besser sie als wir«, erklärte Martha trocken.
Sie hatte die Katzen auch geliebt, aber nicht mit der Gefühlsduselei ihrer Schwester, die Porträts von ihnen stickte und Kostüme für sie nähte, die sie an Feiertagen trugen.
»Wir haben nicht mal ihre armen Leichen, um sie einzuäschern«, sagte Edna. »Sie sind wie Matrosen, die auf See geblieben sind.«
»Nimm dich zusammen, meine Liebe.«
Nachdem sie eine Weile geschnieft hatte, sagte Edna: »Ich vermisse auch unsere bezaubernden Möbel.«
»Wir werden zu ihnen zurückkehren.«
»Meinst du?«
Martha beobachtete die beiden Pfützen aus grauem Schleim und sagte anstelle einer Antwort: »Streichle sie bloß nicht, falls sie sich wieder in Katzen zurückverwandeln sollten.«
* * *