Luna-Yoga ist (k)ein Kinderspiel
Luna-Yoga sollte einerseits mit Leichtigkeit und Lust geübt werden und andererseits mit voller Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Wie das richtige Maß finden? Wahrscheinlich reicht ein Buch nicht aus. Einfach aus dem Bauch heraus anzufangen, kann für einige stimmen, für andere nicht. Am besten suchen Sie sich eine Luna-Yoga-Lehrerin (www.luna-yoga.de) Sie erklärt Ihnen die Grundlagen und zeigt die Übungen. Vielleicht gehen Sie gern in eine regelmäßige Gruppenstunde oder Sie verabreden Einzelstunden. Danach können Sie die Übungen mit Vergnügen zu Hause absolvieren. Bei Krankheiten holen Sie ärztlichen Rat ein und lassen eine medizinische Abklärung vornehmen.
Luna-Yoga soll Spaß machen, es darf spielerisch geübt werden. Gleichzeitig braucht es natürlich eine Portion Disziplin. Wollen wir etwas erreichen, müssen wir Energie einsetzen. Bemerkenswert und beglückend finde ich jedesmal: Sobald ich übe, fließt mir Energie zu. Ich wende Energie auf und sie kehrt zurück, stärkt mich, muntert auf. Luna-Yoga macht auf die Dauer ausgeglichener und wacher. Es hat darüber hinaus einen heilsamen Einfluss auf die Sinne. Wir fühlen uns heller und klarer.
Es kommt daher darauf an, die Übungen mit dem Gespür für die eigene Befindlichkeit auszuführen und die eigenen Grenzen wahrzunehmen. Die hier gezeigten Bilder vermitteln ein Ab-Bild. Für jede Person, die sich mit Luna-Yoga befasst, kann die einzelne Übung unterschiedlich ausfallen. Die Körper sind verschieden, bei uns allen variiert die Beweglichkeit von Tag zu Tag. Schließlich entsteht Luna-Yoga mit jedem Menschen, der es ausführt, neu: An dem Baum Luna-Yoga wachsen ständig vielfältige Blüten und Früchte. Sie entfalten sich und reifen aus der Individualität der Menschen. Die Psychologin und Friedensaktivistin Starhawk tradiert eine Anrufung der Sternengöttin und bezieht sich dabei auf griechische und ägyptische Mythen sowie die Kulte nordamerikanischer Ureinwohnerinnen:
»Ich, die ich die Schönheit der grünen Erde bin
und die weiße Mondin unter den Sternen
und das Mysterium der Wasser,
Ich rufe eure Seelen, sich zu erheben und zu mir zu kommen.
Denn ich bin die Seele der Natur, die das Universum lebendig macht.
Aus mir gehen alle Dinge hervor, und zu mir müssen sie zurückkehren.
Ehret mich fröhlichen Herzens, denn seht, alle Akte der Liebe und der Freude sind meine Rituale.
Lasst in euch Schönheit und Stärke walten, Kraft und Leidenschaft, Ehre und Demut, Heiterkeit und Ehrfurcht.
Und ihr, die ihr mich erkennen wollt, wisset, dass euer Suchen und Sehnen euch nicht helfen wird, es sei denn, ihr kennt das Mysterium:
Denn wenn ihr das, was ihr sucht, nicht in euch selbst findet, werdet ihr es niemals außerhalb finden.«1
So wünsche ich eine heitere Begegnung mit Luna-Yoga und ein beglückendes Spiel damit. Frohes Schaffen!
11 Starhawk: Der Hexenkult als Ur-Religion der Großen Göttin. Magische Übungen, Rituale und Anrufungen. Goldmann, München 1999