51° 16′ 56.28″ N, 0° 45′ 10.8″ W
Das Farnborough Air Sciences-Museum besitzt eine Sammlung früher Luftfahrtgeräte und ist der Flugwissenschaft gewidmet. Es handelt sich um eine kleine und konzentrierte Dosis an Flugzeug- und Luftfahrt-Equipment, die aus der nahezu aufgelösten Sammlung historischer Artefakte des Royal Aircraft Establishment in Farnborough stammen.
Das wichtigste Ausstellungsstück ist ein Original-Düsentriebwerk, das nach einem Entwurf von Sir Frank Whittle gebaut wurde. Whittle ließ das Düsentriebwerk im Jahr 1930 patentieren und 1941 flog dann das erste britische Düsenflugzeug, die Gloster E.28/39. Das ausgestellte Düsentriebwerk W2/700 (siehe Abbildung 46.1) ist der Vorläufer aller modernen Düsentriebwerke und das erste serienmäßig produzierte Düsentriebwerk Großbritanniens.
Ebenfalls ausgestellt ist ein früher Nachbrenner (den man damals »Augmenter« nannte), der hinter dem Whittle-Triebwerk angebracht wurde und zusätzlichen Schub lieferte, indem Treibstoff in die heißen Gase, die aus dem Düsentriebwerk entwichen, einspritzt wurde.
Ein weiteres Ausstellungsstück ist ein Hubschrauber-Rotor. Hier können Sie sich anschauen, wie die Blätter rotieren und sich bewegen, um Auftrieb und Bewegung zu erzeugen.
Das Museum besitzt außerdem eine wichtige Sammlung von Windkanal-Modellen, darunter auch Modelle, die die Leistung der Concorde bei geringen Geschwindigkeiten demonstrieren. Sie können sich auch Aufzeichnungen von konischen Schockwellen ansehen, die bei der Windkanal-Forschung für verschiedene Formen des Lufteintritts von Überschallflugzeugen verwendet wurden. Zu Demonstrationszwecken gibt es außerdem einen funktionierenden Windkanal.
Und natürlich besitzt das Museum auch eine Sammlung von Flugzeugen, darunter das Cockpit eines 1971er Hawker Siddeley Trident-Passagierjets. Die Trident war aufgrund ihrer Geschwindigkeit (Mach 0,88), aber auch wegen ihrer Fähigkeit, mithilfe automatischer Landesysteme »blind« zu landen, eine echte Pionierin der Luftfahrt. Das Cockpit wurde mit funktionierenden Instrumenten restauriert und ist Besuchern zugänglich.
Es gibt auch einen Sea Harrier, der senkrecht starten und landen kann, einen British Lightning T5-Düsenjäger aus den 1960ern, der Mach 2 erreichen konnte, sowie einen Puma-Helikopter zu sehen.
Das Museum wird von kompetenten Freiwilligen betrieben, von denen auch viele für Erläuterungen der Ausstellungsstücke zur Verfügung stehen.
Das Museum ist an Wochenenden geöffnet. Der Eintritt ist frei. Alle Informationen zum Farnborough Air Sciences Trust finden Sie auf der entsprechenden Website unter http://www.airsciences.org.uk/.





