I

Regenwolken brausten wütend über die letzten blassblauen Flecken des Himmels hinweg und leuchteten mit kupfernem Glanz - erhellt sowohl von der sterbenden Sonne als auch von den lodernden Feuern tief unten auf der Erde.
Cunomar von den Eceni, der einzige Sohn der Bodicea, hielt ein brennendes Holzscheit an das Bündel aus Stechginster, Dornengestrüpp und Stroh, das unten am Fuße eines der Wachtürme des Legionarslagers lag.
Dann wartete er und betrachtete dabei abwechselnd das zaghaft züngelnde Feuer und die Wolken. Ein ganzes Leben schien zu verstreichen, Zeit, um entdeckt zu werden, Zeit, um in dem Wachturm über ihm den Alarm auszulösen, Zeit, in der ein Legionssoldat auf den Schutzwall klettern könnte, um einen Speer in Cunomars ungeschütztes Fleisch zu jagen. Mehr als genug Zeit für den Feind, um mit gezogenen Waffen ein ganzes Dutzend seiner Männer aus dem Tor stürmen zu lassen und das Leben jenes Kriegers auszulöschen, der es wagte, die Römer bei lebendigem Leibe dem Flammentod auszusetzen.
Doch nichts von alledem geschah. Stattdessen beobachtete der junge Krieger, wie die kleinen Klümpchen aus Hammelfett, die er in die Mitte des Dornengestrüpps geschmiert hatte, zuerst in kleine Stichflammen aufgingen und schließlich hell und lodernd brannten. Rechts von Cunomar kamen drei halbnackte Krieger herbeigelaufen und schleuderten noch weitere Bündel von mit Hammelfett präpariertem Stechginster an den Fuß der Mauer. Nur einen kurzen Augenblick später rannte Cunomar hinter ihnen her und steckte jedes einzelne der Bündel in Brand. Schließlich schleuderte er sein Holzscheit mit dem brennenden Ende voran mitten in das letzte Gestrüppknäuel hinein.
Stroh und trockene Dornenzweige gingen mit rasender Geschwindigkeit in Flammen auf und erzeugten schmierige Rauchwolken. Mit einem Mal schlug die Hitze wie eine glühende Woge über Cunomar zusammen, ganz so, als ob allein das verzweifelte Verlangen, seinen Plan unbedingt in die Tat umzusetzen und die heimtückischen Feuer zu legen, ihn bisher vor der mörderischen Macht der Flammen geschützt hätte. Nun aber, befreit von der Angst, ob sein Vorhaben auch tatsächlich gelingen würde, spürte er plötzlich, wie brennender Talg auf seine Haut spritzte und kleine Brandblasen hinterließ. Der Königsreif an seinem Arm verlor unter der Hitze seinen Glanz, wurde ganz matt und fügte Cunomar nur noch eine zusätzliche Brandwunde zu.
»Cunomar! Hierher!«
Geblendet von den Flammen rannte er wie blind zurück in die Schatten. Freundliche Hände packten ihn am Ellenbogen und zogen ihn hinter ein schützendes Dickicht - eine Art provisorischen Palisadenzaun aus grob miteinander verflochtenen Weidenzweigen. Irgendjemand, wahrscheinlich Ulla, denn sie hegte von allen Kriegerinnen die tiefsten Gefühle für Cunomar, streckte den Arm aus, um seinen Kopf und seine Schultern mit einem Umhang aus durchnässtem Rohleder zu bedecken, wobei sie sorgsam darauf achtete, nicht die gerade erst abheilende Wunde an der Seite seines Kopfes zu berühren, jene Stelle, an der einst sein Ohr gesessen hatte. Unterdessen reichte jemand anderer ihm einen Strang nasser Wolle, den Cunomar sich sogleich auf Nase und Mund presste. Er versuchte, möglichst flach zu atmen, und schaffte es doch nicht. Der Spurt, die Hitze und das Feuer hatten ihm den Atem geraubt.
Viel zu tief sog er den Rauch in seine Lungen ein und musste abermals heftig husten. Doch er war nicht der Einzige, dem es so ging. Seine Lungen schmerzten. Das Bärenfett, das er sich zuvor auf Oberkörper und Gliedmaßen gestrichen hatte, verflüssigte sich unter der Hitze. Die Kriegsbemalung aus Färberwaid und weißem Kalk, mit der er noch einmal den Treueschwur bekräftigte, den er gegenüber der Bärin geleistet hatte und der er entweder mit seinem Sieg oder aber mit seinem Tod die höchste Ehre erweisen wollte, war zu bedeutungslosen Kringeln verschmiert. Sein Haar war etwa so lang wie seine Hand und stand, versteift mithilfe von weißem Kalk, steil empor wie ein Hahnenkamm. Er bewegte seine Schultern und spürte eindringlich seine Narben. Sowohl die alten Narben, die ihm einst in Anerkennung seines neuen Status als Bärinnenkrieger liebevoll von den ältesten der Träumer der Kaledonier in die Haut eingeritzt worden waren, als auch die neuen, die die Legionare Roms ihm zugefügt hatten. Doch ihr Reißen und Ziehen war noch nichts im Vergleich mit dem heftigen und unaufhörlichen Schmerz an der Seite seines Kopfes, jener wunden Stelle, wo einer der Falkenspäher der Coritani im Dienste Roms Cunomar das Ohr abgehackt hatte.
Wesentlich schneller, als er erwartet hatte, hatten die Flammen sich um den hölzernen Bau der Festung geschlossen. Allein die Tore brannten noch nicht, obgleich ihre hölzernen Balken bereits zu dampfen begannen. Dem Dauerbefehl ihrer Vorgesetzten folgend, hatten die Männer der Zwanzigsten Legion, die im Inneren des Lagers Wache halten sollten, die Tore vor Einbruch der Nacht mit Wasser übergossen. Denn selbst hier, im besetzten Osten Britanniens, dort, wo angeblich Frieden herrschen sollte, schützten die Legionen ihre Wachtürme Nacht für Nacht aufs Neue gegen eventuelle Brandstifter aus dem Volk der Unterdrückten.
Valerius hatte behauptet, dass dies das übliche Prozedere unter den Dienern Roms sei. Allerdings würden die Männer im Inneren des Wachturms sich trotz der Ermahnung zur Wachsamkeit für gewöhnlich hemmungslos betrinken und so lange zechen, bis sie nicht mehr Herr ihrer selbst waren, weil sie das Risiko eines eventuellen Angriffs einfach nicht mehr ernst nähmen. Doch ganz gleich, ob sie nun betrunken waren oder nicht, sobald der Alarm ausgelöst wurde, würden sie sofort in streng eingeübter Keilformation zu den Toren hinausstürmen. Auch dies hatte Valerius den Kriegern im Vorfeld erläutert.
Für Cunomars Geschmack war Valerius’ Wissen über den Feind viel zu umfassend. Vor allem aber war sein Onkel ein viel zu eigenständiger Geist, der sich seine Meinung stets unabhängig von den Ansichten sämtlicher anderer bildete. Allein schon aus Prinzip wünschte Cunomar sich nun also, dass Valerius sich zumindest in dieser einen Angelegenheit irren möge.
Genau dieser Gedanke ging ihm gerade durch den Kopf, als die Tore krachend aufflogen und die Legionssoldaten herausgeströmt kamen. Und in der Tat, sie hatten sich zu einem Keil formiert, ihre Schilde nach außen gerichtet und den Kopf mit nassem Leder umwickelt, zum Schutz vor Feuer und Eisen.
Sein Speer war Cunomar bereits aus der Hand geschnellt, als seine Instinkte ihm zuflüsterten, mit welchem Befehl er seine Krieger nun am effektivsten gegen den Feind hetzen konnte: »Zertrümmert ihnen die Beine! Zielt unter ihre Schilde. Los!«
Das stille Wesen der Nacht schien unter dem plötzlichen Kampf regelrecht zu zersplittern. Zwei Dutzend mit Talg und Kalk eingeriebene Bärinnenkrieger warfen mit wildem Kriegsgeheul ihre Tarnung aus Weidenzweigen von sich und schleuderten ihre Speere nach vorn. Die Mehrheit der Speere traf wie befohlen ihr Ziel, und auch wenn nicht alle sich in Fleisch oder Knochen bohrten, so verfingen sie sich doch zumindest zwischen den Knöcheln der Männer, die daraufhin strauchelten und geradezu in die Nacht hineinstürzten. Sie waren allesamt betrunken, geblendet und wie betäubt - und nichtsdestotrotz noch immer gefährlich kampftauglich.
»Zerschlagt den Keil! Sie dürfen sich nicht zu einer Reihe formieren!«
Cunomar war bereits regelrecht trunken von der Hitze der Flammen, dem Rauch und dem befreienden Gefühl, sich endlich ins Kampfgetümmel stürzen zu können. Trotzdem hatte ihn noch nicht der wahre Kampfrausch erfasst, und er konnte noch scharf und rational denken. Aufmerksam beobachtete er, wie sein zweiter Speer von dem Knie des Anführers abprallte. Der Mann hatte keine Beinschienen angelegt, trug aber jenen Federbusch auf seinem Helm, der ihn als Unteroffizier auswies. Erschüttert blickte der Römer auf, durch den Alkoholgenuss wie benebelt und zugleich doch hochkonzentriert. Seine Augen schienen wie schwarze Löcher in einem feuerroten Gesicht, und bei näherem Hinsehen wurde offensichtlich, dass er noch viel zu jung war, um die Truppe ganz allein befehligen zu können.
Dann wurde er von einem weiteren Speer getroffen, doch der Ausdruck in seinen Augen veränderte sich kaum. Er sank auf sein noch unverletztes Knie hinab, stützte sich dabei auf seinen Schild, um nicht vollends zusammenzubrechen, öffnete den Mund und brüllte: »Haltet den Keil!« Genau dieser Moment war es, als, angespornt von dem harten, kratzenden Klang des Lateinischen, der Bärinnenkrieger in Cunomars Innerem die Macht über ihn gewann. Jene archaische Seele erfüllte Cunomars Herz, drang bis tief in seine Eingeweide ein und erfüllte seinen Verstand mit einem solch überwältigenden, nicht mehr zu bändigenden Zorn, dass der junge Krieger schon gar nicht mehr wahrnahm, was er überhaupt tat, und nur noch dem verzehrenden Verlangen folgte, zu töten und immer weiter zu töten, bis alles Römische zerschmettert und für alle Zeiten ins Meer zurückgedrängt worden war.
Er war ein Krieger im Zeichen der Bärin, er stürmte ohne Schild und schützenden Panzer in die Schlacht, kämpfte allein mit Speer und Messer. Seine einzige Rüstung waren das Bärenfett und sein steifer, mit weißem Kalk und Lehmerde präparierter Haarhelm. Der Königsreif, der sich um seinen Arm wand, kennzeichnete ihn als den Sohn der Bodicea, als Spross der königlichen Linie der Eceni. Sein Messer war ein Geschenk von seiner Mutter, das sie geschmiedet hatte, ehe die Diener Roms sie ausgepeitscht hatten. Die ersten Feinde, die Cunomar jemals im Kampf getötet hatte, hatte er mit genau diesem Messer und im Beisein seiner
Mutter niedergestochen. Und genau wie damals, so versuchte er auch dieses Mal im Geiste das Lied der Klinge heraufzubeschwören, auf dass er vielleicht wenigstens einen kleinen Teil der Bodicea mit in den Kampf hineintragen könnte.
Gellend schrie er ihren Namen, als er mit dem Heft seines Messers den Wangenknochen des römischen Offiziers zertrümmerte. Anschließend stach er ihm in beide Augen. Nun gab auch das noch unverletzte Knie des Römers nach, und er brach leblos auf dem bereits von Blut durchtränkten Boden zusammen. Sein Tod kam zu plötzlich, als dass er noch hätte aufschreien können.
Jubelnd warf Cunomar den Kopf in den Nacken und stieß den Siegesruf der Bodicea und der Bärinnenkrieger aus. Hätte einer der Feinde ihn in diesem Moment attackiert, so wäre sein Tod besiegelt gewesen. Und das war Cunomar auch bewusst, doch es interessierte ihn nicht. Denn er lebte, weil die Bärin über ihn wachte, und die Bärin war durch nichts zu bezwingen. Gemeinsam mit Ulla tötete Cunomar noch einen zweiten Mann, und obwohl in diesem Moment noch zahlreiche Soldaten am Leben waren und erledigt werden mussten, bedauerte Cunomar bereits, dass es nicht noch mehr waren.
 
Schließlich hatte sich wieder Stille über das Land gelegt, die nur von dem Fauchen und Prasseln des Feuers unterbrochen wurde.
Der Wachturm war mit acht römischen Legionaren und deren Offizier bemannt gewesen. Keiner von ihnen war noch am Leben. Von den zwei Dutzend Bärinnenkriegern, welche die Römer attackiert hatten, war nur Scerros, ein rothaariger junger Mann von den nördlichen Eceni, verletzt worden. Doch spätestens dann, wenn der Mond das nächste Mal seine Gestalt wechselte, würde die oberflächliche Wunde an seinem Oberschenkel, die von einem flachen Schwerthieb herrührte, wieder verheilt sein.
Die Bärinnenkrieger hatten den getöteten Feinden ihre Waffen und Rüstungen abgenommen und ihre Leichen in das Feuer geworfen. Hoch loderten die Flammen in den Himmel empor und strahlten hell wie die Sonne in die heraufziehende Nacht. Die Hitze war unerträglich.
Cunomar ging zurück zu den Weidenpalisaden und machte sich daran, die einzelnen Flechtelemente aufeinanderzustapeln. Aus dieser Entfernung war das Feuer angenehm warm und erleichterte ihm den Weg zurück in seine innere Mitte.
»Das wird nicht unbemerkt bleiben.« Aus der Dunkelheit zu seiner Rechten ertönte Ullas Stimme. Der erste Soldat, der in dieser Nacht niedergestochen worden war, starb unter ihrem Messer. Und sein Tod war auch der sauberste und schnellste gewesen. Später war Ulla noch einmal von Leiche zu Leiche gegangen und hatte jedem der niedergestreckten Männer einen sorgsam platzierten Schnitt quer durch die Kehle gesetzt, damit diese auch ganz sicher tot waren, ehe sie den Flammen übergeben wurden.
In Taten wie diesen zeigte sich Ullas Verantwortungsgefühl für alle Menschen. Vielleicht aber war es auch einfach ein Akt des Hasses gegen alle Römer. Wahrscheinlich ein wenig von beidem. Denn auch Ulla war von den Römern ausgepeitscht worden, gemeinsam mit Scerros und drei weiteren. Und genau jene fünf Krieger waren es auch, die den durch nichts zu erschütternden Kern von Cunomars Ehrengarde bildeten. Natürlich bedauerte Cunomar zutiefst, dass die Römer auch seine engsten Mitstreiter gepeinigt hatten. Andererseits war er seinen Feinden in gewisser Weise dankbar dafür, dass sie ausgerechnet diese fünf für ihre Folter ausgesucht hatten. Seit der grausamen Bestrafung durch die Legionare war mittlerweile etwa ein knapper Monat vergangen, und alle hatten sich inzwischen wieder so weit erholt, dass sie sich wieder bewegen und kämpfen konnten. Die Narben aber würden auf ewig bleiben, ebenso, wie die Patina des Andersseins nie mehr von ihnen weichen würde. Somit bildeten sie also selbst unter den Bärinnenkriegern, die doch ohnehin bereits eine besondere kleine Schar in der großen Masse des sich versammelnden Kriegsheeres der Bodicea bildeten, noch eine Sondergruppe.
Ulla hatte dunkles Haar und helle Augen, und sie tötete auf die gleiche Art und Weise, wie auch ein Falke seine Beute erlegte: in einem Akt geschmeidiger, wilder Schönheit. Nun half sie Cunomar dabei, die Weidenpalisaden zu einem Haufen zusammenzutragen.
»Das wird nicht unbemerkt bleiben«, wiederholte sie noch einmal. »Wenn auch nur ein einziger Wachtposten in den Türmen der Zwanzigsten Legion noch wach ist, und wenn der auch nur noch halbwegs nüchtern ist, dann werden die Römer die Signalfeuerkette entfachen. Und bis zum Morgen weiß dann auch wirklich der Letzte in Camulodunum, dass es Tote gegeben hat im Land der Eceni.«
Cunomar hob die oberste Palisade hoch und prüfte deren Gewicht. »Genau das denke ich auch«, stimmte er Ulla zu. »So etwas Ähnliches hatte auch Valerius gesagt.«
Ulla blickte Cunomar geradewegs ins Gesicht, die Lippen zu einer schmalen Linie zusammengepresst. »Das hat er dann aber bestimmt als Warnung gemeint und nicht als Aufforderung«, entgegnete sie. »Valerius glaubt nämlich, dass wir noch nicht so weit sind, um es mit den Legionen aufnehmen zu können.«
»Ich weiß. Und ich denke, er irrt sich. Aber lange wird es ja sicherlich nicht mehr dauern, und dann wissen wir, wer von uns beiden recht hatte.« Damit schleuderte Cunomar die Weidenzäunchen in die Flammen. Das Feuer flackerte, spie Funken und loderte dann noch höher und heller auf als zuvor. Lächelnd trat Cunomar wieder einen Schritt zurück.
»Und wenn wir noch ein paar von denen hier auf den Scheiterhaufen werfen«, fügte er hinzu, »dann schaffen wir es vielleicht sogar, dass die Flammen bis an die Wolken schlagen. Ganz gleich, wie betrunken Roms Wachposten also auch sein mögen - das hier werden sie wohl kaum übersehen können.«
Von allen Kriegern von Cunomars Ehrengarde war Ulla diejenige, die ihm am nächsten stand. Sie war sein Schutzschild im Kampf, wich nie von seiner Seite. Und noch nie hatte sie sich gegen seine Meinung gestellt. Gemeinsam mit den vier anderen, die sich mit Leib und Seele dem Sohn der Bodicea verschworen hatten, half sie ihrem Anführer also, auch die anderen Palisaden in das Feuer zu stoßen.
Noch ehe das letzte Weidengeflecht in Flammen aufgegangen war, leuchtete im Südwesten der erste stecknadelkopfgroße Lichtpunkt auf. Für einen kurzen Augenblick wirkte das Signalfeuer der Römer so schwach und zart wie eine unter dem Wind erzitternde Samendolde des Löwenzahns. Dann drehte Cunomar sich um, beobachtete den winzigen Lichtpunkt aufmerksam und sprach dabei laut die ersten acht Namen der Göttin der Bärinnenkrieger, so wie man es ihn in den Höhlen der Kaledonier gelehrt hatte.
Mit einem Mal schien die ganze Nacht von einem tiefen Vibrieren, einer Art Trommeln erfüllt. Und mit dem Anschwellen dieses Geräuschs gewann auch das in weiter Ferne auflodernde Feuer an Kraft und wurde schließlich zu einer stabilen Flammensäule. Dann, nur wenig später, flammten noch sieben weitere Lichtpunkte auf, die sich insgesamt über eine Entfernung von etwa einem halben Nachtritt erstreckten und in gerader Linie Richtung Süden auf die Veteranenkolonie von Camulodunum zuführten. Camulodunum, Roms erster und wichtigster Stadt in der besetzten Provinz Britannien.
Die Kriegerin der Kelten
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