XXIV
Die Luft roch nach weißem Kalk, nach Bärenfett,
abgebrochenen Kiefernzweigen und nach Angst. Sie war von dichten
Rauchschwaden erfüllt, von Schweiß und einer geradezu körperlich
schmerzenden Verzweiflung.
Cunomar mac Caradoc, Sohn der Bodicea und der Erste
unter den Eceni, der sich jemals den Bärinnenkriegern angeschlossen
hatte, stand im Türrahmen des Großen Versammlungshauses. Er hatte
dieses Haus selbst erbaut auf dem Gelände, wo üblicherweise der
Frühjahrs- und der Herbstpferdemarkt stattfanden, und verteidigte
es nun gegen die Angriffe.
Dreiundfünfzigmal ging ein Jugendlicher aus dem
Stamme der Eceni auf ihn los. Dreiundfünfzigmal hob Cunomar das
Schwert, das seine Mutter eigens - und in direktem Verstoß gegen
die Gesetze Roms - für ihn geschmiedet hatte, und stürzte sich
stets aufs Neue in den Kampf, mit der festen Absicht, dem
jeweiligen Jungen oder Mädchen über die Schwelle des
Erwachsenendaseins zu verhelfen.
Sie kämpften nicht, um den anderen zu töten, aber
bis aufs Blut. Und stets war Cunomar es, der diesen blutigen
Streich ausführte, so dass die Jugendlichen, die mit wirbelnden
Schwertklingen auf ihn losgingen, als Krieger weiterschreiten
durften - mit ihrer ersten Kampfeswunde an der Schulter oder auf
der Brust. Vier von ihnen, die ihre Deckung zu früh
vernachlässigten, um das Prozedere möglichst rasch hinter sich zu
bringen, schlug er mit der flachen Seite seiner Klinge auf den
Oberarm und schickte sie wieder in die Nacht hinaus. Später - viel
später - kehrten diese dann noch einmal zu ihm zurück, nachdem sie
zum wiederholten Male die Hürden in Gestalt von Breaca und Ardacos
überwunden hatten.
Hätten wir doch bloß fünfhundert von deiner
Sorte... oder auch nur fünfzig... Es war Breaca gewesen, die
das gesagt hatte, damals im Frühling, als sie neben den Leichen der
niedergemetzelten Sklavenhändler der Coritani gestanden und einem
ihrer innigsten Wünsche Ausdruck verliehen hatte. Den Rest des
Sommers hatte sie dann damit verbracht, den etwas bescheideneren
von beiden Wünschen Wirklichkeit werden zu lassen.
Sie waren nicht wie er, Cunomar, diese
verzweifelten, verängstigten, doch von Hoffnung erfüllten Kinder,
die ihr Haar stramm und nach der Art der Krieger zu Zöpfen
geflochten hatten und über deren wunderschöne, noch unversehrte
Körper die mit Bärenfett und weißem Kalk aufgemalten Symbole der
Bärinnenkrieger wirbelten. Sie hatten noch keine neun Tage lang in
einer Höhle mitten im Winter neben einer schlafenden Bärin
ausgeharrt und dabei das Gewebe ihres eigenen Schweigens kennen
gelernt - so wie Cunomar es getan hatte. Auch hatten sie nicht,
lediglich mit einem Messer bewaffnet, einen Bären getötet, der
dafür bekannt gewesen war, dass er Menschen nur zum Vergnügen riss.
Und sie hatten auch nicht im Anschluss daran wiederum weitere drei
Tage unter den scharfen, sengend heißen Messern der Stammesältesten
gesessen und gelernt, wie der nicht aufhörende, nicht mehr zu
ertragende Schmerz die Seele zu öffnen vermochte.
Vor allem aber hatten sie keine neun Monate
Einzelunterricht hinter sich, in denen sie von den zwölf weisesten
Köpfen der Kaledonier unterrichtet worden waren; ein solcher Luxus
war ihnen im Land der Eceni nicht mehr vergönnt. Aber immerhin
hatten sie zwei Monate damit verbracht, tagsüber ein großes
Rundhaus nach der Art der Ahnen zu errichten und nachts den Umgang
mit den verschiedenen Sorten von Speeren und Schwertern zu
erlernen; so wie es auch ihre Eltern einst gelernt hatten und wie
es ihnen, als deren Kinder, offiziell und nach römischem Gesetz
schon nicht mehr erlaubt gewesen war. Darin lagen nun also ihre
Anfänge auf dem Weg des Kriegers.
Ein dunkelhaariges Mädchen kam auf Cunomar
zugestürmt; ihr Zopf löste sich bereits, ihre Bemalung war von
Schweiß und Erschöpfung schon ganz verschmiert. Ihre Augen waren
weiß umrandet, und ihre Nasenflügel bebten. An ihrem rechten Arm
trug sie eine Wunde, oben, nahe der Schulter. Wenn er sich
anstrengte, so könnte Cunomar sich vielleicht an den Augenblick
erinnern, als er ihr diese Wunde zugefügt hatte, irgendwann, vor
langer Zeit, als die Nacht gerade begonnen hatte.
Doch wenn er darüber nachdächte, könnte sie unter
seiner Deckung hindurchtauchen und würde ihn verletzen, was unter
gar keinen Umständen passieren durfte. Er verlagerte den Griff um
sein Schwert ein wenig und riss es hoch, um den Schlag des Mädchens
abzuwehren, dann hieb er nach ihr und wehrte wiederum ihren Angriff
ab, holte abermals nach ihr aus und bewegte sich in genau jenem
Rhythmus von Hieben und Stößen, den er ihr beigebracht hatte,
während er auf jenen Moment wartete, in dem sich die Ruhe über
ihren Verstand legen und sie schließlich die Schnelligkeit und
Sicherheit gewinnen würde, um aus diesem Rhythmus wieder ausbrechen
zu können und endlich einen echten Angriff auf ihn
auszuführen.
Das Mädchen holte erst nach seinem einen Bein aus,
dann nach dem anderen, und schließlich, als Cunomar seine Klinge
hob, um ihren Stoß zu parieren, packte sie ihre Waffe plötzlich
verkehrt herum und schlug mit dem Heft ihres Schwertes auf Cunomars
Unterarm. Der Schmerz ließ ihn aufstöhnen, und er sah, wie ein
kurzes, befriedigtes Lachen über ihr Gesicht huschte, doch er war
bereits zur Seite ausgewichen, benutzte seinen Ellenbogen, um damit
ihr Stichblatt niederzudrücken, hieb an ihr vorbei und winkelte
dann mit einem Mal blitzschnell das Handgelenk an, so dass die
Spitze seiner Klinge in einer langen, feinen Wunde dicht unter
ihrem Schlüsselbein entlang und quer über ihren Brustkorb schnitt.
Das Mädchen schnappte keuchend nach Luft und sprang einen Schritt
rückwärts. Auf ihrem Gesicht erkannte Cunomar die gleiche Mischung
aus Schmerz und Jubel, die er auch schon auf einem halben Dutzend
anderer Gesichter gesehen hatte. Diese wenigen waren
außergewöhnlich; bei dem Rest waren nur Schmerz und Entsetzen und
eine etwas leisere Befriedigung zu erkennen gewesen. Sollte sich
aus dieser Ehrengarde also jemals eine Elite herausbilden, so
bestände sie aus jenem Mädchen hier und der Hand voll von anderen,
die ebenfalls wie sie waren.
Unagh. Ihr Name war Unagh, und sie stammte aus der
Gegend um den Wash, jenem nördlichen Küstenstrich, wo einst auch
Efnís zu Hause gewesen war. In jenem Augenblick, als Cunomar sein
Schwert sinken ließ und sich den Schweiß von den Handflächen
abwischte, fiel ihm dies plötzlich wieder ein. Er trat zur Seite
und sprach: »Kriegerin der Eceni, du darfst durchtreten.«
Er dachte, sie wäre die Letzte, war sich allerdings
nicht ganz sicher. Müde lehnte er sich gegen den Türpfosten des
großen Rundhauses und spürte an seiner Schulter das glatte, frisch
abgehobelte Holz. Einst wäre die Errichtung eines solchen
Versammlungshauses zehn Jahre im Voraus geplant worden; wären die
Eichen, aus denen später das Haus entstehen sollte, markiert und zu
einem geraden Wuchs aufgezogen worden; wären die Weidensetzlinge,
die später die Wände des Hauses stützen sollten, an die richtige
Stelle gepflanzt worden, damit ihre Wurzeln ihnen einen festen Halt
verliehen; und wären auch das Schilfrohr und das Stroh, die später
das Dach bildeten, bereits eingesammelt und zur heißesten Zeit des
Sommers getrocknet worden.
Cunomar und seine Gefährten dagegen hatten mit
jenen Eichen auskommen müssen, die sie aus dem tieferen Teil des
Waldes geschlagen hatten, und es mussten Weiden reichen, die erst
später und aus eigenem Antrieb heraus Wurzeln schlagen würden; und
für das Dach musste mehr Stroh als Schilfgras genügen, von dem das
meiste zudem feucht gewesen war. Doch das Haus hatte bereits die
Herbststürme überstanden, und Cunomar bemühte sich zu glauben, dass
es auch den Schneestürmen des Winters trotzen würde. Sicher war er
sich allerdings nicht.
Es lag bereits Schnee in der Luft; nun, da keine
Krieger mehr auf ihn einstürmten, konnte Cunomar es riechen. Er
streckte einen Arm unter dem Dachüberhang der Tür hervor und spürte
die erste, federleichte Berührung der Feuchtigkeit, die innerhalb
eines Herzschlags durch die Hitze seiner Hand bereits wieder
verdampfte.
Das aus dem Inneren des Hauses dringende Licht der
Feuer ließ in der Dunkelheit vor Cunomar eine Klinge aufblitzen. Er
richtete sich auf und riss sein eigenes Schwert hoch, um sich zu
schützen. Aus der Nacht heraus ertönte Breacas amüsierte Stimme:
»Wenn wir beide gegeneinander kämpfen, sollte das doch wohl besser
im Beisein der Stammesältesten geschehen. Das würden sie nicht
verpassen wollen; der Bär gegen die Bodicea, davon würden sie noch
Jahre später erzählen, besonders, wenn einer von uns beiden dabei
verletzt würde.« Schließlich, als sie nahe genug an ihn
herangetreten war, dass er sie sehen konnte, fragte sie: »Haben sie
alle bestanden?«
»Alle.«
»Gut. Dann können wir sie ja der Speerprüfung
unterziehen und hoffen, dass sie sich nicht durch die Anwesenheit
ihrer Stammesältesten verunsichern lassen. Du gehst voraus. Dies
hier ist allein deine Nacht. Die unsrige kommt erst später.«
Die Speerprüfung jener, die später einmal Cunomars
Ehrengarde bilden würden, wurde nach dem Ritus der Ahnen
abgehalten: drinnen im Haus, wobei die Speere über eine Entfernung
von dreißig Schritten auf Ziele aus Stroh geworfen würden,
beschienen lediglich von einigen Fackeln. Man hatte sowohl jene
Stammesältesten hergeholt, die ganz in der Nähe lebten, als auch
jene, die extra aus den Siedlungen anreisen mussten. Mehr als
einhundert von ihnen waren erschienen; mehr, als sich zwei Jahre
zuvor im Herzen des Waldes eingefunden hatten, um über die Zukunft
der Bodicea im Stamme der Eceni zu entscheiden.
Und diese Gäste waren auch keine Jugendlichen, die
unter dem Joch Roms aufgewachsen waren, sondern Erwachsene, die
sowohl die Invasion überlebt hatten als auch die Okkupation ihres
Landes, die anschließenden Aufstände sowie die grausamen
Vergeltungsmaßnahmen, die auf diese Revolten gefolgt waren. Dies
waren jene Männer und Frauen, denen das Leben wichtiger war als die
Ehre; oder die vielmehr spürten, dass sie ihrem Volk lebend einfach
besser dienen konnten. Dies waren nicht diejenigen, die
aufgestanden waren und gegen die Legionen gekämpft hatten, oder
jene, die die Soldaten der Hilfstruppen anspuckten oder öffentlich
und trotz Roms Verbot damit fortgefahren waren, als Träumer ihrer
Gemeinschaft zu dienen.
Auch waren nur sehr wenige von ihnen auf Mona
ausgebildet worden. Diese Menschen hier lebten nicht mehr länger im
Angesicht ihrer Visionen - also in der realen Welt, aber zugleich
auch in der Geisterwelt -, so wie Airmid es noch tat. Und sie
kannten nicht mehr jene Geschichten, welche man sich im Winter am
Feuer erzählte, sowie deren versteckte Botschaften, so wie Dubornos
sie noch erlernt hatte. Und dennoch hatten diese Menschen den Mut
gefunden, sich auf die Reise zu machen - ausgerechnet jetzt, zum
Ende des Jahres, da die Pfade knöcheltief mit glitschigem Schlamm
überzogen waren und trotzdem noch immer die Gefahr bestand, einer
römischen Patrouille in die Arme zu laufen. Denn in diesen Menschen
lebte noch eine letzte Erinnerung an die Speerprüfungen, wie sie
früher einmal gewesen waren. Sie wollten es also wagen, wollten
auch die heutige Speerprüfung bezeugen - so wie es Tradition
war.
Die jungen Kriegerinnen und Krieger sollten in
Gruppen von je vier oder fünf werfen. Sie reihten sich ordentlich
entlang der Linie auf und bereiteten sich dann so gewissenhaft auf
ihren Wurf vor, als besäßen sie darin eine bereits ihr ganzes Leben
währende Erfahrung und hätten nicht bloß zwei Monate lang Nacht für
Nacht im Wald geübt. Ihre Speerspitzen fingen das dunkelrot
schimmernde Licht der Feuerstellen ein, ließen kleine Sonnen in dem
Zwielicht aufblitzen. Das Lied der Speere erfüllte das gesamte
Rundhaus. Dann wurde es wieder leiser, als jeder einzelne der
Speere versuchte, sich mit der Seele des Kriegers, der ihn hielt,
zu vereinen.
»Bring einfach nur die Stimme deiner Gedanken zum
Schweigen«, hatte Breaca gesagt, damals, vor langer Zeit; und
Eneit, der auch die tiefere Bedeutung ihrer Anweisung verstanden
hatte, hatte erwidert: »Nur?« Doch noch während er über die
Unmöglichkeit dieses Unterfangens gelacht hatte, hatte er es
bereits vollbracht.
Die neu ernannten Krieger waren zwar nicht wie
Eneit, doch auch sie waren mit ganzem Herzen bei der Sache. Neben
ihnen stand Cunomar und wartete darauf, den Befehl zum Werfen zu
geben. So wie seine Mutter es einst getan hatte - damals, im Wald,
es schien bereits Generationen her zu sein -, als er noch nicht das
Lied des Speeres zu erkennen vermocht hatte.
Jedes Mal, bei jeder weiteren Gruppe, spürte
Cunomar erneut die Anspannung und die Nervosität sowie die langsam
daraus erwachsende Ruhe, während die jungen Krieger sich darum
bemühten, nur auf die Stimme ihres Speeres zu lauschen, und nicht
auf die Stimme ihrer Angst oder ihrer Zweifel. Und jedes Mal, wenn
Cunomar dachte, dass bereits zu viel Zeit verstrichen sei und sie
die nötige Ruhe nicht mehr finden würden, spürte er schließlich
doch, wie sie sich auf ihn herabsenkte, und befahl dann leise:
»Werft!« Und sie warfen, und ihre Speere durchbohrten die Ziele,
genauso, wie er es auch erwartet hatte; mit Ausnahme von vieren,
die es jedoch im Frühling noch einmal würden versuchen dürfen. Sie
sollten nicht so viel aufs Spiel gesetzt haben, nur um so kurz vor
dem Ziel dann doch noch zu scheitern.
Zum Schluss standen neunundvierzig Kriegerinnen und
Krieger der Eceni vor Cunomar, in der Anwesenheit ihrer
Stammesältesten, und schworen, so wie auch ihre Vorfahren es schon
getan hatten, auf ihre Speere. Sie schworen, ihr Leben für das
seine, Cunomars, zu geben; schworen, ihr Leben für das ihres
Nächsten zu geben; schworen im Angesicht und unter dem Schutz der
Götter, und ihr Schwur sollte Bestand haben bis in alle
Ewigkeit.
»Dein Sohn ist er selbst geworden. Die Last der
Verantwortung hat vollendet, was die Bärenträumer begonnen
haben.«
»So scheint es zumindest. Noch im Verlaufe des
Winters werden wir darüber letzte Gewissheit erlangen.« Breaca
lehnte gegen jenen der beiden eichenen Türpfosten, wo das Licht des
Feuers sie weniger hell anstrahlte. Im Augenblick war es erst
einmal wichtig, dass Cunomar gerade die Aufmerksamkeit der neuen
Krieger und ihrer Stammesältesten auf sich vereint hatte und dass
seine Mutter sich derweil in die Schatten zurückzog.
Ardacos hatte sich neben ihr auf den Boden gehockt
und war damit beschäftigt, den Beschlag seines Speers zu
reparieren. Ihrer beider Stimmen verloren sich in dem langsam
lauter werdenden Gemurmel aus den Reihen der Stammesältesten, die
sich in dem nach Norden zu liegenden Bereich des Großen
Versammlungshauses entlang der Feuerstellen niedergelassen hatten.
In der anderen Hälfte des Hauses erhob sich unterdessen auch die
Letzte unter den neu ernannten Kriegern. Doch plötzlich riss sie
ihren Speer hoch - ganz entgegen der feierlichen Ruhe ihrer
Kampfgefährten -, ließ ihn wild über ihrem Kopf kreisen und stieß
dabei den alten Schlachtruf der Eceni aus. Nach einem Augenblick
des entsetzten Schweigens taten ihre Gefährten es ihr gleich, und
von dem Strohund Reetdach hallte das schrille, ohrenbetäubende
Kampfgeheul zurück.
Ardacos wandte sich zu Breaca um. »Sie ist wie
Braint. Sie kämpft wie eine Wildkatze. Sollte sie ihre erste
Schlacht überleben, wird sie eine recht brauchbare Kriegerin
werden.«
»Genau darum sollten wir sie allesamt und möglichst
bald in ihre erste Schlacht schicken. Und trotzdem dürfen wir es
noch nicht wagen.« Breaca stieß sich von dem Türpfosten ab.
Jedermanns Aufmerksamkeit konzentrierte sich nun allein auf die
johlenden Jugendlichen und auf Cunomar, der mit ernster Miene
vorgetreten war, um sie wieder etwas zu beruhigen. In der Zeit, die
verstrich, bis sich erneut Stille über die Versammlung gesenkt
hatte, schritt Breaca um die Gruppe der Stammesältesten herum und
nahm ihren Platz am anderen Ende des Rundhauses ein. An der der Tür
gegenüberliegenden Wand bildete ein Haufen zusammengefalteter
Pferdehäute eine Art kleiner Bank. Unmittelbar darüber hing ein
bronzener Schild, auf dessen Oberfläche deutlich zu erkennen der
Schlangenspeer prangte, so dass die beiden Köpfe des Speers, wenn
Breaca stand, direkt aus ihrem Herzen zu erwachsen schienen; und
wenn sie saß, bildeten sie eine Art Krone.
Nun aber stand sie. Ardacos war ihr gefolgt und
legte ein wenig Holz nach in die am dichtesten bei ihr liegende
Feuergrube. Die Scheite fingen Feuer, Flammen züngelten empor,
wurden von dem bronzenen Schild eingefangen und durch die Wölbung
des Metalls wieder zurückgeworfen, so dass in dem Schild langsam
ein zweites Feuer zu entstehen schien und mittendrin das Eisen von
Breacas gezogenem Schwert wie ein Stern aufleuchtete.
Die Aufmerksamkeit der Stammesältesten wandte sich
nun ihr zu, angezogen von dem Strahlen von Licht und Metall, von
der weißen Kalkfarbe auf ihrem Gesicht und auf ihren Armen, von dem
Kriegerzopf, den sie hier im Osten erstmals wieder offen trug und
in dem die silberne Feder mit dem schwarzen Kiel steckte, Symbol
für die unzähligen Feinde, die Breaca bereits im Kampf
niedergemetzelt hatte.
Schließlich, als das Meer der von ihr abgewandten
Hinterköpfe sich zu einem Meer aus Gesichtern gewandelt hatte,
einem Meer von Augen, in denen sich das Feuer widerspiegelte,
sprach Breaca nic Graine, die Erstgeborene der königlichen Linie:
»Willkommen, Stammesälteste der Eceni. Entgegen Roms Verfügung habt
ihr euch hier eingefunden. Es gibt nicht einen unter euch, der
nicht sein Leben riskiert hätte, um nun hier zu sein. Und in dem
Bewusstsein dieses Risikos seid ihr Zeugen der ersten Speerprüfung
geworden, die nach siebzehn Jahren der Unterbrechung wieder im Land
der Eceni stattgefunden hat. Siebzehn Jahre. Diejenigen, die heute
zu Kriegern ernannt wurden, waren noch nicht einmal geboren, als
Roms Legionen ihre Väter und Großmütter abschlachteten, ihre
Tanten, Cousins und Cousinen. Wenn wir es zulassen, dass noch
weitere zwanzig Jahre verstreichen, werden die Kinder der neu
ernannten Krieger in einem Land aufwachsen, in dem die
Speerprüfungen bestenfalls noch in der Erinnerung existieren,
schlimmstenfalls aber bereits völlig in Vergessenheit geraten
sind.«
Sie waren die ihren, hatten ihre Aufmerksamkeit
ganz allein auf sie konzentriert. Breaca ließ sie einen Augenblick
bei diesem letzten Gedanken verweilen, anschließend gab sie Cunomar
ein Zeichen. Dieser ließ daraufhin die neunundvierzig Jugendlichen
seiner Ehrengarde sich in einem Halbrund hinter Breaca
aufstellen.
Breaca setzte sich wieder. Der bronzene Schild
schien rotes Feuer über ihr Haar zu ergießen und ließ die Haut der
in ihrer unmittelbaren Nähe stehenden Krieger rötlich aufleuchten.
»Heute Nacht wurde aus jenen, die ihr im Sommer zu uns geschickt
habt, eine Ehrengarde geboren. Sie sind noch nicht allzu viele.
Sobald wir aber zehnmal ihre Anzahl an Kriegern aufgestellt haben,
könnten wir die Legionen im Osten wieder in einen Krieg
verwickeln...«
Ein gutes Dutzend der Stammesältesten zuckte bei
dem Wort »Krieg« zusammen. Und jene, die zwar noch keine
Jugendlichen entsandt hatten, wohl aber bereits darüber nachgedacht
hatten, saßen mit geradezu versteinerten Gesichtern da. Und doch
drängten sie Breaca, fortzufahren.
»... aber dieser Krieg kann nicht beginnen ohne die
ausdrückliche Zustimmung des Ältestenrats. So war es schon immer
gewesen. Und wenn wir uns einst wieder zum Kampf erheben, um unser
Erbe zu bewahren, so müssen auch dabei natürlich die Traditionen
berücksichtigt werden. Noch ist der Zeitpunkt ohnehin nicht
gekommen. Denn zu viele halten noch immer an Tagos fest, der
wiederum angehalten worden ist, uns allein nach den Vorgaben Roms
zu regieren. Das Gleichgewicht ist sehr zerbrechlich. Solange er
lebt, können wir also nicht öffentlich die Krieger zum Kampf gegen
den Erlass Roms aufrufen, und darum...«
»Willst du ihn umbringen?«
Die Frage stammte von einem ihrer energischsten
Widersacher: einem Mann mit bereits ergrauendem Haar und kantigen,
ausgeprägten Kinnladen, der vom ersten Augenblick an, als die
Bodicea von einem möglichen Krieg zu sprechen begonnen hatte, nur
noch den Kopf geschüttelt und in stetem Fluss seinem Nachbarn etwas
zugeraunt hatte. Er stammte aus der Siedlung, aus der auch Unagh
kam, jenes Wildkatzenmädchen mit der Unerschrockenheit Braints.
Unagh schien in diesem Augenblick - sie stand neben Cunomar - der
Inbegriff der gedemütigten Jugendlichen zu sein.
Breaca ließ ein wenig Zeit verstreichen, damit ein
jeder die Frage noch einmal für sich im Stillen überdenken konnte.
Schließlich fragte sie: »Angenommen, Tagos wäre tot, würdest du
dann für einen Krieg stimmen?«
»Nicht, wenn du ihn getötet hättest.«
»Ich werde ihn nicht töten. Obgleich dein Einwand
eines der weniger wichtigen Argumente dafür ist. Noch schwerer
nämlich wiegt die Tatsache, dass ich noch nie einen Mann oder eine
Frau aus dem Stamme der Eceni getötet habe - und auch niemals töten
werde -, nur weil ihre Ansicht nicht mit der meinen übereinstimmt.
Tagos meint, den Menschen sei am besten gedient, wenn sie sich eng
an Rom halten. Ich aber denke, dass die Eceni unter dem Joch der
Legionen eines Tages gar nicht mehr existieren werden. In dieser
Sache sind wir also in der Tat unterschiedlicher Meinung. Zudem
liegt nur einen Tagesritt von hier entfernt im Norden die Festung
der Neunten Legion; und auch die Zwanzigste Legion hat noch immer
dreitausend ihrer Soldaten in Camulodunum - und dass wir beide auf
einmal schlagen können, davon dürfen wir wohl nicht ausgehen. All
dies ist mir also wohl bekannt; ich habe schließlich nicht vor,
unsere Leute an den Rand des Ruins zu führen. Dennoch besteht die
Möglichkeit, dass die Götter uns einen Zeitpunkt schenken, an dem
die Aussichten für unser Vorhaben durchaus Erfolg versprechend
sind. Und auf diesen einen Augenblick müssen wir uns vorbereiten -
oder sein Verstreichen auf immer bedauern.«
Der Feuerschild wog so gut wie nichts; er war nicht
für die Schlacht gefertigt worden, sondern allein, um die Götter
und die Stammesältesten zu ehren. Breaca hob ihn von seinem Haken
in der Wand, schlang sich den Riemen über die Schulter und richtete
den Schild dann so aus, wie sie ihn im Kampf tragen würde. Die
Flammen zu ihren Füßen waren bereits wieder heruntergebrannt; rot
glühend spiegelte sich in dem schimmernden Metall die Glut wider.
Breaca neigte den Schild etwas hinab, so dass das Licht nach unten
geworfen wurde und sie selbst in Schatten gehüllt war. Aus der
Dunkelheit heraus und mit der versammelten Macht Monas hinter sich
erschallte ihre Stimme.
»Ein jeder von euch hat sein Leben riskiert, um
hierher zu kommen. Und nun, da die Speerprüfungen vorüber sind,
steht es euch allen frei, wieder die Heimreise anzutreten. Aber ich
möchte euch einladen, noch zu bleiben, damit wir uns miteinander
beraten können - und zwar ganz gleich, wie lange das auch dauern
mag -, so wie wir es bei den Ratsversammlungen in den Tagen vor Rom
getan haben. Wir wollen uns über einen möglichen Krieg beraten. Und
wenn ihr dabei zu der Entscheidung kommen solltet, dass wir kämpfen
müssen, wird das zwar gewiss keine leichte Aufgabe werden. Aber
dann können wir zumindest endlich damit anfangen, uns darüber zu
verständigen, wie wir uns darauf am besten vorbereiten
könnten.«
»Und wenn wir uns dagegen entscheiden? Kehrst du
dann wieder nach Mona zurück, so wie einige unter uns es schon vor
zwei Jahren von dir gefordert hatten?« Wieder war es der
Stammesälteste aus dem Volke Unaghs, der dies fragte. Sein Gesicht
schien dabei wie von einer Maske überzogen, so dass sein Ausdruck
nicht zu deuten war.
»Nein. Ich bin eine Eceni und meine Kinder mit mir.
Wir werden also auch in dem Fall bleiben und uns genau so
verhalten, wie der Ältestenrat es von uns verlangt. Die Ehrengarde
meines Sohnes würde sich wieder auflösen, und den Kriegern würde
die Möglichkeit geboten werden, ihren Seelen in das Land der
Kaledonier zu folgen oder gemeinsam mit euch wieder in die
Siedlungen zurückzukehren.«
»Ist das die Ansicht aller?«
Wieder stand die Bodicea vor der Versammlung,
Ardacos und Cunomar neben sich und den Bronzeschild in ihrem
Rücken.
Ihre Augen waren gereizt vom Rauch der Feuer sowie
von den feinen Absonderungen, die von mangelndem Schlaf herrührten.
Geradezu schmerzlich sehnte sie sich danach, sich wieder setzen zu
dürfen, sich endlich hinlegen zu können und zu schlafen und niemals
wieder von Rom reden zu müssen und all dem, was dies mit sich
brachte; oder von den Eceni und davon, welchen Aufschwung es mit
dem Stamm nehmen könnte, wäre das Land erst einmal von jeglicher
Besatzungsmacht befreit. Anderthalb Tage lang hatten die
Stammesältesten sich miteinander beratschlagt, gestritten und
geredet, gegessen und geschlafen und waren wieder aufgewacht und zu
zweit oder zu dritt nach draußen gegangen, um die Abortgruben
aufzusuchen. Dann waren sie wieder hereingekommen, um weiterzureden
und sich weiter miteinander zu beraten.
Andere hatten sich zwischen den Feuerstellen ein
Plätzchen gesucht, wo sie sich in ihre Umhänge einrollten und für
ein Weilchen leise schnarchten, ehe ihre Träume und die Gespräche
rund um sie herum sie wieder aufweckten. Cunomar und seine neu
ernannten Krieger hatten während der ersten Nacht ganz am Rande des
Großen Versammlungshauses geschlafen und waren dann im Morgengrauen
wieder aufgewacht, um Holz für die Feuerstellen zu holen und zu
kochen. Auch Ardacos hatte das Haus bereits früh verlassen und war
hinaus in den Wald gegangen, um den letzten Teil der Riten der neu
ernannten Krieger vorzubereiten, der jedoch erst später stattfinden
sollte.
Allein die Bodicea durfte sich vor den anderen
nicht dem Schlaf hingeben, sondern pflügte wie ein Einerboot durch
die unter den hitzigen Diskussionen immer höher anschwellenden
Wogen der Erregung; trieb sie mit ihren Worten unablässig
voran.
Draußen hatte es bereits zu schneien begonnen, als
sie schließlich erneut den Platz unter ihrem Schild einnahm und den
Blick über die erschöpfte, heisere Versammlung der Vertreter ihres
Volkes schweifen ließ.
»Ist das die Ansicht aller?«, fragte sie ein
zweites Mal. »Gibt es auch nur einen unter euch, der noch dagegen
ist, so soll derjenige jetzt sprechen. Denn entweder wir haben alle
Stimmen, oder wir haben keine.«
Cunomar, der neben ihr stand, hielt den Atem an.
Ein Stück weit von sich entfernt sah Breaca Unagh sitzen, die sich
in diesem Augenblick ebenfalls kurz verkrampfte, gleich darauf aber
wieder entspannte, als der grauhaarige Stammesälteste aus ihrer
Siedlung den Kopf schüttelte. Die anderen, die sich um Breaca
versammelt hatten, saßen einfach nur schweigend da. Sämtliche
Meinungsverschiedenheiten waren ausdiskutiert und aus der Welt
geschafft worden; oder aber sie verbargen sich, um an einem anderen
Tage erneut den Kopf zu erheben.
Breaca erlaubte sich ein Lächeln, sorgsam darauf
bedacht, nicht die Maske, die den Mangel an Schlaf versteckte, zu
zerstören. »Dann ist es also abgemacht: Ihr werdet den Winter
darauf verwenden, jene Männer und Frauen in euren Siedlungen und
auch außerhalb der Siedlungen ausfindig zu machen, die womöglich
noch genügend Kampfesmut besitzen und sich auf unseren Aufruf hin
melden würden - ohne uns, noch ehe wir überhaupt angefangen haben,
gleich schon wieder zu verraten. Doch das ist nur der erste
Schritt. Denn solange Tagos lebt und auch weiterhin gegen uns ist,
können wir die Krieger noch nicht zusammenrufen. So viel ist schon
einmal klar. Doch ich schwöre hiermit und vor euch allen, dass sein
Tod niemals mein Werk sein wird. Aber selbst wenn Tagos lebt,
können wir, sobald die Götter uns den richtigen Zeitpunkt nennen,
zur Tat schreiten - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass
wir endlich damit beginnen, die noch Kampfeswilligen ausfindig zu
machen, sie mit Waffen auszustatten und sie auszubilden. Ich danke
euch allen.«
Damit trat Breaca unter dem Schild fort, und die
Ratsversammlung war beendet. Die Stammesältesten begannen sich zu
erheben, reckten und streckten sich und blickten sich nach der Tür
um, um sich einen Weg an die frische Luft und in den Schnee hinaus
zu bahnen und um ihre Heimreise zu besprechen.
Bis zum frühen Nachmittag hatte das Große
Versammlungshaus sich wieder weitgehend geleert, so dass nur noch
die neu ernannten Krieger von Cunomars Ehrengarde übrig waren. Für
eine Weile waren sie ganz ausgelassen gewesen vor lauter
Erleichterung und waren gemeinsam mit den aufbrechenden
Stammesältesten nach draußen gegangen. Doch als diese immer weniger
wurden und schließlich ganz verschwanden, wurden auch die
Jugendlichen wieder stiller und warteten auf ihre letzte
Kriegerprüfung. Denn wenn sie auch unter den Bärinnenkriegern
Geltung erlangen wollten und nicht bloß als Cunomars Ehrengarde,
dann mussten sie Ardacos zum Abschluss noch in einen Bärentanz
hineinfolgen, und dabei durfte selbst Breaca nicht anwesend sein.
Im Großen Versammlungshaus rasselten bereits die Schädeltrommeln.
Und diesen Rhythmus konnte man sich nicht allzu lange anhören,
wollte man bei Verstand bleiben.
Ihr Pferd stand ganz in der Nähe, denn Unagh hatte
bereits erkannt, dass Breaca danach verlangen würde, und es
vorsorglich von der Koppel hergeholt. Breaca mühte sich damit ab,
den großen bronzenen Schild auf ihrem Rücken zurechtzuschieben, und
dachte unterdessen darüber nach, ob sie tatsächlich noch auf ihr
Pferd steigen und die Anstrengung unternehmen sollte, zu Tagos’
Siedlung zurückzureiten. Andererseits aber waren dort Graine und
Airmid und all die Annehmlichkeiten. Wenn sie also mit Bedacht
ritt, sollte sie etwa kurz vor Einbruch der Dunkelheit dort
ankommen; wenn sie unvernünftig schnell ritt, käme sie sogar noch
eher an; schlief sie dagegen und ließ die Stute sich allein den Weg
durch die Dämmerung suchen, so würde sie die Siedlung erst spät
erreichen.
»Danke. Ich bin froh, dass ich...« Breaca wandte
sich um, blickte überrascht in Richtung des Pfades. »Das ist doch
Dubornos...«
Sie kannte sein Pferd; es lahmte auf der linken
Vorderhand, wenngleich nicht allzu stark. Und ohnehin hing Dubornos
sehr an dem Tier, würde es also niemals ausrangieren. Der
Hufschlag, als das Pferd nun in gestrecktem Galopp den Pfad
hinaufgetrieben wurde, war also unverwechselbar, selbst mit dem
Schnee, der das Geräusch der trommelnden Hufe etwas dämpfte.
Ardacos stellte sich neben sie, und auch Cunomar
ließ seine Schädeltrommeln im Stich und gesellte sich zu Breaca, so
dass sie alle drei beieinander standen, als Dubornos sein Pferd
zügelte und vor ihnen anhielt. Doch er schwang sich nicht vom
Rücken seines Tieres hinab, sondern zog es sogleich wieder herum
und erklärte: »Die latinischen Sklavenhändler sind in der Siedlung.
Tagos hat ihnen Wein sowie Gastrechte angeboten. Aber sie haben
schon zweimal mit Graine gesprochen. Airmid hat Graine nun bei sich
und bewacht sie, aber wenn die Sklavenhändler nach ihr verlangen
sollten, könnte selbst Tagos sie nicht aufhalten.«
Breaca starrte ihn entgeistert an, hörte kaum, was
er sagte. »Um sie zu kaufen? Das kann nicht wahr sein. Selbst Tagos
würde doch nicht...«
»Nicht, um sie zu kaufen, noch nicht. Aber
vielleicht, um ein Angebot zu unterbreiten. Und wenn sie im
Frühjahr zurückkehren, werden sie wissen, weswegen sie
kommen.«
Breaca saß bereits im Sattel. Der Schlaf, so kurze
Zeit zuvor noch ihr einziger Wunsch, war wieder vergessen. »Warte«,
sagte Cunomar. »Mein Pferd steht nicht weit von hier. Ich komme
mit.«
Breacas Stute hatte sich bereits in Bewegung
gesetzt. »Nein. Deine Krieger brauchen dich. Das ist der Preis,
wenn man ein Anführer ist, und vor allem ist dies nicht der
geeignete Zeitpunkt, um Rom zu verraten, was wir bereits
aufgestellt haben. Wenn wir dich brauchen sollten, schicke ich
Dubornos noch einmal zu dir zurück.«
Damit folgte sie Dubornos und ritt, wie sie noch
niemals zuvor geritten war.