Dreiundvierzig

Jonas gehörte zu der Sorte Kinder, die es vorzogen, sich ein Pflaster mit einem Ratsch abzureißen. Wenn er etwas tun musste, das auch nur das kleinste Quäntchen Mut erforderte, wollte er es sofort hinter sich bringen, bevor er Zeit zum Nachdenken hatte.

Daher bereitete ihm das, was sie als Nächstes taten, Höllenqualen: Sie recherchierten.

»Komm schon! Lass uns einfach gehen!«, drängte er Katherine.

»Wohin denn?«, fragte sie zurück und sah vom Definator auf, den sie ihm aus der Hand genommen hatte. »Lass es uns zur Abwechslung mal mit Köpfchen probieren und ein paar Pläne schmieden.« Sie schien sich durch endlose Seiten mit Informationen zu scrollen. Dann seufzte sie. »Ich habe die Tipperei satt. Können wir es mit Spracheingaben versuchen?«, fragte sie. »Wo ist HK jetzt?«

Ein einzelnes Wort leuchtete auf dem Display auf: WANN? Dann wurde es ersetzt durch: WELCHESJETZT MEINST DU?

Katherine seufzte wieder.

»Ja, richtig«, sagte sie. »Das hätte ich mir denken können.«

Sie befanden sich außerhalb der Zeit, also gab es so etwas wie »jetzt« nicht.

»Folgen wir HK einfach zurück ins Jahr 1600«, schlug Jonas vor. »Sodass wir ein oder zwei Minuten nach dem Moment ankommen, an dem er uns fortgeschickt hat.«

DAS IST BESCHÄDIGTE ZEIT, teilte ihnen der Definator mit. ZEITREISENDE DÜRFEN WEDER HINEIN NOCH HINAUS.

»Moment mal«, sagte Katherine. »Brendan, Antonio und Andrea sind aber reingekommen.«

WAS GLAUBT IHR, WAS DIE BESCHÄDIGUNG HERBEIGEFÜHRT HAT?, fragte der Definator zurück.

Jonas schauderte.

»Dann bring uns in dem Moment zu HK, in dem wir wieder hineindürfen!«, ließ er nicht locker.

OK, leuchtete auf dem Display auf.

Jonas wurde augenblicklich schwindelig.

»Er gehorcht dir, Jonas!«, kreischte Katherine. »Halt! Warte! Wir haben noch keinen Plan! Wir wissen nicht, wo die Reise hingeht! Wir –«

Die Definatoranzeige leuchtete auf: ZU SPÄT. KANN NICHT ANHALTEN.

Dann sausten sie durch die Zeit zurück.