Kapitel 35

Dichte Nebelschwaden zogen über das Feld und hüllten die Gruppe in ein diffuses Halbdunkel. Der Weg war kaum zu erkennen. Sie stolperten unsicher weiter. Irgendwo musste das Dorf sein, in dessen Schutz sie die Nacht verbringen wollten.

Sie wussten, dass sie die Ortschaft erreichen mussten, bevor die Dunkelheit hereinbrach. Sonst waren sie schutzlos der übermächtigen bösen Hexe ausgeliefert. Sie beeilten sich, kämpften sich durch den immer dichteren Nebeldunst. Man durfte hier nicht vom Weg abweichen. Da tauchten schemenhafte Umrisse am Wegesrand auf. Als sie näher kamen, sahen sie einen Galgen, an dem niemand hing. Es waren jedoch einige frisch ausgehobene Gräber darunter, alle offen. Claudia trat näher und betrachtete die Gräber genauer. Dann erklärte sie den anderen, dass hier einige Soldaten lagen, die im Kampf gegen die Hexe gefangengenommen und hingerichtet worden waren. Irgendwie hatte Manfred das Gefühl, dass der Krieg längst verloren war und ihre Bemühungen völlig sinnlos waren. Plötzlich stand Tim Schuster hinter ihm. Er packte ihn und stieß ihn in eines der offenen Gräber.

»Kämpfe gegen die Hexe, nur du kannst sie besiegen!«, rief er ihm hinterher. Manfred streckte aus der modrigen Tiefe die Hände nach Claudia aus, die am Rande des Grabes stand. Sie schaute ihn nur an und bewegte ihre Lippen nicht. Doch er spürte, dass sie ihm gerade sagte, sie könne ihm jetzt nicht mehr helfen und er müsse der Hexe allein gegenübertreten. Dann brachen die losen Wände des Grabes über ihm zusammen und erstickten seinen Schrei. Manfred wurde bewusstlos.

Als er aufwachte, war er noch völlig im Gefühl des Grauens gefangen. Er lag schweißgebadet auf dem Rücken, sein nackter Körper wirkte klein und schmächtig auf dem breiten, weißen Laken. Das Zimmer war schwach durch den Schein einer geschmacklosen Nachttischlampe beleuchtet. Irgendwie wusste er, dass er in Gefahr war.

Dann erhob sie sich. Sie hatte wohl offenbar neben ihm auf dem Bett gelegen, ohne dass er sie bemerkt hatte. Es war die Hexe. Ihr langes Haar fiel offen über den nackten Busen, der von dem aufgeknöpften Nachthemd freigegeben wurde. Sie beugte sich über ihn, ihre großen, schwellenden Brüste berührten seinen Bauch. Jetzt sah er, dass diese Brüste von blutenden Beulen besetzt waren. Er hatte schreckliche Angst, doch er konnte sich nicht wehren. Auf eine schreckliche und ihm unverständliche Weise war er in Furcht erstarrt und fasziniert zugleich. Er wünschte sich, dass sie ihn verschonen und weggehen würde. Doch ihre nahe Körperlichkeit erregte ihn gleichzeitig. Sie streichelte seinen Kopf, küsste seinen Hals, seine Ohren. Aus ihren Mundwinkeln rann dickflüssiger, eitriger Speichel. Er roch ihre modrige Ausdünstung unter dem süßlichen Parfüm. Jetzt baumelten ihre riesigen, deformierten Brüste genau über seinem Gesicht. Daumendicke Nippel reckten sich ihm entgegen. Er drehte den Kopf zur Seite und blickte auf ein Kruzifix. Daran hing ein Jesus, der ihn mitleidig betrachtete. Er zeigte ihm seine Wundmale und sagte ihm damit, dass auch er der Hexe erlegen war und ihm nicht helfen konnte.

Die Hexe bedeutete ihm, ihre Brustwarzen in den Mund zu nehmen und daran zu saugen. Widerwillig tat er es. Sie stöhnte leise auf und stammelte etwas davon, wie sehr sie ihn liebte und dass er das einzige auf der Welt sei, was ihr etwas bedeute. Dann rann ihm ihre Milch in den Mund. Manfred musste schlucken, immer weiter schlucken, um nicht zu ersticken. Er durfte nicht aufhören, bis sie ihm auch die andere Brust gab, an der er dann weitertrinken musste.

Ihm war übel. Er musste sich beherrschen, um die Milch nicht wieder zu erbrechen. Das würde sie sehr böse machen. Er erinnerte sich daran, dass das schon einmal geschehen war. Während er verzweifelt weitersaugte und schluckte, rieb sie mit einer Hand sein Glied. Es wurde steif, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. Dann rutschte sie an ihm herunter. Aus ihren Nippeln tropfte Milch auf seine Brust, die unbehaart war wie die eines Knaben. Jetzt hatte ihr Mund seinen Penis erreicht. Sie küsste ihn, dann schlossen sich ihre Lippen darum, und sie begann daran zu saugen und zu beißen. Es tat etwas weh, doch es erregte ihn auch, obwohl er es nicht wollte. Ihr ekliger Speichel rann an seinem Glied herunter. Immer heftiger saugte sie und befahl, er solle sich öffnen und sich in ihren Mund ergießen. Doch das wollte er nicht. Er konnte es nicht, so viel sie auch seinen Penis mit Zunge und Lippen bearbeitete. Dann gab sie es auf und machte mit der Hand weiter, bis er schließlich doch ejakulierte. Sie lächelte, küsste und streichelte ihn, redete auf ihn ein. Dann wischte sie ihm mit einem Taschentuch das Sperma vom Bauch. Manfred drehte sich herum, konnte ihren schrecklichen Anblick nicht mehr ertragen und drückte sein Gesicht in das Kissen.

Sie hatte wieder gesiegt. Der Kampf gegen die böse Hexe war sinnlos. Als sie den Raum verließ, stellte er sich vor, wie er sie packen und mit der Kraft seiner bloßen Hände niederzwingen würde. Er würde sie drücken, bis der letzte Atem aus ihrer geschwollenen Monsterbrust gewichen wäre. Doch das war ein Traum, der niemals Wirklichkeit werden konnte.

In diesem Moment wusste er, dass es wirklich ein Traum war. Endlich wachte er auf. Claudia lag neben ihm im Halbdunkel des grauenden Morgens. Furcht und Ekel flauten in dem Maße ab, wie er sich Stück für Stück wieder in die Wirklichkeit einfand. Was für ein Traum. Es musste Jahre her sein, dass er so intensiv im Schlaf gesponnen hatte. Jetzt musste er erst einmal etwas trinken und die Schreckgespenster ganz vertreiben. Er stand auf und machte sich auf den Weg in die Küche. Er war froh, in Wirklichkeit nicht so schwach und ohnmächtig zu sein wie in diesem nächtlichen Trugbild.