14

Da ich Muh nicht finden konnte, griff ich nach Josis Rüssel – Josi ist mein Kuscheltierelefant – und versuchte, mich nicht zu bewegen. Es tat so verdammt weh. Mein Bauch war ganz hart und aufgebläht, und jedes Mal, wenn ich in der Nähe meiner Leber nur ein bisschen Druck ausübte, fühlte es sich so an, als würde mir jemand einen Baseballschläger in den Magen rammen. Ich hätte laut schreien können, aber aus eigener Erfahrung wusste ich, dass es mir dadurch nicht bessergehen würde. Meinem Herzen waren die Schmerzen egal. Es hatte sich längst daran gewöhnt. Wenn es doch nur aufhören würde zu schlagen, dann müsste ich mir diese Gedanken nicht mehr machen, dann könnte ich …

Lars kam herein. Er hielt eine Tasse Tee in der Hand und schaute zu mir nach oben. »Hey, Kleiner, wie geht’s dir? Schläfst du schon?«, flüsterte er.

»Nein«, sagte ich leise und schaute von meinem Hochbett herab. Lars stellte seine Tasse auf den Schreibtisch, stieg auf den Drehstuhl, der vor meinem Schreibtisch stand, und legte sein Kinn neben mir auf der Bettkante ab, so wie Babyhunde das manchmal machen. Ich musste sofort an Milo denken, meinen geliebten Jack Russell Terrier in Südafrika. Ob er noch am Leben war? Schließlich waren schon acht Menschenjahre vergangen, seit ich ihm Lebewohl gesagt hatte.

Wenn er noch lebte, rechnete ich im Kopf, wäre er jetzt auf jeden Fall ein Hundeopa mit vielen grauen Haaren. Vergilbte Bilder tauchten vor meinen Augen auf, wie wir im Garten hinter unserem Haus herumtobten, die Katzen aus der Nachbarschaft jagten und abends erschöpft nebeneinander auf dem großen gelben Sofa im Wohnzimmer einschliefen. Ich lief ihm immer hinterher, weil er so viel schneller war als ich. Milo war aber ziemlich schlau und wartete brav auf mich, wenn er merkte, dass ich eine Pause brauchte. Und ich brauchte viele Pausen. Dann kam er zurückgesaust, hüpfte auf mich drauf und legte seine kleine Schnauze in meine Hand. Er war wirklich ein treuer Freund, mein kleiner Milo.

»Kannst du nicht pennen?«, fragte Lars.

»Nein.«

»Ist dir kalt?« Lars fragte mich das jeden Abend, wenn er hier war und fasste mir prüfend an die Stirn.

»Ein bisschen«, hustete ich und drehte mich vorsichtig zur Seite. Eigentlich müsste er mich das nicht fragen, weil mir sowieso fast immer heiß oder kalt ist, meistens beides auf einmal, aber ich glaube, er fühlt sich dann besser. Mama macht das ja auch immer, und mein Kinderarzt, und die Frauen aus dem Hospiz, und all die Krankenschwestern. Ich habe mich daran gewöhnt, auch wenn ich nicht verstehe, warum sie es tun, denn egal, wie ich antworte, sie können ja doch nichts daran ändern. Es gibt so vieles, das ich nicht verstehe.

»Kraulst du mich?«

»Wie lange heute?«, lächelte Lars. Ich schaute auf seinen roten Bart. Wäre er ein wenig brauner, dann hätte er die gleiche Farbe wie mein Lieblingsfleck auf Milos Kopf. Moment Mal, was hatte er mich gefragt? Ich musste mich stark konzentrieren, weil meine Gedanken wieder kreuz und quer durchs Zimmer flogen. Scheiße, alles, woran ich jetzt denken konnte, waren Jack Russell Terrier. In allen Farben und Größen sprangen sie wild um mich herum. Jetzt saß Milo auch noch auf Lars Kopf, was so lustig aussah. Ich merkte, wie meine Mundwinkel immer breiter wurden, bis ich es nicht mehr verbergen konnte und leise ins Kopfkissen kicherte.

»Na, woran denkst du?«, hörte ich Lars sagen. Oje, wie sollte ich ihm das jetzt erklären?

»’tschuldige, Bruderherz. Hab deine Frage vergessen.«

Lars rubbelte mir durchs Gesicht. Wir lachten jetzt beide, und ich musste gar nicht mehr so viel an meine Schmerzen denken.

»Na, wie lange ich dich heute kraulen soll, du Schussel. Lass mich mal raten: bis du eingeschlafen bist.«

»Ja, bis ich eingeschlafen bin.«

»Das ist aber ganz schön lange.«

»Ich weiß«, sagte ich und ließ Josis Rüssel los. Ganz vorsichtig richtete ich mich auf, zog das Oberteil meines Schlafanzuges aus und legte mich wieder hin. Gekrault zu werden, ist eines der schönsten Gefühle, das ich kenne. Ich könnte das stundenlang aushalten, aber Lars schafft höchstens dreißig Minuten, dann wird ihm immer der Arm schwer. Aber ich bin gut im Verhandeln, und meistens kann ich am Ende doch noch ein paar Extraminuten herausschlagen.

»Hast du noch die Herzstiche?«

»Ja.«

»Hmm«, murmelte Lars und begann mich am Rücken zu kraulen. Ich bekam auf der Stelle Gänsehaut und zuckte kurz zusammen, weil es so schön kribbelte. Diese blöden Herzstiche! Musste er mich ausgerechnet jetzt an sie erinnern?

»Sie kommen und gehen«, sagte ich schnell, »aber ich habe das Gefühl, dass sie in letzter Zeit gar nicht mehr gehen wollen.«

»Wie schlimm sind sie jetzt? Auf einer Skala von eins bis zehn. Eins ist ganz wenig und Zehn ist superscheiße.«

Ich überlegte kurz, zog mein Unterhemd gerade, dass Lars besser kraulen konnte, und nuschelte »So zwischen acht und neun. Kurz vor superscheiße« in mein Kopfkissen.

»Fuck!«

»Ich hab eine Idee«, grinste ich. »Kraul sie mir weg, großer Bruder.«

»Du kleiner Räuber«, lachte Lars und wuschelte über meine Haare. Das mochte er sehr. Und weil er es mochte, mochte ich es auch. Dann schwiegen wir eine Weile. Lars fuhr mit seinen Fingerspitzen über meinen rechten Arm, über meine Schulter, meinen Nacken, über meinen Rücken, zurück zum Kopf, und ich dachte wieder an Milo, der es auch immer so schön fand, wenn ich sein Fell streichelte. Rocky, unsere Katze, findet das doof. Die faucht nur und fährt ihre Krallen aus. Ich kann das nicht verstehen. Ich meine, wie kann man es nicht mögen, gekrault zu werden? Dann kamen die gemeinen Stichattacken auf mein Herz zurück und rissen mich aus meinen müden Gedanken heraus. Ich rollte mich sofort zusammen, wie ein Baby, die Knie gegen meine Brust gedrückt, und hielt den Atem an. Manchmal klappte das. Luftanhalten, abwarten, vorsichtig einatmen. Die Chance, dass sie verschwanden und wieder »normal schlimm« wurden, belief sich auf fünfzig Prozent. Dass in dieser Haltung meine Bauchschmerzen heftiger wurden, nahm ich hin. Was sollte ich denn machen? Ich kniff die Augen fest zusammen, zählte bis vier und atmete leise aus. Der Moment des ersten Einatmens nach diesen Angriffen war immer der schlimmste. Ich bereitete mich schon darauf vor, dass Lars gleich den Notarzt rufen würde, weil Mama und Papa ja noch weg waren, aber als ich wieder Luft in meinen Lungen spürte und mein Herz das Einatmen aushielt, entkrampften sich meine restlichen Muskeln und ich hustete erleichtert in mein Kopfkissen. Lars stand immer noch auf dem Stuhl und kraulte meinen Kopf. Er blieb ruhig, fragte, ob ich Sauerstoff bräuchte, was ich nicht wollte, und tippelte mit seinen Fingern wie ein Vogel über meinen Rücken.

»Alles klar?«

Ich nickte nur.

»Versuch dich zu entspannen. Dein Herz braucht Erholung. Vielleicht war doch alles ein bisschen viel heute?«

Er sprang kurz vom Stuhl, um etwas von seinem Tee zu trinken, war aber sofort wieder oben bei mir.

»Lass mich dir eine kleine Geschichte erzählen, okay?«

Ich nickte wieder.

»Es ist die Geschichte von einem alten Herzen mit vielen Narben.«

Ich sah Lars verwirrt an und fragte: »Ist es eine schöne oder traurige Geschichte?«

»Beides, sie ist traurig und schön, hat aber ein gutes Ende.«

»Okay, dann darfst du sie erzählen. Du weißt ja, ich hasse traurige Geschichten. Du darfst aber nicht aufhören zu kraulen. Versprochen?«

»Ja, ja, du kleine Grinsekatze. Mach’s dir bequem und hör gut zu.«

»Darf ich die Augen schließen, damit ich’s mir besser vorstellen kann? So wie immer?«

Da Lars schon zu erzählen begann, deutete ich das als ein »ja«, rubbelte meinen Kopf in das Kissen und schloss meine Augen.

»Die Geschichte vom alten Herzen mit den vielen Narben spielte sich vor vielen Jahren in einem malerischen Fischerdorf am Meer ab. Ein junger Mann stand mitten auf dem Marktplatz und gab lautstark damit an, das schönste Herz weit und breit zu besitzen. Es dauerte nicht lange, bis sich eine riesige Menschenmenge um ihn versammelt hatte. Alle waren neugierig und wollten das Herz des jungen Mannes bewundern. Sie applaudierten ihm sogar, denn sein Herz war tatsächlich makellos, ohne auch nur einen Kratzer oder Riss. Es war schlicht perfekt.«

»Darf ich dich was fragen?«, unterbrach ich Lars.

»Logo.«

»Wie konnten die Menschen sein Herz sehen? So etwas geht doch gar nicht.«

»Stell es dir einfach vor«, sagte Lars immer noch in seiner Erzählstimme. »Wie in einem Märchen, wie bei Harry Potter, Tintenherz oder Twilight

»Twilight ist mit Vampiren. Vor denen hab ich Angst.«

»Okay, dann streiche Twilight wieder aus deiner Vorstellung und denke an Harry Potter. Besser?«

»Viel besser«, lächelte ich zufrieden und sah den Jungen genau vor mir. Er war ungefähr sechzehn Jahre alt, wie ich, groß und stark, hatte kräftiges rotes Haar und lehnte lässig gegen einen Brunnen, der die Mitte des Marktplatzes bildete. In den ersten Reihen der Menschentraube drängten sich alle hübschen Mädchen des Dorfes, um ihn anzuhimmeln. Er trug weiße Turnschuhe, eine blaue Hose und hatte sein weißes Hemd weit aufgeknöpft, so dass alle sein schönes Herz bewundern konnten, das golden leuchtete – wie die Sonne.

»Okay, ich sehe es«, nuschelte ich verträumt. »Weiter jetzt.«

»Aus der letzten Reihe ertönte plötzlich eine Stimme: Dein Herz ist nicht ansatzweise so schön wie meines!«

Lars verstellte seine Stimme, als er das sagte.

»Ein alter Mann hatte sich den Weg durch die Menge gebahnt, und alle fragten sich: Wie kann das Herz dieses Greises schöner sein, als das des hübschen starken Jungen? Nun, der alte Mann ließ seinen abgetragenen Mantel zu Boden fallen und präsentierte voller Stolz sein Herz. Es schlug noch immer kräftig, was jeder deutlich sehen konnte, aber es war übersät mit Narben. An einigen Stellen waren sogar Stücke herausgenommen und provisorisch ersetzt worden, aber irgendwie passte nichts richtig zusammen, und so sah das alte Herz gar nicht mehr wie ein Herz aus, sondern war ein klumpiges Durcheinander. Der junge Mann betrachtete das zusammengeflickte Herz und begann laut zu lachen.

Alter Mann, du willst mich wohl auf den Arm nehmen, sagte er arrogant und zwinkerte dem schönsten Mädchen aus der ersten Reihe zu, das leicht errötete. Dann sah er wieder zu ihm. Du traust dich, dein verschrumpeltes Herz mit meinem Herzen zu vergleichen? Meins ist perfekt und deines ist voller vernarbter Risse.

Die Menschen aus dem Dorf traten dichter an den alten Mann heran, begutachteten sein Herz und stimmten dem Jungen einhellig zu. Sein Herz war wirklich nicht besonders schön anzusehen.

Ja, begann der alte Mann und zeigte mit dem Finger auf den Jungen. Dein Herz sieht makellos aus, wie aus dem Lehrbuch, und trotzdem würde ich niemals mit dir tauschen wollen. Der Junge sah ihn überrascht an. Der Alte lächelte weise und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. Weißt du, mein Junge, jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich im Laufe meines Lebens meine Liebe geschenkt habe. Immer mal wieder brach ich ein Stück aus meinem Herzen heraus, und oft schenkten mir die Menschen auch ein Stück ihres Herzens. Natürlich waren die Stücke nie gleich groß, weswegen überall diese Kanten herausragen.

Der alte Mann zeigte auf die vielen Unebenheiten seines Herzens. Das ganze Dorf starrte ihn schweigend und staunend an, und sein Herz wurde plötzlich, von Wort zu Wort, das der alte Mann sagte, immer interessanter und auch schöner.

Manchmal, erzählte er weiter, habe ich auch ein Stück meines Herzens weggegeben, ohne dass ich etwas zurückbekam. Deshalb die vielen Furchen. Liebe zu geben, bedeutet eben auch immer, ein Risiko einzugehen. Und obwohl all diese Krater und Narben furchtbar schmerzen, so erinnern sie mich jeden Tag an die Liebe, die ich noch immer für diese Menschen verspüre, und vielleicht, ja, ganz vielleicht, kommen sie eines Tages zu mir zurück und füllen die leeren Stellen in meinem Herzen mit ihrer Liebe aus. Dann legte er seinen Arm um die Schulter des Jungen und sagte: Verstehst du jetzt, was echte Schönheit bedeutet?

Der Junge war so gerührt, dass ihm Tränen über seine Wangen liefen. Schluchzend und ohne darüber nachzudenken griff er in sein wunderschönes Herz, brach ein Stück heraus und gab es dem alten Mann. Der nahm es dankend an, suchte eine geeignete Stelle dafür, brach ebenfalls ein vernarbtes Stück aus seinem Herzen heraus und verschloss damit die frische Wunde des Jungen, dessen Herz nun nicht mehr perfekt, aber schöner denn je war. Und zum ersten Mal in seinem Leben spürte der jungen Mann die Liebe eines anderen Menschen durch sein Herz strömen.«

Lars hörte auf zu reden und fuhr mir sachte durchs Haar. Ob seine Geschichte fertig war? Ich wollte erst nichts sagen und so tun, als würde ich schon schlafen. Ich wollte nämlich nicht, dass er mit dem Kraulen aufhörte, aber dann sagte ich doch etwas.

»Schön.«

»Schön?«, fragte Lars ein bisschen verwundert. Das konnte ich an seiner Stimme erkennen.

»Ja, schön. Ich meine, dass der Junge und der alte Mann sich am Ende lieb hatten. Sah ja erst nicht so aus.«

»Ja, das ist wirklich schön«, lachte Lars. »Hast du denn verstanden, was ich dir damit sagen wollte?«

Ich überlegte, wusste aber nicht, was ich antworten sollte. Die Wörter flogen wieder durch meinen Kopf, so wie vorhin die Jack Russell Terrier. Ich begann einen Satz, brach ihn ab, wiederholte ihn wieder, begann zu stottern, wusste nicht mehr, was ich davon gedacht und was laut ausgesprochen hatte, bis Lars mich unterbrach. Ich hatte ja schon Mühe genug, seiner Geschichte zu folgen, aber weil er so schön langsam erzählte, klappte es ganz gut.

»Es geht darum, sich ins Leben zu stürzen, sich zu verlieben, sein Herz zu verschenken, solche Sachen. Es kommt nicht auf die Äußerlichkeiten an, nicht wirklich, weißt du, sondern auf das, was man in sich trägt. Perfekt ist in Wahrheit nur ein anderes Wort für langweilig.«

»Du meinst, weil mein Herz auch nicht perfekt ist?«

»Du Blitzmerker, du«, lachte Lars wieder.

»Hmm, aber es gibt einen Unterschied zwischen dem alten Mann und mir.«

»Und der wäre?«

»Er ist alt, und ich bin jung.«

»Das stimmt, aber …«

»Und er hat sich schon oft verliebt und ich doch noch nie«, fiel ich Lars ins Wort, der jetzt aufgehört hatte mich zu kraulen und an die Decke starrte.

»Ich weiß«, sagte er und klang traurig.

»Aber eine Gemeinsamkeit haben wir doch«, sagte ich schnell, damit er nicht mehr traurig war. »Sein Leben ist fast vorbei und meines auch.«

Oh Mist, dachte ich. Jetzt würde er bestimmt noch trauriger werden, doch stattdessen entdeckte ich diesen Ausdruck in seinem Gesicht, den er immer dann hatte, wenn er sich für uns irgendwelche Abenteuer ausdachte.

»Und deswegen werden wir aus deinem kleinen Herzen auch noch eine schöne Landkarte voller Krater und Furchen und Narben machen. Einverstanden?«

»Einverstanden.«

Lars trank seinen Tee aus, der jetzt bestimmt schon ganz kalt war und kam wieder zu mir nach oben. Ich nutzte den Moment, setzte mich auf und nahm meinen großen Bruder in den Arm. Mein Bauch tat zwar immer noch höllisch weh, aber für einen kurzen Augenblick würde ich die Schmerzen schon aushalten und biss auf die Zähne.

»Also, wenn du willst«, wisperte ich kaum hörbar und machte eine lange Pause, denn das Sprechen viel mir schwer. Mein Körper hatte gerade noch Kraft, um sich schlafen zu legen und das würde ich auch gleich tun. »Also, wenn du willst«, machte ich einen zweiten Anlauf, »dann schenke ich dir ein Stück von meinem Herzen. Ich wurde ja schon fünf Mal operiert, also mit Narben kenne ich mich gut aus. Wie der alte Mann aus deiner Geschichte.«

Lars drückte mich, und ich legte mich wieder auf den Rücken. Dann griff ich mit meiner Hand an mein Herz und tat so, als würde ich ein Stück herausnehmen. Ich prüfte, ob es auch groß genug war und reichte es ihm. Lars lächelte und drückte mein Stück sofort gegen sein Herz. Dann machte er das gleiche bei sich, und ich drückte sein Stück an mein Herz. Ich drehte mich zur Seite und schloss meine Augen.

»Gute Nacht, kleiner Bruder«, hörte ich ihn rufen, als er schon an der Tür stand.

»Gute Nacht, großer Bruder. Und lass dir was einfallen, wie wir mein Herz durchlöchern können.«

»Mach dir darüber mal keine Sorgen. Dafür bin ich ja da.«

Er ließ meine Zimmertür einen kleinen Spalt offen, damit ich noch ein paar Geräusche hörte, und ich dachte noch eine Weile über seine Geschichte nach. Ich überlegte, wem ich außer Lars noch ein Stückchen meines Herzens schenken könnte. Da mir außer Mama, Papa und Rocky aber so schnell niemand einfiel und diese Grübeleien ziemlich anstrengend waren, schlief ich zum Glück schnell ein. Ich freute mich schon aufs Aufwachen, denn dann konnte ich endlich mein neues Nintendo spielen, das noch immer eingeschweißt auf meinem Schreibtisch lag.

Dieses bescheuerte Herz: Über den Mut zu träumen
titlepage.xhtml
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_000.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_001.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_002.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_003.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_004.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_005.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_006.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_007.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_008.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_009.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_010.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_011.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_012.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_013.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_014.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_015.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_016.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_017.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_018.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_019.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_020.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_021.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_022.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_023.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_024.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_025.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_026.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_027.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_028.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_029.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_030.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_031.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_032.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_033.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_034.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_035.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_036.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_037.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_038.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_039.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_040.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_041.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_042.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_043.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_044.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_045.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_046.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_047.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_048.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_049.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_050.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_051.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_052.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_053.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_054.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_055.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_056.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_057.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_058.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_059.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_060.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_061.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_062.html
CR!FGVP74PQFX2RBAAGC6Q2DTE78GF2_split_063.html