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Skallon schluchzte tonlos, seine Brust bebte, und Fain wußte, daß er jetzt nicht aufhören würde. Also redete er. Fain hatte es stets gehaßt, wenn Leute redeten, weil ihnen nichts anderes einfiel – und jetzt gehörte er selbst zu diesen Leuten.
„Schau mal“, sagte er, „das ist nicht Joane. Weißt du noch, wie ich dem Änderung nachgejagt bin, unter der Erde, wie ein Idiot? Als er Scorpio tötete und dann in der Küche wieder heraufkam? Da muß er wohl mehr Zeit gehabt haben, als wir glaubten. Er muß Joane getötet und den Leichnam versteckt haben. Er hat ihre Identität angenommen. Hat einen Teil seiner Körpermasse abgestoßen, irgendwie. Sich geformt. Sich aus einem Mann in eine Frau verwandelt. Himmel, ich weiß doch nicht …“ Sein Mund hing offen, und dann fing er sich wieder. „Irgendwie. Irgendwie. Als ich dann endlich oben ankam, war das Ding fertig. Der Änderung schickte Kish hinter irgendeinem unschuldigen Doubluth her und ließ mich den beiden nachlaufen. Er wußte … was ich tun würde. Er hat mich an der Nase herumgeführt. Er hat mich dazu gebracht, die Hohe Kaste zu massakrieren, und er hat die ganze Zeit gelacht. In seinen Augen ist das Leben ein Witz. Danon. Joane. Du und ich. Das ganze verfluchte Universum. Aber die Änderlinge irren sich, Skallon. Es hat …“
Aber Skallon hörte nicht zu. Er stand über der Leiche des Änderlings und weinte. Skallons Problem war, daß ihm die Dinge nicht gleichgültig waren. Dem Änderung waren sie gleichgültig. Fain waren sie gleichgültig. Aber ihm nicht. Und wer war jetzt besser dran?
Fain legte Skallon sanft eine Hand auf die Schulter, und er dachte dabei an Flammen und Wahnsinn. „Morgen reisen wir nach Hause“, sagte er.