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Menschen, so viele Menschen. Sie drängen von allen Seiten. Wütende Gesichter. Lärm, Gebrüll. Keine Worte, nur Geräusche.
Dann Fain. Ein hartes Gesicht, und er sagt etwas. Laufen? Fliehen?
Seine Füße berührten den festen, verzeihenden Boden. Fain führte ihn. Erschreckte Alveaner stoben in dem wäßrigen Licht auseinander. Fain. Schatten. Durch enge Gassen. Fain schaut sich um und stürmt weiter. Schnell. Flieh.
Maraban Lane. Ins Hotel. Schnelles Fußgetrappel von hinten. Jemand ragt auf, in einer Insel von Licht. Danon? Nein. Joane.
Durch einen Korridor. Die Küche. Warm, würzig. Aromatische Luft. Er spürte, wie er nach vorn sank, mit dem Kopf nach unten, das Gesicht auf dem Tisch.
Die Zeit wehte vorüber. Joanes hastige Worte, schnell wie Pfeile. Fain, mit schneidender Stimme, keuchend. Flache Atemzüge. Ein Winseln von Scorpio.
Kishs Stimme, verwirrt und plötzlich abgeschnitten. Worte, unverständlich und wirr. Skallon versuchte nicht länger, das Puzzle zusammenzufügen. Ein warmes, dumpfes Summen senkte sich auf ihn herab. Mit geschwollener Zunge strich er forschend über seine Zähne.
Auf. Hoch. Hände hoben ihn in die Höhe, bis die Schwerkraft wieder einsetzte, und er stand auf den Füßen. Die Küche begann sich um ihn zu drehen. Die feuchte Luft aufsaugen. Einen Schritt. Zwei. Joane, flüsternd.
Weitergehen. Schatten. Skallon? Hier entlang. Hier. Scorpios rauhe Stimme: Sicher. Im. Haus.
Höhlen. Verschimmelte Steinmauern. Gehen, drücken, gehen. Trübe, rubinrote Lichtpunkte auf den Wänden. Fain stolpert, flucht. Dicke, steinerne Pfeiler. Holzbalken. Kalte, feuchte Luft. Platschende Schritte, watend durch ein Bachgerinnsel. Murmelnd. Endlich, ein Platz zum Sitzen. Zusammensinken. Schritte verhallen zwischen den längerwerdenden Schatten. Ferne Stimmen.
Ein dumpfes Summen im Kopf. Dann Schlaf. Schlaf.