Wo kann man Schlagfertigkeit einsetzen?
Schlagfertigkeit kann sowohl zur Erheiterung aber auch als Methode der Selbstbehauptung und des Durchsetzungsvermögens eingesetzt werden.
Macht man eine witzige, schlagfertige Bemerkung, gilt man automatisch als humorvoll und intelligent. Beide Eigenschaften kommen unserem Selbstbewusstsein natürlich sehr zu gute.
Voraussetzung ist allerdings, dass mit der Bemerkung niemand verletzt, getroffen oder beleidigt wird. Dann kann die Reaktion schnell ins Gegenteil umschlagen.
Schlagfertigkeit kann aber auch ganz gezielt im Berufsleben eingesetzt werden. So wird Schlagfertigkeit in Meetings, Konferenzen oder Verhandlungen meist gern gesehen. Sie wird dort als Zeichen von Wachheit und Ideenreichtum bewertet.
Tipp:
Schlagfertigkeit und das Verhältnis zum Gesprächspartner:
Der erfolgreiche Einsatz von Schlagfertigkeit und insbesondere von scherzhaften Bemerkungen, hängt direkt mit dem Verhältnis zusammen, dass Sie zu dem jeweiligen Gesprächspartner haben.
Generell gilt, um so länger man sich kennt und umso freundschaftlicher die Beziehung ist, desto mehr darf man sich „herausnehmen“.
In vielen beruflichen
Konstellationen, zum Beispiel bei Gesprächen mit Kunden, ist
besondere Zurückhaltung geboten. „Flapsige“ Bemerkungen sind hier
nur in ganz wenigen Ausnahmefällen erlaubt.
Im Zweifelsfalle sollte man sich immer zunächst zurückhalten und
beobachten, auf welcher Ebene der Gesprächspartner das Gespräch
führen will.
Etwas anderes ist es, wenn man mit einer schlagfertigen Bemerkung einen Angriff auf die eigene Person kontert.
Wenn eine solche Bemerkung glückt, schlagen sich die Zuhörer oft auf die Seite des Angegriffenen. Der Angreifer erscheint durch eine passende schlagfertige Antwort in einem schlechten Licht.
Achtung: Nicht jeder Gesprächspartner ist der richtige Adressat für schlagfertige Bemerkungen!
Wenn es sich bei Ihrem Gesprächspartner um einen Vorgesetzten handelt, ist Zurückhaltung geboten. Dies gilt insbesondere im Beisein Dritter. Mancher Vorgesetzte ist vielleicht ganz locker, wenn Sie ihn privat treffen. Sind Dritte dabei, mögen es allerdings nur die wenigsten, wenn sie von Mitarbeitern nicht mit dem gebührenden Respekt behandelt werden.
Aber auch der umgekehrt Fall trifft zu. Wenn Sie mit Ihren schlagfertigen Bemerkungen jemanden bedenken, der Ihnen an Rang oder auch Eloquenz deutlich unterlegen ist, macht das keinen guten Eindruck. Solche Menschen sollten Sie fair und respektvoll behandeln. Als Ziel für besonders schlagfertige Bemerkungen sind sie nicht geeignet.
