Body Language - Körpersprache

Körpersprache, also die Art und Weise, wie wir uns bewegen, wie wir stehen, sitzen oder welche Miene wir aufsetzen, ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Kommunikation mit anderen Menschen.

Unsere Gedanken und Einstellungen werden durch unsere Körpersprache für andere sichtbar, ohne dass wir ein Wort sagen müssen. Man spricht deshalb auch von „nonverbaler Kommunikation“.

Wenn wir zum Beispiel die Arme vor dem Körper verschränken, zeigen wir, dass wir uns von unserem Gesprächspartner abgrenzen oder uns schützen wollen.

Überraschung oder Ungläubigkeit drücken wir unbewusst durch das Hochziehen oder Zusammenziehen der Augenbrauen aus. Umgekehrt zeigt unser Gesichtsausdruck Freude oder Zustimmung durch ein Lächeln an.

Auch Emotionen wie Angst und Erregung zeigen sich durch Körpersignale.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Körpersprache oft sogar wichtiger ist, als das, was gesagt wird. Die gleichen Sätze wirken – je nach Körpersprache – einmal besonders überzeugend und glaubwürdig, ein anderes Mal zweifelhaft und unwichtig.

Der amerikanische Psychologe, Albert Mehribian, beschreibt in seinem Buch „Silent messages“, dass weit mehr als 50 % des Inhaltes einer Kommunikation ausschließlich durch Gestik und Mimik transportiert werden.

Wenn wir die Körpersprache lesen können (und das können die meisten von uns ganz unbewusst!), dann zeigt sie uns nicht nur in welcher Stimmung unser Gegenüber ist, sondern verrät uns auch Einiges über dessen Absichten und sein Selbstbild. Auch ob jemand selbstbewusst und selbstsicher ist, kann man aus seiner Körpersprache herauslesen. Das ist gar nicht schwer und die meisten von uns tun das täglich viele Male, auch wenn uns das meist gar nicht bewusst wird.

Es ist also äußerst wichtig, sich der Bedeutung von Körpersprache bewusst zu sein. Das hilft nicht nur dabei, andere besser zu verstehen und ggf. auch zu durchschauen, sondern auch dabei, selbst die Signale auszusenden, von denen wir wünschen, dass sie bei unseren Gesprächspartnern ankommen.

Zitat

„Körpersprache ist wie gesprochene Sprache, aber sie kann nicht lügen.“

(Samy Molcho, Pantomime und Experte für Körpersprache)

Die richtige Körperhaltung macht selbstsicher

Überprüfen Sie kurz Ihre Körperhaltung, während Sie diese Zeilen lesen. Sitzen Sie aufrecht, oder eher zusammengesunken? Ist Ihre Wirbelsäule gerade oder vornüber gekrümmt?

Was ist mit Ihren Schultern? Sind sie entspannt oder nach vorne gezogen?

Wie auch immer Ihre Körperhaltung in diesem Moment ist, sie beeinflusst zu einem erheblichen Teil, Ihr Selbstbewusstsein. Das geschieht ganz unbewusst, so dass wir in der Regel nichts davon bemerken.

Mehrere groß angelegte psychologische Untersuchungen haben das bewiesen. Die Körperhaltung und das Selbstbewusstsein sind eng miteinander verbunden. Und die Verbindung wirkt nicht nur in eine Richtung!

Es ist nicht ausschließlich so, dass selbstbewusste Menschen eine besonders aufrechte Körperhaltung einnehmen. Nein, auch der umgekehrte Fall trifft zu. Menschen, die eine aufrechte Körperhaltung einnehmen, fühlen sich und sind danach selbstbewusster!

Wir haben hier also ein ganz einfaches Mittel an der Hand, das Ihnen hilft, Ihr Selbstbewusstsein mit geringstem Aufwand und innerhalb kürzester Zeit messbar zu verbessern.

Das wussten schon unsere Mütter:

Nicht umsonst wurden wir als Kinder und Jugendliche immer wieder dazu aufgefordert „gerade“ zu sitzen.

Psychologische Studien haben jetzt gezeigt, dass wir uns beim aufrechten Sitzen und Stehen nicht nur selbstbewusster fühlen, sondern auch tatsächlich bessere Leistungen erbringen als mit einer zusammengesunkenen Körperhaltung.

Trick - Aufrechte Körperhaltung:

Um eine gute, aufrechte Körperhaltung einzunehmen, hilft folgender Trick. Stellen Sie sich vor, dass die höchste Stelle Ihres Kopfes an einem Band aufgehängt ist. Richten Sie Ihren Körper nun so auf, dass er sich möglichst in einer geraden Linie mit dem Band befindet. Halten Sie Ihren Körper und Ihren Kopf so, dass sie ganz leicht an dem Band hängen. Sie werden sehen, wie gut das funktioniert.

Also, nehmen Sie eine aufrechte Körperhaltung ein. Ihr Selbstbewusstsein wird es Ihnen danken!

Hände

Die Hände spielen bei der Kommunikation mit anderen eine wichtige Rolle. Ihre Bewegungen sind eng mit dem verbunden, was wir denken und fühlen.

Sichtbarkeit der Hände:

Sind die Hände sichtbar, wird das als Offenheit und Ehrlichkeit gedeutet. Hände in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken wirken negativ und manchmal sogar bedrohlich!

Hand-Hals-Gesten:

Unbedingt vermeiden sollte man sogenannte „Hand-Hals-Gesten“.
Damit sind alle Gesten und Bewegungen gemeint, bei denen eine oder beide Hände in Richtung von Hals, Gesicht oder Nase bewegt werden.

Hand-Hals-Gesten haben fast immer negative Bedeutungen:

Griff zum Ohrläppchen = Bestrafungsgeste

Hand zur Nase = Unsicherheit/Verlegenheit

Werden die Hände in die Hüften gestützt, ist dies meist ein Zeichen von Erregung, Aufregung oder Nervosität.

Das Reiben der Hände drückt Zufriedenheit aus, kann aber vom Gesprächspartner leicht negativ aufgefasst werden. Dies insbesondere in Verhandlungsgesprächen, bei denen der Verhandlungspartner durch die Geste den Eindruck bekommt, dass etwas zu seinem Nachteil geschieht.

Werden die Handflächen hingegen nach oben gedreht, wirkt dies wie eine Entschuldigung oder gar Unterwerfung. Man verschlechtert mit einer solchen Geste den Eindruck, den man auf den Gesprächspartner macht, weil man sich dadurch selbst abwertet oder sich selbst in eine defensive Position bringt.

Berührungen

Den anderen während eines Gesprächs zu berühren, kann ein wichtiges und positives Signal sein - wenn es richtig gemacht wird!

Das beginnt bei uns im Westen in der Regel schon damit, dass wir selbst mit Personen, die wir nicht kennen, die Hand schütteln.

Während das Händeschütteln in unserem Kulturkreis eine allgemein akzeptierte Form der körperlichen Berührung ist, gilt das nicht für weitere Berührungen während eines Gesprächs.

Grundsätzlich gilt, je weniger gut Sie eine Person kennen, desto sparsamer und vorsichtiger sollten Sie Berührungen während eines Gesprächs einsetzen.

Arme, Beine

Die meisten von uns wissen, dass vor dem Körper gekreuzte Arme Distanz und oft auch Ablehnung ausdrücken. Damit kann sowohl die Person gemeint sein, die vor uns steht, oder aber auch nur deren gerade vorgebrachte Argumente.

Generell wirkt das Kreuzen der Arme, das auch als „Mauerbildung“ bezeichnet wird, eher negativ. Auf jeden Fall widerspricht es einer offenen, entspannten Haltung, die von einem selbstbewussten Menschen erwartet wird.

Schultern

Unsere Schultern sagen viel darüber aus, wie wir uns fühlen und welche Gedanken uns während eines Gesprächs durch den Kopf gehen.

Nach oben und/oder nach vorne gezogene Schultern zeigen an, dass wir angespannt sind oder uns in der Situation nicht wohl fühlen.

Gesamteindruck: So wirken Sie selbstbewusst:

+ Gerader Rücken

+ Schultern leicht nach hinten

+ Blick nach vorne gerichtet

+ Tiefer und regelmäßiger Atem

+ Lächelnder Gesichtsausdruck

Gesamteindruck: So wirken Sie nicht selbstbewusst:

- Gekrümmter Rücken

- Blick auf den Boden gerichtet

- Schultern nach vorne gezogen

- Schultern hochgezogen

- Kopf nach hängen lassen

- Flacher Atem

- Kurzatmigkeit

- Ausdrucksloser Gesichtsausdruck

Trick: Körpergröße

Große Menschen werden für selbstbewusster und erfolgreicher gehalten. Das haben viele unterschiedliche Studien ergeben.
So liegt zum Beispiel die durchschnittliche Körpergröße von Führungskräften in großen Unternehmen deutlich über der der Gesamtbevölkerung.

Ganz gleich, wie groß Sie sind. An Ihrer Körpergröße werden wir nichts ändern können. Was wir aber ändern können, ist wie groß Sie im Alltag erscheinen. Und nur darum geht es bei diesem Thema.

Mit ein paar kleinen Tricks wirken Sie sofort einige Zentimeter größer und fühlen sich auch so.

Der einfachste und naheliegende Trick besteht darin, Schuhe mit hohen Sohlen und/oder Absätzen zu tragen. Während das für die Frauen relativ unproblematisch möglich ist, müssen Sie als Mann ein wenig nach entsprechenden Schuhen suchen. Achten Sie darauf, dass die Schuhe optisch nicht besonders auffallen, denn sonst werden Sie sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr tragen.

Es gibt Hersteller, die Schuhe speziell für diesen Zweck produzieren. Diese Schuhe sehen äußerlich ganz normal aus, erhöhen aber die Körpergröße um einige Zentimeter.

trenner.jpg

Offenheit und Raum

Grundsätzlich wirkt es selbstsicher, wenn man ein wenig mehr Raum einnimmt, als unbedingt nötig wäre.

Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass die Beine nicht dicht nebeneinander sondern etwas weiter voneinander entfernt stehen.
Sowohl im Stehen als auch im Sitzen macht das einen selbstsicheren Eindruck. Natürlich gilt auch hier: Nicht übertreiben!

Unsere Arme sind gut dafür geeignet, Offenheit auszudrücken. Der Ausdruck „Jemanden mit offenen Armen empfangen“ beschreibt gut, was damit gemeint ist.

Auch im Sitzen kann man einen Arm öffnen. Wird ein Arm im Sitzen locker auf die Rückenlehne des danebenstehenden Stuhls gelegt, kann das entspannt und selbstsicher wirken. Natürlich sollte auf dem Stuhl neben Ihnen dann niemand sitzen, sonst wäre eine solche Armhaltung natürlich  viel zu aufdringlich.

Vorsicht: Fettnäpfchen!

Die Bedeutung bestimmter Gesten kann in verschiedenen Kulturkreisen sehr unterschiedlich sein.

Was bei uns im Westen als freundschaftliche Geste gilt, kann zum Beispiel in Asien Empörung hervorrufen.

Wenn Sie also zu Gast einem fremden Land sind, oder häufiger mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu tun haben, sollten Sie sich mit den Besonderheiten von Gestik und Mimik beschäftigen.

Hier ein paar Beispiele für die unterschiedliche Interpretation von Gesten in verschiedenen Kulturkreisen und Ländern:

Kopfnicken oder Kopfschütteln:

Während es bei uns im deutschsprachigen Raum völlig selbstverständlich ist, etwas mit einem Kopfnicken zu bejahen und durch eine Kopfschütteln abzulehnen, ist es woanders genau umgekehrt.

So signalisiert man Zustimmung zum Beispiel in Indien oder Pakistan durch ein Kopfschütteln.

In einigen Ländern, wie zum Beispiel in der Türkei oder Griechenland drückt man ein „Nein“ dadurch aus, dass man den Kopf zurückwirft. In anderen Ländern bedeutet die gleiche Geste ein „Ja“.

Übrigens, wenn ein Japaner eine scheibenwischerartige Bewegung mit der Hand vor seinem Gesicht durchführt, will er Sie nicht beleidigen. In Japan bedeutet dies Geste schlicht und einfach „Nein!“

Nach oben gereckter Daumen

Diese Geste bedeutet im deutschsprachigen Raum lobende Zustimmung, etwa „Gut gemacht!“ oder „Prima!“

In Australien und in Teilen Afrikas hingegen ist diese Geste eine schwere Beleidigung.

Das Victoryzeichen

Die beiden zum V geformten Finger stehen bei uns für „Sieg (Victory)“ und gelten auch als Friedensangebot oder generell als Symbol für „Frieden (Peace)“.

In Großbritannien oder Australien kann das Victory- oder Peace-Zeichen leicht als sehr unhöfliche Aufforderung zu verschwinden aufgefasst werden.

Tipp:

Gesten-App

Für alle, die viel unterwegs sind, gibt es bereits eine App für das Smartphone, mit deren Hilfe man weltweit nachschlagen kann, welche Bedeutung eine bestimmte Geste hat. Der Name der App ist sinnigerweise „Don’t get me wrong.“ oder zu deutsch: „Versteh‘ mich nicht falsch.“

Mimik

Der Gesichtsausdruck ist ein wichtiger Bestandteil jeder Kommunikation. Je nachdem unterstützt oder verhindert er, dass unsere Aussagen auch bei unseren Gesprächspartnern ankommen.

Unser Gesichtsausdruck enthüllt noch stärker als der restliche Körper das, was wir wirklich denken, oder wie wir uns gerade fühlen.
Mit Hilfe vieler kleiner Muskelgruppen im Gesicht und um die Augen herum können wir mit unserer Mimik viele Gesichtsausdrücke in unzähligen, oft winzigen, Abstufungen erzeugen.

Einige davon erfolgen völlig unwillkürlich, so dass es fast unmöglich ist, sie willentlich zu steuern. Deshalb ist auch äußerst schwierig, die eigenen, wahren Gefühle zu verstecken.

Ein geübter Beobachter kann aus der Mimik und den Augenbewegungen eines Menschen zum Beispiel leicht herauslesen, ob dieser die Wahrheit sagt, oder ob er lügt.
Bei der amerikanischen Polizeibehörde FBI sind schon seit langem solche Spezialisten im Einsatz, die oft erfolgreicher sind als zum Beispiel ein klassischer „Lügendetektor“.

Mit der richtigen Mimik zu mehr Selbstvertrauen und guter Stimmung

Die meisten Leute denken, dass ein Lächeln ein Ausdruck von Freude und angenehmen Gefühlen ist. Doch nur wenige wissen, dass es auch andersherum funktioniert.

In mehreren Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass es möglich ist, durch den richtigen Gesichtsausdruck die eigene Stimmung zu verbessern. In einer der bekannteren Studien erhielten die Probanden die Aufgabe, einen Bleistift waagerecht mit den Lippen zu halten.

Eine Kontrollgruppe bekam die Aufgabe, den Stift mit gespitzten Lippen zu halten, so dass sie ein lautloses „O“ formten.

Nach einem kurzen Training konnten die Versuchsleiter feststellen, dass sich die Stimmung der Teilnehmer, die mit dem Stift „gelächelt“ hatten, messbar verbessert hatte. Die Stimmung der anderen Teilnehmer hatte sich hingegen gar nicht verbessert, sondern zum Teil sogar verschlechtert.

Sie sehen also, Lächeln nützt uns auch dann, wenn uns eigentlich gar nicht zum Lachen zu Mute ist.

Sie können durch bewusstes Lächeln also selbst Ihre Stimmung verbessern!

Sie benötigen dazu weder Geld, noch Schokolade, weder Medikamente, noch Drogen oder andere Glücklichmacher.

Nutzen Sie diese Fähigkeit, wann immer sich eine Gelegenheit bietet, insbesondere aber dann, wenn Ihre Stimmung gedrückt ist.

Zitat

„Das Leben meistert man entweder lächelnd, oder überhaupt nicht.“

(Chinesisches Sprichwort)

Natürlich hat Lächeln auch noch viele weitere Vorteile.

Menschen, die wir anlächeln halten uns  automatisch für sympathisch und freundlich. Das geschieht fast zwangsläufig und niemand kann sich dagegen wehren. Natürlich fällt es uns dadurch auch viel leichter, selbstbewusst aufzutreten.

Frage: Hilft nur „echtes“ Lächeln?

Manchmal kann man lesen, dass die Stimmungsverbesserung durch Lächeln nur dann funktioniert, wenn es sich um ein „echtes“ Lächeln handelt, weil nur dadurch bestimmte Muskeln um die Augen herum aktiviert würden.

Tatsache ist, dass jede Form von Lächeln wirkt. Umso mehr Sie sich dabei in ein „echtes“ Lächeln hineindenken können, umso besser.

Wenn Ihnen das nicht (immer) gelingt, lächeln Sie trotzdem. Sie merken sofort, dass sich Ihre Stimmung und Ihr Selbstbild dadurch verbessern.

trenner.jpg

Augenkontakt herstellen

Der erste Kontakt zu einem Menschen findet immer über die Augen statt. Gleichzeitig strahlt ein ruhiger Blickkontakt Souveränität und Selbstbewusstsein aus.
Deshalb sollten wir diesem Teil der Körpersprache besondere Aufmerksamkeit schenken.

Dem Blickkontakt auszuweichen, erzeugt einen Eindruck von Unsicherheit und mangelnder Glaubwürdigkeit. Aus diesem Grunde sollten Sie üben, dem Blickkontakt mit anderen Menschen standzuhalten. Sie werden sehen, mit ein wenig Übung ist das gar nicht so schwierig.

Es ist wichtig, während wir selbst sprechen, immer wieder den Augenkontakt zu unserem Gegenüber zu suchen. Nur so können wir feststellen, ob er uns noch folgen kann und ob er aufmerksam zuhört.

Um dem anderen zu zeigen, dass wir an dem, was er sagt, interessiert sind, ist es ebenfalls wichtig, immer wieder den Augenkontakt zu suchen, während er spricht.

Tipp:

Nicht anstarren

Den meisten Menschen ist es unangenehm, wenn sie von anderen, für längere Zeit angeschaut oder „angestarrt“ werden.

Sie sollten es also mit dem Augenkontakt nicht übertreiben. Spätestens, wenn Sie feststellen, dass der andere den Blick abwendet oder Ihren Blicken ausweicht, sollten Sie ihn nicht noch intensiver anschauen.

Trick:

Spiegel

Ein großer Spiegel, in dem Sie sich von Kopf bis Fuß betrachten können, kann Ihnen bei der Verbesserung von Körperhaltung und Mimik helfen.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn es am Anfang etwas merkwürdig erscheint, sich im Spiegel zu betrachten. (Gerade wenig selbstbewusste Menschen haben darin oft wenig Übung.)

Vorher / Nachher - Übungen:

Nehmen Sie Ihre ganz normale Körperhaltung ein, wie Sie es vor dem Lesen dieses Artikels auch getan hätten.

Betrachten Sie nun Ihr Bild im Spiegel. Was fällt Ihnen auf? Wie würden Sie Ihre Ausstrahlung bezeichnen?

Bewerten Sie Ihre Ausstrahlung auf einer Skala von 1 (gar nicht selbstbewusst) bis 10 (sehr selbstbewusst).

Nehmen Sie nun die bisher beschriebenen „Korrekturen“ an Ihrer Körperhaltung vor. Stehen Sie aufrecht, schauen Sie nach vorn und so weiter. Schauen Sie jetzt in den Spiegel.

Wenn Sie alles richtig machen, sollten Sie nun einen völlig anderen Menschen vor sich sehen. Bewerten Sie Ihr Spiegelbild jetzt noch einmal auf der Selbstbewusstseinsskala von 1 – 10. Welchen Wert erreichen Sie jetzt?

Was glauben Sie, wie Sie mit dieser Körperhaltung nun auf andere wirken?

Versuchen Sie sich im Alltag immer wieder an das Gelernte zu erinnern. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie kleine farbige Aufkleber an verschiedenen Stellen Ihrer Wohnung anbringen. Zum Beispiel je einen am Badezimmerspiegel, am Kühlschrank und einen an der Wohnungstür, damit Sie sich erinnern, wenn Sie die das Haus verlassen.

Versuchen Sie aus Ihrer neuen Körperhaltung eine Gewohnheit zu machen. Das ist am Anfang schwierig, aber umso einfacher, wenn Sie es einmal geschafft haben und ganz automatisch eine selbstbewusste Körperhaltung einnehmen.

trenner.jpg

11 Körpersprache -Tricks, die sofort funktionieren

1. Aufrecht sitzen und stehen

Beim Stehen und auch im Sitzen soll der Rücken gerade und aufrecht sein. Halten Sie den Kopf immer aufrecht. (Denken Sie an das Band, an dem Ihr Kopf aufgehängt ist!)

Sie machen auf diese Weise einen selbstbewussten, wachen und konzentrierten Eindruck.

2. Schultern entspannen

Entspannen Sie Ihre Schultern und bewegen Sie sie leicht nach hinten und nach unten.

Sie wirken dann entspannt und selbstbewusst.

3. Arme und Beine nicht kreuzen

Beides wirkt auf unsere Gesprächspartner ablehnend und verschlossen. Halten Sie Arme und Beine in einer offenen Position, um Selbstvertrauen und Offenheit auszudrücken.

4. Blickkontakt herstellen

Schauen Sie Ihren Gesprächspartnern immer wieder (kurz) in die Augen. Sie vermitteln so, dass Sie mit Interesse und Selbstbewusstsein bei der Sache sind.

Vermeiden Sie es, den anderen anzustarren oder mit Blicken zu fixieren, das macht Ihre Gesprächspartner nervös. Ein Blickkontakt sollte deshalb nicht länger als 4 Sekunden dauern. Dauert er länger, kann er bedrohlich wirken.

Wenn Sie selbst reden, versichern Sie sich zwischendurch immer wieder per Blickkontakt, ob Ihr Gesprächspartner Ihnen noch folgt.

5. Einen passenden Händedruck wählen

Reichen Sie Ihrem Gegenüber zur Begrüßung die Hand. Erwidern Sie seinen Händedruck mit einem festen aber nicht zu starken Gegendruck. Vermeiden Sie einen zu laschen Händedruck. Vorsicht bei zierlichen Frauen: Passen Sie Ihren Händedruck an und zerquetschen Sie niemanden die Hand!

Ein fester Händedruck lässt Sie besonders selbstsicher erscheinen.

6. Nicken und Kopf schütteln

Nicken Sie Ihrem Gesprächspartner zu, wenn Sie einer seiner Aussagen zustimmen wollen. Vermeiden Sie es, Aussagen, bei denen Sie anderer Meinung sind, durch ein Kopfschütteln zu kommentieren.

7. Lächeln

Lächeln Sie, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Lächeln lässt Sie entspannt und sympathisch erscheinen.
Wenn Sie lächeln, machen Sie einen freundlichen und selbstbewussten Eindruck.

8. Spiegeln

Vielleicht haben Sie schon einmal gelesen, dass Menschen es als besonders sympathisch empfinden, wenn ein Gesprächspartner die eigene Körperhaltung nachahmt oder spiegelt.

Das ist grundsätzlich auch richtig. Man muss bei dieser Technik allerdings sehr darauf achten, dass man es nicht übertreibt. In keinem Fall darf der Gesprächspartner bemerken, dass man diese Technik anwendet. Optimalerweise ergibt sich das Spiegeln sogar von selbst. Es ist nämlich eine dem Menschen angeborene Fähigkeit, mit der meist unbewusst Zu- oder Abneigung gegenüber anderen Menschen ausgedrückt werden kann.

9. Nicht das eigene Gesicht berühren

Vermeiden Sie jede Berührung Ihre eigenen Gesichts. Kratzen Sie nicht an Ihrer Nase, zupfen Sie nicht an den Ohrläppchen und auch nicht an den Haaren.

Alle diese Gesten lassen Sie nervös und abgelenkt erscheinen.

10. Sich dem anderen zuwenden

Zeigen Sie Ihren Gesprächspartnern, dass Sie aufmerksam bei der Sache sind. Wenden Sie sich dem jeweiligen Sprecher zu. Eine ganz oder halb abgewendete Körperhaltung signalisiert Verschlossenheit, Desinteresse oder Angst.

11. Die Hand nicht vor den Mund halten.

Wird der Mund beim Sprechen verdeckt, wirkt das so, als würde der Sprecher nicht die Wahrheit sagen.

Vorsicht: Voreingenommenheit

Es gibt ein Phänomen bei der Betrachtung der Körpersprache unseres Gegenübers, dessen man sich bewusst sein sollte.

Genau wie fast überall beim Thema Wahrnehmung tendieren wir dazu, auch die Körpersprache der anderen selektiv wahrzunehmen.

Das heißt, wir sehen zwar, was passiert, registrieren aber nur den Teil der Körpersprache, der mit unserer bereits vorher gefassten Einstellung übereinstimmt.

Treffen wir zum Beispiel auf eine Person, die uns aus irgendwelchen Gründen nicht sympathisch ist, neigen wir dazu bei ihr nur die Körpersignale zu bemerken, die eine negative Haltung ausdrücken.

Das Gleiche kann passieren, wenn eine Person eine Meinung vertritt, die von unserer eigenen abweicht. Auch dann nehmen wir oft nur den Teil der Körpersprache wahr, der zu unserer Abneigung gegen die Thesen des anderen passt.

Das alles ist völlig normal, nur allzu menschlich und kein Grund, an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Allerdings ist es gut, wenn man es weiß und korrigierend eingreifen kann.

Tipp:

Auch die eigene Stimmung beeinflusst unsere Wahrnehmung

Das gleiche Phänomen der selektiven Wahrnehmung tritt auch im Zusammenhang mit unserer eigenen aktuellen Stimmung auf. Ist unsere Stimmung gedrückt oder auch wütend, neigen wir dazu, die Körpersignale unserer Gesprächspartner viel negativer einzuschätzen als es der Fall wäre, wenn wir gut gelaunt sind.
Daran kann man nicht viel ändern. Es hilft aber bereits, es zu wissen, um die eigene Wahrnehmung relativieren zu können. Wenn man das weiß, kann man zum Beispiel auch vermeiden, schwierige Gespräche gerade dann zu führen, wenn man ohnehin schon schlechte Laune hat.

Wie uns Clint Eastwood dabei hilft, selbstbewusster zu wirken

Wie bereits erwähnt, spricht übrigens nichts dagegen, sich daran zu orientieren, welche Körpersprache andere, selbstbewusste Menschen einsetzen. Wählen Sie Personen aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis aus, deren Verhalten Ihnen selbstbewusst und nachahmenswert erscheint.

Auch von Schauspielern kann man viel lernen. Bei ihnen ist die Körpersprache oft so gut herausgearbeitet, dass man hervorragend erkennen kann, welche Mittel sie einsetzen, um zum Beispiel eine besonders selbstbewusste Rolle zu spielen.

trenner.jpg

Selbstbewusstsein kann man lernen
titlepage.xhtml
part0000_split_000.html
part0000_split_001.html
part0000_split_002.html
part0000_split_003.html
part0000_split_004.html
part0000_split_005.html
part0000_split_006.html
part0000_split_007.html
part0000_split_008.html
part0000_split_009.html
part0000_split_010.html
part0000_split_011.html
part0000_split_012.html
part0000_split_013.html
part0000_split_014.html
part0000_split_015.html
part0000_split_016.html
part0000_split_017.html
part0000_split_018.html
part0000_split_019.html
part0000_split_020.html
part0000_split_021.html
part0000_split_022.html
part0000_split_023.html
part0000_split_024.html
part0000_split_025.html
part0000_split_026.html
part0000_split_027.html
part0000_split_028.html
part0000_split_029.html
part0000_split_030.html
part0000_split_031.html
part0000_split_032.html
part0000_split_033.html
part0000_split_034.html
part0000_split_035.html
part0000_split_036.html
part0000_split_037.html
part0000_split_038.html
part0000_split_039.html
part0000_split_040.html
part0000_split_041.html
part0000_split_042.html
part0000_split_043.html
part0000_split_044.html
part0000_split_045.html
part0000_split_046.html
part0000_split_047.html
part0000_split_048.html
part0000_split_049.html
part0000_split_050.html
part0000_split_051.html
part0000_split_052.html
part0000_split_053.html
part0000_split_054.html
part0000_split_055.html
part0000_split_056.html
part0000_split_057.html
part0000_split_058.html
part0000_split_059.html
part0000_split_060.html
part0000_split_061.html
part0000_split_062.html
part0000_split_063.html
part0000_split_064.html
part0000_split_065.html