Vermeiden Sie die Facebook-Falle

Ein probates Mittel, um sich selbst schlechter zu fühlen, ist es, sich in sozialen Netzwerken, wie Facebook aufzuhalten. Hier hat scheinbar jeder andere viel mehr Freunde als man selbst. Alle fühlen sich super und posten die aufregendsten und tollsten Dinge, die sie mit ihren - natürlich gut aussehenden - Partnern und ihren perfekten Kindern unternehmen.

Gleich, ob bei Facebook, MySpace oder Google +, scheinbar bekommen alle anderen Teilnehmer ständig Liebeserklärungen in Form von Herzchen, Gedichten und Songtexten. Alle sind erfolgreich und veröffentlichen natürlich ihre Erfolge in epischer Breite in einem Netzwerk, das nichts Besseres zu tun hat, als die frohen Botschaften sofort an alle, irgendwie verbundenen Personen weiter zu leiten.

Wie machen die das bloß alle? Woher nehmen die eigentlich die Zeit, um jedes kleinste Vorkommnis umgehend durch einen Tweet zu verbreiten? Sind wir selbst, denn die Einzigen, die noch arbeiten müssen, um die nächste Miete zu bezahlen?

Gerade wenn wir uns selbst unsicher und vielleicht ungeliebt fühlen, können einem diese Dinge leicht das Gefühl vermitteln, dass es allen anderen viel besser geht, als uns selbst.
Und das führt natürlich dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen!

Viele Meldungen auf Facebook & Co. geben uns darüber hinaus auch noch das Gefühl, niemals mit den anderen Teilnehmern mithalten zu können. Das gilt sowohl für den Job, das Einkommen, die intelligenten und hübschen Kinder, die tollen Urlaube und noch vieles mehr, was bei den anderen völlig normal zu sein scheint.

Es gibt drei wichtige Gründe, warum Sie sich dadurch nicht beeinflussen lassen sollten:

1. Soziale Netzwerke spiegeln nicht die Realität wider.

Ohne so weit gehen zu wollen, zu behaupten, dass manche Teilnehmer in sozialen Netzwerken schlicht lügen (obwohl das viele tatsächlich tun!), zeigen die Menschen in der Regel nur einen kleinen Teil ihrer Wirklichkeit.

Auf Facebook zeigen sich die Menschen so, wie sie gerne sein möchten, aber nicht, wie sie tatsächlich sind. Negative Dinge werden hier einfach ausgeblendet.
Es ist eben viel angenehmer zu berichten, dass man einen tollen Blumenstrauß bekommen hat, als darüber, dass dieser eine Wiedergutmachung für ein krasses Fehlverhalten des eigenen Partners war.

2. Kein Mensch hat 200 Freunde!

Was die scheinbar riesige Anzahl von Freunden betrifft, die einige Teilnehmer im Laufe ihrer Mitgliedschaft sammeln, können Sie beruhigt davon ausgehen, dass mindestens 90% davon, erst durch einen Mausklick zu „Freunden“ geworden sind.

Es ist ja in vielen Netzwerken geradezu eine Frage der Ehre, möglichst viele Namen in der Freundesliste zu haben. Wirkliche Freunde dürften davon allerdings nur die wenigsten sein.
Überlegen Sie, wie oft Sie selbst schon Freundesanfragen von Menschen bekommen haben, die Sie kaum oder sogar gar nicht kannten.

3. Sich mit anderen zu vergleichen macht unglücklich.

Das gilt bei Facebook genauso, wie im übrigen Leben. Sich mit anderen zu vergleichen, führt unweigerlich zu Unzufriedenheit und Selbstzweifeln.
Man kann das gar nicht oft genug wiederholen. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Auch wenn es Ihnen noch so gut geht. Danach werden Sie sich garantiert schlechter fühlen!

Sie sehen, die schöne heile Welt, die viele Teilnehmer in sozialen Netzwerken inszenieren, entspricht nur in den wenigsten Fällen der Realität.
Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie bei Facebook & Co. unterwegs sind. Nützlicher und für das Selbstbewusstsein viel besser, sind „echte“ Freunde, mit denen Sie abends ausgehen können.
Wenn Sie danach nach Hause zurückkommen, können Sie ja auf Ihrer Facebook-Seite posten, wie schön der Abend war :-)

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Selbstbewusstsein kann man lernen
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