21. KAPITEL
Gideon saß auf einer Bank in seinem halb fertigen Haus und rundete die Ecken eines Brettes ab, das er als Regalbrett in der kleinen Küche verwenden wollte, die er für Sara baute.
Sie war als Überraschung gedacht, doch langsam bekam er Zweifel. Drei Wochen waren schon vergangen, und er war von seinem Ziel, Sara für sich zu gewinnen, noch weit entfernt. Sie war ihm gegenüber weicher geworden, und manchmal verhielt sie sich fast wie eine Ehefrau. Als er vor zwei Abenden zum Haus zurückgekehrt war, stellte er fest, dass alle seine Sachen gewaschen und geflickt waren. Er wusste, dass Sara es getan hatte, weil Barnaby sie am Morgen sein Haus hatte betreten sehen.
Wenn er sich in der Hitze abschuftete, brachte sie ihm einen Eimer kaltes Wasser, wenn sie glaubte, dass er es nicht bemerkte. Und von Silas wusste er, dass sie Louisa immer bat, Gideons Lieblingsgerichte zuzubereiten. Er hatte nie die Aufmerksamkeiten kennen gelernt, die die meisten Jungen von ihren Müttern und danach von ihren Ehefrauen bekommen hatten. Diese neue Erfahrung, dass jemand sich um sein Wohlergehen kümmerte, gefiel ihm sehr.
Das Problem war, dass sie nicht über seinen Wunsch, sie zu heiraten, sprechen wollte, auch wenn er dieses Thema ganz bewusst anschnitt. Offenbar hatte seine ungeschickte Werbung sie nicht sonderlich beeindruckt. Aber woher sollte er wissen, wie man einer Frau den Hof machte? Er hatte nie eine Liebste gehabt, sondern sich nur gelegentlich Huren ins Bett geholt. Danach hatte er sich immer unerfüllt und enttäuscht gefühlt.
Trotzdem hatte er die Hoffnung für sich und Sara noch nicht aufgegeben. Als sie ihn heute beim Baden überraschte, dachte er, dass sie endlich ihre mädchenhaften Skrupel überwunden
hätte. Doch dann floh sie vor ihm und wich ihm den ganzen Tag über aus.
Seine rechte Hand rutschte plötzlich ab, und er schürfte sich die Knöchel der linken Hand an dem Schleifstein auf. Leise fluchend warf er das Brett und den Stein beiseite. Verflucht sei diese Frau und ihr Zögern. Kalte Bäder waren ihm nun schon zur Gewohnheit geworden. Er ging erregt zu Bett und wachte genauso erregt wieder auf.
Dass es mit Sara so schwer sein würde, hatte er nicht gedacht. Er hatte schon Monate ohne eine Frau auf See verbracht, und dabei hatte er sich nie so elend gefühlt wie in den vergangenen drei Wochen. Doch es war etwas ganz anderes, seine einsamen Tage auf dem Meer zu verbringen, als sich ständig in Gesellschaft der einzigen Frau aufzuhalten, die er haben wollte und nicht berühren durfte. Er musste an sich halten, sie nicht zu packen und zu küssen, wenn er sie abends an ihrer Kabinentür verließ.
Aber sie zu verführen kam nicht infrage. Er musste an seinem Plan festhalten und hoffen, dass sie vor Ende des Monats einlenken würde.
Er stand auf, reckte sich und drehte sich um, um das Brett wieder aufzuheben. Da sah er sie im Hauseingang stehen - mit erschrockenem Blick und einem leeren Eimer in der Hand. „Was machst du denn hier?“ sprudelte sie hervor.
Ihre Verwirrung ließ ihn lächeln. „Hast du vergessen, dass dies mein Haus ist?“
„Ja, aber Silas sagte . . .“ Sie sprach nicht weiter, blickte auf den Eimer herab und murmelte: „Verflucht sei dieser Einmischer!“
„Welcher Einmischer?“
„Silas, dieser elende Lügner. Er sagte mir, du würdest diesen Eimer benötigen. Er bat mich, ihn hierher zu bringen und sagte, du seist mit Barnaby zum Fischen gegangen. Er hat wohl nur deshalb gelogen, um uns zusammenzubringen.“
Ich danke dir, Silas, dachte Gideon. Er ging ihr einen Schritt entgegen, freute sich, dass sie nicht wie heute Morgen wieder davonlief, und überlegte, was er sagen könnte, um sie zum Dableiben zu bewegen. „Warum sollte Silas uns zusammenbringen wollen? So etwas hat er ja noch nie getan.“ Ihre Reaktion überraschte ihn. Sie errötete tief. „Weil er und ich . . . uns über dich unterhalten haben.“ Sie hob den Kopf und sah ihm in die Augen. „Wir sprachen von deiner Mutter.“ Gideon erstarrte. Die Freude über ihre Anwesenheit verschwand sofort. Silas hatte ihr von seiner Mutter erzählt? Dieser verdammte alte Narr. Wenn er ihn zu fassen bekäme, würde er ihm jedes einzelne Barthaar ausreißen. Wie konnte er so etwas wagen?
Verstimmt drehte Gideon sich um, nahm den Schleifstein und den Krug mit Sand und ging in den anderen Raum hinüber, sein Schlafzimmer. Sie hatte ihn noch nie betreten, und er hoffte, dass sie es auch jetzt nicht wagen würde. Das Letzte, über das er mit Sara sprechen wollte, war seine treulose Mutter.
Doch Sara folgte ihm ganz bedenkenlos. „Er hat mich doch nicht angelogen, oder? Ist deine Mutter wirklich eine englische Adlige? Die Tochter eines Duke?“
„Ja.“ Gideon ging zum Fenster und blickte starr hinaus. „Hat Sie dich und deinen Vater wirklich verlassen?“ Gideon stöhnte auf. Verflucht noch mal. Er umfasste den Schleifstein so fest, dass die Knöchel seiner Hand weiß hervortraten. Er fühlte Saras Mitleid. Deshalb hatte er ihr ja auch nichts erzählt. Er wollte nicht, dass sie ihn bedauerte, wenn er sich ganz andere Gefühle von ihr wünschte.
„Hat sie?“ wiederholte Sara.
Der Stein donnerte zu Boden, als Gideon sich ihr zuwandte. „Ja.“
Wie erwartet, sah sie erschrocken aus. Aber auch Mitleid spiegelte sich in ihren Augen, vor dem er zurückzuckte.
„Hast du sie jemals gesucht?“ fragte Sara. „Vielleicht hat sie es später bereut. Womöglich . . .“
„Glaub mir, sie hat es nicht bereut.“
„Woher weißt du das?“
„Ich weiß es einfach.“
„Ach, nur weil sie dich einmal verlassen hast, hast du sie aus deinem Leben verbannt und niemals . . . “
„Sie hat einen Brief geschickt.“ Der Schmerz überfiel ihn und drohte, ihn zu überwältigen. Eigentlich sollte er das Ganze doch mittlerweile überwunden haben. Warum tat es denn dann noch immer so weh? Er sprach weiter, weil er wusste, dass Sara erst Ruhe geben würde, wenn sie alles wusste.
„Als ich zehn war, erkundigte ich mich beim britischen Konsulat nach ihr. Ich wusste nur ihren Vornamen, daher dachten sie, dass ich log . . . oder dass mein Vater mich belogen hatte, als er mir von ihr erzählt hatte. Sie haben mir unmissverständlich mitgeteilt, dass eine englische Lady niemals mit ihrem Lehrer durchbrennen würde.“
Er war für diesen Besuch beim Konsulat von seinem Vater noch härter als sonst geschlagen worden. Der Konsul hatte Elias Horn wohl von Gideons heimlichem Besuch berichtet, weil er annahm, dass Elias ihn aus schändlichen Gründen dazu angestiftet hatte. Er hatte den Mann drohend aufgefordert, seinen missratenen Sohn vom Konsulat fern zu halten.
„Einige Monate später bekam das Konsulat einen Brief für meinen Vater“, fuhr Gideon eisig fort. „Ich vermute, dass der Konsul sich tatsächlich die Mühe gemacht hat, sie aufzuspüren. Er war von meiner Mutter. Sie schrieb, dass sie . . . nichts mit mir zu tun haben wolle.“ Gideon konnte die Worte kaum aussprechen. „Ein paar Jahre danach erfuhr mein Vater .. . dass sie tot sei und die Familie keine weiteren Kontakte mit uns beiden wünsche. Danach trank sich mein Vater zu Tode. “
Zu diesem Zeitpunkt hatte Gideon schon seine kindlichen Hoffnungen begraben, seine Mutter zu finden und sie dazu zu bringen, ihn wieder zu sich zu nehmen. Er hatte die Schläge seines betrunkenen Vaters schweigend erduldet, weil er wusste, dass Elias ihn nur so hart bestrafte, weil er ihr Sohn war, was er ihm oft genug vorgehalten hatte. Damals schwor Gideon, sich eines Tages an allen Engländern zu rächen für ihr dünkelhaftes Verhalten und ihre fehlende Moral und auch dafür, dass sie tun konnten, was sie wollten.
Und er hatte seinen Schwur gehalten. Bis Sara auftauchte. Sara hatte alles verändert.
„Aber hat sie dir denn nichts hinterlassen?“ beharrte Sara. „Ein Testament? Irgendein Zeichen, dass sie ihre Handlungen bedauerte?“
Es irritierte ihn, dass sie nicht glauben wollte, dass eine Engländerin zu einem so abscheulichen Verhalten fähig war. Wütend nahm er seinen Gürtel ab und warf ihn ihr vor die Füße. „Die Gürtelschnalle ist das Einzige, was sie mir hinterlassen hat, aber ich bin sicher, dass sie das nicht beabsichtigt hatte.
Ehe ich das Schmuckstück zu einer Schnalle umarbeiten ließ war es ihre Brosche.“
Sara hob den Gürtel auf. Langsam drehte sie die Schnalle hin und her. Er beobachtete, wie sie über den Ring aus Diamanten fuhr und über das massive Mittelteil aus Onyx, in das ein Pferdekopf eingraviert worden war.
„Du hast sicherlich schon viele teure Broschen gesehen“ sagte er noch immer voller Bitterkeit. „Bestimmt besitzt du selber einige.“
„Ja. Allerdings habe ich sie mir nicht gewünscht. Ich bekam sie einfach . . . weil ich die Stieftochter eines Earl war. Traurig sah sie ihn an. „Warum hast du sie behalten, wenn du deine Mutter so sehr gehasst hast?“
Er versuchte vergeblich, das mit einem Schulterzucken ab- | zutun, doch mit ihrer Frage riss sie eine alte Wunde auf, und da war es schwierig, unbekümmert zu bleiben. „Als ich fünf war, fragte ich ständig, warum ich keine Mutter hätte. Da zeigte mein Vater mir die Brosche und erzählte mir die ganze Geschichte. Einige Tage später habe ich sie gestohlen und behalten. Weißt du, ich wollte niemals glauben, dass . . .“
Gideon sprach den Satz nicht zu Ende. Er hatte nie glauben wollen, dass seine Mutter ihn absichtlich verlassen hatte. Das wäre für das fünfjährige Kind, das er damals war, viel zu schmerzlich gewesen. „Nachdem ich Jahre später die ganze Wahrheit erfahren habe, behielt ich die Brosche als Erinnerung an das, was sie getan hatte, und was für eine Frau sie gewesen war.“
„Ich verstehe nicht, wie eine Mutter es fertig bringt, ihren Sohn zu verlassen?“ Saras Stimme klang so traurig, dass er es kaum ertragen konnte.
Deshalb sprach er schroffer weiter, als er wollte. „Ich vermute, dass sie all die Dienstboten vermisst hat, die sie auf einen Wink hin versorgten. Sie vermisste die teuren Kleider und den Champagner und gut gefederte Kutschen. Sie vermisste die Juwelen, mit denen sie sich für die Abendgesellschaften behängte . . .“
Gideon drehte sich um und schaute über die Insel hinweg. Seine Insel. Er atmete mehrmals tief durch und ließ sich von der milden Luft von Atlantis beruhigen. Nur Atlantis konnte ihn von dem Schmerz über den Verrat seiner Mutter befreien,
Als Gideon weiterredete, war er froh, dass er ruhiger klang. „Mein Vater hatte ihr nicht viel zu bieten. Er konnte für ein anständiges Leben sorgen, doch das reichte nicht an das heran, was sie gewohnt war. Als sie ihn kennen lernte, trank er noch nicht. Das hat er mir jedenfalls gesagt. Er begann erst zur Flasche zu greifen, nachdem sie ihn verlassen hatte.“ Wütend fuhr Gideon fort: „Vermutlich verstand er nicht, warum ein Ehemann und ein Sohn nicht mit einem großen Haus, in dem fünfzig Dienstboten herumliefen, und Diamantbroschen von der Größe ihrer entzückenden, hochwohlgeborenen Faust konkurrieren konnten.“
Sara schwieg lange. Erst nach einer Weile erklärte sie leise: „Ich bin nicht wie sie, Gideon. Ich weiß, dass du das annimmst, aber . . .“
„Hör auf, Vermutungen über mich anzustellen, Sara!“ Wütend drehte er sich zu ihr um. „Mir ist völlig klar, dass du nicht wie sie bist, verflixt noch mal! Glaub mir, meine Mutter wäre nie mit verurteilten Frauen gereist. Sie hätte sich auch nicht mit einem Piraten über Aristophanes unterhalten. Sie wäre beim Anblick der Schlange in Ohnmacht gefallen, und sie hätte ganz bestimmt auch nicht beim Feuerlöschen geholfen!“
Er atmete schnell und blickte Sara in die Augen. „Aber all die englischen Adligen, die ich kennen gelernt habe, hätten das auch nicht getan. Die meisten Frauen und Töchter von Earls, die auf den von mir angegriffenen Schiffen fuhren, hatten wenig Rückgrat und noch weniger Intelligenz.“
„Kannst du ihnen das übel nehmen? Sie haben sich wahrscheinlich alle schrecklich gefürchtet.“
Sie sagte das verteidigend, was ihm ein Lächeln entlockte. Es war typisch für Sara, sich für Frauen einzusetzen, die sie nicht einmal kannte. „Vielleicht. Aber du nicht. Du hast mir mit der Faust gedroht und mir die Meinung gesagt. Finde dich damit ab, Sara, dass du keine normale englische Adlige bist.“
„Aber wenn du mich. . . nicht für das hasst, was ich bin, warum hast du dann nicht . , . ich meine . . .“ Sie sprach nicht weiter, weil sie spürte, wie ihre Wangen schon wieder brannten.
Aufmerksam sah er sie an. Sicherlich wollte sie nicht das sagen, was er dachte. „Warum habe ich nicht was, Sara?“ fragte er vorsichtig.
„Nichts.“
Enttäuschung stieg in ihm hoch. „Weshalb kannst du es nicht zugeben? Warum tust du so, als wolltest du mich nicht, und machst es uns beiden so schwer?“
„Weil es sich nicht gehört, dass ich dich will!“ Verzweifelt sah sie ihn an. „Ich darf dich nicht begehren! Es ist nicht recht!“
„Warum? Weil du die Tochter eines Earl bist und ich nur ein Pirat?“ Er drehte sich um und umklammerte das Fensterbrett mit beiden Händen. „Vielleicht habe ich mich doch in dir geirrt. Bei den Frauen kannst du vergessen, dass sie das Gesetz gebrochen haben und unter deinem Stand sind. Doch bei mir . . .“
„Das habe ich gar nicht gemeint! Es ist nur so, dass . . .“
Ihr Zögern schmerzte ihn nur noch mehr. Er fühlte, dass sie sich ihm näherte. Behutsam legte sie ihm die Hand auf den Arm, und Gideon zuckte vor ihr zurück. „Nein“, flüsterte er rau. „Wenn du nicht in mein Bett kommst, dann fass mich auch nicht an.“
„Aber Gideon. . ."
Er ergriff ihre Hand, drehte sie ihr auf den Rücken und zog Sara an sich. „Erinnerst du dich, was du heute Morgen am Fluss gesehen hast, Sara? Das macht ein Mann nur, wenn er ein unstillbares Verlangen nach einer Frau hat, die ihn nicht will.“
„Ich will dich doch“, flüsterte sie, während ihre Wangen sich dunkelrot färbten. „Wirklich. Ich begehre dich so sehr, dass ich es kaum ertragen kann.“
„Aber es wäre dir lieber, wenn es nicht so wäre“, entgegnete
er.
„Ja, das bestreite ich nicht. Ich verachte, was du in deinem Leben getan hast - die Schiffe, die du dir gewaltsam angeeignet hast und auch, dass du uns alle entführt hast. Ich bin in dem Glauben aufgewachsen, dass solche Sachen unrecht sind. “
Schweigend sah er sie an. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich schuldig für seine Missetaten. Er hatte nach seinen Prinzipien gehandelt, und seine Regierung hatte die ;
meisten seiner Taten gebilligt. Doch das machte sie in ihren Augen nicht besser. Und plötzlich wünschte er sich, er könnte
- nur um ihretwillen - diese Jahre auslöschen.
„Doch auch wenn ich mir sage, dass es falsch ist, dich zu begehren“, fuhr sie sanft fort, „kann ich dennoch nichts dagegen tun. Es ist so natürlich für mich wie . . . wie . . .“ Ein schwaches Lächeln umspielte ihre Lippen. „. . . Menschen über ihre Sünden zu belehren. Gideon, ich möchte dich mehr als alles andere. Und ich bin bereit, den Rest zu vergeben.“
Obwohl ihre Worte ihn erfreuten, konnte er ihr dennoch nicht restlos glauben. „Das sagst du nur, weil du mich für das bedauerst, was meine Mutter mir angetan hat. Du hast mir deutlich genug gesagt, dass du keinen Gesetzlosen in deinem Bett haben möchtest, einen Mann, der Frauen entführen musste, um Ehefrauen für seine Besatzung zu finden, einen Mann, dem es Spaß macht, Juwelen zu stehlen von . . .“
Sie beendete seine bitteren Worte mit einem Kuss und drängte ihren geschmeidigen Körper an seinen, während sie sich an seinen Schultern festhielt. Er rührte sich nicht, doch das Blut pochte ihm in den Schläfen.
„Sara“, warnte er, als sie sich von ihm zurückzog. „Mach das nicht. Du weißt nicht, was du willst.“
„Das weiß ich genau.“ Sie ließ die Finger über die nackte Haut seiner Schultern gleiten, und ihre Augen waren in dem schwächer werdenden Nachmittagslicht von einem leuchtenden dunklen Braun. „Ich möchte, dass du mich liebst. Du hast gesagt, dass ich das nächste Mal darum bitten müsse. Nun bitte ich also darum.“ Ihre Stimme zitterte. „Liebe mich, Gideon. Bitte.“
Das so süß ausgesprochene „bitte“ brachte ihn fast um den Verstand. Sein Herz raste, doch er rührte sich noch immer nicht. „Das reicht mir nicht mehr. Ich möchte dich zur Frau haben, Sara. Das will ich. Und wenn du das nicht sein kannst . . .“
„Ich kann.“ Einen Moment lang schien ihre Antwort sie selbst zu überraschen. Gleich darauf wurde ihre Miene entschlossen. „Ich will es. Ich werde dich heiraten und dir helfen, Atlantis zu der Kolonie zu machen, so wie du sie dir vorstellst.“
Er konnte ihr kaum glauben. Wie oft hatte er schon davon geträumt, darauf gehofft? Spielte sein Verstand ihm jetzt Streiche?
„Willst du mich heiraten, Gideon Horn, du gefürchteter Piratenlord der Meere?“ fragte sie gespielt spöttisch.
In diesem Moment brach seine innere Kontrolle zusammen. Er antwortete ihr damit, dass er sie in die Arme zog, seinen Mund auf ihren presste. Sein Kuss, das wusste er genau, war zu hart und zu wild. Doch er vermochte nichts dagegen zu tun. Endlich gehörte sie ihm! Sara war seine Frau. Und er | verlangte so sehr nach ihr, dass er sich kaum zurückhalten konnte, gleich hier über sie herzufallen.
Doch er hätte sich keine Sorgen zu machen brauchen. Sara legte ihm die Arme um den Nacken und schmiegte sich an ihn, während ihre Zunge gegen seine stieß. Ihr Mund war heiß und süß, und er konnte nicht genug von ihm bekommen. Er knabberte an ihrer Unterlippe und saugte dann daran, um den leichten Schmerz wieder zu lindern.
Ihre kleinen festen Brüste pressten sich an seinen harten, muskulösen Oberkörper, und er war verrückt danach, sie zu berühren. Er ließ die Hand in den Ausschnitt ihres Kleides gleiten, umfasste erst die eine, dann die andere Brust und liebkoste sie, bis er Sara stöhnen hörte.
Dann löste er sich von ihrem Mund und zog mit den Lippen eine heiße Spur bis zum Ansatz ihrer Brüste. Er genoss den salzigen Geschmack ihrer Haut, küsste die sanften Rundungen, ließ die Zunge um eine Knospe kreisen, ehe er fest daran saugte.
Lustvoll stieß sie einen kleinen Schrei aus, und Gideon spürte, dass sie sich an ihn drängte.
„Gideon . . . o Gideon, ja“, flüsterte sie und feuerte ihn damit nur noch mehr an.
Nur mit Mühe konnte er die Hände und Lippen so lange von ihr lassen, dass er sagen konnte: „Wir sollten zum Schiff zurückgehen, in deine Kabine .. .“
„Nein!“ Sie ließ die Hände zu den Knöpfen seiner Hose gleiten und bemühte sich atemlos, sie zu öffnen. „Nein, wir wollen uns hier in unserem Haus lieben.“
Unser Haus. Dann war es doch kein Traum. Sie war hier bei ihm - und sie hatte versprochen, für immer bei ihm zu bleiben.
Er zerrte an den Bändern ihres Oberteils, bis er die Schleifen gelöst hatte, und schob ihr den dünnen Stoff über die Arme, um ihre Brüste ganz zu entblößen.
Zwischen Küssen und Liebkosungen und dem Flüstern von Koseworten brauchten sie für das Ausziehen viel länger, als ihm lieb war, doch das machte ihm nichts mehr aus, als sie ihn so strahlend anschaute und sich ihm so willig hingab.
Nachdem sie beide nackt waren, standen sie neben der Schlafmatte, die er aus dem Frachtraum mitgebracht hatte.
Doch er rührte sich nicht und versuchte, seine Lust unter Kontrolle zu bekommen.
„Was ist los?“ flüsterte sie, als er sie ein Stück von sich wegschob.
„Ich möchte, dass wir uns sehr viel Zeit füreinander nehmen.“ Er kniete auf der dünnen Matte nieder, nahm ihre Hand und zog Sara so dicht zu sich, bis sie nur wenige Zentimeter von ihm entfernt war. „Ich wünsche mir, dass du dich immer daran erinnerst.“
„Was meinst du?“ Sie seufzte lustvoll, als er mit den Fingern über die dichten, feuchten Locken zwischen ihren Beinen tastete. Zitternd umfasste sie seine Schultern und sah ihn mit sinnlich verhangenem Blick an. „Was willst du . . .“ Sie sprach nicht weiter, sobald er sie zwischen den Schenkeln küsste, genau auf die weichen Hautfalten, die er entblößt hatte. Erregt stöhnte sie auf. „O Gideon . . . Gideon . . .“
Anfangs liebkoste er sie langsam und erforschte jede Einzelheit mit der Zunge, den Lippen und Zähnen. Als er spürte, dass sie ihren Kopf an sich drückte, verwöhnte er sie noch aufreizender, kühner, bis das Verlangen, selbst in sie einzudringen, geradezu übermächtig wurde.
Sie war heiß und feucht, und ihr Moschusgeschmack machte ihn rasend. Er umfasste ihre Oberschenkel immer härter. Fast sehnte er sich brennend danach, mit ihr zu verschmelzen, doch er wollte etwas anderes noch viel mehr... sie an sich binden, damit sie nie bereute, sich für ihn entschieden zu haben. Deshalb machte er weiter, bis er spürte, dass sie unter seinem Mund zu zucken begann und Erfüllung fand. „O mein Liebling“, brachte sie unter Stöhnen auf dem Höhepunkt der Lust hervor.
Erst dann zog er sie auf die Matte herab, drang in sie ein und spannte die Muskeln an, als er tief in sie hineinstieß. Er wollte auch ihre Seele erreichen, damit sie ihn nie verließ. Sie würde für immer bei ihm bleiben. Dafür würde er sorgen.
Sie bäumte sich auf, warf den Kopf zurück und umfasste seine Arme, um ihn festzuhalten. Oh, sie fühlt sich so wundervoll eng und warm an, dachte er, als sie sich gemeinsam in einem sinnlichen Rhythmus zu bewegen begannen. Das Blut pochte ihm in den Schläfen, und er war kurz davor, sich in ihr zu ergießen, doch er hielt sich so lange zurück, bis sie sich anspannte. Dann erreichten sie nach einem wilden Ritt gemeinsam den Gipfel der Ekstase.
Er wusste nachher nicht mehr, wie lange er auf ihr, in ihr dalag. Es konnten nur Minuten gewesen sein, doch es fühlte sich an wie Stunden, in denen er mit ihrem Körper verschmolzen war. Er hörte ihr flaches Atmen, spürte ihre schweißnasse Haut unter sich.
Nachdem die Leidenschaft abgeebbt war, glitt er neben sie, das Gesicht ihr zugewandt. Sie schmiegte sich an ihn und schlang die Beine um seine. Dann fuhr sie mit der Hand über die Haarwirbel, die sich um seine flachen Brustwarzen kringelten.
Sein Blick fiel auf das silberne Medaillon, das sie immer um den Hals trug, und plötzlich wollte er alles von ihr wissen. Er berührte es mit dem Finger. „Was für ein hübsches Medaillon. Von wem hast du es bekommen?“
„Von meiner Mutter.“ Ein scheues Lächeln erschien auf Saras Gesicht. „Es enthält eine Haarlocke von ihr. Vielleicht ist es dumm, dass ich es trage, aber . . .“
„Überhaupt nicht. Du und deine Mutter müsst euch sehr nahe gestanden haben.“ Er beneidete sie darum, doch der Kummer über den Verrat seiner Mutter schien plötzlich weniger groß zu sein.
„Ich vermisse sie sehr. Ich konnte ihr immer alles anvertrauen, und sie hat mir gute Ratschläge erteilt. “
Er schaute sich in der unzureichend ausgestatteten Schlafkammer um, in der sie lagen, und plötzlich wünschte er, dass sie größer und besser wäre. „Was hätte wohl deine Mutter von all dem hier . . . und von uns gehalten?“
Sara strich mit einem Finger an seiner Brust herunter. „Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber ich denke, dass sie zugestimmt hätte. Meine Mutter war warmherzig und tolerant, und sie konnte Männer gut einschätzen. Als ich mich von Oberst Taylor habe blenden lassen, hat sie mir sofort gesagt, dass er nicht gut für mich sei. Aber ich glaube, dass sie dich gemocht hätte.“
Er empfand Freude über ihre letzten Worte, aber auch heftige Eifersucht. Sara hatte schon jemand anders gehabt? Besitzergreifend umfasste er sie und fragte: „Wer war Oberst Taylor?“
Sie zog den Kopf ein und sah plötzlich unbehaglich aus. „Ein Mann, mit dem ich fast durchgebrannt wäre. Meine Familie mochte ihn nicht.“
„Weil er kein Adliger war?“
„Nein. Weil sie wusste, dass er ein Mitgiftjäger war. Jordan hatte einige Erkundigungen über ihn eingezogen und erfahren, dass er so gut wie kein Vermögen besaß. Als Jordan das meinem Stiefvater mitteilte, drohte er mir damit, mir keine Mitgift zu geben, wenn ich mich nicht von diesem Mann trennen würde.“ Gideon erstarrte und dachte an seinen Vater. „Nur weil ein Mann kein Geld hat, heißt das doch nicht, dass er dich nicht geliebt hat.“
„Das dachte ich auch“, sagte sie zu seiner Überraschung. „Also ging ich zu Oberst Taylor und bot ihm an, mit ihm durchzubrennen. Ich sagte ihm, dass es mir egal sei, wenn man mich enterben würde.“
Angespannt sprach sie weiter: „Offenbar war ihm das aber keineswegs gleichgültig. Er sagte ganz deutlich, dass er nicht die Mittel habe, eine Frau zu ernähren, die - wie er sich ausdrückte - ,nicht mehr als ihr hübsches Gesicht in die Ehe einbringe.“
Gideon hörte den Schmerz in ihrer Stimme, und er wünschte sich inbrünstig, er könnte Oberst Taylor ausfindig machen und ihm einige Lektionen erteilen. „Der Mann war ein Narr, dass er sich die Chance, dich zu bekommen, entgehen ließ. Gott sei Dank hat dein Stiefbruder früh genug den wahren Charakter des Mannes herausgefunden.“
Sie lag sehr still in seinen Armen. „Ja, Gott sei Dank.“ Dann fügte sie mit leiser Stimme hinzu: „Gideon, was wäre . . . wenn mein Bruder hierher kommen würde? Ich habe dir ja schon einmal gesagt, der er nicht ruhen wird, bis er mich gefunden hat.“
Eine unvernünftige Bestürzung ergriff Gideon, die er damit beiseite schob, dass er sich sagte, dass kein Grund zur Besorgnis bestünde. „Ohne kundigen Führer wird er Atlantis niemals finden. Selbst die Leute auf den Kapverdischen Inseln kennen diese Insel nicht.“
„Doch wenn er käme“, beharrte sie. „Was würdest du dann machen?“
Er schaute ihr in die Augen. „Ich würde nicht zulassen, dass er dich mir wegnimmt, wenn du das meinen solltest. Mit jedem Mann würde ich kämpfen, der das versuchen würde.“ Plötzlich wurde Gideon wieder misstrauisch, und unwillkürlich fügte er bitter hinzu: „Oder hoffst du darauf, dass dich der Earl retten wird?“
„Nein, natürlich nicht!“ Schuldbewusstsein spiegelte sich in ihren Augen wider, doch es verschwand so schnell, dass er nicht sicher war, ob er es sich nicht nur eingebildet hatte. Zärtlich streichelte sie seine Wange. „Als ich sagte, dass ich dich heiraten möchte, meinte ich das auch so. Aber ich vermisse meinen Bruder. Ich . . . ich würde ihn gern wissen lassen, dass es mir gut geht.“
Ihre Worte berührten Gideon so schmerzlich, als hätte man ihm einen Pfahl ins Herz getrieben. Er ließ sie los und drehte sich auf den Rücken. „Ja, ihr englischen Adelsfrauen hängt sehr an euren Familien.“
„Hör auf damit, Gideon.“ Sie legte den Kopf auf seine Brust. „Hör auf, mich mit deiner Mutter zu vergleichen. Ich werde dich nicht verlassen, wenn ich es verhindern kann. Ich meine ja nur, dass es keinen Schaden anrichten würde, wenn ich ! meinem Bruder einen Brief schickte, um ihn zu beruhigen und ihm mitzuteilen, dass ich glücklich verheiratet bin mit..."
„Einem Piraten? Das wird ihn ebenfalls sehr glücklich machen“, bemerkte Gideon sarkastisch.
„Mit einem ehemaligen Piraten. Immerhin bist du kein Mitgiftjäger. Du lässt mich ja nicht einmal nach Hause zurückkehren, ganz zu schweigen davon, dass du keinen Anspruch auf mein Erbe erhebst. “
Er fühlte sich plötzlich schrecklich schuldig. „Sprich nicht vom Heimkehren. Du weißt, dass du das nicht kannst. Das würde Fragen aufwerfen. Sie würden von dir erfahren wollen, wo wir sind.“ Als sie ihn verletzt ansah, fuhr er hastig
fort: „Ich behaupte ja nicht, dass du es ihnen sofort verraten würdest, doch wenn du es nicht sagtest, würden sie dich vielleicht so lange dort behalten, bis du nachgibst. Und falls man dich daran hindern sollte, hierher zurückzukehren, kann ich dir auch nicht folgen. Sie würden mich hängen.“
Sie wurde bleich. „Daran habe ich gar nicht gedacht.“ Gleich darauf hellte sich ihr Gesicht wieder auf. „Vielleicht könnten wir ja zusammen nach England fahren, verkleidet vielleicht. Wolltest du noch nie das Land kennen lernen, in dem du geboren worden bist? Deine Familie sehen . .".
„Nie. Nicht, nach allem, was sie mir und meinem Vater angetan hat.“
„Darum geht es ja jetzt nicht. . . bist du nicht ein wenig neugierig herauszufinden, ob dein Vater dir die ganze Wahrheit erzählt hat? Was wäre, wenn es noch eine andere Version gäbe? Was wäre, wenn deine Mutter fortgegangen wäre, weil er auch ihr gegenüber gewalttätig gewesen wäre . . .“
„Dann hätte sie mich zurückgelassen, damit ich an ihrer Stelle geschlagen werde“, grollte Gideon. „Das wäre ja noch schlimmer als das, was er mir erzählt hat.“
Das schien Sara zu verunsichern. „Nun, ja, aber es könnte ja auch etwas anderes gewesen sein . . .“
„Nein, ich habe ihren Brief gelesen. “ Gideon hob Saras Kinn an, bis sie ihn anschaute. „Wozu all diese Fragen? Und warum das Gerede, nach England zurückzukehren, wenn du so froh darüber bist, mich zu heiraten?“
Ein gezwungenes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. „Es tut mir Leid, Gideon, aber ich mache mir einfach Sorgen um meinen Bruder und auch darüber, wie niedergeschlagen er gerade jetzt sein mag. Ich möchte dich nicht verlassen, sondern ihn nur beruhigen. “
Gideon blickte sie lange an. Eine entsetzliche Verlustangst begann ihn wie ein tödliches Gift zu durchdringen. Wenn er ihr untersagte, sich mit ihrer Familie in Verbindung zu setzen, würde sie ihn dafür hassen. Das war ein Bedürfnis, das nie vergehen würde.
Doch würde es ihr reichen, wenn er sie diesen Brief abschicken ließ?
„Wenn ich ihm mitteile, dass ich in Sicherheit bin“, beharrte sie, „versucht er vielleicht nicht, mich zu finden.“
„Wenn ich dein Bruder wäre, würde ich nicht eher ruhen, bis ich dich aufgespürt und den Schurken, der sich an dich herangemacht hat, aufgespießt hätte.“
Sie wurde blass und presste die Finger an die Lippen. „Sag nicht so etwas. Ich würde nie zulassen, dass dir jemand etwas antut, und schon gar nicht mein Bruder.“
Der plötzlich angstvolle Ausdruck in ihren Augen dämpfte seine eigene ein wenig. „Na gut. Du kannst deinem Bruder schreiben. Das wird schon keinen Schaden anrichten.“
Sie legte die Arme um Gideon und schmiegte sich an ihn. „Danke, Gideon. Vielen, vielen Dank.“
Weil er sich großzügig fühlte, lächelte er sie an und strich ihr liebevoll über das zerzauste rotbraune Haar. „Vielleicht wollen ja die anderen Frauen auch an ihre Familien schreiben.“
Sie hob den Kopf und lächelte Gideon freudestrahlend an. „O Gideon, das würde ihnen so viel bedeuten! Die meisten haben natürlich niemand, aber einige würden bestimmt gern Verbindung mit ihren Familien aufnehmen. “
„Einer meiner Männer kann die Briefe von Sao Nicolau aus aufgeben, wenn sie von dort den Geistlichen abholen.“ „Welchen Geistlichen?“
Gideon gab ihr einen Kuss auf die sommersprossige Nase. „Ich kann mich doch schlecht selber trauen, oder? Ein anglikanischer Priester lebt auf Sao Nicolau, der vielleicht bereit ist, für einige Tage hierher zu kommen. Und einige der Frauen möchten vielleicht auch lieber von einem Gottesmann verheiratet werden.“
„Das weiß ich nicht.“ Sara strich mit dem Finger über eine Narbe auf seiner Brust. „Ich vermute, dass die Hälfte von ihnen niemals einen Fuß über die Schwelle einer Kirche gesetzt hat.“
„Also, Miss Willis“, neckte er sie, „Sie wollen doch nicht etwa zugeben, dass nicht alle ihrer heimgesuchten Gefangenen blütenreine Mädchen sind?“
Die Stirn gerunzelt, bohrte sie ihm einen Finger in die Brust. „Sie, Sir, haben überhaupt keinen Grund, jemand dafür zu kritisieren, dass er nicht blütenrein ist. Wenn man Schiffe plündert und Frauen entführt und . ."
Er erstickte ihre Standpauke mit einem Kuss, zog sie herum, bis sie auf ihm lag. Nach wenigen Sekunden erwiderte sie seinen Kuss und öffnete ihren Mund bereitwillig für das erotische Spiel seiner Zunge.
Ja, dachte er, als er wieder nach ihr verlangte und spürte, dass sie ihre Schenkel einladend spreizte, so muss ich mit Sara umgehen. Ich brauche sie nur so lange zu küssen, bis sie vergisst, worüber sie sich geärgert hat. Und ich werde sie so lange lieben, bis sie die gefangenen Frauen und England und ihren Stiefbruder vergisst.
Vor allem ihren Stiefbruder. Weil Gideon befürchtete, dass die Gespräche über diesen englischen Earl noch längst nicht zu Ende waren.