Ich knallte das Foto auf den Schreibtisch, fragte:

»Meinen Sie ernsthaft, ich lasse es so weit kommen? Sie sind erledigt, Kumpel.«

Seine Pfeife war ausgegangen, und er klopfte den Pfeifenkopf an einem Aschenbecher aus, gebrannter Ton mit den verblassten Buchstaben

Inishman.

Er seufzte, sagte:

»Teil meines Plans war es, irgendjemandes echtes Interesse zu erregen, und ich bin überaus angenehm berührt, dass das Schicksal Sie ausgewählt hat. Ich hoffte, Sie würden dadurch Synge zu schätzen lernen; nur wenige schätzen ihn gebührend.«

Ich setzte mich, sah ihn an, sagte:

»Tut mir leid. Der Tod zweier Mädchen hat meine Empfänglichkeit für Literatur umdüstert, und wissen Sie was? Synge geht mir auf die Nüsse.«

Er stand auf, wütig, brüllte:

»Sie Philister! Synge hat sich erst spät entwickelt, und doch war er vor seinem achtunddreißigsten Jahr tot. Sechs kurze Jahre echter Kreativität nur, aber er hinterließ ein Gesamtwerk ohnegleichen.«

Ich legte so viel Verachtung in meine Stimme, wie ich konnte, sagte:

»Und Sie, Sie haben zwei Leichen kreiert, zwei trauernde Familien, und eine dritte ist in Vorbereitung?«

Er antwortete nicht, hatte mich ausgeblendet. Ich sagte:

»Ich bringe Sie zur Strecke, Kumpel.«

Sein Kopf zuckte, und ein winziges Lächeln begann um seine Lippen zu tanzen. Er sagte:

»Das glaube ich nicht. Polizeipräsident Clancy und andere einflussreiche Personen werden Ihre wilden Theorien zerschmettern.«

Ich knallte ihm ganz schnell eine, sagte:

»Sie passen nicht auf, Prof. Ich möchte Ihnen von den Pikenträgern berichten.«

Die Ohrfeige hatte ihn verblüfft, und er sah mich finster an, sagte:

»Urbane Paranoia, falls Sie die sogenannte Bürgerwehr meinen.«

Ich sprach langsam, erzählte ihm von Pat Young, von der Kastration, fügte dann hinzu:

»Sie haben mich gebeten, bei ihnen mitzumachen. Stellen Sie sich das mal vor. Ich werde also zum Einstand mit Ihrem grünen Aktendeckel und Ihren Aktivitäten ankommen. Sie können meine erste Empfehlung sein.«

Das Blut war aus seinem Gesicht gewichen, und ich sagte:

»Dieser Schreibtisch, jawoll, auf dem könnte der Eingriff durchgeführt werden. Ich glaube, sie werden einen Knebel verwenden müssen, denn wenn man Ihnen die Klöten mit einer Pike absäbelt … Das wird eine ziemliche Schweinerei, muss ich Ihnen leider sagen. Ich kann nicht einmal garantieren, dass das Instrument übermäßig scharf geschliffen ist. Aber ich werd Ihnen was sagen, ich werde die Jungs bitten, dass sie Ihnen was von Synge unterlegen. Eine angemessene Geste, meinen Sie nicht? Fast literarisch.«

Ich klemmte mir den Aktendeckel unter den Arm, ging an ihm vorbei, blieb bei der Tür stehen, sagte:

»Aber es gibt eine Alternative; Sie werden sie in der Garage sehen. Die Alternative ist zwar eine Idee melodramatisch, aber, hey, Sie sind der Dramatiker.«