20
Der Sturm der vergangenen Tage hatte Sandaufhäufungen in der Stadt hinterlassen, hohe Dünen, deren Formen in dem Licht, das über den Platz zuckte, einen unwirklichen Eindruck machten.
Duncan blickte zurück zu dessen Quelle, ein Signalfeuer von der Spitze des Edun, das unter dem immer noch dunklen Himmel gewaltig blitzte und jeden herbeirief, der in Sichtweite der Stadt sein mochte. Und das Volk würde diesem Ruf folgen.
Sie nahmen nichts mit sich: das Pan'en, der Schlitten, alles was sie besaßen, ließen sie im Edun zurück. Wenn alles gut verlief, würden sie zurückkehren; wenn nicht, würden sie es nicht mehr brauchen. Es gab, vermutete Niun, obwohl er nicht übermäßig über ihre Chancen gesprochen hatte, keine Frage der Flucht, was auch immer geschah.
Die Dusei waren beunruhigt, und das um so mehr, je näher sie den Grenzen der Stadt kamen. Niun scheuchte sie mit einem scharfen Befehl; dies war keine Situation für Dus-Gefühle. Die Tiere verließen sie und verschwanden rasch in der Dunkelheit und den Ruinen.
»Sollte ich nicht auch gehen?« fragte Duncan.
Beide Mri blickten ihn an. »Nein«, sagte Niun. »Nein«, wiederholte Melein. Es schien ihm, als ob das Angebot sie beleidigte.
Und in der Dämmerung tauchte auf einem Dünenkamm gegenüber der Stadt eine schwarze Linie auf.
Kel'ein.
Das-Gesicht-das-nach-außen-gewandt-ist.
»Shon'ai«, sagte Niun ruhig. Shon'ai sa'jiran, die Wendung ist genommen. Der Wurf ist gemacht – es gab kein Zurück mehr. »She'pan, willst du warten oder kommst du mit?«
»Ich werde mit dir gehen – für den Fall, daß es auf der anderen Seite einen überängstlichen Kel'en gibt. Noch gibt es She'panei. Wir werden sehen, ob das Gesetz noch respektiert wird.«
Und im ersten Licht Na'i'ns kam die schwarze Linie näher, eine einzelne Reihe. Sie drei gingen den anderen entgegen, und keine Worte wurden gesprochen.
Die Reihe hielt an, und zwei Kel'ein lösten sich aus ihr und traten vor.
Melein blieb stehen. »Komm!« sagte Niun zu Duncan.
Sie gingen ohne sie. »Sprich nichts«, sagte Niun, »und bleib an meiner Linken!«
Und kaum in Rufweite blieben die fremden Kel'ein stehen und grüßten sie. Es war Mu'ara, und außer She'pan konnte Duncan kein Wort davon verstehen.
»Ist das Hal'ari beim Volk vergessen?« rief Niun zurück.
Die beiden Fremden kamen ein Stück näher und hielten wieder an. Duncan spürte ihre Augen auf ihm, auf dem Teil seines Gesichts, den der Schleier nicht verbarg. Sie wußten, daß etwas nicht stimmte; er spürte das in ihrem zu sehr forschenden Blick.
»Was bringst du da?« wollte der Ältere von Niun wissen, und er sprach Hal'ari. »Was ist das, Kel'en?«
Niun sagte nichts.
Die Augen des Fremden blickten an Niun vorbei und kehrten wieder zu ihm zurück. »Dies ist Sochils Land. Wer immer ihr seid, unterrichtet eure She'pan darüber und erbittet ihre Gnade, fortgehen zu dürfen. Wir wollen diese Begegnung nicht.«
»Ein Schiff ist auf eurem Land niedergegangen«, sagte Niun.
Auf der anderen Seite herrschte Schweigen. Sie wußten vom Schiff und waren beunruhigt. Es bedurfte keiner Dusei, um das in der Luft zu spüren.
»Wir gehören zu Melein s'Intel«, sagte Niun.
»Ich bin Hlil s'Sochil«, sagte der Jüngere und schob die Hand zu einer drohenden Geste hinter den Gürtel. »Und du, Fremder?«
»Ich bin Daithon Niun s'Intel Zain-Abrin, Kel'anth des Kel von Melein.«
Hlil nahm sofort eine entspanntere Haltung ein und vollführte eine kleine Geste des Respektes. Er und sein älterer Gefährte waren in grobes und verblaßtes Schwarz gekleidet, jedoch mit zahlreichen J'tai geschmückt, Ehrenzeichen, die in der kalten Sonne glitzerten und blinkten. Und die Waffen, die sie trugen, waren Yin'ein, die mitgenommen und abgenutzt aussahen.
»Ich bin Merai s'Elil Kov-Nelan«, sagte der Ältere. »Daithon und Kel'anth des Kel von Edun An-ehon. Was sollen wir unserer She'pan sagen, Kel'anth?«
»Sagt ihr, dies ist eine Herausforderung!«
Für einen Moment herrschte Schweigen. Merais Augen schweiften zu Duncan, besorgt über eine Gegenwart, die nicht hierher gehörte; bekümmert, dachte Duncan, über Fragen, die er stellen würde, wenn er könnte. Sie wußten vom Schiff; und Merais Bernsteinaugen zeigten Begreifen.
Aber auf einmal neigte Merai den Kopf und ging zusammen mit Hlil zurück.
»Sie nehmen in mir etwas wahr, das nicht stimmt«, meinte Duncan.
»Ihre She'pan wird kommen. Die Frage geht jetzt an sie. Steh still und falte die Hände hinter dir! Tu nichts, zu dem du nicht aufgefordert wirst!«
So standen sie, und der Wind ließ ihre Gewänder leicht flattern und blies feine Sandschleier auf. Nach einer Weile durchbrachen Schritte die Stille; Melein gesellte sich zu ihnen.
»Ihr Name ist Sochil«, sagte Niun, ohne sich zu ihr umzublicken. »Wir haben ihren Kel'anth über deine Absichten unterrichtet.«
Sie sagte nichts, sondern wartete.
Und in völligem Schweigen kam das Volk, der Kel'anth an der Spitze, bildeten einen Kreis um sie, Reihe auf Reihe, so daß es keine Rückzugsmöglichkeit mehr gab, hätten sie die Absicht gehabt zu fliehen. Duncan stand wie seine Gefährten reglos wie ein Stein, und desgleichen tat das feindliche Kel, und sie alle drei spürten die auf sich gerichteten Blicke, denn sicherlich gab es auch in Niun und Melein etwas Fremdes: die Feinheit ihrer Kleidung; die Zahen'ein, die sie außer den Yin'ein trugen; die Andersartigkeit ihrer Zaidhes, mit den dunklen Plastikvisieren und der sorgfältigen Faltung, während die der anderen nur eckige und verschlungene Tücher waren, und deren Schleier waren in die Kopftücher verflochten und nicht mit einem Metallband befestigt wie bei Duncan, Niun und Melein. Die Gewändersäume der anderen waren zerfetzt, die Ärmel durchgescheuert. Ihre Waffengriffe bestanden aus Knochen und lackiertem Gewebe, während die Niuns aus Messing und Gold und Choseide-Umhüllungen bestanden. Duncan hielt sogar seine eigenen Waffen für feiner gearbeitet als die dieser Fremden.
Niun war eine ehrfurchtgebietende Gestalt unter ihnen: Duncan kannte den Namen nicht, den sich Niun gegeben hatte – Dai-thon glich einem Wort für Sohn und war doch anders; plötzlich jedoch vermutete er, daß der Verwandte einer She'pan dieser vom Rang her nahekam.
Und da war er, Duncan-ohne-eine-Mutter. Er fing an, sich zu fragen, was aus ihm werden würde – und was das für ein Gerede über Herausfordern war. Er verfügte nicht über das Geschick. Er konnte nicht die Yin'ein gegen einen dieser anderen ergreifen. Er wußte nicht, was Niun von ihm erwartete.
Tu nichts, zu dem du nicht aufgefordert wirst! Er kannte die Mri gut genug, um Niun wörtlich zu nehmen. Leben standen auf dem Spiel.
Goldene Gewänder tauchten hinter den schwarzen auf. Dort stand das Sen, die Gelehrten des Volkes, und sie kamen unverschleiert, alte und junge, Männer und Frauen, denen zum größten Teil die Seta'al fehlten, wenn auch einige sie trugen, die blauen Kel Narben. Das Sen verteilte sich zwischen den Kel'ein, die Arme gefaltet, und wartete.
Aber als Melein vortrat, verschleierten sich die Sen'ein und wandten sich ab. Und durch ihre Mitte kam eine alte, weißgewandete Frau.
Sochil, die She'pan. Ihre Gewänder waren schwarzgerändert, während die Meleins völlig weiß waren. Sie trug keine Seta'al, im Gegensatz zu Melein. Sie kam herbei und blieb stehen, Melein gegenüber.
»Ich bin Sochil, She'pan der Ja'anom-Mri. Du bist hier nicht auf deinem eigenen Gebiet, She'pan.«
»Diese Stadt«, sagte Melein, »ist die Stadt meiner Vorfahren. Sie gehört mir.«
»Geh fort von meinem Land! Geh unbehelligt! Dies ist neutraler Boden. Niemand kann An-ehon beanspruchen. Hier kann es keine Herausforderung geben.«
»Ich bin Melein, She'pan des gesamten Volkes; und ich bin heimgekehrt, Sochil.«
Sochils Lippen bebten. Ihr Gesicht war von Sonne und Wetter gezeichnet. Ihre Augen begutachteten Melein, und das Beben der Lippen blieb. »Du bist wahnsinnig. She'pan des Volkes? Du bist mehr als wahnsinnig. Wieviele von uns willst du töten?«
»Das Volk hat die Welt verlassen; und ich bin die She'pan aller, die sie verlassen haben, und aller, die heimgekehrt sind, und all der Städte, die uns geschickt haben. Ich fordere dich heraus, Sochil!«
Sochils Augen flatterten, als die Membran darüberblinzelte, und sie hob die Hände zu einer abwehrenden Geste. »Verflucht sollst du sein!« schrie sie, und sie verschleierte sich und zog sich zwischen ihre Sen'ein zurück.
»Du bist herausgefordert«, sagte Melein mit lauter Stimme. »Entweder überläßt du mir deine Kinder, She'pan der Ja'anom-Mri, oder ich werde sie mir nehmen.«
Die She'pan zog sich ohne eine Antwort zurück, und ihr Kel bildete eine Mauer, die sie schützte. Niemand bewegte sich, niemand sprach. Schmerz kroch in verspannte Muskeln hinein. Die windzugewandte Körperseite wurde erst kalt, dann taub.
Und dann kam Kel'anth Merai mit zwei Kel'ein, einem Mann und einer Frau.
»She'pan«, sagte Merai und vollzog eine Geste des Respekts vor Melein, »ich bin Kel'anth Merai s'Elil Kov-Nelan. Die She'pan bietet dir zwei Kel'ein an.«
Melein brachte ihre Arme in eine Haltung, die Erschrecken und Verachtung ausdrückte. »Will sie handeln? Dann soll sie mir ihr halbes Volk geben.«
Das Gesicht des Kel'anth verriet nichts, aber die jungen Kel'ein an seiner Seite wirkten entsetzt. »Ich werde es ihr berichten«, sagte der Kel'anth, riß sich von ihnen los und zog sich in die schwarzen Reihen zurück, die Sochil beschützten.
»Sie wird nicht annehmen«, sagte Melein voraus, ein Flüstern zu Niun, das beinahe im Wind verlorenging.
Es wurde eine lange Wartezeit. Endlich machten die Kel'ein Platz, und Sochil kam zurück. Sie war verschleiert und hatte die Hände in die weiten Ärmel ihrer Gewänder gesteckt.
»Geh weg«, sagte sie dann sanft. »Ich bitte dich, geh weg und laß meine Kinder in Frieden! Was hast du mit ihnen zu schaffen?«
»Ich sehe, daß sie hauslos sind, She'pan. Ich will ihnen ein Haus geben.«
Es entstand eine Pause. Schließlich deutete Sochils Arm mit einer umfassenden Bewegung auf das Land. »Ich sehe, daß du machtlos bist, feine She'pan mit den eleganten Gewändern. Ich sehe, daß du kein Land hast, kein Kel, kein Kath, kein Sen. Zwei Kel'ein, sonst nichts. Aber du willst meine Kinder nehmen und ihnen ein Haus geben.«
»Das werde ich.«
»Dies«, sagte Sochil und stach mit dem Finger nach Duncan, »wird dies zum Volk gezählt, wo du gewesen bist? Ist das der Lohn für mein Kel, wenn es deinen Kel'anth besiegt? Was ist dies, das du uns bringst, gekleidet in die Gewänder eines Kel'en? Laß uns sein Gesicht sehen!«
Niuns Hand fuhr warnend zum Gürtel.
»Du entwürdigst dich selbst«, sagte Melein. »Und all das ist gegenstandslos, She'pan. Ich habe dir gesagt, was ich will und was ich tun werde. Ich werde deinem Volk ein Haus geben, entweder dem ganzen oder dem halben, das liegt bei dir. Und ich werde ausziehen und Clan auf Clan übernehmen, bis ich alle habe. Ich bin die She'pan des Volkes, und ich werde deine Kinder bekommen, die Hälfte jetzt, später alle. Aber wenn du mir die Hälfte überläßt, werde ich sie nehmen und die Herausforderung zurückziehen.«
»Das geht nicht. In den Städten der Hochebenen gibt es kein Wasser. Fremde She'pan, du bist wahnsinnig. Du begreifst nicht. Wir können nichts aufbauen; wir können nicht den Weg der Elee beschreiten. Wir sind dem Land genug, und es ist uns genug. Du wirst uns töten.«
»Frag An-ehon, die dein Lehrer war, Sochil, und lerne, daß es möglich ist.«
»Du träumst. Tochter meiner Vorfahren, du träumst.«
»Nein«, sagte Melein. »Mutter der Ja'anom, du bist ein schlechter Traum, den dein Volk träumt, und ich werde deinen Kindern ein Haus geben.«
»Du wirst sie töten. Ich werde sie dir nicht überlassen.«
»Willst du teilen, She'pan, oder willst du herausfordern?«
Tränen standen in Sochils Augen, die herabliefen und ihren Schleier durchfeuchteten. Sie blickte ängstlich auf Niun, dann wieder auf Melein. »Er ist sehr jung. Ihr seid beide sehr jung und in seltsamer Gesellschaft. Die Götter wissen, daß du nicht weißt, was du tust. Wie könnte ich meine Kinder teilen? – She'pan, sie fürchten sich vor dir.«
»Antworte!«
Sochils Kopf fuhr zurück. Ihre glitzernden Augen blinzelten und vergossen Tränen, und sie wandte sich um und schritt davon.
Ihr Volk stand schweigend da. Sie hätten etwas tun können, dachte Duncan, hätten ihr ihre Unterstützung zeigen können. Aber Melein würde sie beanspruchen, und sie würden nur dann Sochils Volk bleiben, wenn diese die Herausforderung erwiderte.
Sochil blieb zwischen den Reihen ihres Kel stehen und drehte sich plötzlich um. »A'ani!« schrie sie. Das war die Herausforderung.
Melein wandte sich Niun zu, und bedächtig legte er den Gürtel mit den Zahen'ein ab und überreichte Duncan die modernen Waffen. Dann verbeugte er sich vor Melein, drehte sich um und trat vor.
Desgleichen tat Merai s'Elil.
Duncan stand still, spürte das Gewicht des Gürtels in den Händen. Melein faßte ihn am Ärmel. »Kel Duncan, du verstehst... du darfst dich nicht einmischen!«
Und sie verschleierte sich und verschwand zwischen den feindlichen Kel'ein, und Sochil folgte ihr. Hinter ihnen formte sich der Wall der Kel'ein von neuem.
Es herrschte Schweigen, abgesehen vom unablässigen Pfeifen des Windes.

In der Mitte des Kreises nahmen Niun und Merai ihre Positionen ein, standen einander in anderthalbfacher Fechtdistanz gegenüber. Jeder hob eine Handvoll Sand hoch und warf sie in den Wind.
Dann fuhren die Av'ein-kel, die großen Schwerter, flüsternd aus den Scheiden.
Ein Schlagabtausch, wobei sie die Positionen wechselten; die Klingen blitzten und klangen leicht gegeneinander, standen still. Ein zweiter Schlagabtausch, und Kel Merai hielt inne, schien einfach zu vergessen, wo er war – und stürzte. Die Klinge schien ihn gar nicht berührt zu haben.
Aber etwas Dunkles breitete sich unter ihm auf dem Sand aus.
Niun beugte sich hinab und hob mit den Fingern Sand auf, schmierte ihn sich auf die Stirn... fing an, mit einer zweiten Handvoll Sand seine Klinge zu reinigen, als gäbe es sonst auf der Welt nichts anderes, als gäbe es um ihn keinen Zuschauerkreis von Fremden.
Dann straffte er sich, steckte das Av'kel in die Scheide, stand reglos.
Eine Zeitlang war nur das Flattern der Gewänder im Wind zu hören. Dann erhob sich ein Wehklagen vom Volk hinter den Reihen des Kel.
Duncan stand reglos und verloren; er sah und hörte zu, beobachtete das sich Verschieben der Reihen – und Niun verließ ihn. Er war in dem Durcheinander vergessen.
Männer trugen den toten Kel'anth ruhig fort, auf die Wüste zu. Kurz darauf kamen Kel'ein mit einem weiß umhüllten Bündel, und das erschütterte Duncans Vertrauen: Sochil, dachte er in der Hoffnung, sich nicht zu täuschen. Wie sie gestorben war, durch wessen Hand, das zu wissen hatte er keine Möglichkeit. Viele Kel'ein begleiteten diesen Leichnam. Andere stellten schwarze Zelte auf, errichteten ein Lager.
Die fahle Sonne versank, und der Wind wurde kalt; Duncan stand in der Dämmerung am Rand des Lagers und beobachtete die Rückkehr der Begräbnisgruppen... setzte sich schließlich auf den Boden, denn die Beine wurden ihm taub und er hatte nicht mehr die Kraft, in der Kälte und dem Wind zu stehen.
Ein Schnaufen ertönte in seiner Nähe – sie waren leichtfüßig, die Dusei, wenn sie Wert darauf legten. Er spürte sie, und sie kamen und schnupperten an ihm, erkannten ihn. Eines wagte sich fort, und er rief es zurück, Niuns Dus. Es kam und ließ sich unbehaglich neben ihm nieder. Er freute sich darüber, daß sie da waren, fühlte sich bei ihnen weniger einsam und hatte weniger Angst.
Und nach Einbruch der Dunkelheit sah er einen hochgewachsenen Schatten aus dem Lager kommen, sah das Schimmern des Mondlichtes auf bronzenen Waffengriffen und dem Visier des Zaidhe, und erkannte Niun sogar auf große Entfernung.
Er stand auf. Niun winkte ihm zu kommen, und die Dusei trotteten hinter ihm her.
Es gab keine Erklärungen, nichts. Die Dusei fingen Niuns Stimmung auf, die immer noch angespannt war. Sie gingen mit den Tieren in die Mitte des seltsamen Lagers und in das größte Zelt.
Schwarze Gewänder füllten es aus, Köpfe und Körper gleichermaßen von Kel-Tuch umhüllt, verschleiert und ausdruckslos. Auf einer Seite des Innenraumes gab es eine kleine Ansammlung der ältesten Goldgewandeten, die unverschleiert waren, und eine alte Blaugewandete – die Kath'anth, Älteste des Kath, vermutete Duncan plötzlich.
Und die weiße, unverschleierte Gestalt auf dem Stuhl am Ende des Zeltes, das war Melein.
Goldene Haut, goldene und membrangeschützte Augen – alle glichen sie einander, und nur die Tiere und er selbst waren hier fremd. Duncan folgte Niun und den Tieren durch den Gang zwischen den Sitzreihen zu Melein, und sein Herz klopfte in verlorener, vergessener Angst, denn die Dusei nahmen die herrschende Anspannung in sich auf und warfen sie auf ihn zurück, und er verkniff es sich, sie zum Zorn anschwellen zu lassen. Dies waren keine Feinde, zumindest im Augenblick nicht.
Und auch nicht seine Freunde.
Die Dusei gingen bis zu Melein, bevor sie sich umwandten, während Niun neben ihr seinen Platz einnahm und Duncan die beschattete Stelle hinter ihr aufsuchte. Die Tiere fingen an, auf und ab zu gehen, auf und ab, beäugten die Menge mit kaum gezügelter Feindseligkeit.
»Yai!« verbot Niun es ihnen. Das kleinere hob sich halb auf die Hinterbeine und sank langsam wieder herab, kein Spiel diesmal. Die Versammlung wich nicht, aber intensive Wellen der Furcht beherrschten sie. Die Dusei schnaubten, kehrten um und ließen sich zwischen Niun und Duncan nieder.
Hlil s'Sochil erhob sich aus der vordersten Reihe des Kel und entschleierte sich. Andere folgten seinem Beispiel. Hlil kam und brachte eine Handvoll kleiner goldener Gegenstände, bot sie Niun an, und dieser entschleierte sich und nahm sie mit einer Verbeugung entgegen. Daraufhin lockerte sich die Stimmung der Menge.
J'tai. Ehrenmedaillen – die von Merai. Duncan lauschte, sah zu, wie zwei Kel'e'ein kamen, eine bejahrte Frau und eine jüngere: beiden gab Niun je ein J'tal – sie waren Verwandte Merais, stolz und grimmig. Sie berührten Niuns Hände, verneigten sich und gingen, ließen sich wieder zwischen ihren Kameraden nieder.
Weitere Schleier wurden abgelegt, bis schließlich das gesamte Kel die Gesichter dem Blick der Mutter aussetzte, die sie genommen hatte.
Duncan behielt seinen an, schämte sich seiner Fremdheit in dieser Gemeinschaft, haßte seine Scham gleichzeitig.
Kel'ein kam, neun von ihnen, alte und junge, um Meleins Hand sich an die Stirn zu pressen und ihre Namen zu nennen. Sie bezeichneten sich als Ehemänner Sochils.
»Ich nehme euch an«, sagte Melein, nachdem alle die rituelle Begrüßung vollzogen hatten. Und dann stand sie auf und faßte Niun am Arm. »Er ist von einer Geburt mit mir, und er ist der Kel'en der She'pan und der Kel'anth ihres Kel. Will ihn jemand herausfordern?«
Köpfe senkten sich – es gab keine Herausforderung.
Und zu Duncans Entsetzen faßte ihn Melein an der Hand und führte ihn nach vorne.
»Niemand ist verschleiert«, flüsterte sie.
Er ließ den Schleier fallen, und nicht einmal die Disziplin des Kel konnte die erschreckten Blicke verhindern.
»Dies ist Kel Duncan, Duncan-ohne-eine-Mutter. Er ist ein Freund des Volkes. So lautet mein Wort. Niemand wird ihn anrühren.«
Wieder senkten sich die Köpfe, diesmal weniger bereitwillig. Entlassen zog sich Duncan wieder in den Schatten zurück und stellte sich neben die Dusei. Herausforderung: wenn es eine geben sollte, mußte Niun sie erwidern, würde Niun darauf antworten. Duncan war nicht fähig, sich unter Mri um seine eigene Verteidigung zu kümmern, Duncan-ohne-eine Mutter, der Mann ohne Ursprung.
»Und hört mir jetzt zu«, sagte Melein sanft und setzte sich wieder auf den Stuhl, das einzige Möbelstück im Zelt. »Hört mir zu, und ich werde eine Dunkelheit dem Verständnis meiner Gefährten öffnen! Sagt mir, woran ihr euch erinnert! Dies sind die Dinge, die ich weiß:
Daß diese Welt die Mri hervorgebracht hat und die Elee und Surai und Kalath; und während die Jahre verstrichen, nahmen die Elee die Surai und Kalath in sich auf, und die Mri lebten im Schatten der Elee...
Seitdem An-ehon besteht, teilten sich Elee und Mri dieselben Städte...
Die Elee errichteten und die Mri verteidigten...
Die Sonne starb, und der Wohlstand schwand, und die Schiffe verließen die Welt. Sie waren langsam, diese Schiffe, aber mit ihnen nahmen die Mri Welten ein. Dort gab es Wohlstand...
Und Krieg. Zahen'ein-Kriege. Kriege von Fremden.«
»Das stimmt«, sagte das Sen, und das Kel und die Kath'anth murmelten erstaunt.
»Wir hätten das Volk von Kutath zu Meistern gemacht. Die Elee wiesen uns zurück. Einige Mri wiesen uns zurück. Wir führten den Krieg weiter. Ob wir gewonnen oder verloren haben, weiß ich nicht. Einige von uns blieben und einige von uns verließen diese Welt. Langsame Schiffe und langsame Zeitalter. Manchmal kämpften wir. Achtzigmal und öfter traten wir in den Dienst von Fremden. Was wir auf unserem Heimweg gesehen haben: Die Spur des Volkes, das hinausging, Ja'anom, ist Verwüstung.
Wir sind heimgekehrt. Wir glaubten, die letzten zu sein, und wir sind es nicht. Dreiundachtzig Dunkelheiten. Dreiundachtzig. Wir sind die einzigen Überlebenden von all den Millionen, die hinausgingen.«
»Ai«, murmelte das Volk, und in den Augen spiegelte sich der Kampf ums Begreifen.
Der älteste Sen'en erhob sich daraufhin, ein vom Alter gebeugter Mann. »Wir haben Dunkelheiten gekannt. Die, in die ihr hinausgingt, war eine davon. Die, in der wir blieben, war eine andere. Tsi'mri kamen. Wir fielen ihnen nicht anheim, und sie kehrten nicht zurück. Dann waren wir stark, aber die Kraft schwand. Kein Tsi'mri kam jemals wieder. Und die Städte starben, und in den letzten Jahren kämpften sogar die Elee gegeneinander. Es war ein Krieg der Lastenträger, und ein verheerender Krieg. Wir hatten dann eine She'pan, die Gar'ai hieß. Sie führte uns hinaus in die Berge, wo die Elee nicht leben konnten. Selbst damals leugneten einige vom Volk ihre Sicht und wollten nicht mitkommen, und sie blieben in den Elee-Städten und starben, kämpften für Lastenträger. Jetzt sind die Elee im Schwinden begriffen, während wir stark sind. Das ist so, weil wir nicht festgehalten werden können. Wir sind der Wind des Landes, She'pan; wir gehen und wir kommen, und das Land genügt uns. Wir bitten dich, führe uns nicht zurück. Es gibt nicht genug Wasser für die Städte. Das Land will es nicht so haben. Wir werden untergehen, wenn wir es verlassen.«
Melein schwieg für eine geraume Weile, ließ dann den Blick über die Versammlung schweifen. »Wir kommen aus einem Land wie diesem. Wir falten nicht unsere Hände und warten auf den Tod. Das entspricht nicht dem, was die She'pan meiner Geburt mich lehrte.«
Die Worte trafen wie ein Schlag. Kel'ein richteten sich auf, der Sen'anth sah verwirrt aus, und die Kath'anth rang ihre Hände.
»Tsi'mri folgen uns«, sagte Melein. »Sie sind bewaffnet.«
Die Dusei sprangen auf. Duncan beugte sich zu ihnen herab und schlang die Arme um sie, flüsterte ihnen etwas zu.
»Was hast du uns gebracht?« schrie der Sen'anth.
»Etwas, dem wir uns stellen müssen«, entgegnete Melein hart, und Körper gefroren in den Haltungen, die sie eingenommen hatten. »Wir sind Mri! Wir wurden angegriffen und herausgefordert, und will dieses Überbleibsel leugnen, daß auch ihr Mri seid und daß ich die She'pan dieses Edun bin und des ganzen Volkes?«
»Kel'anth«, hauchte ein alter Kel'en, »bitte um Erlaubnis zu fragen... wer und wann und mit welchen Waffen?«
»Ich gebe die Antwort«, sagte Niun. »Das Volk hat eine weitere Chance. Neues Leben. Leben durchquert diese Wüste aus toten Welten zu uns. Es folgt uns auf der Spur, und es kann ergriffen werden!«
Duncan hörte es und klammerte die Fäuste um so fester in die lose Haut der Dusei, zitterte beinahe in der Fieberwärme des Zeltes. Sie hatten ihn vergessen. Ihre Augen waren auf Niun gerichtet, auf den fremden Kel'anth, auf eine She'pan, die ihnen Versprechungen machte und sie bedrohte.
Hoffnung.
Sie glitzerte in den goldenen Augen des schwarzgewandeten Kel, wagte sich schüchtern in die berechnenden Gesichter des Sen. Nur die alte Kath'en sah ängstlich aus.
»An-ehon hat mir berichtet«, sagte Melein. »Und ich habe in An-ehon und all die mit ihr verbundenen Städte die Summe all dessen gegossen, was das Volk auf seinen Wanderungen erfahren hat. Wir sind bewaffnet, meine Kinder. Wir sind bewaffnet. Wir waren die letzten, mein Kel'anth und ich. Jetzt nicht mehr. Jetzt nicht mehr. Ein letztesmal geht das Kel hinaus, und diesmal nicht, um sich zu verdingen. Diesmal nehmen wir keine Bezahlung. Diesmal ziehen wir für uns selbst hinaus.«
»Ai-e!« schrie jemand vom Kel, ein Ruf, der die anderen mitriß und Duncans Herz zusammenkrampfte. Dus-Gefühle überspülten ihn, verwirrt, drohten um seinetwillen, regten sich um Niuns willen.
Mit einem betäubenden Schrei sprangen die Kel'ein auf die Füße, und die Sen'ein verschränkten ihre Arme und standen ebenfalls auf, unbeugsame Augen leuchteten berechnend. Und als letzte erhob sich die Kath'anth, und Tränen strömten ihr übers Gesicht.
Tränen um die Kinder, dachte Duncan, und auch er verspürte einen Kloß in der Kehle.
»Brecht die Zelte ab!« rief Melein. »Wir werden uns eine Zeitlang in der Stadt ausruhen; das zurückholen, was wir dort gelassen haben; uns gegenseitig Fragen stellen. Brecht die Zelte ab!«
Das Zelt begann sich rasch zu leeren; es erhoben sich Rufe in der Mu'ara der Ja'anom und übermittelten Befehle.
Und Niun stand da und betrachtete die Rücken der anderen, und als Melein in die Nacht hinausgegangen war, stand Duncan auf und folgte ihr mit Niun, und die Dusei trotteten hinterher.
Melein verließ sie und trat unter das Sen, und das war kein Ort für Kel'ein. Duncan stand zitternd im kalten Wind, und schließlich zog Niun ihn hinüber zu einer freien Stelle, wo sie zuschauen konnten, wie die Zelte zusammensanken, wo sie leichter atmen konnten.
Die Dusei drängten sich verstört an sie.
»Mach dir keine Sorgen um mich!« sagte Niun plötzlich zu ihm.
»Das tue ich nicht.«
»Das Töten«, sagte Niun, »war bitter.«
Und mit der Mißachtung eines Mri für Möbelstükke ließ er sich auf dem Sand nieder, wo er zuvor gestanden hatte. Duncan kniete neben ihm nieder und sah zu, wie Niun ein gefaltetes Tuch aus seinen Gewändern hervorzog, das die J'tai enthielt, die er durch Merais Tod gewonnen hatte. Er beobachtete, wie Niun anfing, sie so an den Gürtel zu knoten, damit sie an ihren Bändern frei über seinem Gewand hängen konnten.
Komplizierte Knoten. Mri-Knoten. Niuns schlanke Finger webten Muster, die Duncan noch nicht meisterte; Bedeutungen, die er noch nicht gelernt hatte; Verworrenheiten um der Verworrenheit willen.
Er versuchte, nur daran zu denken, seinen Verstand vor dem zu verschließen, was er im Zelt erlebt hatte, dem Ruf, der ihm noch in den Ohren klang, vor den Hunderten von erhobenen Stimmen – für die er der Feind war.
Und dann tauchten die Blaugewandeten auf und brachen das Versammlungszelt ab; die ältesten Jungen und Mädchen legten die Zeltstangen um, trugen die Hauptlast der Arbeit, während die Frauen und die Kinder im mittleren Alter ihnen halfen. Nur die kleinsten Kinder ließen in den Armen ihrer Mütter ein Wimmern in dem ganzen Durcheinander ertönen; und die Kleinsten unter denen, die schon laufen konnten, begannen zwischen den geschäftigen Älteren ein Kehrreimspiel – sie begriffen nichts von den Veränderungen, die ihre Welt auf den Kopf gestellt hatten.
»Das-Gesicht-das-lächelt«, bezeichnete sie Niun. »Ah, Duncan, es tut gut, das zu sehen.«
Kälte umklammerte Duncan – ein Omen, so schwerwiegend wie die angebliche Sicht der She'pan... die Kinderstimmen in der Dunkelheit, während das Zelt zusammensank, Gelächter...
Die Türme, die auf Kesrith eingestürzt waren...
»Laß mich zurückgehen!« sagte Duncan auf einmal. »Niun, frag die She'pan! Laß mich jetzt, heute nacht, zum Schiff zurückkehren!«
Der Mri drehte sich um und blickte ihn an – ein durchdringender und fragender Blick. »Angst vor uns?«
»Um euch. Um sie.«
»Du hast deine Signalgeber zurückgelassen. Die She'pan hat bereits gesagt, daß das reicht. Sie hat dir ihre Entscheidung in dieser Sache bekanntgegeben. Wenn du zurückgehst, werden die anderen dich wieder holen, und das werden wir nicht zulassen.«
»Bin ich ein Gefangener?«
Niuns Augen blinzelten. »Du bist Kel'en dieses Kel, und wir geben dich nicht her. Möchtest du zurückgehen?«
Für einen Moment konnte Duncan nicht antworten. Die Kinder riefen und lachten laut, und er schreckte darunter zusammen. »Ich bin von diesem Kel«, sagte er schließlich. »Und dort könnte ich ihm am besten dienen.«
»Es liegt bei der She'pan, das zu entscheiden, und sie hat bereits entschieden. Wenn sie dich zu schicken wünscht, dann wird sie es tun.«
»Das wäre besser. Hier bin ich nicht erwünscht. Und dort könnte ich von Nutzen sein.«
»Ich würde selbst einen Tod erleiden, wenn du zu Schaden kämst. Bleib in meiner Nähe. Kein Kel'en, der die Seta'al errungen hat, würde dich herausfordern, aber die Narbenlosen könnten es... jedoch wird sich kein Narbenloser mir gegenüber eine Übertretung leisten. Verbanne solche Gedanken aus deinem Bewußtsein. Dein Platz ist hier, nicht dort!«
»Es ist nicht, weil ich von denen weglaufen will, die ich frage. Es liegt an dem, was ich höre. Weil ihr nicht von allem, was ihr gesehen habt, auch gelernt habt. Tote Welten, Niun.«
»Sov-kela«, sagte Niun, und seine Stimme klang scharf, »hüte dich!«
»Ihr bereitet euch auf einen Kampf vor.«
»Wir sind Mri.«

Das Tier neben ihm regte sich. Duncan hielt sich an ihm fest, das Blut hämmerte ihm in den Ohren. »Das Überleben der Rasse.«
»Ja«, sagte Niun.
»Für das würdest du – was tun, Niun?«
»Alles.«
Für lange Zeit herrschte Schweigen.
»Wirst du«, fragte Niun, »darum ersuchen, zu ihnen zurückzukehren?«
»Ich gehorche den Befehlen der She'pan«, sagte Duncan schließlich. »Bei meiner eigenen Rasse kann ich nicht noch mehr verdammt werden, als ich bereits bin. Höre nur manchmal auf mich! Ist es Rache, was ihr möchtet?«
Der Mri blähte die Nasenflügel und atmete schnell. Die langgliedrigen Hände fuhren merkwürdig elegant über die Samthaut des Dus. »Das Überleben der Rasse. Das Volk sammeln und eine Heimatwelt haben. Mri sein.«
Er hatte seine Antwort. Der Mensch in ihm würde es nicht verstehen, aber das Kel-Gesetz tat es... die Summe all dessen sein, was Mri je gewesen waren – und das bedeutete, durch nichts gebunden zu sein.
Keine Abkommen, keine Bedingungen, keine Versprechungen.
Und wenn es den Mri gefiel zuzuschlagen, dann würden sie es tun, aus Mri-Gründen.
Im Hal'ari gab es vier Worte für Frieden. Einmal Ai'a, was Frieden mit sich selbst bedeutete und einen festen Platz zu haben. Dann An'edi der Frieden des Hauses, der auf der She'pan beruhte; und dann Kuta'i, die Stille der Natur; und schließlich Sa'ahan, der Frieden der Stärke.
Vertragsfrieden war ein Mu'ara-Wort, und das Mu'ara lag in der Vergangenheit, mit den Regul, die ihn gebrochen hatten.
Melein hatte der Macht wegen getötet und würde weiterhin töten, um das Volk zu einigen.
Sie würde die Elee, ihre früheren Verbündeten, einverleiben.
Würde ganz Kutath einnehmen.
Wir werden Schiffe haben, konnte Duncan sie in seinem Herzen sagen hören.
Und sie kannten den Weg nach Arain, zu den Gebieten der Menschen und Regul.
Es war nicht Rache, die sie suchten, nichts derart Menschliches, sondern Frieden – Sa'ahan-Frieden, den es nur in einem Mri-Universum geben konnte.
Kein Kompromiß.
»Komm!« sagte Niun. »Sie sind fast fertig. Wir brechen jetzt auf!«