16
Ihr Boot glitt um die Felsen.
„Das Seil“, hörten sie von Steins Stimme. „Fangen sie das Seil!“
Figaro Slinkssons war ebenso überrascht wie Laima. Vor ihnen ragte die Felswand steil auf. Es ging nicht mehr weiter, es gab keinen Ausweg. Der Fluss endete hier.
Dann sahen sie vor sich auf dem Wasser, dass es doch einen Ausweg gab. Es war ihr Tod.
Ein riesiges Loch in der Wasseroberfläche bildete einen unnatürlichen Schlund. Der glatte Wasserspiegel verformte sich zu einem breiten Trichter. Der Strudel hatte mehrere Meter Durchmesser.
„Das Seil“, war alles, was Laima noch wahrnahm. „Greift das Seil!“
Auch Slinkssons war wie gelähmt. Er handelte blitzschnell. Die Felswand raste auf sie zu. Sie sahen, dass von Stein ein Seil ausgeworfen hatte, das auf dem Wasser im Sog des Strudels auf ihrer Bahn trieb. Der Wirbel hatte sie erfasst und würde sie mit wenigen Drehungen erbarmungslos in die Tiefe ziehen und ertränken. Die ungeheure Kraft setzte zu einer immer schneller werdenden Beschleunigung an.
Im letzten Moment schnappte er das Ende des dünnen Seils. Es riss das Boot herum und Slinkssons fiel fast rücklings heraus. Die Strömung war so stark, dass auch Gerold von Stein Mühe hatte, sie festzuhalten. Jetzt begann ein Kampf mit den Naturgewalten. Laima sah, wie von Stein sich mit aller Kraft gegen die Wand des Bootes stemmte. Hinter ihm hielt Roger Schüssli sich und das Boot an einem Anker, den er in eine Felsspalte gehakt hatte.
Das zweite Boot mit Professor Carlsen und Sam kam um die Ecke. Auch sie begriffen die Situation viel zu spät. Gerold von Stein band das Seil am Boot fest und versuchte, zusammen mit Schüssli den Anker zu halten, an dem ihr aller Leben hing.
„Reicht mir die Hand“, rief Laima.
Ihr Boot war in der Strömung aus der Bahn geraten, sodass der Professor und Sam drohten, sie zu verfehlen. Sam warf sich mit aller Kraft im richtigen Moment auf die Seite und erwischte Laimas Hand. Slinksson ächzte bei dem Ruck, den die neue Last verursachte. Das Seil glitt ihm durch die Hände. Sie rutschten in den Trichter des Strudels, das Boot stand schief. Sam schrie auf, der Professor kippte hintenüber.
„Ich kann uns alleine nicht mehr halten. Geben sie Sam das Seil weiter!“
Sie gab Sam ein Stück des Seils.
„Sam“, schrie er, „wir müssen uns hier rausziehen. Los!“
Stück für Stück gruben sie sich aus dem Wassertornado, der unter ihnen rauschte und wie ein grimmiges Tier an ihnen zog. Laima packte mit an. Jede Hand rettete ihre Leben. Sie sah, wie von Stein versuchte, einen Haken in die Wand zu schlagen, während er sich weiterhin festhielt. Wild hämmerte er auf den Felsen ein. Nur mühsam gelang es ihm, das Eisen in den Spalt im Gestein zu treiben. Die Schläge hallten in der engen Schlucht wider und mischten sich mit dem Rauschen des Wassers zu einer düsteren Symphonie.
Nun kam Thian mit seinem Boot. Von Stein wollte gerade das Ende des Seils durch den Haken fädeln. Mühsam zogen sich Sam und Slinkssons mit Laima und dem Professor über den Rand des Strudels.
„Das Seil, das Seil“, rief Laima Thian zu, der gerade an ihr vorbeitrieb.
Er erwischte das letzte Stück und glitt tief in den Trichter, sodass sich Laima nicht sicher war, ob er es überhaupt geschafft hatte.
„Ich kann nicht mehr halten“, schrie Schüssli.
Dann kam der Ruck des dritten Bootes. Schüssli ließ los. Von Stein riss es von der Wand.
Ein Schrei. Alle drei Boote nahm der Strom mit sich. Dann ein weiterer Ruck. Sie hingen fest. Eingefroren im Augenblick. Die Welt stand still.
Gerold von Stein hatte es geschafft. Die Leine seines Schlauchbootes war durch den Haken gezogen, den er in den Fels getrieben hatte. Das luftgefüllte Gummi seines Bootes bog sich unter der Last und dem Zug des Gewichts aller andren Boote, an denen die Strömung weiter unerbittlich zerrte.
Wer aus dem Boot fiel, war weg. Sollte das Schlauchboot jetzt reißen, war es für sie alle das Ende. Ein nasses Grab unter den Felsen des Gebirges.
„Thian hängt noch in seinem Boot!“
„Klettern! Klettern!“, rief Professor Carlsen.
Auf der einen Seite zogen von Stein und Schüssli. Auf der andren kletterte Sam zu Laima und Slinksson ins wackelige Boot, das nur für zwei Personen ausgelegt war.
„Wir saufen alle ab“, sagte Slinkssons.
„Abwarten und nicht rumwackeln.“
Das Boot drohte unter dem Übergewicht voll Wasser zu laufen. Hinter ihnen stieg Thian zum Professor.
„Nicht atmen“, sagte Sam.
„Versucht aus dem Strudel herauszukommen“, rief ihnen von Stein zu.
„Was glaubt der, was wir hier machen.“
Langsam zogen sie sich vorsichtig vorwärts.
Es gelang ihnen. Je mehr sie aus der Strömung herauskamen, um so leichter wurde es, auch wenn es sie die letzten Kräfte kostete, die sie hatten.
Schließlich hatten sie es bis an die Felswand, neben das Boot von Schüssli und von Stein, geschafft. Sie verteilten sich um und atmeten erstmal durch.
„O Mann. Ich kann nicht glauben, dass ich noch lebe“, sagte Slinkssons.
„Was ist dieses Loch da vorne? Oder vielmehr woher kommt es?“, fragte Laima.
„Ich denke, durch den Monsun ist das Hochwasser so angestiegen, dass ein Durchfluss in den Felsen überflutet wurde. So bildete sich der Strudel.“
„Unglaublich, wir haben noch alle Ausrüstung. Trotz dieser ganzen Aktion“, sagte Schüssli, der in alle Boote gesehen hatte.
„Außer den Kletterhaken, die mir leider ins Wasser gefallen sind“, sagte von Stein.
„Hauptsache wir sind alle am Leben, meine Lieben“, sagte Professor Carlsen.
„Toll!“, sagte Slinkssons. „Wir sind zwar am Leben. Und jetzt? Wir sitzen in einer hundert Meter tiefen Schlucht gefangen und kommen weder vor noch zurück! Auch mit aller Kraft schaffen wir es nicht gegen den Strom. Und bis der Monsun vorbei ist, sind wir verhungert.“
„Slinkssons, Slinkssons. Mein lieber Figaro, so kurz währt ihre Freude ...“
„Hat sich was mit Figaro!“
„Wessen Idee war es mitzukommen?“, sagte Professor Carlsen. „Jeder hatte die freie Wahl. Jetzt müssen sie sich wohl mal an die eigene Nase fassen. Und niemand hat gesagt, dass es ein Spaziergang werden wird.“
„Erst mit dem Flugzeug abstürzen. Dann wie Hunde ertränkt werden.“
„Ich werde hochklettern“, sagte von Stein.
„Mein lieber Gerold, ihre Fingerkuppen sehen nicht gut aus“, sagte Professor Carlsen.
„Als wir in der ersten Panik gesehen haben, was da kommt, haben wir versucht, uns an den Felsen festzuhalten.“
„Ei, ei, ei, das sieht ziemlich blutig aus. Wie wollen sie damit klettern? Wie wollen sie so da hoch, ohne Gefühl in den Händen?“
„Was bleibt uns übrig? Slinkssons hat recht. Bis zum Ende des Monsuns können wir kaum warten. Es wird etwas dauern, aber das werde ich schon schaffen. Erstmal seid ihr hier unten sicher.“
„Aber wenn sie abstürzen, sind sie weg.“
„Ich binde mir das Seil um die Hüfte. Außerdem wäre es nicht das erste Mal, dass ich Free Solo klettere. Diesmal ausnahmsweise mit Blut statt Magnesium an den Fingern.“
Dann zog er sich die Schuhe aus und machte sich an den Aufstieg.
Laima sah den Schmerz auf seinem Gesicht, als er sich die Wand heraufzog.
Tritt um Tritt arbeitete er sich die senkrechte Wand empor. Er zog sich mit den Armen von einem Griff zum andren, stemmte sich mit den Beinen hoch. Trotz seiner Verletzung ging es erstaunlich schnell.
„Die Wand könnte gute vierzig Meter hoch sein.“
„Wenn er da von oben runterfällt und aufs Wasser aufschlägt, bleibt von ihm nicht mehr viel übrig“, sagte Slinkssons.
„Erstmal ist es noch nicht so weit. Zweitens warum immer wieder dieser Pessimismus, mein lieber Figaro.“
„Realismus. Es ist eine Feststellung.“
„Ist ihnen noch nie der Gedanke gekommen, dass es Augenblicke gibt, wo ihr Realismus vielleicht fehl am Platz ist?“
„Wenn er jetzt fällt, sind es keine fünf Meter. Das ist noch im grünen Bereich“, sagte Schüssli.
„Will vielleicht jemand Wetten abschließen?“, sagte Sam. „Ich nehme auch auf die Meterzahl an. Je weiter, um so höher die Quote.“
„Sie sind geschmacklos, Sam“, sagte Laima. „Wollen sie vielleicht noch auf unsren Tod wetten? Oder wer von uns es schafft und wer nicht?“
„Oh, sie haben eine vielversprechende Quote, Laima. Sie sind zäh.“
„Wollen sie sagen, sie haben schon auf uns gewettet?“
„Wer weiß? Mein Buchmacher in Louisiana nimmt alles an.“
„Dann zahle ich demjenigen fünfzig Dollar, der ihren Absturz organisiert.“
„Das wäre unlauter. Man darf den Ausgang der Wette nicht manipulieren.“
„Das ist mir egal. So ein Ekel.“
„Lassen sie sich nicht ärgern, meine Liebe. So sind die Männer. Irgendwie bauen sie so ihren Stress ab. Wir sind alle gerade eben dem Tod entkommen. Jeder von uns ist in so einer Situation reizbar. Das ist völlig normal. Nehmen sie es ihm nicht übel.“
Staub rieselte auf sie herunter.
„Ach du Schande! Der hängt nur an einer Hand! Der wird doch jetzt nicht loslassen?“
„Nein, er versucht, sich dort herüberzuschwingen. Er hat keinen andren Tritt gefunden. Da jetzt hat er mit seinem Zeh die Kante erwischt und zieht sich rüber.“
Laima brach der Schweiß aus.
„Er hat es geschafft!“
„Ich hab zwar Kraft, aber sowas ...“, sagte Sam.
„Sie könnten schon mit der heißen Luft zwischen ihren Ohren von ganz alleine da hochschweben wie ein Heliumballon“, sagte Laima. „Von der Luft in ihren Muskeln ganz zu schweigen. Aufgeblasener Kerl, wettet auf uns, während wir hier umkommen.“
„He, keine Beleidigungen. Alles hartes Training. Und ganz ohne Steroide.“
„Wers glaubt.“
„Er hat schon fast die Hälfte geschafft. Er war mal Speedkletter-Champion in seiner Jugend“, sagte Schüssli, als wäre dies sein Verdienst gewesen.
Laima wurde kalt. Vom Stress, der verflog. Und es fing wieder zu regnen an. Es nieselte zwar nur, aber es war wie Eis auf ihrer Haut. Sie saßen in den Booten, auf dem Strom, gefangen in einem Canyon. Eine Expedition hatte sie sich anders vorgestellt. Aber sicher nicht so.
„Was macht er jetzt?“
Laima hatte vom nach oben Starren einen steifen Hals.
„Warum geht es nicht weiter?“
„Er sucht. Sieht aus als habe er keinen Weg mehr zum Weiterklettern.“
„Und jetzt?“
„Er klettert wieder zurück.“
„Er wird doch nicht wieder runterkommen?“, sagte Sam.
„Angst um die Quote, oder vielleicht doch, dass Mister Universum seinen steroidgestählten Körper nicht mehr hier rausbekommt?“, sagte Laima.
„Habe ja immer noch meinen Heliumballon, wenn alle andren schon untergehen.“
„Jetzt geht es weiter. Er musste einen Umweg machen.“
„Aber jetzt sitzt er wieder fest. Sieht er müde aus?“, sagte Slinkssons.
„Vielleicht schließen sie mit Sam einfach eine Wette ab, mein lieber Figaro, und halten zur Abwechslung mal den Mund.“
Von Steins Hand tastete sich suchend vorwärts, fand aber keinen Halt.
„Die Felsen sind nass und schlüpfrig!“
„O mein Gott, er rutscht ab.“
„Nein, er fängt sich wieder.“
„Er kann nicht mehr weiter.“
„Aber er ist doch schon fast oben. Das darf nicht sein! Er muss weitermachen!“
„Was überlegt er denn da so lange? Ruht er sich aus?“
„Nein, er peilt die vorstehende Spitze an. Sehen sie dort, da.“
„Die ist doch viel zu weit weg.“
„Er spreizt die Beine. Nein, er schafft es nicht. Er muss springen.“
„Er will doch nicht wirklich springen. O nein, das schafft er nie. Wenn er abstürzt, ist das Seil viel zu lang, um ihn aus dem Strudel zu ziehen. So schnell können wir es gar nicht einholen.“
„Er springt!“
Laima konnte nicht hinsehen. Sie schlug die Hände vors Gesicht und wartete auf den Aufschlag auf dem Wasser.
„Ja!“
„Nein!“
„Er wackelt!“
„Halt dich fest!“
„Ja, er hat es geschafft.“
„Puh.“
Laima sah nach oben. Gerold von Stein winkte glücklich zu ihnen herunter und stand sicher auf einem kleinen Felsen, gerade groß genug seine zwei Fußspitzen darauf abzustellen.
„Mir ist schlecht vor Aufregung“, sagte Schüssli. „Wenn ich da oben wäre, hätte ich bestimmt schon gekotzt.“
„Bitte nicht.“
„Jetzt hat er gleich die Felskante erreicht.“
„Noch ein bisschen, dann hat er es geschafft.“
Laima sah, wie von Stein sich mit einem letzten Schub über die Kante des Canyons stieß und verschwand.
„Er hat es. Er hat es.“
„Hurra!“
„Nicht so wackeln, Leute, sonst haben wir nichts mehr davon. Ruhig Blut.“
„Hoffen wir, dass das Seil lang genug ist.“
„Das Seil ist lang genug, wenn er nicht noch einen halben Kilometer laufen muss, um etwas zu findet, wo er es festbinden kann.“
Kurz darauf sahen sie wieder von Steins Gesicht. Er hielt den Daumen hoch, zum Zeichen, dass alles in Ordnung war.
„Erst die Mannschaft, dann der Kapitän“, sagte Sam.
„Dann das Material, Kapitän sehe ich nämlich keinen“, sagte Slinkssons.
Sie befestigten einen Sitzgurt am Seil.
„Hier, das ist eine Steigklemme. Wer kennt sich damit aus?“, fragte Slinkssons. „Wer will zuerst? Dann werde ich als Erster gehen. Das Seil mache ich hier am einzigen Haken im Fels fest. Dann gehts los! Bis gleich dann, oben!“
Einer nach dem anderen zogen sie sich mit der Steigklemme aufwärts.
„Ich bleibe unten und binde das Gepäck an“, sagte Schüssli zu Laima, als nur noch sie beide übrig waren.
Nebel war aufgezogen, sodass man kaum noch bis zum oberen Rand der Schlucht sehen konnte. Laima kostete es alle Geschicklichkeit und Mühe, an dem sich ständig drehenden und wackelnden Seil nach oben zu kommen. Sie legte mehrere Pausen ein. Die Anderen riefen ihr bereits durch den Nebel zu.
Ihre Gesichter tauchten schließlich vor ihr auf und die starken Hände von Slinkssons und Sam zogen sie über den Rand.
„Unsre ganzen Sachen sind noch da unten. Und Schüssli“, sagte Gerold von Stein besorgt.
„Haben wir irgendwie einen Logistikfehler gemacht?“, sagte Slinkssons.
„Der wichtigste Teil ist zumindest sicher“, sagte Sam.
„Ist Roger vielleicht weniger wichtig?“, sagte von Stein.
„Ich meinte es ausnahmsweise nicht so“, sagte Sam. „Ich dachte, die meisten von uns sind oben. Das Gepäck ist ja nicht so wichtig.“
„Ich habe das dumpfe Gefühl, dass er nicht von alleine hochkommen wird“, sagte von Stein.
„Ich könnte ihn ja holen und dann nochmal runter für die Sachen“, sagte Sam. „Kraft habe ich noch. Und der Einzige, der sich Schüssli auf den Rücken binden kann, bin ich auch.“
„Schüssli“, schrie von Stein durch den dichten Nebel, der mittlerweile die Sicht völlig verdeckte.
Alle lauschten in die Stille. Selbst das Rauschen des Flusses wurde vom nassen Schleier der Luft geschluckt.
„Da! Was sagt er?“
„Wenn er uns hört, wird er uns schon verstehen.“
„Wir schicken jetzt Sam runter“, rief von Stein so laut er konnte. „Er holt dich dann rauf!“
Die ganze Anstrengung hatte ihm alles abverlangt. Seine Hände waren nur noch rohes Fleisch. Er band sich Stofffetzen seines Hemdes darum. Während Sam langsam hinabstieg.
Roger Schüssli stand im Schlauchboot unten am Seil und hielt sich fest. Er hatte tatsächlich die Worte gehört, die von Stein ihm zugerufen hatte. Und auch verstanden.
Ihm war aus dem Nichts eine furchtbare Erkenntnis gekommen. Er war sich dessen so sicher, dass sein ganzer Körper vor Angst zitterte. Es war nicht die Vorstellung den Canyon hinaufzusteigen, wie noch vor wenigen Minuten, die seine Beine weich werden ließ.
Die Worte drangen durch den Nebel viel schlechter nach oben als nach unten.
Er hatte aus Leibeskräften geschrien, bis er dachte, seine Stimmbänder bluteten.
Dann spürte er, dass sich eine Last am Seil bewegte. Eine schwere Last, die keinen andren Schluss zuließ, als dass sie ihn nicht verstanden hatten. Es bedeutete, dass Sam ‚The Rock’ Jackson sich zu ihm auf den Weg gemacht hatte. Es bedeutete, dass dies sein Todesurteil war. Ebenso hätte er sich in die tödlichen Fluten stürzen können wie ein Lemming. Aber er war wie gelähmt von dem Bild, das sich ihm aufdrängte. Es war aus seinem Unterbewusstsein aufgestiegen. So klar, dass er daran nicht zweifeln konnte. Warum es ihm gerade jetzt kam, wusste er nicht. Es musste Schicksal sein. Und so fügte er sich. Es gab keinen Ausweg. Aber die Todesangst blieb.