Kapitel 21:
Planung
Steve startet das Treffen des Widerstands.
»Meine Freunde. Der große Moment wird kommen. Dieses Treffen wird in die Geschichte eingehen. Wir werden hier über den Beginn einer Demokratie entscheiden. Überlegen wir uns nun die beste Möglichkeit, einen Teil der Stadt zu isolieren.«
Er zeigt eine holografische Karte der AstroTown. An die Karte gelangte er durch eine Invasion auf die Computer der Verwaltung. Auf der Karte sind die Sektoren der Stadt eingezeichnet.
»Wir sind hier im Sektor 2. Dies ist der Sektor der Stadt, wo sich die Universität und die wichtigsten Bibliotheken befinden und hier hat die Bevölkerung eine aufgeklärte Weltanschauung. Ich schlage vor, dass wir diesen Teil der Stadt isolieren. Wie wir hier sehen können, gibt es 34 Punkte, die den Sektor 2 mit dem Rest der AstroTown verbinden. Wir können die Notfallluken an diesen Punkten aktivieren und den Zugriff zum gesamten Sektor schließen.«
Die gesamte AstroTown ist in sechs Sektoren aufgeteilt. Sektor 2 ist einer der ältesten, zu Zeiten gebaut, als die Menschen noch auf der Erde lebten. Dort gibt es mehrere Module, die nicht mehr verwendet werden. Sie werden von Jugendlichen für Partys und Treffen genutzt. Einige große Module wurden zu öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. die Universität, umgestaltet. Es ist der rebellische Teil der AstroTown, in der immer neue Ideen entstehen. Sektor 2 entspricht etwa 20% von dem Gesamtvolumen der AstroTown.
»Hast du überprüft, ob es genügend Sauerstoff und Nahrung gibt, um unabhängig vom Rest der Stadt zu leben?« fragt ein Mitglied des Widerstands.
»Nach meinen Berechnungen ist das kein Problem.« antwortet Steve.
»Und wie können wir dann die Notfallluken aktivieren?« fragt Paul.
»Die Luken schließen sich schnell, wenn es ein Problem mit dem örtlichen Druck gibt. Um diesen Druck zu messen, sind Sensoren installiert, die manipuliert werden können. Wir können die Notfallluken schließen oder öffnen, wann immer wir wollen.«
»Und gibt es für den Mainbrain keine Möglichkeit, sie zu öffnen« fragt Jenny.
»Wir müssen den Sensor so manipulieren, dass er kein externes Signal empfängt. So kann er nur manuell bedient werden.«
»Wir müssen eine synchronisierte Aktion durchführen, alle 34 Luken gleichzeitig schließen und uns davor auf die Isolierung vorbereiten. Alle die ihre Angehörigen besuchen möchten oder noch etwas außerhalb des Sektor 2 zu erledigen haben, müssen es jetzt tun. Wahrscheinlich werden wir hier für eine lange Zeit isoliert sein, bis wir den Mainbrain zwingen können, uns die ganze Stadt zu übergeben. Dies wird der nächste Schritt unserer Pläne sein.«
»Der Ablauf ist gefährlich. Der Mainbrain wird uns hier wahrscheinlich nicht in Ruhe lassen. Sicherlich wird es Probleme geben, mit denen wir nicht gerechnet haben.« resümiert Steve. »Wir müssen auf alles vorbereitet sein.«
Paul entscheidet sich, mit der Befreiung Sarahs bis zum Abschluss des Isolationsprozesses von Sektor 2 zu warten. Schließlich befindet sie sich im Gefängnis an einem sicheren Ort während sie ihre riskanten Pläne schmiedeten.
Steve erläutert. »Der Plan ist fertig. Die Schließung der Luken wird morgen Mittag sein. Macht euch bereit, isoliert vom Rest der Stadt zu leben.«
Alle verlassen den Treffpunkt mit dem Vorhaben, die richtigen Vorkehrungen zu treffen, um den Plan zu realisieren. Es wird etwas wirklich Neues geschehen, etwas mit dem der Mainbrain nicht rechnet.
Steve versammelt 34 Mitglieder des Widerstands und erklärt ihnen, wie die Drucksensoren der Luken funktionieren.
»Ich habe diesen Sensor hier von einem Freund bekommen, der im Wartungssystem arbeitet. Alle Sensoren in der Stadt funktionieren gleich. Sie sind mit der Verwaltung durch diesen roten Draht verbunden. Wir müssen einfach den Kasten öffnen, wo sich der Sensor befindet und den Draht durchschneiden.« sagt er.
Alle schauen sehr genau zu.
»Zu der vereinbarten Zeit müssen wir diesen grünen Draht durchschneiden. Er sendet ein Signal an die Notfallluke, dass der Druck in Ordnung ist. Ohne dieses Signal meldet die Luke ein Problem und schließt sich automatisch.«
Jeder versteht die Erklärungen. Jetzt müssen sie nur noch auf den Zeitpunkt warten, um zu handeln.
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