Anderswo … ein Nachspiel

Kaum zehn Kilometer von Giebelstein entfernt, erhob sich auf dem höchsten Hügel der Gegend eine metallische Kuppel, weiß und schimmernd wie ein riesenhafter Schneemann, dessen Kopf in der Sonne getaut war. Mehr als dreißig Meter wuchs sie über die Baumwipfel des Hügels in den Himmel empor.

Für jemanden, der sich nicht auskannte, mochte die Kuppel aussehen wie der hintere Teil einer fliegenden Untertasse, deren Spitze sich bei einem Absturz tief ins Innere der Erde gebohrt hatte. Andere hatten das seltsame Bauwerk schon mit einem Grabmonument, einem Totenschädel oder aber – um dem Ganzen etwas Erfreuliches abzugewinnen – einem nach oben gereckten Daumen verglichen.

Die Wahrheit war freilich viel schlichter: Die weiße Kuppel dort oben auf dem Hügel war eine Sternwarte – noch dazu eine der modernsten im ganzen Land, sogar auf dem ganzen Kontinent. Nur in Süd- und Mittelamerika, in Chile und New Mexico, gab es Sternenteleskope, die noch größere Leistungen erbrachten.

Folglich war dem Besitzer des Gebäudes, dem ehrenwerten Doktor Julius Karfunkel, das Gerede der Leute über das Aussehen seiner Warte herzlich gleichgültig. Er und sein kleines Team aus Weltraumforschern betrieben die Anlage nun schon seit einigen Jahren und hatten in dieser Zeit bereits so manche Entdeckung gemacht, die Wissenschaftler in der ganzen Welt vor Neid erblassen ließ.

Die wichtigste von allen aber, die spektakulärste und durch und durch ungewöhnlichste, war zweifellos die vom plötzlichen Verschwinden des Mannes im Mond – und seiner unerwarteten Rückkehr nach nur wenigen Stunden.

 

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