Als Penelope erwachte, war wieder ein strahlender, wolkenloser Morgen angebrochen, und sie hörte erneut die wohltuenden vertrauten Geräusche, das leise Rauschen der Wellen, die sich unten am Strand brachen, die fernen Schreie der Möwen und das Gezeter einer Drossel, die sich vor ihrem Fenster über irgend etwas aufregte. Ein Wagen kam die Zufahrt hoch und hielt auf dem Kies, und ein Mann pfiff vor sich hin.
Es war zehn nach acht. Sie hatte zwölf Stunden geschlafen, geschlagene zwölf Stunden. Sie fühlte sich ausgeruht, voll frischer Energie, und sie hatte einen Bärenhunger. Es war Dienstag. Der letzte Ferientag. Der Gedanke machte sie ein bißchen ärgerlich. Morgen früh mußten sie packen und die lange Heimfahrt nach Gloucestershire antreten. Sie fühlte plötzlich eine innere Eile, einen egoistischen Zwang, weil es noch eine ganze Reihe von Dingen gab, die sie sich vorgenommen und noch nicht erledigt hatte. Sie lag da und stellte in ihrem Kopf eine Liste zusammen, bei der ausnahmsweise ihre eigenen Prioritäten an erster Stelle kamen. Danus, Antonia und die Zwickmühle, in der sie steckten, mußten einstweilen warten. An deren Probleme würde sie später denken. Mit denen würde sie später reden. Im Augenblick durfte ihre Zeit niemandem außer ihr gehören.
Sie stand auf, badete, richtete sich das Haar und zog sich an. Dann setzte sie sich, frisch und sauber und duftend in ihrem Morgenkleid, an den Sekretär und schrieb auf einem der teuer wirkenden, prägegedruckten Briefbögen des Hotels an Olivia. Es war kein langer Brief, eher eine lapidare Mitteilung, die Olivia davon in Kenntnis setzte, daß sie Antonia die Ohrringe von Tante Ethel geschenkt hatte. Es war aus irgendeinem Grund wichtig, daß Olivia davon erfuhr. Sie faltete den Bogen, steckte ihn in den Umschlag, schrieb die Adresse, klebte eine Briefmarke drauf und verschloß ihn. Dann nahm sie ihre Handtasche und den Schlüssel und ging nach unten.
Im Foyer war niemand von den Gästen, und die Drehtür war aufgeklappt, so daß die kühle Luft und die Gerüche des Morgens ungehindert ins Gebäude drangen. Sie sah nur den Hoteldiener, der an seinem kleinen Tresen stand, und eine Frau in einem blauen Overall, die den Teppich saugte. Sie sagte den beiden guten Morgen, gab den Brief ab und ging in den leeren Speisesaal, um das Frühstück zu bestellen. Apfelsinensaft, zwei gekochte Eier, Toast und Marmelade, schwarzen Kaffee. Als sie zu Ende gefrühstückt hatte, waren erst zwei oder drei andere Gäste erschienen, um ihren Platz einzunehmen, die Zeitung aufzuschlagen und Pläne für den Tag zu schmieden. Sie hörte, wie Golfrunden und Ausflüge besprochen wurden, und war froh, daß sie im Moment an nichts dergleichen denken mußte. Von Danus und Antonia war immer noch nichts zu sehen, und das erfüllte sie, wie sie sich schuldbewußt gestehen mußte, mit Dankbarkeit.
Sie verließ den Speisesaal. Inzwischen war es fast halb zehn. Sie schritt durch das Foyer und blieb am Tresen des Hoteldieners stehen.
»Ich möchte zum Museum. Wissen Sie zufällig, wann es öffnet?«
»Ich glaube, um zehn, Mrs. Keeling. Soll ich Ihnen ein Taxi bestellen?«
»Nein, vielen Dank. Ich gehe zu Fuß. Es ist ein so schöner Morgen. Aber wenn Sie mir vielleicht einen Wagen schicken würden, wenn ich fertig bin? Ich rufe Sie rechtzeitig an.«
» Selbstverständlich.«
»Vielen Dank.« Sie wandte sich ab und trat hinaus in den Sonnenschein und die frische Brise, die das Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit, das sie schon den ganzen Morgen gespürt hatte, noch intensiver machte. So hatte sie sich als Kind am Samstagvormittag gefühlt, aufnahmebereit und ohne festes Ziel, darauf gefaßt, unerwartete Freuden zu erleben. Sie ging langsam, genoß die Gerüche und Geräusche ringsum, blieb einige Male kurz stehen, um einen Garten und die schimmernde Weite der Bucht zu betrachten, und beobachtete einen Mann, der seinen Hund unten am Strand spazieren führte. Als sie dann endlich von der Hafenstraße abbog und die steile Gasse zum Museum hinaufging, sah sie, daß die Tür offenstand, fand es aber in Anbetracht der frühen Stunde und der Jahreszeit nicht überraschend, daß außer dem jungen Mann am Kassentisch noch niemand drinnen war. Es war ein sehr magerer und kränklich aussehender Jüngling in Flicken-Jeans und einem übergroßen gesprenkelten Pullover. Er gähnte, als hätte er die Nacht nicht geschlafen, doch als er sie erblickte, klappte er den Mund hastig zu, setzte sich gerade hin und fragte, ob sie den Katalog kaufen wolle. »Nein, danke, ich brauche ihn nicht. Vielleicht nehme ich nachher ein paar Ansichtskarten mit.«
Er sank todmüde in sich zusammen. Sie fragte sich, wer auf die Idee gekommen sein mochte, ihn als Kustos einzustellen, und kam zu dem Schluß, daß er seine Arbeit wahrscheinlich aus Liebe zur Kunst tat. Die Muschelsucher, die sich in ihrem neuen Zuhause, einem Ehrenplatz an der langen, fensterlosen Wand, sehr eindrucksvoll ausmachten, warteten auf sie. Sie ging über die Steinplatten, auf denen ihre Schritte widerhallten, und machte es sich auf dem alten Ledersofa bequem, wo sie vor vielen Jahren so oft mit Papa gesessen hatte. Er hatte recht gehabt. Die jungen Künstler waren gekommen, genau wie er vorausgesagt hatte. Die Muschelsucher wurden flankiert und eingerahmt von abstrakten und neoexpressionistischen Bildern, die von Farbe, Licht und Leben strotzten. Die zweitklassigen Bilder (Fischerboote am Abend, Blumen an meinem Fenster), die früher die leeren Flächen gefüllt hatten, waren fort. Sie identifizierte die Werke der anderen Maler, der neuen Künstler, die ihren Platz eingenommen hatten, Gemälde von Ben Nicholson, Peter Lanyon, Brian Winter, Patrick Heron. Keines davon bedrängte Die Muschelsucher. Im Gegenteil, sie alle betonten die Blau- und Grautöne und die schimmernden Reflexe von Papas Lieblingsbild, und sie meinte fast, in einem Raum mit schönen alten und mit supermodernen Möbeln zu sein, die nicht miteinander wetteiferten und einander nicht in den Schatten stellten, weil jedes einzelne von einem Meister geschaffen war und zu den hervorragenden Zeugnissen seiner Zeit gehörte. Sie saß glücklich da und überließ sich der Faszination der Kunstwerke.
Sie war sich kaum bewußt, daß hinter ihr ein neuer Besucher in den Raum trat. Er sprach flüsternd mit dem jungen Mann an der Kasse. Dann ertönte das Geräusch langsamer Schritte. Und dann war es urplötzlich so wie an jenem windigen Augusttag im Krieg, und sie war wieder dreiundzwanzig und hatte Turnschuhe mit Löchern an den Zehen an, und neben ihr saß Papa. Und Richard trat in das Museum, in ihr Leben. Und Papa sagte zu ihm: »Sie werden kommen. um die Wärme der Sonne und die Farbe des Windes zu malen.« Denn so hatte alles angefangen.
Die Schritte näherten sich. Er blieb stehen und wartete, daß sie auf ihn aufmerksam wurde. Sie wandte den Kopf. Sie dachte an Richard und sah Danus. Verwirrt, ohne Zeitgefühl, blickte sie ihn an, einen Fremden. Er sagte: »Ich störe Sie.«
Seine vertraute Stimme brach den unheimlichen Zauber. Sie riß sich zusammen, schüttelte die Vergangenheit ab und zwang sich zu einem Lächeln.
»Natürlich nicht. Ich habe nur geträumt.«
»Soll ich gehen?«
»Nein. Bitte nicht.« Er war allein. Er trug eine marineblaue Strickjacke. Seine blauen Augen, deren Blick fest auf sie gerichtet war, leuchteten seltsam. »Ich verabschiede mich nur von den Muschelsuchern.« Sie rutschte etwas zur Seite, klopfte auf das abgesessene Leder neben sich. »Kommen Sie und nehmen Sie an dem einsamen Zwiegespräch teil.«
Er setzte sich so hin, daß er ihr ins Gesicht sehen konnte, legte den Arm um die Rückenlehne und schlug die Beine übereinander. »Geht es Ihnen heute morgen besser?«
Sie konnte sich nicht erinnern, daß sie krank gewesen wäre. »Besser?«
»Antonia hat gestern abend gesagt, Sie fühlten sich nicht wohl.«
»Ach, das.« Sie winkte ab. »Ich war nur ein bißchen müde. Im Augenblick fühle ich mich ausgezeichnet. Woher wußten Sie, daß ich hier bin?«
»Der Hoteldiener hat es mir gesagt.«
»Wo ist Antonia?«
»Sie packt.«
»Sie packt? Schon? Aber wir fahren doch erst morgen früh.«
» Sie packt für mich. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Das und eine Menge anderer Dinge. Ich muß schon heute fort. Ich nehme den Zug nach London, und von dort fahre ich heute abend mit dem Nachtzug nach Edinburgh. Ich muß nach Hause.« Sie konnte sich nur einen Grund für die übereilte Abreise vorstellen. »Ihre Familie. Es ist etwas passiert. Ist jemand krank?«
»Nein. Das ist es nicht.«
»Aber warum?« Ihre Gedanken eilten zurück zum Abend zuvor und zu Antonia, die in Tränen aufgelöst auf ihrem Bett saß. Du mußt offen und ehrlich sein, hatte sie ihr in der arroganten, von der Erfahrung diktierten Gewißheit gesagt, daß dies der vernünftigste Rat sei, den man geben könne. Statt dessen hatte sie offenbar das Gegenteil von dem bewirkt, was sie erreichen wollte, und irgend etwas zerstört. Der Plan war fehlgeschlagen. Antonias tapfere Geste, ihre Aufrichtigkeit, hatte die Lage nicht geklärt, sondern zu einer Auseinandersetzung geführt, vermutlich zu einem Streit, bei dem Dinge gesagt worden waren, die nicht rückgängig gemacht werden konnten, und nun waren die beiden zu dem Ergebnis gekommen, daß sie keine andere Möglichkeit hatten, als sich zu trennen.
Es konnte keine andere Erklärung geben. Sie merkte, daß sie den Tränen nahe war. »Es ist meine Schuld«, sagte sie laut. »Es ist alles meine Schuld.«
»Nein. Was geschehen ist, hat nichts mit Ihnen zu tun.«
»Aber ich war es, die Antonia gesagt hat.«
Er unterbrach sie. »Sie hatten recht. Und wenn sie gestern abend nichts gesagt hätte, hätte ich es getan. Gestern, ich meine der Tag, den wir zusammen verbracht haben, war nämlich wie ein Katalysator. Er hat alles geändert. Es war, als hätten wir eine Wasserscheide überschritten. Auf einmal wurde alles ganz einfach und klar.«
»Sie liebt Sie, Danus. Sie müssen sich dessen bewußt sein.«
»Ja. Und deshalb muß ich fort.«
»Bedeutet sie Ihnen so wenig?«
»Nein. Im Gegenteil. Ganz im Gegenteil. Es ist mehr als Liebe. Sie ist mit mir verwachsen. Ich weiß, daß ich mir gleichsam die eigenen Wurzeln herausreiße, wenn ich fahre. Aber ich muß.«
»Ich kann mir keinen Reim darauf machen.«
»Das ist verständlich.«
»Was ist gestern geschehen?«
»Ich glaube, wir sind beide jäh gereift. Oder das, was sich zwischen uns entwickelt hat, ist gereift. Bis gestern war alles, was wir zusammen unternommen haben, unwichtig und ohne Belang, vollkommen harmlos. Im Garten von Podmore’s Thatch arbeiten und an den Klippen von Penjizal baden und all das. Nichts Wichtiges. Nichts Ernstes. Es wird wohl meine Schuld gewesen sein. Ich wollte keine echte Beziehung. Das war das letzte, was ich wollte. Und dann sind wir gestern nach Manaccan gefahren. Ich hatte Antonia vorher erzählt, daß ich eines Tages gern eine Gärtnerei oder etwas Ähnliches aufmachen würde, und wir hatten ein paarmal darüber gesprochen, wie man über irgendeine ferne Möglichkeit oder einen Wunschtraum spricht, und ich hatte keine Ahnung, welche Bedeutung sie alldem beimaß. Dann hat Everard Ashley uns in seinem Gartencenter herumgeführt, und während wir uns alles ansahen, geschah etwas sehr Sonderbares. Wir wurden ein Paar. Es war, als würden wir von nun an alles gemeinsam tun, was es auch wäre. Antonia war genauso begeistert und interessiert wie ich und stellte eine Frage nach der anderen, und dann - wir waren gerade in einem Gewächshaus mit Tomaten - wußte ich auf einmal, daß sie ein Teil meiner Zukunft ist. Ein Teil meiner selbst. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne sie zu leben. Was ich auch tue, ich möchte es zusammen mit ihr tun, und was mir auch widerfahren mag, ich möchte, daß sie es mit mir teilt.«
»Und warum sollte es nicht so sein?«
»Aus zwei Gründen. Der erste ist praktischer Natur. Ich kann Antonia nichts bieten, gar nichts. Ich bin vierundzwanzig, und ich habe kein Geld, kein Haus, nichts als das, was ich verdiene, und das ist ein Hilfsarbeiterlohn. Eine Gärtnerei, ein eigenes Geschäft ist nichts weiter als ein Traum. Everard Ashley ist bei seinem Vater eingestiegen, aber ich müßte etwas kaufen, und ich habe kein Kapital.«
»Es gibt Banken, bei denen man einen Kredit aufnehmen kann. Oder vielleicht Förderungsmittel von der Regierung?« Sie dachte an seine Eltern. Nach den wenigen Bemerkungen zu urteilen, die er dann und wann gemacht hatte, war seine Familie vielleicht nicht gerade wohlhabend, aber zumindest gutsituiert. »Könnten Ihre Eltern Ihnen nicht helfen?«
»Ich glaube nicht, jedenfalls nicht in dem Maße.«
»Haben Sie Ihren Vater gefragt?«
»Nein.«
»Haben Sie mit Ihren Eltern über Ihre Pläne gesprochen?«
»Noch nicht.«
Ein solcher Kleinmut war unerwartet und entnervend. Sie war enttäuscht von ihm und merkte, daß sie drauf und dran war, die Geduld zu verlieren. »Es tut mir leid, aber ich verstehe nicht, warum Sie immerzu solche Hürden errichten. Sie und Antonia haben sich gefunden. Ihr liebt euch, und ihr möchtet den Rest eures Lebens zusammen verbringen. Wenn man das Glück findet, muß man es festhalten und darf es nie wieder loslassen. Alles andere wäre moralisch verwerflich. Eine solche Gelegenheit kommt nie wieder. Was für eine Rolle spielt es schon, wenn ihr in der ersten Zeit kaum über die Runden kommt? Antonia kann sich einen Job suchen, das tun die meisten jung verheirateten Frauen. Andere junge Paare schaffen es einfach deshalb, weil sie ihre Prioritäten richtig setzen.« Er sagte nichts dazu, und sie runzelte die Stirn. »Ich nehme an, es ist Ihr Stolz. Ihr törichter, dickköpfiger schottischer Stolz. Und wenn dem so ist, sind Sie schrecklich egoistisch. Wie können Sie einfach fortgehen und sie verlassen, sie so unglücklich machen? Was ist los mit Ihnen, Danus? Was veranlaßt Sie dazu, der Liebe den Rücken zu kehren?«
»Ich habe gesagt, daß ich zwei Gründe habe. Und ich habe Ihnen einen davon genannt.«
»Und was ist der andere?« Er sagte: »Ich bin Epileptiker.«
Sie erstarrte innerlich und war zu keinem Wort, zu keiner Geste fähig. Sie sah sein Gesicht, seine Augen, und sein Blick war stet und wich dem ihren nicht aus. Es drängte sie, ihn in die Arme zu nehmen, ihn festzuhalten und zu trösten, aber sie tat nichts von alldem. Alle möglichen Gedanken schossen ihr durch den Kopf, flogen wie aufgeschreckte Vögel ziellos in alle Richtungen. Die Antwort auf all die ungestellten Fragen. Dieser Mann ist Danus. Sie holte tief Luft. Sie sagte: »Haben Sie das Antonia erzählt?«
»Ja.«
»Möchten Sie es mir erzählen?«
»Deshalb bin ich hier. Antonia hat mich hergeschickt. Sie sagte, wenn es jemand erfahren muß, dann Sie. Ehe ich gehe und euch verlasse, muß ich sagen, warum.« Sie legte ihm die Hand aufs Knie.
»Ich höre.«
»Ich denke, angefangen hat alles mit meinem Vater und meiner Mutter. Und mit Ian. Ich glaube, ich habe Ihnen erzählt, daß mein Vater Anwalt ist. Es ist seit drei Generationen Tradition in seiner Familie, und der Vater meiner Mutter war Richter am obersten schottischen Gerichtshof. Ian sollte die Tradition fortsetzen, in die Kanzlei meines Vaters eintreten und sein Nachfolger werden. Er wäre sicher ein guter Anwalt geworden, denn er hatte mit allem Erfolg, was er anpackte. Aber er starb mit vierzehn Jahren. Alle erwarteten natürlich, daß ich seinen Platz einnahm. Ich hatte noch nie darüber nachgedacht, was ich später einmal machen wollte. Ich wußte nur, daß ich nun Jura studieren mußte. Man könnte wohl sagen, ich sei programmiert worden wie ein Computer. Nun ja, ich machte die Reifeprüfung, und obgleich ich nie so gescheit war wie Ian, bestand ich die Aufnahmeprüfung an der Universität Edinburgh. Da ich aber noch sehr jung war, beschloß ich, ein oder zwei Jahre blau zu machen, um zu reisen und mir die Welt anzusehen. Ich fuhr nach Amerika. Ich trieb mich zwischen der Ostküste und der Westküste herum und nahm jeden Job an, der sich bot, und landete schließlich in Arkansas auf einer Rinderranch, die einem gewissen Jack Rogers gehörte. Die Ranch war riesengroß, erstreckte sich meilenweit, und ich arbeitete als Cowboy, half Rinder zusammentreiben, flickte Zäune und nächtigte zusammen mit drei anderen Jungs in einer schäbigen Baracke. Die Ranch lag mitten in der Wildnis. Die nächste Ortschaft hieß Sleeping Creek und war fünfundsechzig Kilometer entfernt, aber wenn man sich einmal dorthin aufraffte, war auch nichts weiter los. Ich fuhr manchmal mit Sally Rogers hin, um einzukaufen und für Jack Vorräte, Geräte und Werkzeug zu besorgen. Das dauerte jedesmal einen ganzen Tag, und wenn wir mit dem Pritschenwagen den Schotterweg entlangrumpelten, waren wir nach einer Stunde über und über mit braunem Staub bedeckt. Eines Tages, gegen Ende meiner Zeit auf der Ranch, wurde ich plötzlich krank. Ich fühlte mich saumäßig, mußte in einem fort brechen, bekam Schüttelfrost und dann hohes Fieber. Ich muß phantasiert haben, denn ich kann mich nicht erinnern, daß sie mich aus der Baracke holten und ins Haus brachten, aber dort kam ich dann wieder zu Bewußtsein, und Sally Rogers saß an meinem Bett und pflegte mich. Sie machte ihre Sache gut, und nach ungefähr einer Woche hatte ich mich einigermaßen erholt und war wieder auf den Beinen. Wir kamen zu dem Schluß, daß es irgendein Virus gewesen sei, den ich mir geholt hatte, und als ich drei Schritte gehen konnte, ohne umzukippen, begann ich wieder zu arbeiten. Kurz danach wurde mir dann ohne jede Vorwarnung schwarz vor Augen, ich kippte um, fiel klatsch auf den Rücken und blieb etwa eine halbe Stunde bewußtlos liegen. Es schien keinen ersichtlichen Grund dafür zu geben, aber eine Woche später passierte es wieder, und ich fühlte mich so sterbenselend, daß Sally Rogers mich in den Wagen packte und mich zu dem Arzt in Sleeping Creek brachte. Er hörte sich meine Leidensgeschichte an und nahm ein paar Untersuchungen vor. Eine Woche später fuhr ich wieder hin, und er sagte mir, daß ich Epilepsie hätte. Er gab mir ein Medikament, das ich viermal täglich einnehmen sollte. Er sagte, wenn ich es täte, würde alles glattgehen. Das sei alles, was er für mich tun könne.« Er verstummte. Penelope hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen, doch alles, was ihr einfiel, war abgedroschen oder banal. Es entstand eine lange Pause, und dann fuhr Danus stockend fort. »Ich war noch nie richtig krank gewesen. Ich hatte nie etwas Schlimmeres gehabt als Masern. Warum? wollte ich von dem Arzt wissen. Er stellte mir ein paar Fragen, und schließlich führten wir die Sache auf einen Tritt an den Kopf zurück, den ich in der Schule beim Rugby spielen bekommen hatte. Ich hatte damals eine Gehirnerschütterung gehabt, weiter nichts. Bis jetzt. Jetzt hatte ich Epilepsie. Ich war noch nicht ganz einundzwanzig, und ich war Epileptiker. «
»Haben Sie es den Leuten gesagt, für die Sie arbeiteten? Sie scheinen sehr nett gewesen zu sein.«
»Nein. Und von dem Arzt ließ ich mir versprechen, daß er seine Schweigepflicht nicht verletzen würde. Ich wollte nicht, daß es jemand erfuhr. Wenn ich nicht allein damit fertig werden konnte, würde ich eben nicht damit fertig werden. Ich flog schließlich wieder nach England, nach London, und von dort fuhr ich zurück nach Edinburgh. Ich hatte inzwischen beschlossen, daß ich auf den Studienplatz an der juristischen Fakultät verzichten würde. Ich hatte genug Zeit gehabt, um darüber nachzudenken, und war zu dem Ergebnis gekommen, daß ich niemals an Ians Stelle treten konnte. Außerdem hatte ich Angst davor, zu versagen und meinen Vater zu enttäuschen. Zudem hatte ich in jenen letzten Monaten noch etwas anderes herausgefunden. Daß ich viel im Freien sein mußte. Ich mußte etwas mit meinen Händen schaffen. Ich wollte nicht, daß jemand neben mir stand und Erwartungen in mich setzte, die ich nie erfüllen konnte. Ich sagte es meinen Eltern, und das war einer der schlimmsten Augenblicke meines Lebens. Zuerst glaubten sie es einfach nicht, und dann waren sie verletzt und schrecklich enttäuscht. Ich konnte ihnen daraus keinen Vorwurf machen. Ich machte all ihre Pläne zunichte. Schließlich fanden sie sich damit ab und versuchten, das Beste daraus zu machen. Aber nach alldem brachte ich es nicht über mich, ihnen von der Krankheit zu erzählen.«
»Sie haben es ihnen nie gesagt? Wie konnten Sie es nur verschweigen?«
»Mein Bruder war an Hirnhautentzündung gestorben. Ich fand, daß dieser eine Schicksalsschlag reichte. Was hätte es genützt, ihnen davon zu erzählen? Sie hätten bloß noch mehr Angst und Sorgen gehabt. Außerdem ging es mir ganz gut. Ich nahm die Tabletten und hatte keine Anfälle mehr. Im Grunde war ich vollkommen gesund. Ich brauchte nur zu einem jungen Arzt zu gehen, der sich gerade selbständig gemacht hatte. einem Mann, der nichts von mir und meiner Krankengeschichte wußte. Er gab mir ein Dauerrezept für meine Medikamente. Danach schrieb ich mich für drei Jahre an der Gartenbau-Akademie in Worcestershire ein. Das war ebenfalls sehr gut. Ich war ein ganz gewöhnlicher Gartenbaustudent. Ich lebte genauso wie die anderen. Ich trank am Wochenende einen über den Durst, ich hatte ein Auto, ich spielte Fußball. Trotzdem war ich Epileptiker. Ich wußte, daß alles wieder anfangen würde, sobald ich die Medikamente nicht mehr nähme. Ich bemühte mich, das zu verdrängen, aber man kann seinem Kopf nicht befehlen, was er denken soll. Es war immer da. Eine große Last, wie ein schwerer Rucksack, den man nie abnehmen kann.«
»Wenn Sie sich jemandem mitgeteilt hätten, wäre er vielleicht nicht mehr so schwer gewesen.«
»Am Ende habe ich es getan. Mir blieb nichts anderes übrig. Nach dem Examen bekam ich eine Stelle bei Autogarden in Pudley. Ich las eine Annonce in der Zeitung, bewarb mich und wurde genommen. Ich arbeitete dort bis Weihnachten vergangenen Jahres, und dann nahm ich ein paar Wochen Urlaub und fuhr nach Hause. Am Neujahrstag bekam ich eine schwere Grippe, und mir gingen die Tabletten aus. Ich konnte nicht selbst zur Apotheke gehen, so daß ich schließlich meine Mutter bitten mußte, sie mir zu holen, und dann kam natürlich alles heraus.«
»Sie weiß also Bescheid. Oh, Gott sei Dank. Sie war bestimmt sehr böse, daß Sie es ihr verschwiegen hatten.«
»Ich glaube, sie war auf eine merkwürdige Weise erleichtert. Sie hatte vermutet, daß etwas nicht in Ordnung war, und sich alle möglichen schrecklichen Dinge ausgemalt, aber sie hatte ihre Befürchtungen für sich behalten. Das ist das Problem in unserer Familie. Wir behalten immer alles für uns. Es hängt damit zusammen, daß wir Schotten sind, unabhängige und selbständige Leute, und daß wir niemandem zur Last fallen wollen. Wir sind so erzogen. Meine Mutter hat uns ihre Liebe nie sehr deutlich gezeigt und war nie besonders zärtlich, aber an dem Tag, als sie zur Apotheke gefahren und meine Tabletten geholt hatte, setzte sie sich zu mir aufs Bett, und wir redeten mehrere Stunden miteinander. Sie sprach sogar von Ian, was sie vorher noch nie getan hatte. Wir erinnerten uns an schöne Zeiten und lachten zusammen. Und dann sagte ich ihr, mir sei schon immer klar gewesen, daß ich nur der Zweitbeste sei und Ians Platz nie einnehmen könnte, und da wurde sie wieder die resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt, und sagte, ich solle mich nicht so idiotisch anstellen. Ich sei ein erwachsener Mensch mit all seinen Vorzügen und Fehlern, und sie wolle mich gar nicht anders haben. Sie wolle nur, daß ich wieder gesund würde. Das hieß eine neue Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt. Sobald ich mich von der Grippe erholt hatte, ging ich zu einem angesehenen Neurochirurgen und mußte tausend Fragen beantworten. Sie checkten mich wieder durch und machten ein Elektroenzephalogramm, und danach sagten sie mir, eine akkurate Diagnose sei erst möglich, wenn ich die Medikamente absetzte. Ich dürfe drei Monate lang keine Tabletten mehr nehmen und müsse die Untersuchungen dann noch einmal vornehmen lassen. Wenn ich vorsichtig sei, werde wahrscheinlich nichts passieren, aber ich solle in der Zeit auf keinen Fall Auto fahren und Alkohol trinken.«
»Und wann sind die drei Monate um?«
»Seit zwei Wochen.«
»Wie töricht von Ihnen. Sie dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren!«
»Das hat Antonia auch gesagt.«
Antonia. Penelope hatte sie fast vergessen. »Danus, was ist gestern abend passiert?«
»Das meiste wissen Sie schon. Wir haben uns in der Bar getroffen und auf Sie gewartet, und als Sie nicht kamen, ist Antonia nach oben gegangen, um nachzusehen, ob etwas geschehen ist. Und während ich allein in der Bar saß, habe ich mir überlegt, was ich ihr alles sagen würde. Ich glaubte, es würde furchtbar schwierig werden, und habe nach den richtigen Worten gesucht und mir lächerliche gestelzte Sätze zurechtgelegt. Aber dann kam sie zurück, und sie trug die Ohrringe, die Sie ihr geschenkt hatten, und sie sah so unglaublich erwachsen und schön aus, daß all die einstudierten Worte auf einmal vergessen waren. Ich sagte ihr einfach, wie es in meinem Herzen aussah. Und während ich redete, fing auch sie an zu reden, und dann mußten wir beide lachen, weil wir sahen, daß wir genau das gleiche sagten.«
»Oh, mein lieber Junge.«
»Ich hatte solche Angst davor gehabt, ihr weh zu tun oder sie traurig zu machen. Sie war mir immer so jung und verletzlich vorgekommen. Aber ich erlebte eine Überraschung. Sie war enorm vernünftig und praktisch. Und genauso entsetzt wie Sie, als ich ihr sagte, daß ich schon zwei Wochen gewartet habe, ohne einen neuen Termin zu vereinbaren.«
»Aber jetzt haben Sie es getan?«
»Ja. Ich habe gleich heute morgen um neun angerufen. Am Donnerstag gehe ich zu dem Neurochirurgen und lasse ein neues Enzephalogramm machen. Ich werde das Ergebnis sofort erfahren.«
»Rufen Sie bitte gleich in Podmore’s Thatch an und sagen Sie uns Bescheid.«
» Selbstverständlich.«
»Wenn Sie drei Monate keine Tabletten genommen haben, ohne wieder einen Anfall zu bekommen, kann es nicht allzu schlecht aussehen.«
»Ich wage nicht darüber nachzudenken. Ich wage nicht zu hoffen.«
»Aber Sie werden zu uns zurückkommen?«
Zum erstenmal schien Danus unsicher zu sein. Er zögerte. »Ich weiß nicht«, sagte er zuletzt. »Und zwar deshalb, weil ich mich vielleicht behandeln lassen muß. Das könnte Monate dauern. Vielleicht muß ich in Edinburgh bleiben.«
»Und Antonia? Was wird mit Antonia?«
»Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht mal, was mit mir wird. Im Augenblick weiß ich nicht, wie ich jemals in der Lage sein könnte, ihr das Leben zu bieten, das sie verdient. Sie ist achtzehn. Ihr stünde alles offen, und sie könnte jeden Mann haben. Sie braucht nur Olivia anzurufen, und in wenigen Monaten wäre sie auf der Titelseite aller Illustrierten. Ich kann erst dann zulassen, daß sie sich an mich bindet, wenn ich irgendeine Zukunft für uns beide sehe. Es gibt wirklich keine andere Möglichkeit.«
Penelope seufzte. Doch sie mußte widerstrebend zugeben, daß er recht hatte. »Wenn ihr eine Weile getrennt sein müßt, ist es vielleicht besser für sie, wenn sie nach London zu Olivia zurückkehrt. Sie kann nicht einfach bei mir in Podmore’s Thatch herumhängen. Sie würde vor Langeweile sterben. Es wäre besser, wenn sie Arbeit hätte. Neue Freunde. Neue Interessen.«
»Werden Sie denn allein zurechtkommen, wenn sie nicht mehr da ist?«
»Aber sicher.« Sie lächelte. »Armer Danus, es tut mir so leid für Sie. Krank zu sein ist schrecklich, egal woran man erkrankt. Ich bin auch krank. Ich hatte einen Herzinfarkt, aber ich wollte es vor niemandem zugeben. Ich habe mich einfach selbst aus dem Krankenhaus entlassen und meinen Kindern gesagt, die Ärzte seien alle Idioten. Ich behauptete steif und fest, mir fehle nichts. Aber das stimmt nicht. Wenn ich mich aufrege, spielt mein Herz verrückt und hüpft wie ein Gummiball, dann muß ich eine Tablette nehmen. Es kann jeden Moment aufhören zu schlagen, und dann liege ich da und laufe blau an. Aber bis es soweit ist, fühle ich mich einfach besser, wenn ich so tue, als ob nichts passiert wäre. Sie und Antonia dürfen sich keine Sorgen darum machen, wie es mir ergehen wird, wenn ich wieder allein bin. Ich habe ja meine gute Mrs. Plackett. Andererseits sollte ich nicht so tun, als ob ich euch beide nicht vermissen würde. Wir haben schöne Zeiten miteinander verbracht. Und in dieser letzten Woche hätte ich mir keine liebere Gesellschaft wünschen können. Ich danke euch dafür, daß ihr mitgekommen seid. An diesen Ort, der mir wichtiger ist als alle anderen.«
Er schüttelte lächelnd und verwirrt den Kopf. »Ich werde wohl nie herausbekommen, warum Sie von Anfang an so unglaublich freundlich und großzügig zu mir gewesen sind.«
»Das ist leicht zu erklären. Sie waren mir auf Anhieb sympathisch, schon wegen Ihres Aussehens. Sie haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem Mann, den ich während des Krieges kannte. Es war wie ein Wiedersehen nach vielen Jahren. An dem Abend, als Sie und Antonia mich bei Doris Penberth abgeholt haben, ist Doris die Ähnlichkeit auch aufgefallen. Doris, Ernie und ich sind die einzigen, die sich an ihn erinnern. Er hieß Richard Lomax, und er ist am Morgen der Invasion in der Normandie gefallen. Es klingt wie das banalste aller Klischees, wenn man sagt, jemand sei die einzige wahre Liebe seines Lebens gewesen, aber genau das war er für mich. Als er starb, starb auch etwas in mir. Es hat nie jemand anderen gegeben.«
»Aber Ihr Mann?«
Penelope seufzte und zuckte die Achseln. »Ich fürchte, unsere Ehe ist nie sonderlich befriedigend gewesen. Wenn Richard den Krieg überlebt hätte, hätte ich Ambrose verlassen und wäre mit Nancy zu Richard gegangen. Aber so kehrte ich zu Ambrose zurück. Es schien meine einzige Wahl. Außerdem fühlte ich mich ihm gegenüber schuldig. Ich war jung und egoistisch, als wir heirateten, und wir wurden gleich wieder getrennt. Unsere Ehe hatte nie eine Chance. Ich meinte, Ambrose zumindest diese Chance schuldig zu sein. Außerdem war er Nancys Vater. Und ich wollte noch mehr Kinder haben. Zudem war ich mir über eines im klaren. Ich würde nie wieder uneingeschränkt lieben können. Es konnte nie einen zweiten Richard geben. Da schien es das Vernünftigste zu sein, das Beste aus dem zu machen, was ich hatte. Ich muß zugeben, daß unser Zusammenleben nicht gut klappte, aber ich hatte Nancy, und dann kam Olivia, und dann Noel. Kleine Kinder sind zwar sehr anstrengend, können aber ein großer Trost sein.«
»Haben Sie Ihren Kindern je von diesem anderen Mann erzählt?«
»Nein, nie. Nicht einmal seinen Namen habe ich erwähnt.
Ich habe vierzig Jahre lang mit niemandem über ihn gesprochen. Bis vor ein paar Tagen, als ich bei Doris war und sie anfing, von ihm zu reden, als wäre er eben aus dem Zimmer gegangen. Das war sehr schön. Nicht mehr traurig. Ich habe so lange mit dieser Trauer gelebt. Und mit einer Einsamkeit, die nichts und niemand lindern konnte. Aber im Lauf der Jahre bin ich mit den Ereignissen zu Rande gekommen. Ich habe gelernt, in mir zu ruhen, Blumen zu ziehen, zuzusehen, wie meine Kinder groß werden, Bilder zu betrachten und Musik zu hören. Die freundlichen Mächte. Sie können einem unglaublich viel Kraft schenken.«
»Sie werden Die Muschelsucher vermissen.« Sein Einfühlungsvermögen rührte sie.
»Nein, Danus. Jetzt nicht mehr. Die Muschelsucher sind fort, so wie Richard fort ist. Ich werde seinen Namen wahrscheinlich nie wieder laut aussprechen. Und Sie werden das, was ich Ihnen erzählt habe, für immer für sich behalten.«
»Versprochen.«
»Gut. Und nun, wo wir uns anscheinend alles gesagt haben, was zu sagen ist, sollten wir uns nicht langsam in Bewegung setzen? Antonia wird glauben, wir hätten uns abgesetzt.« Danus erhob sich und reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. Sobald sie stand, merkte sie, daß ihr die Füße weh taten. »Ich bin zu müde, um den Hügel hinaufzugehen. Wir werden den langhaarigen jungen Mann dort bitten, ein Taxi zu bestellen, das uns zum Hotel bringt. Und ich werde Die Muschelsucher und die Erinnerungen an meine Vergangenheit hinter mir lassen. Hier in diesem hübschen kleinen Museum, wo sie alle herstammen. am besten Platz, den sie sich wünschen können, um ihre Tage zu beschließen.«
