Jede Nacht habe ich Albträume. Jede Nacht erscheint mir Sarahs Gesicht, jedoch nur für eine Sekunde, bevor es von der Dunkelheit verschluckt wird und ich sie um Hilfe rufen höre. Wie verzweifelt ich auch suche, ich kann sie nirgendwo finden. Sie ruft nach mir mit ihrer verängstigten, düsteren und einsamen Stimme, aber ich kann sie niemals finden.
Und dann sehe ich Henri, sehe seinen zerschundenen Körper, während er mich anblickt und das Ende unserer gemeinsamen Reise gekommen ist. Niemals sehe ich Angst, Bedauern oder Trauer in seinen Augen, sondern Stolz, Erleichterung und Liebe. Er scheint mir sagen zu wollen, dass ich weitermachen, kämpfen und gewinnen muss. Und dann, kurz bevor es zu Ende geht, weiten sich seine Augen, so als ob er noch um etwas mehr Zeit bitten wolle. »Dass wir nach Paradise gekommen sind, war kein Zufall«, sagt er noch einmal, aber ich habe noch immer keine Ahnung, was er damit meint. Dann sagt er: »Auf keine Sekunde möchte ich verzichten, Kleiner. Nicht um alles in Lorien. Nicht um alles in der ganzen verdammten Welt.« Das ist mein Fluch: Jedes Mal wenn ich von Henri träume, muss ich mitansehen, wie er stirbt. Immer wieder.
Dann erscheint Lorien, wie es wenige Tage vor dem Krieg gewesen ist. Ich sehe die Dschungel und Ozeane, von denen ich schon hundertmal geträumt habe. Ich sehe mich selbst als Kind, wie ich durch das hohe Gras tolle, während die anderen mich lächelnd ansehen und noch nichts von dem Schrecken wissen, der ihnen bevorsteht. Dann sehe ich den Krieg, die Zerstörung, das Töten, das Blut. In manchen Nächten, so wie heute, |109|habe ich deutliche Visionen, die mir anscheinend die Zukunft zeigen.
Meine Augen sind meist gerade erst geschlossen, bevor ich wegdrifte. Und sogar wenn es beginnt, habe ich das Gefühl eine Landschaft zu betreten, die ich zwar noch nie gesehen habe, die mir aber seltsam vertraut vorkommt.
Ich laufe über einen mit Abfall und Trümmern übersäten Weg. Zerbrochenes Glas. Verbranntes Plastik. Verbogener, rostiger Stahl. Beißender Geruch steigt mir in die Nase und lässt meine Augen tränen. Verfallene Gebäude ragen in den grauen Himmel empor. Rechts ein dunkler, träger Fluss. Vor mir irgendwo gibt es eine Erschütterung. Schreie und metallisches Scheppern hängen in der Luft. Ich gelange zu einer wütenden Menschenmenge an einer Startbahn, auf der ein Raumschiff zum Abflug vorbereitet wird. Ich trete durch ein Tor, das mit Stacheldraht bewehrt ist, und begebe mich zu dem von der Masse abgeschirmten Startplatz.
Die Rollbahn ist mit kleinen, magmafarbenen Rinnsalen übersät. Mogadorische Soldaten halten die Menge in Schach, während zahlreiche Scouts das Schiff fertig machen — eine onyxfarbene Kugel, die in der Luft schwebt.
Die Menge rüttelt an der Umzäunung, wird aber von den Soldaten zurückgeprügelt. Die Gestalten sind kleiner als die Soldaten, haben aber dieselbe aschefarbene Haut. Ein tiefes Grummeln wächst irgendwo über dem Raumschiff heran. Die Menge wird still und tritt beunruhigt ein paar Schritte zurück, während die Scouts auf der Rollbahn Haltung annehmen und sich in Reih und Glied aufstellen.
Dann sinkt irgendetwas aus dem verschleierten Himmel herunter. Ein dunkler Wirbel verschluckt die umgebenden Wolken und hinterlässt einen dicken schwarzen Nebel in seinem Sog. Ich halte mir die Ohren zu, bevor das Objekt auf den Boden trifft und die Erde so erbeben lässt, dass es mich fast umhaut. Alles wird still, als der Staub sich legt und ein kugelförmiges Raumschiff zum Vorschein tritt, das milchig-weiß wie eine Perle |110|schimmert. Eine runde Tür wird aufgeschoben und eine riesige Kreatur steigt aus. Die gleiche Kreatur, die versucht hat, mich in dem felsigen Schloss zu enthaupten.
Am Zaun bricht Panik aus. Alle versuchen, diesem Monster zu entkommen. Mit seinem muskulösen und kantigen Körperbau und dem kurzgeschorenen Haar wirkt er noch riesiger, als ich ihn in Erinnerung habe. Tätowierungen schlängeln sich an seinen Armen hinauf, seine Knöchel sind mit Brandnarben verziert. Am Nacken hat er eine weitere große lilafarbene Narbe, die grotesk hervorsteht.
Ein Soldat holt einen goldenen Stab aus dem Raumschiff. Der Kopf ist geformt wie ein Hammer, mit einem schwarzen Auge auf der Seite. Als die Kreatur den Stab in die Hand nimmt, erwacht das Auge zum Leben, sieht nach rechts und links, nimmt die Umgebung in sich auf, bis es schließlich mich entdeckt.
Der Mogadori lässt seinen Blick über die Menge schweifen. Er spürt mich irgendwo in der Nähe. Seine Augen verengen sich. Er kommt mit einem Riesenschritt auf mich zu und hebt den goldenen Stab. Das schwarze Auge pulsiert.
Genau in diesem Augenblick ruft ein Mann aus der Menge dem Mogadori etwas zu und rüttelt wütend am Zaun. Der Mogadori wendet sich dem Aufwiegler zu und deutet mit dem Stab in seine Richtung. Das Auge des Stabs erglüht und der Mann wird augenblicklich durch den Stacheldrahtzaun gezwängt und in Fetzen gerissen. Die Hölle bricht los, als alle gleichzeitig zu fliehen versuchen.
Der Mogadori wendet sich wieder mir zu und zeigt mit dem Stab auf meinen Kopf. Ich habe das Gefühl, ins Leere zu stürzen. Schwerelosigkeit macht sich in meinen Eingeweiden breit, bis ich mich fast übergeben muss. Was ich an seinem Hals erblicke, ist so verstörend und quälend, dass ich wie vom Blitz getroffen aufwache.
***
|111|Die Dämmerung dringt durch das Fenster und taucht den kleinen Raum in ein hartes Morgenlicht. Die Konturen der Dinge werden wieder sichtbar. Ich bin schweißüberströmt und ringe nach Atem. Aber ich bin hier. Der Schmerz und die Verwirrung in meinem Herzen verraten mir, dass ich noch am Leben bin und nicht mehr an einem schrecklichen Ort, an dem ein Mensch durch die schmalen Zwischenräume eines Stacheldrahtzauns gerissen werden kann.
Wir haben ein verlassenes Haus am Rande eines Naturschutzgebiets gefunden, ein paar Kilometer von Lake George entfernt. Genauso ein Haus, wie es Henri gefallen hätte: isoliert, klein und ruhig. Ohne eigenen Charakter, aber sehr sicher. Es hat nur ein Stockwerk. Außen ist es limonengrün gestrichen, während im Innern verschiedene Beigeschattierungen sowie ein brauner Teppichboden den Ton angeben. Wir hatten großes Glück, da das Wasser noch nicht abgestellt worden war. Gemessen an der dicken Staubschicht hat hier vermutlich eine Weile niemand mehr gelebt.
Ich rolle mich auf die Seite und starre das Telefon neben meinem Kopf an. Nach allem, was mir meine Vision gerade gezeigt hat, könnte mir nur Sarah Trost spenden. Seit zwei Wochen habe ich sie nun nicht mehr gesehen. Ich erinnere mich an die Zeit, als sie gerade aus Colorado zurückgekommen war und an die Art, wie wir uns damals umschlungen hielten. Wenn ich einen Augenblick für immer und ewig in Erinnerung behalten könnte, dann würde ich diesen wählen. Ich schließe die Augen und versuche mir vorzustellen, was sie gerade macht, was sie anhat, mit wem sie spricht. In den Nachrichten hieß es, dass die sechs umliegenden Schulbezirke einen Teil der Schüler aus Paradise aufgenommen haben, bis ein neues Gebäude fertig gestellt ist. Ich frage mich, an welcher Schule Sarah wohl gelandet ist und ob sie weiterhin fotografiert.
Ich strecke die Hand nach meinem Telefon aus. Es ist ein Prepaid-Handy und unter dem Namen Julius Seazar registriert. |112|Henris Sinn für Humor hat mich oft überrascht. Nach vielen Tagen schalte ich das Handy zum ersten Mal wieder ein. Ich brauche nur ihre Nummer zu wählen und schon könnte ich ihre Stimme hören. So einfach ist das.
Ich drücke die vertraute Nummernfolge in die Tasten, bis ich zur letzten Nummer komme. Dann schließe ich die Augen, atme tief ein und schalte das Telefon wieder aus. Ich weiß genau, dass ich die zehnte Ziffer nicht drücken kann. Die Angst um Sarahs Sicherheit und ihr Leben — unser aller Leben — hält mich zurück.
Im Wohnzimmer hockt Sam, hält einen von Henris Laptops auf dem Schoß und sieht sich einen CNN-Beitrag an. Glücklicherweise funktioniert Henris Karte für drahtlosen Internetzugang noch immer, welches Pseudonym er auch immer dafür benutzt haben mag. Sam kritzelt aufgeregt irgendwelche Notizen auf einen Block. Seit den Ereignissen in Tennessee sind erst drei Tage vergangen. Nachdem wir auf drei verschiedene Güterzüge gesprungen waren, von denen uns einer zweihundert Kilometer in die falsche Richtung transportierte, kamen wir schließlich gestern Abend hier in Florida an. Ohne die Anwendung unseres Erbes — unserer Geschwindigkeit und der Unsichtbarkeit von Sechs — hätten wir es nie geschafft. Jetzt wollen wir erst mal eine Weile den Ball flach halten und Gras über die Geschichte wachsen lassen. Wir formieren uns neu, beginnen wieder mit unserem Training und versuchen unter allen Umständen solche Vorfälle wie mit den Helikoptern zu vermeiden. Erster Auftrag: ein neues Auto suchen. Zweiter Auftrag: rausfinden, was als Nächstes zu tun ist. Keiner von uns weiß es genau. Wieder einmal spüre ich deutlich, wie sehr ich Henri vermisse.
»Wo ist Sechs?«, frage ich und stolpere ins Wohnzimmer.
»Draußen schwimmen gegangen oder so«, erwidert Sam.
Das Tolle an unserem neuen Haus ist der Swimmingpool, den Sechs augenblicklich mit Wasser füllte, indem sie einen ordentlichen Regensturm herbeirief.
|113|»Ich dachte, du würdest Sechs nur zu gern im Badeanzug sehen«, ärgere ich Sam.
Sein Gesicht wird knallrot. »Halt die Klappe. Ich muss die Nachrichten checken. Du weißt schon: was Nützliches tun.«
»Gibt’s was Neues?«
»Abgesehen davon, dass ich jetzt als Komplize gelte und das Kopfgeld auf eine halbe Million Dollar raufgesetzt wurde?«
»Ach, komm schon. Das findest du doch bestimmt total abgefahren.«
»Ja, ziemlich coole Sache.« Er grinst. »Ansonsten nein, nichts Neues. Ich verstehe gar nicht, wie Henri hier den Überblick behalten konnte. Jeden Tag gibt es buchstäblich tausende solcher Geschichten.«
»Henri hat nie geschlafen.«
»Willst du nicht vielleicht mal rausgehen und dir Sechs im Badeanzug anschauen?«, fragt Sam und wendet sich wieder dem Computer zu. Erstaunlicherweise gibt es kein Quäntchen Sarkasmus in seiner Stimme. Er weiß, was ich für Sarah empfinde. Und ich weiß, was er für Sechs empfindet.
»Was meinst du damit?«
»Ich kann sehen, wie du sie anschaust«, sagt Sam. Er klickt einen Link über einen Flugzeugabsturz in Kenia an. Eine Überlebende.
»Und wie schaue ich sie bitte an, Sam?«
»Schon gut.« Die Überlebende ist eine alte Frau. Mit Sicherheit keine von uns.
»Die Loriener verlieben sich für das ganze Leben, Sam. Und ich liebe Sarah. Das weißt du doch.«
Sam sieht über den Rand seines Laptops. »Das weiß ich in der Tat. Es ist nur, dass ... ach, keine Ahnung. Du bist so ein Typ, der ihr bestimmt gefällt. Nicht so ein Mathematik-Nerd, der vom Weltraum und von Aliens besessen ist. Ich wüsste nicht, wie sich Sechs in jemanden wie mich verlieben könnte.«
»Du bist ein Wahnsinnstyp, Sam. Vergiss das nicht.«
Ich schiebe die rückwärtige Glastür auf, die den Weg zum |114|Pool versperrt.
Hinter dem Pool liegt ein zugewucherter Hof, der von dicken Steinmauern umgeben ist und vor neugierigen Blicken schützt. Der nächste Nachbar ist einen halben Kilometer entfernt. Die nächstgelegene Stadt ist nach zehn Minuten Autofahrt zu erreichen.
Sechs zischt anmutig durchs Wasser und berührt dabei wie ein Insekt nur flüchtig die Oberfläche. Doppelt so schnell durchpflügt neben ihr ein schnabeltierähnliches Wesen mit langem blonden Haar und Bart das Wasser — ich habe keine Ahnung, welches Tier Bernie Kosar hier gerade kopiert.
Sechs spürt meine Anwesenheit, kommt zum Beckenrand geschwommen und stützt sich mit den Ellbogen darauf ab. Bernie Kosar springt aus dem Wasser und nimmt wieder seine übliche Beagle-Form an. Als er sich schüttelt, macht er mich total nass. Es ist angenehm erfrischend und plötzlich muss ich daran denken, wie schön es ist, wieder im Süden der USA zu sein.
»Du solltest meinen armen Hund hier besser nicht so quälen«, sage ich und ertappe mich dabei, wie ich auf ihre schlanken Schultern und ihren perfekt geformten Hals starre. Vielleicht hat Sam recht. Vielleicht betrachte ich sie ja genauso wie er. Mehr als je zuvor möchte ich zurück in mein Zimmer laufen, das Telefon einschalten und Sarahs Stimme hören.
»Fragt sich, wer hier wen quält. Dieser kleine Kerl schwimmt, als ob er wieder völlig gesund wäre. Da wir gerade davon sprechen — wie geht es deinem Kopf?«
»Er tut noch weh«, sage ich und streiche mit der Hand darüber. »Aber alles nicht so schlimm. Morgen kann ich wieder trainieren, wenn du deswegen fragst.«
»Gut«, erwidert sie. »Ich werde langsam kribbelig. Lange her, dass ich mit jemandem trainiert habe.«
»Willst du wirklich mit mir üben? Du weißt doch, dass du dich dabei verletzen könntest, oder?«
Sie lacht und spuckt einen Mund voll Wasser in meine |115|Richtung. »Oh, sieh mal«, sage ich, stelle mir in Gedanken die Oberfläche des Pools vor und fabriziere einen Windstoß. Das Wasser steigt zu ihrem Gesicht auf. Sie taucht unter, um der Welle zu entkommen. Als sie wieder auftaucht, reitet sie auf dem Gipfel einer hohen Woge, die in ihrer Wucht beinahe den ganzen Pool leert, sie aber zu mir hinbefördert. Bevor ich reagieren kann, springt sie ab, doch die Woge rollt weiter, haut mich glatt um und wirft mich bis ans Haus zurück. Ich höre sie lachen. Das Wasser strömt in den Pool zurück. Ich stehe da und versuche, sie wieder ins Wasser zu schubsen. Sie wehrt meine Telekinese ab. Plötzlich finde ich mich segelnd in der Luft wieder, wo ich auf dem Kopf stehe und hilflos mit den Armen rudere.
»Um Himmels willen, was treibt ihr denn hier draußen?«, möchte Sam wissen. Er steht vor der gläsernen Schiebetür.
»Ähm, Sechs hat totalen Blödsinn geredet und da hab ich ihr mal gezeigt, wo ihr Platz ist. Siehst du das nicht?«
Ich schwebe noch immer einen Meter über der Mitte des Pools. Ich kann förmlich spüren, wie Sechs mich an meinem rechten Knöchel festhält. Es fühlt sich an, als würde es nicht telekinetisch, sondern tatsächlich passieren.
»Oh ja, absolut. Du hast sie genau da, wo du sie haben wolltest.«
»Ich wollte gerade zum entscheidenden Schlag ausholen, weißt du. Musste nur den passenden Moment abwarten.«
»Was meinst du, Sam?«, fragt Sechs. »Soll er seine Chance bekommen?«
Sams Mund verzieht sich zu einem Grinsen. »Nimm das da weg!«
»Hey, wartet mal!«, kann ich gerade noch rufen, bevor sie mich loslässt und ich kopfüber ins Wasser falle. Als ich wieder an die Oberfläche komme, sind Sam und Sechs in einen hysterischen Lachanfall ausgebrochen.
»Das war bloß Runde Nummer eins«, sage ich und klettere aus dem Schwimmbecken. Dann ziehe ich mir mein T-Shirt aus und werfe es auf den Boden. »Ich war lediglich abgelenkt. |116|Wartet ab!
»Wie ist das jetzt mit >cool und abgebrüht<?«, fragt Sam. »War das nicht dein Kommentar nach dem Haareschneiden?«
»Strategie«, erwidere ich. »Ich wiege sie in Sicherheit, und wenn sie dann glaubt, dass alles in schönster Ordnung ist, ziehe ich ihr den Boden unter den Füßen weg.«
»Ha! Ja, genau«, sagt Sam und fügt dann hinzu: »Gott, ich wünschte, ich hätte ein Erbe.«
Sechs steht in einem einteiligen schwarzen Badeanzug zwischen uns. Sie lacht immer noch. Als sie sich nach vorn beugt, um ihr Haar auszuwringen, laufen Wassertropfen an ihren Armen und Beinen hinab. Die Narbe an ihrem Knöchel ist immer noch verfärbt, aber längst nicht mehr so violett wie noch vor einer Woche. Sie richtet sich wieder auf und lässt dabei schwungvoll das Haar über den Kopf nach hinten fallen.
Sam und ich sind völlig fasziniert.
»Dann also Training heute Nachmittag?«, fragt Sechs. »Oder hast du immer noch Angst, ich könnte mich verletzen?«
Ich puste meine Wangen auf und lasse die Luft langsam entweichen. »Ich schätze, ich werde dich wohl rücksichtsvoll behandeln müssen. Die Narbe an deinem Bein sieht ja immer noch ziemlich schlimm aus. Aber, ja, Training heute Nachmittag.«
»Sam, bist du dabei?«
»Ihr wollt, dass ich beim Training dabei bin? Im Ernst?« »Natürlich. Du bist jetzt einer von uns«, sagt Sechs.
Er nickt und reibt sich die Hände. »Ich bin dabei«, sagt er und grinst wie ein Kind am Heiligabend. »Aber wenn ihr mich nur als Zielscheibe haben wollt, gehe ich nach Hause.«
ENDE DES AUSZUGS