Wenn morgens die Glocke läutet, bin ich als Erste wach. Immer. Nicht, weil ich ein Morgenmensch bin, sondern weil ich vor allen anderen ins Badezimmer und wieder heraus möchte.
Schnell mache ich mein Bett, was mir nach all der Zeit hier ziemlich gut gelingt. Der Trick dabei ist, Bettlaken und Bettdecke am Fußende ordentlich festzustopfen. Dann muss man nur noch die andere Seite zum Kopfende hochziehen, die Seiten am Bettrand festmachen und die Kissen hinzufügen, sodass alles sauber und aufgeräumt aussieht — so, als könne eine Münze, die man darauf wirft, wieder abfedern und herunterfallen.
Als ich fertig bin, ist Ella, das Mädchen, das am Sonntag angekommen ist und das Bett nahe der Tür zugewiesen bekommen hat, als Einzige ebenfalls wach. Wie an den beiden vorausgegangenen Tagen versucht sie, mir beim Bettenmachen nachzueifern, kämpft sich aber immer noch damit ab. Ihr Problem ist, dass sie am Kopfende beginnt statt am Fußende. Schwester Katherine, deren einwöchige Aufsicht an diesem Morgen endet, war bisher nachsichtig mit ihr. Jetzt beginnt Schwester Doras Turnus und ich weiß, dass sie Ella keine Fehler durchgehen lassen wird, egal wie neu sie auch bei uns ist oder was sie gerade durchgemacht hat.
»Soll ich dir helfen?«, frage ich quer durch den Raum.
Mit traurigen Augen sieht sie mich an. Ich kann ihr ansehen, dass ihr das Bett ziemlich egal ist. Wahrscheinlich ist ihr das Meiste zurzeit ziemlich egal. Angesichts der Tatsache, dass ihre Eltern gestorben sind, kann ich es ihr nicht verdenken. Ich würde ihr gern sagen, dass sie sich keine Sorgen zu machen |99|braucht, dass sie — im Gegensatz zu uns >Lebenslänglichen< — nach einem oder spätestens zwei Monaten wieder hier rauskommen wird. Aber welch ein Trost könnte das im Augenblick für sie sein?
Ich beuge mich über das Fußende ihres Bettes und ziehe so lange am Bettlaken herum, bis es so liegt, dass ich es an den Seiten unterhalb der Matratze feststopfen kann. Dann ziehe ich die Bettdecke darüber.
»Kannst du da mal an der Seite anfassen?«, bitte ich sie und deute auf die linke Bettseite, während ich mich rechts neben das Bett stelle. Zusammen streichen wir alles glatt, bis ihr Bett genauso ordentlich aussieht wie meins.
»Perfekt«, sage ich.
»Danke«, erwidert sie mit sanfter, schüchterner Stimme. Ich sehe ich in ihre großen braunen Augen und muss feststellen, dass ich sie wirklich mag und mich ein bisschen um sie kümmern möchte.
»Das mit deinen Eltern tut mir sehr leid«, sage ich.
Ella weicht meinem Blick aus. Wahrscheinlich bin ich ihr gerade zu nahe gekommen. Doch dann antwortet sie mit einem schwachen Lächeln: »Danke. Ich vermisse sie sehr.«
»Ich bin sicher, dass sie dich auch vermissen.«
Zusammen gehen wir aus dem Zimmer. Mit fällt auf, dass sie auf den Fußballen geht, so als wolle sie keinerlei Geräusche machen.
Am Waschbecken fasst Ella ihre Zahnbürste so nahe an den Borsten an, dass sie diese fast mit ihren kleinen Fingern berührt. Die Zahnbürste wirkt dadurch viel größer, als sie ist. Als ich bemerke, dass sie mich im Spiegel beobachtet, lächle ich ihr zu. Sie erwidert mein Lächeln und entblößt dabei zwei Reihen winziger Zähne. Zahnpasta strömt aus ihrem Mund, läuft ihr über den Arm und tropft von ihrem Ellbogen herunter. Ich beobachte das S-förmige Rinnsal aus Zahnpasta. Es erinnert mich an irgendetwas und ich lasse meine Gedanken schweifen.
Ein heißer Junitag. Wolken segeln über den blauen Himmel. |100|Kühle Wasserläufe plätschern im Sonnenlicht. Die frische Luft riecht nach Pinien. Ich atme sie ein und lasse die Widrigkeiten aus Santa Teresa im Nichts verschwinden.
Obwohl mein zweites Erbe sich anscheinend bereits kurz nach meinem ersten gezeigt hatte, war es mir erst ein ganzes Jahr danach bewusst geworden. Ich hatte es rein zufällig bemerkt und frage mich jetzt, ob ich noch über ein weiteres Erbe verfüge, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden.
Jedes Jahr, wenn die Sommerferien beginnen, organisieren die Schwestern einen viertägigen Ausflug in ein nahe gelegenes Ferienlager in den Bergen, um diejenigen zu belohnen, die sich ihrer Einschätzung nach brav verhalten haben. Aus demselben Grund, aus dem ich auch die in entgegengesetzter Richtung liegende Höhle mag, gefallen mir diese Ausflüge: Sie sind eine Flucht— eine seltene Gelegenheit, über einen Zeitraum von vier Tagen in einem großen Bergsee schwimmen, klettern, unter freiem Himmel schlafen zu können und im Gegensatz zu den muffigen Korridoren von Santa Teresa endlich einmal frische Luft zu atmen. Kurz gesagt eine Möglichkeit, sich unserem Alter entsprechend zu verhalten. Ich habe sogar schon ein paar der Schwestern lachen und scherzen hören, als sie sich unbeobachtet glaubten.
Mitten im See gibt es ein Schwimmdeck. Ich bin eine furchtbar schlechte Schwimmerin und viele Sommer saß ich einfach nur am Ufer und beobachtete, wie die anderen lachten, herumalberten und Kopfsprünge vom Deck in das Wasser machten. Ich übte einige Sommer lang allein in flachem Wasser und als ich dreizehn war, hatte ich mir schließlich ein alles andere als perfektes, hundeartiges Paddeln antrainiert, das meinen Kopf über Wasser hielt. Mit diesem Schwimmstil erreichte ich das Deck. Das war alles, was ich wollte.
Einmal auf dem Deck angekommen besteht das Spiel darin, sich gegenseitig hinunterzuschubsen. Erst bilden sich Mannschaften, aber wenn von ihnen schließlich nur noch ein Mädchen übrig ist, sind alle auf sich selbst gestellt. Da La Gorda |101|das kräftigste und größte Mädchen in Santa Teresa ist, hatte ich immer angenommen, dass sie spielend den Sieg davontragen würde. Allerdings ist das nur selten der Fall. Häufig wird sie von kleineren und beweglicheren Mädchen ausgetrickst und ich glaube, niemand hat so oft gewonnen wie Bonita.
Ich wollte dieses Spiel — La Reina del Muelle oder Königin des Decks — gar nicht spielen. Ich war zufrieden, am Rand zu sitzen und die Füße ins Wasser baumeln zu lassen.
Aber Bonita stieß mich kräftig von hinten an und schickte mich kopfüber in den See. »Spiel mit oder schwimm zurück zum Strand!«, rief sie und warf ihr Haar über die Schulter.
Ich kletterte wieder hoch und stürzte direkt auf sie zu. So fest es ging drückte ich sie beiseite, bis sie rückwärts in den See fiel.
Ich hörte La Gorda nicht und plötzlich waren da zwei kräftige Hände, die mir in den Rücken stießen. Ich rutschte auf dem feuchten Holz aus. Mein Kopf und meine Schulter knallten gegen den Rand des Schwimmdecks und plötzlich sah ich Sterne. Für ein paar Sekunden war ich ohnmächtig. Als ich meine Augen wieder öffnete, war ich unter Wasser. Nichts als Dunkelheit umgab mich. Instinktiv kämpfte ich mich nach oben und ruderte mit den Armen, um die Wasseroberfläche zu erreichen. Aber mein Kopf stieß gegen die Unterseite des Decks. Mir wurde plötzlich klar, dass es zwischen dem Wasser und den hölzernen Planken nur ein paar Zentimeter Platz gab. Ich versuchte, meinen Kopf nach hinten zu legen, um Mund und Nase über die Wasseroberfläche zu bekommen, doch sofort lief mir das Wasser in die Nase. Meine Lungen brannten, ich wurde völlig panisch. Ich versuchte, mich seitwärts zu bewegen, aber es gab keinen Platz. Ich war zwischen den Plastikfässern unter dem Dock eingeklemmt. Das Wasser geriet in meine Lungen, während mir der Gedanke durch den Kopf schoss, wie absurd es wäre, durch Ertrinken zu sterben. Ich dachte an die anderen und sah förmlich vor mir, wie sich die Narben in ihre Knöchel brannten. Würden sie glauben, dass Nummer Drei getötet worden war oder würden sie irgendwie verstehen, dass es sich |102|um mich handelte? Ich überlegte, ob anhand der Narbenform wohl erkennbar wäre, ob ich durch die Mogadori getötet worden oder durch meine eigene Dummheit gestorben war. Meine Augen schlossen sich langsam, ich sank hinunter. Gerade als ich die letzten Luftblasen über meine Lippen dringen spürte, klappten meine Augen wieder auf und eine seltsame Ruhe überkam mich. Meine Lungen brannten nicht länger.
Ich atmete.
Das Wasser kitzelte in meinen Lungen und erfüllte gleichwohl den verzweifelten Wunsch nach Sauerstoff. In diesem Augenblick entdeckte ich mein zweites Erbe: die Fähigkeit, unter Wasser atmen zu können. Und ich hatte es nur deshalb entdeckt, weil ich an die Schwelle des Todes gestoßen worden war.
Die Mädchen suchten nach mir, doch so schnell wollte ich nicht gefunden werden. Ich ließ mich auf den Grund des Bergsees herab, bis sich die Welt um mich herum immer mehr verdunkelte und meine Füße schließlich den kühlen Schlamm in der Tiefe berührten. Nachdem sich meine Augen daran gewöhnt hatten, konnte ich durch das schmutzigbraune Wasser hindurchsehen. Zehn Minuten vergingen. Dann zwanzig.
Schließlich verließen die Mädchen das Deck, vermutlich weil die Glocke sie zum Mittagessen rief. Ich wartete, bis ich sicher war, dass alle verschwunden waren. Dann lief ich über den Grund des Sees auf das Ufer zu, wobei meine Füße immer tiefer in den Schlamm einsanken. Nach einer Weile wurde das eisige Wasser wärmer und klarer, der Schlamm wurde von Felsen und dann Sand abgelöst. Schließlich tauchte mein Kopf aus dem Wasser. Ich hörte die Mädchen, einschließlich La Gorda und Bonita, erleichtert aufschreien und sah sie auf mich zustürzen. Am Strand angekommen ließ ich einen prüfenden Blick über meinen Körper gleiten und entdeckte einen Kratzer an meiner Schulter. Ein paar Blutstropfen liefen mir am Arm herab und formten ein zartes S.
Die Schwestern ließen mich den Rest des Nachmittags an einem Tisch unter einem Baum sitzen, doch es war mir egal. |103|Ich hatte ein weiteres Erbe.
Im Badezimmerspiegel sieht Ella, wie ich die an ihrem Arm herablaufende Zahnpasta beobachte. Sie fühlt sich irgendwie ertappt. Als sie versucht, meine Art des Zähneputzens zu kopieren, tropft noch mehr schäumende Zahnpasta aus ihrem Mund.
»Du bist ja die reinste Schaumfabrik«, sage ich lächelnd und fasse nach einem Handtuch, um ihr alles abzuwischen.
Wir verlassen das Badezimmer, als die anderen Mädchen hereinkommen, ziehen uns schnell an und gehen nach draußen, während die ersten wieder in den Schlafraum zurückkommen. Wir sind der Gruppe immer ein kleines Stückchen voraus, so, wie ich es am liebsten habe. Wir holen uns unser Frühstück aus der Cafeteria und treten in die kühle Morgenluft. Auf dem Weg zur Schule esse ich einen Apfel. Ella folgt meinem Beispiel. Ich bin heute Morgen zehn Minuten früher dran, was es mir möglich macht, ins Internet zu gehen, um nach neuen Nachrichten über John Smith zu suchen. Der Gedanke an ihn lässt mich lächeln.
»Warum lachst du? Freust du dich auf die Schule?«, fragt Ella. Ich sehe zu ihr hinüber. Der halb aufgegessene Apfel sieht in ihrer kleinen Hand riesengroß aus.
»Es ist ein schöner Morgen«, erwidere ich. »Und außerdem habe ich heute nette Gesellschaft.«
Wir laufen die Straße entlang, während die Verkäufer im Dorf ihre Stände aufbauen. Der Schnee ist noch nicht geschmolzen und türmt sich zu beiden Seiten am Rand der Calle Principal auf, aber die Straße selbst ist geräumt. Vor uns auf der rechten Seite öffnet sich die Haustür von Héctor Ricardo. Er schiebt seine Mutter hinaus, die in einem Rollstuhl sitzt. Seit langer Zeit leidet sie an der Parkinson-Krankheit. Fünf Jahre sitzt sie bereits im Rollstuhl, seit drei Jahren kann sie nicht mehr sprechen. Héctor stellt den Rollstuhl in die Sonne und zieht die Radbremse fest. Die Sonne scheint seiner Mutter gut zu tun. Héctor selbst schleicht in den Schatten und lässt sich mit gesenktem Kopf auf einen Stuhl fallen.
|104|»Guten Morgen, Héctor! «, rufe ich ihm zu.
Er hebt den Kopf und blinzelt mit einem Auge. Dann winkt er mir mit einer zitternden Hand zu. »Marina wie die Königin der Meere«, erwidert er krächzend. »Nur die Zweifel von heute beschränken den morgigen Tag.«
Ich bleibe stehen und lächle ihn an. Ella bleibt ebenfalls stehen. »Das ist ja mal eine deiner klügeren Weisheiten.«
»Lass dich von Héctor nicht täuschen. Er hat noch immer was Besseres auf Lager«, sagt er.
»Geht es dir gut?«
»Stärke, Vertrauen, Bescheidenheit und Liebe. Héctor Ricardos vier Grundsätze für ein glückliches Leben«, antwortet er. Seine Worte stehen zwar in keinem Zusammenhang mit meiner Frage, geben mir aber dennoch ein gutes Gefühl. Héctor richtet seinen Blick auf Ella. »Und wer ist dieser kleine Engel?« Ella fasst meine Hand und versteckt sich hinter mir.
»Ihr Name ist Ella«, sage ich und schaue auf sie hinab. »Das ist Héctor. Er ist mein Freund.«
»Héctor ist einer von den Guten«, fügt er hinzu, doch Ella drückt sich immer noch an mich.
Während wir unseren Weg zur Schule fortsetzen, winkt uns Héctor noch einmal zu.
»Weißt du, wohin du musst?«, frage ich sie.
»Ich gehe in die Klasse von Señora Lopez«, erwidert sie lächelnd.
»Aah, du hast Glück. Ich war auch bei ihr. Sie ist einer der guten Menschen in der Stadt, so wie Héctor«, sage ich.
***
Ich bin am Boden zerstört. Alle drei Schulcomputer sind besetzt. Drei jüngere Mädchen aus der Stadt versuchen verzweifelt, eine naturwissenschaftliche Aufgabe zu beenden. Ihre Finger fliegen über die Tastatur. Ich gleite durch den Tag und bleibe für mich allein, während mich ein einziger Gedanke beschäftigt: |105|John Smith, der in Amerika auf der Flucht ist und irgendwie den Gesetzeshütern entkommt, während ich hier in Santa Teresa feststecke, einer alten, muffigen Stadt, wo nichts passiert. Ich habe immer gedacht, dass ich hier weggehen würde, sobald ich achtzehn bin. Doch weil John Smith jetzt da draußen ist und gejagt wird, muss ich Santa Teresa so schnell wie möglich verlassen und mich ihm anschließen. Die Frage ist nur, wie ich ihn finden kann.
Meine letzte Stunde ist Spanische Geschichte. Die Lehrerin leiert irgendwas über General Francisco Franco und den Bürgerkrieg in den 1930er Jahren herunter. Ich blende sie aus und schreibe stattdessen die Einzelheiten des aktuellsten Artikels, den ich über John gelesen habe, in mein Notizbuch.
John Smith
Lebte 4 Monate in Paradise/Ohio
Wurde von einem Polizisten in Tennessee angehalten, als er in einem Truck mitten in der Nacht Richtung Westen fuhr. Zwei ungefähr gleichaltrige Personen waren bei ihm. Wo fuhren sie hin?
Einer seiner Begleiter war angeblich Sam Goode aus Paradise. Man vermutete zuerst, dass er gekidnappt wurde, geht aber jetzt davon aus, dass er ein Komplize ist. Wer ist die dritte Person? Ein schwarzhaariges Mädchen. Das Mädchen in meinem Traum hatte schwarzes Haar. Wo ist Henri?
Wie konnten sie zwei Helikoptern und 35 Polizisten entkommen? Warum sind die Hubschrauber abgestürzt?
Wie kann ich ihn ODER die anderen kontaktieren? Etwas im Internet posten?
Zu gefährlich. Kann ich etwas tun, was den Mogs |106|verborgen bleibt? Wenn ja: Wird einer der anderen es überhaupt bemerken?
John ist auf der Flucht? Geht er jemals ins Internet?
Weiß Adelina etwas, das ich nicht weiß?
Kann ich es ansprechen, ohne mich zu verraten?
Der Kugelschreiber schwebt über der Seite. Das Internet und Adelina. Meine einzigen Ideen, die aber beide nicht viel versprechend erscheinen. Was kann ich sonst noch tun? Alles andere ist offenbar genauso aussichtslos, wie auf einen Berg zu steigen und Rauchsignale auszusenden. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, irgendetwas zu übersehen — ein entscheidendes Element, das so offensichtlich ist, dass es mir direkt vor der Nase liegt.
Die Lehrerin redet weiter. Ich schließe die Augen und lasse mir alles noch mal durch den Kopf gehen. Neun Garden. Neun Cêpan. Ein Raumschiff, das uns auf die Erde brachte, hier irgendwo versteckt ist und uns vielleicht auch wieder zurückbringt. Ich kann mich nur noch erinnern, dass wir mitten in einem Sturm an einem abgelegenen Platz landeten. Um uns vor den Mogadori zu schützen, wurden wir mit einem Zauber belegt. Der wurde aber nur aktiviert, weil wir uns getrennt haben, und funktioniert nur, solange wir getrennt bleiben. Aber warum? Ein Zauber, der uns voneinander entfernt hält, hilft uns auch nicht gerade weiter, einander zu finden und die Mogadori zu bekämpfen. Was ist der springende Punkt dabei?
Während ich mir diese Frage stelle, kommt mir plötzlich ein anderer Gedanke. Ich schließe die Augen und lasse mich von Logik leiten.
Es war beabsichtigt, dass wir uns versteckt halten. Doch wie lange? Bis sich unser Erbe entwickelt hat und wir über die Werkzeuge verfügen, um zu kämpfen und zu gewinnen. Welche Fähigkeit erlangen wir, wenn das erste Erbe endlich eintritt?
Die Antwort ist fast zu simpel, um wahr zu sein. Ich halte den |107|Kugelschreiber noch immer in der Hand und notiere die einzige Antwort, die mir einfällt:
Der Kasten.