8. KAPITEL

Brent nahm die Verfolgung des Porsches so selbstsicher und unauffällig auf, als ob er seit Jahren bei der Polizei arbeiten würde. Carols Befürchtungen waren also unbegründet gewesen. Unwillkürlich erinnerte sie sich daran, dass sie ihn in ihrem Traum als Inspektor von Scotland Yard gesehen hatte. Aber jetzt zählten nicht irgendwelche nächtlichen Trugbilder, sondern die Wirklichkeit. Und die war aufregend genug.

Brent hatte die Londoner Verkehrslage richtig eingeschätzt. In der dicksten Rushhour konnte sich der Porsche auch nicht schneller durch den Stau drängen als der PS-schwache Kleinwagen aus Fernost. Brent steuerte sein Auto so, dass stets zwei oder drei andere Fahrzeuge zwischen ihnen und Jeanie Wildes Sportflitzer waren. Sie wollten nicht die Aufmerksamkeit der Verkäuferin auf sich lenken.

Jeanie Wilde fuhr auf der East India Dock Road Richtung Westen. Bald kamen sie an einem großen Bahnhof vorbei.

„Das ist die Liverpool Street Station“, meinte Brent. „Ich fürchte, der Feierabendverkehr lässt langsam nach. Bald kann sie ihren Porsche-Motor besser auf Touren bringen.“

Seine Voraussage traf ein, denn Jeanie Wilde gab Gas, als sich der Dauerstau etwas entzerrte. Carol befürchtete schon, abgehängt zu werden. Aber dann setzte Jeanie Wilde den Blinker. Sie fuhr an der Pitfield Street auf den Parkplatz eines Supermarkts.

„Will sie jetzt etwa ein paar Diät-Menüs kaufen?“, stieß Carol enttäuscht hervor. Brent hatte seinen Honda Civic ebenfalls auf die große Asphaltfläche gelenkt.

„Das glaube ich nicht. Sieh nur“, erwiderte er.

Er deutete auf einen geparkten Lieferwagen. Der Fahrer ließ die Scheinwerfer kurz aufblinken. Daraufhin stellte Jeanie Wilde ihren Porsche neben dem Nutzfahrzeug ab. Sie stieg aus und kletterte in den Van. Selbst auf die Distanz konnte man erkennen, dass Jeanie und der Fahrer sich küssten.

„Das muss Eric Ulmer sein“, vermutete Brent.

„Okay, und wozu benötigen sie einen Lieferwagen? Um etwas zu transportieren, was nicht in den kleinen Porsche-Kofferraum passt?“

„Ja, das denke ich auch.“

Vorerst mache Eric Ulmer keine Anstalten loszufahren. Er saß mit Jeanie in dem Van. Carol und Brent beobachteten sie aus sicherer Entfernung, aber sie konnten keine Einzelheiten erkennen. Die Beleuchtung im Lieferwagen war ausgeschaltet, und das Licht der großen Bogenlampen, die auf dem Parkplatz standen, war zu schwach.

Carol zuckte zusammen, als plötzlich ihr Handy klingelte. Damit hatte sie überhaupt nicht gerechnet. Hastig nahm sie das Gespräch an. „Ja?“

„Wo steckst du denn, Carol?“, meldete sich Eve.

„Ich, äh, ich schaue mir die Stadt an. Ich fahre mit dem Bus und mit der U-Bahn herum“, log sie. „Wie ist die Klausur gelaufen?“, wechselte sie rasch das Thema.

Noch während Carol ihrer Mitbewohnerin eine unwahre Geschichte auftischte, fragte sie sich, warum sie das tat. Dafür gab es mehrere Gründe. Erstens mochte Eve Brent nicht. Und Carol hatte gerade jetzt keine Lust, sich ihre abwertenden Bemerkungen über ihn anzuhören. Und zweitens: Wie hätte sich die Wahrheit denn angehört? Etwa so: Ich beobachte auf einem Supermarkt-Parkplatz eine zickige Verkäuferin und einen vorbestraften Ganoven beim Knutschen.

Carol kam sich mies dabei vor, ihre nette Mitbewohnerin anzuschwindeln.

„Ist alles in Ordnung bei dir, Carol? Du klingst so bedrückt“, erkundigte sich Eve besorgt.

„Ich bin okay. Ich brauche nur mal Zeit für mich, um alles besser auf die Reihe zu bekommen. Deshalb bin ich auch allein unterwegs“, entgegnete Carol.

„Alles klar, ich wollte dich auch nicht kontrollieren. Meine Klausur ist übrigens gut gelaufen, ich bin längst schon wieder zu Hause.“ Eve lachte und fuhr fort: „Aber ich werde gewiss nicht aufbleiben und warten, bis du kommst. Ich bin doch nicht deine Mom. Wir sehen uns später, Carol, okay?“

„Sicher, auf alle Fälle. Tschüs“, beendete sie das Gespräch.

„Wer war das denn?“, fragte Brent. „Ein hartnäckiger Verehrer?“

„Hey, du bist ja eifersüchtig. Wie süß!“

„Ja, zugegeben, ich bin eifersüchtig. Also wer war das?“

„Meine Mitbewohnerin Eve. Und um die Antwort auf deine nächste Frage gleich vorwegzunehmen: Ich habe sie angelogen, weil es niemanden etwas angeht, was wir hier tun. Vielleicht ist Jeanie Wilde ja unschuldig, obwohl ich das nicht glaube. Aber wir sollten erst handfeste Beweise gegen sie sammeln, bevor wir die Polizei alarmieren.“

„Ganz meine Meinung, Carol. Übrigens bin ich trotzdem froh, dass dich kein Mann angerufen hat.“

Carol erwiderte nichts darauf, sondern strich stattdessen Brent nur lachend mit der Hand über sein Haar. Ihre zärtliche Geste schien ihm zu gefallen, doch im nächsten Moment forderte der Van ihre Aufmerksamkeit. Eric Ulmer hatte den Motor angelassen und die Scheinwerfer eingeschaltet. Er ließ den Lieferwagen vom Supermarkt-Parkplatz rollen. Brent drehte ebenfalls den Zündschlüssel herum und nahm erneut die Verfolgung auf.

Die Verkehrslage hatte sich inzwischen entspannt. Aber da der Van weitaus langsamer war als der Porsche, konnten Carol und Brent das Fahrzeug problemlos beschatten.

„Der hält sich so strikt an die Verkehrsregeln wie ein Fahrschüler bei der Prüfungsfahrt“, brummte Brent. „Eric Ulmer will heute Abend auf keinen Fall von der Polizei angehalten werden. Das wäre jedenfalls mein Tipp.“

„Und warum?“, fragte Carol.

„Keine Ahnung. Vielleicht hat er eine Ladung im Van, auf die kein Bobby einen Blick werfen soll.“

Brent musste den Fuß vom Gas nehmen, um nicht zu nahe an den Lieferwagen heranzukommen. Es ging durch den Blackwall-Tunnel auf die andere Seite der Themse. Dort fuhr der Van rückwärts an die Laderampe eines Lagerhauses. Die ganze Straße lag wie ausgestorben da. Brent parkte seinen Wagen mit reichlichem Abstand, damit sie nicht entdeckt wurden.

„Was ist das für ein Lager? Was steht auf dem Schild dort, Brent?“

„Vergiss es, ich kann es auch nicht lesen. Nicht auf die Entfernung. Und ein Fernglas habe ich nicht.“

„Okay, dann gehe ich kurz nachsehen“, entschied Carol.

„Das ist viel zu gefährlich!“, warnte Brent sie.

„Aber Jeanie und Eric sind doch ausgestiegen und in das Lager gegangen.“

Bevor Brent protestieren konnte, hatte Carol das Auto verlassen. Sie spürte, dass die Lösung des Rätsels zum Greifen nahe war. Ob Eric Ulmer in das Lagerhaus eingebrochen war? Danach hatte es nicht ausgesehen, aber auf die Distanz war das schwer einzuschätzen. Carol eilte auf das Haus zu, wobei sie einige geparkte Autos als Deckung benutzte. Wenn die Verfolgten wieder aus dem Gebäude kamen, würden sie Carol entdecken. Sie konnte sich unmöglich als harmlose Spaziergängerin tarnen, denn in dieser Gegend war nachts absolut nichts los. Hier reihten sich gesichtslose Gewerbeobjekte aneinander. Es gab Werkstätten, Lager und Mini-Fabriken. Aber keine Apartments und Wohnhäuser, von Bars, Discos oder sonstigem Nachtleben ganz zu schweigen.

Das Schild an dem Lagerhaus war nur von einer kleinen überdachten Lampe beleuchtet. Carol würde näher treten müssen, um es entziffern zu können. Sie verharrte wie ein sprungbereites Raubtier. Carol lauschte, aber aus dem Inneren des Gebäudes war kein Laut zu hören. Sie rannte auf das Lagerhaus zu. Wenn sich die Tür jetzt wieder öffnete, würden Jeanie und Eric sie sehen. Es gab weit und breit keine Versteckmöglichkeit.

Auf dem Schild waren chinesische Schriftzeichen zu sehen. Und darunter stand in lateinischen Buchstaben: Lin Fang. Import/Export.

Carol blieb vor Erstaunen der Mund offen stehen. Eine chinesische Firma? Aber was trieben Jeanie und Eric mitten in der Nacht dort drinnen?

Plötzlich ertönte eine laute männliche Stimme aus dem Inneren des Gebäudes.

„Die verdammte Schiebetür klemmt schon wieder! Hilf mir doch mal, Jeanie!“

Carol erschrak beinahe zu Tode, bis sie begriff: Die beiden waren durch eine schmale Metalltür hineingegangen und wollten jetzt aber das Lagerhaus durch die große Schiebetür an der Laderampe wieder verlassen. Carol hatte keine Zeit zu verlieren. Sie musste zurück zum Auto.

So schnell war sie noch nie gerannt. Atemlos erreichte sie den Honda Civic. Brent hatte bereits die Beifahrertür geöffnet. Sie ließ sich auf den Sitz fallen und verriegelte die Tür von innen. Kurze Zeit später wurde langsam die Schiebetür geöffnet. Jeanie und Eric begannen damit, große in Plastikfolie eingeschweißte Pakete in den Lieferwagen zu verladen.

„Das war ganz schön riskant, Carol. Ich wollte dir schon zu Hilfe kommen.“

„Ja, das war knapp. Aber es hat sich gelohnt, hoffe ich.“

Carol erzählte Brent, was auf dem Schild stand. Und sie fügte hinzu: „Ich kann mir allerdings nicht erklären, was das alles soll.“

„Aber ich vielleicht. Das hängt davon ab, wohin die beiden als Nächstes fahren.“

Was Brent wohl damit meinte? Aber jetzt war keine Zeit für lange Erklärungen. Jeanie und Eric waren nämlich schon fertig mit dem Einladen. Sie stiegen wieder in das Führerhaus des Vans und fuhren los. Brent folgte ihnen so unauffällig wie möglich. Nichts deutete darauf hin, dass sie die Verfolgung bemerkten. Angespannt schaute Carol aus dem Autofenster. Sie kannte sich nach wie vor nicht wirklich in London aus. Dennoch kamen ihr die Straßenzüge allmählich wieder bekannt vor, nachdem der Van und der Honda Civic erneut durch den Blackwall-Tunnel gerollt waren.

„Sind wir jetzt wieder in den Docklands?“, fragte sie Brent.

„Yep.“

„Was haben die vor? Ich kapiere das überhaupt nicht. Da vorne geht es doch zum Spizo’s, oder?“

Brent antwortete nicht, sondern verlangsamte das Tempo seines Autos. Nachdem der Van hinter der Boutique gehalten hatte und Eric Ulmer herausgesprungen war, fiel ihm eine Pistole aus der Jackentasche.

„Verflixt, der hat eine Knarre!“, stieß Brent hervor. „Ich bin wirklich froh, dass dir nichts passiert ist. Ab sofort gehen wir auf Nummer sicher, okay? Bitte!“

Carol fand es süß, wie er sich um sie sorgte. Und sie hatte selbst auch überhaupt keine Lust, sich eine Kugel einzufangen. Stattdessen wollte sie lieber verstehen, was hier eigentlich lief. Sie hatte nämlich immer noch keinen Durchblick. Eric Ulmer öffnete die Heckklappen des Vans, während Jeanie Wilde die Hintertür vom Spizo’s aufschloss. Dann begannen die beiden damit, die Pakete nach drinnen zu tragen.

„Willst du wissen, was ich glaube, Carol?“

„Ja“, antwortete sie.

„Ich denke, dass in diesen Plastikverpackungen gefälschte Designerklamotten sind. Du hast doch bestimmt schon von Produktpiraterie gehört?“

„Ja. Da werden Markenprodukte durch billige und minderwertige Kopien nachgeahmt, oder?“

„Genau richtig. Das Spizo’s ist eine Nobel-Boutique, deshalb werden die Preise für die Klamotten entsprechend hoch sein. Ich schätze, Jeanie Wilde hat Muster beiseitegeschafft, um davon billige Imitate herstellen zu können. Es gibt Fabriken in Fernost, die darauf spezialisiert sind. Jeanie nimmt die echten Designer-Teile aus den Regalen und vertickt sie privat, beispielsweise im Internet. Selbst wenn sie nur fünfzig Prozent des Ladenpreises nimmt, macht sie immer noch einen satten Gewinn. Und die Lücken im Sortiment werden durch die billigen Imitate gefüllt. Notfalls kann sie die Bestandslisten auch noch ein wenig fälschen, damit niemand hinter den Schwindel kommt.“

Carol gab Brent spontan einen Kuss auf die Wange. „Du bist genial! Genauso wird es ablaufen. Und Tricia ist hinter den Schwindel gekommen und hat Jeanie zur Rede gestellt. Deshalb musste sie sterben. Dieser verflixten Verbrecherin werde ich …“

„Gar nichts wirst du“, sagte Brent eindringlich. „Hast du schon vergessen, dass Eric Ulmer eine Waffe hat? Er ist gewalttätig, darauf deuten jedenfalls seine Vorstrafen hin. Da vorne ist eine Telefonzelle. Ich gehe jetzt dorthin und rufe anonym die Polizei. Die sollen sich darum kümmern.“

Brent stieg aus und eilte zu der Zelle. Carol biss sich auf die Lippen. Am liebsten wäre sie zu Jeanie gerannt und hätte sie zur Rede gestellt. Aber ihre Rachegelüste waren nicht mehr so heftig wie unmittelbar nach Tricias Tod. Sie wollte immer noch, dass der oder die Täter bestraft wurden. Aber es wäre Carol nicht mehr eingefallen, sie eigenhändig töten zu wollen. Das war nur ein verzweifelter Gedanke von ihr gewesen.

Nach einigen Minuten, die Carol wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, kehrte Brent zurück. Erwartungsvoll schaute sie ihn an.

„Sie wollen einen Streifenwagen schicken. Ich habe meinen Verdacht mit der Produktpiraterie genannt. Und ich habe auch gesagt, dass es einen Zusammenhang mit Tricia Lloyds Tod geben könnte, weil sie eine Arbeitskollegin der Verbrecherin war.“

„Super! Und deinen Namen hast du nicht genannt?“, fragte Carol.

„Nein. Falls es hart auf hart kommt, können wir uns immer noch als Zeugen melden. Aber das wird wohl nicht nötig sein. Die Polizei hat Spezialisten, die gefälschte Markenprodukte erkennen können. Jeanie Wilde wird erst einmal erklären müssen, was sie hier mitten in der Nacht zu tun hat.“

„Hauptsache, die Polizei kommt, bevor sie fertig sind.“

„Klar, die müssen doch die Ware zuerst in die Regale räumen.“

Wenige Minuten später traf ein Streifenwagen der Metropolitan Police ein. Zwei Uniformierte stiegen aus, ein Mann und eine Frau. Carol und Brent beobachteten gespannt, was nun geschah. Jeanie Wilde regte sich offenbar furchtbar auf und begann zu diskutieren. Die Beamten wollten eine Personenkontrolle machen. Eric Ulmer fischte seinen Ausweis aus der Tasche. Aber dann begann der Polizist ihn zu durchsuchen – und er entdeckte die Pistole. Eric Ulmer wollte sich auf den Officer stürzen, aber dieser verpasste ihm eine Ladung Pfefferspray und brachte ihn zu Boden. Gleich darauf legte er ihm Handschellen an.

Jeanie Wilde flippte nun erst richtig aus. Aber der weibliche Officer überwältigte sie ebenfalls. Ihr Kollege sprach in sein Funkgerät. Wenig später rückte ein zweiter Streifenwagen an, um die Gefangenen abzutransportieren. Außerdem kam ein Lieferwagen mit Polizeilackierung. Männer in weißen Overalls stiegen aus und nahmen die in Plastik verpackten Pakete mit.

„Die Jungs sind Kriminaltechniker“, erklärte Brent. „Sie werden sich die Klamotten vornehmen und nachweisen, dass es Fälschungen sind.“

„Du kennst dich ja gut aus.“

„Danke, Carol. Ich habe nicht umsonst im Praktikum lange für Jim gearbeitet. Wenn man mit einem der besten englischen Kriminalreporter zu tun hat, dann bleibt eben etwas hängen.“

Carol nickte. Obwohl sie innerlich völlig aufgedreht war, spürte sie doch, wie erschöpft sie in der Zwischenzeit war. Sie musste ihre Erlebnisse erst einmal verarbeiten.

Brent legte seine Hand auf ihren Unterarm. „Soll ich dich nach Hause fahren?“

„Ja, das wäre lieb.“

Carol nannte ihm ihre Adresse. Er wendete und machte sich auf den Weg nach Camden Town.

„Ich kann immer noch nicht glauben, dass es vorbei ist, Brent. Ob Jeanie meine Freundin getötet hat? Oder wurde die Drecksarbeit von Eric erledigt?“

„Selbst wenn er es getan hat, ist sie trotzdem ebenfalls dran, wenn sie ihn dazu angestiftet hat. Aber das wird die Polizei schon herausfinden.“

Brent hielt vor ihrem Haus. „Wir sind da.“

Carol konnte förmlich spüren, wie es zwischen ihnen knisterte. Sie fühlte sich zu Brent hingezogen, aber noch war in ihrem Inneren kein Platz für größere Empfindungen. Dennoch wollte sie ihn nicht zurückstoßen, denn sie war ihm nicht nur dankbar. Sie mochte ihn einfach gern. Und vielleicht begann sie sogar ganz allmählich, sich ebenfalls in ihn zu verlieben.

„Ich bin jetzt furchtbar müde und kann kaum noch klar denken“, flüsterte sie. „Sehen wir uns morgen?“

„Sehr gerne.“

Carol beugte sich zu ihm hinüber und küsste ihn zum Abschied flüchtig auf den Mund. Wieder musste sie an ihren Traum denken. Aber sie wollte jetzt nichts tun, was sie später bereuen würde. Also beließ sie es bei der kurzen Zärtlichkeit und stieg aus.

„Gute Nacht, Carol.“

„Gute Nacht, Brent.“

Im Haus war es dunkel. Offenbar schlief Eve bereits. Carol kam das gelegen, denn sie hatte keine Lust auf ein Gespräch. Sie gönnte sich noch eine lange heiße Dusche, bevor sie todmüde ins Bett fiel und sofort einschlummerte.