16. KAPITEL
Die Spur führte ihn ins Bestiarium, das im Gegensatz zur Burg verlassen schien, oder zumindest menschenleer. Immer noch in seiner Wolfgestalt trat Dayn durch die offene Tür an einem Ende des L-förmigen Gebäudes und lief den langen Korridor hinauf, der durch das stallartige Gebäude führte und auf beiden Seiten von vergitterten Türen flankiert war statt von den Schiebetüren, an die er sich erinnerte.
Der Pelz an seinem Hals stellte sich auf, und seine Sinne waren bis zum Äußersten geschärft. Er konnte Redas Energie spüren, aber trotz ihrer Verbindung konnte er sie nicht finden. Ihm blieb nichts anderes übrig, als in jede einzelne der Boxen und Zellen zu sehen. Von Zelle zu Zelle wurde er wütender, als er die Tiere, die er früher studiert hatte, darin sah. Die Tiere, denen er nachgespürt und auf deren wilde Pracht er Jagd gemacht hatte, lagen dort in Ketten gefangen, ihrer Schönheit beraubt.
Ein Dschungel-Liger lag an eine Wand gekettet. Kahle Stellen an seinen Hinterbeinen verrieten, dass er sich dort sein eigenes Fell weggebissen hatte. Zwei Halbdrachen schliefen zusammengerollt in einer Ecke. Ihre normalerweise dunklen Schuppen waren von der Kälte und der Dunkelheit ausgeblichen. Eine riesige Spinne hing von der Decke, die Beine dicht an ihren Körper gezogen, die Facettenaugen glasig. Die Kreaturen schienen leblos und uninteressiert … als hätte man ihnen die Lebenskraft ausgesaugt, bemerkte Dayn mit einem kalten Schaudern.
Der Magier nährte sich anscheinend von allem.
Dann ertönte vor ihm ein wildes Knurren, eines, das Dayn instinktiv die Nackenhaare aufstellte. Er näherte sich einer Tür, hinter der ein kleiner männlicher Wolfyn sich gegen die Eisenstäbe presste. Der Wolfyn, den Dayn nicht kannte, hatte die Ohren flach an den Kopf gelegt, und seine bernsteinfarbenen Augen stierten ins Leere, wahnsinnig vor Hass.
„Ich bin ein Freund“, sagte Dayn in der vereinfachten Wolfssprache, die Candida ihm heimlich beigebracht hatte. „Ich kann helfen.“
Der Wolfyn schien ihn nicht zu verstehen. Stattdessen fauchte er ihn an und wich dann zurück, um nach den Eisenstangen zu schnappen und an ihnen zu graben. Dann kam er wieder vor und versuchte, Dayn anzugreifen. Das kleine Männchen schien jegliche Menschlichkeit verloren zu haben. Vielleicht war das ein Segen.
Allerdings hatte sein Fauchen die anderen Kreaturen geweckt, die anfingen zu scharren und rastlos umherzugehen, zu schnauben und zu knurren.
„Ruhe“, fauchte Dayn. „Sie werden euch hören.“ Er ging weiter und nahm einen leichten Duft nach Blumen und Gewürzen wahr. Mit rasendem Herzen hastete er ans Ende der Reihe. „Reda?“ Das Wort war ein zweisilbiges Schnaufen, das sehr an das Wolfyn-Wort für „Herz“ erinnerte. Wie passend, da sie ihm seins gestohlen hatte.
Er kam schlitternd vor einer Zelle zum Stehen, die ihren Duft trug. Und erstarrte.
Sie war leer, die Eisenstangen auf magische Weise ganz in Boden und Decke versunken. Reda war fort.
Und die Luft, die sie zurückließ, stank nach Angst und Schmerz. Der Geruch warf ihn fast um und raubte ihm die Sinne. Ab hier konnte er sie nicht mehr riechen und also auch nicht mehr ihrer Spur folgen.
„Nein.“ Sein Magen zog sich zusammen. Wie von Sinnen suchte er nach ihrer Bindung. Er fand sie auch, aber ihm gefiel nicht, was er fühlte. Da war Wut, die ihm sagte, dass sie ankämpfte gegen das, was ihr gerade zustieß, und das war gut. Aber da waren auch Angst und Verzweiflung, und das war alles andere als gut.
„Die haben sie mitgenommen.“ Eine tiefe dröhnende Stimme kam aus der Zelle gegenüber. Es war eine Sprache, die er verstand, aber nie selbst erfolgreich gesprochen hatte.
Sein Herz galoppierte wie eine kohlenschwarze Herde über eine grüne Lichtung. Dayn wirbelte herum und rannte an die Zelle, die so tief in den Schatten lag, dass er nur eine riesige undeutliche Gestalt in einer Ecke erkennen konnte. Er drückte sich gegen die Eisenstangen und fragte in der gleichen Sprache: „Wohin?“
Und seine Wolfszunge meisterte die Sprache auf eine Weise, zu der seine menschliche Zunge nie fähig gewesen war.
Die riesige Gestalt regte sich, drehte sich um und kam auf ihn zu. Hufe hallten auf dem Boden und sprühten Funken wie Metall auf Stein. Das Licht der Fackeln auf dem Gang spiegelte sich in einer langen metallischen Spirale und ließ feurig orangefarbene Augen funkeln, die fast völlig unter einer langen wallenden Stirnlocke verborgen waren.
Es war das größte verdammte Einhorn, das Dayn je gesehen hatte.
„Lass mich frei, und ich zeige es dir.“ Die Augen des Hengstes nahmen einen harten boshaften Glanz an, der ihn daran erinnerte, dass die Kreaturen die Wolfyn bestenfalls tolerierten, aber sicherlich nicht mochten.
Andererseits mochten sie eigentlich nichts und niemanden. Und Gefangenschaft am allerwenigsten. „Ich habe eine bessere Idee“, sagte Dayn. Und hoffte bei allem, was ihm wichtig war, dass er nicht gerade dabei war, einen tödlichen Fehler zu begehen.
„Sieh nach, was der Aufruhr auf der Burg zu bedeuten hat“, blaffte Moragh ihren Diener an. „Die Biester werden unruhig.“
„Ja, Herrin.“ Der Gnom verbeugte sich auf dem Weg nach draußen.
In der Übungshalle – Reda nahm zumindest an, dass sie sich in einer solchen befanden, aufgrund der vielen freien Flächen und der Regale voller Waffen – hallte das Knallen der Doppeltüren wider, als sie hinter ihm ins Schloss fielen und das ferne Klingen der Hörner und das nicht ganz so ferne Schnaufen und Scharren der gefangenen Biester wieder aussperrten.
Die Hexe drehte sich zu ihr um. In ihren Augen glitzerte es gefährlich. „Also. Wo waren wir gerade?“
Reda funkelte sie nur wütend an. Ihr Kopf tat weh, und die riesige Steinkammer, in der sie sich befand, verschwamm immer wieder vor ihren Augen, aber sie hielt störrisch an ihrem Bewusstsein fest und klammerte sich an die eiskalte Wut, die in ihr aufgestiegen war, als die Wachen ihre Zellentür geöffnet hatten. Sie hatte versucht zu fliehen, aber man hatte sie niedergeschlagen und an ihren Bestimmungsort gezerrt.
Sie hatte Angst und Schrecken überwunden und tief in sich ein neues Ich gefunden, eine harte und entschlossene Soldatin, die nichts lieber tun wollte, als Moragh an den Haaren zu packen und ihren Kopf in den Kessel zu tauchen, in dem sie so aufmerksam am Feuer inmitten des riesigen Steinraumes rührte. Oder Reda könnte sich eine der vielen Waffen greifen, die an den Wänden aufgereiht standen; sie war da nicht wählerisch. Nur leider war sie eine Gefangene inmitten eines seltsamen Symbols, das mit glitzerndem Puder auf den Steinboden gemalt war. Es errichtete eine Art magisches Feld, eine unsichtbare Mauer, die sie einschloss. Sie legte ihre flache Hand dagegen. „Ich weiß nicht, wo du gewesen bist“, beantwortete sie die Frage der Hexe, „aber ich muss gerade an eine Geschichte denken, in der die böse Hexe bekommt, was sie verdient, und ich frage mich, ob der Vortex ein Haus auf dich fallen lassen kann.“
Sie ließ nicht zu, dass diese Schlampe die Angst unter ihrem aufgesetzten Mut entdeckte, und sie weigerte sich, an etwas anderes zu denken als daran, Zeit zu schinden. Dayn war auf der Insel – sie konnte seine Nähe durch ihre Verbindung spüren –, und er würde kommen, so schnell er konnte. Das wusste sie so sicher, wie sie wusste, dass sie ihn liebte.
Und dass sie am Leben und unversehrt bleiben musste, bis er kam.
Moragh verzog spöttisch das Gesicht. „Du hast eine ganz schön große Klappe. Muss an deinem königlichen Blut liegen.“ Sie kniff die Augen zusammen. „Was bist du, ein Viertel Medinian? Sieht man an den Augen.“ Sie bleckte ihre Fangzähne und strich mit den Fingerspitzen über den ledernen Einband des Buches, das sie offen an ihre Brust gedrückt hielt. „Mehr Macht für mich. Wenn ich mit dir fertig bin, werde ich so gut wie unbesiegbar sein. Reisen zwischen den Welten, Magie, Wissenschaft – das alles ist mein.“
„Du …“ Reda verstummte. Ihr Großvater, Medina, war ein wahrer Bär von einem Mann gewesen. Er war ebenso vergnügt wie launisch gewesen, und alle sagten, sie hatte seine Augen geerbt.
Draußen kreischte etwas, ein hoher kehliger Ruf, der die feinen Haare auf Redas Armen aufrichtete.
Moragh warf einen kurzen Blick in Richtung Bestiarium. „Ich weiß nicht, was mit denen los ist.“
„Die verlorenen Kinder sind hier“, sagte Reda trocken. „Sie werden den Magier umbringen.“ Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. Beeil dich, Dayn!
„Sollen sie doch. Bald brauche ich den Blutmagier nicht mehr.“ Sie ließ das Buch sinken, überflog einen Abschnitt und legte es dann zur Seite. Sie griff nach einem juwelenbesetzten Messer, das höllisch scharf aussah. Dann bewegte sie sich auf Reda zu und sang dabei eine Reihe Silben in tiefen zischenden Tönen vor sich hin.
„Nicht …“, presste Reda heraus, ehe ihr der Atem geraubt wurde. Ihr wurde alles geraubt, als die Magie, die sie gefangen hielt, sich plötzlich um sie herum zusammenzog und sich auf ihre Haut legte. Panik stieg in ihr auf – sie wollte kämpfen, angreifen, sich zurückziehen, irgendetwas, verdammt – aber die Magie hielt sie gefesselt, kontrollierte sie.
Auf eine Geste der Hexe hin zwang die Magie Reda in die Knie, mit ausgebreiteten Armen, den Kopf in den Nacken gelegt, sodass ihr Hals ergeben freilag.
Nein, brüllte Reda innerlich. Neeiiiiin!
Ihr Mund wurde staubtrocken, als Moragh näher kam und immer weiter die fremdartigen Silben aufsagte, die für Reda keinen Sinn ergaben, die aber ihr Inneres sich eng und schmerzhaft zusammenziehen ließen.
Und plötzlich war sie nicht mehr kühl und kontrolliert, nicht mehr selbstbewusst. Zum ersten Mal, seit sie ihr feiges Selbst abgeschüttelt hatte, wurde ihr schmerzlich und unumstößlich bewusst, dass Mut allein nicht immer ausreichte.
Benz war mutig gewesen, und es hatte ihn nicht gerettet. Er hätte seinen Partner gebraucht, um ihm den Rücken zu decken.
Dayn, beeil dich! Aber sie wusste nicht, ob die Worte durch die Magie dringen konnten, ob überhaupt irgendetwas hindurchdrang. Panik stieg in ihr auf, und Tränen der Schwäche traten ihr in die Augen.
Moraghs Gesang wurde lauter. Die Hexe blieb direkt vor Reda stehen. In ihren Augen loderte die Macht, und in ihrem Gesicht stand ein furchterregend glückseliger Ausdruck, als sie das Messer an der Kuhle zwischen Redas Brüsten ansetzte.
Ein stechender Schmerz, und ein Tropfen Blut quoll heraus. Der Anblick ließ die Bisswunden an ihrem Handgelenk und ihrem Hals pochen, und der Rest von ihr schmerzte vor Wehmut. Es tut mir leid, Geliebter. Ich habe versucht, lange genug durchzuhalten.
Die Hexe beendete schwungvoll ihren Gesang, zog das Messer zurück und …
Moragh keuchte entsetzt auf, als die Doppeltür sich mit einem lauten Knall öffnete, der Reda daran erinnerte, wie der Ettin in Dayns Hütte hereingeplatzt war. Doch die Kreatur, die dieses Mal den nachtschwarzen Türeingang ausfüllte, wer kein dreiköpfiger Riese, sondern ein gewaltiges schwarzes Einhorn mit langer Mähne und langem Schweif, einem riesigen geschwungenen Horn und Mordlust in den feurigen orangefarbenen Augen.
Und auf seinem Rücken ritt ein Märchenprinz.
Er trug die Tunika der Rebellen über dem Hemd und schwang sein Schwert, während das riesige Einhorn in die Halle galoppierte und auf Moragh zupreschte. Die Hexe kreischte, wich zurück und hob ihr kleines Messer.
Dayn! Reda wusste nicht, ob es ihr gelang, das Wort laut auszusprechen, oder ob es nur in ihren Köpfen erklang, übertragen durch die Verbindung der Liebe, die plötzlich heftig zwischen ihnen aufflammte. Auf jeden Fall hörte er sie. Für einen kurzen Moment sah er ihr in die Augen, und in seinem Blick las sie alles, was sie selbst fühlte.
Das Einhorn ritt knapp an Moragh vorbei. Dayn sprang kraftvoll ab und stürzte sich direkt auf die Hexe, noch bevor das Tier rutschend zum Stehen kam, dabei gegen Reda prallte und sie zur Seite stieß.
Sobald Reda einen Fuß aus dem mit Pulver gemalten Bannkreis gesetzt hatte, verlosch die Magie. Sie war frei! Sie rappelte sich auf und wich zurück, als der riesige Kopf des Einhorns sich ihr zuwandte und das Licht sich auf seinem gewundenen Horn spiegelte.
Dayn schwang noch im Sprung sein Schwert, aber Moragh duckte sich und wich aus. Sie hielt mit gezogenem Messer auf Reda zu. Das Einhorn drehte den Kopf und senkte seine riesige Waffe, aber Dayn war schneller. Er warf sich auf Moragh. Sie gingen gemeinsam zu Boden, rollten sich herum und kämpften.
Und dann kämpften sie nicht mehr.
Reda rannte zu ihnen. Ihr Herz blieb einen Augenblick stehen und erwachte erst klopfend wieder zum Leben, als er sich bewegte und die Hexe von sich schob. Sie lag auf dem Rücken und hatte beide Hände um ihr eigenes Messer geklammert, das tief in ihrem Herzen steckte.
„Sie ist fort“, sagte er. Was auch immer er getan hatte, um zu ihr zu kommen, hatte seine Stimme rau gemacht.
Reda wartete, bis er sie ansah. Dann lächelte sie. „Ich nicht.“
Seine Miene veränderte sich, hellte sich auf. „Ach, Reda.“
Auf einmal war es ganz einfach, zu ihm zu gehen und ihm die Hand an die Wange zu legen. „Du hast die anderen im Stich gelassen, um mich zu finden.“ Das hätte sie nie von ihm verlangt, aber es war trotzdem wichtig.
Doch er schüttelte den Kopf. „Ich musste zuerst zu dir kommen, mein Herz. Ich will das hier nicht ohne dich tun. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – nichts ist wichtig, wenn du nicht an meiner Seite bist.“
Das Herz schlug ihr bis zum Hals, als alles, was sie je gewollt hatte – selbst die Dinge, von denen sie nicht einmal gewusst hatte, dass sie sie wollte –, plötzlich in Reichweite lag. Und, noch besser, sie musste sich damit jetzt noch nicht beschäftigen. Sie wollte nur den Mann ansehen, der im Augenblick vor ihr stand.
„Ich liebe dich.“ Die Worte machten ihr keine Angst, und sie taten auch nicht weh. Aber sie waren wichtig.
Sein Gesicht entspannte sich, und seine Augen leuchteten auf. „Meine süße Reda.“ Er nahm sie in die Arme und küsste sie, sodass seine Lippen noch auf ihren lagen, als er sagte: „Bei allen Göttern, Reda, ich liebe dich auch. Du bist die Einzige für mich. Du bist mein Leben, meine Liebe, mein Ein und Alles. Ich bin nicht geboren, um König zu sein, und ich habe keine Lust auf Politik. Ich will nur ein Mann sein, der mit seiner Geliebten zusammen ist.“
Sie küsste seinen Kiefer, schnappte nach seinem Hals und spürte, wie er in ihren Armen erbebte. „Du redest von Königen und Politik, als wäre die Schlacht bereits gewonnen. Für mich klingt es so, als finge sie gerade erst an.“
„Die Pflicht ruft.“ Er löste sich von ihr, als das Einhorn neben ihn trat, packte dessen schwarze Mähne und schwang sich auf seinen Rücken. Dann beugte er sich vor und streckte die Hand nach ihr aus. „Und sie ruft uns beide. Von jetzt an sind wir zusammen, egal, was passiert.“
Als hätte das eine letzte Frage beantwortet, die noch unsichtbar zwischen ihnen gestanden hatte, löste sich die Anspannung von ihrem Herzen, bis sie nur noch die Wärme ihrer Verbindung spürte – und ihre Liebe zu ihm. Sie nahm seine Hand und kletterte vorsichtig auf den breiten kräftigen Rücken des Einhorns. „Gehört er dir?“
Die Kreatur schnaubte angewidert, ehe sie sich in Bewegung setzte, leichtfüßig trotz der doppelten Last auf ihrem Rücken und dem glatten Steinboden.
„Ich denke, man könnte eher sagen, wir haben uns unter Vorbehalten zusammengeschlossen.“
Sie lachte, schmiegte sich von hinten an Dayn und schlang die Arme um seine Taille. Während die riesige schwarze Kreatur sie durch die Halle trug, fragte sie beiläufig: „Was ist übrigens ein Medinian?“
„Das ist die königliche Familie der Hochebene.“ Er warf einen neugierigen Blick über die Schulter. „Wieso?“
Er lächelte. „Das klingt gut. ‚Später‘. Ja. Gefällt mir.“
Sie legte eine Hand auf ihren Bauch, wo die Wärme ihrer liebenden Verbindung zu einem zufriedenen Glühen zusammenlief. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es ein Später geben wird und dass alles gut ausgeht.“
„Meines auch. Und es sagt mir, dass dein Bauch dir in den nächsten paar Wochen noch etwas anderes erzählen wird.“
„Was?“
„Erkläre ich dir später.“
Sie schmiegte sich lachend an seinen Rücken und schlang ihm die Arme um die Taille. „Klingt gut. Dann lass uns den anderen helfen, mit dem ‚Jetzt‘ fertig zu werden, damit wir uns auf das ‚Später‘ konzentrieren können.“
„Abgemacht.“
Er legte seine Hand auf ihre, und sie wiegten sich gemeinsam auf dem Rücken des riesigen schwarzen Einhorns, das sie mit klirrenden Metall-Hufen auf die Burg zutrug, in die Schlacht … und zum Rest ihres gemeinsamen Lebens im magischen Königreich Elden.
– ENDE –