Wie sieht Ihre Ernährung aus ?
Essen Sie Fleisch, meiden Sie Fett, verteufeln
Sie geradezu abergläubisch sämtliche Getreideprodukte? Andere sind
Müsliverehrer in naturbelassener Reinform. Der Nächste meint, die
Qualität der enthaltenen Kohlenhydrate sei ausschlaggebend
(komplexe Kohlenhydrate) und es müssen auf jeden Fall in der
Nahrung viele Ballaststoffe enthalten sein.
Es fallen Begriffe wie Glyx (Glykämischer Index) oder Glykämische
Last. Abends am besten gar nichts mehr essen und früh doch lieber
wie ein Kaiser? Oder essen Sie nach Lust und Laune, gerade wonach
Ihnen ist? Vielleicht können Sie essen was Sie wollen und würden
gern ein paar Pfunde mehr auf den Rippen haben.
Verwirrung ist vorprogrammiert und eine strenge wissenschaftliche
Lehrmeinung suchen wir alle vergebens. Auch wenn es offiziell einen
Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
gibt, der uns klar darlegt in welchen Anteilen die Makronährstoffe
vorliegen sollen, hilft uns das keineswegs weiter. Wir sind genauso
schlau wie vorher.
Der Ernährungskreis zeigt, wie viel Obst und Gemüse auf den Teller
gehört, wie viel Milchprodukte, Fleisch und dergleichen. Sie können
sich diesen Ernährungskreis gern im Internet auf den Seiten der DGE
(www.dge.de) ansehen. Aber es gibt auch andere
Lehrmeinungen, Studienergebnisse und wissenschaftliche
Publikationen, die der DGE widersprechen.
Heutzutage ist es leicht derartige Informationen im Internet zu
finden und zu recherchieren, damit Sie sich eine eigene Meinung
bilden können. Tun Sie das regelmäßig und vergleichen Sie sich
widersprechende Studienergebnisse und Veröffentlichungen von
etablierten Unternehmen bzw. Wissenschaftlern. Kurzum bilden Sie
sich eine eigene Meinung. Wenn Sie es nicht tun, dann müssen Sie
weiterhin alles glauben. Das sagte schon Marie von
Ebner-Eschenbach:
„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“
Manchmal hilft es ungemein einen Blick über den eigenen Tellerrand
hinaus zu wagen. So kam ich auf eine Analogie zur Physik des
vergangenen Jahrhunderts. Das Theoriegebäude der Physik wurde vor
gut 100 Jahren kräftig erschüttert. Max Planck (Mitbegründer der
Quantentheorie & Nobelpreisträger) sagte mal:
„Eine neue wissenschaftliche Erkenntnis lässt sich gewöhnlich nicht so darstellen, dass ihre Gegner überzeugt sind. Diese sterben vielmehr aus, und eine nachwachsende Generation ist von Anfang an mit der Wahrheit vertraut.“
Für mich hört sich das nach einem Glaubenskrieg an, der damals
tobte. Das Weltbild der Physik stand als Max Planck diesen Spruch
prägte auf wackligen Beinen. Die Welt sollte eine andere sein, als
bisher angenommen. Wenn die Wahrheit nie triumphiert, dann setzt
Sie sich erst durch, wenn die Gegner aussterben, das ist das, was
Max Planck meinte.
Ich erlebe sehr oft in diesen „Glaubensfragen“ den Standpunkt: Es
kann nicht sein, was nicht sein darf.
Die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik begründeten im
vergangenen Jahrhundert ein neues Weltbild. Die damals neuen
Erkenntnisse lassen einen viel tieferen Blick in das Wesen der
Natur zu und haben einen enormen Siegeszug hingelegt, so dass viele
nachfolgende wissenschaftliche und technologische Entdeckungen
unseren Alltag gewaltig verändert haben. Ähnlich sehe ich das mit
der Ernährung.
- Was kann und darf hier nicht sein?
- Wie viel Überzeugung steckt in dem, wie wir uns ernähren?
Nun hat die Ernährung keineswegs gleich etwas mit unserem Weltbild
zu tun, aber auf jeden Fall mit unserer Einstellung dem Leben
gegenüber.
Wie sieht es mit Ihnen aus – Wie ist Ihre Einstellung der
Gesundheit und dem Leben gegenüber?
Diese Frage ist elementar dafür, ob Sie Ihre Vorhaben oder auch
Vorsätze realisieren werden, egal welche! Denn Abnehmen
unterscheidet sich letztlich in keiner Weise davon, ob Sie einen
Marathon laufen wollen, berufliche Ziele haben, ins Ausland gehen
oder eben 15 Kilo Gewicht reduzieren wollen. Sie werden es immer
mit inneren und äußeren Widerständen zu tun bekommen. Und wer
glaubt, es handelt sich hierbei nur um ein Motivations-Problem, der
irrt sich sehr.