Salto

    103 000 EW.

Salto, die zweitgrößte Stadt Uruguays und die nördlichste Grenzstadt, um nach Argentinien zu reisen, wurde in der Nähe der Wasserfälle errichtet – dort, wo der Río Uruguay einen „riesigen Satz“ (Salto Grande) macht. Der gemütliche Ort kann mit Architektur aus dem 19. Jh. und einer hübschen Flusspromenade aufwarten. Die Besucher kommen nach Salto, um in den nahe gelegenen heißen Quellen zu baden oder um sich im Erholungsgebiet oberhalb des gewaltigen Staudamms des Salto Grande vom Alltag zu entspannen. Dort wird der Río Uruguay zur Talsperre Embalse Salto Grande, die größer als der Bodensee ist.

NICHT VERSäUMEN

SALTOS THERMALQUELLEN

Rund um Salto blubbern viele heiße Quellen.

Termas San Nicanor (4730-2209; www.sannicanor.com.uy, auf Spanisch; Ruta 3, Km 475; Zeltplatz/B pro Perp. 200/410 Ur$, DZ mit Gemeinschaftsbad/eigenem Bad 1350/1640 Ur$; ) Die Thermen inmitten einer weiten pastoralen Landschaft sind sicher die beschaulichsten im Land. Zur Anlage gehören zwei gigantische Thermalpools im Freien, ein Restaurant sowie Unterkünfte für jeden Geldbeutel, darunter eine estancia mit hohen Decken, großen Kaminen und Pfauen, die über das Grundstück stolzieren. Die 12 km lange ungepflasterte Zufahrtsstraße geht an der Ruta 3 ab, 10 km südlich von Salto. Das Busunternehmen Santa Lucia Bus (099-732368) lässt zweimal täglich einen Shuttlebus (50 Ur$, 1 Std.) ab Salto verkehren.

Termas de Daymán (www.termasdedayman.com, auf Spanisch) Rund 8 km südlich von Salto präsentiert sich Daymán als touristisches Thermal-Disneyland, das u.a. einen Wasserpark für Kinder bietet. Der Ort ist bei Touristen aus Uruguay und Argentinien beliebt, die ungeniert im Bademantel über die Hauptstraße spazieren. Wer eine gemütliche Bleibe sucht, wird im La Posta del Daymán (4736-9801; www.lapostadeldayman.com, auf Spanisch; Zeltplatz pro Perp. 100 Ur$, Zi. pro Pers. inkl. Frühstück 700–1200 Ur$; ) gleich neben den Quellen fündig. Busse fahren vom Hafen in Salto über die Avenida Brasil jeweils zur halben Stunde (6.30–22.30 Uhr) zu den Thermen (14 Ur$) und zur vollen Stunde wieder zurück (7–23 Uhr).

Termas de Arapey (www.termasarapey.com, auf Spanisch) Rund 90 km nordöstlich von Salto bietet Arapey eine Vielzahl an Pools inmitten von Gärten, Brunnen und Pfaden, die zum Río Arapey Grande führen. Zimmer bietet das Hotel Municipal (4768-2441; www.hoteltermasdelarapey.com, auf Spanisch; EZ/DZ 1160/1590 Ur$; aWs). Ein Bus von Argentur (4732-9931) fährt täglich von Salto dorthin (125 Ur$, 1½ Std., Mo, Mi & Fr 2-mal tgl.).

Sehenswertes & Aktivitäten

Saltos Museen (4732-9898) haben im Januar alle geschlossen.

Museo de Bellas Artes y Artes Decorativas     MUSEUM

(Uruguay 1067; Di–Sa 16–21, So 17–20 Uhr) Das Haus zeigt eine schöne Sammlung an Gemälden und Plastiken einheimischer Künstler. Es befindet sich in einem zweistöckigen historischen Anwesen mit einem pompösen Treppenhaus, Buntglasfenstern und einem Garten hinter dem Haus.

Museo del Hombre y la Tecnología     MUSEUM

(Ecke Av Brasil & Zorrilla; 16–21 Uhr) Das Museum in einer historischen Markthalle zeigt eine hervorragende Ausstellung zur kulturellen Entwicklung der Region sowie zur Geschichte (Obergeschoss). Eine kleine archäologische Abteilung befindet sich im Untergeschoss.

Teatro Larrañaga    THEATER

(Joaquín Suárez 39; Mo–Sa 16–21 Uhr) Das Theater mit rotem Samt und unzähligen Lüstern datiert aus dem Jahr 1882 und kann besichtigt werden. Gelegentlich finden Tanz- und Theateraufführungen statt.

Represa Salto Grande    DAMM

(4732-6131; 8–16 Uhr) Der gewaltige Staudamm, der 14 km nördlich der Stadt liegt, liefert 65 % der Energie Uruguays und ist der ganze Stolz des Landes. Im Rahmen einer kostenlosen Führung (keine Mindestgruppengröße, max. Wartezeit: 30 Min.) von rund rund einer Stune kann man sowohl die uruguayische wie auch die argentinische Seite kennenlernen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht hin; ein Taxi ab Salto kostet etwa 700 Ur$ (hin & zurück). Unterwegs lohnt sich ein Stopp an einem der Stände, an denen frisch gepresster Orangensaft für 20 Ur$/Liter erhältlich ist.

Schlafen

Bei den Thermalquellen in der Nähe gibt es Unterkünfte.

Gran Hotel Concordia      HOTEL $$

(4733-2735; www.granhotelconcordia.com.uy, auf Spanisch; Uruguay 749; EZ/DZ 650/1200 Ur$; ) Das Relikt aus den 1860er-Jahren ist ein historisches Nationalmonument und mit Sicherheit Saltos stimmungsvollstes Innenstadthotel. Carlos Gardel – er wohnte einmal auf Zimmer 32 – steht als geschnitzte Figur lebensgroß am Ende eines Marmorgangs, der zu einem grünen Hof mit vielen Wandmalereien, Skulpturen und Katzen führt. Die vorderen Zimmer mit hohen Fenstern und Fensterläden gehen auf den Hof hinaus. Die Zimmer nach hinten hinaus liegen rechts und links von einer schmiedeeisernen Terrasse, die von Weinranken beschattet wird.

Salto Hostel      HOSTEL $

(4733-7157; www.saltohostel.com; Uruguay 941; B/DZ mit Gemeinschaftsbad 360/880 Ur$; Anfang März–Ende Nov.; ) Das gemütliche Hostel im historischen Zentrum von Salto bietet geräumige Aufenthaltsbereiche, praktische Computer und ein hilfsbereites Personal. Die Schlafsäle nach vorne hinaus haben alle ein Fenster zur geschäftigen Hauptstraße hin – Licht- und Frischluftzufuhr sind somit garantiert, aber leider wird es nachts auch recht laut.

Hotel Horacio Quiroga      HOTEL $$$

(4733-4411; www.hotelhoracioquiroga.com; Parque del Lago, Salto Grande; EZ/DZ inkl. Frühstück ab 2200/3000 Ur$, Vollpension ab 3200/5000 Ur$; ) Das luxuriöse Hotel am See oberhalb des Staudamms verfügt über eigene Thermalbäder und Kureinrichtungen. Die Zimmer mit Seeblick sind besonders hübsch; sie haben Balkone und gehen auf den Pool und das Grundstück mit viel Grün hinaus.

Essen

Casa de Lamas      URUGUAYISCH $$$

(4732-9376; Chiazzaro 20; Gerichte 120–345 Ur$; Mi Abendessen, Do–Mo Mittag- & Abendessen) Das todschicke Restaurant befindet sich in einem Gebäude, das aus dem 19. Jh. stammt. Der Speiseraum, ein Ziegelgewölbe, ist besonders schön und stillvoll. Die Gäste können sich auf das hervorragende menú de la casa (Menü des Hauses) für 315 Ur$ freuen.

La Caldera      PARRILLA $$

(Uruguay 221; Gerichte 100–240 Ur$; Di–So Mittag- & Abendessen) Die parrilla mit einer sonnigen Terrasse und einem lauen Lüftchen vom Fluss herüber ist der ideale Ort für ein schönes Mittagessen. Genauso viel Flair wie die Terrasse hat aber auch der Speiseraum mit einem knisternden Feuer, in dem das Abendessen serviert wird.

La Trattoria      URUGUAYISCH $$

(Uruguay 754; Gerichte 115–230 Ur$; Mittag- & Abendessen) Die Einheimischen strömen scharenweise zu diesem Restaurant mit hohen Decken in der Innenstadt, um sich Fisch, Fleisch und Pasta schmecken zu lassen. Platz nehmen können die Gäste in einem hübschen Speiseraum mit Holzvertäfelung oder an einem der Tische auf dem Gehsteig. Eine günstige Lage, um die Leute in der geschäftigen Calle Uruguay zu beobachten, wie sie flanieren, einkaufen oder einen Bekannten treffen, mit dem sie ein kurzes Schwätzchen halten.

Praktische Informationen

Antel (Grito de Asencio 33)

Banco Comercial (Ecke Uruguay & Lavalleja) Eine von mehreren Banken an dieser Kreuzung.

Cibertotal (Uruguay 635; Std. 20 Ur$; 9–24 Uhr) Internetzugang in der Innenstadt.

Hospital Regional Salto (4733-3333; Ecke 18 de Julio & Varela)

Post (Ecke Artigas & Treinta y Tres)

Touristeninformation (4733-4096; turis [email protected]) Busbahnhof (8–23 Uhr); Centro; (Uruguay 1052; Mo–Sa 8–20 Uhr)

An- & Weiterreise

Bus

Der Busbahnhof (Salto Shopping Center, Ecke Ruta 3 & Av. Batlle) von Salto, 2 km östlich der Innenstadt, bietet Geldautomaten, Internetzugang, kostenlose Toiletten und einen Supermarkt.

Flugzeug

Vom Flughafen Salto, der sich 6 km südlich der Stadt befindet, bieten BQB Lineas Aereas (4733-8919; www.flybqb.com) dreimal wöchentlich (Mo, Mi & Fr) Flüge zum Flughafen Carrasco bei Montevideo.

Schiff

Transporte Fluvial San Cristóbal (4733-2461; Ecke Av. Brasil & Costanera Norte) betreibt Schiffe, die auf die andere Seite des Flusses nach Concordia in Argentinien (100 Ur$, 15 Min.) hinüberfahren, und zwar viermal täglich von 9.30 Uhr bis 19.30 Uhr (außer So).

BUSSE AB SALTO

REISEZIEL FAHRPREIS (UR$) FAHRZEIT (STD.) HäUFIGKEIT
Buenos Aires 668–738 tgl. 23 Uhr
Concordia (Argentinien) 81 1 2-mal tgl.
Colonia 528 8 2-mal tgl.
Montevideo 587 häufig
Paysandú 141 2 häufig
Tacuarembó 340 4 Mo, Mi & Fr frühmorgens

In Concordia hat man Anschluss zu weiteren Orten in Argentinien.

Tacuarembó

    54 000 EW.

Das in den sanften Hügeln der Cuchilla de Haedo gelegene Tacuarembó gilt als das Heimat der Gauchos. Und zwar nicht von Typen, die sich für ein paar Pesos in Positur schmeißen, sondern von echten Kerlen. Hier soll auch die Tangolegende Carlos Gardel geboren sein., der später mit seiner Mutter nach Argentinien zog und in Buenos Aires lebte.

Als Provinzhauptstadt bietet Tacuarembó von Pappeln gesäumte Straßen und attraktive Plazas – und gilt als eine der angenehmsten Städte im Landesinneren. Das Stadtzentrum liegt rund um die Plaza 19 de Abril mit den beiden wichtigsten Verkehrsadern, der 25 de Mayo und der 18 de Julio.

Sehenswertes

Museo del Indio y del Gaucho     MUSEUM

(Ecke Flores & Artigas; Di–Fr 8–14, Sa 9–13 Uhr) Das Museum ist eine romantische Hommage an die Gauchos von Uruguay und die indigenen Völker des Landes. Zur Sammlung zählen Schemel aus Leder und Rinderknochen, elegant gearbeitete Silbersporen und andere Gegenstände, die zum Landleben gehören.

Feste & Events

Fiesta de la Patria Gaucha     GAUCHOFESTIVAL

(www.patriagaucha.com.uy, auf Spanisch) In der ersten oder zweiten Woche im März lockt dieses bunte Fest fünf Tage lang Besucher aus dem ganzen Land an. Dann demons-trieren Gauchos ihr Können, es gibt Musik und zahlreiche weitere Aktivitäten. Das Fest findet im Parque 25 de Agosto im Norden der Stadt statt.

Schlafen und Essen

Yvytu Itaty    ESTANCIA $$$

(4630-8421; www.viviturismorural.com, auf Spanisch, [email protected]; Zi. pro Pers. inkl. Vollpension, Farmaktivitäten & Reiten 1900 Ur$, 2 oder mehr Perp. 1700 Ur$) Wer das Leben eines Gauchos aus erster Hand kennenlernen möchte, dem sei diese estancia, 50 km südwestlich von Tacuarembó, wärmstens empfohlen – hier wird nämlich ganz normal gearbeitet! Seit 2006 begrüßen die Wirtsleute Pedro und Nahir Clariget Übernachtungsgäste in ihrer schlichten Farm und laden sie ein, aktiv am Alltag ihrer estancia teilzunehmen. Pedro und seine netten Hirtenhunde freuen sich, die Gäste bei Ausritten durch die rund 636 ha umfassenden Ländereien zu begleiten; unterwegs werden Pausen eingelegt, um Nandu-Nester, Gürteltiere und was sonst hier noch alles so kreucht und fleucht, aus der Nähe anzuschauen. Zurück auf der Farm trinken die Gäste im Patio dann bei Sonnenuntergang noch einen mate, um anschließend die leckere Hausmannskost von Nahir zu genießen, z. B. einen gut gewürzten Fleischeintopf und eine traditionelle Nachspeise wie etwa arroz con leche (Milchreis). Am besten vorher anrufen, um die Anfahrt abzuklären; es besteht auch die Möglichkeit, sich vom Busbahnhof in Tacuarembó abholen zu lassen (hin & zurück 1200 Ur$, unabhängig von der Gruppengröße).

Hotel Plaza      HOTEL $$

(4632-7988; [email protected]; 25 de Agosto 247; EZ/DZ 640/1050 Ur$; ) Das zentrale Plaza ist das einladendste Hotel in der Innenstadt von Tacuarembó. Das Haus ist fröhlich gelb gestrichen, die Duschvorhänge zieren Fische, und in den Zimmern gibt es Internet.

La Rueda      PARRILLA $$

(W Beltrán 251; Gerichte 95–260 Ur$; Mo–Sa Mittag- & Abendessen, So Mittagessen) Das Rueda mit seinem Reetdach und Unmengen Gaucho-Andenken an der Wand ist eine nette parrilla im Viertel.

Praktische Informationen

Antel (Sarandí 242)

Banco Santander (18 de Julio 258) Einer von zahlreichen Geldautomaten unweit der Plaza Colón.

Hospital Regional (4632-2955; Ecke Treinta y Tres & Catalogne)

Post (Ituzaingó 262)

Touristeninformation (4632-7144; www.imtacuarembo.com, auf Spanisch; Mo–Fr 8–19, Sa 9–11 Uhr) Direkt vor dem Busbahnhof.

Anreise & Unterwegs vor Ort

Der Busbahnhof (Ecke Ruta 5 & Av. Victorino Pereira) von Tacuarembó befindet sich 1 km nordöstlich vom Stadtzentrum. Ein Taxi in die Stadt kostet etwa 50 Ur$.

BUSSE AB TACUAREMBó

REISEZIEL FAHRPREIS (UR$) FAHRZEIT (STD.)
Montevideo 457
Paysandú 282
Salto 340 4

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Valle Edén

Das Valle Edén, ein üppiges Tal 24 km südwestlich von Tacuarembó, ist die Heimat des Museo Carlos Gardel (4632-3520 Nebenstelle 30; Eintritt 20 Ur$; 9.30–17.30 Uhr). Es lässt sich mit dem Auto über eine Furt erreichen, über die auch eine Hängebrücke aus Holz für Fußgänger führt. Untergebracht ist das Museum in einer ehemaligen pulpería, einem Kramerladen mit Bar, wie es ihn früher auf vielen estancias gab. Das Museum belegt anhand verschiedener Dokumente, weshalb Tacuarembó für sich in Anspruch nimmt, der Geburtsort des hochverehrten Tangosängers Carlos Gardel zu sein – ein Anspruch, den ihm die beiden Länder Argentinien und Frankreich allerdings mit Vehemenz streitig machen!

Übernachten kann man im Valle Edén auf dem Camping El Mago (4632-7144; Zeltplätze pro Zelt/Perp. 50/20 Ur$). Gegessen wird in der Posada Valle Edén (4630-2345; www.posadavalleeden.com.uy, auf Spanisch; Gerichte 190–260 Ur$), einem hübschen alten Gebäude aus Lehm und Stein. Zur Anlage gehören moderne cabañas (1560 Ur$) gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Ein Bus der Empresa Calebus fährt um 11.45 Uhr von Tacuarembó ins Valle Edén und um 19.15 Uhr wieder zurück (38 Ur$, 20 Min.).

Der Osten

Östlich von Montevideo erstreckt sich ein 340 km langer Küstenstrich mit Stränden, Dünen, Wäldern und Lagunen bis zur brasilianischen Grenze – er zählt zu den Naturschätzen des Landes.

Diese Region kennen eigentlich nur die Uruguayer und ihre unmittelbaren Nachbarn: Rund zehn Monate im Jahr liegt die Küste in einer Art Dornröschenschlaf, erst im Sommer (also zwischen Weihnachten und Karneval) erwacht die Region zum Leben: Dann hat es den Anschein, als würde jeder Bus in Montevideo zu einem der Küstenörtchen fahren. Wem der Sinn einfach nur nach Sonne und Unterhaltung steht, ist in der Hochsaison genau richtig. Wer nur wenige Wochen vorher oder nachher dorthin fährt, kann die Schönheit und Ruhe der landschaft für sage und schreibe den halben Preis genießen.

In der Nähe der brasilianischen Grenze liegen mitten in der weiten, offenen Landschaft und den uneingeschränkt zugänglichen Stränden der Provinz Rocha verlassene Festungen auf den Hügeln, auch Schiffswracks sind stumme Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit, als sich Spanier und Portugiesen um die Herrschaft auf dem neuen Kontinent stritten. Wo einst Beobachtungsposten den weiten Horizont nach einfallenden Armeen absuchten, haben sich heute neue „Invasoren“ breitgemacht: Touristen, die im Cabo Polonio mit dem Fernglas Wale beobachten, und Leute, die in Punta del Este mit gezückter Kamera nach Prominenten Ausschau halten.

Piriápolis

    8700 EW.

Mit seinem eleganten alten Hotel an der Strandpromenade und den niedrigen Bergen als Kulisse erinnert Piriápolis vage an einen Ort am Mittelmeer und ist zweifellos Uruguays malerischster Küstenort. Hier geht es nicht so vornehm zu wie in Punta del Este – entsprechend moderater sind auch die Preise. Der Ort wurde in den 1930er-Jahren vom argentinischen Unternehmer Francisco Piria als Ferienort konzipiert. Auf ihn geht auch das imposante Wahrzeichen des Ortes zurück, das Argentino Hotel, sowie sein eigenes exzentrisches Domizil ein Stück weiter oben in den Hügeln, das den Spitznamen Castillo de Piria trägt (Klicken Sie hier).

Das gesamte Geschehen spielt sich in einem Abschnitt von nur zehn Blocks am Strand zwischen der Avenida Artigas (Zufahrt von der Ruta 9) und der Avenida Piria ab (dort vollzieht die Küste eine weite Kurve in Richtung Süden).

Die Straßen hinter dem Strand gehen rasch in reine Wohngebiete über.

In der Umgebung findet sich viel Interessantes, darunter zwei der höchsten Berge Uruguays.

URUGUAYS NATURSCHUTZGEBIETE – ABSEITS DER TOURISTENPFADE

Das Landesinnere von Uruguay mit seinen endlosen Weiten ist der Traum eines jeden Naturfreunds. Die Regierung hat inzwischen mehrere Gebiete unter den Schutz seines Programms Sistema Nacional de Áreas Protegidas (SNAP) gestellt. Die Gelder fließen spärlich, dementsprechend rudimentär ist die touristische Infrastruktur. Wer sich dennoch in diese kaum besuchten Regionen wagt, wird reich belohnt. Weiter unten werden zwei Naturschutzgebiete vorgestellt, die die Stimmung des wilden Gaucholands Uruguay am besten wiedergeben. Weitere SNAP-Reservate, die in diesem Reiseführer besprochen werden, sind Cabo Polonio, Cerro Verde und die Laguna de Rocha.

Valle del Lunarejo

Das herrliche Tal liegt 95 km nördlich von Tacuarembó und ist ein Ort herrlicher Ruhe und Abgeschiedenheit. Die einzigen Geräusche verursachen hier Vögel und das plätschernde Wasser.

Die reizende Posada Lunarejo (4650-6400; www.posadalunarejo.com, auf Spanisch; Ruta 30, Km 238; Zi. inkl. Frühstück/Vollpension pro Perp. 1100/1800 Ur$) befindet sich in einem restaurierten Gebäude aus dem Jahr 1880. Die Posada liegt 2 km von der Hauptstraße und 3 km vom Fluss entfernt, zu einer Kranichkolonie läuft man nur wenige Schritte. Ein Stück die Straße hinauf, bietet Mario Padern (099-450653; Ruta 30, Km 230; Wanderung je nach Gruppengröße 600–1000 Ur$) geführte Wanderungen vom Rand der Schlucht aus zu mehreren natürlichen Wasserbecken in der Nähe des Quellgebiets.

Mit dem Busunternehmen CUT (www.cutcorporacion.com.uy) kommen Interessierte am einfachsten ins Valle del Lunarejo: Täglich fährt ein Bus die Strecke Montevideo – Tacuarembó – Artigas (Abfahrt in Montevideo um 12 Uhr, 551 Ur$, 6 Std.; Abfahrt in Tacuarembó um 16.50 Uhr, 94 Ur$, 1½ Std.). Nach vorheriger telefonischer Vereinbarung kommt jemand von der Posada Lunarejo vorbei, um die Gäste nach ihrer Ankunft an der Bushaltestelle abzuholen.

Quebrada de los Cuervos

Die versteckte kleine Schlucht verläuft durch eine sanfte Hügellandschaft, sie liegt 40 km nordwestlich von Treinta y Tres und 325 km nordöstlich von Montevideo. Die unerwartet feuchte und kühle Region bietet verschiedensten Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Durch den Park schlängelt sich ein Naturpfad (hin & zurück 2 Std.).

Der perfekte Standort, um die Region zu erkunden, ist das Cañada del Brujo (4452-2837; www.pleka.com/delbrujo; B 480 Ur$, Mahlzeiten 200–280 Ur$): Das sehr rustikale Hostel in einem alten Schulgebäude liegt rund 12 km vom Park entfernt. Hostelbesitzer Pablo Rado unternimmt mit seinen Gästen Wanderungen und Ausritte zu den umliegenden Wasserfällen und macht sie mit den schönen Seiten des Gauchodaseins bekannt: Kerzenlicht, Mate-Trinken, mit einem Wollponcho zugedeckt schlafen, einfache Gerichte aus dem Holzofen und natürlich die beeindruckenden Sonnenuntergänge. Nach vorheriger Vereinbarung holt Pablo seine Gäste in Treinta y Tres ab und bringt sie mit seinem alten VW Käfer ins Hostel – 300 Ur$ pro Person kostet dieser Service.

Von Montevideo fahren neunmal täglich Busse nach Treinta y Tres (340 Ur$, 4¼ Std.).

Sehenswertes & Aktivitäten

Schwimmen und Sonnenbaden sind die beiden beliebtesten Aktivitäten. An den Felsen am Ende des Strandes, wo die Rambla de los Argentinos in die Rambla de los Ingleses übergeht, kann man auch gut angeln.

Ein sagenhafter Blick auf Piriápolis und die Küste mit Stränden und Dünen bietet sich vom Sessellift (100 Ur$; 9 Uhr bis Sonnenuntergang), der auf den Gipfel des Cerro San Antonio (130 m) am östlichen Ende der Stadt hinauffährt.

ESTANCIA-TOURISMUS IN URUGUAY

Estancias, die gigantischen Farmen im Landesinneren von Uruguay, sind ein nationales Kultursymbol. Das Ministerium für Tourismus von Uruguay hat mittlerweile die „Estancia Turística” als Unterkunftskategorie eingeführt; seitdem haben Dutzende estancias ihre Tore für Touristen geöffnet – von traditionellen Farmen, auf denen ganz normal gearbeitet wird, bis hin zu Pseudofarmen, die sich den Trend zunutze machen. Die typische estancia bietet jeden Tag spannende Aktivitäten an, wobei das Hauptgewicht auf dem Reiten liegt. In den meisten estancias können die Gäste auch übernachten. Oft lassen sich die Farmen allerdings ohne einen eigenen fahrbaren Untersatz nur schwer erreichen; wo es möglich ist, werden die Gäste jedoch nach vorheriger Vereinbarung von Mitarbeitern der Farm abgeholt.

Der Urahn aller Touristen-Estancias ist San Pedro de Timote (4310-8086; www.sanpedrodetimote.com; DZ So–Do 4000–5600 Ur$, Fr & Sa 5200–7600 Ur$; ). Die estancia liegt 14 km von der Ortschaft Cerro Colorado entfernt und ist über eine Staubstraße erreichbar. Zum Reiz des Anwesens in herrlicher Lage inmitten von 253 ha sanft-hügeliger Landschaft trägt ein Komplex aus mehreren historischen Gebäuden bei, von denen einige aus der Mitte des 19. Jhs. stammen: eine hübsche weiße Kapelle, ein Hof mit hoch in den Himmel ragenden Palmen, eine Bibliothek mit wunderschönen Kacheln und eine runde Steinkoppel. Die Aufenthaltsräume haben Parkettboden, große Kamine und sind mit gemütlichen Ledersesseln ausgestattet; zwei Pools und eine Sauna zählen zum weiteren Luxus. Im Preis inbegriffen sind drei Mahlzeiten, Tee am Nachmittag sowie zwei Ausritte pro Tag (und in Vollmondnächten). Tagesgäste, die hier nicht logieren, bezahlen 1400 Ur$ für ein Mittagessen, Tee und zwei Ausritte. Cerro Colorado liegt 160 km nordöstlich von Montevideo an der Ruta 7.

Weitere Touristen-Estancias sind in diesem Reiseführer jeweils unter der nächstgelegenen Stadt aufgeführt. Ein Erlebnis sind La Sirena bei Mercedes, Guardia del Monte und Yvytu Itaty unweit von Tacuarembó.

In Montevideo haben sich die beiden Reisebüros Lares (2901-9120; www.lares.com.uy; WF Aldunate 1320) und Cecilia Regules Viajes (2916-3012; www.ceciliaregulesviajes.com; Bacacay 1334, Local C) auf Estancia-Tourismus spezialisiert.

Schlafen

Die hier genannten Preise gelten für die Hochsaison. In der Nebensaison sinken sie um bis zu 50 %.

Hotel Colón      HOTEL $$$

(4432-2508; www.hotelcolonpiriapolis.com; Rambla 950; Zi. ohne/mit Meerblick 2100/2300 Ur$; ) Das 1910 von Francisco Piria für seinen Sohn erbaute Anwesen im Pseudo-Tudor-Stil liegt am Wasser und bietet einen herrlichen Blick, sagenhafte Jugendstil-Verzierungen und einen altmodischen Salon mit Kamin. WLAN gibt es nur in den Aufenthaltsräumen.

Argentino Hotel      LUXUSHOTEL $$$

(4432-2791; www.argentinohotel.com.uy; Rambla de los Argentinos s/n; EZ/DZ inkl. Frühstück ab 2600/4000 Ur$, Halbpension 3100/5000 Ur$, Vollpension 600/6000 Ur$; ) Selbst wer hier nicht logiert, sollte dem eleganten, europäisch anmutenden Kurhotel mit sienen 350 Zimmern samt zwei beheizten Pools (Flusswasser), einem Casino, einem Eislaufring und anderen Finessen zumindest einen Besuch abstatten.

Hostel Piriápolis      HOSTEL $

(4432-0394; www.hostelpiriapolis.com; Simón del Pino 1136; B/2BZ/DZ inkl. Frühstück 330/ 780/850 Ur$, Aufpreis für Nicht-Mitglieder pro Perp. 100 Ur$; ) Das Hostel mit 240 Betten ist eines der größten in Südamerika. Es hat mehrere Vierbettzimmer, Dutzende Doppelzimmer und eine Gästeküche für Selbstversorger. Wenn keine Gäste da sind, wirkt es so deprimierend wie ein Flugzeug-Hangar, aber im Januar und Februar geht hier die Post ab (Achtung: im Hochsommer ist es oft ausgebucht).

Bungalows Margariteñas      BUNGALOW $$

(4432-2245; www.margaritenias.com; Ecke Zufriategui & Piedras; DZ/3BZ/4BZ 1400/1500/1600 Ur$; ) Die Unterkunft befindet sich unweit vom Busbahnhof und ist gut ausgestattet. In den individuell gestalteten Bungalows können bis zu vier Personen übernachten. Die umgängliche Besitzerin Corina spricht Englisch und holt ihre Gäste auf Wunsch gerne am Busbahnhof ab.

HOSTEL-HÜPFEN AN DER KÜSTE

Summer Bus (summerbus.com) heißt ein neuer Busservice, der es Reisenden erlaubt, zwischen den Hostels an der Atlantikküste ganz nach Lust und Laune hin und herzukutschieren. Mit einer einzigen Fahrkarte (1500 Ur$) geht es im gewünschten Hostel los, dann können alle zwölf Ziele von Montevideo bis Punta del Diablo besucht werden.

Essen

Die meisten Restaurants in Piriápolis befinden sich innerhalb eines Blocks an der Rambla, der Küstenstraße.

Café Picasso    MEERESFRüCHTE $$

4432-2597; Ecke Rojas & Caseros; Gerichte 140-300 Ur$; Dez.–März Mittag- & Abendessen, April–Nov. tgl. Mittagessen, Fr & Sa Abendessen) Das Café liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße in einem Wohnviertel, ein paar Blocks vom Strand entfernt. Küchenchef und Besitzer Carlos hat seinen Autounterstand und das vordere Zimmer zu einem legeren, bunt dekorierten Restaurant mit einem Grill im Freien umgestaltet. Die Einheimischen hocken auf Plastikstühlen und hören Tangomusik, während Carlos so ziemlich den leckersten Fisch an der ganzen Atlantikküste von Uruguay zubereitet. Sonntag ist Paella-Tag. Alle Hauptgerichte werden mit Kartoffelpüree, Kürbismousse, Pommes oder Salat serviert.

La Corniche      PIZZERIA, MEERESFRüCHTE $$

(Manuel Freire s/n; Gerichte 160–290 Ur$; Mittag- & Abendessen) Das neu eröffnete Restaurant hat sich auf Holzofenpizza und Meeresfrüchte spezialisiert, die auf dem Grill brutzeln. Im Schwestercafé, das gleich um die Ecke an der Rambla liegt, bekommt man einen guten Espresso und Gebäck sowie Gerichte für den kleinen Hunger zwischendurch wie etwa Ciabatta-Sandwiches, die mit verschiedenen Zutaten belegt sind.

Praktische Informationen

Antel (Ecke Barrios & Buenos Aires; Internet Std. 19 Ur$; Mo–Sa 9–21 Uhr)

Banco de la República (Rambla de los Argentinos, zwischen Sierra & Sanabria) Praktischer Geldautomat.

Centro de Hoteles y Restaurantes (4432-2218; www.piriapolis.org.uy, auf Spanisch; Dez.–März 9–24 Uhr, April–Nov. 10–18 Uhr) Neben der Touristeninformation; Hier können die Urlauber Infos zu Hotels und Hilfe bei Buchungen bekommen.

Post (Av. Piria s/n)

Touristeninformation (4432-5055; www.turismopiriapolis.com; Rambla de los Argentinos; Dez.–März 9–24 Uhr, April–Nov. 10–18 Uhr) Hilfsbereite Mitarbeiter und öffentliche Toiletten direkt am Wasser unweit vom Argentino Hotel.

An- & Weiterreise

Der Busbahnhof (Ecke Misiones & Niza) von Piriápolis liegt ein paar Blocks zurückversetzt vom Strand. Von COT und COPSA fahren häufig Busse nach Montevideo (124 Ur$, 1½ Std.) und Punta del Este (77 Ur$, 50 Min.).

Rund um Piriápolis

Im Norden der Stadt steht das Castillo de Piria (4432-3268; Ruta 37, Km 4; Eintritt frei; Di–So 10–17 Uhr): Francisco Pirias bizarr überladene Residenz kann nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten nun wieder besichtigt werden. Rund 1 km weiter landeinwärts können Wanderer den Cerro Pan de Azúcar (389 m), den vierthöchsten Gipfel Uruguays, besteigen. Der Weg (hin & zurück 3 Std.) beginnt am Parkplatz der Reserva de Fauna Autóctona (Ruta 37, Km 5); die Schotterstraße geht dann in einen schmalen, steilen Pfad über, der mit roten Pfeilen gekennzeichnet ist.

Die private Sierra de las Ánimas (094-419891; www.sierradelasanimas.com; Ruta 9, Km 86; Sa & So, plus Karneval & Osterwoche) befindet sich nur ein kurzes Stück von der Interbalnearia (Küstenschnellstraße) entfernt, nämlich 25 km von Piriápolis in Richtung Montevideo. Hier gibt es zwei gute Wanderwege (jeweils hin & zurück 3–4 Std.): Einer führt zum 501 m hohen Gipfel hinauf – dem zweihöchsten des Landes, der andere schlängelt sich zum Cañadón de los Espejos, mehreren Wasserfällen und natürlichen Schwimmbecken, die nach einem kräftigen Regenguss besonders imposant wirken. Weitere Aktivitäten in diesem Naturpark sind Touren mit dem Mountainbike oder Zelten. Wer von Montevideo mit dem Bus kommt, steigt am Parador Los Cardos aus und überquert dann die Schnellstraße. Bei Kälte oder Regenwetter vorher anrufen und fragen, ob das Reservat offen hat.

SOS Rescate de Fauna Marina (094-330795; [email protected]; Eintritt 50 Ur$; nach Vereinbarung), 10 km südlich von Piriápolis befindet sich Uruguays bedeutendstes Rettungs- und Rehabilitationszentrum für Meerestiere. Es wird ausschließlich von Freiwilligen betrieben. Der Schwerpunkt liegt auf einem pädagogischen Programm für Schulkinder, die beim Füttern mithelfen dürfen und auf diese Weise Pinguine, Seelöwen, Schildkröten und andere gerettete Meerestiere kennenlernen. Besucher werden gebeten, sich vorher anzumelden und das Zentrum mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

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Punta del Este

    8900 EW.

Aber jetzt: Der typische Tagesablauf in „Punta“ gestaltet sich so: bräunen, enthaaren, im Fitnesscenter den Body stählen – und dann am Strand zur Schau stellen. Und wenn das abgehakt ist, dann nichts wie ab in einen der berühmten Clubs der Stadt, um dort so richtig abzutanzen.

Punta del Este mit zahlreichen Stränden, eleganten Villen am Meer, einem Yachthafen, Apartmenthochhäusern, kostspieligen Hotels und Glamourrestaurants ist einer der nobelsten Ferienorte des südamerikanischen Kontinents und mit Abstand der teuerste Ort Uruguays. Punta steht bei den Argentiniern und Brasilianern hoch im Kurs. Während der Rezession in Uruguay und Argentinien erlebte Punta eine Flaute, langsam geht es aber wieder aufwärts.

Wer gern Ausschau nach Berühmtheiten hält, ist hier rund um die Uhr gut beschäftigt. Punta strotzt nur so vor großen Namen, und die Redaktuere der Klatschspalten führen Tabellen, wer wo wann gesichtet wurde. Vom Mythos Punta profitieren natürlich auch die Orte in der Umgebung, so z. B. die berühmte Club-Zone von La Barra, die sich ein Stück weiter östlich befindet oder Punta Ballena im Westen.

Das eigentliche Punta ist relativ klein und konzentriert sich auf eine schmale Halbinsel, die offiziell den Río de la Plata vom Atlantik trennt. Die Stadt besteht aus zwei separaten Teilen: Nördlich einer Landenge gleich östlich vom Yachthafen befindet sich die Hotelzone mit vielen Wolkenkratzern, südlich der Landenge liegt ein Wohnviertel. Die Straßenschilder haben Namen und Nummern, wobei die Einheimischen meist ens nur die Nummer benutzen. Eine Ausnahme stellt die Avenida Juan Gorlero (Calle 22) dar, die Hauptgeschäftsstraße, die alle bloß als „Gorlero“ bezeichnen – und die keinesfalls mit der Calle 19     , Comodoro Gorlero, verwechselt werden sollte.

Die Rambla Claudio Williman wie auch die Rambla Lorenzo Batlle Pacheco sind Durchgangsstraßen, die an der Küste entlang verlaufen und an der Spitze der Landenge vom Nordosten bzw. Nordwesten her zusammenführen. Die einzelnen Locations, die sich an den Ramblas befinden, werden anhand der nummerierten paradas (Bushaltestellen) identifiziert.

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ABSTECHER

VILLA SERRANA

Wem es Spaß macht, sich abseits der Touristenpfade aufzuhalten, wird von diesem beschaulichen kleinen Dorf in den Hügeln über einem winzigen See, 170 km nordöstlich von Montevideo, begeistert sein. Eine der Sehenswürdigkeiten gleich in der Nähe ist der Salto del Penitente, ein 60 m hoher Wasserfall.

Die malerisch über dem Tal gelegene Posada La Calaguala (4440-2955; www.lacalaguala.com, auf Spanisch; Ruta 8, Km 145; Zeltplätze pro Pers./Zelt 150/300 Ur$, Zi. pro Pers. inkl. Frühstück/Halb-/Vollpension ab 900/1200/1650 Ur$) ist ein Familienbetrieb mit dazugehörigem Restaurant. Auf Wunsch werden Ausritte, Rad- und Wandertouren veranstaltet. Das nur geringfügig teurere Zimmer mit einer Badewanne samt Whirlpool und Kamin ist an einem kühlen Abend besonders gemütlich.

Wie man hinkommt? Von Montevideo den Bus nach Minas (141 Ur$, 2 Std.) nehmen und dort in einen Bus von COSU (4442-2256) nach Villa Serrana (50 Ur$, 30 Min., Di & Do 9 & 17.30 Uhr) umsteigen. Eine andere Möglichkeit ist, in den nächstbesten Bus zu steigen, der von Minas auf der Ruta 8 in Richtung Norden fährt, und bei Km 145 auszusteigen; von dort geht es zu Fuß 4 km steil bergauf.

Sehenswertes

STRÄNDE & INSELN

Strände sind untertags die Hauptattraktion im sonnigen Punta del Este – die Gäste haben die Qual der Wahl. Im Westen der Stadt schlängelt sich die Rambla Gral Artigas an der ruhigen Playa Mansa am Río de la Plata entlang, führt dann am lebhaften Yachthafen vorbei (der nur so überquillt von Schiffen, Restaurants, Nachtclubs und schönen Menschen), bevor sie um die Halbinsel herum zum offenen Atlantik führt.

An der Ostseite der Halbinsel ist mehr Seegang, was der Name Playa Brava (Wilder Strand) schon ahnen lässt: Die Wellen und Strömungen haben hier schon mehrere Menschenleben gefordert, also Achtung. Ebenfalls auf der Atlantikseite finden sich Strände wie die Playa de los Ingleses und die Playa El Emir, wo Surfer voll auf ihre Kosten kommen.

Von der Playa Mansa in Richtung Westen, an der Rambla Williman entlang, erstrecken sich die Strände La Pastora, Marconi, Cantegril, Las Delicias, Pinares, La Gruta an der Punta Ballena und Portezuelo. An der Rambla Lorenzo Batlle Pacheco in Richtung Osten sind die besten Strände La Chiverta, San Rafael, La Draga und Punta de la Barra. Im Sommer bieten alle paradores (kleine Lokale) auch Strandservice.

Das berühmteste Wahrzeichen von Punta ist La Mano en la Arena Karte offline, eine Skulptur, die seit 1982 die Playa Brava ziert: eine riesige Hand, die aus dem Sand herausragt (s. Klicken Sie hier) – ein beliebtes Fotomotiv.

Boote fahren so etwa im 30-Minuten-Takt (in der Hauptsaison täglich, ansonsten nur am Wochenende) vom Yachthafen in Punta del Este zur 15 Minuten entfernten Isla Gorriti. Dort warten wunderbare Sandstrände, einige Restaurants sowie die Baterías de Santa Ana, die Ruinen einer Festung aus dem 18. Jh.

Etwa 10 km vom Festland entfernt liegt die Isla de Lobos. Sie ist das Zuhause der zweitgrößten Seelöwenkolonie der Welt – die letzte Zählung ergab sage und schreibe 200 000 Prachtexemplare! Außerdem ragt dort auch noch der höchste Leuchtturm Südamerikas auf. Da die Insel unter Naturschutz steht, besteht nur die Möglichkeit, im Rahmen eines organisierten Bootsausflugs (s. Klicken Sie hier) um sie herumzuschippern.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Casapueblo      GALERIE

(4257-8041; Eintritt 120 Ur$; 10 Uhr bis Sonnenuntergang) Casapueblo in Punta Ballena, einer Landzunge 15 km westlich von Punta del Este, ist die total eigenwilligeVilla und Kunstgalerie des uruguayischen Künstlers Carlos Páez Vilaró. Die neun Etagen des in der Sonne gleißend weißen Gebäudes ergießen sich über die Klippen zum Wasser hinunter – eine Sehenswürdigkeit, die wirklich ihresgleichen sucht! Die Besucher der Villa können fünf Räume besichtigen, einen Film über das Leben des Künstlers und seine Reisen anschauen und von der Cafeteria mit Bar im Obergeschoss den irre tollen Blick genießen. Ein Hotel und ein Restaurant gehören auch noch dazu. Von der Kreuzung, wo die Busse der Línea 8 von Codesa halten, sind es 2 km zu Fuß.

Museo Ralli    MUSEUM

(4248-3476; www.museoralli.org; Los Arrayanes s/n; Jan. & Feb. Di–So 17–21 Uhr, März–Mai & Okt.–Dez. Sa & So 14–18 Uhr) Das Museum im Beverly Hills genannten Vorort zeigt eine breit gefächerte Sammlung an Werken lateinamerikanischer Künstler.

DIE HAND IM SAND

La Mano en la Arena (Die Hand im Sand) – eine Skulptur aus Stahlbeton des chilenischen Künstlers Mario Irarrázabal – gewann 1982 bei einem Bildhauerwettbewerb den ersten Preis und zählt seitdem zum Inventar von Punta. Die Hand übt eine geradezu magische Anziehungskraft auf alle Besucher aus: Sie klettern auf die Finger, hüpfen herunter und posieren alljährlich für Tausende von Fotos.

Aus der Nähe betrachtet lässt sich der Zahn der Zeit allerdings langsam nicht mehr leugnen. Alles ist mit Graffiti verschmiert, und das wenig ansehnliche Betonfundament kommt oft zum Vorschein, wenn der Sand sich verlagert. Aber Achtung: Die Hand greift noch immer nach den Besuchern, um sie zu packen!

Aktivitäten

Im Sommer besteht an der Playa Mansa die Möglichkeit zum Parasegeln, Wasserski- und Jetskifahren. Anbieter sind am Strand an der Rambla Claudio Williman zwischen den paradas (Haltestellen) 2 und 20.

Sunvalleysurf    SURFEN

(4248-1388; www.sunvalleysurf.com, auf Spanisch; Parada 3½, Playa Brava) Neoprenanzüge, Surfbretter, Bodyboards und so ziemlich alles, was der Wassersportler sonst noch so braucht, können im Hauptgeschäft an der Playa Brava sowie in den Filialen an der Playa El Emir und in La Barra ausgeliehen werden. Surf- und Bodyboard-Unterricht wird ebenfalls erteilt.

Geführte Touren

Calypso Charters & Excursiones     BOOTSAUSFLUG

Karte offline (4244-6152; www.calypso.com.uy, auf Spanisch; Ecke Rambla Artigas & Calle 21; Touren Erw./Kind 1400/700 Ur$) Eines von zahlreichen Unternehmen, die zweistündige Bootsausflüge zur Isla de Lobos unternehmen. Die Teilnehmer können Seelöwen beobachten, die im Wasser vor der Insel herumtoben.

Schlafen

Im Sommer ist das mondäne Punta knackevoll mit Urlaubern und Schickis, die Preise schießen in astronomische Höhen – sogar die Hostels verdoppeln im Januar ihre Tarife. Im Winter gleicht Punta hingegen einer Geisterstadt; die Unterkünfte, die dann noch offen haben, gewähren erhebliche Ermäßigungen. Die hier angegebenen Preise beziehen sich auf die Hochsaison, wenn sogar Mittelklasse-Unterkünfte Preise wie ein Luxushotel verlangen. Außerhalb der Saison entspricht die Preisgestaltung den auf Klicken Sie hier genannten Durchschnittspreisen.

Las Cumbres    BOUTIQUEHOTEL $$$

(4257-8689; www.cumbres.com.uy; Ruta 12, Km 3,9, Laguna del Sauce; DZ 3900–6800 Ur$, Suite 7200–14 300 Ur$; ) Das Boutiquehotel bei Punta Ballena ist ein luxuriöses, aber nicht protziges Paradies oben auf einem Hügel, das mit den Schätzen, die die Besitzer von ihren Weltreisen mitgebracht haben, erlesen ausgestattet ist. Die Zimmer bieten eine Fülle von Extras wie einen Schreibtisch, einen Kamin und einen Whirlpool im Freien. Die Gäste haben Zutritt zur Kurabteilung mit allerlei Behandlungen, Strandliegen und Schirmen. Für die Gäste gibt es kostenlose Mountainbikes und ein Teezimmer mit Terrasse (öffentlich zugänglich), auf der sich der Sonnenuntergang wunderbar beobachten lässt.

La Lomita del Chingolo      GäSTEHAUS $$

(4248-6980; www.lalomitadelchingolo.com; Las Acacias zw. Los Eucaliptus & Le Mans; B 700–1200 Ur$, DZ 2400–3600 Ur$; ) Die legere Unterkunft mit einem Schlafsaal für sechs Personen und fünf Doppelzimmern liegt in einem Wohngebiet nördlich des Stadtzentrums. Die netten Besitzer Rodrigo und Alejandra verwöhnen ihre Gäste mit Internet und Küchennutzung, einem leckeren Frühstück, spontanen Grillfeten im Garten und vielen Infos über die Gegend.

Tas D’ Viaje Hostel      HOSTEL $

Karte offline (4244-8789; www.tasdviaje.com; Calle 24 zw. Calles 28 & 29; B 400–1100 Ur$, DZ 1600–2800 Ur$; Aug.–Mai; ) Das relativ neue Hostel in einem älteren Privathaus in der Innenstadt bekommt viele Pluspunkte für seine freundliche Rezeption, die unschlagbar zentrale Lage und die einladenden Aufenthaltsräume. In den Sommermonaten öffnet auch die Dpendance (Calle 26 zwischen Calles 25 & 27; Dez.–Feb.) an der Playa El Emir, einen halben Block zurückversetzt vom Strand.

La Posta del Cangrejo      HOTEL $$$

(4277-0021; www.lapostadelcangrejo.com; La Barra; DZ 3800–9200 Ur$, Suite 5800–13 000 Ur$; ) Das Strandhotel im Herzen von La Barra hat weiß getünchte Adobemauern, ein preisgekröntes französisches Restaurant und eine Terrasse am Pool, auf der das Rauschen des Meeres zu hören ist. Die Suiten im Obergeschoss sind mit einem Kamin, Whirlpool, Fernsehern mit riesigem Flachbildschirm und einem guten Soundsystem ausgestattet.

El Viajero Brava Beach Hostel      HOSTEL $

(4248-0331; www.elviajerobravabeach.com; Ecke Charrúa & Av. Francia; B 300–875 Ur$, DZ 1100–2600 Ur$; ) Die Lage des Hostels an einer verkehrsreichen, lauten Straßenecke ist eher nervig, aber dafür ist es zum Busbahnhof und zur Playa Brava nicht weit. Die Zimmer haben alle Klimaanlage, es gibt einen Wäscheservice, einen Fahrrad- und Surfboardverleih, Surfunterricht, Aufenthaltsräume mit Musikbeschallung und eine Bar, die rund um die Uhr offen hat.

The Smalleast Hotel      HOTEL $$

Karte offline (4244-4992; www.thesmalleasthotel.com; Plaza El Faro; DZ 1400–2900 Ur$, 4B-Apt. 2400–3900 Ur$; ) Trotz des mürrischen Personals an der Rezeption bekommt das frisch renovierte kleine Hotel dicke Pluspunkte für die kostenlosen Strandtücher und Sonnenschirme, die Fernseher mit gigantischen LCD-Bildschirmen und für die hübsche Lage in einem ruhigen Wohnviertel südlich vom Hafen. Drei Zimmer gehen hinaus auf die Plaza mit schöner Aussicht auf den Leuchtturm von Punta. Von März bis Weihnachten halbieren sich die Tarife.

Manantiales Hostel      HOSTEL $

(4277-4427; www.elviajeropuntadeleste.com; Ruta 10, Km 164; B 290–700 Ur$, DZ 900–2400 Ur$; Nov. bis Ostern; ) Wer vor allem surfen oder chillen möchte, ist in diesem Hostel (12 km östlich von Punta in einer Seitenstraße) mit Pool, Surfbrettverleih und Strandnähe genau richtig. Zum Bikini Beach sind es nur 15 Minuten zu Fuß. Die Doppelzimmer und einige der Schlafsäle haben Klimaanlage.

Bonne Étoile      HOTEL $$

Karte offline (4244-0301; www.hotelbonneetoile.com; Calle 20, zwischen Calles 23 & 25; EZ 1400–3100 Ur$, DZ 1600–3300 Ur$; ) Das Hotel in einem Strandhaus aus den 1940er-Jahren direkt neben einem modernen sechsstöckigen Turm bietet saubere, geräumige Zimmer, von denen einige Aussicht aufs Wasser bieten. Die Lage zwischen der Gorlero und dem Hafen lässt sich kaum überbieten.

Hotel Concorde      HOTEL $$

Karte offline (4244-4800; www.hotelconcorde.com.uy; Calle 9 zwischen Calles 12 & 14; DZ 2300–3700 Ur$, mit Kitchenette 3700–5200 Ur$; ) Das unlängst renovierte, komfortable 3-Sterne-Hotel bietet verschiedene Zimmertypen, einige sogar mit Küchenzeile. In den gemütlichen Aufenthaltsräumen stehen Computer mit großen Monitoren und kostenlosem WLAN sowie extravagante Sofas; ein Pool und eine kleine Bar sind ebenfalls vorhanden.

Conrad Resort & Casino     LUXUSHOTEL $$$

(4249-1111; www.conradhotels.com; Parada 4, Playa Mansa; DZ 5400–14 000 Ur$; ) Wem der Sinn nach 5-Sterne-Raffinessen in der Innenstadt von Punta steht, trifft mit diesem hypermodernen Hotelhochhaus genau die richtige Wahl. Die besseren Zimmer haben Balkon mit Meerblick, der Pool und das Wellnesscenter sind traumhaft, und das Casino trägt mit seinem extravaganten Programm zur Unterhaltung bei.

Camping San Rafael     CAMPINGPLATZ $

(4248-6715; www.campingsanrafael.com.uy, auf Spanisch; Zeltplatz pro Perp. 170–250 Ur$, pro Fahrzeug 40 Ur$; Nov. bis Ostern) Der bewaldete Campingplatz unweit der Brücke nach La Barra bietet gepflegte Einrichtungen, darunter ein Laden, ein Restaurant, eine Wäscherei, heißes Wasser rund um die Uhr und zahlreiche weitere Annehmlichkeiten.

Essen

Lo de Charlie    MEDITERRAN $$$

Karte offline (4244-4183; Calle 12, No 819; Gerichte 352–615 Ur$; Dez.–März Mittag- & Abendessen, April–Nov. Mi–Mo Abendessen, Fr Mittagessen) Das Restaurant gehört einem Kumpel, mit dem der einheimische Künstler Carlos Páez Vilaró gern zum Angeln geht; seine Werke zieren die Wände eines der Top-Lokale in Punta. Zu den endlosen kulinarischen Köstlichkeiten gehören Gazpacho, Risotto, selbst gemachte Pasta, Fisch und Schalentiere.

Il Baretto      ITALIENISCH $$$

Karte offline (4244-5565; www.ilbarettopunta.com; Ecke Calles 9 & 10; Pizza 210–350 Ur$, Gerichte 390–620 Ur$; Mitte Dez. bis Karneval tgl. Abendessen, restl. Jahr Do–So Abendessen) Die Gäste nehmen auf noblen Sesseln und Sofas im von Kerzen erleuchteten Garten Platz, um in diesem romantischen Ambiente die selbst gemachten Pastas und köstlichen Desserts zu genießen. Das Restaurant ist aber auch eine nette Adresse, wenn man nach dem Tag am Strand einfach nur einen Drink nehmen will – ab 18 Uhr bietet sich im Sommer Gelegenheit dazu.

La Fonda del Pesca      MEERESFRüCHTE $$

Karte offline (Calle 29, zw. Gorlero & Calle 24; Gerichte 200–300 Ur$; 12–23 Uhr) Die in fröhlichen Farben gestrichene Kneipe hat sich auf Fisch spezialisiert, der mit viel Lokalkolorit serviert wird. Besitzer und Küchenchef Pesca macht an den Tischen der Gäste seine Aufwartung, um sich höchstpersönlich zu überzeugen, dass auch alle zufrieden sind.

Chivitería Marcos      CHIVITOS $$

Karte offline (Rambla Artigas, zwischen Calles 12 & 14; Chivitos 210 Ur$; Dez.–März 11–16 Uhr, April–Nov. 11–16 & 20 Uhr bis frühmorgens) Das Marcos hat seine Hauptniederlassung in Montevideo. Das Lokal ist hier wie dort berühmt für seine gigantischen, hoch aufgetürmten Sandwiches, die nach den Wünschen der Gäste individuell belegt werden. Sie haben die Qual der Wahl unter elf Belägen und sieben Soßen. Schwieriger ist es dann, das Ungetüm heil zum Tisch zu balancieren.

Virazón      MEERESFRüCHTE $$$

Karte offline (4244-3924; www.virazon.com.uy; Ecke Rambla Artigas & Calle 28; Gerichte 275–625 Ur$; Mittag- & Abendessen) Das Virazón serviert sagenhafte Meeresfrüchte. Am besten schnappt man sich einen Tisch auf der Terrasse am Strand und beobachtet dann amüsiert die Ober, die sich um eine würdevolle Miene bemühen, wenn sie mit ihrem vollbeladenen Tablett die Straße überqueren.

Baby Gouda Deli Café      CAFé $$

(4277-1874; Ruta 10, Km 161, La Barra; Gerichte ab 250 Ur$; 12–1 Uhr) Das ultracoole Deli-Café mit einer einladenden Terrasse liegt direkt an der Hauptstraße von La Barra, nur ein paar Blocks vom Strand entfernt.

Artico      MEERESFRüCHTE $$

Karte offline (Calle 8 No 1181; Gerichte 185–290 Ur$; Mittag- & Abendessen) Der Großhändler direkt neben dem Hafen hat den Dreh raus in Sachen Paella sowie Fisch und Meeresfrüchte vom Grill. Die moderaten Preise entsprechen dem Ambiente im Stil einer Cafeteria. Eine Salatbar (100 g/ 60 Ur$) ist ebenfalls vorhanden. Das Lokal zählt zu den wenigen in Punta, wo man am Wasser essen kann, ohne gleich ein Vermögen auszugeben.

Supermercado Disco      SUPERMARKT $

Karte offline (Calle 17, zwischen Gorlero & Calle 24; 8–23 Uhr) Wer sich vor den hohen Preisen Puntas wappnen möchte, kauft sich in diesem Supermarkt ein paar Lebensmittel oder schnappt sich einen frisch zubereiteten Imbiss an der rotisería (Theke mit fertigen, meist gebratenen Speisen wie Hähnchen, milanesas etc.)

Ausgehen & Unterhaltung

Eine Reihe von Clubs in der Hafengegend von Punta haben ganzjährig geöffnet, in der Nebensaison allerdings nur am Wochenende. Während der absoluten Hochsaison von Weihnachten bis Ende Januar machen weitere Strandclubs an der Playa Brava sowie an der Küstenstraße nach La Barra auf – die Namen wechseln ständig

Noch ein Hinweis: Einen Nachtclub sollte man nicht vor 2 Uhr in der Früh aufsuchen. Die Bars in Punta haben im Allgemeinen geöffnet, solange feierfreudige Gäste da sind; manchmal wird am Wochenende für die Nachtschwärmer auch Livemusik gespiet.

Moby Dick      PUB

Karte offline (www.mobydick.com.uy; Calle 13, zwi Calles 10 & 12) Mit dem Besuch dieses stilvollen Pubs in der Nähe des Yachthafens startet das dynamische Szenevolk allabendlich in eine lange Nacht.

Company Bar      BAR

Karte offline (4244-0130; Calle 29, zw. Calles 18 & 20) Die Bar in der Innenstadt von Punta, in der es neben Drinks auch etwas zum Abendessen gibt, hat ganzjährig geöffnet. Ab 22 Uhr wird Livemusik gespielt – meist eine internationale Musikmischung.

Mambo Club      CLUB

Karte offline (448956; Ecke Calle 13 & Calle 10) Beliebtes Tanzlokal mit Latino-Rhythmen.

Soho      DJ

Karte offline (www.sohopuntadeleste.com, auf Spanisch; Calle 13, zw. Calles 10 & 12) Ein weiteres Tanzlokal, das zuverlässig ganzjährig offen hat. Es legen ständig wechselnde DJs aus dem In- und Ausland auf.

Medio y Medio      JAZZ

(www.medioymedio.com, auf Spanisch; Camino Lussich s/n, Punta Ballena) Der Jazzclub mit Restaurant, unweit vom Strand in Punta Ballena, präsentiert Musiker aus Uruguay, Argentinien und Brasilien.

Cine Libertador      KINO

Karte offline (Gorlero 796) Das ganzjährig geöffnete Kino zeigt Filme in zwei Sälen.

Shoppen

Manos del Uruguay Karte offline    WOLLSACHEN

(www.manos.com.uy; Gorlero, zw. Calles 30 & 31) Die Filiale der staatlichen Kooperative verkauft schöne Wollsachen.

Feria Artesanal Karte offline    KUNSTHANDWERK

(Plaza Artigas) Markt mit Kunsthandwerk am zentralen Platz von Punta.

Praktische Informationen

Geld

Die zahlreichen Banken, Geldautomaten und Wechselstuben ballen sich in der Gorlero.

Banco de la República Oriental (Ecke Gorlero & Calle 25)

Cambio Gales (Ecke Gorlero & Calle 29) Wechselt Geld und Reiseschecks.

HSBC (Ecke Gorlero & Calle 28)

Internetzugang

Jeden Sommer schießen teure Internetcafés wie Pilze aus dem Boden für die zahlreichen Besucher, die online gehen wollen, – um am Ende der Saison wieder zu schließen. Im Busbahnhof befindet sich jedoch ein Internetladen (60 Ur$ pro Std.), der mit Sicherheit ganzjährig offen hat. Viele Hotels und Restaurants bieten kostenloses WLAN an; an der Plaza Artigas hat die Stadt selbst WLAN eingerichtet.

Post

Post (Gorlero 1035)

Telefon

Antel (Ecke Calles 25 & 24; Mo–Sa 9–17 Uhr) Auch hier gibt es – sogar in der besucherarmen Nebensaison – zuverlässig einen Internetzugang (Std. 45 Ur$).

Touristeninformation

Centro de Hoteles y Restaurantes (4244-0512; www.puntadelestehoteles.com; Plaza Artigas; Dez.–März 8–24 Uhr, April–Nov. Mo–Sa 10–18 Uhr) Hilft bei der Buchung eines Hotels.

Nationales Tourismusministerium (4244-1218; [email protected]; Gorlero 942; 10–17 Uhr)

Städtische Touristeninformation (4244-6510; www.maldonado.gub.uy; Plaza Artigas; 15. Dez.–1. März 8–24 Uhr, restl. Jahr 8–18 Uhr) Weitere Zweigstellen finden sich am Busbahnhof und an der Ecke Calle31/Rambla.

An- & Weiterreise

Bus

Vom Busbahnhof (4249-4042; Ecke Calle 32 & Bulevar Artigas) in Punta del Este verkehren Dutzende Busse entlang der Küste nach Montevideo. COT bietet zwei Busse täglich nach Rocha im Nordosten, wo dann Anschluss nach La Paloma, La Pedrera und Cabo Polonio besteht.

Flugzeug

Der Aeropuerto Internacional de Punta del Este (PDP; www.puntadeleste.aero) liegt an der Laguna del Sauce, 20 km westlich von Punta del Este. Alle unten aufgeführten Fluglinien fliegen von Puntas internationalem Flughafen direkt zum Aeroparque in Buenos Aires:

Aerolíneas Argentinas (www.aerolineas.com.ar; Edificio Santos Dumont, Gorlero, zw. Calles 30 & 31)

BQB (www.flybqb.com) Neue Billigfluglinie, die plant, weitere Destinationen in ihren Flugplan aufzunehmen.

Pluna (www.flypluna.com) Verkehrt auch nach São Paulo in Brasilien.

Sol (www.sol.com.ar) Fliegt auch nach Rosario in Argentinien.

BUSSE AB PUNTA DEL ESTE

REISEZIEL FAHR-PREIS UR$) FAHRZEIT (STD.)
Montevideo 170
Carrasco Airport (MVD) 170
Piriápolis 70 1
Punta del Diablo 235 3
Rocha 117

Unterwegs vor Ort

Auto

Rund um den Busbahnhof und in der Gorlero finden sich Mietwagenfirmen. Zu den günstigeren Unternehmen zählen Punta Car (Bulevar Artigas 101), Multicar (Gorlero 860) und Dollar (Gorlero 961).

Bus

Minibusse fahren im Sommer im 20-Minuten-Takt am Busbahnhof von Punta del Este (Bucht 8) zu den Stränden im Osten und weiter nach La Barra (26 Ur$, 20 Min.). Es verkehren auch Busse zu Orten in Richtung Westen, darunter Punta Ballena.

Vom/Zum Flughafen

Von COT verkehren Busse vom Busbahnhof zum Flughafen von Punta del Este (100 Ur$, 20 Min.); sie fahren 1½ Stunden vor dem jeweiligen Abflug ab.

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La Paloma

    3500 EW.

In der Provinz Rocha liegt das beschauliche La Paloma auf einer kleinen Halbinsel. Der Ort, 225 km östlich von Montevideo, verfügt über wenig touristische Infrastruktur, ist aber dafür auch deutlich günstiger und weniger überlaufen als Punta del Este. La Paloma selbst ist eher ein nichtssagender Ort, hat aber herrliche Sandstrände, Surfer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Die Straßen gehen alle von der Hauptstraße, der Avenida Nicolás Solari, ab und sind nach antiken Göttern benannt, wodurch so witzige Kreuzungen wie Eros und Adonis entstehen. Im Sommer finden in La Paloma oft Konzerte am Strand statt – dann empfiehlt es sich, frühzeitig ein Hotelzimmer zu buchen.

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Sehenswertes & Aktivitäten

El Faro del Cabo Santa María     LEUCHTTURM

Karte offline (Eintritt 15 Ur$; 9–13 & 14.30 Uhr bis Sonnenuntergang) Die Fertigstellung des Leuchtturms 1874 markiert La Palomas Aufstieg zum Ferienort im Sommer. Der erste unvollendete Leuchtturm stürzte bei einem Sturm ein und riss 17 Arbeiter aus Frankreich und Italien in den Tod, die nun in der Nähe begraben liegen. Im Freien beeindruckt eine Sonnenuhr, die mit Hilfe des Schattens, den der Leuchtturm wirft, die Zeit anzeigt.

Peteco Surf Shop     SURFEN

Karte offline (Av. Nicolás Solari, zwischen Av El Sirio & Av. deNavío; Verleih von Shortboards/Longboards/Kajaks/Bodyboards/Sandboards/Neoprenanzügen pro Tag 400/600/800/400/400/400 Ur$) Die tollsten Strände zum Surfen sind Los Botes, Solari und Anaconda im Südwesten der Ortschaft sowie La Aguada und La Pedrera im Norden. In diesem netten Surfgeschäft können sich Sportbegeisterte alles an Ausrüstung leihen, was sie brauchen, und auch gleich noch bei einem der einheimischen Lehrer Surfunterricht nehmen.

Laguna de Rocha    RESERVAT

Das ökologische Naturschutzgebiet, 10 km westlich von La Paloma, untersteht dem nationalen SNAP-Programm. In dem ausgedehnten Feuchtgebiet leben Schwarzhalsschwäne, Störche, Löffler und andere Wasservögel.

ABSTECHER

FARO JOSé IGNACIO

Die Reichen und Berühmten strömen in Scharen in diesen angesagten kleinen Ferienort am Meer, dessen Wahrzeichen ein hübscher Leuchtturm ist. Der Ort liegt 30 km östlich von Punta del Este und ist nichts für Leute mit einem schmalen Geldbeutel: 1000 US$ pro Übernachtung sind hier die Regel, beispielsweise im Strandhotel Playa Vik (094-605212; www.playavik.com; Calle Los Cisnes;), das der skandinavische Multimillionär, Geschäftsmann und Kunstmäzen Alex Vik unlängst eröffnete. Wer das noble Flair von José Ignacio genießen will, ohne seine Finanzen überzustrapazieren, sollte zumindest dem Parador La Huella (4486-2279; www.paradorlahuella.com; Playa Brava; Dez.–März Mittag- & Abendessen, Mai–Nov. Fr & Sa Mittagessen, Fr–So Abendessen) einen Besuch abstatten. Das Speiselokal hat sich auf Sushi, gegrillten Fisch und Pizza aus dem Holzofen spezialisiert. Von Punta del Este fahren täglich zwei Busse dorthin (45 Min., 59 Ur$) Der Bus hält dann am Hauptplatz unweit der Touristeninformation (4486-2409; www.ligadejoseignacio.org; Fr–Mo 9–14 Uhr).

ABSTECHER

HOCH ZU ROSS üBER DIE HüGEL

Eine Stunde landeinwärts von La Pedrera beeindruckt die Sierra de Rocha, eine liebliche Landschaft mit grauen Felsblöcken, die in den Hügel, verstreut liegen. Caballos de Luz (099-400446; www.caballosdeluz.com; Zi. pro Pers. inkl. Vollpension & Ausritte 2000 Ur$) unter der Leitung von Lucie und Santiago (ein österreichisch-uruguayische Paar) bietet Ausritte über die Hügel an; sie dauern von zwei Stunden bis zu einer Woche. Im Preis inbegriffen sind drei köstliche vegetarische Mahlzeiten am Tag und die Unterkunft in einem der beiden gemütlichen Gästehäuser mit Strohdach. Lucie und Santiago holen ihre Gäste am Busbahnhof in Rocha ab. Auch wer individuell anreist, findet die Unterkunft problemlos: Von der Ruta 9 ist man in gerade einmal einer halben Stunde an Ort und Stelle.

Schlafen

Hotel Bahía      HOTEL $$$

Karte offline (4479-6029; www.elbahia.com.uy; Ecke Av del Navío & del Sol; DZ 1500–2400 Ur$, mit Klimaanlage 2200–3000 Ur$; ) Aufgrund seiner zentralen Lage und des allumfassenden Komforts ist das Bahía kaum zu überbieten. Die Zimmer sind hell und sauber, die Ma-tratzen angenehm stabil, für Bücherwürmer gibt es Leselampen am Bett.

La Paloma Hostel      HOSTEL $

Karte offline (4479-6396; www.lapalomahostel.com; Parque Andresito; HI-Mitglieder 280–400 Ur$, Nicht-Mitglieder 340–480 Ur$; im Winter zeitweise geschl.) Das Hotel mit Reetdach liegt im schattigen Parque Andresito, ein Stück nördlich der Ortschaft. Zur Auswahl stehen Betten in großen Schlafsälen und Lofts, es gibt eine Küche, die teilweise im Freien steht, sowie einen riesigen Aufenthaltsbereich mit Kamin für kühle Abende.

La Balconada Hostel      HOSTEL $

Karte offline (4479-6273; www.labalconadahostel.com.uy; Centauro s/n; B 480–800 Ur$, DZ mit Gemeinschaftsbad/eigenem Bad ab 1600/2200 Ur$; ) Das surferfreundliche Hostel liegt nur einen Steinwurf vom Strand La Balconada entfernt, etwa 1 km südwestlich vom Zentrum. Wer mit dem Taxi vom Busbahnhof anreist, kann sich freuen: Das Hostel übernimmt die Rechnung.

Hotel La Tuna      HOTEL $$

Karte offline (4479-6083; hoteleslatunaycribe.com; Ecke Neptuno & Juno; EZ/DZ/3BZ ab 950/1400/1950 Ur$, 4-Pers.-Apt. 2300 Ur$; ) Das Gebäude mag zwar den Augen wehtun, aber viel näher ans Wasser kann man ohne Boot wohl nicht kommen. Und die natürliche Klimaanlage durch die ständige Brise ist unschlagbar. Vier Zimmer gehen zum Meer hinaus (400 Ur$ Aufpreis) – auch der Speisesaal im 3. Stock.

Complejo Turístico La Aguada     CAMPINGPLATZ, CABAÑa $

(4479-9293; www.complejolaaguada.com; Ruta 15, Km 2.5; Zeltplatz pro Perp. 150–240 Ur$, 2-Pers.-cabaña 900–1800 Ur$, 4-Pers.-Cabaña 1200–2400 Ur$) Das betriebsame Areal mit Stellplätzen für Zelte und Hütten gleich vor den Toren der Ortschaft bietet einen hervorragenden Zugang zur Playa La Aguada. Busse und micros (Minibusse) halten direkt vor der Anlage.

Essen

Im Sommer, wenn die Urlaubsgäste scharenweise nach La Paloma strömen, machen zahlreiche weitere Lokale auf.

Punto Sur      MEERESFRüCHTE $$

Karte offline (Centauro s/n; Gerichte um 250 Ur$; Weihnachten bis Karneval 12–2 Uhr) Wer ein legeres Abendessen mit Blick auf das Meer, über dem die Sonne untergeht, schätzt, ist in diesem Restaurant an der Playa La Balconada genau richtig. Aber Achtung: Es hat nur in den Sommermonaten geöffnet. Serviert werden Tapas, Paella, Fisch vom Grill und selbst gemachte Pasta.

Bahía Restaurante      MEERESFRüCHTE $$$

Karte offline (Ecke Av. del Navío & Av. del Sol; Gerichte 190–390 Ur$; Mittag- & Abendessen) Einheimische empfehlen dieses Restaurant immer wieder als die feinste Adresse in La Paloma, um einen kulinarischen Genuss zu erleben, der den Aufenthalt im ort unvergesslich macht. Spezialität des Hauses sind fangfrische, köstlich zubereitete Meeresfrüchte.

Heladería Popi      EIS$

Karte offline (Av. Nicolás Solari s/n; Eis 50–80 Ur$; 12–24 Uhr) Die beliebteste Eisdiele in La Paloma, die stets gut besucht ist.

Unterhaltung

Im Sommer macht es Spaß, um Mitternacht einen Streifzug zur Playa La Aguada zu unternehmen und dann immer dem Gehör zu folgen. Auf diese Weise gelangt man ganz automatisch zu einer Reihe von Tanzclubs. in denen ausgelassen getanzt wird Weitere Unterhaltungsmöglichkeiten bieten:

Peteco Resto-Pub Karte offline    PUB

(Av. Nicolás Solari) In dem Pub mit Patiobar hinter dem Peteco Surf Shop wird im Sommer jeden Abend Livemusik gespielt.

Cine La Paloma Karte offline    KINO

(Av. Nicolás Solari) In den Sommermonaten werden für Cineasten und den Urlaubern in zwei Kinosälen Filme gezeigt.

Centro Cultural La Paloma Karte offline     KULTURZENTRUM

(Parque Andresito) Im Kulturzentrum von la Paloma finden ganzjährig verschieden Kulturveranstaltungen statt; gelegentlich wird auch mal ein Film gezeigt.

Praktische Informationen

Antel (Av. Nicolás Solari)

Banco de la República (Ecke Av. Nicolás Solari & Titania) Mit Geldautomaten.

Cyber del Navío (Av. del Navío; Internet Std. 30 Ur$; 9–22 Uhr)

Liga de Fomento y Turismo (4479-6088; Av. Nicolás Solari; Mitte Dez. bis Ostern tgl. 10–22 Uhr, restl. Jahr Di–So 10–16 Uhr) Die Touristeninformation befindet sich im Herzen der Stadt am Kreisverkehr.

Post (Av. Nicolás Solari)

Anreise & Unterwegs vor Ort

Der Busbahnhof von La Paloma wird von Bussen der Unternehmen COT, Cynsa und Rutas del Sol bedient; Busse aller drei Busgesellschaften fahren regelmäßig nach Montevideo (282 Ur$, 4 Std.). Ein Lokalbus verkehrt häufig nach La Pedrera (35 Ur$, 15 Min.). Rutas del Sol fährt zweimal täglich bis zur Abzweigung zum Cabo Polonio (70 Ur$, 45 Min.) und nach Punta del Diablo (141 Ur$, 2 Std.). Zu anderen Fahrzielen nimmt man am besten den Bus in die Provinzhauptstadt Rocha (39 Ur$, 30 Min., häufig) und steigt dort in einen der Busse um, die im Stundentakt die Küstenstraße hinauf- und hinunterfahren.

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La Pedrera

    225 EW.

Das beschauliche La Pedrera galt lange als ein Eldorado für Surfer und wird immer beliebter bei Uruguayern, die fern der Menschenmassen im mondänen Punta del Este ausspannen wollen. Die Hauptstraße beginnt an der Ruta 10 und endet als Sackgasse oberhalb einer Steilküste. Von hier reicht der Blick weit gen Norden bis zum Cabo Polonio und gen Süden nach La Paloma. Außerhalb der Sommermonate ist die touristische Infrastruktur eingeschränkt.

Schlafen & Essen

In der Nebensaison fallen die Preise in La Pedrera drastisch.

La Casa de la Luna      HOSTEL $

(4470-2857; www.lacasadelaluna.com.uy; Ruta 10, Km 230; Zeltplatz pro Perp. 400 Ur$, B 550–600 Ur$, DZ 1800 Ur$; ) Das kleine, einfache Hostel im Norden der Stadt bietet Zeltplätze, Schlafsäle und drei Doppelzimmer im Obergeschoss, von denen aus in der Ferne das Meer zu sehen ist. Es gibt hier eine Wäscherei für die Gäste und einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Internet, DVD-Player und Kamin. Die Besitzerin Paula hat einen Naturpfad (2 Std.) angelegt, auf dem die Gäste das interessante Ökosystem der cárcavas (Ödland) erkunden können.

Viajero La Pedrera Hostel    HOSTEL $

(4479-2252; www.elviajerolapedrera.com; Ecke Calles 3 & 11; B ohne Bad 340–550 Ur$, DZ mit Bad 1200–2200 Ur$; Nov. bis Ostern; ) Das Hostel gehört zur größten Hostelkette Uruguays. Es liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße, rund fünf Minuten zu Fuß von der Bushaltestelle und nur 500 m vom Strand La Pedreras entfernt. Die Terrasse vor dem Haus, der Platz fürs Lagerfeuer und der Grill im Freien für die Grillabende sind nette Treffpunkte für die Gäste.

Brisas de la Pedrera     BOUTIQUEHOTEL $$$

(4479-2265; www.brisasdelapedrera.com; DZ 2600–5600 Ur$; Okt. bis Ostern; ) Hauptanziehungspunkt in diesem unlängst renovierten Hotel, das sich im Herzen der Stadt befindet, sind die sonnigen, geräumigen Zimmer, die den Gästen überdies einen sagenhaften Meerblick bieten.

Posada del Barco      HOTEL $$$

(4479-2028; [email protected]; Playa del Barco; DZ 1700–3100 Ur$; ) Das komfortable, stilvolle Hotel bietet einen tollen Blick über den Südstrand von La Pedrera. In der Osterwoche findet hier alljährlich ein Jazzfestival statt, dasd zahlreiche Musikfans anzieht und bei dem Künstler aus Argentinien, Brasilien und Kuba ihr Können unter Beweis stellen.

Perillán      MEERESFRüCHTE $$$

(Ecke Av. Principal & Rambla; Gerichte 360–420 Ur$; Nov. bis Ostern Mittag- & Abendessen) Das Perillán ist das perfekte Restaurant für ein romantisches Abendessen: Es ist gemütlich, Kerzen brennen, die Holztische sind bunt dekoriert, die Meeresfrüchte schmecken hervorragend, die Weinkarte ist gut, und eine Terrasse ist auch noch vorhanden, auf der die Gäste das Tosen der Wellen auf der anderen Straßenseite hören. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen die gambas al ajillo (Garnelen in Knoblauch) und die cazuela de mariscos (Eintopf mit Garnelen, Tintenfisch und Kartoffeln in einer üppigen Tomatensoße).

Costa Brava      MEERESFRüCHTE $$$

(Gerichte 250–400 Ur$; Dez.–März . Mittag- & Abendessen, April–Nov. Fr & Sa Abendessen, Sa & So Mittagessen) Das Restaurant thront oben auf den Klippen mit Blick über den Atlantik. Serviert werden Meeresfrüchte in allen Variationen – die grandiose Aussicht gibt es gratis dazu.

Praktische Informationen

Die Touristeninformation (Dez. bis Ostern) von La Pedrera ist in einem winzigen Holzkiosk in der Calle Principal untergebracht, ein paar Blocks vom Strand entfernt. Die nächsten Geldautomaten finden sich in La Paloma. In den meisten Unterkünften der Ortschaft gibt es kostenloses WLAN und/oder einen Computer für die Gäste.

An- & Weiterreise

Busse in Richtung Südwesten nach Montevideo (293 Ur$) und in Richtung Nordosten zur Abzweigung nach Cabo Polonio (40 Ur$) halten am riesigen OSE-Turm, dem höchsten Wahrzeichen von La Pedrera in der Hauptstraße, ein paar Blocks vom Meer entfernt. Der Fahrplan ändert sich mit der Saison, eine aktuelle Tabelle hängt an der Touristeninformation gegenüber der Bushaltestelle aus. Es verkehren auch viele Busse nach Rocha mit Anschluss in den Norden und Süden.

Cabo Polonio

    95 EW.

Im Nordosten von La Paloma liegt bei Km 264,5 an der Ruta 10 die Abzweigung zum Cabo Polonio, eine der wildesten und unberührtesten Regionen Uruguays. Neben einem winzigen Fischerdorf lebt in den Sanddünen die zweitgrößte Seelöwenkolonie des Landep. 2009 wurde das Areal zum Nationalpark erklärt und untersteht nun dem nationalen SNAP-Naturschutzprogramm (s. Kasten Klicken Sie hier). Auch wenn der Tourismus hier ständig zunimmt, ist und bleibt Cabo Polonio eines der ursprünglichsten Dörfer an der Küste. Banken mit entsprechenden Dienstleistungen gibt es hier nicht. Auch Strom ist nicht überall vorhanden, und wenn doch, dann speist er sich aus Generatoren, Wind- und Sonnenenergie.

Sehenswertes & Aktivitäten

Faro Cabo Polonio    LEUCHTTURM

(Eintritt 15 Ur$; 8.30 Uhr bis Sonnenuntergang) Der markante Leuchtturm von Cabo Polonio gewährt einen tollen Blick auf das Kap selbst, die Seelöwenkolonie und die Sanddünen und Inseln in der Nähe.

Das ganze Jahr hat man hier hervorragende Bedingungen, Tiere zu beobachten. Am Fuß des Leuchtturms aalen sich das ganze Jahr (mit Ausnahme des Februars) über Mähnenrobben (Otaria flavescens) und Südamerikanische Seebären (Arctocephalus australis) auf den Felsen. Von Ende August bis Anfang Oktober lassen sich auch Südliche Glattwale sehen, im Juli bevölkern Pinguine den Strand, und von Januar bis März kommt auch einmal ein Südlicher Seeelefant (Mirounga leonina) zur Isla de la Raza in der Nähe.

Surfunterricht (250 Ur$ pro Std.) wird in der Hochsaison angeboten, dann können die Besucher auch Sandboards, Skimboards und Surfboards ausleihen (100 Ur$ pro Std.). Sportlich Interessierte erkundigen sich am besten in dem Laden mit dem witzigen Logo, das einen surfenden Pinguin zeigt; er befindet sich dort, wo die von der Ruta 10 kommenden Lastwagen die Leute aussteigen lassen.

Die Unterkünfte vor Ort veranstalten Ausritte (200–250 Ur$ pro Std.) am Strand und in die Dünen in der Umgebung.

Schlafen & Essen

Die hier genannten Quartiere haben ganzjährig geöffnet. Auch viele Einheimische vermieten Zimmer und Häuser. Am schwierigsten gestaltet sich das Finden eines Zimmers während der Hochsaison in den ersten beiden Januarwochen. In der Nebensaison sinken die Preise drastisch.

Cabo Polonio Hostel    HOSTEL $

(099-445943; www.cabopoloniohostel.com; B/DZ 600/1050 Ur$) Für Licht sorgen in diesem Hostel Kerzen und ein bisschen Sonnenenergie. Von den Hängematten genießen die Gäste einen schönen Blick über den Strand, auf dem Holzofen wird gekocht – und in einer stürmischen Nacht sorgt er auch gleich noch für kuschelige Wärme. Eine schöne und empfehlenswerte Unterkunft für alle, die es einfach und rustikal mögen.

Posada y Parador La Cañada     GäSTEHAUS $$

(099-550595; [email protected]; B/DZ 600/1500 Ur$) Unweit vom äußersten südlichen Ende des Strands von Cabo Polonio liegt diese rustikale Posada mit Schlafsälen (für Männer und Frauen gemischt) und Doppelzimmern. Von den großzügigen Terrassen es zweistöckigen Gebäudes bietet sich ein schöner Blick auf die Dünen und den Ozean. Die Gäste können sich über Annehmlichkeiten wie Angelausrüstung, Surfbretter und Mahlzeiten freuen, die im Lehmofen zubereitet werden – darunter viele frische Meeresfrüchte und Bioprodukte aus dem Garten des Eigentümers. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich durch Sonnen- und Windenergie.

Pancho Hostal del Cabo      HOSTEL $

(095-412633; www.hostaldelcabo.com; B 500 Ur$) Panchos beliebtes Hostel lässt sich kaum übersehen: Das gelbe Wellblechdach mit den großen roten Buchstaben sticht gleich ins Auge, wenn man mit dem Lastwagen in den Ort kommt. Die Betten stehen in spartanischen Schlafsälen auf zwei Ebenen.

La Perla del Cabo      HOTEL-RESTAURANT $$$

(4470-5125; www.laperladelcabo.com, auf Spanisch; Zi. 2000–4000 Ur$) Die Zimmer in diesem Strandhotel machen nicht viel her und sind im Sommer auch arg überteuert, aber aufgrund der Lage gleich beim Leuchtturm sind sie in der Nebensaison dann doch eine Überlegung wert. Das dazugehörige Restaurant (Hauptgerichte 215–295 Ur$) bietet einen schönen Meerblick und ist eines der wenigen Speiselokale, die am Cabo Polonio garantiert ganzjährig geöffnet haben.

An- & Weiterreise

Von Rutas del Sol fahren zwei bis fünf Busse täglich von Montevideo zur Abzweigung zum Cabo Polonio (317 Ur$, 4½ Std.); dort warten Laster mit Vierradantieb, die dann über die Dünen in den Ort hinunterrumpeln (hin- & zurück 150 Ur$, 30 Min.)     .

Laguna de Castillos

Nordwestlich vom Cabo Polonio erstreckt sich die Laguna de Castillos, eine weitläufige Lagune, die dem größten Bestand an ombúes in ganz Uruguay Schutz bietet. Die anmutigen baumartigen Pflanzen weisen aufgrund ihres unregelmäßigen Wachstums wirklich bizarre Formen auf. In anderen Regionen Uruguays treten die Ombú-Bäume als Solitärgewächse auf – sie stehen allein für sich; die Exemplare hier hingegen bilden Bauminseln aus. Geschützt durch die Lagune, konnten die Rinder sie nicht niedertrampeln. Jedenfalls sind einige dieser Bäume bereits ein paar Hundert Jahre alt.

Am Monte de Ombúes (099-295177), am Westufer der Lagune (bei Km 267 an der Ruta 10) bieten die Brüder Marcos und Juan Carlos Olivera – die Familie erhielt das Land 1793 von der portugiesischen Krone – Exkursionen von zwei bis drei Stunden an (300 Ur$ pro Pers., ab 5 Teilnehmern). Die Touren beginnen mit einer 20-minütigen Boostsfahrt durch ein Feuchtgebiet, in dem es vor Kormoranen, Ibissen und Schwarzschwänen nur so wimmelt. Anschließend wandern die Teilnehmer durch den Ombú-Wald. Im Sommer werden diese Ausflüge häufig durchgeführt – in der Regel, sobald fünf Personen zusammengekommen sind. Das übrige Jahr empfiehlt es sich, vorher anzurufen und einen Termin zu vereinbaren.

Guardia del Monte (099-872588, 4475-9064; www.guardiadelmonte.com; Ruta 9, Km 261,5, Laguna de Castillos; Zi. pro Pers. inkl. Frühstück/Halb-/Vollpension 1700/2100/2500 Ur$) Die beschauliche Bleibe mit Aussicht auf das Nordufer der Lagune liegt am Ende einer 10 km langen Sackgasse. Das Gebäude wurde im 18. Jh. als Wachposten der Spanier errichtet, um den Camino Real und die Grenze an der Küste vor Piraten und portugiesischen Plünderern zu schützen. Das reizende Estancia-Haus verströmt noch immer viel historisches Flair – von der Diele, in der Landkarten aus dem 18. Jh. und Vogelzeichnungen ausgestellt sind, bis zum dänischen Holzofen in der Küche, der 1884 aus einem Schiffswrack geborgen wurde. In allen Zimmerpreisen ist der Nachmittagstee mit inbegriffen, außerdem Wanderungen und Ausritte entlang der Lagune und in den Ombú-Wald in der Umgebung. Die leckeren Mahlzeiten kommen im alten Patio aus Ziegelstein oder im gemütlichen Speisezimmer auf den Tisch, wo in kalten Nächten ein Feuer knistert. Zur Guardia del Monte gelangt man von der Ruta 9, ein paar Kilometer südlich der Ortschaft Castillos.

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Punta del Diablo

820 EW.

Das ehemals verschlafene Fischerdorf Punta del Diablo, seit geraumer Zeit einer der beliebtesten Ferienorte der Uruguayer und Argentinier, hat sich als Zentrum der Backpackerszene am Meer etabliert. In den letzten Jahren wurde am Ufer, aber auch landeinwärts, schubweise sehr viel unkontrolliert gebaut. Doch die herrliche Küste und vor allem das Hippieflair üben weiterhin ihren Reiz aus. Wer Menschenmassen nicht mag, sollte besser nicht zwischen Weihnachten und Februar kommen: Die Hölle los ist in den ersten beiden Januarwochen, wenn sage und schreibe 30 000 Urlauber die Ortschaft überschwemmen.

Das ein Stück vom Meer zurückversetzte Ortszentrum besteht aus einem sandigen Platz, von dem aus schmale Staubstraßen in alle Richtungen führen. Zum Hafen und zu den Hotels geht es 200 m zum Meer hinunter und dann in Richtung Nordosten am Wasser entlang.

Sehenswertes & Aktivitäten

Am Hauptstrand besteht die Möglichkeit, tagsüber ein Surfbrett oder ein Pferd zu mieten. Auch eine rund einstündige Wanderung zum Parque Nacional Santa Teresa macht Spaß. Nach einem – oft spektakulären – Sonnenuntergang geht hier dann die Post ab: Straßenkünstler treten auf, am Strand wird getrommelt, Lagerfeuer flackern in der Dunkelheit – und es wird ausgiebig gefeiert.

Schlafen

Die Hostelszene des Ferienorts hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt; natürlich gibt es erheblich mehr Quartiere, als hier aufgeführt sind. Cabañas sind besonders zu empfehlen – unter diesem Begriff findet sich so ziemlich alles, von rustikalen oder schon verfallenen Hütten bis hin zu Designervillen mit allem nur denkbaren modernen Schnickschnack. Die meisten cabañas haben eine komplett eingerichtete Küche; Bettzeug muss jeder selbst mitbringen. Wer beim Suchen nach einer Unterkunft Hilfe benötigt, kann im Supermarkt anfragen oder unter www.portaldeldiablo.com.uy im Internet schauen. Von Weihnachten bis Februar schießen die Preise in astronomische Höhen.

El Diablo Tranquilo    HOSTEL $$

(4477-2519; www.eldiablotranquilo.com; B 720– 960 Ur$, 2BZ 2000–2200 Ur$, DZ 2200–3300 Ur$; ) Das Hostel mit seinem ungewöhnlich schönen Design gilt als eines der ansprechendsten in ganz Südamerika und ist ein Entwurf des Amerikaners Brian Meissner. Vom Eingang geht es immer dem teuflisch roten Lichtschein nach, vorbei an einem lustigen Völkchen, das es sich auf dem runden Sofa am Kamin gemütlich gemacht hat. Und dann sind auch schon die diversen Schlafsäle und kuscheligen Doppelzimmer mit vielen Annehmlichkeiten erreicht. Neben WLAN, flotten Computern, Hängematten, einer Gästeküche und einem Wäscheservice gibt es hier auch die Möglichkeit, PayPal-Geldanweisungen zu tätigen, Fahrräder und Surfboards zu leihen, Yoga- und Spanischunterricht zu nehmen sowie auszureiten. Kein Wunder also, dass jeder Gast im Schnitt fast eine Woche bleibt und das Hostel sogar im Winter voll ist.

Zwei Blocks bergab befinden sich rechts vom Strand die EDT Playa Suites, das Schwesterhostel des Diablo Tranquilo, das sogar noch gemütlicher ist. Die besten Zimmer im Obergeschoss haben einen Kamin, einen weiten Blick über den Ozean und dazu noch ein super Soundsystem. Das etwas ruppige Restaurant mit Bar unten bringt Essen zu ordentlichen Preisen auf den Tisch (160–220 Ur$), der Strandservice und die Partyszene laufen bis spätnachts auf Hochtouren. Und falls jemand keine Ahnung hat, welchen Drink er bestellen soll, dann löst man das Problem wie folgt: Einfach am „Rad des Schicksals“ drehen und hoffen, dass es nicht ausgerechnet an der Stelle stehen bleibt, wo der Barkeeper persönlich die Wahl trifft – es sollen hier nämlich einige ganz schön gefährliche Drinks gemixt worden sein.

Del Norte Vengo y En El Sur Me Quedo     CABAñA $$

(099-878357; [email protected]; DZ 1600–2400 Ur$, 4BZ 1600–2800 Ur$) Zwei Blocks nördlich vom Hauptplatz können diese bunten cabañas auf zwei Ebenen mit Terrassen, Meerblick, Vorhängen und Bettüberwürfen aus Satin aufwarten. Die jungen Besitzer haben eine Weile in den USA gelebt und sprechen deshalb bestens Englisch.

La Casa de las Boyas    HOSTEL $

(4477-2074; www.lacasadelasboyas.com; Playa del Rivero; B 300–800 Ur$, Apt. 2000–3200 Ur$; ) Das Hostel liegt nur einen Steinwurf vom Strand entfernt, zehn Minuten sind es in Richtung Norden zur Bushaltestelle. Es gibt einen Pool, eine Gästeküche, unterschiedlich große Schlafsäle und zwei Apartments mit einer Küche, in der es an nichts fehlt.

Essen

Während der Hochsaison kann man einfach am Meer entlangbummeln, und schon stößt man auf verschiedene Lokale, in denen Meeresfrüchte serviert werden, aber auch auf Dutzende Hütten, in denen es kleine Gerichte und Snacks gibt. Die hier aufgeführten Lokale zählen zu den wenigen, die auch im Winter geöffnet haben. Empfehlenswert ist auch das ganzjährig geöffnete Bar-Restaurant im El Diablo Tranquilo.

El Viejo y El Mar    MEERESFRüCHTE $$$

(Komplette Mahlzeiten inkl. Wein 360–400 Ur$) Am Rand der Dünen, südlich der Ortsmitte, hat der „alte Mann“ Ernesto gerade wieder sein herrlich baufälliges Restaurant mit rustikal-hippem Flair eröffnet. Die Wände zieren Fischernetze, Weinflaschen, Laternen und Gitarren, die Gäste essen bei Kerzenschein, was der Alte zusammengebrutzelt hat. Zum Menü (Festpreis) gehören in der Regel Fisch, Wein und eine Nachspeise.

Cero Stress    INTERNATIONAL $$

(Hauptgerichte 210–340 Ur$; Mittag- & Abendessen) Das beschauliche Speiselokal mit einem rustikalen Speiseraum, einer offenen Küche und einer Terrasse mit Meerblick überzeugt mit seiner erlesenen Speisekarte, auf der rabas (frittierter Tintenfisch), chivitos, Garnelen-Tacos, ein Eintopf mit Meeresfrüchten sowie Fisch vom Grill mit Reis und Gemüsen stehen. Die caipirinha, ein ursprünglich brasilianischer Cocktail mit Zuckerrohrschnaps, ist auch nicht von schlechten Eltern.

Lo de Olga    MEERESFRüCHTE $$

(Hauptgerichte 150–285 Ur$; Mittag- & Abendessen) Wem der Sinn nach bodenständiger Hausmannskost im Stil von Fisch und flockigen buñuelos de algas (frittierten Meeresalgen) steht, sollte dieses reizende, gastfreundliche Restaurant – einen Familienbetrieb – unten am Hafen besuchen.

Praktische Informationen

In Punta del Diablo gibt es keine Geldautomaten – nur im Sommer werden kurzzeitig welche aufgestellt. Von daher ist es unbedingt notwendig, ausreichend Bargeld mitbringen! Manche Geschäfte akzeptieren zwar Kreditkarten, die nächste Bank findet man jedoch erst eine Stunde entfernt in Castillos (40 km südwestlich) oder in Chuy (45 km nördlich).

An- & Weiterreise

Rutas del Sol, COT und Cynsa bieten alle Verbindungen zum Busbahnhof von Punta del Diablo an, er liegt 2,5 km westlich der Ortschaft. Der neue Busbahnhof nahm Anfang 2012 den Betrieb auf; von Weihnachten bis zum Karneval enden alle Busse hier. Von Busbahnhof fahren Shuttlebusse (25 Ur$) oder Taxis (100 Ur$) ins Zentrum (5–10 Min.). Das übrige Jahr fahren die Busse vom Busbahnhof weiter zum Hauptplatz unweit vom Meer.

Mehrere Direktbusse am Tag fahren nach Montevideo sowie nach Chuy, das an der brasilianischen Grenze liegt. Wer in andere Orte an der Küste fahren möchte, muss in Castillos oder in Rocha umsteigen.

BUSSE AB PUNTA DEL DIABLO

REISEZIEL FAHRPREIS (UR$) FAHRZEIT (STD.)
Castillos 59 1
Chuy 59 1
Montevideo 364 5
Rocha 117

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Parque Nacional Santa Teresa

Der Nationalpark (4477-2101; www.ejercito.mil.uy/cal/sepae/sta_teresa.htm, auf Spanisch), 35 km südlich der brasilianischen Grenze, wird von der Armee verwaltet und lockt mit seinen relativ leeren Stränden viele Besucher aus Uruguay und Brasilien an. Es gibt hier 2000 Zeltplätze, die in Eukalyptus- und Pinienhainen verstreut liegen, einen ganz kleinen Zoo und ein Treibhaus. Auch cabañas unterschiedlicher Qualität werden vermietet; im Januar kostet eine simple Hütte mit Spitzdach ab 1400 Ur$, für ein etwas schickeres Häuschen am Meer werden bereits 3700 Ur$ verlangt. Von März bis November halbieren sich die Tarife.

Busse, die von Punta del Diablo (35 Ur$, 15 Min.) kommen, halten bei Km 302 an der Ruta 9; von hier aus läuft man noch etwa 1 km bis zur Capatacía (Parkzentrale) – wem das zu lang ist, der kann mit dem Shuttle fahren. In besagter Parkzentrale gibt es ein Telefon, eine Post, einen Bäcker und ein Restaurant (Gerichte 90–240 Ur$; 9–22 Uhr).

Die Hauptattraktion des Nationalparks, der 4 km weiter nördlich an der Ruta 9 beginnt, ist die beeindruckende Fortaleza de Santa Teresa (Eintritt 15 Ur$; Dez.–März tgl. 10–19 Uhr, April–Nov. Do–So 10–18 Uhr) oben auf einem Hügel. 1762 begannen die Portugiesen mit dem Bau dieser Festung, die dann von den Spaniern vollendet wurde, nachdem sie die Anlage 1793 eingenommen hatten. In der Nordostecke des Parks ragt der Cerro Verde auf, eine felsige Landzunge am Meer, die von Uruguays SNAP-Programm (s. Kasten Klicken Sie hier) unter Naturschutz gestellt wurde.

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Uruguay verstehen

Uruguay heute

Die letzten Jahre bescherten Uruguay einen radikalen politischen Umbruch. Nach fast 200 Jahren, in denen sich die beiden traditionellen Parteien, die Blancos und die Colorados, immer wieder gegenseitig die Macht abnahmen, wurde 2005 die linke Frente Amplio in die Regierung gewählt und 2009 bestätigt. In diesem Zeitraum brachte die Frente-Amplio-Regierung zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen auf den Weg, darunter ein öffentliches Rauchverbot, die Legalisierung der Abtreibung und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Zivilehen, zudem ein ambitioniertes Programm namens Plan Ceibal: Im ganzen Land wurden allen Schülern internetfähige Laptops zur Verfügung gestellt.

Der derzeit amtierende Präsident, José Mujica, ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Er überlebte 13 Jahre Inhaftierung und Folter während der Militärherrschaft in Uruguay – darunter zwei Jahre eingesperrt auf dem Grund eines Brunnens. Dennoch stimmten bei derselben Wahl, die Mujica an die Macht brachte, die Uruguayer in einem Referendum gegen die Aufhebung des sogenannten Schlusspunktgesetzes: Das hätte die Ahndung der Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur von 1973 bis 1985 ermöglicht. Das Thema spaltet das Land weiterhin, wie die Abstimmung im Parlament im Mai 2011 verdeutlichte – sie endete mit einem Patt: Die Amnestievereinbarungen wurden um ein Haar gekippt – trotz Mujicas Bestrebungen, schlafende Hunde nicht zu wecken.

José Mujica ist für seine großväterlicher Art und Bescheidenheit bekannt. Er spendet über zwei Drittel seines Gehalts für wohltätige Zwecke und lehnt es ab, im Präsidentenpalast zu leben. Im Lauf seiner politischen Karriere sah man ihn kaum einmal in Anzug und Krawatte – er läuft gern hemdsärmelig und eher leger herum.

Geschichte

Zu Uruguays indigener Bevölkerung zählten die Charrúa an der Küste sowie die Guaraní nördlich des Río Negro. Die Charruá, Jäger und Sammler, widersetzten sich der europäischen Besiedlung über ein Jahrhundert, indem sie 1516 den spanischen Forschungsreisenden Juan de Solís und einen Großteil seiner Leute umbrachten. Zudem gab es hier wenig, was die Spanier hätte anlocken können; sie schätzten das ebene Land am Río de la Plata hauptsächlich als Zugangsweg zu Gold und anderen Reichtümern weiter im Landesinneren.

Die ersten Europäer, die sich an der Banda Oriental (Ostküste) niederließen, waren jesuitische Missionare. Sie siedelten sich in der Nähe des heutigen Soriano am Río Uruguay an. Als Nächstes kamen die Portugiesen, die 1680 das heutige Colonia als Brückenpfeiler für den Schmuggel von Waren nach Buenos Aires gründeten. Spanien reagierte darauf 1726 mit dem Bau einer Zitadelle in Montevideo. In den folgenden hundert Jahren kämpften die Spanier und Portugiesen um die Vorherrschaft am Ostufer des Río de la Plata.

Napoleons Invasion auf der Iberischen Halbinsel Anfang des 19. Jhs. beschleunigte dann den Machtverfall der Spanier und Portugiesen und rief in der gesamten Region starke Unabhängigkeitsbewegungen auf den Plan. Uruguays bedeutendster Nationalheld José Gervasio Artigas trug sich anfangs mit dem Gedanken, eine Allianz mit dem heutigen Argentinien und Südbrasilien einzugehen, sah sich schließlich jedoch gezwungen, nach Paraguay zu fliehen. Hier stellte er sich neu auf und gründete die berühmten „33 Orientales“ eine Gruppe von überzeugten uruguayischen Patrioten unter General Juan Lavalleja, die mit der Unterstützung Argentiniens dann am 19. April 1825 den Río Uruguay überquerte und Uruguay allmählich von der Vorherrschaft der Brasilianer befreite. 1828 wurde Uruguay nach dreijährigem Ringen in einem von den Briten vermittelten Vertrag als kleiner, unabhängiger Pufferstaat zwischen den aufstrebenden Kontinentalmächten eingerichtet.

Mehrere Jahrzehnte lang war die Unabhängigkeit Uruguays ein zerbrechliches Gut. Zwischen den beiden jungen politischen Parteien, den Blancos und den Colorados (benannt nach den weißen bzw. roten Armbinden, die sie trugen), herrschte Bürgerkrieg. Argentinien belagerte Montevideo von 1838 bis 1851, Brasilien stellte eine ständige Bedrohung dar. In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. konsolidierte sich die Lage dann durch die Anerkennung der Unabhängigkeit Uruguays in der Region und durch das Erstarken der Wirtschaft, die im Wesentlichen auf der Rindfleischindustrie und Wollproduktion basierte.

Anfang des 20. Jhs. führte Staatspräsident José Batlle y Ordóñez, ein Mann mit Visionen, Innovationen wie Renten, Farmkredite, Arbeitslosenhilfe und den achtstündigen Arbeitstag ein. Staatliche Interventionen führten zur Verstaatlichung vieler Industrien, zu neuen Wirtschaftszweigen – und zu einer Epoche allgemeinen Wohlstands. Die Reformen Batlles wurden größtenteils durch die Besteuerung der Viehwirtschaft finanziert, und als dann in der Mitte des Jahrhunderts die Exporte zurückgingen, begann der Wohlfahrtsstaat zu zerbröckeln. Anfang der 1970er-Jahre begann eine Epoche der Militärdiktatur, in der Folter zur Tagesordnung gehörte. Mehr als 60 000 Bürger wurden willkürlich inhaftiert, bis dann schließlich die 1980er-Jahre die Rückkehr zur Demokratie mit sich brachten.

Kultur

Eines stellen die Uruguayer sofort klar: Dass sie mit ihren Vettern jenseits des Río de la Plata, den porteños, absolut nichts gemein haben. Und in gewisser Weise stimmt das ja auch. Während die Argentinier manchmal dreist und arrogant wirken, gibt sich der Uruguayer eher bescheiden und entspannt. Und während Argentinien stets eine regionale Supermacht war, stand Uruguay immer im Schatten des großen Nachbarn. Witze, dass Punta del Este eine Vorstadt von Buenos Aires sei, werden auf dieser Seite des Río de la Plata jedenfalls nicht so leicht geschluckt. Dennoch gibt es natürlich auch viele Ähnlichkeiten: die generelle Wertschätzung von Kunst, der italienische Einfluss und das Erbe der Gauchos. Und tatsächlich können der Individualismus und die Verachtung, die viele Uruguayer dem neoliberalismo (Neoliberalismus) entgegenbringen, unmittelbar auf diese romantischen Latino-Cowboys zurückgeführt werden.

Die Uruguayer lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und behaupten mit Stolz, das Gegenteil der hitzköpfigen Latinos zu sein. Der Sonntag bleibt der Familie und Freunden vorbehalten; dann wird eine halbe Kuh auf die parrilla (Grill) geworfen, alle machen es sich gemütlich und nippen an ihrem mate. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist hoch, die Kluft zwischen Arm und Reich längst nicht so krass wie in anderen Ländern Lateinamerikas, wobei die Wirtschaftskrise Anfang des 21. Jhs. die Mittelschicht stark belastet.

Bevölkerung

Mit 3,3 Mio. Einwohnern ist Uruguay das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas. Die Bevölkerung ist vorrangig weiß(88 %), 8 % sind Mestizen (Menschen mit spanischem und indigenem Blut), 4 % sind Farbige. Indigene Völker sind praktisch nicht vorhanden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei gut 76 Jahren und ist somit eine der höchsten Lateinamerikas. Lesen und schreiben können 98 %, was ebenfalls viel ist; das Bevölkerungswachstum ist mit 0,5 % hingegen niedrig. Die Bevölkerungsdichte beträgt 19,8 Einwohner/km2.

Religion

In Uruguay sind 56 % der Bevölkerung römisch-katholisch, 2 % Protestanten; der Rest gehört anderen christlichen Konfessionen an. Es gibt eine jüdische Minderheit (1 %) von rund 18 000 Gläubigen, die fast alle in Montevideo leben. In Uruguay sind, pro Kopf gerechnet, mehr bekennende Atheisten zu Hause als in jedem anderen Land Lateinamerikas. Einer Umfrage im Jahr 2008 zufolge hält sich nur etwas mehr als die Hälfte der Uruguayer für religiös.

Sport

Die Uruguayer sind – wie alle Lateinamerikaner – total verrückt nach fútbol (Fußball). Uruguay hat zweimal die Weltmeisterschaften gewonnen, darunter das erste Turnier, das 1930 in Montevideo ausgetragen wurde. Die zwei bedeutendsten Mannschaften sind Nacional und Peñarol, die beide in Montevideo ihre Heimat haben. Wer ein Spiel dieser beiden Mannschaften besucht, sollte sich auf alle Fälle einen Platz an den Seitenlinien suchen und keinesfalls hinter den Toren – außer er findet es spannend, sich von den fanatischen Fans aufmischen zu lassen.

Die Asociación Uruguayo de Fútbol (02-400-7101; Guayabo 1531) in Montevideo hält Informationen zu Spielen und Austragungsorten bereit.

Kunst

Viele Einwohner hat Uruguay zwar nicht, dafür aber eine beeindruckende literarische und künstlerische Tradition. Als größter Philosoph und Essayist des Landes gilt José Enrique Rodó. Sein Essay Ariel – ein Klassiker der Landesliteratur – vergleicht die beiden Zivilisationen Nord- und Südamerika. Zu den bedeutenden modernen Schriftstellern zählen Juan Carlos Onetti (1909–1994), Mario Benedetti (1920–2009) und Eduardo Galeano (geb. 1940).

Der berühmteste Film, der mit Uruguay in Zusammenhang steht, ist Costa-Gavras’ spannender Streifen Der unsichtbare Aufstand (1973); er wurde in Chile zur Zeit Allendes gedreht und beschäftigt sich mit den Tupermaros, die angeblich den amerikanischen CIA-Beamten Dan Mitrione entführten und dann exekutierten. Zu den besten Filmen, die unlängst in Uruguay produziert wurden, gehören César Charlones prämierter Streifen El Baño del Papa (2007), der den Besuch von Papst Paul II. in Uruguay 1988 auf die Schippe nimmt, sowie 3 Millones (2011), in dem das Vater-Sohn-Team Jaime und Yamandú Roos ihre Erfahrungen wiedergeben, die sie bei den Fußballweltmeisterschaften 2012 in Südafrika mit der Mannschaft aus Uruguay sammelten.

Theater steht in Uruguay hoch im Kurs, und Stückeschreiber wie Mauricio Rosencof sind dementsprechend prominent. Zu den renommiertesten Malern gehören der unlängst verstorbene Juan Manuel Blanes sowie Pedro Figari und Joaquín Torres García. Unter den Bildhauern hat sich José Belloni einen Namen gemacht.

Tango ist in Montevideo sehr angesagt. Die Uruguayer beanspruchen die Tangelegende Carlos Gardel als Sohn des Landes für sich, und einer der bekanntesten Tangos – La Cumparsita – komponierte der Uruguayer Gerardo Matos Rodríguez. Im Karneval vibrieren die Straßen Montevideos beim aufgeheizten Getrommel von candombe, einem Rhythmus, der seine Ursprünge in Afrika hat und um 1750 von Sklaven nach Uruguay gebracht wurde. In der zeitgenössischen Musikszene haben sich mehrere Rockbands aus Uruguay ihre Fangemeinde auf beiden Seiten des Río de la Plata erspielt, beispielsweise die Buitres, La Vela Puerca und No Te Va Gustar.

Essen & Trinken

Die Küche von Uruguay dreht sich um Fleisch vom Grill. Parrillas (Restaurants mit gigantischen Holzkohlengrills, auf denen jede Menge Fleisch brutzelt) gibt’s an jeder Ecke, und asados (Grillfeten) am Wochenende haben Tradition. Chivitos sind enorm beliebt, was auch für die chivitos al plato gilt, die mit Pommes auf einem Teller serviert werden und nicht in einem Riesenbrötchen. Vegetarier müssen sich oft mit Pizza und Pasta begnügen, die allenthalben erhältlich sind (es gibt aber auch ein paar speziell vegetarische Lokale). An der Küste sollte man die hervorragenden Meeresfrüchte genießen. Die Desserts sind ein süßer Traum aus Meringe, dulce de leche (Milch-Karamell-Creme), geschmolzenem Zucker und Vanillesoße.

In Uruguay lässt sich Leitungswasser fast überall ohne vorheriges Abkochen trinken. Die Weine, die in Uruguayproduziert werden, – allen voran die Tannats – sind hervorragend, und auch die einheimischen Biermarken (Patricia, Pilsen und Zillertal) schmecken ganz passabel.

Die Uruguayer trinken sogar weit mehr mate als die Argentinier. Falls sich die Gelegenheit bietet, sollte man den Tee ruhig einmal probieren – so mancher ist dabei auf den Geschmack gekommen. Und tatsächlich gibt es nichts Entspannenderes, als einen Nachmittag mit neuen Freunden zu vertrödeln und dabei mate zu schlürfen. In bedeutenden Touristendestinationen wie Punta del Este und Colonia berechnen Restaurants das cubierto (Gedeck, 20 Ur$ oder mehr). Dazu gehört meist auch ein Körbchen mit Brot, das vor dem Essen auf den Tisch gestellt wird.

Natur & Umwelt

Uruguay ist zwar eines der kleinsten Länder Südamerikas, nach europäischen Maßstäben aber trotzdem recht groß. Das Staatsgebiet umfasst 176 220 km2 und ist damit halb so groß wie Deutschland.

Im Landesinnern verlaufen zwei Gebirgszüge: die Cuchilla de Haedo westlich von Tacuarembó und die Cuchilla Grande im Süden von Melo; keiner der Berge übersteigt die Höhe von 500 m. Westlich von Montevideo ist das Land recht flach. Der Río Negro fließt durch die Landesmitte und schafft eine natürliche Trennlinie zwischen Nord und Süd. Die Atlantikküste kann mit beeindruckenden Stränden, Dünen, Landzungen und Lagunen aufwarten, die Steppen und Wälder Uruguays erinnern an die argentinische Pampa oder an Südbrasilien. Im Osten, entlang der brasilianischen Grenze, haben sich Areale mit Palmensavanne erhalten.

Uruguay bietet einer Fülle von Vögeln einen Lebensraum, und vor allem die Provinz Rocha ist mit ihren vielen Lagunen ein hervorragendes Revier zur Vogelbeobachtung. Die meisten großen Landsäugetiere sind verschwunden, aber gelegentlich flitzt noch ein Nandu durchs Grasland im Nordwesten des Landes. Wale, Robben und Seelöwen lassen sich häufig an der Küste sehen.

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Praktische Informationen

Allgemeine Informationen

Aktivitäten

Uruguay bietet sportlichen Urlaubern eine Reihe von Aktivitäten: Die Wellen in Punta del Diablo, La Paloma, La Pedrera und Punta del Este eignen sich hervorragend zum Surfen. Cabo Polonio und die Lagunen an der Küste der Provinz Rocha bieten tolle Gelegenheiten, Wale und Vögel zu beobachten. Die Strandszene von Punta del Este gibt sich mondäner mit kostspieligeren Freizeitbeschäftigungen wie Parasailing, Paragliding und Jetskifahren.

Im Landesinneren sind Ausritte beliebt, die meisten Touristen-estancias (s. Klicken Sie hier) bieten sie an (auch für Anfänger).

Botschaften & Konsulate

Alle hier aufgeführten Adressen befinden sich in Montevideo:

Argentinien (2902-8166; cmdeo.mrecic.gov.ar; Cuareim 1470)

Bolivien (2708 3573, Dr. P. De Pena 2469)

Brasilien (2707-2119; montevideu.itamaraty.gov.br; Artigas 1394)

Chile (2916 4090, 25 de Mayo 575)

Deutschland (2902-5222; www.montevideo.diplo.de; La Cumparsita 1417)

Ecuador (2710 2492, J. María Pérez 2810)

Österreich (915-5431; Misiones 1381, Of. 102)

Paraguay (2707 2138, Br. Artigas 1306)

Peru (2709 7208, Obligado 1384)

Schweiz (2711-5545; Francisco Abadie 2936, 11. St.)

Essen

Informationen zur Küche Uruguays siehe Klicken Sie hier und Klicken Sie hier.

Feiertage

Año Nuevo (Neujahr) 1. Januar

Día de los Reyes (Dreikönigstag) 6. Januar

Viernes Santo/Pascua (Karfreitag/Ostern) März/April (Termine unterschiedlich)

Desembarco de los 33 (Rückkehr der 33 Exil-Uruguayer) 19. April; zu Ehren der Exilanten, die 1825 nach Uruguay zurückkehrten, um mit Hilfe der Argentinier das Land von der brasilianischen Herrschaft zu befreien

Día del Trabajador (Tag der Arbeit) 1. Mai

Batalla de Las Piedras (Schlacht von Las Piedras) 18. Mai; gedenkt dieser wichtigen Schlacht beim Kampf um die Unabhängigkeit

Natalicio de Artigas (Geburtstag von General Artigas) 19. Juni

Jura de la Constitución (Jahrestag der Verfassung) 18. Juli

Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag) 25. August

Día de la Raza (Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus) 12. Oktober

Día de los Muertos (Allerseelen) 2. November

Navidad (Weihnachtstag) 25. Dezember

Feste & Events

Der Karneval (s. Klicken Sie hier) dauert in Uruguay über einen Monat und ist viel fetziger als in Argentinien. Die Semana Santa (Karwoche) heißt heute Semana de Turismo (Woche des Tourismus); viele Uruguayer machen dann irgendwo im Land Urlaub, und die Quartiersuche gestaltet sich in dieser Zeit oft recht mühsam. Weitere interessante Events sind das Bierfest in Paysandú und die Fiesta de la Patria Gaucha in Tacuarembó.

Frauen Unterwegs

Die Uruguayer sind keine Heiligen in Sachen machismo, im Allgemeinen werden Frauen aber mit Respekt behandelt. Alleinreisende Frauen sind in Uruguay jedenfalls sicherer als in vielen anderen Ländern Lateinamerikas.

Freiwilligenarbeit

Alle Organisationen in Uruguay, die Freiwillige akzeptieren, bestehen auf einer Mindestaufenthaltsdauer von einem Monat, zudem werden zumindest Grundkenntnisse in Spanisch erwartet. Die folgenden Gruppen sind in Montevideo stationiert:

Academia Uruguay (www.academiauruguay.com) Sprachschule, die Freiwilligen diverse Einsatzmöglichkeiten in Montevideo vermittelt.

Karumbé (www.karumbe.org) Widmet sich dem Schutz der Meeresschildkröten.

Gesundheit

Impfungen sind für Reisen in Uruguay nicht vorgeschrieben. Das Land verfügt über ein gutes öffentliches Gesundheitssystem. Leitungswasser kann gefahrlos getrunken werden. In diesem Reiseführer werden Krankenhäuser in der Rubrik „Praktische Informationen“ bei der jeweiligen Stadt genannt.

Geld

Die in diesem Kapitel genannten Preise sind in pesos uruguayos (Ur$) angegeben, der offiziellen Währung von Uruguay. Geldscheine gibt es zu 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Pesos, Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Pesos. Wechselkurse siehe Klicken Sie hier.

In den Touristenhochburgen werden im Allgemeinen US-Dollar akzeptiert; dort geben Hotels der Spitzenklasse und sogar einige Budgetunterkünfte ihre Preise in US$ an. Aber Achtung: Der Wechselkurs im Hotel ist schlecht. In den meisten Fällen kommt derjenige besser weg, der in Pesos bezahlt. Außerhalb der Touristenzentren werden Dollar kaum angenommen. Der Euro ist als Zahlungsmittel nicht eingeführt.

PREISE

Die folgenden Preisangaben, die in diesem Kapitel in der Rubrik „Essen“ verwendet werden, beziehen sich auf ein Standard-Hauptgericht.

$ unter 175 Ur$

$$ 175–300 Ur$

$$$ über 300 Ur$

PREISE

Die folgenden Preisangaben, die in diesem Kapitel unter der Rubrik „Schlafen” verwendet wurden, beziehen sich auf ein Doppelzimmer mit Bad in der Hochsaison. Insofern nicht anders angegeben, ist das Frühstück im Preis mit inbegriffen.

$    unter 1000 Ur$

$$    1000–2000 Ur$

$$$   über 2000 Ur$

GELDAUTOMATEN

Selbst im winzigsten Ort im Landesinneren ist es kein Problem, an einem Geldautomaten Bargeld zu ziehen. Die Automaten sind mit einem grünen Banred- oder einem blauen Redbrou-Logo gekennzeichnet und an alle internationalen Banksysteme angeschlossen.

Die Geldautomaten geben Geldscheine aus, die einem Vielfachen von 100 Pesos entsprechen. Wer vermeiden will, einen einzigen 1000-Peso-Schein zu erhalten, sollte also lieber 900 Ur$ abheben (oder 1900 Ur$ anstatt 2000 Ur$).

Viele Geldautomaten geben auch US-Dollar aus (Kennzeichnung: US$), und zwar ebenfalls in einem Vielfachen von 100 US-Dollar.

KREDITKARTEN

Gehobene Hotels, Restaurants und Geschäfte nehmen Kreditkarten an.

GELDWECHSEL

Es gibt in Montevideo, Colonia, in den Ferienorten an der Atlantikküste und in Grenzstädten wie Chuy Wechselstuben – casas de cambio. Sie haben längere Öffnungszeiten als Banken, oft aber einen schlechteren Wechselkurs.

TRINKGELD

Restaurants 10 %

Taxis Ein paar Pesos aufrunden

Internetzugang

Internetcafés finden sich in allen Großstädten und größeren Ortschaften; die Nutzung kostet etwa 20 Ur$ pro Stunde. Viele Filialen von Antel (staatliche Telefongesellschaft) bieten Internetzugang für 19 bis 45 Ur$ pro Stunde.

Karten

ITMB (shop.itmb.ca) veröffentlicht eine nützliche Karte mit einem Stadtplan von Montevideo auf der einen und einer Landkarte von Uruguay auf der anderen Seite. Weitere gute Karten sind an den Ancap-Tankstellen, dem Automóvil Club del Uruguay (www.acu.com.uy) und beim Servicio Geográfico Militar (www.sgm.gnb.uy) erhältlich.

ÖFfnungszeiten

Die Öffnungszeiten der einzelnen Geschäfte sind nur angegeben, wenn sie von den unten genannten Standardzeiten abweichen.

Banken Mo–Fr 13–18 Uhr. Wechselstuben haben in der Regel länger geöffnet.

Bars, Pubs & Clubs 18 Uhr bis frühmorgens. Richtig los geht es allerdings erst nach Mitternacht.

Restaurants 12–15 & 21–24 Uhr oder später. Wenn es auch Frühstück gibt, wird etwa um 8 Uhr geöffnet.

Geschäfte Mo–Sa 8.30–13 & 15–19 Uhr. In größeren Städten haben Einkaufszentren und Supermärkte über die genannten Zeiten hinaus mittags durchgehend geöffnet und oft auch am Sonntag.

Post

Die Postgebühren halten sich im Rahmen, allerdings dauert die Beförderung oft lang. Wichtige Sendungen sollten vom Absender deshalb unbedingt per Einschreiben oder Kurier geschickt werden.

Rechtsfragen

Illegale Drogen sind in Uruguay an jeder Ecke erhältlich. Wer damit erwischt wird, sitzt allerdings in der Klemme – wie überall auf der Welt. Polizisten und Beamte sind in Uruguay nicht so scharf auf ein Bestechungsgeld wie in anderen Ländern Südamerikas.

Reisen Mit Behinderung

Langsam kümmert sich Uruguay auch um das Wohl von Reisenden mit einer Behinderung. In Montevideo finden sich mittlerweile Rampen und speziell ausgestattete WCs an wichtigen Punkten wie der Plaza Independencia und dem Teatro Solis; außerdem bietet die Buslinie CA1 einen Niederflureinstieg. Dennoch bleibt noch viel zu tun, um Behinderten das Leben zu erleichtern. Viele Budgetunterkünfte haben ein Treppenhaus, aber keinen Lift. Ein Plus sind dafür die billigen Taxis – und die liebenswürdigen Einheimischen helfen immer gern weiter!

Schwule & Lesben

Uruguay ist in den letzten Jahren erheblich schwulen- und lesbenfreundlicher geworden. Im Januar 2008 erkannte es als erstes Land Lateinamerikas gleichgeschlechtliche Zivilehen an.

In Montevideo lohnt es sich, nach der Friendly Map (www.friendlymap.com.uy) Ausschau zu halten; dort sind sämtliche schwulen- und lesbenfreundliche Unternehmen in ganz Uruguay zusammengestellt.

Strom

In Uruguay werden die gleichen Stecker verwendet wie in Argentinien; Einzelheiten siehe Klicken Sie hier.

Telefon

Die Landesvorwahl von Uruguay ist %598.

Antel, die staatliche Telefongesellschaft, unterhält zahlreiche Filialen in jeder Stadt. Es gibt aber auch überall private locutorios (Telefonläden).

Seit 2010 haben in Uruguay alle Telefonnummern acht Ziffern; in Montevideo beginnen sie mit der Zahl 2, im übrigen Land mit 4. Handynummern bestehen aus einer dreistelligen Kennung (am häufigsten 099), gefolgt von der sechsstelligen Nummer. Bei einem Inlandsgespräch entfällt die erste Null.

Die Nutzung eines öffentliches Telefons ist nur mit einer vorbezahlten Telefonkarte möglich, die zu 25, 50, 100, 200 und 500 Pesos in Antel-Filialen oder am Zeitungskiosk erhältlich sind.

Viele Internetcafés haben auf ihren Computern Skype installiert und sind mit Kopfhörern und Mikrofon ausgestattet.

HANDYS

Viele Reisende bringen ein freies Handy ohne SIM-Lock mit (oder kaufen sich eines billig vor Ort) und legen dann eine urugayische SIM-Karte ein, anstatt teure Roaming-Gebühren zu zahlen. SIM-Karten der verschiedenen uruguayischen Anbieter sind in deren Filialen sowie in großen Einkaufszentren erhältlich. Prepaid-Karten zum Aufladen gibt es an jedem Kiosk und sogar im Supermarkt.

Das eigene Handy sollte bereits zu Hause entsperrt werden, da dieser Service in Uruguay nur selten angeboten wird.

Touristeninformation

Das Nationale Ministerium für Tourismus (www.turismo.gub.uy) unterhält 13 Infostellen im ganzen Land. Dort sind hervorragende kostenlose Landkarten der 19 Provinzen Uruguays erhältlich, außerdem spezielle Broschüren zum Estancia-Tourismus, Karneval, Surfen und anderen Reisethemen, die für Uruguay-Reisende von Belang sind. In den meisten Städten und Ortschaften gibt es auch eine städtische Touristeninformation, die sich meist am Hauptplatz oder im Busbahnhof befindet und die man gleich nach der Ankunft aufsuchen kann.

ONLINE BUCHEN

Weitere Bewertungen von Unterkünften durch Lonelyplanet-Autoren finden sich unter www.hotels.lonelyplanet.com. Hier erhält man auch unabhängige Beurteilungen sowie Empfehlungen für besonders gute Unterkünfte. Und das Beste: Alle diese Unterkünfte lassen sich online buchen.

Unterkunft

Uruguay verfügt über ein hervorragendes Netz an Hostels und Campingplätzen, und zwar vor allem an der Atlantikküste. Weitere Billigquartiere sind hospedajes (Privatzimmer) und residenciales (Budgethotels).

Posadas (Gasthöfe) gibt es in allen Preisklassen, sie sind meist gemütlicher als Hotels. Die wiederum sind je nach Ausstattung mit einem bis zu fünf Sternen klassifiziert.

Auf dem Land bieten estancias turísticas (mit dem blauen Logo des Nationalen Tourismusministeriums gekennzeichnet) Unterkunft auf einer traditionellen Farm (s. Kasten Klicken Sie hier).

Versicherung

Eine weltweit gültige Reiseversicherung ist erhältlich unter www.lonelyplanet.com/travel_services. Sie kann jederzeit gekauft, erweitert und geltend gemacht werden – selbst wenn jemand bereits unterwegs ist. Andernfalls empfiehlt es sich, zu Hause eine Versicherung abzuschließen, die neben Krankheiten (ohne Ausschluss von gefährlichen Sportarten) auch den Verlust/Diebstahl des Gepäcks abdeckt.

Visum

Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten automatisch eine Touristenkarte, die 90 Tage gültig ist und um weitere 90 Tage verlängert werden kann. Staatsbürger anderer Länder benötigen ggf. ein Visum. Eine Visumsverlängerung erteilt die Dirección Nacional de la Migración (2916-0471; Misiones 1513) in Montevideo oder in einem ihrer Büros in den Grenzstädten.

Zeit

Die Zeit in Uruguay liegt vier Stunden hinter der MEZ und eine Stunde vor der Zeiet, die in Argentinien gilt. Während der in Uruguay herrschenden Sommerzeit werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, und zwar geschieht dies immer am ersten Sonntag im Oktober. Wieder zurückgestellt werden die Uhren um eine Stunde am zweiten Sonntag im März.

Verkehrsmittel & -wege

Flüge und Touren können ganz bequem online über lonelyplanet.com/bookings gebucht werden.

Einreise

Alle Ausländer benötigen zur Einreise nach Uruguay einen Reisepass, nur Staatsbürger der Nachbarstaaten können sich mit ihrer Kennkarte ausweisen.

Der Pass muss bei vielen Gelegenheiten vorgelegt werden; beispielsweise auch beim Einchecken in ein Hotel werden die Gäste um die Vorlage des passes gebeten.

Flugzeug

FLUGHäFEN & FLUGLINIEN

Die meisten Flüge kommen am Flughafen von Montevideo an, dem Carrasco International Airport (MVD; aeropuertodecarrasco.com.uy); einige Flieger aus Argentinien und Brasilien steuern auch den Flughafen Punta del Este International Airport (PDP; www.puntadeleste.aero) an. Detaillierte Informationen, welche Fluggesellschaften welchen Flughafen bedienen, finden sich auf Klicken Sie hier.

Pluna, die uruguayische Inlandsfluglinie, gilt als sehr sicher.

Fluglinien, die Direktflüge nach Uruguay anbieten:

Aerolíneas Argentinas (www.aerolineas.com.ar)

Air France (www.airfrance.com)

American Airlines (www.aa.com)

BQB (www.flybqb.com)

Copa (www.copaair.com)

Gol (www.voegol.com.br)

Iberia (www.iberia.com)

LAN (www.lan.com)

Pluna (www.flypluna.com)

Sol (www.sol.com.ar)

TACA (www.taca.com)

TAM (www.tam.com.br)

Auf dem Landweg & übers Meer

Uruguay grenzt an die argentinischen Provinz Entre Ríos und an die südbrasilianische Provinz Rio Grande do Sul. Schnellstraßen und Busverbindungen sind in der Regel gut. Die Fahrt von Montevideo nach Buenos Aires mit dem Bus dauert länger und ist nicht so praktisch wie die Fähre über den Río de la Plata. Wer zu den Wasserfällen von Iguazú möchte, reist über Argentinien schneller dorthin als über Brasilien.

Unterwegs vor Ort

Auto & Motorrad

Wer sich weniger als 90 Tage in Uruguay aufhält, benötigt nur seinen gültigen Führerschein aus dem Heimatland. Der Fahrstil der Uruguayer ist generell sehr rücksichtsvoll, und selbst im brodelnden Montevideo geht es im Vergleich zu Buenos Aires sehr gesittet zu.

Uruguay importiert sein gesamtes Öl. Der Preis für bleifreies Benzin betrug bei Drucklegung dieses Reiseführers 35,60 Ur$.

Der Automóvil Club del Uruguay (www.acu.com.uy) verfügt über gute Straßenkarten und Informationen.

MIETWAGEN

Preiswerte Mietwagen sind in der Hochsaison schon ab 1000 Ur$ pro Tag erhältlich, inklusive Steuer und Versicherung. Online-Buchungen kommen oft billiger, als das gewünschte Fahrzeug vor Ort im Land zu mieten. Die bei den meisten Kreditkartenunternehmen inkludierte Versicherung für Unfall/Schaden/Diebstahl gilt auch für Mietwägen in Uruguay.

STRASSENVERKEHRSREGELN & GEFAHREN

Es ist Pflicht, auf allen Schnellstraßen des Landes tagsüber die Scheinwerfer einzuschalten. In den meisten Städten sind Einbahnstraßen an der Tagesordnung; in welche Richtung gefahren werden darf, zeigt ein Pfeil an. Außerhalb von Montevideo gibt es an Kreuzungen keine Stoppschilder und keine Ampeln. Wer zuerst kommt, hat Vorfahrt – eine Nervenprobe für Uneingeweihte. Willkürliche Fahrzeugkontrollen und Durchsuchungen von Seiten der Polizei sind sehr selten.

Außerhalb der Hauptstadt Montevideo und den Touristenzentren am Meer ist der Verkehr minimal und stellt kaum ein Problem dar. Die Straßen sind generell in einem vernünftigen Zustand und nur im Landesinneren öfters ramponiert. Aufpassen sollte man auf umherlaufendes Vieh und wilde Tiere. Selbst in der Innenstadt von Montevideo sind noch Pferdewagen unterwegs, die Müll oder Waren aufsammeln.

GRENZÜBERGÄNGE NACH URUGUAY

VON NACH STRAßENNUMMER/BESCHREIBUNG
ARGENTINIEN
Buenos Aires Montevideo Schiff (Buquebus)
Buenos Aires Colonia Schiff (Buquebus, Colonia Express, Seacat)
Tigre Carmelo Schiff (Cacciola)
Gualeguaychú Fray Bentos Represa de Salto Grande (Damm)
Colón Paysandú Puente General Artigas (Brücke)
Concordia Salto Puente General San Martín (Brücke)
Concordia Salto Schiff (Transporte Fluvial San Cristóbal)
BRASILIEN
Chuí Chuy Schnellstraße BR-471/UR-9
Jaguarão Río Branco Schnellstraße BR-116/UR-26
Aceguá Aceguá Schnellstraße RS-153/UR-8
Santana do Livramento Rivera Schnellstraße BR-293/UR-5
Quaraí Artigas Schnellstraße RS-060/UY-30
Barra do Quaraí Bella Unión Schnellstraße BR-472/UY-3

Bus

Die Busse sind komfortabel, die Fahrpreise halten sich im Rahmen, und die Entfernungen sind kurz. Bei den meisten Unternehmen liegen kostenlose Fahrpläne aus. In einigen Orten, die keinen eigenen Busbahnhof haben, haben die Unternehmen ihre Büros in Laufweite voneinander entfernt am Hauptplatz.

Es ist nicht nötig, einen Platz im Bus zu reservieren – außer in der Hochsaison und zur Ferienzeit. In der Hauptreisezeit lassen die Unternehmen mehrere Busse gleichzeitig zu einem der häufig nachgefragten Ziel fahren – auf dem Ticket ist dann auch die Nummer des jeweiligen Busses vermerkt. Beim Fahrer sollte man sich rückversichern, dass man in den richtigen Bus einsteigt, sonst kann es passieren, dass man womöglich auf dem richtigen Sitzplatz, aber im falschen Bus sitzt!

In vielen Städten mit Busbahnhof gibt es eine kostenlose Gepäckaufbewahrung.

Nahverkehr

Taxis, remises (vorbestellte Funktaxis) und Lokalbusse funktionieren in etwa so wie auch in Argentinien. Taxis haben ein Taxameter. Die Fahrer berechnen den Preis anhand des Taxameters und einer Fahrpreistabelle. Von 22 bis 6 Uhr morgens, am Wochenende und an Feiertagen liegen die Fahrpreise um 20 % höher. Für Gepäck wird eine geringfügige Gebühr erhoben, die Fahrgäste geben Trinkgeld, indem sie den Betrag um 5–10 Pesos aufrunden. In Montevideo sowie in anderen Verkehrsknotenpunkten ist der Service der Stadtbusse bestens, während in kleineren Küstenstädten wie La Paloma micros (Minibusse oder umgebaubte Vans) den Nahverkehr übernehmen.

Trampen

Auf dem Land sind Einheimische, die per Anhalter fahren, nichts Besonderes, denn Benzin ist teuer, und nur recht wenige Leute besitzen ein eigenes Auto. Bedenken in Sachen Sicherheit sind hier nicht so wichtig wie in anderen Ländern, aber Ausländer, die trampen, werden oft schief angeschaut.

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