
Salta & der andine Nordwesten
Inhalt »
Gut essen
Schön übernachten
» Killa
Auf nach Salta und in den andinen Nordwesten!
Erhaben, trocken und rau liegt Argentiniens Nordwesten am Rand der mächtigen Anden. Die Natur hat hier Wunderwerke aus Stein geschaffen: bizarre, herrlich zerklüftete Felsformationen, so weit das Auge reicht.
Hier herrscht typisches Anden-Flair mit traditionellem Handwerk, Dörfern, in denen Quechua gesprochen wird, und der Puna (dem andinen Hochland). Die Städte dieser Region sind die ältesten kolonialen Siedlungen Argentiniens.
Mehrere Routen bieten sich für die Erkundung der Region an. Vom Salta aus führt eine Tour durch einen Nationalpark, in dem Kakteen wie Wachposten aufgereiht sind, ins wunderschöne Cachi und weiter durch Weberdörfer der Calchaquíes nach Cafayate, wo einige der besten argentinischen Weine gekeltert werden. Eine andere Route schwingt sich von Salta hoch in den Puna-Bergbauort San Antonio de los Cobres, führt dann gen Norden zu den Salzebenen der Salinas Grandes und hinunter in die Quebrada de Humahuaca.
Reisezeit

Feb.–März Es ist zwar heiß, aber der Karneval lohnt die Reise allemal.
Juli–Aug. Auf der Puna ist es recht frisch, doch dies ist die beste Zeit für eine Reise in den Nordwesten.
Sept. & Okt. Ein Kompromiss: weniger Touristen in Salta und angenehme Frühlingstemperaturen.

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Highlights
Das
unglaubliche Farbenspiel in der Quebrada de
Humahuaca
Die Weberinnen
und ihre Arbeiten in den unvergesslichen Valles Calchaquíes
Die frische
Bergluft in Tafí del
Valle
Die
Wildwestluft in Chilecito , Ausgangsbasis
für Ausflüge in die herrliche Bergwelt
Das kultivierte
Salta mit viel kolonialem Flair und
schönen Boutiquehotels
Ein Besuch in
Nordargentiniens Weinhauptstadt Cafayate und die Verkostung
von Torrontés-Weinen
Die
Regionalküche ganz im Nordwesten des Landes, wo statt Rind
und Pasta Lama und Quinoa auf der Speisekarte stehen.
Nationalparks
In der Region liegen, hauptsächlich in den Provinzen Jujuy und Salta, einige bedeutende Nationalparks des Landes. Der Parque Nacional Calilegua (Klicken Sie hier) schützt subtropischen Nebelwald und bietet Pumas, Jaguaren und vielen Vögeln einen Lebensraum. Im entlegenen Parque Nacional Baritú (Klicken Sie hier) wächst subtropischer Bergwald, in dem Affen, Großkatzen, Otter und Waldhörnchen ihr Refugium haben. Der Parque Nacional El Rey (Klicken Sie hier) zeichnet sich durch die landesweit größte biologische Vielfalt aus, zu den unzähligen hier lebenden Vogelarten gehören z. B. der Turkan mit seinem mächtigen Schnabel. Zwischen Salta und Cachi liegt der Parque Nacional Los Cardones (Klicken Sie hier) mit seinen vielen Kakteen, die ungefragt für ein Foto Modell stehen. Der Parque Nacional Talampaya (Klicken Sie hier) weiter im Süden präsentiert sich mit Felszeichnungen der Ureinwohner, fotogenen Felsformationen sowie heimischer Flora und Fauna.
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Die Provinzen Jujuy & Salta
Wie Yin und Yang greifen die beiden nordwestlichen Provinzen Argentiniens ineinander. Hier treffen die Besucher auf eine Vielzahl von Naturschönheiten und traditionelle Kultur. Im Norden von Bolivien und im Westen von Chile begrenzt, steigt die Landschaft von den Bergregen- oder Nebelwäldern von Las Yungas nach Westen bis zur Hochebene der Puna und einigen der majestätischsten Gipfeln der Anden an.
Die beiden Provinzhauptstädte, das beschauliche Jujuy und das koloniale, bei den Reisenden sehr beliebte Salta, sind Ausgangspunkte für die Erkundung der zerklüfteten vielfarbigen Schluchten und Felsgebilden der Quebrada de Cafayate und der Quebrada de Humahuaca, für die Kunsthandwerkerdörfer der Valles Calchaquíes, für die beeindruckende Szenerie der Puna, für den Genuss des weißen Torrontésweins von Cafayate oder für Expeditionen in die beiden abgeschiedenen Nationalparks El Rey oder Baritú.

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Jujuy
0388 / 278 336 Ew. / 1201 m
Jujuy, eine der drei großen Städte im Nordwesten, hat weder die koloniale Mondänität Saltas noch das Großstadtflair Tucumáns. Doch es trumpft mit vitaler Atmosphäre, einladenden Restaurants und fröhlichen, gut aussehenden Einwohnern auf. Zudem ist Jujuy unter allen argentinischen Städten die ursprünglichste.
San Salvador de Jujuy (meist nur kurz Jujuy genannt) wurde im Jahr 1593 im dritten Versuch gegründet – zwei frühere Siedlungen hatten die verärgerten Indios zerstört, weil sie die Erlaubnis zur Ansiedlung zuvor verweigert hatten. Während der Unabhängigkeitskämpfe bekam die Provinz Jujuy die geballte Macht der damaligen politischen Konflikte zu spüren: Wiederholt kamen die Spanischen Truppen über die Quebrada de Humahuaca aus Bolivien herunter; schließlich musste Jujuy in einem Akt, der als éxodo jujeño (Flucht aus Jujuy) in die Geschichte einging, evakuiert werden.
Der Name der Stadt wird chu-chui ausgesprochen. Klingt es wie ein Ausruf des Erstaunens, ist die Aussprache richtig.

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Jujuy
Highlights
Sehenswertes
2 C1 Museo Arqueológico Provincial
3 C1 Museo Histórico Franciscano
4 C2 Museo Histórico Provincial
Schlafen
Essen
Sehenswertes
Culturarte KUNSTGALERIE
Google Maps (Ecke San Martín & Sarmiento;
Mo–Fr 8.30–24, Sa & So 8.30–13
& 16.30–24 Uhr) Die schöne moderne Galerie zeigt Werke
angesehener zeitgenössischer argentinischer Künstler. Die
dazugehörige Café-Bar verfügt über einen großartigen kleinen Balkon
mit Blick auf die Straße.
Museo Arqueológico Provincial MUSEUM
Google Maps (Lavalle 434; Eintritt 2 Arg$;
Mo–Fr 8–20, Sa & So 9–13 &
15–19 Uhr) Das sicherlich herausragendste Exponat ist eine rund
3000 Jahre alte, lebendig wirkende Figur einer Fruchtbarkeitsgöttin
mit Schlangenhaaren, die gerade ein Kind zur Welt bringt. Dieses
Ausstellungstück wurde in der hoch entwickelten
San-Francisco-Kultur angefertigt, die von ca. 1400 bis 800
v. Chr. in Las Yungas existierte. Außerdem werden Schädel, die
aus Schönheitsgründen deformiert wurden, und Mumien gezeigt.
Museo Histórico Franciscano MUSEUM
Google Maps (Belgrano s/n; Eintritt 5 Arg$;
Mo–Sa 9–13 & 17–19 Uhr) Das
Museum neben der Kirche und dem Kloster San Francisco besitzt eine
tolle Sammlung kolonialer Kunst der Cuzco-Schule. Diese entwickelte
sich, als Mönche die Peruaner im Stil der großen spanischen und
flämischen Meister unterrichteten.
Museo Histórico Provincial MUSEUM
Google Maps (Lavalle 256; Eintritt 2 Arg$;
Mo–Fr 8–20, Sa & So 9–13 &
16–20 Uhr) Im argentinischen Bürgerkrieg durchdrang eine Kugel die
wuchtige Holztür des Kolonialgebäudes und tötete General Juan
Lavalle, einen Helden der Unabhängigkeitskriege. Seine Geschichte
wird hier erzählt. Daneben werden religiöse und koloniale Kunst,
Exponate aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege, zur Evakuierung
Jujuys sowie Mode aus dem 19. Jh. gezeigt. Ein paar
Beschriftungen sind auf Englisch verfasst, die Museumswärter stehen
gerne Rede und Antwort.
Cabildo & Museo
Policial MUSEUM
Google Maps (Pl. Belgrano s/n;
Mo–Fr 8–13 & 16–21, Sa & So 9–12
& 18–20 Uhr) Der cabildo (kolonialzeitliches Rathaus) an
der Plaza hat sehr schöne Kolonnaden und beherbergt das Museo
Political. Argentinische Polizeimuseen sind immer recht skurril:
mit grausigen Fotos von Verbrechen, kritikloser Verherrlichung der
Autoritäten und eigenwilligen Raritäten – hier etwa einer
Verlautbarung von 1876, dass man eine Geldstrafe von 5 Peso zahlen
musste, wenn man eine sexuelle Beziehung zu einem Lama unterhalten
sollte.
Geführte Touren
Mehrere Unternehmen in Jujuy haben Ausflüge in die Quebrada de Humahuaca, Salinas Grandes, den Parque Nacional Calilegua und andere Ziele der Provinz im Programm. Die Touristeninformation der Provinz hat Material zu allen Touren.
Noroeste TOUREN
(
423-7565; www.noroestevirtual.com.ar;
San Martín 136) Die Organisation im Club Hostel bietet
unvergessliche Touren u. a. in die Quebrada de Humahuaca und
zu den Salinas Grandes an.
Feste & Events
Im August erinnert das größte Ereignis in Jujuy, die einwöchige Semana de Jujuy, an die Evakuierung der Stadt durch Belgrano während der Unabhängigkeitskriege. Das nächstgroße Fest ist die religiöse Wallfahrt am 7. Oktober, die auch unter dem Namen Peregrinaje a la Virgen del Río Blanco bekannt ist.
Schlafen
In den chaotischen Straßen rund um den Busbahnhof finden sich viele preisgünstige residenciales.
Posada El Arribo
BOUTIQUEHOTEL
$$
Google Maps (
422-2539; www.elarribo.com; Belgrano 1263;
EZ/DZ 250/380 Arg$; 


) Das eindrucksvolle, von einer Familie
geführte Hotel ist eine Oase mitten in Jujuy und ein Augenschmaus.
Das renovierte Herrenhaus aus dem 19. Jh. ist wunderschön: Es hat
hohe Decken und Holzböden, einen Patio und einen riesigen Garten.
Der moderne Anbau dahinter ist auch nicht schlecht, schöner sind
aber die Zimmer im alten Gebäude.
Ohasis Jujuy HOTEL $$
Google Maps (
424-1017; www.ohasishoteljujuy.com;
Ramírez de Velasco 244; EZ/DZ 348/468 Arg$; 


) Das neue
Hotel ist elegant, einladend, modern und effizient. Vermietet
werden komfortable Gästezimmer, es gibt einen beheizten Außenpool
und ein gutes Frühstück. Weitere Highlights sind die Wellness- und
Fitnesseinrichtungen.
Club Hostel HOSTEL $
(
423-7565; www.clubhosteljujuy.com.ar;
San Martín 134; B/DZ 60/180 Arg$; 
) Die gut
besuchte, lebhafte Unterkunft hat gute Schlafsäle mit jeweils nur
vier Betten, Spinden und Badezimmer. Die Doppelzimmer mit Bad sind
ebenfalls okay. Daneben gibt es einen Küche und nach hinten raus
ein winziges Jacuzzi. Mit HI- Ausweis bekommt man eine Ermäßigung.
Das nette Personal betreibt auch ein Tourunternehmen.
Hostal Casa de Barro HOSTEL $
Google Maps (
422-9578; www.casadebarro.com.ar; Otero
294; B/DZ ohne Bad 65/120 Arg$;
) Das originelle, angenehme Hostel mit
fröhlichem, einladendem Flair hat helle, muntere Zimmer und sehr
saubere Gemeinschaftsbäder. Überall zieren Motive von
Felsenmalereien die Wände. Es gibt eine gemütliche Lounge und eine
Küche, das Frühstück ist im Preis inbegriffen.
Hotel Internacional HOTEL $$
Google Maps (
423-1599; www.hinternacionaljujuy.com.ar;
Belgrano 501; EZ/DZ 250/310 Arg$; 

) Das Hochhaus an einer Ecke der Plaza bietet
kleine, aber helle, cremefarbene Gästezimmer mit ansehnlichen,
sauberen Bädern. Von ein paar der Zimmer überblickt man die Plaza.
Zu den netten Annehmlichkeiten gehört die Morgenzeitung, die unter
der Tür durchgeschoben wird. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Residencial Alvear PENSION $
Google Maps (
422-2982; [email protected];
Alvear 627; EZ/DZ mit Bad 105/165 Arg$, ohne Bad 55/110 Arg$) Die
Gästezimmer hinter dem Restaurant Chung King sind für den Preis
ganz in Ordnung. Dennoch sollte man sie sich (vor allem jene oben)
gut ansehen, weil ein paar der Zimmer ohne Bad ziemlich klein sind.
Je weiter hinten die Zimmer liegen, umso ruhiger sind sie.
Essen
Jujuys turbulenter Mercado del Sur Google Maps gegenüber vom Busbahnhof ist ein authentischer Markt, auf dem echte Argentinier mazamorra (eine kalte Maissuppe) schlürfen und Kokablätter anbieten. Einfache Lokale in der Gegend servieren herzhafte Regionalkost wie chicharrón con mote (gebratenes Schweinefleisch mit gekochten Maiskolben) und scharfe sopa de maní (Erdnusssuppe).
Madre
Tierra BäCKEREI,
CAFé $
Google Maps (Belgrano 619; 4-Gänge-Mittagsmenü 50 Arg$;
Mo–Sa 7–18 Uhr;
) Dieses Lokal ist ganz
einfach spitze. Das vegetarische Essen – täglich gibt es ein
Fixpreismenü – ist exzellent. Zu den Salaten, Crêpes und Suppen
kann man frisch gepresste Säfte trinken. In der Bäckerei vorne zur
Straße hin bekommt man körniges Vollwertbrot.
Manos
Jujeñas ARGENTINISCH $
Google Maps (Av. Senador Pérez 381; Hauptgerichte 25–40 Arg$;
Di–So) Eine der
besten Adressen in Jujuy für schnörkellose traditionelle
Slow-Food-Küche. Am Wochenende ist das Lokal abends mit vergnügtem
Stimmengewirr gefüllt. Auf der Karte finden sich mehrere klassische
Gerichte des Nordostens. Der Stolz des Hauses ist aber
picante – mariniertes Hühnchen oder Zunge oder beides mit
Zwiebeln, Tomaten, Reis und Anden-Kartoffeln.
Krysys PARRILLA $$
Google Maps (
423-1126; Balcarce 272; Hauptgerichte
35–55 Arg$;
Mo–Sa;
) Dieses zentrale,
gehobene Lokal, in dem man in entspannter Atmosphäre Gegrilltes
bekommt, ist die beste parrilla (Steakhaus) der Stadt. Es
gibt aber auch vieles andere Gerichte, z. B. Hühnchen, Schwein
oder Rind, mit leckeren Saucen und appetitliche Vorspeisen. Die
Preise sind fair, und das Fleisch wird nach persönlichen Vorlieben
zubereitet.
Chung King ARGENTINISCH, PIZZA $$
Google Maps (Alvear 627; Hauptgerichte 32–52 Arg$;
) Das gut besuchte
lohnenswerte Restaurant hat eine umfangreiche argentinische
Speisekarte mit preiswerten Tagesspezialitäten. Die dazugehörige
Pizzeria ist sogar noch beliebter. Wer meint, es gäbe hier
chinesische Gerichte, der täuscht sich: Hier gibt es so gut wie
alles, aber sicher keine chinesischen Gerichte.
Marazaga ARGENTINISCH $$
Google Maps (
424-3427; Av. Senador Pérez 222;
Hauptgerichte 40–55 Arg$;
Abendessen;
) Das Marazaga offeriert traditionelle
Andengerichte, aber auch neuere Kreationen. Die vegetarische Crêpe
als Vorspeise ist köstlich, das Schweinefleisch mit
Honig-Senf-Sauce hätte jedoch eine würdigere Beilage als geriffelte
Pommes verdient.
Miralejos ARGENTINISCH $$
Google Maps (Sarmiento 368; Gerichte 25–45 Arg$;
8–24 Uhr) Das
Restaurant an der Plaza zählt zum Feinsten, was die Stadt zu bieten
hat. Auf der Karte findet sich die ganze Palette an Steaks und
Pasta (mit einer großen Auswahl interessanter Soßen) sowie einige
lokale Forellengerichte. Draußen kann man gut frühstücken, auch die
Musikauswahl ist interessant.
Viracocha ARGENTINISCH
$
Google Maps (Ecke Independencia & Lamadrid; Hauptgerichte
24–38 Arg$;
Mi–Mo
Mittagessen, Mi–Sa Abendessen) Unter einem stimmungsvollen Gewölbe
werden hier erstklassige traditionelle Gerichte wie picantes
aus jedem nur erdenklichen Fleisch, eingelegtes Lama und wärmende
Erdnusssuppe serviert.
Ausgehen
Jujuys peñas (Folk-Clubs) bieten zwar
jeden Abend Essen, Livemusik aber meist nur am Wochenende.
El Coya Bolívar (
0388-15-472-5311; Lisandro de la
Torre 634;
Musik Do
& Fr) befindet sich in Laufweite zum Busbahnhof. Zu
El Fogón (
0388-15-588-2040; RN9; 

20 Uhr bis spätnachts) und La Yapa
(
402-0637; Mejías
426, Barrio Malvinas;
Fr & Sa 20 Uhr bis spätnachts) muss
man ein Taxi nehmen. Die großen boliches (Nachtclubs) findet
man an der RN 9 südlich der Stadt.
Information
Im Zentrum gibt es zahlreiche Banken mit Geldautomaten sowie viele Möglichkeiten zum Telefonieren und Surfen im Internet.
Hospital Pablo Soria (
422-1228; Ecke Patricias Argentinas
& Av. Córdoba)
Städtische Touristeninformation
(
402-0054; [email protected];
Ecke Otero & Alvear;
7–22 Uhr) Nettes, hilfsbereites
Personal.
Touristeninformation der Provinz
(
422-1343; www.turismo.jujuy.gov.ar;
Gorriti 295;
Mo–Fr
7–22, Sa & So 9–21 Uhr) Erstklassiges Büro mit guten Broschüren
und freundlichen Mitarbeitern.
KOKA KAUEN
Weit oben im Norden sieht man immer wieder Ladenschilder, die coca und bica anpreisen. Coca sind die Blätter des Kokastrauchs, der vor allem in Peru und Bolivien angebaut wird; aus ihnen wird Kokain hergestellt, bica steht für Natriumbikarbonat. Kaut man es zusammen mit den Blättern (wie es die Andenbewohner meist tun), erzeugt es im Mund ein alkalisches Milieu, setzt die leicht stimulierende Wirkung der Kokablätter frei und hilft so gegen Müdigkeit und Hunger. Der Genuss von Koka und der Besitz kleiner Mengen für den persönlichen Gebrauch ist legal, allerdings nur in den Nordprovinzen Salta und Jujuy. Wer die Blätter in andere Provinzen oder nach Chile ausführt, macht sich strafbar – die Beamten filzen sehr sorgfältig!
An- & Weiterreise
Bus
Am altmodischen Busbahnhof
(
422-1375; Ecke Av.
Dorrego & Iguazú) halten Provinz- und Langstreckenbusse. Salta
bietet aber ein größeres Angebot.
Busse von Salta nach San Pedro de Atacama in Chile (200 Arg$) halten in Jujuy gegen 8.30 Uhr.
Flugzeug
Andes (
431-0279; www.andesonline.com; San Martín
1283) fliegt sechsmal die Woche über Salta nach Buenos Aires.
Aerolíneas Argentinas (
422-7198; Av. Senador Pérez 355) fliegt
täglich den Aeroparque Jorge Newbery in Buenos Aires an.
BUSSE AB JUJUY
| REISEZIEL | FAHRPREIS (ARG$) | FAHRZEIT (STD.) |
| Buenos Aires | 498 | 19–22 |
| Córdoba | 300 | 14 |
| Humahuaca | 25 | 3 |
| La Quiaca | 58 | 4–5 |
| Mendoza | 440 | 20 |
| Purmamarca | 17 | 1¼ |
| Salta | 42 | 2 |
| Salvador Mazza | 146 | 6–7 |
| Susques | 42 | 4–5 |
| Tilcara | 18 | 1¾ |
| Tucumán | 113 | 5 |
Unterwegs vor Ort
Jujuys Flughafen El Cadillal liegt 33 km östlich vom Zentrum. Shuttlebusse fahren eineinhalb Stunden vor dem Abflug der Aerolineas-Flüge von der Kathedrale zum Flughafen hinaus – man sollte sich aber vorher erkundigen, ob diese Info noch aktuell ist. Oder man investiert 100 Arg$ in eine remise.
Wer ein Auto mieten möchte, wendet sich an
Avis (
424-9800; www.avis.com; Güemes 864) oder an
Hertz (
422-9582; www.hertz.com; Belgrano 715) im Hotel
Augustus; beide haben Filialen am Flughafen.
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Quebrada de Humahuaca
Nördlich von Jujuy erstreckt sich die eindrucksvolle Quebrada de Humahuaca Richtung Bolivien. Es ist eine raue, aber lebendige Landschaft, ein trockengefallener Cañon, den ein Wasserlauf gegraben hat.
Die Sedimentschichten sind zu spektakulären, wellenartigen Formationen in allen Farben erodiert. Die Palette wechselt ständig von Cremeweiß bis zu einem tiefen Rot. Diese Wellen sind die eigentliche Besonderheit der Schlucht. Die Felsformationen, die zum Unesco-Welterbe gehören, erinnern bald an eine Kette aus Haifischzähnen, bald an das knubbelige Rückgrat einer furchterregenden Bestie.
Über das Tal verstreut liegen staubige Indiostädtchen mit einem großen Angebot an Unterkünften, historischen Lehmziegelkirchen und heimeligen Restaurants, die Lamafilet und locro servieren, einen Eintopf aus Mais, Bohnen, Wurst, Rind- und Schweinefleisch. In den letzten Jahren hat die Region einen touristischen Boom erlebt und ist im Sommer gut besucht, sodass die Preise für Unterkünfte gestiegen sind.
Entlang der Poststraße, die in der Kolonialzeit das bolivianische Potosí mit Buenos Aires verband, gibt es viele interessante Haltepunkte. Etwa alle 40 Minuten kommt ein Bus vorbei, sodass die Reisenden nach Bedarf aus- und einsteigen können. Die nächstgelegenen Autovermieter gibt es in Jujuy. Ihre schönste Seite zeigt die Quebrada in den frühen Morgenstunden, wenn die Farben besonders kräftig leuchten und es noch windstill ist.
PURMAMARCA
0388 / 510 Ew. / 2192 m
Das kleine Purmamarca, 3 km westlich der Landstraße, liegt am Fuß des berühmten Cerro de los Siete Colores (Hügel der sieben Farben), der eine spektakuläre gezackte Form hat, die an die Marzipanfantasie eines Konditors erinnert. Das Dorf ist eine Postkartenschönheit mit ockerfarbenen Adobehäusern und alten Algarrobobäumen bei der schmucken Kirche aus dem 17. Jh. Deshalb und wegen der Nähe zu Jujuy ist es der vermutlich touristischste Ort des Nordwestens. Wer ein authentisches, unberührtes Andendorf sucht, sollte deshalb gleich weiterfahren. Trotzdem ist Purmamarca eine gute Adresse, um Webwaren einzukaufen. Auf der Plaza wird täglich ein florierender Poncho-Markt abgehalten.
Nach dem Einkauf von Kunsthandwerk sollte man auf jeden Fall noch den leichten, aber spektakulären 3 km langen Weg rund um den Cerro de los Siete Colores wandern. Seine intensiven Farben lassen sich am besten in der Morgen- oder Abendsonne bewundern.
Schlafen & Essen
Huaira Huasi HOTEL $$
(
490-8070; www.huairahuasi.com.ar; Ruta
52, km 5; DZ/Apt. für 4–5 Perp. 399/679 Arg$; 

) Dies ist eines von einer Handvoll
anständiger Hotels an der Hauptstraße oberhalb der Stadt. Seine
Pluspunkte sind der tolle Blick übers Tal und die schönen
Lehmgebäude in Terrakottatönen. Die zwei Apartments für vier bis
fünf Personen sind hübsch mit lokalen Textilien und Kaktusholz
ausgestattet. Die Zimmer sind natürlich kleiner, aber ebenfalls
nett eingerichtet. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Los Colorados APARTMENTS $$
(
490-8182; www.loscoloradosjujuy.com.ar;
Chapacal s/n; EZ/DZ/4BZ 340/500/720 Arg$; 
)
Wie aus einem Science-Fiction-Film wirken diese eigenartigen, aber
einladenden Apartments, die sich an den cerro (Hügel)
schmiegen und mit ihm zu verschmelzen scheinen. Sie sind stilvoll
und gemütlich und ideal, um sich eine Weile zu verkriechen.
El Pequeño Inti PENSION $
(
490-8089; [email protected];
Florida s/n; EZ/DZ 140/170 Arg$) Die kleine, reizende Pension ist
eine gute Option gleich bei der Plaza. Die schnörkellosen Zimmer
haben komfortable Betten und maritim ausstaffierte Bäder. Die
Doppelzimmer sind ihren Preis wert.
Hostería Bebo Vilte HOSTEL, CAMPINGPLATZ $
(
490-8038; Salta s/n; Zeltplatz pro Perp.
20 Arg$, B/DZ ohne Bad 40/120 Arg$, EZ/DZ mit Bad 150/200 Arg$;
) Die Unterkunft hinter
der Kirche bietet alles: gute Motelzimmer mit Bad, einfache Zimmer,
Schlafsäle und einen Campingplatz mit Grillbereichen. Die Preise
sind (ein wenig) verhandelbar.
Terrazas de la Posta HOTEL $$
(
490-8053; www.terrazasdelaposta.com.ar;
DZ 390–480 Arg$; 
) Die Gästezimmer hier haben geräumige
Bäder, die Superior-Zimmer sind neuer und größer. Von der
Gemeinschaftsveranda genießt man einen herrlichen Blick auf die
Sierra.
El Churqui de Altura ARGENTINISCH $$
(Salta s/n; Hauptgerichte 36–65 Arg$) Völlig überteuert, aber die Gerichte aus heimischer Forelle, Ziege oder Lama und die überbackenen Empanadas sind wirklich lecker.
El Rincón de Claudia Vilte ARGENTINISCH $
(Libertad s/n; Eintritt 10 Arg$, Hauptgerichte 22 bis 45 Arg$) Balladensänger untermalen in vielen Lokalen das Abendessen, wer aber das komplette Folklore-Programm beim Essen haben möchte, geht besser ins Rincón.
Praktische Informationen
An der Plaza gibt es einen Geldautomaten.
Touristeninformation (Florida s/n; Mo–Fr 7–19, Sa & So 8–20 Uhr) Gleich bei der Plaza.
An- & Weiterreise
Busse nach Jujuy (17 Arg$, 1 ¼ Std.) fahren alle ein bis zwei Stunden; auch nach Tilcara (4 Arg$, 30 Min.) und Humahuaca (13 Arg$, 1 ¼ Std.) gibt es Busverbindungen. Mindestens ein Bus täg-lich fährt über Salinas Grandes nach Susques (30 Arg$, 3–4 Std.).
In Purmamarca gibt es keine Tankstelle; die nächste liegt 25 km nördlich in Tilcara bzw. in Volcán im Süden. Im Westen befindet sich die nächste in Susques, das sind 130 km auf einer steil ansteigenden Straße.
TILCARA
0388 / 4358 Ew. / 2461 m
Das malerische Tilcara liegt von der Abzweigung nach Purmamarca 23 km talaufwärts. Viele wählen den Ort als Standort für die Erkundung der Quebrada de Humahuaca. Hier gibt es ein großes Angebot an Unterkünften, von einfachen Hostels bis zu luxuriösen Boutiquehotels. Die Mixtur aus einheimischen Bauern, die noch so leben wie vor Jahrhunderten, und Künstlern, die dem Großstadtleben in die ländliche Ruhe entflohen sind, prägt das Bild in den staubigen Straßen dieser kleinen Stadt.
Sehenswertes
Pucará RUINEN
(Eintritt inkl. Museo Arqueológico
Argentinier/Lateinamerikaner/andere 15/20/30 Arg$, Mo frei;
9–18 Uhr) Die
rekonstruierte präkolumbische Festung, die pucará, befindet
sich 1 km südlich des Zentrums jenseits einer Eisenbrücke. Das Fort
liegt strategisch günstig und bewacht das Flusstal in beide
Richtungen. Die Ruinen stammen aus dem 11. bis 15. Jh., der Ort
wurde jedoch zweifellos schon vorher genutzt. Die Rekonstruktion
aus den 1950er-Jahren hat sich einige Freiheiten herausgenommen,
die umstritten sind. Schlimmer ist jedoch das lächerliche Denkmal
genau dort, wo eigentlich die Plaza hingehört, das die
Pionierarbeit der Archäologen ehren soll. Nichtsdestotrotz gewährt
die Stätte einen guten Eindruck, wie eine befestigte Stadt
ausgesehen haben mag. Am interessantesten ist die „Kirche“, ein
Gebäude mit einem kurzen gepflasterten Weg, der zu einem Altar
führte. Bemerkenswert ist die Nische an der längsseitigen Mauer.
Der Ort bietet großartige Ausblicke, außerdem offenbar einen
Kandelaberkaktus für jeden, der hier mal gelebt hat oder gestorben
ist. Für weitere sukkulente Anregungen gibt es am Eingang einen
Kakteengarten.
Museo Arqueológico MUSEUM
Google Maps (Belgrano 445; Eintritt inkl. Pucará, s. dort;
9–18 Uhr) Das Museo
Arqueológico zeigt in schön präsentierten Ausstellungen Artefakte
der pucará und gewährt Einblick in die damalige Lebensweise
der Bevölkerung. Besonders beeindruckend ist der Raum mit
Zeremonialmasken. Das Museum ist in einem prächtigen Kolonialbau an
der Plaza Prado untergebracht.
Aktivitäten
Von den verschiedenen Wanderungen rund um Tilcara ist die zweistündige Tour zu dem hübschen Cañon und Wasserfall Garganta del Diablo die beliebteste. Der Weg verläuft aber Richtung Pucará, wendet sich dann nach links den Fluss entlang, bevor er die Brücke quert. Der Pfad zur Garganta verlässt die Straße nach links kurz nach dem Hinweisschild „Cuide la flora y fauna”. Wer dort schwimmen möchte, kann dies am besten morgens tun, wenn die Sonne auf das Wasser scheint.
Tilcara Mountain
Bike (
0388-15-500-8570; [email protected];
Belgrano s/n;
9.30–19 Uhr) Die freundliche Fahrradvermietung findet man
direkt hinter dem Busbahnhof. Der Laden verleiht gut erhaltene
Mountainbikes (Std./Tag 15/70 Arg$) und stellt eine hilfreiche Karte für Ausflüge
in die Umgebung zur Verfügung.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich mit oder ohne Führer Pferde zu leihen. Telefonnummern für cabalgatas (Ausritte) sind überall zu finden, viele Unterkünfte organisieren solche Touren.
Geführte Touren
Mehrere Unternehmen in der Stadt organisieren Touren zur Quebrada und zu den Salinas Grandes.
Caravana de
Llamas TREKKING
(
495-5326; www.caravanadellamas.com;
Ecke Corte & Viltipico) Der empfehlenswerte Veranstalter für
Lama-Trekkingtouren bietet Halbtagsausflüge in unterschiedlichen
Schwierigkeitsgraden (160–240 Arg$) rund um Tilcara und in die
Salinas Grandes an sowie mehrtägige Exkursionen, darunter einen
Sechs-Tage-Marathon von Tilcara ins bewaldete Tiefland von Las
Yungas (3600 Arg$). Der Führer ist sympathisch und kennt die Gegend
gut. Die Lamas dienen als Lastentiere: sie tragen das Gepäck der
Wanderer. Wer keine Tour machen, aber trotzdem die Lamas
kennenlernen möchte, kann einfach einmal vorbeischauen.
üBER SALVADOR MAZZA NACH BOLIVIEN
Die RN 34 führt von Calilegua weiter zu
Argentiniens nördlichstem besiedelten Ort, Salvador Mazza (auch als
Pocitos bekannt), einem wichtigen Grenzübergang nach Bolivien. Wer
ins Nachbarland reisen will, überquert die Grenze (
24 Std.) und nimmt ein Sammeltaxi ins
5 km entfernte Yacuiba. Von hier gibt es wöchentliche Flüge
nach La Paz sowie Busse nach Tarija (12 Std.) und Santa Cruz (15
Std.). Wer ein Visum braucht, muss sich dieses vorher in Jujuy oder
Salta besorgen, weil es vor Ort kein bolivianisches Konsulat gibt.
EU- und Schweizer Bürger benötigen jedoch kein Visum. Von Jujuy,
Salta und anderen Städten im Norden Argentiniens fahren zahlreiche
Busse nach Salvador Mazza.
ABSTECHER
DIE NATIONALPARKS CALILEGUA UND BARITú
Las Yungas ist eine feuchte und fruchtbare subtropische Gegend im Osten der Provinz Jujuy. Hier geht der trockene, baumlose Altiplano in Bergwald und stellenweise dichten Nebelwald über. In zwei Nationalparks werden eine sehr vielfältige, farbenfrohe Vogelwelt sowie Säugetiere wie Pumas, Tapire und Jaguare geschützt.
Parque Nacional Calilegua
Der leicht zugängliche Park erstreckt sich über die Bergkette Serranía de Calilegua mit Gipfeln wie dem Cerro Hermoso, von denen man schier endlose Sicht auf die Wälder und den Chaco im Osten hat.
Durch den Park verlaufen sieben markierte Wege, von zwanzigminütigen Spaziergängen bis hin zu anstrengenden vierstündigen Märschen. Vögel und Säugetiere kann man am besten frühmorgens oder am späten Nachmittag in der Nähe der Flussläufe beobachten.
Von Valle Grande westlich des Parks kann man eine einwöchige Wanderung über die Sierra de Zenta nach Humahuaca oder aber nach Tilcara unternehmen.
Die Parkverwaltung
(
422046; [email protected];
Mo–Fr 7–14 Uhr)
befindet sich im Dorf Calilegua, 5 km nördlich der Stadt
Libertador General San Martín. Der Ranger am Parkeingang (Eintritt frei;
9–18 Uhr) in Aguas Negras hat
deutlich mehr Infos über die Wege und kennt die aktuellen
Gegebenheiten im Park. Eine weitere Rangerstation findet man in
Mesada de las Colmenas, 13 km hinter Aguas Negras und nochmals
600 m höher gelegen.
Der gut angelegte Campingplatz liegt rund 300 m hinter der Rangerstation am Eingang. Er ist kostenlos und bietet Duschen und Toiletten, aber keinen Laden.
Libertador General San Martín ist eine ziemlich
große Zuckerrohrstadt. Hier kann man z. B. einen Block von der
Plaza entfernt im Hotel Los Lapachos
(
03886-423790;
[email protected];
Entre Ríos 400; EZ/DZ 80/100 Arg$;
) nächtigen, das mit seinen ausgekehlten
Waschbecken und weinroten Teppichen mächtig beeindruckt. Das kleine
Calilegua ist ein angenehmerer Ort mit etwas heruntergekommenem
Tropenflair und ohrenbetäubendem Grillenzirpen. Unweit der
Parkverwaltung bietet der hübsche Bungalow
Jardín Colonial (
03886-430334; San Lorenzo s/n; EZ/DZ ohne
Bad 40/80 Arg$) Gästezimmer, eine schattige Veranda und eine üppig
grüne Gartenanlage voller Skulpturen.
Viele Busse, die zwischen Jujuy/Salta und Salvador Mazza unterwegs sind, halten in Libertador General San Martín und in Calilegua. Manche lassen die Fahrgäste auch an der Abzweigung zum Park aussteigen, sie liegt 3 km nördlich von Libertador und 2 km südlich von Calilegua. Von hier zur Rangerstation in Aguas Negras sind es noch 8 km – es herrscht meist genug Verkehr, um per Anhalter hinzukommen. Oder man nimmt in einer der beiden Ortschaften ein Taxi.
Parque Nacional Baritú
Der abgelegene Parque
Nacional Baritú (
0387-15-507-4432; [email protected]) kann auf der
Straße nur von Bolivien aus angefahren werden – und auch nur mit
Allradantrieb. Von der RN 34 geht es 90 km hinter Calilegua
nach Orán und weiter nach Aguas Blancas. An der Grenze nach
Bolivien fährt man ein Stück am Nordufer des Río Bermejo entlang,
dann 113 km gen Westen, ehe man in La Mamora schließlich
wieder argentinischen Boden unter sich hat. Nach weiteren
17 km erreicht man Los Toldos, wieder 26 km weiter Lipeo,
ein Dorf an der nordwestlichen Ecke des Parks. Hier gibt es eine
Rangerstation und Zeltplätze, sonst nichts. Aber die Anwohner
bieten Reisenden Unterkunft in ihren Häusern an. Durch den Park
führen mehrere Wander- und Reitwege. In Los Toldos findet man
Zimmer, Restaurants und Läden. Vor der Anfahrt sollte man die
Ranger oder die Parkverwaltung in Salta informieren. Wer Spanisch
kann, sollte sich die Website www.barituparquenacional.blogspot.com
anschauen.
üBER SUSQUES NACH CHILE
Von Purmamarca schraubt sich die Asphaltstraße durch ein spektakuläre, kahle Hochlandszenerie zu einem 4150 m hohen Pass hinauf und überquert dann ein Plateau, das teilweise von den Salinas Grandes eingenommen wird. Nach 130 km trifft man in Susques wieder auf Zivilisation – hier gibt es auch eine Tankstelle und einen Geldautomaten.
Susques lohnt wegen seiner grandiosen
Dorfkirche (Eintritt: Spende;
8–18 Uhr) einen
Zwischenstopp. Die Kirche von 1598 hat ein Strohdach, eine Decke
aus Kaktusholz und einen Boden aus Stampflehm. Die weiß getünchten
Adobewände zieren charismatische naive Heiligenbilder. Es gibt ein
Touristenbüro (an der Hauptstraße) und einfache Unterkünfte.
AndesBus fährt Di, Do, Sa und So von Jujuy über Purmamarca nach Susques (42 Arg$, 4–5 Std.).
Von Susques aus (unbedingt noch einmal
volltanken!) geht es weiter zum 154 km entfernten Paso de Jama
(4230 m) – eine sensationelle Fahrt! Erst hier verläuft die
chilenische Grenze, auch wenn die Ausreise aus Argentinien (
8–24 Uhr) schon ein Stück davor erfolgt.
Die Einfuhr von Obst, Gemüse und Kokablättern nach Chile ist
verboten – und wird streng kontrolliert. Die Asphaltstraße führt
weiter nach San Pedro de Atacama. Busse von Salta und Jujuy
verkehren auf dieser Strecke.
Feste & Events
In Tilcara werden im Jahresverlauf verschiedene Feste gefeiert, das wichtigste ist der Enero Tilcareño im Januar mit sportlichen, musikalischen und kulturellen Darbietungen. Wie in anderen Dörfern und Ortschaften der Quebrada de Humahuaca sind auch hier der Karneval im Februar und die Semana Santa (Karwoche) bedeutende Ereignisse im Kalender. Und im August findet die sehenswerte Fiesta de Pachamama (Fest der Mutter der Erde) statt.
Schlafen
Tilcara hat ein breites Angebot aus mehreren gehobenen Boutiquehotels und Dutzenden einfacher Hostels, Pensionen sowie preiswerten Privatzimmern (eine Liste ist im Touristenbüro erhältlich).
Con los Ángeles LODGE $$
(
495-5153;
www.posadaconlosangeles.com.ar;
Gorriti 156; EZ/DZ/Superior-DZ 280/320/395 Arg$;


)
Betritt man diese Anlage, ist man überrascht vom weitläufigen
grünen Garten samt Sonnenliegen. Eine junge, sehr nette Familie
führt das Con los Ángeles mit stilvollen Gemeinschaftsbereichen und
durchdacht eingerichteten Zimmern, die sich am Rasen entlang
aufreihen.
Posada de Luz LODGE $$
(
495-5017; www.posadadeluz.com.ar;
Ambrosetti 661; Zi. 350–480 Arg$; 


)
Die kleine Lodge mit neo-rustikalem Charme ist ein fantastischer
Ort, um ein paar Tage zu entspannen. Die teureren Gästezimmer haben
Sitzecken, in allen gibt es Kanonenöfen und separate Terrassen mit
Liegestühlen und Blick übers Tal. Ein echtes Highlight ist der
exzellente, persönliche Service.
Rincón de Fuego BOUTIQUEHOTEL $$
(
427-1432; www.rincondefuego.com;
Ambrosetti 445; EZ 348–436 Arg$, DZ 436–545 Arg$; 

) Die romantische, einladende Posada
versteckt sich am oberen Ende der Stadt – ideal, um sich mit der
oder dem Liebsten zurückzuziehen. Der wirkungs- und kunstvolle
Einsatz von bloßem Stein und Adobeziegeln trägt viel zur Atmosphäre
bei. Die Zimmer sind ziemlich düster, aber schön, und sind mit
Holzöfen. Das Brot fürs Frühstück wird im hauseigenen Lehmofen im
Patio frisch gebacken.
Malka PENSION,
HOSTEL $
(
495-5197; www.malkahostel.com.ar; San
Martín s/n, Barrio Malka; B/EZ/DZ 70/170/260 Arg$, Hütte für 4
Perp. 500 Arg$;
) Diese
rustikale Anlage ist Pension und Hostel in einem. Die herzlichen
Besitzer, die abgeschiedene, ruhige Lage, die individuell
gestalteten Schlafsäle und die eleganten, steinverkleideten Zimmer
mit Hängematten und Liegestühlen davor machen sie zu einem Platz,
an dem man länger bleibt als vorgesehen. Das gute Frühstück ist im
Preis inbegriffen; mit HI-Ausweis bekommt man einen Rabatt. Vor der
Kirche geht man einen Block links, dann rechts die Straße
weiter.
Cerro Chico CABINS $$
(
0388-15-404-2612; www.cerrochico.com; DZ/4BZ 300/400
Arg$; 
) Die schöne Anlage 2 km außerhalb der
Stadt erreicht man über eine unbefestigte Straße. Die Hütten, die
sich einen Hügel hinaufziehen, bieten großartige Sicht auf die
Quebrada und ein ruhiges, erholsames Flair. Die Standardhütten sind
kompakt, aber nett, und der kleine Poolbereich ist toll. Nach
Überqueren der Brücke geht’s links nach Tilcara, dann folgt man den
Schildern.
Patio Alto HOTEL, HOSTEL $$
(
495-5792; www.patioalto.com.ar; Torrico
675; B/EZ/DZ 98/360/390 Arg$;
) Sich gemütlich in den großen Betten räkeln
und dabei eine super Aussicht genießen: Das ist das größte Plus im
Patio Alto, einem oberhalb der Stadt gelegenen Hotel mit modernen,
schönen Zimmern. Im Untergeschoss befinden sich hochwertige,
attraktive Schlafsäle mit vier Einzelbetten, Bambusspinden und
Gemeinschaftsküche – nur eben ohne Aussicht.
Aguacanto LODGE $$
(
495-5817; www.aguacanto.com.ar; Corte 333;
DZ/Apt. 240/470 Arg$;
)
Schmucke Zimmer und Apartments stehen rund um eine Rasenfläche mit
Hängematten und einem der besten Ausblicke Tilcaras.
Club Hostel HOSTEL $
(
0388-15-517-1234; www.clubhosteljujuy.com.ar;
Jujuy 549; B/DZ 60/200 Arg$; 
)
Ungezwungenes Hostel mit hübschem Garten und ordentlichen,
schnörkellosen Schlafsälen. Viel Privatsphäre sollte man allerdings
nicht erwarten!
La Albahaca Hostel HOSTEL $
(
0388-15-585-5994; www.albahacahostel.com.ar;
Padilla s/n; B/DZ 32/120 Arg$;
) Das einfache, aber sehr sympathische Hostel
hat behagliche Doppelzimmer und eine Dachterrasse zum
Kontakteknüpfen.
Essen
El Patio ARGENTINISCH $$
(
495-5044;
Lavalle 352; Hauptgerichte 28 bis 55 Arg$;
Mi–Mo) Das El Patio versteckt sich
zwischen Plaza und Kirche. Im hübschen, schattigen Patio und im
Garten werden leckere Salate und originelle Lamagerichte serviert.
Der Trubel der Stadt ist hier weit, weit weg.
Los Puestos ARGENTINISCH $
(Ecke Belgrano & Padilla; Gerichte 25–50 Arg$) Das Lokal ist ein wenig touristisch – der Darbietung von „Sounds of Silence“ auf der Panflöte kann man sich selten entziehen. Doch das macht es mit seiner Einrichtung aus lokalem Stein und viel Holz wieder wett. Zu den regionalen Spezialitäten zählt das gegrillte Lama (24 Arg$), nett sind aber auch Kleinigkeiten wie die winzigen Brötchen direkt aus dem Lehmofen.
Peña de Carlitos ARGENTINISCH $
(Lavalle 397; Gerichte 17–27 Arg$) An der Ecke der Plaza bietet dieses fröhliche Restaurant schon ewig günstige Regionalküche und allabendlich Folkmusik (ohne Eintritt). Mehr als anderswo mischen sich hier Einheimische unter die auswärtigen Gäste.
El Nuevo Progreso ARGENTINISCH $$
(
495-5237; Lavalle 351; Hauptgerichte
30–60 Arg$) Der dürftige Service wird von der angenehmen Atmosphäre
und der köstlichen, auf den Touristengaumen zugeschnittenen Küche
wettgemacht. Zur Auswahl stehen beispielsweise einfallsreiche
Lamagerichte und tolle Salate, die der Gast selbst zusammenstellen
kann.
Praktische Informationen
Im Zentrum gibt es mehrere Möglichkeiten, im Internet zu surfen und zu telefonieren. Eine Bank mit Geldautomat findet man gleich bei der Plaza auf der Lavalle.
Touristeninformation (
495-5135; Belgrano 366;
Mo–Sa 8–13 &
14–21, So 8–12 Uhr) Infos über Wanderungen und eine Liste mit
Zimmerpreisen.
An- & Weiterreise
Der Busbahnhof befindet sich an der Hauptstraße, Belgrano. Etwa alle 45 Minuten fahren Busse nach Jujuy (18 Arg$, 1 ¾ Std.) sowie Richtung Norden nach Humahuaca (4 Arg$, 45 Min.) und La Quiaca (41 Arg$, 3 ½ Std.). Mehrmals täglich gibt es Verbindungen nach Purmamarca (4 Arg$, 30 Min.) und Salta (77 Arg$, 3 ½ Std.).
RUND UM TILCARA
Maimará, 8 km südlich, ist eine typische Adobesieldung. Der Ort liegt am Fuße des spektakulären Hügels mit dem passenden Namen Paleta del Pintor (Palette des Malers). Der Friedhof am Hang mit einer malerischen Kulisse bietet einen überraschenden Anblick.
11 km südlich von Tilcara steht die schön
restaurierte La Posta de Hornillos
(Eintritt 3 Arg$;
8–18 Uhr), eine von vielen ehemaligen
Poststationen, die zur Zeit des Vizekönigtums die Straße zwischen
Lima und Buenos Aires säumten. Zu den interessanten Exponaten
gehören verschiedene Lederkoffer, ein paar gefährlich aussehende
Schwerter und eine schöne, kunszvoll gefertigte Pferdekutsche aus
dem 19. Jh.
UQUíA
03887 / 525 Ew. / 2818 m
Es kommt nicht allzu oft vor, dass die
himmlischen Heerscharen mit Vorderladern bewaffnet dargestellt
werden, aber dieses Straßendorf hat eine Kirche (Eintritt: Spende;
10–12 & 14–16 Uhr) aus dem 17. Jh.,
in der genau das der Fall ist. Eine Sammlung restaurierter Gemälde
der Cuzco-Schule – die ángeles arcabuceros (Engel mit
Hakenbüchsen) – zeigen Gabriel, Uriel und andere Himmelswesen, die
zwar auf Gott vertrauen, aber trotzdem darauf achten, dass ihr
Pulver trocken bleibt. Daneben gibt es noch einen vergoldeten
retablo (Altaraufsatz) mit schönen Tafelbildern. Das
Hostal de Uquía (
490508; EZ/2B/DZ 110/160/175 Arg$;
) neben der Kirche ist
eine nette Herberge mit annehmbaren Zimmern und hauseigenem
Restaurant.
HUMAHUACA
03887 / 7985 Ew. / 2989 m
Die größte Ortschaft der Quebrada ist auch ihre schönste, mit stimmungsvollen Pflasterstraßen, Lehmhäusern und malerischen Plätzen. Die frischen Nächte, die dünne Luft und die Quechua sprechende, aber recht schweigsame Bevölkerung lassen die Nähe zur Puna spüren. Humahuaca ist weniger vom Tourismus verändert worden als die Dörfer weiter südlich, aber es gibt durchaus ein paar gute Handwerksläden, und in den Restaurants klimpern und singen Folkloremusikanten.
Sehenswertes & Aktivitäten
Die 1641 erbaute Iglesia de la Candelaria (Buenos Aires) dominiert die Plaza Gómez. Der Cabildo Google Maps (Rathaus) in der Nähe ist für seinen Uhrenturm berühmt, aus dem um zwölf Uhr mittags eine lebensgroße Figur des San Francisco Solano heraustritt, um Segen zu spenden. Von der Plaza führt eine Treppe zum recht geschmacklosen Monumento a la Independencia hoch.
Es lohnt sich allemal, nach Bergführern zu fragen, die mehrtägige Wanderungen in den Nationalpark Calilegua anbieten. Mit dem Erreichen des subtropischen Walds ändert sich die Landschaft auf atemberaubende Weise.
Ser Andino
(
421659; www.serandino.com.ar; Jujuy 393)
vermietet Fahrräder und organisiert Ausflüge z. B. zu den
Ruinen von Coctaca und den Salinas Grandes.
Feste & Events
Abgesehen vom Karneval, der im Februar überall in der Quebrada de Humahuaca gefeiert wird, begeht Humahuaca am 2. Februar den Tag seiner Schutzheiligen, der Virgen de Candelaria.
TOREO DE LA VINCHA
Stierkämpfe sind in Argentinien bereits seit dem 19. Jh. verboten, doch bei den außergewöhnlichen Feierlichkeiten in Casabindo steht ein toro (Stier) im Mittelpunkt des Geschehens. Das winzige, abgeschiedene Adobedorf in der Puna begeht Mariä Himmelfahrt am 15. August im großen Stil, Tausende kommen hierher, um die Hauptveranstaltung mitzuerleben: den Wettstreit Mensch gegen Tier in punkto Wendigkeit und Gerissenheit.
Die Hörner des Stiers sind mit einem roten Schweißband geschmückt, in das drei Silbermünzen eingearbeitet sind. Promesantes (junge Männer aus dem Dorf), deren einzige Waffe ein rotes Tuch ist, versuchen, das Tier abzulenken und ihm diese Krone abzunehmen. Der Torero, dem es gelingt, opfert die Münzen anschließend der Jungfrau Maria. Der Stier bleibt unversehrt. Das Fest hat seinen Ursprung in ähnlichen spanischen Fiestas.
Casabindo liegt westlich der Quebrada und ist von Purmamarca über eine holprige und staubige Straße zu erreichen. Agenturen in Jujuy und Tilcara organisieren Ausflüge zum Toreo de la Vincha.
Schlafen
Der Boutiquehotel-Boom ist in Humahuaca bis jetzt nicht angekommen. So geht es hier noch ganz normal zu, mit preiswerten familiengeführten Unterkünften und ein paar Mittelklassehotels. Die angegebenen Preise gelten für die Hochsaison im Sommer, während des Karnevals liegen sie höher, im übrigen Jahr niedriger.
Hostal La Soñada PENSION $
(
421228; www.hostallasoniada.com; San
Martín s/n; EZ/DZ 150/210 Arg$;
) Die Pension steht vom Zentrum aus gesehen
auf der anderen Seite der Bahngleise. Ein nettes einheimisches Paar
bietet blitzsaubere Gästezimmer mit bunten Tagesdecken und guten
Badezimmern. Hier fühlt man sich als Gast wirklich willkommen. Das
Frühstück wird im attraktiven Gemeinschaftsbereich serviert.
El Sol HOSTEL $
(
421466; www.elsolhosteldehumahuaca.com;
Barrio Milagrosa s/n; B 45 Arg$, DZ mit/ohne Bad 170/110 Arg$;

) 800 m hinter der Flussbrücke weist ein
Schild auf dieses eigentümliche, einladende Adobehostel in ruhiger
Lage hin. Es gibt herrlich spleenige Schlafsäle mit Spinden und
hübsche Doppelzimmer unter traditionellen Bambusdecken. Ein paar
der Schlafsäle sind recht eng, was sich aber angesichts der
sonstigen Vorzüge des El Sol verschmerzen lässt. Küchennutzung und
Frühstück sind inklusive, mit Jugendherbergsausweis gibt es Rabatt,
und die dritte Übernachtung ist gratis.
Posada La Churita PENSION $
(
421055; http://posadalachurita.webege.com;
Buenos Aires 456; Zi. pro Perp. 45 Arg$) Die warmherzige,
mütterliche Olga führt dieses Haus, eine von ein paar unbeheizten
Billigunterkünften in dieser Straße. Theoretisch sind die Zimmer
für mehrere Personen gedacht, aber es ist gut möglich, dass man
auch eines für sich allein bekommt. Die Gemeinschaftsbäder sind
sauber, warmes Wasser gibt es immer. Die Gäste können die Küche und
einen öffentlichen Bereich mit Tischen nutzen.
Hostería Naty PENSION $
(
421022; www.hosterianaty.com.ar;
Buenos Aires 488; EZ/DZ 100/140 Arg$;
) Die Hostería mitten in der Stadt hat ein
freundliches Management, zeigt Fotos von Attraktionen in der
Umgebung und vermietet Gästezimmer in unterschiedlichen Größen und
Zuschnitten zu fairen Preisen. Die Zimmer um den Patio sind
ruhiger. Das Frühstück ist inklusive.
Essen & Ausgehen
Casa Vieja ARGENTINISCH $$
(Ecke Buenos Aires & Salta; Hauptgerichte 30–60 Arg$; ) In dem anheimelnden, schönen Eckrestaurant hängen überall Korbwaren und große Traumfänger. Serviert werden verschiedene regionale Gerichte – überteuert, aber darunter auch ein paar leckere vegetarische Angebote. Das gemütliche El Portillo in der Nähe hat die gleiche Speisekarte.
K’Allapurca ARGENTINISCH $
(Belgrano 210; Hauptgerichte 24–38 Arg$;


)
Köstliche Lamaeintöpfe sowie Pizza, Pasta und mehr bekommt man in
diesem überdimensionierten, aber auch einladenden Restaurant an der
Hauptstraße.
Mikunayoc ARGENTINISCH $
(Ecke Corrientes & Tucumán; Hauptgerichte 20–45 Arg$) Das herzliche Personal und die große Auswahl an regional beeinflussten Gerichten, z. B. Lamm, machen das Lokal zu einer guten Option.
Aisito BAR
(Arías s/n;
22 Uhr bis spätnachts) Vom Busbahnhof aus
überquert man die Schienen, am Fluss geht’s dann rechts zu dieser
unbeschilderten Bar. Im schönen Gastraum treffen sich die Anwohner,
um laut – und vor allem lang – heimisches Liedgut zu singen.
Shoppen
Auf dem Handwerksmarkt nahe dem stillgelegten Bahnhof findet man Wollsachen, Souvenirs und viel Atmosphäre. Manos Andinas (Buenos Aires 401) in der Nähe der Plaza verkauft Fair-Trade-Kunsthandwerk.
Praktische Informationen
Im Zentrum gibt es mehrere Internetläden. Die
Touristeninformation (Plaza Gómez s/n;
Mo–Fr 10–21 Uhr) ist im
cabildo untergebracht, an dieser Plaza findet man auch einen
Geldautomaten. Das Touristenbüro an der Fernstraße ist zumeist
geschlossen, doch junge Schlitzohren verkaufen davor Broschüren,
die es in anderen Büro kostenlos gibt.
An- & Weiterreise
Der Busbahnhof (Ecke Belgrano & Entre Ríos) befindet sich drei Blocks südlich der Plaza. Re-gelmäßig fahren Busse nach Salta (92 Arg$, 4 ½ Std.) und Jujuy (21 Arg$, 2 ¼ Std.) sowie nach La Quiaca (32 Arg$, 3 Std.). Nach Iruya (28 Arg$, 3 Std.) gibt es täglich zwei bis drei Verbindungen.
IRUYA
03887 / 1070 Ew. / 2780 m
Das abgelegene Dorf Iruya hat etwas Märchenhaftes an sich: Nur 50 km von der RN 9 entfernt, ist es hier wie in einer anderen Welt. Genau das Richtige, um ein paar Tage auszuspannen. Von hier aus lässt sich die Region Quebrada de Humahuaca abseits der vielbefahrenen Landstraße erkunden.
Die Fahrt an sich ist schon lohnenswert! 26 km nördlich von Humahuaca zweigt von der RN 9 eine ripio (Schotterstraße) ab, die auf den spektakulären, 4000 m hohen Pass hochführt, der die Grenze zwischen den Provinzen Jujuy und Salta markiert. Hier haben Reisende einen hohen apacheta (Steinhaufen) aufgetürmt. Die herumliegenden Plastikflaschen enthielten Opfergaben für Pachamama.
Dann windet sich die Straße in ein anderes Tal
hinab und erreicht schließlich Iruya mit einer hübschen gelb-blauen
Kirche, steilen Straßen, Adobehäusern und einer atemberaubenden
Berglandschaft, über der Kondore kreisen. Die indigene Gemeinde
pflegt traditionelle Werte, die man respektieren sollte. Ein
Plausch mit den freundlichen Einwohnern ist das Highlight in Iruya.
Man kann auch in die umliegenden Hügel wandern – am besten mit
einem einheimischen Führer – oder andere Dörfer im Tal besuchen.
Pablo Harvey (
0387-15-458-8417; [email protected])
bietet für 25 Arg$ pro Person außergewöhnliche, sehr
empfehlenswerte Nachtwanderungen mit Sternbestimmung, Musik und
Andenlegenden.
In Iruya gibt es eine Bank mit Geldautomat und ein Internetlokal, beide liegen an der San Martín.
Schlafen
Die Gemeinde unterstützt man am besten, wenn man in einer der vielen billigen Privatunterkünfte nächtigt. Hier wird keine Empfehlung ausgesprochen – damit alle vom Tourismus profitieren können. Alle Unterkünfte sind makellos sauber und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (30–45 Arg$ pro Pers. im EZ oder DZ).
Hostería Iruya HOTEL $$
(
482002;
www.hoteliruya.com; EZ/DZ
315/380 Arg$, mit Aussicht 375/435 Ar$;
) Das Hotel ganz oben im Dorf bietet
helle, weiße Zimmer mit breiten Betten, einen großzügigen
Gemeinschaftsbereich und eine zauberhafte Steinterrasse mit
unvergesslicher Aussicht. Die Zimmer mit großen Fenstern, aus denen
man das Tal überblickt, sind den verlangten Aufpreis wert. Zudem
gibt es ein anständiges Restaurant.
Federico III HOTEL $
(
03887-15-629152; www.complejofedericoiii.com.ar;
Ecke San Martín & Salta; Zi. pro Perp. 125 Arg$) Das Hotel
gleich oberhalb der Plaza unten im Dorf hat hübsche beheizte, weiß
getünchte Zimmer rund um einen kleinen Hof. Einige Zimmer bieten
schöne Ausblicke; andere machen die fehlende Aussicht mit einem
Fernseher wett. Zum Hotel gehören eine Bar und ein Restaurant.
Milmahuasi HOSTEL $
(
0387-15-445-7994; www.milmahuasi.com; Salta s/n;
B/EZ/DZ 45/67/134 Arg$; 
) Saubere,
nette Herberge mit komfortablen Räumen (EZ und DZ inklusive
Frühstück) und einer einladenden Dachterrasse. Mit HI-Ausweis
erhält man einen Rabatt.
Essen
In mehreren einfachen comedores
(Cafeterias) werden ortstypische Gerichte gekocht. Im Comedor Iruya (Ecke Lavalle & San Martín;
Gerichte 15–35 Arg$;
10–21 Uhr) – nicht mit dem Iruyac in der
Nähe verwechseln! – servieren die freundlichen Besitzer Juan und
Tina leckere heimische Fleischgerichte und Salate. Gemütliches
Ambiente unterm Blechdach.
An- & Weiterreise
Zwei- bis dreimal täglich fahren Busse von Humahuaca (28 Arg$, 3 Std.) dorthin; einmal am Tag gibt es eine Verbindung von Tilcara nach Iruya (33 Arg$, 4 Std.).
Die Schotterstraße ist im Sommer bei Regen manchmal unpassierbar. Viele Dorfbewohner fahren per Anhalter – eine gute Gelegenheit, sie kennenzulernen.
La Quiaca
03885 / 13 761 Ew. / 3442 m
Ganze 5171 km nördlich von Ushuaia und damit wirklich am anderen Ende Argentiniens liegt La Quiaca, ein wichtiger Grenzübergang nach Bolivien. In dem kalten, zugigen Ort kann man zwar gut übernachten, aber ansonsten kaum etwas unternehmen.
Von der Quebrada de Humahuaca führt die asphaltierte RN 9 durch Abra Pampa, eine gottverlassene windige Stadt, die 90 km nördlich von Humahuaca liegt. Im Anschluss fährt man durch charakteristische, Altiplano-Landschaften, in denen man hin und wieder die bedrohten Vicunjas zu sehen bekommt.
La Quiaca wird von den stillgelegten Bahngleisen zweigeteilt; die meisten Läden findet man westlich der Schienen. Nördlich der Stadt führt eine Brücke über den Fluss nach Villazón in Bolivien.
Schlafen & Essen
Hotel de Turismo HOTEL $
(
422243; [email protected];
Ecke Árabe Siria & San Martín; EZ/DZ 108/153 Arg$;

) Das nette, leicht abgenutzte Hotel bietet
hübsche, beheizte Zimmer mit Parkettböden und schönen Bädern. Das
Hotel ist noch immer die beste Unterkunft in der Stadt.
Munay HOTEL $
(
423924; www.munayhotel.com.ar; Belgrano
51; EZ/DZ 160/240 Arg$) Das Hotel in der Nähe der Fußgängerzone
(man kann bis vor das Haus fahren und parken) ist eine ordentliche
Option mit beheizten Zimmern und viel Kunsthandwerk. Wer ohne
Reservierung kommt, zahlt wesentlich weniger.
Copacabana Hostel PENSION $
423875; www.hostelcopacabana.com.ar;
Pellegrini 141; Zi. pro Pers. ohne Bad 45 Arg$; 
) Vom
Zentrum aus gelangt man über die Gleise und an der Ecke mit der
Banco de la Nación einen Block weiter zu diesem Haus. Es bietet
kleine, rosa Zimmer mit Heizung und Gemeinschaftsbad sowie einen
liebenswerten Service.
Die Esslokale sind recht einfach. Das Beste ist jenes im Hotel de Turismo. Hier kostet das bife de chorizo (Lendensteak) mit Beilagen 45 Arg$, das Mittagsmenü liegt bei 32 Arg$. Das gastliche Frontera (Ecke Belgrano & Árabe Siria; Hauptgerichte 15–30 Arg$) bietet Fleischgerichte, spanisches Omelett, Pasta, ein Mittagsmenü für 24 Arg$ sowie billige, ungeheizte Gästezimmer.
Praktische Informationen
Geld kann man auf der bolivianischen Seite der Grenze und am Busbahnhof wechseln. Im Ort gibt es viele Möglichkeiten zu telefonieren und im Internet zu surfen.
Banco Macro (Árabe Siria 445) Mit Geldautomat.
Informationskiosk (
9.30–13.30 & 16–19 Uhr) Der von einem
Hostel geführte Kiosk gegenüber dem Busbahnhof bietet brauchbares
Infomaterial.
Touristeninformation (
422644; [email protected];
7–19 Uhr) Büros an
der Grenze und am südlichen Stadteingang.
üBER VILLAZóN NACH BOLIVIEN
Wer von La Quiaca ins bolivianische Villazón will, geht oder fährt (mit Taxi oder Bus) zur Brücke. Diese überquert man zu Fuß und erledigt dort dann die Einreiseformalitäten (24 Std. geöffnet). Bolivien ist viel schöner, als Villazón vermuten lässt – deshalb geht man am besten direkt an den billigen Ständen vorbei zum Bus- oder Zugbahnhof. Günstige und anständige Unterkünfte findet man beim Busbahnhof und an der Plaza. Busse fahren von hier nach Tupiza (2¼ Std.), La Paz (20 Std.) und in andere Orte. Der Bahnhof liegt 1,5 km nördlich vom Grenzübergang. Viermal die Woche fahren Züge nach Tupiza (3 Std.), Uyuni (6 Std.) und Oruro (13 Std.). Fahrpläne und Preise findet man unter www.fca.com.bo. Bolivien hat eine Stunde Zeitverschiebung gegenüber der nordargentinischen Zeit, und zwar -1 Std.
An- & Weiterreise
Vom chaotischen Busbahnhof (Ecke Belgrano & España) fahren regelmäßig Busse nach Jujuy (58 Arg$, 4–5 Std.), Salta (119 Arg$, 8 Std.) und – wirklich preisgünstig – nach Buenos Aires (340 Arg$, 27 Std.). Es gibt keine Verbindungen nach Bolivien, ein paar argentinische Fernreisebusse starten aber direkt am Busbahnhof in Villazón.
Yavi
03887 / 207 Ew. / 3440 m
Die asphaltierte RP 5 führt von La Quiaca ins 16 km östlich gelegene malerische, indigene Yavi. Der Abstecher in den verschlafenen kleinen Ort mit etwas heruntergekommenem Charme, Adobehäusern und zwei sehenswerten Gebäuden aus der Kolonialzeit lohnt sich.
In Yavis faszinierender Kirche (Eintritt: Spende;
10–13 & 14–18 Uhr) sind wunderschöne
Altäre im schlichten Barockstil erhalten, die mit Blattgold
überzogen und mit herrlichen Gemälden und Skulpturen im Cuzco-Stil
verziert sind. Auffällig sind auch die Fenster aus durchsichtigem
Onyx.
In der Casa del Marqués
Campero gegenüber wohnte der Marquis, der im späten 17.
Jh. die Kirche errichten ließ. Heute ist hier ein nettes
Museum (Eintritt 5 Arg$;
Mo–Fr 9–13 &
14–18.30, Sa & So 9–18.30 Uhr) untergebracht, in dem schön
restaurierte Möbel und Ausstellungen zum früheren Leben in der Puna
sowie eine reizende Bibliothek zu besichtigen sind.
Neben einem kostenlosen Campingplatz am Fluss
gibt es auch ein paar überdachte Unterkünfte. Das Hostal de Yavi (
421659; www.hostaldejavi.blogspot.com;
Güemes 222; DZ/Hütte für 4 Perp. 180/300 Arg$) bietet einfache,
behagliche Zimmer, eine entspannte Atmosphäre und ordentliche
Mahlzeiten.
Die Hostería
Pachamá (
03885-423235; www.pachamahosteria.net; Ecke
Pérez & Ruta 5; EZ/DZ 80/150 Arg$) hat reizende Zimmer um einen
Adobehof und einen netten Essbereich. Das ansprechende La Casona (
03885-422316; [email protected]; Ecke
Pérez & San Martín; B 25 Arg$, DZ mit/ohne Bad 80/60
Arg$) mit knarzenden Holzböden vermietet rustikale Zimmer
mit Öfen für kalte Winternächte.
Sammeltaxis und Pick-ups fahren vor allem frühmorgens von La Quiacas Mercado Municipal an der Hipólito Yrigoyen nach Yavi. Eine Fahrt mit dem normalen Taxi kostet 40 Arg$.
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Salta
03873 / 535 303 Ew. / 1187 m
Das kultivierte Salta ist der Lieblingsort vieler Touristen, die hier dank der Vielzahl an Angeboten reichlich Zerstreuung finden. Wer nach geistiger Nahrung sucht, findet sie in den hervorragenden Museen, für die Romantiker gibt es Cafés an den Plätzen und Livemusik in den beliebten peñas. Die Vitalität einer Großstadt geht hier Hand in Hand mit kleinstädtischem Charme. Hier sind mehr Kolonialbauten erhalten als in anderen argentinischen Städten.
Das im Jahr 1582 gegründete Salta ist mittlerweile der am stärksten für den Tourismus erschlossene Ort Nordwestargentiniens, und das Angebot an Unterkünften ist naturgemäß groß. Im Zentrum wimmelt vor Reisebüros; hier lässt sich die Weiterreise gut organisieren.
Salta
Highlights
B5 Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM)
A2 Pajcha – Museo de Arte Étnico Americano
Sehenswertes
3 F4 Güemes Monument
6 C5 Museo de Arte Contemporáneo (MAC)
Aktivitäten, Kurse & Touren
Schlafen
20 D6 Hotel del Antiguo Convento
Essen
Ausgehen
Unterhaltung
Shoppen
Sehenswertes
Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) MUSEUM
Google Maps (www.maam.org.ar; B Mitre 77;
Argentinier/Ausländer 30/40 Arg$,
Di–So 11–19.30 Uhr) Das vielleicht beste
Museum Nordargentiniens, das MAAM, präsentiert eine seriöse,
informative Ausstellung über die Inkakultur und insbesondere über
die rituellen Kinderopfer, die die Inka auf einigen der
imposantesten Gipfel der Anden hinterlassen haben (s. Kasten
Klicken Sie hier).
Wichtigstes Exponat ist der mumifizierte Köper eines der drei Kinder (alle sechs Monate wird ein anderer gezeigt), die am Gipfel des Llullaillaco während einer Expedition 1999 entdeckt wurden. Das Zeigen der Körper war naturgemäß umstritten. Unbestreitbar ist es ein beeindruckendes Erlebnis, ihnen direkt gegenüberzustehen. Das aufwendig geflochtene Haar und die Kleidung sind perfekt erhalten. Wer weiß, was ihre Gesichter widerspiegeln? Eine weit entfernte Vergangenheit oder ein für Salta typisches Gesicht aus dem 21. Jh., einen friedlichen oder einen qualvollen Tod? Das muss der Betrachter persönlich entscheiden.
Die Grabbeigaben für die Kinder beeindrucken durch ihre Unmittelbarkeit und die Farben, die nichts von ihrer Frische verloren haben. Die illas, kleine Votivfiguren, die Tiere oder Menschen darstellen, bestehen aus Silber, Gold, Muscheln und Onyx, viele tragen Kleider aus Stoff. Ein besserer Einblick in die Kultur des präkolumbischen Südamerikas wird sich schwerlich finden lassen.
Ein weiteres interessantes Exponat ist die „Reina del Cerro“, eine Mumie, die in den 1920er-Jahren aus einem Inkagrab geraubt wurde und nach einer turbulenten Reise schließlich hier landete. Videos liefern gute Hintergrundinformationen zu den Mumien und den Expeditionen. Neben einer Bibliothek gibt es noch eine gute Café-Bar mit Terrasse und WLAN.
DIE KINDER, DIE DEM BERG GEOPFERT WURDEN
Der Begriff „Menschenopfer“ klingt nach Sensationslust, aber es ist eine Tatsache, dass die Inka von Zeit zu Zeit Kinder von hoher Geburt opferten, um die Götter zu erfreuen oder zu besänftigen. Die Inka wollten mit diesen Opfern die Fruchtbarkeit ihres Volkes und des Landes sicherstellen. Da die hohen Gipfel der Cordillera de los Andes immer schon als heilig galten, wählte man sie als Opferstätten. Nach Auffassung der Inka starben die Kinder nicht wirklich, sondern wurden mit ihren Vorvätern vereint, die von den höchsten Bergen herab über ihr Volk wachten.
Die Kinder, die für diese Aufgabe sorgfältig ausgesucht wurden, brachte man in die zeremonielle Hauptstadt Cuzco, wo sie im Mittelpunkt einer großen Feier, der capacocha, standen. Zeremonielle Hochzeiten zwischen ihnen sollten die diplomatischen Verbindungen zwischen den Stämmen des Inkareichs festigen. Am Ende des Fests wurden sie zweimal in einer Parade um den Platz geführt, dann mussten sie auf direktem Weg nach Hause zurückgehen – ein beschwerlicher Marsch, der Monate dauern konnte. Wieder daheim, wurden sie gefeiert und willkommen geheißen und dann in die Berge gebracht. Sie bekamen zu essen und viel chicha (ein alkoholisches Getränk aus gegorenem Mais) zu trinken. Sobald sie das Bewusstsein verloren hatten, wurden sie auf den Gipfel des Bergs gebracht und – zuweilen lebendig – begraben, vermutlich, um nie wieder zu erwachen. Manchmal wurden sie vorher erdrosselt oder mit einem Schlag auf den Kopf schnell getötet.
Drei dieser Kinder hat man 1999 in der Nähe des Gipfels des Llullaillaco gefunden, einem 6739 m hohen Vulkan 480 km westlich von Salta an der Grenze zu Chile. Hier befindet sich die höchstgelegene archäologische Grabungsstätte der Welt. Durch die Kälte, den niedrigen Luftdruck, dem geringen Sauerstoffgehalt in der Luft und das fehlen von Bakterien sind die Körper nahezu perfekt erhalten. Ein Mädchen (Doncella) war etwa 15 Jahre alt, als sie starb. Sie war vermutlich eine aclla („Sonnenjungfrau“), eine hoch geachtete Figur in der Gesellschaft der Inka. Die beiden anderen Kinder, ein Junge und ein Mädchen, waren sechs oder sieben Jahre alt, wiesen Schädeldeformationen auf – ein Zeichen dafür, dass sie hochrangigen Familien entstammten. Der Körper des Mädchens ist später von einem Blitzschlag beschädigt worden. Bei beiden fand man Grabbeigaben (ajuar), darunter Stoffe und kleine Figuren in Menschen- oder Kamelgestalt.
Die Überführung der Mumien nach Salta war Gegenstand heftiger Kontroversen. Viele meinten, man müsse sie dort lassen, wo man sie gefunden habe. Doch da der Ort bekannt geworden war, war dies ein Ding der Unmöglichkeit. Was auch immer man darüber und über die Rolle der Archäologie denken mag: Die Kindermumien gewähren ohne Zweifel einen faszinierenden Einblick in die Religion und Kultur der Inka.
Pajcha – Museo de Arte Étnico Americano MUSEUM
Google Maps (www.museopajchasalta.com.ar;
20 de Febrero 831; Eintritt 20 Arg$;
Mo–Sa 10–13 & 16–20 Uhr) Das
aufschlussreiche private Museum ist ein Muss für alle, die sich für
indigene Kunst und Kultur interessieren. Sechs hervorragend
ausgestattete Räume präsentieren zeitgenössisches und neues
Kunsthandwerk aus ganz Lateinamerika. Die Qualität der Stücke (u.
a. fantastische Kreationen aus Arafedern, religiöse Skulpturen der
Cuszco-Schule, Gerätschaften der kallawaya-Heiler und
hochwertiger Mapuche-Silberschmuck) ist außergewöhnlich hoch und
zeugt von der jahrzehntelangen Studien- und Sammlertätigkeit des
Anthropologen, der das Museum gründete. Die Exponate werden von den
englischsprachigen Museumsleuten mit viel Enthusiasmus
verwaltet.
Museo Histórico del Norte MUSEUM
Google Maps (Caseros 549; Eintritt 5 Arg$;
Di–Fr 9–19, Sa & So 9–13.30 Uhr)
Das Museum befindet sich im zauberhaften cabildo auf der
Plaza. Es präsentiert eine Sammlung, die von präkolumbischen
Keramiken über religiöse Gemälde und Skulpturen der Kolonialzeit
(nicht versäumen sollte man die schöne Kanzel aus Saltas
Jesuitenkirche) bis zu Exponaten über Salta im 19. und 20. Jh.
reicht. Die schier endlose Porträtreihe von Saltas Gouverneuren
wäre auch in einem Bart-Museum gut aufgehoben. In der Abteilung
über Verkehrsmittel kann man einen riesigen Renault von 1911
bestaunen, der jeden Hummer vor Neid erblassen lässt.
Museo de Arte Contemporáneo GALERIE
Google Maps (Zuviría 90; Eintritt 2 Arg$;
Di–Sa 9–20, So 16–20 Uhr) Hier werden
Werke zeitgenössischer Künstler aus Salta, anderen Regionen
Argentiniens und aus aller Welt gezeigt. Die professionell
zugeschnittenen, regelmäßig wechselnden und qualitativ hochwertigen
Ausstellungen sind gut ausgeleuchtet.
Catedral KATHEDRALE
Google Maps (Ecke España & B Mitre;
Mo–Fr 6.30–12.15 & 16.30–20.15, Sa
& So 7.30–12.15 & 17–20.15 Uhr) Saltas rosafarbene, 1878
eingeweihte Kathedrale beherbergt die Asche von General Martín
Miguel de Güemes, einem salteño (Bürger von Salta) und
Helden des Unabhängigkeitskampfes, sowie die von weiteren
Würdenträgern.
Iglesia San Francisco KIRCHE
Google Maps (Ecke Caseros & Córdoba;
8–12 & 17–21 Uhr) Zwei Blocks östlich
der Plaza thront Saltas auffälligstes Wahrzeichen: die Iglesia San
Francisco mit ihrer üppig verzierten rot-gelb-weißen Fassade und
einem schlanken Turm. Die verschnörkelte Bemalung im Inneren des
Kirchenschiffs ahmt Stuckwerk nach. Viele Bildwerke in der Kirche
werden hoch verehrt, darunter der Niño Jesús de Aracoeli, eine
etwas unheimliche bekrönte Figur. Den hübschen Kreuzgang kann man
im Rahmen von Führungen besichtigen, die auch ein mittelmäßiges
Museum für religiöse Kunst und Schätze einschließen. (Führungen auf
Nachfrage und nur in Spanisch; Spende erbeten).
Convento de San Bernardo KLOSTER
Google Maps (Ecke Caseros & Santa Fe) Nur Karmeliterinnen ist es erlaubt, den im 16. Jh. errichteten Convento de San Bernardo zu betreten, alle anderen dürfen nur die Pforte des blendend weiß getünchten Adobegebäudes bewundern, die im 18. Jh. aus Algarrobo-Holz geschnitzt wurde. Die Kirche ist an Wochentagen frühmorgens vor der Messe, am Samstagabend und am Sonntagmorgen für Besucher geöffnet.
Cerro San Bernardo HüGEL
Wer vom Parque San Martín mit dem teleférico
Google Maps (Seilbahn;
431-0641; einfach/hin & zurück 15/30
Arg$;
10–19 Uhr)
auf den Cerro San Bernardo fährt, genießt von oben eine
fantastische Aussicht auf Salta und die Umgebung. Ein Wanderweg auf
den Hügel beginnt am Güemes-Denkmal
am Ende des Paseo Güemes. Auf dem Hügel gibt es eine
confitería (ein Café, das auch kleine Gerichte anbietet),
von deren Terrasse man den besten Ausblick hat, sowie
Wasserkaskaden und Kunsthandwerksläden.
Museo Antropológico MUSEUM
Google Maps (www.antropologico.com.ar;
Ecke Ejército del Norte & Polo Sur; Eintritt 5 Arg$;
Mo–Fr 8–19, Sa
10–18 Uhr) Gleich oberhalb des Güemes-Denkmals, im unteren Teil des
Cerro San Bernardo, findet man dieses einladende Museum. In den
schönen, eigens zu diesem Zweck errichteten Räumlichkeiten werden
regionale Tonwaren, hauptsächlich aus den Ruinen von Tastil
(Argentiniens größter Stadt aus der Zeit bevor die Inkas in die
Region eindrangen), und gut gestaltete Ausstellungen
präsentiert.
Kurse
Salta ist ein guter Ort für einen
Spanischkurs, etwa bei Bien Argentino
(
475-0682; www.bien-argentino.com.ar).
Geführte Touren
Salta ist Ausgangspunkt unterschiedlicher Touren, die zahlreiche Agenturen, vor allem auf der Avenida Buenos Aires (zwischen Caseros und Alvarado), anbieten. Beliebte Ausflüge führen z. B. nach Cafayate (195 Arg$), Cachi (220 Arg$) und San Antonio de los Cobres (Fahrt mit dem Tren a las Nubes; 277 Arg$) – die gleiche Tour gibt es inklusive Salinas Grandes und Purmamarca (435 Arg$). Mehrere Veranstalter bieten Ausritte, Rafting- und Kajaktouren sowie Gleitschirmflüge, Abseiling, Klettern und Wandern an.
Eine Auswahl an Unternehmen:
Bus Turístico Salta BUSFAHRTEN
Google Maps (
422-7798; www.busturisticosalta.com)
Von der Plaza brechen regelmäßig Busse zu einer Stadtrundfahrt mit
Erklärungen in Englisch und Spanisch auf (50 Arg$).
Clark Expediciones VOGELBEOBACHTUNG
(
497-1024; www.clarkexpediciones.com)
Die professionelle Agentur veranstalten Touren mit kompetenten
englischsprachigen Führern in die Nationalparks der Region und ins
entlegene Hochland. Der Schwerpunkt liegt auf der Vogelbeobachtung.
Im Programm sind eine halb- oder ganztägige Tour durch die Reserva
del Huaico, ein 60 ha großes Nebelwaldreservat 8 km westlich
von Salta, zwei Tage im Parque Nacional El Rey und mehrtägige
individuell zugeschnittene Ausflüge. Unbedingt früh buchen!
Norte Trekking WANDERN
(
436-1844; www.nortetrekking.com) Eine von
fünf Agenturen, die eine Genehmigung für Touren in den Parque
Nacional El Rey haben. Sie bietet verschiedene mehrtägige
Wanderungen an; einige feste Termine sind auf der Website
aufgelistet. Im Programm sind auch Bergtouren.
Salta Rafting RAFTING, SEILRUTSCHEN
Google Maps (
421-3216; www.saltarafting.com; Caseros
177) Das Unternehmen organisiert zweistündige
Wildwasser-Raftingtouren auf dem Río Juramanto (Grad III),
100 km von Salta entfernt (170 Arg$ inkl. Barbecue zu Mittag;
Transfer von/nach Salta kostet 80 Arg$ extra). Am selben Ort gibt
es spektakuläre, 400 m lange Seilrutschen (Ziplines), die über
eine Schlucht (4/9 Ziplines 150/250 Arg$) führen.
Sayta REITEN
(
0387-15-683-6565; www.sayta.com.ar; Chicona) Die
estancia, die etwa 40 km von Salta entfernt gelegen
ist, veranstaltet hervorragende Ausritte, nach Wunsch auch mit
einem asado (Barbecue). Auf der estancia kann man
auch übernachten, um so das echte Gaucho-Feeling erleben zu können.
Ein halber Tag mit/ohne Mittagessen kostet 230/170 Arg$, eine
Übernachtung mit Vollpension 350 Arg$, mit Tagesausritt 450 Arg$.
Der Transfer von Salta hierher ist im Preis eingeschlossen.
Schlafen
Carpe Diem B&B $$
Google Maps (
421-8736; www.carpediemsalta.com.ar;
Urquiza 329; EZ/DZ 410/490 Arg$; 
) In diesem
Bed & Breakfast fühlt man sich richtig zu Hause! Zu den vielen
Aufmerksamkeiten gehören das selbst gebackene Brot zum Frühstück,
die gemütlichen Sitzecken und Computer mit Internetanschluss in den
schönen Gästezimmern. Die Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad im
reizenden Garten sind zwar klein, aber für 200 Arg$ sehr günstig.
Kinder unter 14 Jahren sind allerdings nicht erwünscht.
Aldaba Hotel HOTEL $$
Google Maps (
421-9455; www.aldabahotel.com; B Mitre 910;
DZ Standard/Superior 374/418 Arg$; 

) Nur einen Block vom Trubel der
Peña-Lokale auf der Calle Balcarce entfernt findet man
dieses herrliche, ruhig gelegene Hotel mit sechs Zimmern. Das mit
persönlicher Note geführte Hotel ist in zurückhaltender, moderner
Eleganz eingerichtet und stolz auf seine superbequemen Betten und
den freundlichen Service. Die Superior-Zimmer sind etwas
größer.
Bloomers B&B B&B $$
Google Maps (
422-7449; www.bloomers-salta.com.ar;
Vicente López 129; EZ 300 Arg$, DZ 350–450 Arg$; 

) Wer früh genug dran ist, hat vielleicht
eine Chance auf eines der fünf Zimmer in diesem sehr stilvollen,
komfortablen Gästehaus. Hier steht das zweite B im Namen für den
Brunch, den es bis mittags gibt. Die farblich abgestimmten
Gästezimmer sind alle unterschiedlich gestaltet und wunderschön
eingerichtet. Man fühlt sich wie bei Freunden – deren Küche man
mitbenutzen darf –, aber wer hat schon Freunde mit solch einem
schönen Haus?
La Candela HOTEL $$
Google Maps (
422-4473; www.hotellacandela.com.ar;
Pueyrredón 346; DZ 390–605 Arg$; 


) Das La
Candela ist wie eine Landvilla mit L-förmigem Pool und grünem
Garten angelegt. Das zentral gelegene Hotel hat erstklassiges
Personal, eine gute Ausstattung und behagliche Zimmer, darunter
eine Maisonettewohnung nach hinten hinaus. Die Preise hängen von
der Zimmergröße ab. Die Einrichtung präsentiert sich in
beschwingter Eleganz, an den Wänden hängt erlesene Kunst.
Salta por Siempre HOSTEL $
(
423-3230; www.saltaporsiempre.com.ar;
Tucumán 464; B/EZ/DZ 50/100/200 Arg$; 
) Der acht
Blocks lange Marsch von der Plaza gen Süden zu diesem
superfreundlichen Hostel lohnt sich! Das ruhige, schöne Haus hat
blitzsaubere, farbenfrohe Zimmer mit Bad, Schlafsäle mit frei
stehenden Betten oder Stockbetten, eine ordentliche Küche und
attraktive Gemeinschaftsbereiche. Das Frühstück ist im Preis
inbegriffen.
Inti Huasi HOSTEL $
Google Maps (
431-0167; www.intihuasihostel.com.ar;
Abraham Cornejo 120; B/DZ 45/120 Arg$; 
) Vom
Busbahnhof hat man die Unterkunft mit einladendem Flair schon nach
einem kurzen Spaziergang erreicht. In der Küche und im begrünten
Innenhof lernt man schnell die anderen Gäste kennen. Die Schlafsäle
sind geräumig und komfortabel, man fühlt sich wie bei einem guten
Freund. Das Frühstück ist im Preis inbegriffen.
Legado Mítico BOUTIQUEHOTEL $$$
Google Maps (
422-8786; www.legadomitico.com; B Mitre
647; Zi. Standard/Superior/Deluxe 230/250/270 US$; 

) Die eleganten Gästezimmer – einige
stilecht zu diesem noblen alten Haus passend, andere mit leicht
abgegriffenen indigenen Themen – sind Grund genug, sich in diesem
ruhigen, zentralen Hotel einzumieten. Besonders anheimelnd sind die
Zimmer ganz unten mit eigenem Patio voller Bambus. Weitere
Pluspunkte sind der zuvorkommende Service und die
kultiviert-entspannte Atmosphäre. Keine Kinder unter zwölf
Jahren.
Munay Hotel HOTEL $
Google Maps (
422-4936; www.munayhotel.com.ar; Av. San
Martín 656; EZ/DZ 160/240 Arg$; 
)
Das Munay bietet alles, was man sich von einem preiswerten Hotel
nur wünschen kann: gute Lage, Angestellte, die sich auf ihre Gäste
freuen, gut ausgestattete, saubere Zimmer, Duschvorhänge und gutes
Frühstück. Hier muss man unbedingt im Voraus buchen. Zimmer mit
Ventilator (statt Klimaanlage) sind etwas günstiger.
Kkala BOUTIQUEHOTEL $$$
Google Maps (
439-6590; www.hotelkkala.com.ar; Las
Higueras 104; Zi. 200–270 US$; 


) Im noblen
Wohnviertel Tres Cerritos versteckt sich dieses ruhige Hotel, in
dem es sich wunderbar relaxen lässt. Die gerade mal sechs
Gästezimmer liegen um einen kleinen Garten mit beheiztem Pool; die
teureren Zimmer haben schöne Aussicht und ein Jacuzzi. Die
Terrassen mit Blick über die Stadt sind perfekt für den Sundowner
aus der Selbstbedienungsbar. Normalerweise werden Kinder unter
zwölf Jahren nicht aufgenommen.
Residencial Balcarce PENSION $
Google Maps (
431-8135; www.residencialbalcarce.com.ar;
Balcarce 460; EZ/DZ ohne Bad 60/100 Arg$, mit Bad 100/160 Arg$;
) Gleich südlich der
Plaza Güemes liegt hinter einem kleinen Eingang eine große Pension,
die ihr Geld wert ist. In vielerlei Hinsicht ist es ein
gewöhnliches residencial mit schmucklosen Zimmern und
ordentlichen Bädern, der freundliche Service, der weinberankte
schattige Patio und der hohe Hygienestandard machen es aber zu
einer guten Übernachtungsoption.
Design Suites HOTEL $$$
Google Maps (
011-5199-7465; www.designsuites.com; Belgrano
770; Zi./Suite 199/223 US$; 


) Ob der Stil
dieses Hauses – überall Sichtbeton und urban-schickes Design – zu
einer Kolonialstadt wie Salta passt, sei dahingestellt. Design
Suites ist aber zweifellos ein attraktives Hotel. Die
erstklassigen, ruhigen Zimmer haben raumhohe Fenster, der Pool und
der Whirlpool auf dem Dach bieten einen eindrucksvollen Blick über
das nächtliche Salta. Das aufmerksame Personal ist sehr um seine
Gäste bemüht.
Hostal El Alcázar PENSION $
Google Maps (
422-3800; www.hostalelalcazar.com;
Balcarce 81; EZ/DZ 150/200 Arg$; 
) Die solide,
zentral gelegene Pension bietet saubere Zimmer mit Bad, aber auch
typische Hostal-Attribute wie z. B. eine gut ausgestattete
Küche sowie eine lockere Atmosphäre. Für Salta ein wirklich guter
Deal.
Residencial Elena PENSION $
Google Maps (
421-1529; [email protected];
Buenos Aires 256; EZ/DZ 140/200 Arg$;
) Das neokoloniale Gebäude mit bezauberndem
Innenhof hat eine super Lage etwas südlich der Plaza. Obwohl das
Haus an einer vielbefahrenen Straße liegt, ist es sehr ruhig, die
spanischen Besitzer halten es tipptopp in Ordnung.
Hotel del Antiguo Convento HOTEL $$
Google Maps (
422-7267; www.hoteldelconvento.com.ar;
Caseros 113; Zi. 325–450 Arg$; 


) Die
Gästezimmer in diesem zentral gelegenen Hotel sind modern und hell,
hinterm Haus gibt es einen schönen kleinen Pool. Die
Maisonettewohnung für vier Personen nebenan kostet 460 Arg$.
Backpacker’s Home HOSTEL $
(
423-5910; www.backpackerssalta.com;
Buenos Aires 930; B/DZ 100/255 Arg$; 

) An der 1 km langen Straße vom Zentrum
hierher werden die Souvenirläden nach und nach von
Autoschlossereien abgelöst. Aber das gesellige Hostel lockt mit
einem tollen Pool-Bar-Bereich. Die Preise beinhalten Frühstück und
Abendessen. Mit HI-Ausweis gibt es Rabatt – meistens muss man
sowieso weniger zahlen als oben angegeben.
Hotel Salta HOTEL $$$
Google Maps (
426-7500; www.hotelsalta.com; Buenos Aires 1;
EZ/DZ Standard 400/590 Arg$, Superior 560/720 Arg$; 


) Für die
grandiose Lage des imposanten, traditionellen Hotels an einer Ecke
der bildschönen Plaza wird etwas mehr als üblich verlangt. Die
Ausstattung ist gut, der Service exzellent, aber die Zimmer
enttäuschen ein bisschen. Man sollte um eines mit Blick auf die
Kirche und den Cerro San Bernardo bitten. Die Superior-Zimmer sind
größer als die kompakten Standardzimmer und mit Badewanne.
Alejandro I HOTEL $$$
Google Maps (
400-0000; www.alejandro1hotel.com.ar;
Balcarce 252; Zi. Standard/Duperior/Executive 760/ 825/950 Arg$;



) Saltas teuerstes Hotel sieht man – zum
Glück oder notgedrungen – von überall in der Stadt. Die Gästezimmer
sind elegant und modern und werden mit jedem Stockwerk
kostspieliger und größer. Es gibt alle 5-Sterne-Annehmlichkeiten,
darunter einen Schalter für Ausflüge, und das Englisch sprechende
Personal arbeitet aufmerksam und effizient.
Hostel Terra Oculta HOSTEL $
Google Maps (
421-8769; www.terraoculta.com; Córdoba 361;
B/DZ 60/120 Arg$; 
) Das leger-fröhliche, labyrinthartige
Hostel steht praktisch zwischen Busbahnhof und Stadtzentrum. Die
hellen, komfortablen Schlafsäle liegen vernünftigerweise weit ab
von der exzellenten und beliebten Dachbar, in der es spätabends
gern mal laut wird.
Camping Municipal Carlos Xamena CAMPINGPLATZ $
(
423-1341; Av. Libano; pro Pers./Zelt/Auto
5/10,25/10,25 Arg$;
)
Der städtische Campingplatz ist einer der besten des Landes, er hat
500 Stellplätze und einen riesigen Swimmingpool (allein das
Befüllen dauert eine ganze Woche!). In den Sommermonaten geht es
hier hoch her. Der Bus 3B fährt von der Straße Ituzaingó (zwischen
San Martín und Mendoza) in Salta dorthin. In der Nähe gibt es einen
Supermarkt.
La Posta PENSION, HOSTEL $
Google Maps (
422-1985; www.laposta.todowebsalta.com.ar;
Córdoba 368; B/EZ/DZ 55/160/180 Arg$; 
) Gehobene
Pension (und Hostel), die eine Klasse über der normalen Unterkunft
für Rucksackreisende in Salta liegt. Sie bietet reizende Zimmer mit
Bad, eine durchdachte Einrichtung und eine ruhige, entspannte
Atmosphäre.
Bonarda HOTEL $$
Google Maps (
421-5786; www.hotelbonarda.com; Urquiza
427; EZ/DZ 300/390 Arg$; 
) Einige Teile
dieses nicht ganz überzeugenden „Boutiquehotels“ sind ansprechend,
andere wirken billig. Die geräumigen Zimmer – manche sind luftiger
als andere – öffnen sich zu einem großen Innenhof.
Posada de las Farolas PENSION $$
Google Maps (
421-3463; www.posadalasfarolas.com.ar;
Córdoba 246; EZ/DZ 190/295 Arg$; 
) Im Zentrum
gelegenes Haus. Die netten Besitzer bieten hübsche, saubere Zimmer
mit Klimaanlage zu guten Preisen.
El Argentino HOSTEL $
(
422-0184; www.elargentinohostel.com.ar;
Alvarado 1077; B/DZ 35/120 Arg$; 
) Das El
Argentino bietet in einem freundlichen, traditionellen Haus
preiswerte, aber dunkle Schlafsäle – die Doppelzimmer mit Bad sind
teurer – rund um einen Hof.
Backpacker Suites HOSTEL $
(
431-8944; www.backpackerssalta.com;
Urquiza 1045; B/DZ 100/255 Arg$; 
) Suites?
Gemeint sind wohl „Ensuites“, also Zimmer mit Bad, denn die
modernen Schlafsäle haben alle eigene Badezimmer. Der hell
erleuchtete Eingangsbereich ist ein beliebter Treffpunkt. Frühstück
und Abendessen sind im Preis inklusive. Normalerweise kann man
einen beträchtlichen Nachlass bekommen, vor allem mit
HI-Ausweis.
Hostal Prisamata HOSTEL $
Google Maps (
438900; www.hostalprisamata.com; B
Mitre 833; B/DZ 45/150 Arg$; 
) Hängematten
im Patio und die grandiose Lage gleich bei der actionreichen Calle
Balcare machen das nette Hostel so populär.
7 Duendes HOSTEL $
Google Maps (
421-4522; www.7duendessalta.com; San Juan
189; B/DZ 40/90 Arg$; 
) Einfache,
etwas muffige Schlafsäle öffnen sich in diesem billigen Hostel zu
Patios hin. Die größten Pluspunkte sind die fröhlichen Mitarbeiter
und die ebensolche Atmosphäre.
Essen
Ob es Argentiniens beste Empanadas in Salta oder in Tucumán gibt, ist Ansichtssache, aber in beiden Orten sind sie einfach teuflisch gut. Uneins ist man sich auch, ob sie gebraten (aus der Pfanne – saftiger) oder gebacken (aus dem Lehmofen – knuspriger) besser sind.
José
Balcarce ARGENTINISCH $$$
Google Maps (
421-1628; Ecke B Mitre & Necochea;
Hauptgerichte 45–75 Arg$;
Mo–Sa Abendessen) Freigelegtes Mauerwerk,
stimmungsvolle Musik und beflissener Service bilden die Kulisse für
ein überzeugendes Gourmetdinner. Nach Vorspeisen wie Lama-Carpaccio
folgen Wolfsbarsch oder typische Hochlandgerichte aus Lamm oder
Forelle. Auf der Weinkarte sind die Rebsorten mit menschlichen
Eigenschaften beschrieben: der Merlot etwa als aufmerksamer Zuhörer
mit homosexuellen Neigungen. Eines der besten Restaurants der
Stadt.
Jovi II ARGENTINISCH $$
Google Maps (Balcarce 601; Hauptgerichte 30–60 Arg$) Die lange Terrasse mit Blick auf die Palmen der Plaza Güemes ist nur einer der Gründe, um dieses populäre einheimische Restaurant zu mögen, das auch noch viele andere Gerichte zu bieten hat – alles ohne Firlefanz und in großzügigen Portionen. Hervorragende Kellner servieren z. B. verschiedene Kaninchengerichte, leckeren Fisch und eine erstklassige Spezialität des Hauses.
La Leñita PARRILLA $$
Google Maps (Ecke Balcarce & A Alsina; Hauptgerichte 45–73 Arg$) Die beliebte parrilla ist ein Volltreffer für Liebahber von Fleischgerichten in einer Straße mit unterschiedlichsten Speiselokalen. Dieses bietet den Gästen verschiedene Fleischsorten, eine Salatbar in der Mitte und aufmerksame Kellner, denen es egal ist, ob man im Anzug oder im T-Shirt kommt. Wandlungsfähig, wie sie sind, singen sie den Gästen auch noch Volkslieder aus Salta vor. Die Weinkarte ist allerdings überteuert.
El Solar del Convento ARGENTINISCH $$$
Google Maps (
421-5124; Caseros 444; Hauptgerichte
50–75 Arg$) Das touristische, verlässliche Lokal ist gemütlich
eingerichtet und beliebt. Der Gratis-Aperitif ist ein weiterer
Pluspunkt neben dem freundlichen Service und der vielseitigen
Karte. Die Spezialitäten sind lomo (Rinderlende) mit
schmackhaften Soßen und parrillada (Grillgerichte). Die
Weinkarte biete eine ganze Reihe (überteuerter) Weine aus der
Provinz Salta.
La Monumental PARRILLA $
Google Maps (Entre Ríos 202; Hauptgerichte 20–45 Arg$) Fluoreszierendes Licht und eine Schar von Fans weisen den Weg zu diesem klassischen Grillrestaurant. Auf dem Programm stehen üppige Portionen, eine beeindruckende Liste kostenloser Häppchen, preiswerter Hauswein und ordentliche Fleischgerichte. Gegenüber residiert ein nobleres Etablissement mit demselben Namen.
La Céfira PASTA $
Google Maps (www.facebook.com/la.cefira;
Córdoba 481; Pastagerichte 25–32 Arg$;
Mo–Sa Abendessen) Das hübsche Lokal liegt
ein paar Blocks südlich vom Zentrum und lässt die üblichen
Gnocchi-mit-vier-Käsesaucen-Läden weit hinter sich. Unter den
selbst gemachten Pastakreationen sind lukullische Versuchungen wie
mit Tintenfischtinte eingefärbte Ravioli mit Krabben und
Spinat-Fettuccini in Lachs-Kapern-Soße.
Viejo Jack PARRILLA $
(Av. Virrey Toledo 145; Hauptgerichte 50–70 Arg$) Dieses bodenständige Lokal ist weit genug vom Touristentrubel entfernt, um authentisch zu sein, aber immer noch gut zu erreichen und bei Einheimischen wegen seiner parrillada und Pasta beliebt. Die Portionen sind riesig und für zwei bis vier Personen gedacht – für 70 % des Preises bekommt man aber auch eine Einzelportion (von der immer noch zwei satt werden).
Ma Cuisine FUSIONKüCHE $$
Google Maps (
421-4378; www.macuisineresto.com.ar;
España 83; Hauptgerichte 38–56 Arg$;
Di–Sa Mittag- & Abendessen, So
Mittagessen) Im erfrischend klaren Interieur des netten kleinen
Restaurants serviert man wechselnde Gerichte – super Pasta, Fisch
und Fleisch mit Beilagen wie Nudeln oder Pfannengemüse. Das Angebot
steht auf Schiefertafeln, die an den Wänden hängen. Da das
liebenswerte junge Wirtspaar eine Zeit lang in Frankreich gelebt
hat, zeigt ihre Küche dementsprechende Einflüsse.
Café del Tiempo ARGENTINISCH $$
Google Maps (Balcarce 901; Gerichte 38–65 Arg$; hMi–So 11–4, Mo & Di 18–4 Uhr) Das Lokal ist herausgeputzt wie ein Café in Buenos Aires und verlangt entsprechende Preise. Aber die elegante Terrasse im Herzen des Balcare-Viertels ist ein toller Platz für einen Drink. Jeden Abend gibt es eine Show oder Livemusik. Auf der Speisekarte stehen z. B. Lamagerichte und Internationales wie Chop-Suey. Die picadas (Vorspeisenplatten für mehrere Personen) sind ideal für Gruppen.
Bio’s Diet VEGETARISCH $
Google Maps (Güemes 321; Mittagsmenü 23 Arg$;
Mo–Sa;
) Neben dem täglich wechselnden Menü gibt es
hier köstliche Salate, Sojaburger und Angebote für Gäste mit
speziellem Ernährungsplan. Eine willkommene Abwechslung unter all
den Steakhäusern.
Ausgehen
Über peñas, Saltas klassische Abendlokale, informiert der Kasten auf Klicken Sie hier. Die zwei Blocks der Balcare nördlich der Alsina und die angrenzenden Straßen bilden Saltas Ausgehviertel. Die Bars und Clubs schließen genauso schnell wieder, wie sie eröffnet wurden, und machen dann wieder unter neuem Namen auf. Am besten schaut man sich um und entschließt spontan, wo man hingeht.
Macondo BAR
Google Maps (www.macondobar.com; Balcarce 980;
20 Uhr bis
spätnachts) Bei all der folklórica in dieser Straße ist der
Independent-Musik-Mix der 1990er- und 2000er-Jahre für viele eine
willkommene Abwechslung. Das bei Einheimischen wie Touristen
beliebte Mocondo ist bis in den frühen Morgen gut besucht und hat
eine schöne Terrasse zur Straße hin.
New Time Café CAFé
Google Maps (Caseros 602;
8 Uhr bis spätnachts;
) Das Rennen um den Lorbeerkranz, Saltas
bestes Plaza-Café zu sein, gewinnt dieses zweistöckige Ecklokal um
Längen. Es bietet (nachmittags) schattige Tische, eine tolle Sicht
auf den cabildo, den Cerro San Bernardo und die Kathedrale
sowie einen WLAN-Anschluss. In den Abendstunden gibt es manchmal
Livemusik.
Shoppen
Jeden Sonntag erstreckt sich ein Kunstgewerbemarkt vom Busbahnhof ein paar Blocks gen Süden die Balcarce entlang.
Mercado Artesanal
KUNSTHANDWERK
(Av. San Martín 2555;
8–20.30 Uhr) Souvenirs findet man am
besten auf diesem von der Provinzzverwaltung unterstützten Markt.
Unter den Produkten hiesiger Handwerker sind Hängematten,
Einkaufsnetze, Keramik, Korb- und Lederwaren sowie die für die
Region typischen Ponchos. Vom Zentrum fahren die Busse 2, 3 und 7
dorthin.
Librería San Francisco BüCHER
Google Maps (Caseros 362) Die Buchhandlung führt eine ziemlich gute Auswahl englischer Titel, zumeist Klassiker.
PEñAS VON SALTA
Salta ist im ganzen Land für seine folklore (Volksmusik) bekannt, die die Argentinier noch inniger lieben als den Tango. Peñas sind Bars oder Clubs, in denen die Leute essen, trinken und sich treffen, um Folklore zu spielen oder zu hören. Traditionellerweise musiziert man dabei aus dem Stegreif, ähnlich einer Jam-Session.
Heute sind Saltas peñas eher touristische Angelegenheiten mit festem Programm, CD-Verkauf und Reisegruppen. Trotzdem ist der Besuch noch immer ein Vergnügen! Die Gäste bekommen traditionellerweise Empanadas und Rotwein serviert, die meisten peñas haben aber ein größere Auswahl.
Die Peña-Hochburg ist die Calle Balcarce zwischen Alsina und dem Bahnhof. Hier, in Saltas Paradies für Nachtschwärmer, findet man zwischen anderen Restaurants, Bars, Kneipen und boliches (Nachtclubs) gleich mehrere peñas.
Ein paar peñas für den Anfang:
La Vieja Estación PEñA $$
Google Maps (
421-7727; www.viejaestacion-salta.com.ar;
Balcarce 885; Show 15–25 Arg$, Hauptgerichte 40–65 Arg$;
Di–So 20–3 Uhr) Die
bekannteste unter den peñas an der Balcarce – mit einer
Bühne, Holztischen und drei Vorführungen pro Abend. Beste Empanadas
und andere Regionalkost.
La Casona del Molino PEñA $$
(
434-2835; Luis Burela 1; Hauptgerichte
28–50 Arg$;
Di–So
Mittagessen & 21–5 Uhr) Das einstige Herrenhaus, etwa 20 Blocks
westlich der Plaza 9 de Julio gelegen, ist ein Klassiker in Salsa:
In den unterschiedlichen, großen Räumen spielen jeweils andere
Musiker – zwischen den Tischen statt auf einer Bühne, die man
getrost aufsuchen kann.
Google Maps (España 730, Hauptgerichte 39–58 Arg$;
Mittagessen &
21 Uhr bis spätnachts) In diesem historischen Haus im Zentrum
wohnte einst Güemes, ein salteño (Bürger aus Salta) und
Unabhängigkeitsheld, der in der Gaucho- und Folklore-Kultur der
Gegend noch immer präsent ist. Das Essen ist ganz ordentlich, die
Preise in Ordnung. Für die gute Livemusik bezahlt man keinen
Eintritt.
Praktische Informationen
Im Stadtzentrum findet man viele Geldautomaten sowie Möglichkeiten zum Telefonieren und Internet-Surfen.
Citibank (Ecke España & Balcarce) Umtausch von Euro und Dollar sowie ein Geldautomat mit hohem Auszahlungslimit.
Hospital San Bernardo (
432-0445; Tobías 69)
Nationalparkverwaltung (APN;
431-2683; www.parquesnacionales.gov.ar;
España 366;
Mo–Fr
8.30–14.30 Uhr) Das Büro im 2. Stock des Aduana-Gebäudes bietet
Infos und Tipps zu den Nationalparks der Region. Unbedingt
kontaktieren, wenn man die Nationalparks El Rey oder Baritú
besuchen möchte.
Postamt (Deán Funes 140)
Städtische Touristeninformation
(
437-3340; www.saltalalinda.gov.ar;
Caseros 711;
9–21
Uhr) Tüchtige, mehrsprachige Mitarbeiter.
Touristeninformation der Provinz
(
431-0950; www.turismosalta.gov.ar;
Buenos Aires 93;
Mo–Fr 8–21, Sa & So 9–20 Uhr)
Bestnoten für die freundlichen, hilfsbereiten und mehrsprachigen
Angestellten! Hier kann man sich über den Zustand der Straßen
informieren, ehe man mit dem Mietwagen zu Fahrten aufbricht.
An- & Weiterreise
Auto
Wer sich in Salta einen Mietwagen nimmt, kann damit auf eigene Faust die umliegende Berg- und Tallandschaft erkunden. Es gibt viele Autovermietungen; es lohnt sich daher, mehrere Angebote einzuholen, weil es immer wieder Aktionspreise gibt. Normalerweise kommt ein Wagen bei einer Wochenmiete auf 270–300 Arg$ pro Tag, ein Allradfahrzeug kostet dreimal so viel. Die Straßen zwischen San Antonio de los Cobres und La Poma (auf der Strecke nach Cachi) sowie nördlich der Salinas Grandes in Richtung Abra Pampa sind meistens nur für Allradwagen geeignet, die Piste zwischen San Antonio und Salinas Grandes lässt sich jedoch in der Regel mit einem normalen Auto befahren. Vor der Fahrt sollte man sich auf alle Fälle im Touristenbüro der Provinz über den aktuellen Straßenzustand erkundigen.
Nach Bolivien darf man mit dem Mietwagen nicht einreisen! Für die Einreise nach Chile mit dem Auto wird eine Gebühr fällig, die Fahrt muss angemeldet werden.
Einige Autovermietungen:
AndarSalta (
431-0720; www.andarsalta.com.ar; Buenos
Aires 88)
Asís (
431-1704; www.asisrentacar.com.ar;
Buenos Aires 160)
Europcar (
421-8848; Córdoba 20; www.europcar.com.ar)
Noa (
431-7080; www.noarentacar.com; Buenos Aires
1)
Sixt (
421-6064; Deán Funes 29; www.sixt.com.ar)
Bus
Von Saltas Busbahnhof aus (Av. Hipólito Yrigoyen) verkehren regelmäßig Busse in alle Landesteile.
Drei Busunternehmen fahren nach San Pedro de Atacama, das in Chile liegt. Andesmar-Busse fahren regelmäßig am Montag, Mittwoch und Freitag gegen 7 Uhr los, Geminis- und Pullman-Busse am Dienstag, Donnerstag und Sonntag, ebenfalls um 7 Uhr. Die Busreise, die über Jujuy und Purmamarca führt, dauert in der Regel 9 bis 10 Stunden und kostet 200–220 Arg$. Die Busse setzten die Fahrt weiter nach Calama, Antofagasta, Iquique und Arica fort.
Ale Hermanos fährt ein- oder zweimal täglich nach San Antonio de los Cobres (40 Arg$, 5 ½ Std.), Marcos Rueda bietet täglich die Reise nach Cachi an (40 Arg$, 4 ½ Std.). Möglicherweise ist inzwischen auch ein Flechabus auf dieser Route unterwegs.
Flugzeug
Saltas Flughafen liegt 9,5 km
südwestlich der Stadt an der RP 51. Andes (
437-3514; www.andesonline.com; España 478)
fliegt sechsmal die Woche nach Buenos Aires sowie nach Córdoba und
Jujuy. Aerolíneas Argentinas (
431-1331; Caseros 475) bietet täglich
vier Flüge nach Buenos Aires und fliegt auch Puerto Iguazú und
Mendoza an. LAN (
0810-999-9526; www.lan.com; Caseros 476) fliegt dreimal
am Tag nach Buenos Aires.
Aerosur (
432-0043; www.aerosur.com; España 414) bietet
drei Flüge die Woche nach Santa Cruz in Bolivien.
BUSSE AB SALTA
| REISEZIEL | FAHRPREIS (ARG$) | FAHRZEIT (STD.) |
| Bariloche | 878 | 35 |
| Buenos Aires | 450–650 | 20 |
| Cafayate | 60 | 4 |
| Córdoba | 330 | 12 |
| Jujuy | 42 | 2 |
| La Quiaca | 119 | 8 |
| La Rioja | 250 | 10 |
| Mendoza | 480 | 18 |
| Puerto Iguazú | 457 | 24 |
| Resistencia | 285 | 10 |
| Salvador Mazza | 152 | 6 |
| Santiago del Estero | 155 | 6 |
| Tucumán | 101 | 4½ |
Unterwegs vor Ort
Die Busse 8A und „Quijano“ fahren von der Straße San Martín unweit der Kreuzung mit der Buenos Aires zum Flughafen (1,75 Arg$). Mit dem Taxi (remise) kostet die Fahrt 40 Arg$. Von Shuttlebussen kann man sich auch direkt im Hotel abholen lassen (38 Arg$).
Die Buslinie 5 (1,75 Arg$) verbindet den Bahnhof mit dem Busbahnhof im Zentrum.
Tren a las Nubes
Argentiniens berühmtester Zug, der Tren a las Nubes (Zug in die Wolken), fährt von Salta zunächst ins Lerma-Tal, ehe er zur vielfarbige Quebrada del Toro hochklettert. Danach passiert er die Ruinen von Tastil sowie San Antonio de los Cobres und erreicht dann das Highlight seiner Fahrt: einen atemberaubenden Viadukt, der bei La Polvorilla in 4220 m Höhe einen Wüstencanyon überspannt.
Die Fahrt ist recht touristisch, mit Folkloredarbietungen und mehrsprachigen Kommentaren. Lang ist sie auch: Um 7 Uhr fährt man in Salta los, erst gegen Mitternacht ist man wieder zurück. Der Zug fährt von März bis Mitte Dezember donnerstags und samstags, die Hin- und Rückfahrt kostet 695 Arg$ inklusive Frühstück und Snacks. Für Mittag- und Abendessen im Speisewagen muss man extra zahlen (Menü 75 Arg$). Essen mitzunehmen, ist nicht gestattet.
Tickets kann man im Büro (
422-3033; www.trenalasnubes.com.ar) im
Bahnhof von Salta oder über Reisebüros in der Stadt reservieren. An
Inforegalen für Touristen findet man oft Gutscheine für
Preisnachlässe.
Viele Veranstalter in Salta organisieren Touren auf der parallel zu den Gleisen verlaufenden Straße, die ebenfalls einen spektakulären Aufstieg nimmt. Die Touren inklusive Viadukt kosten ca. 280 Arg$.
San Antonio de los Cobres
03873 / 4274 Ew. / 3775 m
Die staubige kleine Bergarbeiterstadt liegt 168 km westlich von Salta in der Puna – nur 2600 m höher. Sie hat arg unter der Stilllegung der Bergwerke und damit auch der Eisenbahn gelitten. Heute lebt der Ort hauptsächlich vom Tourismus. San Antonio de los Cobres ist eine typische Hochgebirgs landstadt mit Adobehäusern, nahezu leeren Straßen und einem merklichen Temperaturabfall, sobald die Sonne untergegangen ist. Ein Besuch lohnt sich dennoch, um auch diese Facette des Lebens in den Anden kennenzulernen. Von hier aus kann man gen Norden über die Salinas Grandes und Purmanmarca zur Quebrada de Humahuaca und zu bestimmten Zeiten im Jahr auch in Richtung Süden nach Cachi (s. Klicken Sie hier) fahren.
Sehenswertes
In der Stadt selbst gibt es nicht viel zu sehen – außer einem grandiosen Sonnenuntergang –, aber 16 km westlich befindet sich der Viadukt von La Polvorilla, die Endstation des Tren a las Nubes. Man kann auf einem Zickzackpfad zum Viadukt hochklettern und ihn dann auch zu Fuß überqueren. Die Taxifahrt von San Antonio und zurück kostet ca. 40 Arg$.
Schlafen & Essen
An der Belgrano gibt es viele einfache Restaurants, in denen man gute Empanadas, milanesas (panierte Koteletts) und andere Regionalgerichte bekommt.
El Palenque PENSION $
(
490-9019; [email protected];
Belgrano s/n; DZ ohne Bad 100 Arg$, 3BZ/4BZ mit Bad 150/200 Arg$)
Die einladende, saubere Pension in Familienhand findet man ein paar
Blocks vom Zentrum entfernt an der Kirche vorbei. Von außen glaubt
man, sie sei geschlossen – ist sie aber nicht. Die Zimmer sind gut
isoliert und (vergleichsweise) warm, und es gibt auch warmes
Wasser.
Hotel de las Nubes HOTEL $$
(
490-9059; www.hoteldelasnubes.com;
Caseros 441; EZ/DZ 290/370 Arg$;
) Das beste Haus der Stadt zum Schlafen und
Essen. Die komfortablen Gästezimmer sind schlicht, aber schön
eingerichtet und haben doppelt verglaste Fenster und Heizung.
Unbedingt reservieren! Das Restaurant (Hauptgerichte 25–45 Arg$;
12–14 & 19–21.30 Uhr) hat eine kleine Karte mit gut
zubereiteten, sättigenden Regionalgerichten.
An- & Weiterreise
Täglich kommen Ale-Hermanos-Busse aus Salta (40 Arg$, 5½ Std.) in der Stadt an; siehe auch Tren a las Nubes. Über den Paso de Sico nach Chile gibt es zurzeit nur sehr wenige Verbindungen. Wer trampen möchte, sollte sich in der Stadt erkundigen, ob zufällig Lkws die Strecke befahren. Von San Antonio aus verläuft eine gute Piste 97 km nach Norden und führt an Salinas Grandes vorbei zur asphaltierten RP 52.
Salinas Grandes
Wer diese abgelegene Salztonebene in der Puna auf 3350 m besucht, sollte auf keinen Fall seine Sonnenbrille vergessen! Die 525 km² große Salzfläche, ein ehemali-ger See, der bereits im Holozän vor rund 10000 Jahren austrocknete, ist bis zu 50 cm dick. An einem klaren Tag ist der Kontrast zwischen dem strahlend blauen Himmel und dem Weiß der rissigen, krustigen Ebene besonders eindrucksvoll.
Die salinas (Salztonebenen) liegen in der Provinz Salta, sind aber von Purmamarca in der Provinz Jujuy über die asphaltierte RP 52 in Richtung Westen leichter zu erreichen. Rund 5 km westlich der Kreuzung von RP 52 und RN 40 (eine gute Piste, 97 km bis San Antonio de los Cobres) steht ein altes Salinengebäude. Gegenüber davon kann man in eine Saline fahren und sich die rechteckigen Becken ansehen, in denen das Salz regelmäßig gewonnen wird. Einige Handwerker verkaufen nette Steinmetzarbeiten und Lamas aus Salz; ein paar Läden entlang der Straße bieten etwas zu essen und zu trinken an.
Die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel zu den Salinen sind die Busse von Jujuy oder Purmamarca nach Susques. Man sollte unbedingt vor Fahrtantritt die Fahrpläne genau studieren: An manchen Tagen fährt ein paar Stunden später ein Bus zurück nach Purmamarca, an anderen aber nicht. Es gibt allerdings genug Autos und Lkws auf der Straße, um zu trampen.
Die Alternative sind ein Mietwagen oder remise ab Purmamarca oder die Teilnahme an einer Ausflugsfahrt ab Jujuy oder Salta. Von Salta aus ist das allerdings eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit, vor allem dann, wenn man nicht in Purmamarca übernachten will.
Die salinas sind zwar sehenswert, aber die unwirklichen salares (Salztonebenen) in Bolivien noch um einiges spektakulärer. Wer also dorthin unterwegs ist oder schon dort war, sollte sich in der Region lieber andere Sehenswürdigkeiten anschauen.
ABSTECHER
PARQUE NACIONAL EL REY
Dieser abgeschiedene Nationalpark ([email protected]) östlich von Salta bildet das südliche Ende des subtropischen Korridors der Yungas. Das Schutzgebiet ist der biologisch vielfältigste Lebensraum des Landes.
Durch den Park führen mehrere gut markierte Wege, von denen einige mit dem Auto befahren werden können. An der Laguna Los Patitos, 2 km von der Parkverwaltung entfernt, kann man Wasservögel beobachten. Ein längerer Weg (3–4 Std.) führt zum moosbedeckten Pozo Verde, wo sich unzählige Vögel beobachten lassen. Weitere Wege haben ebenfalls die Länge von Tageswanderungen; mehrfach muss man dabei Wasserläufe überqueren.
Bei der Parkverwaltung liegt ein kostenloser Campingplatz mit Toiletten, Trinkwasser, kalten Duschen und (nur abends) Strom. Einen Laden gibt es nicht. Aktuelle Infos erhält man bei der Nationalparkverwaltung (APN; s. Praktische Informationen) in Salta.
Die Fahrt zum Park hat es in sich. Die letzten 46 km sind Schotterpiste (ripio), die bei Regen fast unpassierbar werden. Die letzte Tankstelle ist in General Güemes, 160 km vom Park entfernt – es empfiehlt sich also ein Benzinkanister. Ohne Allradantrieb ist es am einfachsten, sich in Salta einer geführten Tour anzuschließen (Klicken Sie hier). Öffentliche Verkehrsmittel fahren nur bis Lumbreras, satte 91 km vom Park entfernt.
Valles Calchaquíes
Die Valles Calchaquíes gehören mit ihren imposanten, zerklüfteten Landschaften, dem traditionellen Kunsthandwerk, den pittoresken Lehmdörfern und einigen der besten Weine des Landes zu Argentiniens verführerischsten Gegenden abseits der ausgetretenen Pfade. Das kleine, aber mondäne Cafayate mit seinen Weinkellereien und der asphaltierten Straße bildet einen reizvollen Kontrast zu den etwas entlegeneren Orten wie Angastaco oder Molinos. Das beschauliche und beliebte Cachi ist von Salta aus über eine spektakuläre Straße zu erreichen, die den Parque Nacional Los Cardones durchquert. Die in diesen Orten übliche Bauweise verdient ganz besondere Aufmerksamkeit: Selbst bescheidene Lehmhäuser schmücken sich mit neoklassischen Säulen oder maurischen Bögen.
Die in der Region lebenden Diaguita (Calchaquí) gehörten zu denjenigen, die sich am stärksten gegen die spanische Kolonialherrschaft auflehnten. Der militärische Druck konnte das Arbeitskräfteproblem der Spanier letztendlich nicht lösen. Das einzige, was ihnen einfiel, war die Zwangsumsiedlung der Diaguita ins ferne Buenos Aires. Dort trägt bis heute der Stadtteil Quilmes den Namen einer der zwangsweise umgesiedelten indigenen Bevölkerungsgruppen. Auf dem fruchtbaren Land, das die Diaguita jahrhundertelang ernährt hatte, errichteten die Spanier große Güter: die für die Anden typischen Hazienda
PARQUE NACIONAL LOS CARDONES
Der 650 km2 große Parque Nacional Los Cardones erstreckt sich beiderseits der RP 33, der Straße von Salta nach Cachi, die über die Cuesta del Obispo führt. Seinen Namen verdankt der Park dem cardón, dem säulenartig hohen, aber vielarmigen Kandelaberkaktus, der markantesten Pflanze des Parks.
In den baumlosen Andenausläufern und der Puna ist der cardón schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Holzlieferant für Dachsparren, Türen, Fensterrahmen und Ähnliches. Man findet in der Gegend das Kaktusholz deshalb in vielen Häusern und Kirchen aus der Kolonialzeit.
Der Eintritt zu Los Cardones ist frei, noch immer
gibt es keine Besuchereinrichtungen. Immerhin ist man dabei, das
Besucherzentrum an der Hauptstraße nach und nach zu renovieren. Es
gibt jedoch ein Rangerbüro
(
03868-496005;
[email protected];
San Martín s/n) in Payogasta, 11 km nördlich von Cachi. Auf jeden
Fall viel Wasser und Sonnenschutz mitnehmen! Die Busse zwischen
Salta und Cachi halten unterwegs an, die aktuellen Fahrzeiten
sollte man vor Ort erfragen. Die meisten Leute steigen beim Valle
Encantada aus, dem zugänglichsten und malerischsten Teil des
Parks.
CACHI
03868 / 2200 Ew. / 2280 m
Das zauberhafte Cachi ist die größte Ortschaft weit und breit – die Einheimischen nennen es gar „die Stadt“ – und doch wenig mehr als ein Dorf, allerdings in fantastischer Landschaft. Umgeben von erhabenen Bergen genießt man in Cachi frische Hochlandluft, sonnige Tage und klirrend kalte Nächte. Die gepflasterten Straßen, die Lehmhäuser, die beschauliche Plaza sowie lockende Ausflüge in die Umgebung verleiten einen dazu, ein paar Tage länger zu bleiben, als im akkurat geplanten Reiseplan vorgesehen war.
Sehenswertes
Museo Arqueológico MUSEUM
(Eintritt 5–10 Arg$ Spende;
Mo–Fr 10–19, Sa 10–18, So 10–13 Uhr)
Das Museum an der Plaza bietet einen schön präsentierten und
professionell zusammengestellten Überblick über die kulturelle
Entwicklung der Umgebung mit guten Hintergrundinfos über
archäologische Methoden – jedoch ausschließlich auf Spanisch.
Besonders sehenswert ist die Wand aus Steinen mit Felszeichnungen
im zweiten Innenhof.
Nebenan steht die schlichte, aber schöne Iglesia San José (1796) mit eleganten Bögen und einem Tonnengewölbe aus Cardón (Kakteenholz), aus dem auch der Beichtstuhl und andere Gegenstände gefertigt sind. Das Weihwasser wird in einer großen tinaja (einem Tongefäß, eigentlich für Öl) aufbewahrt.
Todo lo Nuestro MUSEUM
(Eintritt 10 Arg$;
9–15 Uhr) 2 km südwestlich des
Zentrums, am Ortsrand, befindet sich dieses aus Liebhaberei
entstandene faszinierende Projekt mit rekonstruierten Gebäuden aus
verschiedenen historischen Phasen des Tals. In manchen Gebäuden
scheinen die Bewohner gerade eben mal kurz rausgegangen zu sein.
Für den Hunger gibt es ein rustikal eingerichtetes Restaurant.
Aktivitäten
Nur einen kurzen Fußweg von Cachis Plaza entfernt liegen auf dem Hügel ein Aussichtspunkt und dahinter der malerische Friedhof, überraschenderweise ganz in der Nähe einer Landebahn. Ein längerer Spaziergang (etwas über eine Stunde) führt nach Cachi Adentro. In dem winzigen Dorf kann man allerdings nicht viel mehr tun, als sich auf die kleine Plaza zu setzen und eine Limo im einzigen Laden bestellen. Der Spaziergang ist besonders im Sommer empfehlenswert, wenn die Bäche und Wasserfälle viel Wasser führen.
Zurück geht es auf einem längeren Weg (hin und zurück 26 km): Dafür an der Kirche links halten und dann nochmals links in die Straße Camino de las Carreras abbiegen. Diese Straße schlängelt sich durchs Tal und überquert schließlich den Fluss. Danach biegt man wieder links auf eine größere Straße ab (oder läuft nach rechts zum rund 2 km entfernten, wunderschönen Campingplatz von Algarrobal). Über das Dörfchen La Aguada führt die Route schließlich zurück nach Cachi.
Eine Hand voll eher unbedeutender archäologischer Stätten findet sich über das ganze Tal verteilt; sie sind ausgeschildert und auch auf der Touristenkarte der Gegend verzeichnet. Alle Ziele eignen sich gut für Wanderungen oder als Stopps auf einer Autofahrt.
Wer sportlich aktiver sein möchte und
anspruchsvoller wandern will, sollte Santiago
Casimiro (
03868-15-638545; santia [email protected]; Barrio
Cooperativa Casa 17) kontaktieren. Viele Bewohner vermieten
Pferde; auf die Hinweisschilder
achten oder in der Touristeninformation nachfragen.
Geführte Touren
Mehrere Anbieter organisieren Ausflüge.
Urkupiña (
491317; [email protected]; Zorrilla
s/n) bietet Radtouren in den Cardones-Nationalpark (230 Arg$),
Wander- und Quadtouren nach Cachi Adentro oder zu archäologischen
Stätten in der Nähe (50–60 Arg$) sowie längere Exkursionen in beide
Richtungen der Ruta 40. Auf diese Weise gelangt man z. B. nach
Cafayate (190 Arg$).
Schlafen
La Merced del Alto HOTEL $$$
(
490020; www.lamerceddelalto.com; EZ/DZ
510/600 Arg$; 

) Dieses Hotel
auf der anderen Seite des Flusses wurde aus traditionellen, weiß
getünchtem Lehmziegeln gebaut, hat geflieste Böden und
Schilfrohrdecken und lehnt sich in seiner Bauweise an die
historischen Klöster an. Die Ausstattung ist hervorragend, alles
wirkt friedlich und ruhig. Die kühlen, dezent gestalteten Zimmer
blicken Richtung Hügel hinter dem Haus (etwas teurer) oder in den
Innenhof. Zu den Gemeinschaftsräumen zählt eine sehr einladende
Lounge, ein gutes Restaurant sowie ein rustikales Spa. Der Service
ist mehrsprachig und hervorragend.








