El Cortijo    BOUTIQUEHOTEL $$

(491034; www.elcortijohotel.com; Av. ACA s/n; EZ/DZ 330/415 Arg$; ) Das stilvolle kleine Hotel gegenüber vom Eingang zur ACA Hostería Cachi bietet kleine, aber raffiniert eingerichtete Zimmer, von denen einige – besonders das „Los Padres“ mit eigener Terrasse samt Liegestühlen (DZ 495 Arg$) – einen fabelhaften Blick über die Sierra gewähren. Es gibt ein Restaurant und hilfsbereite Mitarbeiter. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

ACA Hostería Cachi    HOTEL $$

(491105; www.soldelvalle.com.ar; Av. ACA s/n; EZ/DZ 282/438 Arg$; ) Das familienfreundliche Hotel auf einem Hügel hat die beste Aussicht der Stadt, und es gibt schlimmere Arten, den Tag zu verbringen, als eben diese Aussicht vom Pool aus zu genießen. Die Zimmer sind komfortabel und unspektakulär, aber malerisch um einen Innenhof gruppiert. Es gibt sogar einen kleinen Zoo.

Hotel Nevado de Cachi    PENSION $

(491912; EZ/DZ mit Bad 70/110 Arg$, EZ ohne Bad 40 Arg$) Gleich bei der Plaza und der Bushaltestelle findet man diese ordentliche, günstige Pension mit Zimmern rund um einen Patio. Die Betten sind bequem, die Bäder – ob im Zimmer oder auf dem Flur – in Ordnung. Die Preise sind zu einem gewissen Grad verhandelbar und variieren leicht je nach Zimmer. Das etwas teurere Doppelzimmer oben (nach hinten raus) ist empfehlenswert.

Camping Municipal    CAMPINGPLATZ $

(491902; [email protected]; Stellplatz 15–20 Arg$; ) Der Campingplatz auf einem Hügel südwestlich der Plaza bietet schattige, von Hecken umgebene Stellplätze mit Grill. Hier befindet sich auch das städtische Schwimmbad. Zudem gibt es ein Hostel mit Schlafsälen (12 Arg$) und ein paar Hütten (125 Arg$). Reservieren kann man in der Touristeninformation.

Tampu    HOTEL $$

(491092; www.tampucachi.com; Güemes s/n; DZ 420 Arg$; ) Stolz präsentiert diese historische Villa ihre Eleganz und die schöne Gartenanlage mit Pool. Die Zimmer des makellosen Hotels variieren in Größe und Form, haben aber alle behagliche Betten und Originalkunst an den Wänden. Leider hat man den Eindruck, dass nicht alles repariert wird, wenn es nötig wäre, und auch die Badezimmer entsprechen nicht dem erwarteten Standard. Dennoch: Das Tampu hat durchaus seine Vorzüge.

Hospedaje Don Arturo    PENSION $

(491087; http://hospedajedonarturo.blogspot.com; Bustamante s/n; EZ/DZ ohne Bad 80/140 Arg$, EZ/DZ mit Bad 90/160 Arg$) Die Gästezimmer sind zwar eng, aber blitzsauber. Das Beste ist jedoch der Loungebereich auf der Terrasse, von dem aus man das Flussbett überblickt.

Miraluna    APARTMENTS $$

(0387-15-442-2371; www.miraluna.com.ar; Cachi Adentro; Apt. für 2/4 Perp. 480/580 Arg$, großes Apt. für 4 Perp. 650 Arg$; ) 7 km außerhalb der Ortschaft werden hier in herrlich ruhiger Umgebung kunstvoll dekorierte Hütten in zwei Größen vermietet.

La Mamama    HOSTEL $

(491305; Suárez 590; B/Zi. ohne Bad 30/60 Arg$) Ein einladendes Haus an der Straße, an der sich auch die Bushaltestelle befindet. Die Matratzen in den einfachen Zimmern sind zwar durchgelegen, aber das passt irgendwie zum lässigen Flair.

Essen

Regionale Gerichte wie locro und humitas bekommt man in den confiterías und comedores an der Plaza und gegenüber dem Hotel Nevado de Cachi. Es gibt zahlreiche Touristenfallen!

Ashpamanta    ARGENTINISCH $$

(0387-15-451-4267; www.ashpamantarestaurante.com; Bustamante s/n; Gerichte 28–55 Arg$) Kompakt und gemütlich: Das liebenswerte kleine Lokal hat eine kleine, aber leckere Auswahl an Pasta, Salaten und ein paar aufwendigeren Gerichten wie Quinoa-Risotto und gebratenes Filet mit Gemüse. Alle Speisen werden in der offenen Küche hinter der Bar zubereitet.

Oliver    PIZZA $

(Ruíz de los Llanos 160; Hauptgerichte 22–55 Arg$; 8–24 Uhr; ) Das gemütliche Restaurant mit Holztischen auf mehreren Ebenen ist eine gute Wahl für Pizza, Bruschetta und ein paar kreative Fleischgerichte. Die Terrasse auf der Plaza ist der perfekte Platz für den Sundowner.

Platos y Diseño    ARGENTINISCH $

(Güemes s/n; Gerichte 15–40 Arg$; ) Oberhalb der Plaza findet man dieses relaxte Restaurant mit heimischen Kunstwerken und Fotos, einem langsamen, dafür aber freundlichen Service und guten Gerichten, die allerdings auf die Geschmäcker der Touristen zugeschnitten sind.

Praktische Informationen

Touristeninformation (491902; [email protected]; Güemes s/n; 9–20 Uhr) An der Plaza.

An- & Weiterreise

Busse von Marcos Rueda (491063) verkehren zwischen Salta und Cachi – möglicherweise sind sie inzwischen durch Flechabus-Busse abgelöst worden. Die spektakuläre Strecke schraubt sich auf den Pass Cuesta del Obispo hinauf und führt dann durch die wunderschöne Kakteenlandschaft des Parque Nacional Los Cardones. Busse nach Salta (40 Arg$, 4 ½ Std.) fahren von Montag bis Samstag um 9.05 Uhr ab. Montags, donnerstags und freitags gibt es auch einen Bus um 15 Uhr und am Sonntag einen um 15.30 Uhr. Nach Seclantás fahren täglich Busse, nach Molinos fünfmal die Woche. Nach Cachi Adentro (3 Arg$, 30 Min.) fahren von Montag bis Samstag jeweils drei Busse.

Es gibt auch Busse in Richtung Norden nach La Poma, eine alte Hacienda-Stadt und Endstation der öffentlichen Verkehrsmittel. Die Fahrt auf der Straße dahinter, nach San Antonio de los Cobres, ist anstrengend, aber phänomenal: Die steil ansteigende Strecke zu einem 4895 m hohen Pass quert mehrmals einen Fluss und passiert einsame Ziegenfarmen. Zu bestimmten Jahreszeiten (normalerweise Sept.–Dez.) ist die Straße nur mit Vierradantrieb zu bewältigen; Infos erteilt die Polizei (0387-490-9051). Ist die Passstraße unpassierbar, erreicht man San Antonio nur über einen langen Umweg.

Wer nach Cafayate will, fährt mit dem Bus nach Molinos. Von dort kommt man per Anhalter oder mit einer sonstigen Mitfahrgelegenheit nach Angastaco, wo ein Bus nach Cafayate fährt. Eine geführte Tour von Cachi aus ist die einfachere Option.

SECLANTáS

03868 / 300 Ew. / 2100 m

Das bezaubernde Seclantás ist ein ruhiges Dörfchen und Heimat des Salta-Ponchos. Im Ort gibt es mehrere Webereien, an der Straße nach Cachi, nördlich von Seclantás, weisen Schilder auf private Werkstätten hin, bei denen jeder reinschauen und stöbern kann. Dieser Straßenabschnitt wird auch die Route der Handwerker genannt. Einer von ihnen, Señor Tero, hat einen Poncho gewebt, den Papst Johannes Paul II. getragen hat.

Unterkünfte findet man in Seclantás rund um die Plaza, darunter auch die Hostería La Rueda (498041; Ecke Cornejo & Ferreyra; EZ/DZ mit Bad 90/120 Arg$, EZ/DZ ohne Bad 70/100 Arg$). Das gastfreundliche, blitzsaubere Hotel bietet komfortable, hübsche Gemeinschaftsbereiche und ordentliche Zimmer. Der Campingplatz hinter der Kirche hat einen öffentlichen Pool und vermietet Hütten.

Täglich verkehrt ein Bus von Cachi nach Seclantás (17 Arg$, 1 ¼ Std., Sa 2-mal tgl.), der an bestimmten Tagen sogar bis Molinos weiterfährt.

MOLINOS

03868 / Ew. 900 / 2020 m

Wer schon Cachi für relaxt gehalten hat, sollte warten, bis er Molinos gesehen hat. Beim Bummel durch das reizende kleine Nest mit beachtlichen, langsam verfallenden Adobehäusern sind echte Juwelen zu entdecken. Zum Postkartenidyll tragen die schattigen Straßen und guten Unterkünfte bei. An der Plaza gibt es einen Geldautomaten.

Seinen Namen verdankt Molinos der noch immer betriebenen Getreidemühle am Río Calchaquí. Die restaurierte Iglesia de San Pedro de Nolasco im Cuzco-Stil hat zwei Glockentürme und eine Decke aus Kaktusholz. Das nahe gelegene Centro de Interpretación Molinos (www.naturalezaparaelfuturo.org; Cornejo s/n; Spende 10 Arg$; 8.30–19 Uhr) in einem sanierten historischen Gebäude beherbergt eine gute Ausstellung über die Kultur und Geschichte der Region (in Spanisch und Englisch) sowie die Touristeninformation und einen Kunsthandwerksladen.

Etwa 1,5 km westlich liegt die Criadero Coquera, wo im Rahmen eines landwirtschaftlichen Forschungsprojekts der Regierung Vicunjas gezüchtet werden. Besucher dürfen die schönen Tiere mit Stroh füttern. Hier findet man auch die Casa de Entre Ríos mit einem guten Kunsthandwerksmarkt, auf dem man prächtige Ponchos und Wandteppiche aus Schaf-, Lama- und Vicunja-Wolle kaufen kann. Es gibt zwei einfache Gästezimmer (50 Arg$ pro Pers.).

Los Cardones de Molinos (494061; car [email protected]; Ecke Sarmiento & San Martín; Zi. pro Pers. mit/ohne Bad 80/60 Arg$) ist eine hervorragende Unterkunft. Die komfortablen Zimmer sind mit Möbeln aus Kaktusholz eingerichtet. Die Gäste werden wie Familienmitglieder behandelt und dürfen die Küche mitbenutzen. Der sehr nette und zuvorkommende Besitzer hat viele Tipps für Unternehmungen in der Umgebung parat. Im Januar steigen die Preise beträchtlich.

ABSTECHER

FINCA COLOMé

Diese ökologisch betriebene Bodega (03868-494044; www.bodegacolome.com; Weinprobe 30–50 Arg$; 10.30–18 Uhr) produziert einige gute Weine. Sie liegt, wie die Einheimischen sagen, dort, „wo der Teufel seinen Poncho verloren hat“: etwa 20 km westlich von Molinos an einer spektakulären Schotterstraße. Die Weingärten liegen in einer herrlichen Landschaft zwischen Hügeln und Bergen, die stündlich die Farbe zu wechseln scheinen. Dass hier hinsichtlich ökologischer, sozialer und kultureller Belange vorausschauend gedacht wird, ist nicht zu übersehen: Die Anlage versorgt sich selbst mit Strom, hat eine substanzielle Verbesserung der Infrastruktur in der Gemeinde finanziert und hat ein tolles, vom Künstler James Turrell entworfenes Museum (Eintritt frei; 14–18 Uhr), in dem nun neun seiner Werke ausgestellt sind: Beeindruckende Installationen, deren Lichtspiele den Betrachter an die Grenzen seiner Wahrnehmung bringen – ein unvergesslicher Ort. Der Besuch der Bodega und des Museums sollte im Voraus telefonisch oder per E-Mail ([email protected]) gebucht werden. In der Bodega wird auch ein leichtes Mittagessen aus Salaten und Baguettes serviert.

Die Bodega El Humanao bei Colomé lohnt ebenfalls einen Ausflug – nicht zuletzt wegen ihrer Weine, eine ausgewogene Mischung aus Cabernet- und Malbec-Trauben.

Gegenüber der Kirche steht das Lehmhaus Hacienda de Molinos (494094; www.haciendademolinos.com.ar; Cornejo s/n; EZ/DZ Standard 100/120 US$, Zi. Superior 140–160 US$; ), das nach Saltas letztem Kolonialgouverneur auch Casa de Isasmendi benannt ist. Nicolàs Isasmendi kam in dieser weitläufigen Residenz zur Welt, hier lebte er, und hier starb er auch. Das Gebäude wurde schön restauriert und bietet heute an malerischen Innenhöfen liegende schlichte, hübsche Gästezimmer mit einladenden Betten, antiken Möbeln, Bambusdecken und tollen Bädern. In der Hacienda am Ortsrand genießt man absolute Ruhe. Das hauseigene Restaurant ist zwar überteuert, aber gut.

Im Ort bekommt man in ein paar bodenständigen Lokalen preiswerte Mahlzeiten.

Ein Bus verkehrt am Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von Cachi nach Molinos (24 Arg$, 2 Std.). Von Molinas nach Cachi fährt er am Montag, Dienstag und Samstag um 7 Uhr und sonntags um 14 Uhr. Sammeltaxis fahren nach Bedarf zum gleichen Preis wie der Bus von Molinas über Cachi nach Salta.

ANGASTACO

03868 / 900 Ew. / 1955 m

Das winzige Angastaco schmiegt sich entlang der Talroute dramatisch zwischen steil aufragende Felswände. 40 km südlich von Molinos und 54 km nördlich von San Carlos gelegen, gleicht der Ort den anderen kleinen Dörfern in den Valles Calchaquíes, die in regelmäßigen Abständen aufeinander folgen. Weinberge, Anis- und Kreuzkümmelfelder sowie die Ruinen einer uralten pucará erstrecken sich rund um das Dorf.

Angastaco hat zwar eine Tankstelle (mit Internetzugang), aber dafür keine Bank. Auf dem Platz befinden sich eine Touristeninformation sowie ein Archäologisches Museum im Verwaltungsgebäude. Beide haben unregelmäßige Öffnungszeiten, bei Fragen wendet man sich am besten an die Angestellten der municipalidad oder an die Polizei. Ausritte lassen sich problemlos über die Hostería Angastaco arrangieren.

Das Hospedaje El Cardón (0387-15-459-0021; Zi. pro Pers. mit/ohne Bad 40/30 Arg$) ist eine ordentliche Wahl für die kleine Reisekasse. Blickt man auf die Kirche, steht es 50 m weiter rechts (das Haus mit der ausgefallenen Veranda). Die Hostería Angastaco (491123; EZ/DZ 70/110 Arg$; ) wirkt irgendwie verlassen, bietet aber ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Gästezimmer sind mit kunstvollen Bettüberwürfen und Kaktusholztruhen ausgestattet. Es gibt einen Pool (nur im Sommer geöffnet) und ein Restaurant.

Zur Zeit der Recherche für dieses Buch bestand die einzige öffentliche Verkehrsanbindung in Bussen, die montags bis samstags um 6 Uhr und montags, freitags und sonntags um 17 Uhr gen Süden nach San Carlos und Cafayate fahren. Ins 40 km nördlich gelegene Molinos zu gelangen, gestaltet sich schwierig. Autos oder Lkws bieten manchmal (man muss danach fragen) die Fahrt für 200–250 Arg$ an. Häufig kann man unterwegs in den Bus nach Cafayate umsteigen; den Fahrpreis teilen die Fahrgäste unter sich auf. Ansonsten muss man per Anhalter fahren, am besten stellt man sich dafür an die Hauptstraße, wo es Schatten und ein Café gibt, um sich die wahrscheinlich lange Wartezeit zu versüßen.

SAN CARLOS

03868 / 1900 Ew.

San Carlos, ein relativ großes traditionelles Dorf, ist mit dem 22 km südlich gelegenen Cafayate durch eine asphaltierte Straße verbunden – eine angenehme Überraschung, wenn man aus dem Norden kommt. Die meisten Reisenden fahren weiter nach Cafayate oder Angastaco, dabei gibt es hier einen ganz besonderen Ort zum Übernachten: Am Ende des Orts, in Richtung Cachi, weist ein Schild den Weg zu La Casa de los Vientos (03868-15-456525; www.casadelosvientos.com.ar; Barrio Cemitigre; EZ/DZ/FZ 150/220/300 Arg$; ). Das in der traditionellen Lehmbauweise errichtete Haus mit Terrakottafliesen und Rohrdecken ist mit einigen genialen umweltfreundlichen Neuerungen versehen. Die Besitzer sind Töpfer, die individuell gestalteten Zimmer sind schön und rustikal eingerichtet. Die Gäste werden mit einem beheizten Hallenbad und echter Gastfreundschaft verwöhnt.

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Cafayate

03868 / 11 785 / 1683 m

Cafayate, Argentiniens zweitwichtigstes Zentrum für die Produktion hochwertiger Weine, ist ein beliebtes Touristenziel, hat sich aber dennoch sein beschauliches Kleinstadtflair bewahrt. Die Stadt liegt atemberaubend schön – umgeben von grünen Weingärten und vor der Kulisse hohe Gipfel – in einer der grandiosesten Gegenden im Nordwesten Argentiniens. Von Salta aus ist Cafayate leicht über die zerklüfteten Felsen der Quebrada de Cafayate erreichbar. Es bildet auch das südliche Ende der Route durch die Valles Calchaquíes. Mit seinen vielen hervorragenden Unterkünften für jeden Geldbeutel sowie mehreren Weingütern in der Stadt und im Umland lädt Cafayate dazu ein, ein Weilchen zu bleiben und die Gegend zu erkunden. Lohnenswert ist auch ein Blick auf die exzellenten artesanía.

Cafayate ist für seinen Torrontés berühmt, eine Rebsorte, aus der ein aromatischer Weißwein gekeltert wird. Die hiesigen Bodegas produzieren aber auch einige leckere Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Malbec und Tannat.

Detailansicht der Karte folgt

Sehenswertes & Aktivitäten

Museo de la Vid y El Vino     MUSEUM

Google Maps (www.museodelavidyelvino.gov.ar; Av. General Güemes; Eintritt 30 Arg$; Di–So 10–19.30 Uhr) Das eindrucksvolle neue Museum gibt einen guten Überblick über die Weinindustrie in der Region. Besonders ansprechend ist der stimmungsvolle erste Abschnitt, der in Form von Gedichten und Bildern vom Weinbau und vom Leben der Reben erzählt. Der zweite Abschnitt widmet sich der Weinherstellung. In einem Café kann man Wein probieren und kaufen. Alle Beschriftungen sind auch in Englisch verfasst.

Weinproben    WEINGüTER

Mehrere Weinkellereien in und um Cafayate bieten Führungen und Weinproben.

Kurz und unterhaltsam sind die Führungen (auch auf Englisch und Französisch) in der Bodega Nanni Google Maps (421527; www.bodegananni.com; Chavarría 151; Führung frei, Weinprobe 10 Arg$; Mo–Sa 9–13 & 14.30–18.30, So 11–13 & 14.30–18 Uhr), einer kleinen, zentral gelegenen Kellerei mit hübschem grünen Innenhof. Die süffigen, unkomplizierten Weine werden biologisch angebaut. Die winzige Kellerei Salvador Figueroa Google Maps (421289; Pasaje 20 de Junio 25; Weinprobe 5 Arg$; 9.30–12.30 & 15–19 Uhr), ein familienfreundliches Etablissement in der Stadt, füllt im Jahr nur rund 5000 Flaschen Torrontés und Malbec per Hand ab. El Porvenir Google Maps (422007; www.bodegaselpor venir.com; Córdoba 32; Mo–Fr 10–18, Sa 10–13 Uhr) in der Nachbarschaft konzentriert sich auf Qualitätsweine. Die Führung ist kostenlos, die Weinproben kosten 30, 60 oder 90 Arg$ – je nachdem, welcher Wein verkostet wird.

Die elegante, attraktive Bodega El Esteco (421283; www.elesteco.com.ar; Führung 20 Arg$; Führungen Mo–Fr 10, 11, 12, 14.30, 15.30, 16.30, 17.30, Sa 11 & 12 Uhr) am nördlichen Stadtrand produziert einige der besten Weine der Region. Die Weinprobe ist jedoch ein wenig enttäuschend.

Die Bodega Etchart (421310; www.bodegasetchart.com; RN 40; Führungen stündlich Mo–Fr 9.15–16.15, Sa 9.15–12.15 Uhr) 3 km südlich der Stadt bietet amüsante, kostenlose Führungen inklusive Weinprobe. Hier werden jährlich rund 6 Mio. Flaschen hochwertigen Torrentés, Cabernet und Malbec produziert.

5 km westlich der Stadt, an der Straße zum Río Colorado (auf dem Schild steht „Mounier“), liegt in traumhafter Lage am Fuß der zerklüfteten Hügel die kleine, freundliche, nach biologischen Richtlinien arbeitende Bodega de las Nubes (422129; www.bodegamounier.com; Mo–Fr 9.30–17.30, Sa 9–14, So 9.30–13 Uhr). Die kurze Führung samt Weinprobe kostet zwar 15 Ar$, die werden jedoch verrechnet, wenn man im Anschluss Wein kauft. Dazu werden auf Wunsch leckere picadas serviert. Um bezüglich der Öffnungszeiten sicherzugehen und um mitzuteilen, ob man etwas essen möchte, sollte man vorher anrufen.

Museo Arqueológico    MUSEUM

(Ecke Colón & Calchaquí; Eintritt: Spende; Mo–Fr 11.30–21, Sa 11.30–15 Uhr) Die Sammlung dieses Privatmuseums ist das Vermächtnis des leidenschaftlichen Archäologen Rodolfo Bravo und lohnt den Besuch. Die hervorragenden Exponate stammen hauptsächlich aus Grabstätten in einem 30-km-Radius um Cafayate. Schöne Töpferarbeiten – von den schwarzen und grauen Keramiken der Candelaria- und Aguada-Kulturen bis zu Werken der späten Diaguita- und Inkatöpfer – werden in zwei Räumen präsentiert. Es gibt zwar kaum Erläuterungen, doch die Exponate sprechen für sich.

Río Colorado    WANDERN, SCHWIMMEN

Ein 6 km langer Fußmarsch südwestlich aus der Stadt hinaus führt zum Río Colorado. Wandert man am Ufer entlang rund eineinhalb Stunden flussaufwärts, erreicht man einen 10 m hohen Wasserfall, in dessen Becken man baden kann. Noch etwas weiter flussaufwärts gibt es einen zweiten Wasserfall. Unterwegs sollte man nach Felsmalereien Ausschau halten (für etwa 10 Arg$ zeigen Kinder sie den Wanderern). Wer mit dem Fahrrad zum Beginn des Wanderwegs fährt, kann sein Rad für ein paar Pesos am Haus in der Nähe abstellen. Die Wanderung lässt sich mit einem Besuch in der Bodega de las Nubes verbinden. Vorsicht: Wenn der Fluss im Januar und Februar nach Regenfällen Hochwasser führt, ist der Weg zum Wasserfall anstrengend und gefährlich. Und zu jeder Jahreszeit können plötzlich Sturzbäche aus den Bergen herunterkommen, weshalb man beim Baden immer mal flussaufwärts schauen sollte!

Geführte Touren

Die Standardtour (ca. 70 Arg$) mit dem Minibus in die Quebrada beginnt am Nachmittag, wenn die Farben am schillernsten leuchten. Beliebt sind auch die drei- bis vierstündige Wanderungen in die Quebrada und zum Río Colorado. Tagesausflüge nach Cachi (250 Arg$) sind recht ermüdend, und Quilmes (100 Arg$) kann man billiger im Taxi besuchen – die Fahrt lohnt sich schon, sobald man zu zweit fährt. Ausritte können ein paar Stunden (150 Arg$) bis zu einem ganzen Tag (300 Arg$) dauern. Rund um die Plaza gibt es viele Fahrradverleihe (1 Tag ca. 60 Arg$). Rentamotos (0387-15-466-5522; [email protected]; Ecke Belgrano & Güemes) vermietet Motorräder für 180 Arg$ am Tag.

Auch Tourunternehmen haben ihre Büros an der Plaza. Viele Leser sind von deren Service nicht eben begeistert – andere Reisende können eventuell bessere Tipps zu Touren geben –, aber die Landschaft der Quebrada spricht auch für sich selbst.

Feste & Events

La Serenata de Cafayate Ende Februar findet ein sehenswertes, dreitägiges Folklorefest statt. Und auch am Feiertag der Stadtheiligen, der Fiesta de la Virgen del Rosario am 4. Oktober, geht es in Cafayate hoch her.

Schlafen

In Cafayate gibt es zahlreiche Unterkünfte. Boutiquehotels schießen wie Pilze aus dem Boden, und hospedajes findet man in jeder Straße.

Killa    BOUTIQUEHOTEL $$

Google Maps (422254; www.killacafayate.com.ar; Colón 47; EZ/DZ/Suite 403/475/540 Arg$; ) Stilvoll, komfortabel und gut geführt: Diesem schönen, empfehlenswerten Hotel im Kolonialstil verleiht die kreative Verwendung von natürlichem Holz, Stein und regionaler artesanía ein einladendes Flair. Die herrlichen Zimmer – alle ohne Fernseher – haben wundervolle Bäder. Die im oberen Stockwerk geegenen Suiten verfügen über eine atemberaubende Aussicht und einen eigenen Balkon; allein das lohnt den kleinen Aufpreis. Ein kleiner Poolbereich und ein tadelloser Service runden das Angebot ab.

Villa Vicuña     BOUTIQUEHOTEL $$

Google Maps (422145; www.villavicuna.com.ar; Belgrano 76; EZ/DZ 360/490 Arg$; ) Die beschauliche Villa mit zwei Innenhöfen ist ein ruhiger Rückzugsort. In den schönen, blitzblanken Zimmern stehen große Betten und kopierte Antiquitäten. Service und Frühstück sind gut, und man kann Stunden damit zubringen, die ungewöhnliche Wandskulptur im Hof zu analysieren. Bei Barzahlung bekommt man einen Rabatt.

Patios de Cafayate    HOTEL $$$

(422229; www.patiosdecafayate.com; RN40; Zi. 490–530 US$; ) Nur einen kurzen Fußmarsch ist es bis zu dieser abgeschiedenen, reizenden Anlage nördlich der Stadt. Das stilvoll-elegante Hotel bietet einen beflissenen, professionellen Service. Die Zimmer im klassischen Kolonialstil sind mit noblem dunklem Holzmobiliar und heimischem Kunsthandwerk ausgestattet und blicken entweder in die umliegenden Weingärten oder in den Hotelgarten mit den herrlichem Pool. Es gibt auch einen Spa-Bereich. Zugang über die Weinkellerei El Esteco.

Hostal del Valle     PENSION $

Google Maps (421039; www.welcomeargentina.com/hosta delvalle; San Martín 243; EZ/DZ 165/220 Arg$; ) In dieser einladenden Pension voller blühender Topfpflanzen warten hübsche Zimmer mit großen, einladenden Betten und exzellenten Bädern auf die Gäste. Es gibt auch ein paar kleinere, dunklere Zimmer, die etwas günstiger, aber ebenfalls gut sind. Das Frühstück wird in einem Wintergarten auf dem Dach mit hervorragender Aussicht serviert. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Portal del Santo     HOTEL $$

Google Maps (422400; www.portaldelsanto.com.ar; Chavarría 250; EZ/DZ 310/396 Arg$; ) Kühle, weiße Eleganz zeichnet dieses gastfreundliche Hotel aus, das mit seinen Bogenarkaden einem Kolonialpalast ähnelt. Die unteren Zimmer öffnen sich zur Veranda oder zum schönen Garten mit Pool hin. Jene im Obergeschoss (DZ/Suite 462/700 Arg$) sind etwas größer und bieten Bergblick. Die Suiten haben jeweils vier Betten.

Hotel Munay     HOTEL $$

Google Maps (0388-15-585-4718; www.munayhotel.com.ar; Chavarría 64; EZ/DZ 240/280 Arg$; ) Die elegante Schlichtheit und die klaren, schnörkellosen Linien dieses Hotels scheinen die umliegende Sierra zu reflektieren. Die Gästezimmer sind schmucklos, attraktiv und makellos und haben gute Bäder. Das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis, die hilfsbereiten Angestellten und das gastfreundliche Flair machen das Munay zu einer hervorragenden Unterkunft.

Rusty-K Hostal     HOSTEL $

Google Maps (422031; www.rustykhostal.com.ar; Rivadavia 281; B 50 Arg$, DZ mit/ohne Bad 190/160 Arg$; ) Die Ruhe in dem weinbewachsenen Innenhofgarten wird nur hier und da vom Klack-Klack auf der Tischtennisplatte unterbrochen. Hübsche Doppelzimmer und ein erstklassiger Service machen diese Herberge zu Cafayates bester Billigunterkunft. Unbedingt im Voraus buchen.

El Portal de las Viñas     PENSION $$

Google Maps (421098; www.portalvinias.com.ar; Nuestra Señora del Rosario 155; D/4BZ 250/400 Arg$; ) Die komfortable, unprätentiöse Pension gleich hinterm Hauptplatz hat viel Persönlichkeit. Zu den Highlights gehören die höfliche, aufrichtige Begrüßung durch den Besitzer und die allgemeine Ruhe. Die Zimmer mit Terrakottaböden und großen Bädern liegen um einen von Weinranken beschatteten Innenhof.

Hotel Tinkunaku     HOTEL $$

Google Maps (421148; Diego de Almagro 12; EZ/DZ 150/260 Arg$; ) In diesem freundlichen Hotel bekommt man viel für seine Pesos: großzügig bemessene Zimmer in ruhiger und doch zentraler Lage, eine lässige Atmosphäre und einen Sommerpool hinterm Haus.

Hostel Ruta 40     HOSTEL $

Google Maps (421689; www.hostel-ruta40.com; Av. General Güemes 178; B/DZ 45/180 Arg$; ) Die Schlafsäle sind recht dunkel und können ein bisschen stickig sein, aber Ausstattung und Flair der zentral gelegenen Herberge sind gut. Die Zimmer mit Bad sind sehr günstig. Das Frühstück ist im Preis inbegriffen; es gibt auch eine Küche. Mit HI-Ausweis bekommt man einen Rabatt.

Cabañas Luna y Sol     APARTMENTS $$

Google Maps (421852; www.lunaysol.fr; 9 de Julio 31; EZ/DZ/4BZ 265/350/590 Arg$; ) Wunderbar für Familien und Paare: Die reizenden Apartments haben Küchenzeile und Wohnbereich, die größeren sind Maisonettewohnungen mit zwei Schlafzimmern. Es gibt einen kleinen Pool.

Hostal Ñusta     PENSION $$

Google Maps (421852; www.lunaysol.fr; Catamarca 15; DZ 240–300 Arg$; ) Die Superior-Zimmer in dieser kleinen, großzügig geführten Pension sind mit Klimaanlage und Flachbildschirmfernseher ausgestattet.

Hotel Emperador     HOTEL $

Google Maps (421268; Av. Güemes 46; EZ/DZ 150/200 Arg$; ) Der attraktiven Lobby werden die Gästezimmer nicht annähernd gerecht, und dennoch ist das Emperador direkt am Platz eine ansprechende Unterkunft mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hostel El Balcón     HOSTEL $

Google Maps (421739; www.elbalconhostel.com.ar; 20 de Febrero 110; B 50–70 Arg$, DZ 220 Arg$; ) Reisende lieben oder hassen dieses Hostel. Die Dachbar ist toll, aber in den großen Schlafsälen ist der Lärmpegel am Wochenende sehr hoch, und alles wirkt sehr geschäftstüchtig – z. B. wollen die Angestellten unbedingt ihre Touren an den Mann bringen.

Camping Lorohuasi    CAMPINGPLATZ $

(422292; Stellplatz pro Perp. 10 Arg$; ) Vom städtischen Campingplatz sind es nur zehn Gehminuten entlang der Avenida General Güemes ins Zentrum. Bei Wind kann es hier allerdings sehr staubig werden. Die Sanitäranlagen sind okay, ein kleiner Lebensmittelladen versorgt die Gäste mit dem Nötigsten.

Essen

Rund um die Plaza findet man viele sich ähnelnde Lokale, in denen man gute Regionalgerichte und am Wochenende Folkloremusik genießen kann.

Casa de las Empanadas     ARGENTINISCH $

Google Maps (Mitre 24; ein Dutzend Empanadas 30 Arg$) Das schnörkellose Restaurant schmücken die Kritzeleien zufriedener Gäste. Es bietet eine große Auswahl an Empanadas, die in der Regel alles sehr lecker sind. Regionaler Wein in Tonkrügen sowie humitas, locro und tamales runden das Mahl ab.

El Terruño     ARGENTINISCH $$

Google Maps (422460; www.terrunogourmet.com; Av. General Güemes 30; Hauptgerichte 37–60 Arg$; ) Das Restaurant bietet Tische an der Plaza, einen zuvorkommenden Service sowie kurioserweise zwei verschiedene Speisekarten: Auf der einen stehen wenig traditionelle Gerichte wie Lachs und Avocadosalat sowie viele Fischkreationen. Der Saxophonspieler am Eingang unterhält die Gäste drinnen und draußen.

El Rancho     ARGENTINISCH $

Google Maps (www.elranchocafayate.com.ar; V Toscano 4; Hauptgerichte 25–48 Arg$) Das El Rancho, eine Klasse besser als die vielen unberechenbaren Restaurants an der Plaza, hat eine kleine, einfache Karte mit lokalen Klassikern wie locro und ein paar gute Hähnchengerichten. Es gehört zu einer Bodega, weshalb die Weine der Konkurrenz überteuert sind. Besonders schön ist es hier an langen Winterabenden, wenn im Kamin ein wärmendes Feuer knistert, und an den Abenden, wenn ein blinder Gitarrist unaufdringlich folklórica spielt.

Heladería Miranda     EISCREME $

Google Maps (Av. General Güemes; Eis in der Waffel 7–16 Arg$; 10–22 Uhr) Ein typisch argentinisches Dilemma, nämlich die Frage, ob man schweren roten Cabernet oder trockenen weißen Torrontés wählen soll, hat man in Eisdielen normalerweise nicht. Hier ist das aber ganz anders: Mirandas Wein-Eiscreme ist Cafayatas ganzer Stolz.

Ausgehen

Chato’s Wine Bar    WEINBAR

Google Maps (Nuestra Señora del Rosario 132; 19–24 Uhr) Das ungewöhnliche, von einem herzlichen, englisch sprechenden Chef geführte Lokal ist gemütlich-stilvoll eingerichtet. Die einzige echte Weinbar der Stadt serviert 200 verschiedene offene Weine – ein toller Ort für eine Weinprobe, ein Gläschen in netter Runde und ein Schwätzchen über Wein (aber auch ganz andere Themen).

Shoppen

An und um die zentrale Plaza findet man viele Artesanía-Läden. Auf dem kooperativ betriebenen Mercado Artesanal Google Maps (Av. General Güemes; 9–22 Uhr) werden die Arbeiten vieler einheimischer Handwerker zu mehr als fairen Preisen verkauft. Schöne Silberwaren findet man in der Werkstatt von Jorge Barraco Google Maps (Colón 157).

Praktische Informationen

An der Plaza gibt es Banken mit Geldautomaten sowie Möglichkeiten zum Telefonieren und Internet-Surfen.

Kiosk der Touristeninformation (422442; Plaza San Martín; 8–20 Uhr) An der nordöstlichen Ecke der Plaza.

An- & Weiterreise

Flechabus (Mitre s/n) bietet fünf- bis sechsmal am Tag Busfahrten nach Salta (60 Arg$, 4 Std.) sowie ein- oder zweimal am Tag nach Angastaco (22 Arg$, 2 Std.) via San Carlos an. Vielleicht gibt es inzwischen auch eine Busverbindung nach Cachi. Busse von Aconquija (Ecke Av. General Güemes & Alvarado) fahren zwei- bis viermal täglich über Amaicha del Valle nach Tucumán (90–103 Arg$, 5–6 ½ Std.) und nach Tafí del Valle (52–64 Arg$, 2 ½–4 Std.); ein paar Busse fahren über Santa María (30 Arg$, 2 Std.). El Indio (Belgrano s/n) bietet einen Bus am Tag nach Salta und fährt zudem auch noch nach Santa María.

Unterwegs vor Ort

Taxis warten gegenüber der Kathedrale auf der Plaza. Mit ihnen gelangt man leicht zu Bodegas und andere Orte außerhalb der Stadt. Falls man kein Taxi findet, wählt man die 422128. Die Fahrt nach Quilmes und zurück (inklusive Wartezeit) kostet 200 Arg$, nach San Carlos werden für die einfache Fahrt 40 Arg$, nach Angastaco 120 Arg$ verlangt.

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Quebrada de Cafayate

Nördlich von Cafayate verläuft die Straße nach Salta durch die karge und spektakuläre Quebrada de Cafayate, eine wilde Landschaft aus Sandstein, die in kräftigen Farben leuchtet und zu unwirklichen Felsformationen verwittert ist. Der Río de las Conchas hat diese Schlucht in die Landschaft geschnitten und legte dabei Sedimentschichten frei, die nun eine Vielfalt an Farbtönen von tiefem Rot über Ocker bis hin zu Grün zeigen. Obwohl auch die Fahrt schon sehr spektakulär ist – die Straße gehört ganz sicher zu den bemerkenswertesten Strecken des Landes –, lohnt es sich doch, Teile der Schlucht aus der Nähe zu betrachten. Die beste Zeit dafür ist der späte Nachmittag, wenn die tief stehende Sonne die Farben noch intensiver leuchten lässt.

Nur eine kurze Strecke nördlich von Cafayate liegt das ausgedehnte Dünenfeld Los Médanos, hinter dem sich die eigentliche Schlucht erstreckt. Auf einige der bemerkenswertesten Felsformationen weisen Schilder an der Straße hin. Sehr markant sind etwa El Sapo („die Kröte“) oder die nebeneinander liegenden Garganta del Diablo („Teufelsschlund“) und Anfiteatro („Amphitheater“) um den Kilometer 47 herum. Spalten im Fels bieten eine Zugangsmöglichkeit, um die bizarr geformten Steine aus der Nähe zu bewundern. Die erstaunlichen Muster der verschiedenen Schichten sind durch tektonische Verschiebungen entstanden.

Diese Sehenswürdigkeiten sind gut besucht. Manchmal folgen Einheimische den Touristen in der Hoffnung auf ein paar Pesos als Dank für eine kleine „Führung“. Verkäufer von artesanía und Musiker halten sich hier überall auf, dafür fehlt eine dringend benötigte Lokalität, in der man verlässlich Essen oder Wasser kaufen kann.

An- & Weiterreise

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Canyon zu erkunden. Touren von Salta aus sind kurz und reglementiert; besser nimmt man an einer Tour von Cafayate aus teil, wo man auch Fahrräder ausleihen kann. Die Räder dürfen in Bussen zwischen Cafayate und Salta mitgenommen werden, die Fahrer lassen einen überall im Quebrada-Gebiet aussteigen.

Auch die Kombination aus Busfahren und Wandern und gegebenenfalls Trampen ist möglich. Vorher sollte man allerdings den Fahrplan der Busse Salta – Cafayate checken. Unbedingt Proviant und genügend Wasser mitnehmen – in der trockenen Hitze muss man extrem viel trinken. Ein guter Ausgangspunkt für die Erkundungstour ist die Garganta del Diablo, von dort aus sind auch andere Attraktionen zu Fuß zu erreichen.

Tucumán & Umgebung

Tucumán ist Argentiniens zweitkleinste Provinz, spielt aber in der Geschichte des Landes eine wichtige Rolle. Hier erklärte sich das Land für unabhängig, und die ansässige Zuckerindustrie ist von immenser Bedeutung für die Wirtschaft des Landes.

Die Stadt Tucumán ist heiß und voller Energie und steht damit in krassem Gegensatz zu Tafí del Valle in den westlichen Bergen, das mit frischer, gesunder Luft aufwarten kann. Hier befindet sich zudem an der Landstraße nach Cafayate die wichtigste präkolumbische Stätte Argentiniens – Quilmes. Im Süden von Tucumán erstreckt sich die abgelegene Provinz von Santiago del Estero mit einer angenehm schläfrigen Atmosphäre.

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Tucumán

0381 / 738 479 Ew. / 420 m

Heiß wie im Backofen, voller Leben und geradezu aufdringlich: (San Miguel de) Tucumán, die Wiege der Unabhängigkeit Argentiniens, ist die fünftgrößte Stadt des Landes und fühlt sich so auch an. Das Großstadtgetümmel erlebt manch einer, der aus den ruhigeren Provinzstädten im Nordwesten in die Stadt kommt, geradezu als Schock. Nicht jeder wird Tucumán auf Anhieb mögen, man sollte sich aber nicht vom ersten Eindruck abschrecken lassen. Um die Stadt kennenzulernen, braucht man – und das ist keine Floskel – etwas Zeit. So manchen wird Tucumán am Abend am besten gefallen, wenn Gestank und Hitze nachlassen und die Cafés und Bars zum Leben erwachen.

Tucumáns Arbeiterflair und Bodenständigkeit wird von einer lebhaften kulturellen Szene ergänzt, und mit seinen Café-Bars, Buchläden, Kunstausstellungen und traditionellen peñas ist es seinen beschaulichen Nachbarstädten einen Schritt voraus. Weniger fortschrittlich ist das Benehmen des durchschnittlichen tucumano (Bewohner Tucumáns) der Damenwelt gegenüber: Frauen müssen hier mit mehr piropos (Anmachsprüchen) rechnen als anderswo.

Geschichte

Das 1565 gegründete Tucumán setzte sich vom Rest der Region ab, als hier 1816 der Kongress stattfand, der schließlich Argentiniens Unabhängigkeit ausrief. Im Gegensatz zu anderen Kolonialstädten im Nordwesten konnte Tucumán danach seine Wirtschaft erfolgreich neu ausrichten. Es liegt am südlichen Ende der frostfreien, für den Zuckerrohranbau geeigneten Zone und nahe genug an Buenos Aires, um vom wachsenden Markt der Hauptstadt zu profitieren. Im Jahr 1874 wurde die Stadt ans Eisenbahnnetz angeschlossen – was den Transport des Zuckerrohrs enorm erleichterte. Zum Wachstum der Zuckerrohrindustrie trugen zudem einheimisches und britisches Kapital bei. Einige Wirtschaftskrisen trafen Tucumán hart, doch die Verwendung des Zuckerrohrs zur Energiegewinnung sorgt inzwischen für großen Optimismus hinsichtlich der Zukunft.

Detailansicht der Karte folgt

Sehenswertes

Casa de la Independencia (Casa Histórica)     MUSEUM

Google Maps (Congreso 151; Eintritt Erw./Kind 10 Arg$/frei; 10–18 Uhr) In der blendend weiß getünchten Casa de la Independencia im späten Kolonialstil erklärten unitaristische Juristen und Kleriker – die Federalisten boykottierten den Kongress – am 9. Juli 1816 Argentiniens Unabhängigkeit von Spanien. Porträts der Unterzeichner schmücken die Wände des Raums, in dem die Erklärung unterschrieben wurde – alles andere wurde wiederaufgebaut. Zur Vorgeschichte dieses richtungweisenden Ereignisses gibt es umfangreiche Informationen auf Spanisch, es gibt aber auch kostenlose Führungen auf Englisch.

Täglich außer donnerstags findet um 20.30 Uhr eine Licht-Ton-Schau statt (Eintritt Erw./Kind 10/5 Arg$).

Auf dem Gelände neben dem Gebäude werden an Ständen Kunsthandwerk und traditionelles Essen verkauft.

Museo Folclórico Manuel Belgrano    MUSEUM

Google Maps (Av. 24 de Septiembre 565; Di–So 9–13 & 15–20 Uhr) Das sympathische Museum in einem Kolonialhaus präsentiert eine gute Sammlung traditioneller Pferdegeschirre der Gauchos und Musikinstrumente (etwa aus dem Panzer des Gürteltiers gefertigte charangos) sowie Webarbeiten und ein paar heimische Töpferwaren.

Casa del Obispo Colombres     MUSEUM

Google Maps (Mo–Fr 8–13 & 14–18.30, Sa &So 8–18 Uhr) Mitten im Parque 9 de Julio (ehemals die El-Bajo-Plantage von Bischof Colombres) steht die schöne Casa del Obispo Colombres aus dem 18. Jh. Das Haus beherbergt ein Museum über die Zuckerindustrie, das der umtriebige Kleriker (eine wichtige Figur in der Unabhängigkeitsbewegung) selbst begründete. Die Infotafeln sind ins Englische übersetzt.

Geführte Touren

Jede Menge Unternehmen bieten diverse Touren an – vom geruhsamen Stadtbummel bis zu Kanufahrten, anspruchsvollen Wanderungen und Gleitschirmflügen. In Tucumán wurde sogar schon der Paragliding-Weltcup ausgetragen; die meisten Gleitschirmschulen findet man in San Javier in den Hügeln im Nordwesten. In der Touristeninformation ist eine umfangreiche Liste erhältlich. Ein lohneswertes Erlebnis ist die schöne, nicht allzu schwierige viertägige Wanderung von Tucumán nach Tafí del Valle.

Ein paar Anbieter:

Montañas Tucumanas     OUTDOOR-AKTIVITäTEN

(0381-15-467-1860; www.montanastucumanas.com) Die freundlichen, professionellen Mitarbeiter organisieren z. B. Wanderungen, Kletter- und Kajaktouren und Abseilen nahe Tucumán und in anderen Gebieten.

Tucumán Parapente    PARAGLIDING

(0381-15-444-7508; www.tucumanparapente.com.ar) Tolle Gleitschirm-Tandemflüge über die Yungas-Wälder sowie Flugkurse.

Turismo del Tucumán     TOUREN

Google Maps (422-7636; www.turismodeltucuman.com; Cri-sóstomo Álvarez 435) Hier werden geführte Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in der ganzen Provinz, darunter nach Tafí del Valle und Quilmes angeboten.

Walter „Paco“ Castro     DRACHENFLIEGEN

([email protected]) Von Lesern empfohlener Drachenfluglehrer, der auch Tandemflüge anbietet.

Feste & Events

Die Feiern zum Día de la Independencia (Argentiniens Unabhängigkeitstag) am 9. Juli werden in Tucumán, der Wiege der Unabhängigkeit, ganz besonders festlich begangen. Die tucumanos feiern auch die Batalla de Tucumán (Schlacht von Tucumán) am 24. September.

Schlafen

Die meisten Hotels in Tucumán sind überteuert. Man kann aber, vor allem bei Barzahlung, erhebliche Nachlässe aushandeln.

Tucumán Center     HOTEL $$$

Google Maps (452-5555; www.tucumancenterhotel.com.ar; 25 de Mayo 230; EZ/DZ 550/630 Arg$; ) An diesem noblen Business-Class-Hotel mitten im Zentrum gibt es schwerlich etwas aussetzen. Service und Ausstattung – darunter ein kleiner Fitnessraum und ein Pool im Freien – sind erstklassig, und die riesigen Betten sind herrlich behaglich. Die Suiten bieten viel, fast zu viel Platz, und außerdem Badewannen mit Hydromassage. In den Sommermonaten erhält man erhebliche Preisnachlässe; Sonderangebote findet man auf der Website.

Aire Urbano    BOUTIQUEHOTEL $$$

(424-2397; www.aireurbano.com; Ayacucho 681; DZ/Superior-DZ 550/615 Arg$; ) Das kleine Hotel ein paar Blocks südlich vom Zentrum, gegenüber einer Plaza, ist eine wunderbare Oase. Man fühlt sich wie bei Freunden zu Hause – allerdings haben diese Freunde einen Pool, eine Sauna und ein Jacuzzi im begrünten Innenhof und eine geschmackvoll eingerichtete Lounge. Die Gästezimmer sind toll; die Superior-Zimmer sind größer und haben sogar ihre eigenen Whirlpools.

Casa Calchaquí    PENSION $

(425-6974; www.casacalchaqui.com; Lola Mora 92, Yerba Buena; EZ/DZ/4BZ 160/220/310 Arg$; ) 6 km westlich vom Zentrum, im vornehmen Wohnviertel Yerba Buena findet man diesen einladenden Rückzugsort. In den komfortablen, rustikalen Zimmern und im Garten mit Hängematten, Bar-Service und Minipool kann man wunderbar entspannen. In Yerba Buena gibt es viele gute Restaurants und Bars. Von Tucumán gelangt man mit dem Taxi dorthin (30 Arg$30; man muss den Taxifahrer darauf hinweisen, dass die Casa Calchaquí in Yerba Buena gemeint ist) oder mit den Buslinien 102 und 118, die gegenüber vom Busbahnhof losfahren. Die Straße zweigt bei Nummer 1100 von der Avenida Aconquija ab. Die Pension verleiht Fahrräder.

Backpacker’s Tucumán     HOSTEL $

Google Maps (430-2716; www.backpackerstucuman.com; Laprida 456; B 55 Arg$, EZ mit/ohne Bad 122/110 AR$, DZ mit/ohne Bad 174/164 AR$; ) Von dieser verlässlichen, einladenden Herberge sind es nur ein paar Schritte zur lebhaften Restaurantmeile 25 de Mayo. Sie hat einen lässig-leichten Charme und bietet viele Annehmlichkeiten. Die geräumigen, hohen Schlafsäle sind mit Ventilatoren ausgestattet. Leider hallt zuweilen Lärm durchs Haus. Mit einem gültigen HI-Ausweis bekommt man einen Rabatt.

Swiss Hotel Metropol     HOTEL $$$

Google Maps (431-1180; www.swisshotelmetropol.com.ar; 24 de Septiembre 524; EZ/DZ 480/610 Arg$; ) Die modernen Zimmer mit großen Bädern haben leider nur winzige Balkone (nur zum Stehen geeignet). Der fantastische Pool auf dem Dach entschädigt dafür, ebenso die ausgesprochen zentrale Lage. Die oben angegebenen Preise sind Richtpreise – meist zahlt man, bei etwas Verhandlungsgeschick, bedeutend weniger.

Hotel Carlos V     HOTEL $$

Google Maps (431-1666; www.hotelcarlosv.com.ar; 25 de Mayo 330; EZ/DZ 355/435 Arg$; ) Die Zimmer hier haben einen gewissen Charme – was wohl an den pergamentfarben gestrichenen Wänden und den hellen Bettüberwürfen liegt, denn groß sind sie wirklich nicht! Mit seiner zentralen Lage und dem relativ eleganten Ambiente sowie einem gut besuchten Café-Restaurant ist das Carlos V eine respektable und empfehlenswerte Adresse in Tucumán.

King Hotel     HOTEL $

Google Maps (431-0211; Chacabuco 18; EZ/DZ 130/160 Arg$; ) Geschäftsreisende steigen gern in diesem Hotel ab, weil es komfortabel und sauber ist und sehr zentral liegt. Die Preise sind für Tucumán-Verhältnisse zudem sehr fair. Da das Hotel oft schon am Nachmittag voll belegt ist, sollte man im Voraus ein Zimmer reservieren.

Essen

Tucumán ist für seine wunderbaren Empanadas mit Ei berühmt, sie findet man hier überall. Die Calle 25 de Mayo, die „Fress-Meile“, ist gesäumt von modernen Café-Bars, die heimische und internationale Küche in großer Vielfalt anbieten. Wer hier nicht auffallen möchte, sollte unbedingt eine Eiswaffel in der Hand halten; es gibt eine Unzahl von Eisdielen rund um den Platz, um sich damit einzudecken.

Mi Nueva Estancia    PARRILLA $

Google Maps (430-7049; Córdoba 401; Hauptgerichte 30–50 Arg$) Lecker! Das gilt für die Fleischgerichte in diesem beliebten Grillrestaurant, aber auch die Salatbar und die restliche Speisekarte sammeln Pluspunkte. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bezüglich Qualität und Quantität. Die Kellner sind freundlich und tüchtig.

La Leñita     PARRILLA $$

Google Maps (422-9196; 25 de Mayo 377; Hauptgerichte 45–65 Arg$) Dies ist eine der besten Parrilla-Restaurants in diesem Teil der Welt – weniger wegen der Einrichtung (wer ist nur auf die Idee mit dem Sportkneipenlook gekommen?) als vielmehr wegen des Services und des erstklassigen Fleischangebots. Zu empfehlen sind z. B. picana (Rumpsteak) oder köstliche mollejitas (Kalbsbries). Bei der Tischwahl sollte man sich gut überlegen, wo man sich hinsetzt: Der Luftzg aus der Klimaanlage ist eiskalt.

El Portal     ARGENTINISCH $

Google Maps (422-6024; Av. 24 de Septiembre 351; Gerichte 4–42 Arg$; 10–23 Uhr) Das rustikale Lokal mit Tischen drinnen und draußen befindet sich einen halben Block östlich der Plaza Independencia. Auf der kleinen, Karte stehen Empanadas, locro und Ähnliches. Schmackhaft und authentisch.

Setimio     ARGENTINISCH $$

Google Maps (431-2792; Santa Fe 512; Gerichte 35–65 Arg$; Mo–Sa 19.30–1.30 Uhr) Regale voller Flaschen schmücken die Wände dieses eleganten Weinladens und Restaurants. Auf der kleinen Speisekarte stehen schicke Salate, gebratenes Hähnchenfleisch, Lachs in Salzkruste und andere verlockende Kreationen. Mehrere offene Weine sind im Glas erhältlich – oder man wählt eine der mehreren Hundert Flaschen in den Regalen (mit einem kleinen Entkorkungsaufschlag).

La Sirio-Libanesa     NAHöSTLICH $

Google Maps (Maipú 575; Menüs 25–46 Arg$; tgl. Mittagessen, Mo–Sa Abendessen; ) Das Restaurant im Syrisch-Libanesischen Club bietet köstliche Gerichte aus dem östlichen Mittelmeerraum – eine willkommene Abwechslung zur argentinischen Küche! Zu empfehlen sind Auberginenmus, kipe naye (marniertes rohes Hackfleisch, auch arabisches Tatar genannt) und Tabouleh-Salat. Man kann zwischen Menüs und à la carte wählen.

Il Postino     PIZZA, PASTA $$

Google Maps (Ecke 25 de Mayo & Córdoba; Pizzas & Pastagerichte 28–50 Arg$; 7–2 Uhr; ) Im diesem Lagerhaus aus Backstein werden Pizza und Pasta flott serviert. Alle lieben dieses Restaurant, weshalb man oft auf einen Tisch warten muss. Doch dafür wird man belohnt, insbesondere die Pizzas sind Weltklasse. Es gibt auch tapasähnliche Snacks. In der Junín 86 findet man eine weitere Filiale.

Fon Restaurante     VEGETARISCH $

Google Maps (Maipú 435; Büfett AR$30; Mo–Sa Mittagessen; ) Das Mittagsbüfett in diesem vegetarischen Restaurant besteht hauptsächlich aus chinesischen Gerichten, bietet aber auch ein paar hiesige Klassiker wie ensalada rusa (russischer Salat) und Empanadas. Kein Feinschmeckerlokal, aber ganz okay.

Ausgehen

Von Donnerstag bis Samstag ist die Calle Lillo im Abasto-Viertel das Zentrum des Nachtlebens. Vom Zentrum aus geht man die San Lorenzo Richtung Westen, und schon bald ist man mitten drin im Geschehen, wo man unter Dutzenden von Bars und Nachtclubs wählen kann. Beliebte boliches findet man auch in Yerba Buena, von der Stadtmitte aus gesehen 6 km westlich.

Filipo     CAFé

Google Maps (Mendoza 501; licuados 16 Arg$; 7–1 Uhr) Glitzerndes Gläser am Eingang, Tische im Freien und Kellner mit Fliege verleihen diesem Café das gewisse Etwas. Die Highlights sind der Espresso, die preisverdächtigen Apfel-licuados (Fruchtmixgetränke) und das Bier, das kredenzt wird, als sei es Champagner.

Plaza de Almas     CAFé, BAR

Google Maps (www.plazadealmas.com; Maipú 791; Hauptgerichte 20–40 Arg$; 20 Uhr bis spätnachts) Das bezaubernde Lokal mit mehreren Ebenen ist bei Tucumáns junger Künstlergemeinde beliebt. Unter den vielen Kombinationen aus Café, Bar und Restaurant in der Stadt ist es eines der besten. Auf der kleinen Karte stehen unter anderem Kebabs und Salate.

Peña El Cardón     TRADITIONELLE MUSIK

Google Maps (497-8235; Las Heras 50) In dieser historischen traditionellen peña bekommt man einen Eindruck davon, wie solche Lokale aussahen, ehe sie dazu übergingen, Shows für Touristen aufzuführen. Das Peña El Cardon bietet einen hübschen Patio, köstliche Empanadas und regelmäßig kulturelle Events. Wenn es freitags und samstags ab ca. 22 Uhr Live-folklore gibt, wird es voll, laut – und vor allem spät.

Costumbres Argentinas     BAR

Google Maps (San Juan 666; Mi–Sa 21.30–4 Uhr) Obwohl die Adresse ein Widerspruch in sich zu sein scheint, hat diese originelle, beliebte und angenehme Bar ein künstlerisches Flair und präsentiert hin und wieder Livemusik. Hinter dem Gebäude erstreckt sich auf zwei Stockwerken ein netter Biergarten, genau das Richtige für wareme und lange Sommernächte. Auch einige einfache Speisen sind hier erhältlich.

Praktische Informationen

Internetcafés und Telefonläden gibt es in Tucumán zuhauf. Viele der Banken im Zentrum haben Geldautomaten.

El Ateneo (25 de Mayo 182) Die hervorragende Buchhandlung führt auch Straßenkarten und eine kleine Auswahl an leichter Literatur in Englisch; dazu gehört ein Café.

Hospital Padilla (429-0969; Alberdi 550)

Touristeninformation (430-3644; www.tucumanturismo.gob.ar; 24 de Septiembre 484; Mo–Fr 8–22, Sa & So 9–21 Uhr) Das Büro an der Plaza hat hilfsbereite, kundige Mitarbeiter. Ein weiteres Büro findet man im Einkaufszentrum am Busbahnhof (gleiche Öffnungszeiten).

An- & Weiterreise

Bus

Tucumáns Busbahnhof (Brígido Terán 350) ist ein riesiger Komplex mit 60 Bussteigen, vielen Läden und Dienstleistern. Der Informationsstand (430-6400) befindet sich außerhalb, neben dem Supermarkt.

Flugzeug

Aerolíneas Argentinas (431-1030; 9 de Julio 110) bietet mehrere Flüge am Tag nach Buenos Aires. LAN (422-0606; Laprida 176) fliegt ein- oder zweimal täglich dorthin, Sol (www.sol.com.ar) verbindet Tucumán mehrmals die Woche mit Rosario und Córdoba, und Aerosur (452-2300; Rivadavia 137) fliegt dreimal wöchentlich nach Santa Cruz in Bolivien.

Zug

Die argentinische Bahn ist nicht mehr das, was sie mal war. Aber von Tucumáns schönem Estación Mitre (430-9220; www.ferrocentralsa.com.ar) nordwestlich der Stadt fahren noch zweimal die Woche Züge nach Buenos Aires (über Santiago del Estero und Rosario). Meistens dauert die Fahrt um Stunden länger als im Fahrplan angegeben – doch sie ist ein altmodisches Erlebnis, das Reisenden ohne Zeitdruck und begrenztem Reisebudget gefallen wird.

Zur Zeit der Recherche zu diesem Buch brachen Züge im Bahnhof von Buenos Aires montags und freitags um 9.55 Uhr zu der 25-stündigen Fahrt auf. In Tucumán fahren sie mittwochs um 17 Uhr und samstags um 19.40 Uhr ab.

Die Fahrt kostet in der Turista-Klasse (2. Klasse)/1. Klasse/Pullman (Liegesitze) 45/70/130 Arg$ und im Schlafwagen 400 Arg$ (2 Personen).

BUSSE AB TUCUMÁN

REISEZIEL FAHRPREIS (ARG$) FAHRZEIT (STD.)
Buenos Aires 438 16
Cafayate 72
Catamarca 80 4
Córdoba 185 7–9
Jujuy 113 5
La Quiaca 207 11
La Rioja 129 6
Mendoza 333 13
Posadas 408 17
Resistencia 247 11
Salta 101
Salvador Mazza 204 10
San Juan 304 12
Santiago del Estero 43 2
Tafí del Valle 30 2½–3

Unterwegs vor Ort

Der Aeropuerto Benjamín Matienzo liegt 8 km östlich des Stadtzentrums. Unregelmäßig fährt ein Bus vom Terminal in die Stadt: Die Taxifahrt kostet ca. 45 Arg$45.

Bei den Bussen im Stadtgebiet (2,50 Arg$) sind vorne deutlich sichtbar die Zielorte angegeben.

Es gibt mehrere Autovermietungen. Eine gute Wahl ist Móvil Renta (431-0550; www.movilrenta.com.ar; San Lorenzo 370).

TAGESAUSFLüGE VON TUCUMáN

Wer der heißen, hektischen Stadt entfliehen möchte, kann auch einen schönen Tagesausflug in die fruchtbare, hügelige Gegend Las Yungas im Nordwesten von Tucumán unternehmen. Die Touristeninformation gibt Auskunft über reizvolle Ziele, etwa den Stausee El Cadillal (Dique Celestino Gelsi) mit Gelegenheit zum Campen, Schwimmen und Windsurfen, und den Parque Sierra de San Javier. Das Naturreservat steht unter der Leitung der Universität. Hier können sich Besucher geführten Wanderungen anschließen, etwa zum kleinen, aber hübschen Wasserfall des Río Noque. Das Busunternehmen San Pedro (Schalter 69) fährt regelmäßig vom Busbahnhof von Tucumán nach El Cadillal (5.20 Arg$, 1 Std.), das Unternehmen San Javier (kein Fahrkartenschalter, Abfahrt von Bussteig 57/58) steuert den gleichnamigen Ort (wo es einige Unterkünfte gibt) und das Schutzgebiet an. Auch die meisten Tourveranstalter in Tucumán bieten Ausflüge in dieses Areal an, in dem Paraglider in die Lüfte starten.

Tafí del Valle

03867 / 3300 Ew. / 2100 m

Wenn die Tucumanos der sommerlichen Hitze entfliehen wollen, fahren sie gewöhnlich in den hübschen Bergort Tafí. Allein die Fahrt dorthin ist eindrucksvoll. Die enge Schlucht des Río de los Sosas, die auf beiden Seiten von dichtem, üppig grünem subtropischem Wald bestanden ist, öffnet sich zu einem oftmals im Dunst liegenden Tal. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra del Aconquija bilden eine imposante Kulisse. Die steile Bergstraße und die entsprechenden Ausblicke kann man auf einem Fensterplatz im Bus am besten genießen.

Tafí ist ein nettes Plätzchen, um ein paar Tage auszuruhen: Die Luft ist frisch, es gibt viele Budgetunterkünfte, und die Einwohner sind sehr entspannt. Wer will, kann auch auf einer historischen Ranch übernachten.

Das Zentrum von Tafí besitzt die Form eines Dreiecks, begrenzt von drei Straßen. Die Avenida Miguel Critto, die Hauptstraße des Ortes, verläuft von Ost nach West. Wer sich am Busbahnhof nach links wendet, hat sie schnell erreicht. In der Avenida Perón ist am meisten los, die Belgrano führt von der Perón an der Kirche vorbei nach oben. Viele öffentliche Einrichtungen finden sich am oder in der Nähe des ungewöhnlichen halbkreisförmigen Platzes.

Sehenswertes & Aktivitäten

Mehrere Leute im Ort vermieten Pferde (Schilder für alquilo caballos oder cabalgatas weisen darauf hin) für Ausritte im Tal.

Capilla La Banda    KIRCHE, MUSEUM

(Av. José Friás Silva; Eintritt 5 Arg$; 8–18 Uhr) Die Jesuitenkapelle aus dem 18. Jh. wurde nach der Vertreibung der Jesuiten von der Familie Frías Silva aus Tucumán erworben und in den 1830er-Jahren ausgebaut. In den 1970er-Jahren versetzte man das Gebäude wieder in seinen ursprünglichen Zustand. Interessant ist der Fluchttunnel unter dem Altar. Ausgestellt ist eine kleine Sammlung Graburnen, sakrale Kunst der Cuzco-Schule, Priestergewänder und Stilmöbel.

Die Kapelle ist vom Zentrum aus leicht zu Fuß zu erreichen. Nach Überqueren der Brücke über den Fluss folgt man einfach der Straße, nach 750 m sieht man links die Kapelle.

Wanderungen bei Tafí    WANDERN

Mit einigen Gipfeln und Zielen ringsum ist das Bergwandern um Tafí del Valle eine feine Sache. Der Aufstieg auf den 3000 m hohen Cerro El Matadero dauert vier bis fünf Stunden; weitere Wanderungen führen auf den 3600 m hohen Cerro Pabellón (6 Std.) und den 4500 m hohen Cerro El Negrito; Ausgangpunkt für diesen Aufstieg ist die Cristo-Redentor-Statue an der RN 307, die nach Acheral führt. Die Pfade sind schlecht markiert, außerdem mangelt es an Wanderkarten. Man kann aber einen Bergführer engagieren; Auskünfte dazu gibt die Touristeninformation. Eine leichtere Wanderung führt auf den Cerro El Pelado mit Blick auf die Stadt. Nach Überqueren der Brücke nach Capilla ist sofort links der Pfad zu erkennen. Der Aufstieg dauert 1¼ Stunden, abwärts geht es natürlich deutlich schneller. Vom selben Ausgangspunkt kann man gemütlich ins 10 km entfernte El Mollar wandern. Man folgt dem Flussverlauf und dem Stauseeufer, erkundet den Menhir-Park (s. Klicken Sie hier) und fährt mit dem Bus zurück.

Geführte Touren

La Cumbre (421768; www.lacumbretafidelvalle.com; Perón 120) lädt die Tourteilnehmer in Allradfahrzeuge und unternimmt zwei- bis dreistündige Ausflüge ins Tal, fährt zum Menhir-Park bei El Mollar und zu einer nach traditionellen Methoden arbeitenden Käserei (100 Arg$ pro Pers.). Auch anspruchsvollere ganztägige Touren und Ausflüge zu den Ruinen von Quilmes sind im Angebot des Veranstalters.

Schlafen

Unter den vielen Unterkünften finden sich mehrere billige, einfache Schlafsäle für rund 40 Arg$ pro Person. Im Januar, an Ostern und im Juli wird es in Tafí voll, dann steigen die Preise um etwa 25 %. In Zimmern ohne Heizung kann es zu jeder Jahreszeit empfindlich kühl werden.

Wer mit einem Fahrzeug unterwegs ist, kann auch in einer der exzellenten estancias, die an der Straße nach Santa María liegen, nächtigen.

Estancia Los Cuartos    ESTANCIA $$

(0381-1558-74230; www.estancialoscuartos.com; Critto s/n; EZ/DZ 250/290 Arg$; ) Diese schöne Unterkunft mit äsenden Lamas liegt zwischen dem Busbahnhof und Zentrum und hat viel Charakter. Die Besucher fühlen sich in dem zwei Jahrhunderte alten Anwesen wie in einem Museum. In den Regalen stehen alte Bücher, die authentisch eingerichteten Zimmer riechen nach altem Holz und Wolldecken. In den Zimmern im modernen Anbau sind die Betten bequemer, es fehlt aber das historische Flair, wenngleich auch hier alles authentisch wirkt. In der Estancia wird traditioneller Käse produziert.

Las Tacanas    ESTANCIA $$

(421821; www.estancialastacanas.com; Perón 372; EZ/DZ 420/450 Arg$; ) Dieser sensationelle historische Komplex war einst eine Jesuiten-estancia. Heute bilden die sorgfältig gepflegten und eingerichteten Räumlichkeiten eine denkwürdige Unterkunft. Die über 300 Jahre alten Lehmgebäude beherbergen geschmackvolle, rustikale Gästezimmer mit edlem Mobiliar und Deckengewölbe. Obwohl man mitten in der Stadt ist, fühlt man sich wie auf einem Landgut, und die Familie, die es seit Generationen führt, heißt die Gäste immer herzlich willkommen.

Hotel Tafí    HOTEL $$

(421007; www.hoteltafiweb.com.ar; Belgrano 177; EZ/DZ 280/350 Arg$; ) Nicht verzweifeln, wenn man das Hotel von der Straße aus sieht: Innen ist es bei weitem schöner, mit Skihüttenflair und hilfsbereitem Personal. Die mittelgroßen Zimmer haben saubere Bäder, Holzböden, Bergblick und kleine Fernseher. Es gibt einen hübschen Steingarten, und an kühlen Abenden lockt die gemütliche Lounge mit riesigem Kamin.

Hostería Lunahuana    HOTEL $$

(421330; www.lunahuana.com.ar; Av. Miguel Critto 540; EZ/DZ 358/466 Arg$; ) Das stilvolle, beliebte Hotel bietet Zimmer mit Flair – einige haben sogar Zwischengeschosse, zu denen eine Wendeltreppe hochführt. Alles ist interessant und geschmackvoll dekoriert, die Mitarbeiter sind professionell und freundlich.

Hostel la Cumbre    HOSTEL $

(421768; www.lacumbretafidelvalle.com; Perón 120; B/DZ ohne Bad 55/130 Arg$) Die fröhlichen Orange- und Ockertöne im Hof und die Aussicht von der Dachterrasse sprechen für dieses Hostel. Die Zimmer sind etwas eng, aber sauber; es gibt eine einfache Küche und nettes Personal.

Hospedaje Celia    PENSION $

(421170; Belgrano 443; Zi. pro Perp. 50 Arg$) Die Pension abseits der Straße, von der Kirche 100 m den Hügel hoch, vermietet helle, weiße und komfortable Zimmer mit Bad. Man muss ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen – z. B. gibt es auf den Zimmern keine Steckdosen –, aber der Preis ist dennoch akzeptabel.

Los Palenques Hostel    HOSTEL $

(421677; www.lospalenqueshostel.com.ar; Los Palenques s/n; B 40 Arg$; ) Das freundlich-rustikale Hostel hat einfache Schlafsäle mit Bad, die sich um einen Hof mit Sierra-Blick gruppieren. Vom Busbahnhof folgt man der Critto, an der Touristeninformation vorbei, dann die erste Straße links. Nach 400 m erreicht man das Los Palenq.

Hotel Virgen del Valle    HOTEL $$

(421016; Los Menhires s/n; [email protected]; DZ 250 Arg$; ) Gleich hinter der Hauptstraße im Herzen Tafís bietet dieses Hotel geräumige, komfortable Gästezimmer an einem kleinen Hof. Zum Zeitpunkt der Recherche war dieses Haus eines der wenigen, wenn nicht sogar das einzige Mittelklassehotel in Talfi del Valle mit WLAN-Anschluss!

Nomade Hostel    HOSTEL $

(0381-15-440-0656; www.nomadehostel.com.ar; Los Castaños s/n; B 40 Arg$; ) Ein relaxtes, einladendes Etablissement, das lediglich zehn Gehminuten vom Busbahnhof entfernt liegt. Von dort aus geht man nach rechts und folgt der Teerstraße, bis das Hostel rechts ausgeschildert ist. Es gibt Preisnachlass für HI-Mitglieder.

Camping Los Sauzales     CAMPINGPLATZ $

(421880; Los Palenques s/n; pro Pers./Zelt 15/20 Arg$, pro Pkw 10–20 Arg$) Etwas heruntergekommener, aber netter Campingplatz etwa 750 m westlich der Plaza. Es werden auch einfache Hütten und Bungalows vermietet (80–140 Ar$).

Essen & Ausgehen

Don Pepito    PARRILLA $

(www.donpepitodetafi.com.ar; Perón 193; Hauptgerichte 32–52 Arg$) Sieht touristisch aus, der Service ist nicht immer gleich gut, und die Extras sind zu teuer… Dafür ist das Fleisch aber wirklich klasse. Das Parrillada-Menü sollte man nicht wählen und stattdessen lieber à la carte bestellen. Zu empfehlen sind die Nierchen, bife de chorizo oder chivito (Ziege), alles in üppigen Portionen. Häufig gibt es Livemusik (dann zahlt man ein bisschen mehr)

El Rancho de Félix    ARGENTINISCH $

(Ecke Belgrano & Juan de Perón; Hauptgerichte 29–46 Arg$; ) Das strohgedeckte Lokal wirkt wie eine große Scheune und ist zur Mittag unglaublich gut besucht. Auf der Karte stehen hauptsächlich regionale Spezialitäten wie locro und humitas, aber auch parrilla und diverse Pastagerichte. Wenn abends nicht viel los ist, machen die Betreiber gar nicht erst auf.

Kkechuwa    BAR

(Perón s/n) Nette Bar mit einer erstklassigen Auswahl an Bieren aus hiesigen Kleinbrauereien. Zu essen gibt es alles Mögliche von Sandwiches bis Lamagerichte.

Praktische Informationen

Im Ort findet man mehrere Möglichkeiten zu telefonieren und im Internet zu surfen.

Banco Tucumán (Av. Miguel Critto) Im Gebäude der municipalidad. Hier gibt es einen Geldautomaten.

Touristeninformation (Av. Miguel Critto; 8–21 Uhr) An der Einmündung in die Fußgängerzone.

An- & Weiterreise

Der eindrucksvolle Busbahnhof (Av. Miguel Critto) von Tafí liegt 400 m östlich vom Stadtzentrum. Die Busse von Aconquija fahren neunmal täglich nach Tucumán (30 Arg$, 3 Std.). In die Gegenrichtung geht es nach Santa María (34 Arg$, 1½ Std., 4–6-mal tgl.) und Cafayate (52–64 Arg$, 2½–4 Std.) und zwar über Amaicha del Valle und die Abzweigung zu den Ruinen von Quilmes.

Die Straße nach Santa María, Quilmes und Cafayate führt spektakulär über den 3050 m hohen Pass Abra del Infiernillo („Kleiner Höllenpass“). Auch die Straße von Tucumán bietet schöne Ausblicke.

Unterwegs vor Ort

Die Aconquija-Busse fahren im Sommer stündlich (im Winter alle 3 Std.) die Rundtour um den Cerro El Pelado, der in der Mitte des Tals liegt. Da ein Bus die südliche und ein anderer Bus die nördliche Route befährt, kann man die ganze Runde im Tal drehen, wenn man die Verbindungsstrecke zu Fuß läuft.

Rund um Tafí del Valle

Zu den zahlreichen Attraktionen im Tal rund um Tafí gehört der Parque de los Menhires (Eintritt 3 Arg$; 9–19 Uhr), eine Ansammlung von mehr als 100 Menhiren, die in der Umgebung gefunden wurden und etwa 2000 Jahre alt sind. Diese Überreste der Tafí-Kultur haben allerdings dadurch, dass sie nicht mehr an ihrem Ursprungsort stehen, ein wenig ihre Würde verloren. Der Park liegt 12 km südlich von Tafí in der Nähe der Plaza im Dorf El Mollar.

SANTA MARíA

03838 / 10 800 Ew. / 1900 m

Santa María an der Strecke von Tafí del Valle nach Cafayate ist eine gute Ausgangsbasis für die Erkundung der Ruinen von Quilmes. Die Stadt liegt schon in der Provinz Catamarca und bietet sich für einen Zwischenstopp an.

Die schöne Plaza im Zentrum befindet sich neun Blocks nördlich vom Busbahnhof. Die Touristeninformation (421083; www.munisantamaria.gov.ar/turismo; Mo–Fr 7–22, Sa & So 8–22 Uhr) mit außerordentlich hilfsbereiten Mitarbeitern und geradezu besucherfreundliche Öffnungszeiten findet man direkt am Platz unter Schatten spendenden Bäumen. An einer Ecke der Plaza residiert das empfehlenswerte Museo Arqueológico Eric Boman (Ecke Belgrano & Sarmiento; Mo–Fr 9–20, Sa 10–20 Uhr) mit einer interessanten Sammlung an Töpferwaren sowie Gold- und Silbergrabschmuck aus diesem archäologisch bedeutsamen Gebiet. Im Hinterzimmer – hier muss man extra um Einlass bitten – sind viele kunstvoll verzierte Bestattungsurnen zu sehen. Die Artesanía-Kooperative nebenan verkauft Webwaren und andere Handwerksprodukte zu sehr fairen Preisen.

Eine der vielen Unterkünfte in der Stadt ist das einladende Hotel Residencial Pérez (420257; [email protected]; San Martín 94; EZ/DZ 70/100 Arg$) mit blitzsauberen Zimmern. Das Gebäude gruppiert um einen von Weinranken bewachsenen Hof. Es befindet sich hinter einem Café nahe der Plaza (keine Beschilderung).

An der Plaza gibt es mehrere Lokale, darunter das El Colonial del Valle (420897; Ecke Esquiú & San Martín; Hauptgerichte 20–40 Arg$), eine traditionelle confitería, in der man einem guten Kaffee und tamales, ein Mittagsmenü (28 Arg$), und andere Mahlzeiten bekommt.

Mehrmals täglich fahren Busse von Santa María über Tafí del Valle (34 Arg$, 1 ½ Std.) nach Tucumán (60 Arg$, 5 Std.). Zwei Busse am Tag fahren via Quilmes nach Cafayate (30 Arg$, 2 Std.). Und dreimal die Woche wird Belén angesteuert (40–60 Arg$, 5 Std.). Die Fahrt mit dem Taxi (remise) vom Busbahnhof ins Zentrum kostet 5 Arg$.

AMAICHA DEL VALLE

03892 / 3214 Ew.

Diese staubige Siedlung an der Hauptstraße zwischen Tafí del Valle und Cafayate hat eine bemerkenswert indigene Ausstrahlung und ist für ihr Pachamama-Fest im Februar bekannt, zu dem nicht nur Musik und Tanz, sondern auch ein Lamaopfer gehört, mit dem der Segen der Ernte erfleht werden soll. Das reich geschmückte, originelle Museo de Pachamama (Eintritt 20 Arg$; 8–13 & 14–18 Uhr) präsentiert eine malerische, allerdings vor Ort umstrittene Sammlung indigener Kunst und Artefakte.

Für einen Besuch der Ruinen von Quilmes liegt Amaicha ganz praktisch; es gibt hier mehrere Unterkunftsmöglichkeiten, darunter Campingplätze und auch Hotels. Die Busse nach Tafí (28 Arg$, 1½ Std.) und Cafayate (26 Arg, 1½ bis 2½ Std.) halten hier.

QUILMES

03892

Die Ruinen von Quilmes (Eintritt Argentinier/Ausländer 5/10 Arg$; 8–19 Uhr) sind die Überreste einer komplexen städtischen Siedlung, die um das Jahr 1000 entstand. Auf etwa 30 ha Fläche wohnten damals etwa 5000 Menschen. Die Einwohner überlebten noch die tInvasion der Inkas, die ab 1480 die Region eroberten, nicht aber die Belagerung durch die Spanier 1667, die die verbliebe-nen 2000 Menschen nach Buenos Aires verschleppten.

Die dicken Mauern machen deutlich, dass die Anlage Verteidigungszwecken diente, doch Quilmes war weit mehr als eine pucará (Festung). Die verschiedenen Grundrisse der Gebäude sind sogar für Laien gut zu erkennen. Eine enge Bebauung erstreckt sich nördlich und südlich des inneren Kerns. Um die Ruinen in voller Ausdehnung zu überblicken, lohnt ein Aufstieg auf den Trampelpfaden, die auf beiden Seiten der zentralen Anlage nach oben führen. Man ist hier der Sonneneinstrahlung ist stark ausgesetzt, denn es gibt keinen Schatten. Extrem lästig sind die Fliegenschwärme, die sich offenbar bevorzugt auf menschlichen Gesichtern niederlassen.

Eigentlich gibt es an der archäologischen Stätte ein schönes Hotel, eine confitería und ein Museum. Zum Zeitpunkt der Recherche zu diesem Buch waren jedoch die Regierung, die hiesige Diaguita-Gemeinde und der Lizenzinhaber in einen langwierigen Rechtsstreit verwickelt, weshalb alle Einrichtungen geschlossen waren. Nette Leute verkaufen vor Ort regionale Keramik und kalte Getränke und passen auf das Gepäck der Besucher auf. Auch an der Abzweigung von der Hauptstraße gibt es solch eine Stelle – somit kann man umherwandern, ohne schwere Rucksäcke schleppen zu müssen.

An- & Weiterreise

Die Busse von Cafayate nach Santa María oder Tafí del Valle lassen Passagiere an der Kreuzung aussteigen – von dort aus geht es zu Fuß oder per Anhalter 5 km weiter zu den Ruinen. Einfacher ist es, in Amaicha del Valle auszusteigen und dort ein Taxi zu den Ruinen zu nehmen (einfach 70 Arg$, hin & zurück inklusive Wartezeit 160 Arg$). Häufig kann man sich die Kosten mit anderen Fahrgästen teilen. In Cafayate und Tafí del Valle werden Ausflüge nach Quilmes organisiert.

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Santiago del Estero

0385 / 409 404 Ew.

In Santiago del Estero geht es sehr beschaulich zu. Der 1553 gegründete Ort kann sich mit dem Titel „Madre de Ciudades“ (Mutter aller Städte) schmücken, war er doch die erste städtische Siedlung, die die spanischen Kolonialherren auf dem Boden des heutigen Argentiniens gründeten. Bauwerke aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten. Der Ort bietet sich aber trotzdem gut für einen Zwischenstopp an.

Die santiagueños (also die Bewohner von Santiago del Estero) genießen landesweit den Ruf, Ruhe und Erholung höher zu schätzen als Arbeit. Nichtsdestotrotz ist im Zentrum einiges los, besonders am Abend, wenn die ganze Stadt auf den Beinen ist und die Einheimischen auf der hübschen Plaza und in den Fußgängerzonen flaniert.

Detailansicht der Karte folgt

Sehenswertes

Centro Cultural del Bicentenario     MUSEEN, KUNSTGALERIE

Google Maps (CCB; www.ccbsantiago.gov.ar; Libertad s/n; Eintritt 5 Arg$; 9–21 Uhr) Dieses hervorragende neue Kulturzentrum an der Plaza hat Santiago zu einem echten Aufschwung verholfen. In dem luftigen, modernen Bauwerk sind drei Museen mit sehenswerten Ausstellungen untergebracht. Das Highlight ist die Anthropologische Sammlung mit einer schöner Sammlung indigener Keramik – zumeist Begräbnisurnen, die für eine zweite Bestattung genutzt wurden (darin wurden nach der Verwesung die sterblichen Überreste aufbewahrt) – sowie Schmuck, Flöten und einem großen Behälter mit verzierten Webgewichten. Beeindruckend sind auch die Fossilien von Mastodonten und Glyp-todonten, einer ausgestorbenen Familie von Tieren, die an große Gürteltiere erinnern.

Das Historische Museum mit seinen sparsamen Beschriftungen ist rund um den Patio von Santiagos elegantestem Gebäude untergebracht. Es widmet sich der Sklaverei, den historischen Konflikten im 19. Jh. und der Rolle der Frau. Ganz oben befindet sich schließlich die Kunstgalerie mit sehenswerten zeitgenössischen Arbeiten. Die Infos sind leider ausschließlich auf Spanisch gehalten. Das Café im Zentrum ist ein beliebter Treffpunkt.

Parque Aguirre    PARK, FLUSSUFER

Der nach dem Stadtgründer benannte Park liegt zehn Blocks von der Plaza Libertad entfernt. Die riesige Anlage voller Eukalyptusbäume und Kasuarinen beherbergt einen kleinen Zoo, Google Maps Zeltplätze, einen Swimmingpool und eine Costanera (Uferstraße). Der Park mit vielen Freizeitmöglichkeiten für Kids eignet sich ideal für Spaziergänge. Die confiterías und die Bars im Park sind am Wochenende abends sehr gut besucht.

Feste & Events

Santiagos geradezu chaotischer Karneval im Februar ähnelt dem Trubel in der Quebrada de Humahuaca. In der letzten Woche im Juli feiern santiagueños die Gründung ihrer Stadt. Im Mittelpunkt steht dabei die Marcha de los Bombos, ein ausgelassener Umzug im Zentrum, bei dem rund 2000 Teilnehmer alle möglichen Schlaginstrumente bearbeiten.

Schlafen

Hotel Savoy     HOTEL $$

Google Maps (421-1234; www.savoysantiago.com.ar; Tucumán 39; EZ/DZ 215/300 Arg$; ) Mit seinem prächtigen Eingang und seinem imposanten Treppenhaus ähnelt dieses Hotel auf den ersten Blick einem Palast. Leider gibt es keine Himmelbetten oder Diener, die einem mit Straußenfedern Luft zufächeln, doch die eher kleinen Gästezimmer sind komfortabel und haben anständige Duschen. Der Service ist aufmerksam und die Lage erstklassig.

Hotel Carlos V     HOTEL $$

Google Maps (424-0303; www.carlosvhotel.com; Independencia 110; EZ/DZ Standard 350/500 Arg$, DZ Superior 800 Arg$; ) Die mit Abstand luxuriöseste Unterkunft der Stadt bietet eine zentrale Lage und Zimmer mit Business-Ausstattung, großen bequemen Betten und Teppichböden, an denen höchstens die Farbe zu beanstanden wäre. Einige Zimmer haben Balkone mit Blick über die Stadt. Die Superior-Doppelzimmer sind größer und mit Tisch und Stühlen ausgestattet. Ein Fitnessraum, eine Sauna und ein Hallenbad runden das Angebot ab.

Hotel Avenida    HOTEL $

(421-5887; [email protected]; Pedro León Gallo 405; EZ/DZ mit Bad 100/200 Arg$, EZ/DZ ohne Bad 50/100 Arg$; ) Die Betreiber haben Mitgefühl verdient: Da eröffnen sie ein einladendes, schön mit indigener Kunst dekoriertes kleines Hotel direkt gegenüber dem Busbahnhof – und dann verlegt die Stadt diesen ans andere Ende der Stadt! Doch es lohnt den kurzen Fußmarsch vom Zentrum. Kein Frühstück.

Palace Hotel     HOTEL $$

Google Maps (421-2700; www.palacehotelsgo.com; Tucumán 19; EZ/DZ 200/310 Arg$; ) Das Hotel in einer Fußgängerzone gleich bei der Plaza hat ordentliche, wenn auch etwas dunkle Zimmer. Wen Straßenlärm nicht stört, der kann um ein Zimmer nach vorne raus bitten, um wenigstens etwas Tageslicht zu ergattern. Man kann einen Preisnachlass aushandeln.

Residencial Emaus    PENSION $

(421-5893; Av. Moreno Sur 675; EZ/DZ 90/150 Arg$; ) Helle, luftige Gästezimmer mit Fernseher und einem zuvorkommenden Management.

Campamento las Casuarinas     CAMPINGPLATZ $

Google Maps (421-1390; Parque Aguirre; pro Pers./Zelt 3/5 Arg$) Der billige städtische Campingplatz, einen knappen Kilometer von der Plaza Libertad entfernt, ist normalerweise ein angenehmer, schattiger Ort. Ab Freitagabend übernimmt jedoch eine laute Partyszene fürs Wochenende das Regiment.

Essen & Ausgehen

An der Avenida Roca zwischen Salta and Libertad findet man viele populäre Cafés, Bars und moderne Salonrestaurants.

Mía Mamma     ARGENTINISCH $$

Google Maps (24 de Septiembre 15; Hauptgerichte 30–60 Arg$) In dem dezenten, soliden Restaurant etwas zurückgesetzt von der Plaza lesen schick gekleidete Kellner ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Es gibt eine gute, bunt bestückte Salatbar (28 Arg$, als Beilage zum Hauptgericht 18 Arg$) und eine umfangreiche Speisekarte mit riesigen Portionen parrillas und schmackhaftem arroz a la valenciana (Paella).

Jockey Club     ARGENTINISCH $$

Google Maps (Independencia 68; Hauptgerichte 32–55 Arg$) Zierliche kleingewachsene Jockeys erwartet man hier vergeblich. Die gesetzte Atmosphäre des Lokals wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit, was aber auf die Qualität und Vielfalt der Küche so gar nicht zutrifft. Aufwendige, leckere Kreationen mit spanischem Touch werden formvollendet und freundlich serviert.

Unterhaltung

El Patio del Indio Froilán     TRADITIONELLE MUSIK

(www.elindiofroilan.com.ar; Av. Libertador Norte s/n, Barrio Boca del Tigre; So) Seit über 40 Jahren fertigt der Lokalmatador Froilán González schon Trommeln aus den Stämmen des Korallenbaums. Einige der größten Namen in der Latinomusik-Szene spielen auf seinen Instrumenten. Sonntags kommen Anwohner und Besucher in seine Werkstatt, um Empanadas zu essen, etwas über sein Handwerk zu erfahren und zu den Rhythmen das Tanzbein zu schwingen. Ein tolles Erlebnis!

La Casa del Folclorista     TRADITIONELLE MUSIK

Google Maps (Parque Aguirre, Pozo de Vargas) In der großen peña am Weg zum Flussufer gibt es billiges Essen und am Wochenende (ab ca. 23 Uhr) Livemusik.

Praktische Informationen

Mehrere Banken in der Innenstadt verfügen über Geldautomaten. Internetlokale findet man überall. Auf der Plaza steht WLAN kostenlos zur Verfügung.

Städtische Touristeninformation (422-9800; Plaza Libertad s/n; Mo–Fr 8–13 & 17–20, Sa 9–13 & 17–20 Uhr) In einem Kiosk auf der Plaza.

Touristeninformation der Provinz (421-3253; www.turismosantiago.gov.ar; Av. Libertad 417; Mo–Fr 7–14 & 15–20, Sa & So 10–13 & 17–20 Uhr) An der Plaza, werden Werke hiesiger Künstler ausgestellt.

An- & Weiterreise

Bus

Santiagos funkelnder Busbahnhof (www.tosde.com.ar; Ecke Perú & Chacabuco) befindet sich sechs Blocks nordwestlich der Plaza Libertad. Zu Zielen wie Salta und Catamarca gibt es schnellere Verbindungen über Tucumán. In die Stadt gibt es keine vernünftige Busverbindung, ein Taxi kostet aber nur 7 Arg$.

Flugzeug

Aerolíneas Argentinas (422-4335; 24 de Septiembre 547) bietet täglich nach Buenos Aires an.

Zug

Santiago del Estero (genauer: die Nachbarstadt La Banda) liegt an der Bahnstrecke von Buenos Aires nach Tucumán, die zweimal wöchentlich befahren wird. Vom Bahnhof (427-3918) in La Banda fahren Züge nach Tucumán (4 ½ Std.) und zum Bahnhof Retiro in Buenos Aires (22 Std.). Detaillierte Infos findet man im Kapitel über Tucumán. La Bandas Bahnhof befindet sich mitten im Stadtzentrum, die Buslinie 17 fährt zunächst durch Santiagos Zentrum und dann zum Bahnhof La Banda.

BUSSE AB SANTIAGO DEL ESTERO

REISEZIEL FAHRPREIS (ARG$) FAHRZEIT (STD.)
Buenos Aires 333 13
Catamarca 68
Córdoba 138 6
Jujuy 166 7
La Rioja 171 7
Mendoza 390 17
Resistencia 207 8
Salta 155 6
Tucumán 47 2

Unterwegs vor Ort

Bus Nr. 15 (1,75 Arg$) fährt zum Aeropuerto Mal Paso (SDE; 434-3651; Av. Madre de Ciudades), 6 km nordwestlich der Innenstadt. Ein Taxi vom Zentrum zum Flughafen kostet 15 Arg$.

ABSTECHER

TERMAS DE RíO HONDO

Termas de Río Hondo liegt auf halbem Weg zwischen Santiago del Estero und Tucumán und wird regelmäßig von dazwischen verkehrenden Bussen angesteuert. Der Ort ist aufgrund seiner Thermalquellen im ganzen Land als Winterferienort bekannt, knapp 200 Hotels haben heiße Mineralbäder. Wem der Sinn nach Spa-Behandlungen steht, ist hier gut aufgehoben – ansonsten gibt es hier kaum etwas Interessantes, außer der berühmten Schokolade und den alfajores (gefüllte Doppeldecker-Kekse). Über Internetportale kann man für die hiesigen Hotels wahre Schnäppchen ergattern, vor allem in der Nebensaison von November bis April, wenn viele Einrichtungen geschlossen haben.

Catamarca & La Rioja

Diese vergleichsweise selten von Touristen besuchten Provinzen lohnen einen Besuch, bieten sie doch vielfältige Landschaften und Traditionen. Aus beiden Provinzen gingen bedeutende präkolumbische Kulturen hervor, die Mais anbauten und einzigartige Töpfertechniken und -stile entwickelten. Davon zeugen beachtliche archäologische Stätten.

Catamarca

0383 / 183 253 Ew. / 530 m

Das lebhafte Catamarca hat ein ganz anderes Flair als andere Städte vergleichbarer Größe in dieser Region.

San Fernando del Valle de Catamarca, so der vollständige Name der Stadt, hat einen schönen zentralen Platz, die Plaza 25 de Mayo, vornehme Bauten säumen die Straßen. Westlich der Stadt liegt der Parque Navarro, dessen riesige Eukalyptusbäume die Luft mit ihrem Duft erfüllen. Dahinter erhebt sich spektakulär die Sierra.

Detailansicht der Karte folgt

Sehenswertes

Die Attraktionen außerhalb der Stadt sind gut mit dem Bus erreichbar: die Grotte, in der man die Virgen del Valle (Jungfrau des Tals) fand, ein Stausee, alte Ruinen sowie Villa Las Pirquitas in den malerischen Ausläufern der Sierra. Die freundlichen Mitarbeiter in der Touristeninformation sind ausgesprochen auskunftsfreudig und zeigen auch, wo der jeweilige Bus hält.

Museo Arqueológico Adán Quiroga     MUSEUM

Google Maps (Sarmiento 450; Eintritt 7,50 Arg$; Mo–Fr 7–12.30 / 15–20, Sa & So 9–20 Uhr) Das gute Archäologiemuseum präsentiert eine hervorragende Sammlung an präkolumbischen Töpferarbeiten verschiedener Kulturen und Zeitalter. Einige davon – allen voran die schwarze Aguada-Keramik mit eingeritzten stilisierten Tierfiguren – sind von bemerkenswerter Qualität. Zu sehen sind außerdem ein paar vertrocknete Mumien, die man auf 5000 m Höhe fand, ein gruseliger Schrumpfkopf aus dem Amazonasgebiet sowie Tabletts, von denen rape (fein gemahlener Tabak) geschnupft wurde. Es gibt auch Abteilungen zu den Themen Kolonialzeit und Religion.

Catedral Basílica de Nuestra Señora del Valle     KATHEDRALE

Google Maps (Pl. 25 de Mayo; 6–22 Uhr) Catamarcas Kathedrale wurde im Jahr 1859 vollendet und beherbergt die Virgen del Valle, die Schutzpatronin der Stadt und seit dem 17. Jh. eine der meistverehrten Heiligenstatuen Argentiniens. Das Gotteshaus erhebt sich an der Plaza 25 de Mayo, einem wirklich schönen Platz, der von vielen robusten Jacarandas, Araukarien, Zitrusbäumen und Palmen besattanden ist.

Feste & Events

Die Fiesta de Nuestra Señora del Valle findet in den zwei Wochen nach Ostern statt. Das Fest ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Volksfrömmigkeit, denn aus der gesamten Provinz Catamarca wie auch aus anderen Andenprovinzen kommen die Pilger in Scharen hieher, um der vereherten Virgen del Valle zu huldigen. An ihrem Namenstag, dem 8. Dezember, wird die Jungfrau ähnlich groß gefeiert.

Schlafen

In den meisten Hotels bekommt man häufig Preisnachlässe, vor allem bei Barzahlung.

Hotel Casino Catamarca    HOTEL $$

Google Maps (443-2928; www.hotelcasinocatamarca.com; Esquiú 151; Zi. Standard/Superior 450/550 Arg$; ) In diesem ruhigen, aber zentral gelegenen und modern gestalteten Hotel gibt es Platz im Überfluss und viele Annehmlichkeiten. Die Gästezimmer sind mehr als geräumig; die weiße Bettwäsche bildet einen schönen Kontrast zum dunklen Holzboden. Ein paar Zimmer haben Balkons, die Superior-Zimmer auch Minibar, Kingsize-Betten und Badewannen mit Hydromassage. Es gibt ein Restaurant und eine großartige Pool-Rasen-Anlage. Und natürlich ein Casino.

Residencial Tucumán     PENSION $

Google Maps (442-2209; Tucumán 1040; EZ/DZ 120/180 Arg$; ) Das gut geführte, makellos gepflegte residencial liegt eine Gehminute vom Busbahnhof entfernt und bietet komfortable, blitzsaubere Zimmer und ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis – Gründe genug, um hier im Voraus zu reservieren!

Hotel Colonial     HOTEL $

Google Maps (442-3502; Av. República 802; EZ/DZ 150/240 Arg$; ) Das bodenständige Hotel ist hübsch im Kolonialstil des Hochlands gestaltet, mit gekräuselten „Adobe“-Mauern und Kakteen, und bietet viel fürs Geld. Die Zimmer sind recht gewöhnlich, aber geräumig, und gut in Schuss. Ruhiger sind jene nach hinten hinaus.

Hotel Pucará     HOTEL $$

Google Maps (443-0698; [email protected]; Caseros 501; EZ/DZ 180/255 Arg$; ) Das ruhige Hotel im Westen der Stadt ist nichts für Stilpuristen, denn es zeichnet sich durch herrlich kitschigen pseudo-chinesischen Schnickschnack und gerüschte Bettüberwürfe aus. Der Porzellanhund an der Treppe gefällt und erschreckt gleichzeitig. Aber das Hotel ist komfortabel und gut geführt.

Hotel Ancasti     HOTEL $$

Google Maps (443-5951; www.hotelancasti.com.ar; Sarmiento 520; EZ/DZ 360/454 Arg$; ) Wie so oft ist die von einheimischer Kunst inspirierte Lobby dieses gehobenen Hotels im Zentrum schöner als die Gästezimmer. Sie sind billig eingerichtet – aber immer noch komfortabel genug. Die Badezimmer sind unterschiedlich, einige regelrecht winzig. Die großen Pluspunkte sind die fröhlichen Angestellten, der Bergblick aus den höher gelegenen Zimmern, der Fitnessraum, die Sauna und der Zugang zu einem Pool in der Nähe.

Residencial Avenida     PENSION $

Google Maps (442-2139; Av. Güemes 754; EZ ohne Bad 60 Arg$, DZ mit/ohne Bad 140/110 Arg$) Das wenige Meter vom Busbahnhof entfernte Avenida bietet viele, um einen Hof gruppierte Zimmer. Es ist ein guter Ort, um sich auszuruhen und den Geldbeutel zu schonen. Bei den meisten Zimmern stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, ein paar sind etwas klapprig eingerichtet.

San Pedro Hostel     HOSTEL $

Google Maps (445-4708; www.hostelsanpedro.com.ar; Sarmiento 341; B 50 Arg$; ) Das relaxte Hostel wirkt irgendwie, als würde es langsam verfallen, ist aber durchaus in Ordnung. Es hat einen großen Garten mit Kakteen, eine parrilla und einen winzigen Pool. Die Schlafsäle (mit vielen Stockbetten) sind okay. Um die Ecke betreibt dasselbe Management ein weiteres Hostel.

Essen

Nördlich der Plaza gibt es mehrere Restaurants. Burger- und Lomito-Läden (Steaksandwiches) findet man in der Avenida Güemes westlich des Busbahnhofs.

Salsa Criolla     PARRILLA $$

Google Maps (Av. República 546; All-you-can-eat 79 Arg$) Das Lokal an der Plaza ist eine erstklassige All-you-can-eat-parrillada. Hier wird man nicht wie in anderen Restaurants vorneweg mit Chorizo vollgestopft – ganz im Gegenteil: Immer wieder wird ein Nachschlag von den hochwertigen Fleischgerichten angeboten, auch wenn man längst satt ist. Wer will, kann auch à la carte bestellen.

Los Hornitos     BäCKEREI $

Google Maps (Av. Virgen del Valle 924; ein Dutzend Empanadas 25 Arg$; 10–22 Uhr) Los Hornitos ist in der ganzen Provinz für seine Empanadas – mit Fleisch, Käse oder Hühnchen – bekannt. Hier werden sie in zwei mit Holz beheizten Lehmöfen auf der Straße gebacken.

El Rincón de Lucho    PARRILLA $$

(Av. Presidente Castillo 65; Gerichte 17–44 Arg$) In dieser beliebten parrilla östlich des Zentrums geht es am Wochenende abends bei der Folklore-Show hoch her. Auf der República geht man in östliche Richtung, bis die Avenida Puente Castillo in Richtung Norden abbiegt.

Ausgehen

An der República westlich der Plaza öffnen am Wochenende mehrere boliches (Nachtclubs) ihre Pforten, doch die eigentliche Kneipenszene findet man nördlich vom Zentrum an der Avenida Gobernador Galindez und den angrenzenden Straßen.

Caravati     CAFé

Google Maps (Sarmiento 683; 10–24 Uhr) Das Caravati – benannt nach dem italienischen Architekten, der die Kathedrale und andere Gebäude im Zentrum Catamarcas entworfen hat – ist das einladendste Straßencafé an der Plaza.

Shoppen

Catamarca wirbt leidenschaftlich für seine guten Naturprodukte – die ganze Region ist für Wein, Olivenöl, Walnüsse sowie Marmeladen und Eingemachtes bekannt. An der Sarmiento und Rivadavia, die in der Nähe der Plaza verlaufen, führen mehrere Läden solche Dinge.

Mercado Artesanal y Fábrica de Alfombras     KUNSTHANDWERK

(Av. Virgen del Valle 945; Mo–Fr 7–13 & 14–20, Sa 8–20, So 8–14 Uhr) Die charakteristischen handgeknüpften Teppiche von Catamarca findet man auf diesem Kunsthandwerksmarkt. Aber auch Ponchos, Decken, Schmuck, Skulpturen aus rotem Onyx, Musikinstrumente und Korbwaren werden hier zum Kauf feilgeboten.

Praktische Informationen

Rund um die Plaza gibt es Banken mit Geldautomaten. Internet- und Telefonlokale findet man im Zentrum an fast jeder Ecke.

Touristeninformation (443-7413; www.turismocatamarca.gov.ar; Sarmiento 683; Mo–Fr 8–13 & 17–21, Sa & So 8–21.30 Uhr) Nützliche Informationsstelle an der Plaza. Im Busbahnhof gibt es ebenfalls einen Schalter.

An- & Weiterreise

Bus

Zu Catamarcas schickem Busbahnhof (442-3415; Av. Güemes 850) gehören ein Einkaufszentrum und ein Kino. Busse fahren von hier in die gesamte Provinz und zu Zielen in ganz Argentinien, etwa nach Tucumán (80 Arg$, 4 Std.), La Rioja (51 Arg$, 2 Std.) und Buenos Aires (378 Arg$, 15 Std.).

Flugzeug

Aerolíneas Argentinas (442-4460; Sarmiento 589) fliegt jeweils dreimal die Woche nach Buenos Aires und La Rioja. In Abstimmung mit dem Flugplan fährt ein Minibus (0383-15-468-5208; 35 Arg$) vom Hotel Arenales an der Sarmiento zum Aeropuerto Felipe Varela (443-0080) ca. 22 km östlich der Stadt an der RP 33.

Belén

03835 / 27 829 Ew. / 1250 m

Das beschauliche Belén wirkt – und ist – weit entfernt von der übrigen Welt. Hier fühlen sich besonders Reisende wohl, die es gern überschaubar, ruhig und nett haben. Belén ist einer der besten Orte, um Webwaren, insbesondere kunstvoll gemusterte Ponchos, zu kaufen. Überall in der Stadt bieten teleras (Webereien) ihre Produkte aus Lama-, Schaf- und Alpakawolle zum Kauf an. Die Ruinen von El Shincal in der Nähe sind ein weiterer Grund, der Stadt einen kleinen Besuch abzustatten.

Sehenswertes

Museo Cóndor Huasi    MUSEUM

(Ecke Belgrano & San Martín; Eintritt 2 Arg$; Mo–Fr 7–13 & 16–20, Sa 8–13 Uhr) Am Ende einer Ladenarkade an einer Ecke der Plaza führt eine Treppe zu diesem Museum hoch. Zu seiner guten archäologischen Sammlung gehören Bronzeäxte und Schmuck aus Blattgold. Eine Infotafel erläutert (auf Spanisch) den Gebrauch von Halluzinogenen durch das Diaguita-Volk.

Schlafen & Essen

Hotel Belén    HOTEL $$

(461501; www.belencat.com.ar; Ecke Belgrano & Cubas; EZ/DZ 190/265 Arg$; ) Das stilvolle Hotel ist eine echte Überraschung in Belén: Seine Grotten ähnelnden Gästezimmer haben frei liegendes Mauerwerk, Boden- und Wandmosaike, indigene Kunst und sehr bequeme Betten. Wer ein paar Eigenarten ignorieren kann – in den Badezimmern hört man die Nachbarn, und nicht alles funktioniert immer reibungslos –, ist dies eine großartige Unterkunft zu ausgesprochen guten Preisen.

Freddy Hostal    PENSION $

(461230; www.amarillasinternet.com/fredy hostal; Av. Calchaquí 461; EZ/DZ 60/100 Arg$; ) Das gastfreundliche hostal, eines unter einer Handvoll billiger Pensionen an der Hauptstraße, bietet ansprechende rustikale Zimmer, die sich rund um einen Hof gruppieren, mit Kaktusgarten. Die Klimaanlage kostet 20 Pesos extra.

1900    ARGENTINISCH $

(461100; Belgrano 391; Hauptgerichte 30–40 Arg$) Ein Service, der über die bloße Pflichterfüllung hinausgeht, ist das Geheimnis dieses erfreulichen Restaurants, das einen Block von der Plaza entfernt liegt. Es ist sehr beliebt. Da die Kellner niemanden abweisen möchten, werden die Tische immer wieder neu arrangiert und zusammengestellt. Die Preise sind sehr angemessen. Es gibt eine ganze Reihe von Gerichten, die auf großen Platten serviert werden und zum Teilen gedacht sind. Raffiniert zusammengestellte Salate und saftige Fleischspieße gehören zu den Highlights.

Shoppen

In einem Zelt bei der Plaza verkaufen Kunsthandwerksstände Ponchos, Kleidung aus Lamawolle und mit Füßen gestampften Wein aus der Gegend. Webwaren für den gehobenen Anspruch zu angemessenen Preisen führt Cuna del Poncho (461091; Roca 144). Hier kann man sogar mit Kreditkarte zahlen und sich den Einkauf nach Hause schicken lassen.

Praktische Informationen

An der Ecke von General Paz und Lavalle, in der Nähe der Touristeninformation, gibt es eine Bank.

Touristeninformation (461304; www.turismodebelen.com.ar; General Paz 180; Mo–Fr 7–13 & 14–22, Sa 8–22, So 9–22 Uhr) Hilfsbereite Mitarbeiter und eine kleine Mineralienausstellung.

An- & Weiterreise

Beléns Busbahnhof (Ecke Sarmiento & Ri-vadavia) liegt einen Block südlich und einen Block westlich der Plaza. Catamarca (57 Arg$, 4–5 Std.) ist das einzige Langstreckenziel, das zu einer vernünftigen Zeit angesteuert wird, nämlich täglich um 13 Uhr. Es gibt Nachtbusse nach La Rioja und Córdoba und mehrmals die Woche einen Bus nach Santa María (40–60 Arg$, 5 Std.) – der klapprige Bus hat Lokalkolorit, die Fahrt ist spektakulär.

In der Touristeninformation findet man bessere Busfahrpläne als im Bahnhof selbst.

Rund um Belén

LONDRES & EL SHINCAL

Das verschlafene Londres (2134 Ew.) liegt nur 15 km südwestlich von Belén und ist die älteste spanische Siedlung in der Provinz. Sie wurde 1558 gegründet, jedoch mehrmals verlegt, bis sie 1612 an ihren ursprünglichen Ort versetzt wurde. Während des Diaguita-Aufstands 1632 flohen die Bewohner erneut. Der Name Londres (London) erinnert an die Eheschließung des spanischen Prinzen (und späteren Königs Philipp II.) mit der englischen Königin Maria Tudor 1555.

7 km westlich liegen die Inka-Ruinen von El Shincal (Eintritt 5 Arg$; 8 Uhr bis Sonnenuntergang). Die Stadt wurde 1470 in beherrschender Lage in den Ausläufern der Berge gegründet und wachte über das riesige Tal im Süden – eine eindrucksvolle Kulisse mit fantastischer Aussicht und viel Atmosphäre.

Im Zuge der Ausgrabungen des Jahres 1991 erlitt die Ruinenstätte Schaden, doch der ushno (Zeremonialplatz) und die kallanka (wahrscheinlich eine Kaserne) wurden wiederhergestellt. Auf beiden Seiten des Zentralplatzes lassen sich zwei kleine Hügel erklimmen. Sie sind nach Sonnenauf- und -untergang ausgerichtet und dienten wahrscheinlich als Ausguck und Altar gleichermaßen. Zum Eintrittspreis gehört normalerweise eine Führung durch ein Mitglied der freundlichen Familie, die hier lebt und die Stätte beaufsichtigt.

Montags bis samstags verkehren fünf Busse von Belén nach Londres (3 Arg$), die einen kleinen Fußmarsch von den Ruinen entfernt halten. Für eine remise von Belén aus muss man bei entsprechender Wartezeit rund 100 Arg$ einkalkulieren. Zwischen Londres und den Ruinen gibt es einen Zeltplatz und einen Komplex mit Campinghütten. Londres bietet außerdem ein paar einfache residenciales.

Wer mit dem Auto unterwegs ist oder eine Mitfahrgelegenheit hat, kann von Londres auf einer hervorragenden Straße Richtung Süden nach Chilecito fahren, das 200 km entfernt in der Provinz La Rioja liegt. Die Fahrt bietet spektakuläre Ausblicke auf die eindrucksvolle Sierra Famatina im Westen und die Sierra de Velasco im Osten. Die Straße befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand.

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La Rioja

0380 / 180 995 Ew. / 500 m

Umgeben von den anmutigen Gipfeln der Sierra de Velasco, macht La Rioja an einem sonnigen Tag schon einiges her. Und es gibt hier viele Sonnentage: In der Sommerzeit klettert die Quecksilbersäule in dieser ruhigen und abgelegenen Provinzhauptstadt ziemlich weit nach oben. Selbst wer nur auf einer kurzen Tour die Highlights in Augenschein nehmen möchte, könnte hier – auf halbem Wege zwischen Mendoza und Salta – einen Aufenthalt in Erwägung ziehen, um einen Ausflug in die sehenswerten geologischen Nationalparks Talampaya und Ischigualasto zu unternehmen.

Detailansicht der Karte folgt

Sehenswertes

Museo Folklórico     MUSEUM

Google Maps (Pelagio Luna 811; Eintritt: Spende; Di–Fr 9–13 & 17–21 Uhr) Das ausgesprochen sehenswerte Museo Folklórico ist in einem wunderschönen Adobegebäude aus dem frühen 17. Jh. untergebracht und präsentiert interessante Ausstellungen über die verschiedenen Aspekte der Regionalkultur: die chaya (Musik aus La Rioja), das Tinkunaco-Fest, die Webkunst (mit Pflanzenextrakten gefärbte Wandbehänge) und die Weinerzeugung. Die Führung ist sehr informativ – wenn man über die daür ausreichenden Spanischkenntnisse verfügt.

Bedeutende Gebäude    KIRCHEN

La Rioja ist ein sehr frommer Ort, fast alle auffallenden Gebäude sind Sakralbauten. Den malerischen weiß getünchten Convento de Santo Domingo Google Maps (Ecke Pelagio Luna & Lamadrid; Mo–Fr 9.30–12.30, 18–20 Uhr) erbauten die Diaguita 1623 unter der Leitung von Dominikanermönchen; es ist Argentiniens ältestes Kloster. Der Baubeginn ist auch im geschnitzten Türrahmen aus Algaroba-Holz dauerhaft verewigt, ebenfalls ein Werk von indigenen Diaguita-Künstlern.

Der auffällige neogotische Convento de San Francisco Google Maps (Ecke 25 de Mayo & Bazán y Bustos, 7–21 Uhr) birgt das Bildnis von Niño Alcalde. Diese Darstellung in Gestalt eines Jesuskinds gilt als symbolischer „Bürgermeister“ (alcalde) der Stadt (S. Kasten Klicken Sie hier).

Die riesige, spektakuläre Kathedrale (Ecke Av. San Nicolás de Bari & 25 de Mayo), ein byzantinisch anmutender Bau aus dem Jahr 1899, beherbergt das Bildnis des Stadtheiligen Nicolás de Bari.

Aktivitäten & geführte Touren

Mehrere Veranstalter bieten Ausflüge in der Provinz, z. B. Touren zum Parque Nacional Talampaya, die unvermeidlich auch den nahe gelegenen Parque Provincial Ischigualasto („Valle de la Luna“) in der Provinz San Juan einschließen. Die gleichen Veranstalter organisieren auch Exkursionen in hoch gelegene, abgeschiedene Teile der Anden im Westen der Provinz (weitere Infos zu diesen Zielen s. Kasten Klicken Sie hier).

Wegen der hohen Steilhänge und der guten Thermik eignet sich die Gegend um La Rioja sehr gut fürs Drachen- und Gleitschirmfliegen. Hier wurden Weltrekorde im Langstreckenfliegen aufgestellt.

Corona del Inca     TOUREN

Google Maps (442-2142; www.coronadelinca.com.ar; Pelagio Luna 914) Bietet verschiedenste Ausflüge zu Attraktionen in der Provinz.

Terra Riojana    TOUREN

(442-0423; www.terrariojana.com.ar) Bietet ebenfalls Touren durch die Provinz.

Hugo Ávila     DRACHEN- UND GLEITSCHIRMFLIEGEN

(445-1635, 0380-15-468-6949; www.vuelosaguilablanca.com.ar; Av. Ramírez de Velasco, km 7) Kurse und Tandemflüge.

Feste & Events

La Chaya, die hiesige Variante des Karnevals, zieht Leute aus dem ganzen Land an. Der Name leitet sich vom Quechua-Wort für „jemanden nass machen“ ab – damit ist klar, was einen erwartet. Chaya heißt auch der mit diesem Fest untrennbar verbundene Musikstil.

Am 31. Dezember mittags findet das religiöse Ritual El Tinkunaco statt, eine der faszinierendsten Zeremonien Argentiniens.

EL TINKUNACO – KONFLIKTLöSUNG IM 16. JAHRHUNDERT

Das faszinierende und bewegende El-Tinkunaco-Fest erinnert an den Konflikt zwischen den bei der Gründung von La Rioja aufeinanderprallenden Kulturen und vollzieht symbolisch dessen Lösung. Als Juan Ramírez de Velasco 1591 die Stadt gründete, sah er unbekümmert darüber hinweg, dass das Land den Diaguita gehörte, die es auch bestellten. Die Diaguita wehrten sich natürlich gegen die Aufteilung ihres Territoriums unter den spanischen Siedlern und begehrten 1593 auf. Ein blutiger Konflikt konnte durch die Vermittlung von Bruder Francisco Solano, der später dafür heilig gesprochen wurde, abgewendet werden. Die Diaguita vertrauten dem Kirchenmann und hörten sich seine Botschaft an. Sie versprachen, die Waffen niederzulegen – unter zwei Bedingungen: Der spanische alcalde (Bürgermeister) sollte abdanken und durch das Jesuskind ersetzt werden. Die Spanier waren einverstanden, und es wurde Frieden geschlossen. Der neue Bürgermeister erhielt den Namen Niño Jesús Alcalde.

Schon bald begann man, dieses historischen Ereignisses – Tinkunaco bedeutet Zusammenkunft auf Quechua – zu gedenken. Alljährlich ziehen am Mittag des 31. Dezember zwei Prozessionen durch die Stadt – eine repräsentiert die Spanier, die andere die Diaguita – und treffen sich an der Casa de Gobierno. Die „Spanier“ sind als religiöse Büßer und als alféreces (Leutnants) mit Uniform und Flagge verkleidet; die „Diaguita“ oder aillis tragen Stirnbänder mit Spiegeln und Ponchos. Beim Zusammentreffen der beiden Gruppen fallen alle vor dem Bildnis des Niño Jesús Alcalde auf die Knie und umarmen einander. Dies ist ein eindringlicher Moment mit der Botschaft, trotz kultureller Unterschiede nach Kompromissen zu suchen.

Schlafen

Wenn man bar bezahlt und sich nicht vor dem Feilschen drückt, erhält man in den Hotels von La Riojas häufig Preisnachlässe.

Naindo Park Hotel     HOTEL $$$

Google Maps (447-0700; www.naindoparkhotel.com; Av. San Nicolás de Bari 475; EZ/DZ 620/714 Arg$; ) Das nobelste Hotel der Stadt beherrscht die Plaza. Der gute Service und der hohe Komfort entsprechen den Preisen. Die Zimmer sind geräumig und mit Originalkunst dekoriert und bieten gute Aussicht.

Plaza Hotel     HOTEL $$

Google Maps (442-5215; www.plazahotel-larioja.com.ar; Av. San Nicolás de Bari 502; EZ/DZ Standard 345/396 Arg$, EZ/DZ Superior 422/450 Arg$; ) Das direkt an der Plaza gelegene Hotel sieht innen viel besser aus als von außen. Die Zimmer nach vorne hin zum Platz sind deutlich netter als jene auf der Rückseite mit Blick auf Lichtschächte. Die Superior-Zimmer wirken frischer und verfügen über Kingsize-Betten.

Gran Hotel Embajador     HOTEL $

Google Maps (443-8580; www.granhotelembajador.com.ar; San Martín 250; EZ/DZ 150/200 Arg$; ) Ein fröhliches und ordentlich geführtes Hotel. Die Zimmer oben sind größer und sonniger – ideal für den, den das Dunkelrot sonst depressiv machen würde –, einige haben auch Balkon. Da das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist das Hotel sehr beliebt und eine Reservierung im oberen Stockwerk ist absolut empfehlenswert.

Hotel Talampaya    HOTEL $$

(442-2005; www.hoteltalampaya.com.ar; Av. JD Perón 1290; EZ/DZ 220/400 Arg$; ) Das ehemals staatliche, überdimensionierte und etwas düstere Hotelgebäude bietet Zimmer, die für den Preis okay sind (vor allem die Einzelzimmer), hervorragende Bäder. aber laute Balkone.

Residencial Anita     PENSION $

Google Maps (442-4836; Coronel Lagos 476; EZ/DZ 80/95 Arg$; ) Das ruhige und saubere Anita steht ein paar Blocks vom Zentrum entfernt in einer Wohngegend. Es bietet einiges für’ Geld: Die Zimmer sind blitzsauber, die Bäder ebenso. Besondere Highlights sind der Innenhof mit Pflanzen und Heiligenfiguren sowie der mollige Hund des Hauses. Und es ist nicht die Sorte Unterkunft, in der man es schätzt, wenn die Gäste um vier Uhr morgens betrunken hereintorkeln!

Pensión 9 de Julio     PENSION $

Google Maps (442-6955; Ecke Copiapó & Dalmacio Vélez Sársfield; EZ/DZ 120/140 Arg$; ) Die Pension mit sauberen, hübschen Zimmer mitten in der Stadt ist ein guter Deal. Pluspunkte gibt es für denweinberankten Patio mit Blick auf die gleichnamige Plaza. Negativ schlägt der Verkehrslärm in den nach vorne ausgerichteten Zimmern zu Buche.

King’s Hotel    HOTEL $$

(442-2122; www.k-hotellarioja.com.ar; Av. Juan Facundo Quiroga 107; EZ/DZ 240/420 Arg$; ) Auch wenn das King’s inzwischen ein paar graue Haare bekommen hat, hat es doch noch viel Flair. Die Gästezimmer sind groß und bieten genügend Komfort, die größten Highlights sind der Service, das Frühstücksbüfett sowie Pool, Sonnenterrasse und Fitnessraum.

Hostel Apacheta     HOSTEL $

Google Maps (0380-15-444-5445; www.apachetahostel.com.ar; San Nicolás de Bari 669; B 65 Arg$; ) Im zentral gelegenen Hostel hat man Holz auf einfallsreiche Weise eingesetzt: Möbel aus Paletten und Kisten, kombiniert mit kunstvollen Antiquitäten, schaffen ein einzigartiges und erstaunliches Ambiente. Das Haus ist ansonsten recht schlicht gehalten – in den Schlafsälen stehen Einzel- und Stockbetten, dazwischen hat man viel Bewegungsspielraum. Es gibt Fahrräder zum Ausleihen.

Essen

Leckere Regionalgerichte sind z. B. locro, saftige Empanadas, chivito asado (gegrilltes Zicklein), humitas, quesillo (eine Käsespezialität) und Oliven. In den Restaurants werden regionale Weine zu sehr günstigen Preisen ausgeschenkt.

La Vieja Casona     ARGENTINISCH $$

Google Maps (442-5996; Rivadavia 457; Hauptgerichte 33–65 Arg$) Das fröhlich beleuchtete und dekorierte, großartige Restaurant bietet eine stattliche Auswahl an regionale Spezialitäten, einfallsreiche Empfehlungen des Hauses und eine Karte mit argentinischen Klassikern – die parrillada beispielsweise ist exzellent. Die Weinkarte mit La-Rioja-Tropfen ist ebenfalls gut. Aus der Küche wabern Düfte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

La Stanza     ITALIENISCH $$

Google Maps (443-0809; Dorrego 1641; Hauptgerichte 32–62 Arg$; Di–So) Das stilvolle Restaurant, eines der besten der Stadt, serviert fantasievolle Pastagerichte, die fast alle anderen Lokale auf die Plätze verweisen, sowie italienische Standardgerichte wie Saltimbocca. Die Gäste sitzen im attraktiven Innenraum oder auf der zauberhaften Hofterrasse.

Café del Paseo     CAFé $

Google Maps (Ecke Pelagio Luna & 25 de Mayo; leichte Mahlzeiten 15–33 Arg$) Von dieser Ecke der Plaza lässt sich das Leben in La Rioja hervorragend beobachten. Manager mit Blackberries sitzen hier neben Familien, an anderen Tischen tauschen sich alte Männer über das Tagesgeschehen in ihrem gemütlichen La Rioja aus.

El Marqués     ARGENTINISCH $

Google Maps (Av. San Nicolás de Bari 484; Gerichte 21–38 Arg$; Mo–Sa 8–24 Uhr) Die Speisekarte des schlichten, aber guten einheimischen Restaurants verspricht keine Überraschungen, sondern Pasta, Pizza, Omeletts und Gegrilltes, alles gut gemacht und preislich okay. Besonders lecker sind die Frucht-licuados.

La Aldea de la Virgen de Luján     ARGENTINISCH $

Google Maps (Rivadavia 756; Mittagsgerichte 25–30 Arg$; Mo–Sa 7–15 & 19–23, So 10–15 Uhr) Hier bekommt man ein gutes Frühstück und die üblichen Angebote zum Abendessen – das Highlight hier ist aber das Mittagessen: täglich wechselnde regionale Spezialitäten zu fairen Preisen.

Shoppen

La Rioja ist sowohl für gewebte Textilien als auch für Silberwaren bekannt, die beide heimische Techniken und Fertigkeiten mit spanischen Motiven und Farbzusammenstellungen kombinieren. Kunsthandwerk aus La Rioja wird im exzellenten Mercado Artesanal de La Rioja Google Maps (Pelagio Luna 792; Di–Fr 8–12 & 16–20, Sa &b So 9–12 Uhr) präsentiert und verkauft.

Wie es sich für einen Ort gehört, der nach Spaniens berühmtester Weinregion benannt ist, genießt der Rebensaft aus La Rioja weltweit einen besseren Ruf.

Praktische Informationen

Touristeninformation (Plaza 25 de Mayo; 8–21.30 Uhr) In einem Kiosk auf der Plaza. Die Informationsstelle der Provinz neben dem Busbahnhof ist allerdings nützlicher.

An- & Weiterreise

Bus

La Riojas Busbahnhof (Barrio Evita s/n) ist ein interessantes Bauwerk vor einer postkartengleichen Bergkulisse. Von der Innenstadt ist es ein weiter Fußmarsch Richtung Süden dorthin.

Drei- bis viermal täglich fahren Minibusse der Firma La Riojana (443-5279; Buenos Aires 154) nach Chilecito. Die Fahrt kostet 40 Arg$ und dauert 2½ Stunden, man ist also etwas schneller am Ziel als mit dem Bus.

Flugzeug

Aerolíneas Argentinas (442-6307; Belgrano 63) fliegt dreimal die Woche nach Buenos Aires und zurück.

BUSSE AB LA RIOJA

REISEZIEL FARPREIS (ARG$) FAHRZEIT (STD.)
Belén 57 5
Buenos Aires 380 17
Catamarca 51 2
Chilecito 30 3
Córdoba 147 6
Mendoza 230 8
Salta 250 10
San Juan 130 6
Santiago del Estero 171 7
Tucumán 129 6

Unterwegs vor Ort

Der Aeropuerto Vicente Almonacid (442-7239) liegt 7 km östlich der Stadt an der RP 5. Ein Taxi zum Flughafen kostet rund 40 Arg$. Vom Busbahnhof ins Stadtzentrum zahlt man für ein Taxi rund 15 Arg$.

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Chilecito

03825 / 49 432 Ew. / 1080 m

Das grandios zwischen niedrigen, felsigen Hügeln und imposanten, schneebedeckten Gipfeln gelegene Chilecito bietet sich für einen Zwischenstopp an der spektakulären Ruta 40 an. Hier gibt es mehrere interessante Dinge zu sehen, darunter eine erstaunliche, inzwischen stillgelegte Seilbahn, die zu einer Mine hoch oben in der Sierra führt. Aufgrund der großen Hitze, der Relikte aus Bergbautagen und der vielen Kandelaberkakteen auf den Hängen ringsum verströmt Chilecito gewissermaßen etwas Wildwest-Flair. Es ist definitiv der beste Ort, um in diesem Teil des Landes ein paar geruhsame Tage zu verbringen und schöne Ausflüge in die Sierra zu unternehmen.

Sehenswertes

Museo del Cablecarril    MUSEUM

(Empfohlene Spende: 5 Arg$; Mo–Fr 8.30–12.30 & 14–18.30, Sa & So 8.30–19 Uhr) Das faszinierende Museo del Cablecarril ist in der Seilbahnstation untergebracht und dokumentiert eine außergewöhnliche Ingenieurleistung, die zu Beginn des 20. Jhs. Chilecitos Entwicklung zur Bergbaustadt begründete. Um den Abbau von Gold, Silber und Kupfer aus der Sierra de Famatina zu ermöglichen, wurde eine rund 40 km lange Seilbahn errichtet. Diese sollte vom Ende der Eisenbahnlinie in Chilecito nach La Mejicana führen, das auf 4603 m Höhe und damit mehr als 3500 m oberhalb von Chilecito liegt. Das umfangreiche Projekt mit neun Stationen, einem Tunnel und insgesamt 262 Stützen war im Jahr 1904 vollendet. Etwa vier Stunden dauerte die Seilbahnfahrt, die die Arbeiter und Gerätschaften in die von einer britischen Firma betriebene Mine brachte. Der Erste Weltkrieg bedeutete das Ende des Projekts, die Seilbahn begann zu verfallen; die Kumpel aus der Gegend nutzten sie jedoch noch bis in die 1930er-Jahre hinein.

Im malerischen Museum sind Fotos, Gerätschaften und Dokumente zur Seilbahn und zum Bergwerk aufbewahrt. Auch ein Vorläufer des Mobiltelefons, das damals als Kommunikationsmittel diente, ist ausgestellt. Die informative Führung in spanischer Sprache umfasst auch eine Besichtigung der Seilbahnstation – eine wacklige Wendeltreppe führt auf die Plattform, auf der die Loren, nebeneinander aufgereiht, auf einen neuerlichen Einsatz zu warten scheinen. Empfehlenswert ist vor allem ein Besuch am Spätnachmittag, wenn die Sonne das rostige Metallgebilde und die schneebedeckten Berge in ein sanftes Licht taucht.

Das Museum liegt am südlichen Ende der Stadt an der Hauptstraße, einen Block südlich vom Busbahnhof.

Museo Molino de San Francisco     MUSEUM

(J Ocampo 63; Eintritt 5 Arg$; Mo–Fr 8–12 & 14–19, Sa & So 8.30–12.30 & 14.30–19.30 Uhr) Don Domingo de Castro y Bazán, Gründer der Stadt, gehörte diese Getreidemühle aus Kolonialzeiten. Heute ist in dem Gebäude vier Blocks westlich der Plaza eine zusammengewürfelte Sammlung aus archäologischen Geräte, antiken Waffen, frühkolonialen Dokumenten, Mineralien, traditionellen Holz- und Lederarbeiten, Banknoten, Holzschnitten, alten Handys und Gemälden untergebracht.

AUSFLüGE RUND UM CHILECITO

Der Westen der Provinz La Rioja ist faszinierend und beherbergt in der Sierra viele interessante Orte. Chilecito ist eine gute Ausgangsbasis für eine Reihe hervorragender Erkundungstouren. In den Parque Nacional Talampaya führt ein schöner Ausflug, der auch den Parque Provincial Ischigualasto einschließt und über den malerischen Miranda-Pass führt. Touren auf der RN 40 in den Norden führen zu den Ruinen von El Shincal oder zu den einsam gelegenen heißen Quellen von Fiambalá. Wer ernsthafte Allrad-Ausflüge ins Gebirge unternehmen möchte, kann die aufgelassene Mine in La Mejicana (4603 m) ansteuern. Bei der Fahrt hinauf kommt man durch beeindruckende Landschaften in vielen Farbschattierungen – auch ein verblüffend gelber Fluss gehört dazu. Tiefer in der Sierra, unweit der chilenischen Grenze, erstreckt sich die große Laguna Brava, ein See mit vielen Flamingos inmitten einer furchteinflößenden, kahlen Andenszenerie. Noch höher, auf 5600 m, liegt der saphirblaue Kratersee Corona del Inca, zu dem man nur im Sommer gelangt.

Agenturen wie Salir del Cráter (423854; www.salirdelcrater.com.ar), Inka Ñan (422418; www.inkanan.com.ar; 25 de Mayo 87), Aventura Chilecito (422989; www.hotelruta40.com.ar; Castro y Bazán 15) und Cuesta Vieja (424874; www.cuestavieja.com; Joaquín V González 467) bieten solche Ausflüge an. Die Touren kosten, abhängig von der Anzahl der Teilnehmer, zwischen 250 und 550 Arg$ pro Person. Die Mindestteilnehmerzahl liegt in der Regel bei zwei, es lohnt sich aber auf jeden Fall, zu fragen, ob man auch alleine gefahren wird.

Samay Huasi    MUSEUM

(Eintritt 5 Arg$; 9–19 Uhr) Joaquín V. González, Schriftsteller und Begründer der renommierten Universidad de La Plata in Buenos Aires, nutzte das grüne Anwesen 2 km vor Chilecito als Landsitz. González’ Schlafzimmer und Zeugnisse aus seinem Leben können besichtigt werden. Interessanter ist aber eine Sammlung von Gemälden, die mehrheitlich Motive aus der Gegend zeigen. Im Untergeschoss ist eine eher triste Ausstellung über Naturwissenschaft, Archäologie und Mineralogie untergebracht.

Der Weg zum Samay Huasi führt von der Stadt heraus am Kakteengarten Chirau-Mita vorbei und die Hauptstraße entlang. Nach einer Rechtskurve sieht man rechts die Finca.

La Riojana    WEINKELLEREI

(423150; www.lariojana.com.ar; La Plata 646; Führungen Mo–Fr 12–17, Sa 10–12 Uhr stündlich) Die Weinkooperative La Riojana ist die größte Weinkellerei der Region und ein Unternehmen von beachtlicher Größe. Sie liegt einen Block nördlich und fünf Blocks westlich der Plaza. Die gute, kostenlose Führung (auch auf Englisch; vorher telefonisch oder persönlich einen Termin vereinbaren) durch die Bodega – die Gärung erfolgt hier in großen Metallbehältern, leider in alten Holzfässern – endet mit einer großzügigen Weinprobe.

Chirau-Mita    GARTEN

Der beeindruckende Kakteengarten mit einem netten Museum hat unregelmäßige Öffnungszeiten, man sollte aber auf jeden Fall vorbeischauen. Theoretisch ist er Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet, die Führung kostet 30 Arg$. Von der Plaza geht man auf der El Maestro zwei Blocks hügelabwärts und dann links. Nach der Überquerung eines Bachs liegt der Garten auf der linken Seite.

Schlafen

Zur Zeit der Recherche wurde an der 19 de Febrero 351 am Hotel Fatima, einem 5-Sterne-Haus mit Casino, gebaut. Es gehört – wen wundert’s – dem örtlichen Gouverneur.

Hotel Chilecito    HOTEL $

(ACA-Hotel; 422201; www.aca.org.ar; T Gordillo 101; EZ/DZ 140/185 Arg$, Superior EZ/DZ 180/260 Arg$; ) Diese Einrichtung des ACA (Argentinischer Automobilclub) steht in ruhiger Lage inmitten der Felslandschaft am Stadtrand und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Platz gibt es mehr als genug, dazu einen schönen Garten und einen riesigen Gemeinschaftsraum samt Billardtisch. Die freundlichen, hellen Zimmer verfügen über Fliesenböden und makellose Bäder. Außerdem gibt es auch ein anständiges Restaurant.

Hotel Ruta 40    HOTEL $

(422804; www.hotelruta40.com.ar; Libertad 68; EZ/DZ mit Bad 100/160 Arg$, ohne Bad 70/100 Arg$; ) Ein hervorragender Deal: Das komfortable Hotel ein paar Blocks von der Plaza entfernt bietet eine Vielzahl an Zimmern mit guten Betten und sauberen, großen Bädern. Man sollte sich vorher ein ige Räume zeigen lassen, denn einige haben eine schöne Aussicht über den weinberankten Patio und auf die Berge dahinter.

Hostal Mary Pérez    PENSION $

(423156; [email protected]; Florencio Dávila 280; EZ/DZ 130/150 Arg$; ) Das nette kleine residencial im Nordosten der Stadt wirkt wie ein Hotel in Familienhand. Alles ist durch und durch sauber (vom Geruch der Reinigungsmittel könnte man fast schon high werden), die Zimmer haben Fernseher und Telefon. Es gibt auch Apartments (2/4 Perp. 170/250 Arg$).

Hostel Paimán    HOSTEL $

(429135; www.hotelruta40.com.ar; El Maestro 188; B/EZ/DZ 50/80/140 Arg$, EZ/DZ mit Bad 150/200 Arg$; ) Das freundliche, schnörkellose Hostel bietet einfache Zimmer mit Blick auf einen ruhigen Hof. Es gibt eine Küche und eine Waschküche; ein sehr einfaches Frühstück ist im Preis inbegriffen. Für 30 Arg$ pro Person kann man auch sein Zelt aufstellen. Von der Plaza aus geht man die El Maestro ein paar Blocks entlang bis zum Hotel Paimán.

Essen & Ausgehen

El Rancho de Ferrito     ARGENTINISCH $

(Av. Pelagio Luna 647; Hauptgerichte 24–48 Arg$; Di–So) Der Fußmarsch zu diesem einladenden argentinischen Restaurant, sieben Blocks nördlich der Plaza, lohnt sich auf jeden Fall. Okay, das Angebot kommt einem bekannt vor – einmal abgesehen von den Spezialitäten des Hauses wie cazuela de gallina (Hühnereintopf: lecker!) und den Weinen aus der Region –, aber Qualität, Preise und Atmosphäre sind hier wirk-lich erstklassig.

La Posta    ARGENTINISCH $$

(425988; Ecke 19 de Febrero & Roque Lanús; Hauptgerichte 32–85 Arg$; Mittag- & Abendessen) In dem nett dekorierten, stilvollen Restaurant werden Feinkostprodukte verkauft. Küche und Service können zwar mit dem Ambiente nicht mithalten, aber für ein sättigendes Abendessen reicht es allemal. Eine Spezialität des Hauses ist cabrito (Zicklein) – z. B. in Torrontés-Wein geschmort. Von der Plaza geht man auf der 19 de Febrero vier Häuserblocks entlang.

Yops    CAFé

(AE Dávila 70; Mo–Sa 8–14 & 17 Uhr bis spätabends) Das stimmungsvolle, schummrige Lokal mit Bohème-Flair ist sicherlich das beste Café in Chilecito. Während man guten Kaffee und anständig gemixte Drinks schlürft, kann man Einheimischen bei ihren endlosen Schachpartien zuschauen.

Praktische Informationen

An der Plaza gibt es Banken mit Geldautomat sowie Internet- und Telefonlokale.

Touristeninformation (422688; [email protected]; Castro y Bazán 52; 8.30–22 Uhr) Hier arbeitet ein geradezu leidenschaftlich engagiertes Personal, das gutes Informationsmaterial bereithält. Einen halben Block von der Plaza entfernt.

An- & Weiterreise

Der Busbahnhof liegt 1,5 km südlich des Zen-trums. Regelmäßig fahren Busse nach La Rioja (30 Arg$, 3 Std.), Rosario, Buenos Aires und weitere Städte. Minibusse der Firma La Riojana (424710; Maestro 61) verkehren ebenfalls nach La Rioja (40 Arg$, 2 ½ Std.). Nach Belén im Norden gibt es keine Busverbindung; um den langen Rückweg über La Rioja und Catamarca zu vermeiden, kann man einen Ausflug nach Shinkal unternehmen und in Belén übernachten.

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Parque Nacional Talampaya

03825 / 1300 m

Die spektakulären Felsformationen und Schluchten in diesem staubtrockenen Wüstenpark zeugen davon, dass hier einst mächtig viel Wasser am Werk war – heute kann man sich das kaum mehr vorstellen. Die Sandsteinklippen sind einfach grandios, ebenso die Berglandschaft in der Ferne. Der Talampaya-Park grenzt an den fossilreichen Parque Provincial Ischigualasto in der Provinz San Juan. Mit dem eigenen Wagen oder auf einer geführten Tour lassen sich Besuche in beiden Parks verbinden.

Sehenswertes & Aktivitäten

Im Mittelpunkt des Interesses steht die Besichtigung des beeindruckenden Cañón de Talampaya, eines normalerweise ausgetrockneten Wasserlaufs, der von Sandsteinfelsen eingefasst ist. Kondore lassen sich von der Thermik in schwindelerregende Höhen tragen, Guanakos, Nandus und Maras sieht man im Schatten der Algarrobobäume, die in großer Vielfalt Varietäten auf dem sandigen Canyonboden wachsen.

Eine Reihe geheimnisvoller in die oxidierten Sandsteinplatten geritzter Felszeichnungen sind der erste Anlaufpunkt einer Standardführung (2½ Std., 85 Arg$). Im Canyon selbst folgen dann Highlights wie die Chimenea del Eco, deren beeindruckendes Echo immer wieder für Staunen sorgt, eine Felsformation mit Namen Catedral und die an einen Mönch erinnernde Figur El Monje.

Auf den längeren, 4½-stündigen Exkursionen (130 Arg$) werden auch etwas entlegenere Sehenswürdigkeiten gezeigt. Die Teilnehmer werden in komfortablen Minibussen kutschiert und müssen kaum laufen; dennoch sollte man an reichlich Wasser und ein gutes Sonnenschutzmittel denken.

Erst seit Kurzem gibt es einen „Triassic“-Weg, der an lebensgroßen nachgebauten Dinosauriern vorbeiführt, deren versteinerte Überreste im Talampaya-Gebiet gefunden wurden.

Geführte Wanderungen (60–110 Arg$) und Radtouren sind ebenfalls möglich. Wenn es nicht zu heiß ist, sind sie eine noch viel schönere Art, den Park zu erkunden.

Schlafen & Essen

Im Park selbst gibt es keine Unterkünfte, wohl aber eine Campingmöglichkeit beim Besucherzentrum (pro Perp. 7Arg$). Schatten fehlt, dafür sind vernünftige Toiletten und Duschen vorhanden. Ein Café versorgt die Gäste mit Essen und kalten Getränken.

Einfache Unterkünfte gibt es 29 km nördlich in Pagancillo. Wer die Straße weitere 29 km hinausfährt, erreicht das größere Villa Unión mit einer reichen Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Hüt-ten und Hotels, von denen einige recht stilvoll sind.

Praktische Informationen

Das Besucherzentrum (470356; www.talampaya.gov.ar; Mitte Sept.–April 8–18, Mai–Mitte Sept. 8.30–17.30 Uhr) des Parks befindet sich direkt an der RP 26; Privatfahrzeuge dürfen nicht weiter in den Park hineinfahren. Hier bezahlt man den Eintritt von 40 Arg$ (argen-tinische Staatsbürger 20 Arg$; Kinder unter 16 Jahren zahlen nichts) und kann Führungen durch den Park buchen.

An- & Weiterreise

Die Busfahrer auf dem Weg von La Rioja nach Pagancillo und Villa Unión lassen Parkbesucher am Eingang aussteigen (34 Arg$, 3½ Std.); das Besucherzentrum liegt dann 500 m entfernt. Der früheste Bus startet in La Rioja um 7 Uhr, sodass Tagesbesucher im Park ausreichend Zeit zur Besichtigung haben.

Es gibt auch eine tägliche Busverbindung zwischen dem 58 km entfernten Villa Unión und Chilecito (40 Arg$, 3 Std.), die über den spektakulären Miranda-Pass führt. Der Bus startet in Villa Unión um 15 Uhr.

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Bildergalerie 2

Bei einem Fútbol-Spiel

In einem Land, das Maradona wie einen Gott verehrt, ist der Besuch eines Fußballspiels schon fast eine religiöse Erfahrung. Ein Spiel zwischen den Boca Juniors und River Plate galt schon immer als das Sportereignis schlechthin, das ein Argentinier zumindest einmal im Leben im Stadion miterlebt haben muss. Aber auch weniger spektakuläre Spiele geben einen Einblick in die Fußballleidenschaft des Landes.

Wer bei einem normalen Spiel dabei sein will, hat kaum Schwierigkeiten, an Karten zu kommen. Auf den Websites der Clubs steht, wann und wo Tickets zu haben sind; oft werden sie am Stadion verkauft. Unüberdachte Tribünenplätze (popular) sind von 40 bis 70 Arg$ zu haben, Sitzplätze (platea) kosten 60 bis 150 Arg$.

Wer ein clásico – ein Spiel zwischen zwei Top-Mannschaften – sehen möchte, hat es da schon viel schwerer mit den Karten. Plus Boca hat für die wichtigen Spiele überhaupt keine Karten im freien Verkauf, die Tickets gehen ausnahmslos an socios (Mitglieder). Besser ist es, man setzt sich mit Agenturen wie Tangol (s. Klicken Sie hier) in Verbindung. Ein clásico kostet ca. 400 bis 600 Arg$ und ein superclásico (River gegen Boca) 1200 Arg$. Nicht ganz billig, aber einfacher (und sicherer), denn auf dem Schwarzmarkt sind auch gefälschte Tickets im Umlauf.

Wer die Agenturen umgehen möchte, kann auch online probieren, ein Ticket zu einem clásico oder superclásico zu erhalten. Die entsprechenden Seiten sind www.buenosaires.craigslist.org oder www.mercadolibre.com.ar. Wer lieber auf sein eigenes Verhandlungsgeschick setzt, kann es bei den Schwarzmarkthändlern probieren.

Im Stadion sollte man sich unauffällig kleiden und benehmen. Ein wenig Bargeld genügt, und die Kamera sollte man dicht bei sich halten. Manchmal muss man Wasserflaschen draußen lassen. Speisen und Getränke sind im Stadion eher dürftig und teuer. Wer rechtzeitig kommt, kann noch die Spannung vor dem Spiel miterleben. Am wichtigsten ist, auf keinen Fall die Farben des Gegners zu tragen.

DIE TEAMS

In Buenos Aires gibt es zwei Dutzend Profi-Fußballmannschaften – die höchste Zahl unter allen Städten weltweit. Dazu gehören:

» Boca Juniors (4362-2260; www.bocajuniors.com.ar)

» River Plate (4789-1200; www.cariverplate.com.ar)

» Racing (4229-8389; www.racingclub.com)

» Independiente (4201-7634; www.caindependiente.com)

» San Lorenzo de Almagro (4016-2600; www.clubsanlorenzo.com.ar)

 

1. Zuschauer im Stadion La Bombonera

TERRY CARTER/LONELY PLANET IMAGES ©

 

2. Maradona als Wandmalerei, Caminito

JESUS OCHOA/LONELY PLANET IMAGES ©

 

3. Superclásico (Klicken Sie hier) im Stadion La Bombonera

TERRY CARTER/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Auf einer Estancia

Die Weiten der Pampa kann man am besten auf einer estancia (Ranch) erleben. In der glorreichen Zeit des späten 19. Jhs. schmückten die reichen Familien ihre Besitztümer mit Villen und Gärten.

Die Zeiten sind längst vergangen und viele dieser Häuser sind heute für Publikum geöffnet. Zum día de campo – dem „Tag auf dem Lande“ – gehören ein großes asado (Grillfest) mit Getränken, einer Führung durch das historische Haus und Zugang zu den Pferden, Fahrrädern und dem Swimmingpool. In manchen Häusern wird eine show gauchesco (Gaucho-Vorführung) geboten, bei der es Tanzdarbietungen und Vorführung der Pferdeleute gibt. Estancias sind eine nachhaltige Touristenattraktion.

EINIGE ESTANCIAS

Alle Höfe liegen nur einige Stunden von Buenos Aires entfernt:

» Los Dos Hermanos ( 4723-2880; www.estancialosdoshermanos.com) Gut zum Reiten.

» Juan Gerónimo ( 02221-481414; www.juangeronimo.com.ar) Ideal für Naturliebhaber.

» La Oriental ( 02362-15-640866; www.estancia-laoriental.com) Hübsches Haus in toller Lage.

» La Candelaria ( 02227-424404; www.estanciacandelaria.com) Extrava-gantes Schloss in französischem Stil.

» La Margarita ( 4951-0638; www.estancialamargarita.com) Einmalige Unterkunft für Selbstversorger.

» Guapa Polo ( 15-5111-8214; www.guapapolo.com.ar) Hier kann der Gast Polo spielen lernen.

Weitere Höfe siehe Klicken Sie hier, Klicken Sie hier und Klicken Sie hier.

 

1. Asado (Grillfest)

EDUARDO LONGONI/CORBIS ©

 

2. Gaucho

KEREN SU/LONELY PLANET IMAGES ©

 

3. Musiker beim Tango

HEMIS/ALAMY ©

 

4. Ein Becher mate

HEMIS/ALAMY ©

 

Die Iguazú-Fälle

Es gibt auf der Welt nur wenige so eindrucksvolle Orte wie diese Reihe riesiger Wasserkaskaden an der Grenze zu Brasilien. Die Fälle sind zugänglich, liegen in einem Tropendschungel.

Die brasilianische Seite

1 Man sollte sich von der brasilianischen Seite aus nähern, um das Panorama zu genießen, das sich von einem Aussichtspfad vor den Augen des Betrachters entfaltet. Eine Kaskade nach der anderen kommt in den Blick, malerisch eingerahmt von tropischer Vegetation, bevor der Pfad dann unterhalb des Salto Floriano endet (Klicken Sie hier).

1. Foz do Iguaçu

WALTER BIBIKOW/AMANAIMAGES/CORBIS ©

 

Garganta del Diablo

2 Das Highlight der Wasserfälle ist die sogenannte Teufelskehle. Man überquert den dahingleitenden Fluss Iguazú und blickt dann zum hinabstürzenden Wasser hinunter, das dem Besucher die Urgewalten der Natur vor Augen und Ohren führt (Klicken Sie hier).

2. Garganta del Diablo

MARK NEWMAN/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Die argentinische Seite

3 Zwei spektakuläre Laufwege, einer oben, einer unten gelegen, bringen den Betrachter ganz nah an das reißende, tosende Wasser. Hier kann man fantastische Fotos machen, wird allerdings auch nass (Klicken Sie hier).

3. Iguazú-Fälle

MARGIE POLITZER/LONELY PLANET IMAGES ©

Bootsausflüge

4 Flotte Motorboote fahren die Touristen, die auf Nervenkitzel aus sind, direkt unter den größten Wasserfall auf der argentinischen Seite. Auf brasilianischer Seite werden auch ruhigere Kanu- und Floßexkursionen angeboten (Klicken Sie hier & Klicken Sie hier).

Dschungelpfade

5 Die Wasserfälle sind nicht das einzige Interessante. In den Nationalparks auf beiden Seiten des Flusses gibt es leichte bis mittelschwere Pfade durch den Dschungel mit seiner Flora und Fauna (Klicken Sie hier & Klicken Sie hier).

 

Die Quebrada de Humahuaca

Die Wind und Wetter ausgesetzten Felsformationen und die Vielfalt der Farben machen dieses trockene Tal zu einem Highlight des Nordwestens. Außerdem lohnt es sich, die Dörfer und Städte der Ureinwohner zu erkunden.

 

Tilcara

1 Wegen der kleinen Hotels, der Landschaften, der Ausflüge und der mit Kakteen bestandenen Ruinen einer Befestigungsanlage der Ureinwohner ist Tilcara ein attraktiver Ort in der Quebrada.

1. Tilcara

JAVIER ETCHEVERRY/ALAMY ©

 

Purmamarca

2 Diese Stadt wird von Klippen beherrscht. Empfehlenswert ist der Künstlermarkt auf dem Dorfplatz.

2. Cerro de los Siete Colores, Purmamarca

JODY/SHUTTERSTOCK ©

 

Uquía

3 In diesem Dorf steht die auffälligste Kirche der Gegend, ein Gebäude aus dem 17. Jh.; mit Gemälden von Engeln, die Vorderladerwaffen tragen (Klicken Sie hier).

3. Kirche in Uquia

JAVIER ETCHEVERRY / ALAMY ©

 

Humahuaca

4 In der größten Stadt des Tales herrscht noch eine ursprüngliche Atmosphäre, Kopfsteingassen, fair gehandeltes Kunsthandwerk und typische Gerichte des Nordwestens wie Locro und Lama-Eintopf sind die Highlights.

4. Einheimische Textilien

JONATHAN GORDON / ALAMY ©

 

Iruya

5 Dieses abgelegene Dorf erreicht man nach einer langen, holprigen Fahrt über einen spektakulären Gebirgspass. Hier bekommt man einen Eindruck vom traditionellen indianischen Leben. Das Dorf wird eingerahmt von eindrucksvollen Klippen. Das Leben verläuft noch gemächlich und alle Besucher sind eingeladen, sich ein bis zwei Tage dem ruhigen Rhythmus anzupassen (Klicken Sie hier).

 

Mythos Che Guevara

Der Held der kubanischen Revolution war Argentinier. Ernesto Guevara (bekannt unter dem argentinischen Ausruf Che), wurde 1928 in Rosario geboren und verbrachte die ersten fünf Lebensjahre in Buenos Airep. 1932 empfahl der Arzt ein trockeneres Klima für den asthmakranken Jungen. Die Familie zog in das Bergdorf Alta Gracia. Zum Medizinstudium kehrte er in die Hauptstadt zurück. Eine sechsmonatige Motorrad-Tour durch Südamerika (1952) öffnete ihm die Augen für das Elend der armen Bevölkerung. Seine Eindrücke hielt er in seinem Tagebuch fest, das Jahrzehnte später weltweit zum Bestseller wurde und als Grundlage für einen Film diente: The Motorcycle Diaries.

Zurück von seinem Trip, reiste Guevara nach Mittelamerika und nach Mexiko. Dort traf er Fidel Castro und andere kubanische Exilanten. Auf einer alten Yacht segelte die Gruppe von Rebellen nach Kuba und rief dort die Revolution aus, die 1959 das Regime des Diktators Fulgencio Batista zu Fall brachte. Die bürokratischen Aufgaben, die der Aufbau des kubanischen Sozialismus erforderte, waren nicht Che Guevaras Sache. Stattdessen versuchte er – ohne Erfolg – im Kongo, in Argentinien und in Bolivien die Revolution anzuzetteln. 1967 wurde er in Bolivien ermordet.

An seine Schriften und Reden erinnert sich heute kaum jemand mehr. Aber das berühmte Schwarz-Weiß-Porträt des Rebellen mit der Baskenmütze kennt jeder.

Zu seinem 30. Todestag erinnerte die argentinische Regierung 1997 mit einer Sondermarke an Ches Herkunft. Im kleinen Museo Casa de Ernesto Che Guevara (s. Klicken Sie hier) in Alta Gracia sind neben der Briefmarke zahlreiche weitere Memorabilien ausgestellt. Das Museum wurde am 14. Juni 2001, an Ches 73. Geburtstag, eröffnet.

 

1. Postkarten

OLIVIER CIRENDINI/LONELY PLANET IMAGES ©

 

2. Museo Casa de Ernesto Che Guevara, Alta Gracia

FLK/IMAGEBROKER ©

 

3. Wandmalerei, Plaza Dorrego,

TRAVEL INK/GETTY ©

 

La Ruta de los Siete Lagos

Eine Tagesreise mit dem Auto oder drei bis vier Tage per Fahrrad

Die 110 km lange Straße führt durch schneebedeckte Berge, an Seen vorbei und durch Pinienwälder. Sie ist der Klassiker im Seengebiet und ein Muss.

» Von San Martín de los Andes aus geht es durch die Mapuche-Stadt Curruhuinca, bevor man zum Aussichtspunkt am Arroyo Partido und zum dunkelblauen Lago Machónico gelangt.

» Unterwegs geht es zum Lago Hermoso ab, der von Wäldern umgeben ist.

» Als nächstes folgt die Cascada Vullignanco, ein 20 m hoher Wasserfall. 2 km weiter führt die Straße zwischen Lago Villarino und Lago Falkner hindurch (mit Strand).

» Ein Zwischenstopp am Lago Escondido, einem wunderschönen blau-grünen See inmitten von Pinienwäldern, ist empfehlenswert. Weiter geht’s auf einer Nebenstrecke zum Lago Traful, einem beliebten Ort für Camping- und Angelfreunde.

» Nach ca. 30 km kommt die Abzweigung nach Villa Traful (s. Klicken Sie hier) – von hier sind es noch 27 km bis nach Villa. Es geht über eine staubige Straße vorbei an malerischen Waldcampingplätzen am Seeufer.

» Wieder auf der Hauptstraße, kommt nach 20 km eine Abzweigung zum Lago Espejo, an dessen Ufer zum Camping einladen.

» Auf der Weiterfahrt Richtung Süden erhascht man auf der rechten Seite einen Blick auf den Lago Espejo Grande.

» Ungefähr 5 km weiter kommt der Lago Correntoso in Sicht. Von dort sind es 25 km bis nach Villa la Angostura.

 

1. Wildblumen, Siete Lagos

JOHN ELK III/LONELY PLANET IMAGES ©

 

2. Lago Espejo

JOHN ELK III/LONELY PLANET IMAGES ©

 

3. Wüstenlandschaft in der Gegend der Sieben Seen

JOHN ELK III/LONELY PLANET IMAGES ©

 

4. San Martín de los Andes

JOHN ELK III/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Die Natur in Patagonien

Dank der tiefen Meeresströmungen, die Nährstoffe und ausreichend Nahrung anspülen, ist die Küste Südargentiniens eine Heimstätte vieler Meerestiere.

 

Magellan-Pinguin

1 Beide Elternteile kümmern sich ab Mitte November, wenn die Küken geschlüpft sind, um den Nachwuchs. Zu beobachten ist das z. B. in Punta Tombo, Ría Deseado und Bahía Bustamante.

1. Magellan-Pinguine

TOM BOYDEN/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Südlicher Glattwal

2 Im Frühling ziehen die Gewässer an der Península Valdés Tausende dieser Riesen an, die ihre Jungen zur Welt bringen.

2. Südlicher Glattwal

JUAN CARLOS MUNOZ/NATURE PICTURE LIBRARY ©

 

Commerson-Delfin

3 Diese kleinen Delfine begleiten gern Boote. Ganzjährig sieht man sie an der Playa Unión, in Ría Deseado und Puerto San Julián.

3. Commerson-Delfin

YANNIS EMMANUEL MAVROMATAKIS/ALAMY ©

 

Mähnenrobbe

4 Die quirligen Schwimmer finden sich an der Südküste Argentiniens und ernähren sich von Tintenfischen, verschmähen aber auch einen Pinguin nicht.

4. Mähnenrobb

NIGEL HICKS/ALAMY ©

Killerwal

5 Besucher strömen nach Punta Norte auf der Península Valdés, wo die mächtigen Orcas fast bis an den Strand schwimmen, um von Mitte Februar bis Mitte April Seelöwen zu jagen.

Südlicher Seeelefant

6 Diese Riesentiere sind vollendete Taucher. Im Frühling der Südhalbkugel trifft man sie aber in ihren Kolonien bei Punta Delgada auf der Península Valdés an. Imposant sind die „Strandmeister“– dominante Männchen, die einen Harem mit bis zu 100 weiblichen Tieren um sich versammeln.

 

Extreme in Patagonien

Vor über 130 Jahren gab die englische Journalistin Lady Florence Dixie der High Society den Laufpass, um durch die Steppe von Patagonien zu reiten. Auch heute noch kann man sich den Traum erfüllen, Gipfel zu erklimmen.

 

Reiten

1 Estancias (Ranches; Klicken Sie hier) lassen den Besucher erleben, wie schön es ist, in freier Wildbahn zu reiten, die Hitze eines Lagerfeuers zu spüren und unter freiem Himmel zu schlafen.

1. Reiten in El Calafate

CHRISTOPHER GROENHOUT/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Eisklettern

2 Bei El Chaltén organisieren Ökocamps Klettertouren in die Eiswelt des Parque Nacional Los Glaciares.

2. Klettern am Cerro Fitz Roy

ROLANDO GARIBOTTI/GETTY ©

 

Gletscherwandern

3 Dies ist ein ästhetisches Erlebnis. Man legt Steigeisen an und erlebt die Skulpturen im Torres del Paine oder Parque Nacional Los Glaciares (p. 439 & Klicken Sie hier).

3. Glaciar Perito Moreno

CHRISTOPHER GROENHOUT/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Tauchen

4 Klares Wasser, Schiffswracks und Meerestiere machen die Península Valdés zum Taucherparadies. Die beste Zeit ist im August.

4. Puerto Pirámides

NIGEL HICKS/ALAMY ©

Kajakfahren auf dem Meer

5 In Ría Deseado und Bahía Bustamante paddelt man mit Pinguinen und Commerson-Delfinen oder beobachtet das Spiel der Seelöwen vor der Península Valdés.

Auf der Ruta 40

6 Hier kann man Herden Guanakos oder die mächtigen Gipfel erleben. Es gibt keinen weiteren Himmel als auf dieser Straße, die an den Anden entlang führt.

 

Die Strände von Uruguay

Von Montevideo bis nach Brasilien erstrecken sich 300 km Strand an der Mündung des Río de la Plata und am Atlantik entlang.

 

Punta del Diablo

1 Punta del Diablo liegt am Ende der Küstenlinie. Einige Schritte weiter, und man ist in Brasilien, weil hier die Wellen, die Meeresfrüchtebuden, die Strandfeuerwerke und der Nationalpark so verführerisch.

1. Punta del Diablo

HARRIET CUMMINGS/ALAMY ©

 

Cabo Polonio

2 Cabo Polonio mit seinem Leuchtturm ist der Traum eines jeden Naturliebhabers. Die Anfahrt durch die Dünen mit einem alten Lastwagen ist schon an sich ein Vergnügen.

2. Cabo Polonio

KRZYSZTOF DYDYNSKI/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Punta del Este

3 Punta del Estes Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Río de la Plata. Sie ist gut bestückt mit Hochhäusern und tollen Stränden, und der Ort verwandelt sich Jahr für Jahr aus einem verschlafenen Strandnest in eine Party-Location.

3. Pl3. Playa Brava, Punta del Este

KRZYSZTOF DYDYNSKI/LONELY PLANET IMAGES ©

Piriápolis

4 In Piriápolis wird man in die 1930er-Jahre zurückversetzt, wenn man auf der Strandpromenade am Grandhotel vorbeibummelt oder vom Sessellift aus auf das ruhige Meer hinabschaut.

La Paloma

Mit einem Eis in der Hand geht es ab in die Wellen. Das familienfreundliche La Paloma liegt hinter Sanddünen versteckt und ist der Inbegriff eines schlichten und ungetrübten Strandvergnügens.

La Pedrera

6 Dieser weite Blick auf die Atlantikküste Uruguays ist nirgendwo so schön wie von den Klippen La Pedreras aus (Klicken Sie hier). Auf zu den Surfern oder sonstigen Attraktionen!

 

Argentinien kulinarisch

Argentinier haben in der Kunst des Grillens eine unvorstellbare Perfektion erreicht. Ihre Pizzas können locker mit denen aus Neapel mithalten. Sie keltern märchenhaften Wein und brühen einen zum Kult gewordenen Tee auf. Die Geschmacksnerven jubilieren, wenn sie mit Argentiniens Eis in Berührung kommen.

 

Mate-Tee

1 Wer zum ersten Mal mate trinkt, kriegt das Zeug kaum herunter. Dieser starke grüne Tee wird normalerweise mit einem metallenen Strohhalm aus einer Kürbisflasche getrunken und ist ein kulturelles Vergnügen, das soziale Bande stärkt.

1. Mate (Klicken Sie hier)

EYESWIDEOPEN/GETTY IMAGES ©

 

Rindfleisch

2 Die Argentinier wissen wirklich, wie man ihr schmackhaftes Rindfleisches richtig grillt. Am besten schneidet man durch die knusprigen, eingeräucherten und gesalzenen äußeren Schichten, um dann zum zarten, leckeren Inneren vorzudringen – ein Genuss!

2. Rindfleisch

GABRIELDOM/DREAMSTIME ©

 

Eis

3 Wer eine argentinische Eisdiele betritt, steht vor einer schweren Aufgabe: Er muss aus Dutzenden von Sorten auswählen. Die süße Leckerei wird zu einem Gebirge aufgetürmt – ein großartiges Erlebnis!

3. Eis

KRZYSZTOF DYDYNSKI/LONELY PLANET IMAGES ©

 

Wein

4 Wer Argentinien mit dem Gaumen eines Weinkenners entdecken möchte, reist von den Malbecs und Cabernets von Mendoza zu den frischen Torrontés von Cafayate und den süffigen Syrahs von San Juan.

4. Weinflaschen in Mendoza

PRISMA BILDAGENTUR AG/ALAMY ©

 

Italienisches Essen

5 Pizza und Pasta findet man überall im Lande und man staunt, wie viel die Einheimischen davon verdrücken können. Aber da es durchweg lecker schmeckt, ist das auch kein Wunder.

 

Argentiniens Nationalparks

Argentiniens National- und Provinz-parks bieten eine große Vielfalt verschiedener Landschaften, von den feucht-heißen Tropen des Parque Nacional Iguazú über die herabstürzenden Gletscherbrocken des Parque Nacional Los Glaciares bis hin zu den artenreichen Küstengewässern der Reserva Faunística Península Valdés.

 

Parque Nacional Los Glaciares

1 Das Schmuckstück dieses Parks ist der Gletscher Perito Moreno. Er kalbt kontinuierlich und man wird häufig Zeuge eines Abbruchs riesiger Eisblöcke.

1. Glaciar Perito Moreno

MIKE THEISS/ULTIMATE CHASE/CORBIS ©

 

Reserva Provincial Esteros del Iberá

2 Tierliebhaber sollten dieses relativ unberührte Schutzgebiet auf keinen Fall auslassen. Hier wimmelt es nur so von exotischen Lebewesen wie Capybaras (Wasserschweine), Mohrenkaimanen, Brüllaffen und zahllosen Vogelarten.

2. Capybara

PRISMA BILDAGENTUR AG/ALAMY ©

 

Parque Nacional Nahuel Huapi

3 Dies ist einer der größten und beliebtesten Parks mit malerischen Ausblicken, wundervollen Seen und erstklassigen Wander- und Skimöglichkeiten.

3. Parque Nacional Nahuel Huapi

ANDREW BAIN/LONELY PLANET IMAGES ©

Parque Nacional Iguazú

4 Hunderte von Wasserfällen verbinden sich zu einem unglaublichen Strom, der auf fast 3 km Breite bis zu 80 m in die Tiefe hinabdonnert (Klicken Sie hier).

Reserva Faunística Península Valdés

5 Glattwale, Commerson-Delfine, Seeelefanten und Magellan-Pinguine sammeln sich in großer Zahl vor den Küsten.

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