Voller Genuss durch sanftes Garen
Garen mit der Niedrigtemperatur-Methode ist eine altbewährte Garmethode. Als in früheren Zeiten noch mit Holz betriebenen Öfen geheizt und gekocht wurde, war das Garen mit sanfter Hitze eine Selbstverständlichkeit. Heute hat diese Methode wieder Einzug in die Haushalte gefunden.
Wer kochen nur vom Fernsehen kennt, der kann leicht denken, dass ohne vier Töpfe und Pfannen gleichzeitig auf dem Herd und hektisches Treiben in der Küche kein perfektes Essen gelingen kann. Weit gefehlt! Saftige Braten, zartes Geflügel und aromatische Fischgerichte gelingen auch – ohne großen Stress. Der Trick? Garen mit niedrigen Temperaturen bei ca. 80° im Backofen. Das verkürzt die Vorbereitungszeit enorm, denn ist das Fleisch erst einmal im Ofen, kann praktisch nichts mehr schief gehen, und Sie können sich in Ruhe Ihren Gästen widmen. Erst kurz vor Ende der Garzeit bringen Sie die Beilagen und die Sauce auf den Weg.
Aromenfülle bleibt erhalten
Der große Vorteil beim Garen mit Niedrigtemperaturen liegt in der schonenden Zubereitungsweise, bei der das Fleisch schön saftig und die Nährstoffe erhalten bleiben. Die Aromenfülle, die sich dadurch entfalten kann, ist unvergleichlich. Vorausgesetzt, Sie verwenden nur bestes Fleisch. Im Idealfall nehmen Sie Bio-Fleisch aus der Region von einer guten Metzgerei. Das ist zwar etwas teurer als ein herkömmlicher Braten, dafür können Sie sicher sein, dass die Tiere artgerecht gehalten wurden. Und das macht sich später auf dem Tisch bemerkbar.
Entspannte Gesichter in der Küche
Für genussvolle Familienfeiern und besondere Anlässe, bei denen im großen Rahmen aufgetischt wird, eignen sich bei milder Hitze im Backofen gesottene, mittlere bis größere Fleischstücke, Geflügel und Fische besonders gut. Damit bleiben die Kochfelder frei für die Zubereitung der Beilagen. Diese können in der Regel gut vorbereitet und warm gehalten werden. Nur Nudeln und Reis sollten erst kurz vor dem Servieren zubereitet werden. So müssen Sie sich nicht gleichzeitig um das Fleisch, die Sauce und die Beilagen kümmern und können das Essen entspannt genießen.
Mit Ober- und Unterhitze zu perfekten Braten und Fisch
Garen mit Niedrigtemperaturen eignet sich für Fleisch und Fisch aller Größen – von kleinen Kaninchenrückenfilets über Heilbutt und Lachs bis hin zur Weihnachtsgans. Anders als beim Zubereiten mit großer Hitze kommt es hier nicht auf jede Minute an, und Angst vorm Anbrennen brauchen Sie auch nicht zu haben. So kommen Sie leichter an das gewünschte Ziel – dem rosa gebratenen Fleisch oder dem saftigen Fisch.
Garzeiten-Tabelle
Wann sind der Braten, das Geflügel oder der Fisch gar? Bei jedem Rezept in diesem Buch können Sie die genaue Garzeit des jeweiligen Garguts nachlesen. So gelingt Ihr Gericht mit Sicherheit. Wenn Sie darüber hinaus Lust bekommen haben, selbst kreierte Gerichte bei Niedrigtemperatur zu garen, kann Ihnen die Tabelle auf der nebenstehenden Seite helfen, die passende Garzeit zu finden.
Bevor das Gargut in den Ofen geschoben wird, muss es von allen Seiten angebraten werden, damit sich die Poren von Fleisch, Geflügel und Fisch schließen. Die in der Tabelle angegebene Anbratzeit bezieht sich immer auf den gesamten Anbratvorgang.
Neben dem Gewicht kommt es beim Garen immer auch auf die Dicke des Garguts und die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Backofens an. Aus diesem Grund lässt sich keine einfache Berechnungstabelle nach der Devise »pro kg Braten = die richtige Garzeit« erstellen. Verwenden Sie auf jeden Fall ein Bratenthermometer zum Messen der Kerntemperatur. Rosa gebratenes Rind-, Kalbs- oder Lammfleisch hat eine Kerntemperatur von 58–60°. Auch Wild ist am besten bei 58–60° Kerntemperatur. Schweinefleisch hingegen benötigt 60–65°. Bei Geflügel kann man keine eindeutige Aussage treffen: ein Hähnchen braucht schon ca. 75°, eine Pute hingegen ist bereits bei 60° Kerntemperatur fertig.
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Anbraten |
Garzeit bei 80° |
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Schwein |
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Filet (Medaillons) |
2 Min. |
40 Min. |
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Kotelett (240 g) |
2 Min. |
40 min. |
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Filet (ganz) |
6 Min. |
1 1/2 Std. |
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Spanferkel (1 kg) |
6 Min. |
3–3 1/2 Std. |
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Schulter (1,2 Kg) |
8 Min. |
4–4 1/2 Std. |
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Lende (1 kg) |
6 Min. |
2 1/2–3 Std. |
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Kalb |
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Rückensteak (200 g) |
4 Min. |
1 Std. 10 Min. |
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Filet (ganz) |
5 Min. |
1 1/2 Std. |
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Haxe |
8 Min. |
5 Std. |
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Tafelspitz (750 g) |
4 Min. |
5 Std. |
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Braten (1,2 kg) |
7 Min. |
3–3 1/2 Std. |
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Rind |
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Filet (Medaillons) |
4 Min. |
45 Min. |
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Filet (ganz) |
6 Min. |
1 1/2–2Std. |
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Braten (1 kg) |
7 Min. |
3–3 1/2 Std. |
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Schulter (1,7 kg) |
5 Min. |
5 Std. |
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Roastbeef (1 kg) |
4 Min. |
2 1/2 Std. |
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Rib Eye (2 kg) |
6 Min. |
5 Std. |
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Lamm |
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Rückenfilet |
4 Min. |
25 Min. |
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Karree |
2 Min. |
40 Min. |
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Keule (1,5 kg) |
8 Min. |
5 1/2–6 Std. |
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Wild |
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Rehrückenfilet (200 g) |
2 Min. |
1 Std. |
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Rehrückenfilet (ganz) |
5 Min. |
1 Std. 45 Min. |
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Rehbraten (1 kg) |
7 Min. |
2 1/2 Std. |
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Kaninchenrückenfilet (100 g) |
1 Min. |
40 Min. |
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Geflügel |
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Entenbrustfilet |
5 Min. |
45 Min. |
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Hähnchenbrustfilet |
4 Min. |
30 Min. |
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Perlhuhnbrust (190 g) |
3 Min. |
35 Min. |
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Putenbraten (1,2 kg) |
7 Min. |
5 Std. |
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Ente (2,5 kg) |
1 Std. bei 220° |
5 1/2 Std. |
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Gans (4 kg) |
1 Std. bei 220° |
6 1/2 Std. |
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Fisch |
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Thunfisch (400 g) |
1 Min. |
25 Min. |
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Dorade (480 g) |
1 Min. |
50 Min. |
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Bachsaibling (700 g) |
0 Min. |
55 Min. |
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Kabeljaufilet (220 g) |
1 Min. |
20 Min. |
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Seeteufel (170 g) |
1 1/2 Min. |
18 Min. |
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Schwertfischsteak (400 g) |
1 Min. |
30 Min. |
Kochtechniken und Kochutensilien
Garen mit Niedrigtemperaturen erfordert nur wenig Vorbereitung. Beim Einkauf von Fleisch, Fisch und Geflügel sollten Sie auf Topqualität achten und sich bei Fragen von Ihrem Metzger oder Fischhändler beraten lassen, welches Stück für die Zubereitung am besten geeignet ist. Fleisch und Fisch werden vor der Zubereitung immer mit kaltem Wasser abgebraust und mit Küchenpapier trocken getupft. Entfernen Sie beim Fleisch eventuell noch vorhandene Sehnen und alles sichtbare Fett. Dann würzen Sie das Gargut entsprechend des Rezeptes.
Fleisch rundherum anbraten
Heizen Sie den Backofen auf 80° oder die im Rezept angegebene Temperatur vor. Anschließend braten Sie das Fleisch auf dem Herd rundherum an, ehe Sie es in den Ofen schieben. Durch das Anbraten schließen sich die Poren und das Fleisch erhält eine leichte Kruste, die das Austreten des Fleischsaftes verhindert und den Braten so vor dem Austrocknen schützt. Nehmen Sie zum Anbraten eine Pfanne oder einen Topf, die der Größe des Fleischstücks entsprechen, und verwenden Sie dazu Pflanzenöl, da dieses höhere Temperaturen verträgt und nicht so leicht verbrennt.
Garen im Backofen
Nach dem Anbraten geben Sie das Fleisch auf ein Blech oder in eine entsprechende Form und garen es im Backofen entsprechend der Angabe im Rezept. Wenn Sie einen Rost verwenden, sollten Sie ein Backblech darunter schieben, um austretendes Bratenfett aufzufangen. Während Fleisch oder Fisch im Backofen garen, haben Sie Zeit für Ihre Gäste und können sich in Ruhe den Beilagen und der Herstellung der Sauce widmen.
Bei manchen Rezepten wird das Fleisch am Ende der Garzeit noch einmal in der Pfanne vor dem Servieren erhitzt. Dazu können Sie Butter verwenden, weil die Pfanne nicht so hoch erhitzt wird wie beim Anbraten, und das Aroma der Butter den Geschmack des Bratens oder Fisches unterstreicht. Verwenden Sie auf jeden Fall immer vorgewärmte Teller zum Servieren, damit sich Fleisch, Fisch und Beilagen nicht zu sehr abkühlen.
Praktisch: der Bratschlauch speichert Hitze und austretenden Bratsaft gleichermaßen.
Die richtige Temperatur ermitteln
Wer auf Nummer sicher gehen will, benutzt ein Bratenthermometer, das die Kerntemperatur misst. Es wird in die dickste Stelle des Fleisches gesteckt, darf aber nicht auf einen Knochen stoßen, da sonst das Ergebnis verfälscht würde. Das Fleisch wird einfach so lange gegart, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Deshalb bleibt das Bratenthermometer auch die gesamte Garzeit über im Fleisch stecken. Die Kerntemperatur beträgt bei einem »rosa« gebratenen Filetstück etwa 58–60°. Bei einem »blutig« gebratenen Steak« beträgt die Temperatur etwa 50°, »durch« ist es bei etwa 75–80°. Hilfreich ist auch ein Ofenthermometer: Es wird während der Garzeit in den Ofen gehängt und misst dessen Temperatur. Denn je nach Modell variiert die Garleistung von Backofen zu Backofen und sollte entsprechend angepasst werden.
Weitere Küchenutensilien
Für einen gelungenen Braten benötigen Sie darüber hinaus noch Töpfe in verschiedenen Größen von 18, 20, 24 und 28 cm Durchmesser und bei einigen Rezepten einen Bratschlauch. Im Bratschlauch garen Fleisch und Fisch im eigenen Saft und werden so besonders aromatisch. Zur Anwendung beachten Sie bitte die Anweisungen auf der Verpackung.
Warum muss das Fleisch angebraten werden?
Durch das Anbraten von allen Seiten verändern sich die Eiweißverbindungen im Fleisch. Es kommt zu der sog. Maillard-Reaktion, also der Entstehung der geschmacksbildenden Röststoffe. Kleine Stücke werden bei starker Hitze kurz, größere Braten bei etwas milderer Hitze etwas länger von allen Seiten angebraten. Das gilt auch für die Bratenenden!
Was kann ich tun, wenn der Braten nach der angegebenen Garzeit noch nicht fertig ist?
Manche Backöfen können die Temperatur nicht konstant bei 80° halten oder die eingestellte Backtemperatur stimmt nicht mit der tatsächlich im Ofen herrschenden Temperatur überein. Testen Sie Ihren Ofen mit einem Backofenthermometer vorher (erhältlich im Haushaltswarengeschäft)! Kleinere Schwankungen zwischen 75° und 85° sind unbedenklich. Ist die Temperatur darunter, wird der Garvorgang ausgesetzt, erhöhen Sie dann kurzfristig die Temperatur, bis wieder 80° erreicht werden. Ist die Temperatur deutlich darüber, öffnen Sie die Ofentür, bis die Temperatur gesunken ist.
Kann ich das Fleisch abdecken, um den Garvorgang zu beschleunigen?
Nein, das Garen mit Niedrigtemperaturen erfordert Zeit und Geduld, dafür werden Sie mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt. Damit die warme Luft das Fleisch gleichmäßig erreicht, sollten Sie es immer offen in einer flachen Form in den Ofen schieben. Bei großen Braten hingegen, die in einer angesetzten Sauce garen, sollte der Topf mit einem Deckel abgedeckt sein.
Muss ich zusätzliche Flüssigkeit beim Garen angießen?
Nein, denn im Gegensatz zum Braten bei hohen Temperaturen kocht der Bratensatz bei 80° nicht ein. Bei kleineren, rosa gebratenen Fleischstücken ist dies also nicht erforderlich. Bei größeren Fleischstücken empfiehlt es sich, einen Saucenansatz gleich mit in den Topf zu geben, der zusammen mit dem Fleisch gart.
Wann würze ich das Fleischstück?
Zu den Ammenmärchen in der Küche zählt der Glaube, Fleisch verlöre durch zu frühes Salzen an Saft. Sie können das Fleischstück schon vor dem Anbraten salzen und pfeffern und mit Senf bestreichen, so es im Rezept vorgesehen ist. Wichtig ist nur, dass Sie das Fleischstück sofort weiter verarbeiten, also gleich anbraten; bleibt es gewürzt eine Weile liegen, dann zieht das Fleisch Wasser, der Braten wird trocken.
Wie komme ich an eine Sauce für den Braten, wenn der Bratensaft im Fleisch bleibt?
Üppige Mengen an Sauce erhalten Sie beim Garen mit Niedrigtemperaturen nicht, auf eine köstliche Sauce müssen Sie aber dennoch nicht verzichten. Die Grundsaucen auf den folgenden Seiten eignen sich hervorragend zu den in diesem Buch vorgestellten Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten. Eine klassische Sauce erhalten Sie über den in den Rezepten beschriebenen Saucenansatz. Dabei werden zumeist Knochen und Fleischabschnitte mit Suppengemüse mitgegart und entsprechend Flüssigkeit zugegeben. Das Fleischstück gart zusammen mit diesen Zutaten; das Ergebnis: eine köstliche Sauce, die zum Schluss noch mit Sahne oder Butter verfeinert werden kann.
Das Bratthermometer gibt Auskunft, was im Inneren des Garguts so vor sich geht.
Dunkle Grundsaucen
Eine wirklich gute Sauce benötigt etwas Zeit, doch der Aufwand lohnt sich. Der Ansatz für dunkle Grundsaucen bleibt immer der Gleiche: Aus Knochen, Fleischabschnitten, Sehnen, Wurzelgemüse, Gewürzen und Wein wird je nach Fleischart eine aromatische Grundsauce zubereitet, die dann noch beliebig verfeinert werden kann. Passend zu der Fleischart nimmt man die entsprechenden Knochen (wie z.B. vom Kalb, Rind, Schwein, Reh, Hirsch, Geflügel oder Lamm).
3 EL Pflanzenöl
500 g Kalbsknochen
500 g Ochsenschwanzknochen, geteilt
1 Stück Knollensellerie (150 g)
2 Möhren (150 g)
2 Zwiebeln (200 g)
4 Zweige Thymian
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeren
2 EL Tomatenmark
1 Flasche kräftiger Rotwein (750 ml, z.B. Cabernet Sauvignon)
1 EL Mehl (Type 405)
1,6 l Gemüsefond (aus dem Glas)
50 ml Aceto Balsamico
Salz
Für ca. 1 Liter Sauce (für den Vorrat)
ca. 3 Std. Garzeit
1 Das Pflanzenöl in einem großen Topf (28 cm ø) erhitzen, Kalbsknochen und Ochsenschwanzknochen dazugeben und 15 Min. bei mittlerer Hitze rösten. Dabei gelegentlich umrühren.
2 Inzwischen das Gemüse waschen, schälen und putzen. Sellerie, Möhren und Zwiebeln in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Den Thymian waschen und trockenschütteln. Dann mit den Gewürzen und Kräutern zu den Knochen geben, mit 2 Prisen Salz würzen und weitere 5 Min. rösten.
3 Tomatenmark dazugeben und 5 Min. mitrösten. Mit einem Schuss Rotwein ablöschen, vollständig einkochen lassen. Mit Mehl bestäuben, durchrühren und wieder mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Vorgang nochmals wiederholen. Aceto Balsamico dazugießen, etwas einkochen lassen. Mit dem restlichen Rotwein und der Gemüsefond oder Wasser aufgießen, aufkochen lassen.
4 Die Sauce bei geringer Hitze 2 1/2 Std. offen köcheln lassen. Dann durch ein feines Sieb passieren und nach Bedarf weiterverarbeiten. Zum Aufbewahren noch heiß in saubere (am besten ausgekochte Gläser) füllen, verschließen, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Oder abkühlen lassen und Portionsweise einfrieren.
TIPP Man kann die Knochen auch im Ofen bei 180° (Umluft) solange rösten, bis sie eine dunkle Farbe angenommen haben und dann wie oben beschrieben weiterverarbeiten. Der Vorteil dabei: Im Ofen rösten die Knochen gleichmäßig, kein lästiges Spritzen durch Fett und die Küchenluft bleibt angenehm.
1 ½ EL Orangenmarmelade
80 ml Orangensaft, frisch gepresst
30 ml Weinbrand
500 ml dunkle Grundsauce (s. >)
1 EL kalte Butter
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die Orangenmarmelade in einem kleinen Topf (18 cm ø) erwärmen, mit Orangensaft ablöschen und 2 Min. bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Weinbrand und Grundsauce dazugeben, aufkochen lassen und etwa 5 Min. köcheln lassen.
2 Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Schneebesen nach und nach einrühren. Die Sauce mit Salz und reichlich schwarzem Pfeffer abschmecken.
TIPP Die kalte Grundsauce vor dem Weiterverarbeiten entfetten, d.h. die kalte Fettschicht entfernen. Die Pfeffersauce ist eine Ableitung der dunklen Grundsauce und schmeckt zu gebratenem Rind, Ente, Schwein und Geflügel.
10 g getrocknete Morcheln
1 kleine Schalotte (30 g)
1 EL Butter
1 EL Gin
100 ml weißer Portwein
400 ml dunkle Grundsauce (s. >)
200 g Sahne
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 15 Min. Zubereitung
1 Die Morcheln in lauwarmes Wasser legen und etwa 30 Min. quellen lassen, dabei das Einweichwasser mehrmals wechseln. Die Morcheln in einem Sieb abtropfen lassen. Größere Exemplare halbieren.
2 Die Schalotte abziehen, halbieren und fein würfeln. Die Butter in einem kleinen Topf (18 cm ø) aufschäumen lassen, die Schalotten darin etwa 3 Min. glasig dünsten. Die Morcheln zugeben, dann alles mit Gin und Portwein ablöschen, aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 5 Min. köcheln lassen. Nun die entfettete Grundsauce dazugeben, erneut aufkochen und weitere 3 Min. einkochen lassen.
3 Zum Schluss die Sahne dazugießen und gute 10 Min. sämig einkochen lassen. Die Morchelrahmsauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schnelle Saucen
Eine gute Sauce benötigt nicht immer eine lange Vorbereitungszeit. Überraschen Sie Ihre Gäste oder Ihre Familie mit pfiffigen, schnell zubereiteten Saucen. So haben Sie, während der Braten langsam im Ofen gart, mehr Zeit für Ihre Lieben.
200 g Sahne
Abrieb von ½ Bio-Limette und einige Spritzer Limettensaft
100 ml Gemüsefond (aus dem Glas)
1 EL Wodka
½ TL Stärke
½ Bund glatte Petersilie (abgezupft etwa 15 g)
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Msp. Cayennepfeffer
2 EL kalte Butter
Für 4 Personen | ca. 15 Min. Zubereitung
1 Die Sahne in einem Topf (20 cm ø) erhitzen und in 4–5 Min. sämig einkochen lassen. Einige Tropfen Limettensaft und Limettenabrieb einrühren. Gemüsefond und Wodka dazugeben und weitere 2 Min. köcheln lassen.
2 Die Stärke mit einem Schuss kaltem Wasser glatt rühren. Die Stärke in die kochende Sauce rühren und unter ständigem Rühren 2–3 Min. durchkochen lassen.
3 Die Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und grob schneiden. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Die Petersilie einrühren.
4 Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem elektrischen Pürierstab nach und nach in die Sauce mixen.
TIPP Die frische grüne Sauce schmeckt zu gebratenem Schwein, Rind, Kalb, Fisch und Geflügel.
100 ml Rote-Bete-Saft (Reformhaus)
150 g Sahne
50 g Crème fraîche
1 TL Sahnemeerrettich (aus dem Glas)
1 EL kalte Butter
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas gemahlener Kümmel
Für 4 Personen | ca. 5 Min. Zubereitung
1 Den Rote-Bete-Saft in einem kleinen Topf (18 cm ø) erhitzen und 2 Min. köcheln lassen. Die Sahne dazugeben und weitere 3 Min. köcheln lassen. Nun die Crème fraîche und den Sahnemeerrettich einrühren und alles aufkochen lassen.
2 Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und mit dem Pürierstab in die Rote-Bete-Sauce mixen. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.
TIPP Die schaumige Sauce passt zu gebratenem oder gekochtem Fisch, Kalb und Geflügel
½ reife Mango (150 g) ohne Kern
1½ EL Butter
½ TL Akazienhonig
1 Msp. Currypulver
250 ml Orangensaft, frisch gepresst
100 g Sahne
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 20 Min. Zubereitung
1 Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und klein würfeln.
2 1/2 EL Butter in einem Topf (20 cm ø) aufschäumen lassen, Mangowürfel darin etwa 2 Min. bei mittlerer Hitze dünsten, dann den Honig und das Currypulver einrühren. Mit dem Orangensaft ablöschen und 3 Min. köcheln lassen. Die Sahne dazugeben und weitere 2 Min. köcheln lassen.
3 Die restliche kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Die Sauce mit dem Pürierstab fein mixen, nach und nach die Butterwürfel einmixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
TIPP Die Sauce passt zu Ente, Geflügel, Schwein, Kalb, Fisch und Meeresfrüchte
Warme Saucen
Warme Saucen runden jedes Gericht, das aus dem Ofen kommt, geschmacklich ab. Nicht umsonst sind manche von ihnen zu echten Klassikern geworden und aus der feinen Küche nicht mehr wegzudenken. Im Folgenden finden Sie den Klassiker schlechthin, die Sauce hollandaise, mit zwei einfachen, aber dennoch beeindruckenden Variationen.
150 g Butter
2 Eigelbe (Größe M)
50 ml Weißwein
1 TL Worcestersauce
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
etwas Zitronensaft
Für 4 Personen | ca. 15 Min. Zubereitung
1 Die Butter bei geringer Hitze in einem kleinen Topf (18 cm ø) schmelzen lassen.
2 Eigelbe mit Weißwein in einer Metallschüssel mit rundem Boden (Schlagkessel) verrühren und mit Worcestersauce, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Über einem heißen Wasserbad mit einem Schneebesen in ca. 3 Min. zu einer cremigen, luftigen Masse schlagen; dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
3 Die flüssige, nicht zu heiße Butter unter ständigem Rühren langsam, mit einem Schneebesen verrühren. Zum Schluss die Sauce mit einigen Tropfen Zitronensaft abschmecken und je nach Rezept weiterverarbeiten.
TIPP Dieses Saucenrezept gilt als Klassiker zu Kartoffeln, Spargel, Fleisch- und Fischgerichten. Sollte die Sauce gerinnen, d. h., Eigelbe und Butter vermischen sich nicht glatt miteinander, dann kann dem mit einem Schuss eiskaltem Wasser oder 1 EL geschlagener Sahne abgeholfen werden. Wasser oder Sahne am Schüsselrand unter ständigem Rühren langsam zugießen.
1 Grundrezept klassische Sauce hollandaise (s. >)
3 EL Ketchup
Für 4 Personen | ca. 15 Min. Zubereitung
1 Die Sauce nach dem Grundrezept der klassischen Sauce hollandaise zubereiten. Zum Schluss nach und nach das Tomatenketchup einrühren.
TIPP Der Geschmack erinnert an eine »warme« Cocktailsauce, sie passt daher auch wunderbar zu gebratenem Fisch oder zu Garnelen. Sie schmeckt natürlich auch zu Fleisch, wie z.B. Roastbeef mit lauwarmem Gewürzöl (siehe >).
½ Bund glatte Petersilie
2 Zweige Dill
1 Zweig Estragon
6–8 mittelgroße Basilikumblätter
1 kleiner Bund Schnittlauch
3 EL Olivenöl
1 Grundrezept klassische Sauce hollandaise (s. >)
Für 4 Personen | ca. 20 Min. Zubereitung
1 Die Kräuter waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und grob schneiden. Den Schnittlauch separat in feine Röllchen schneiden und beiseite legen. Petersilie, Dill, Estragon und Basilikum in ein hohes Gefäß geben, das Olivenöl zugeben und mit dem Pürierstab schnell zu einer feinen Paste mixen. Dann den Schnittlauch einrühren.
2 Die Sauce hollandaise nach dem Grundrezept zubereiten. Zum Schluss die grüne Paste einrühren.
TIPP Die Sauce passt zu gebratenem oder gekochtem Schwein, Rind, Lamm, Geflügel, aber auch zu gebratenem oder gekochtem Fisch und Meeresfrüchten.
Kalte Saucen
Fruchtige Aromen und exotische Gewürze entfalten sich in kalten Saucen besonders raffiniert. Dips und Salsas verleihen sanft gegartem Fleisch, Geflügel und Fisch eine erfrischende Note.
1 Tomate (100 g)
1 kleine rote Paprika (200 g)
1 St. Staudensellerie (40 g)
3 EL Tomatenketchup
120 g passierte Tomaten (aus der Dose)
einige Spritzer Worcestersauce
einige Spritzer Zitronensaft
einige Spritzer Gin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die Tomate waschen, grünen Strunk entfernen, vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Paprika waschen, halbieren, entkernen, weiße Samenwände entfernen und die Hälften ebenfalls klein schneiden. Den Staudensellerie waschen und in feine Würfel schneiden.
2 Tomatenketchup und passierte Tomaten miteinander verrühren, Tomaten, Paprika und Staudensellerie unterheben und mit Worcestersauce, Zitronensaft, Gin, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer pikant abschmecken.
TIPP Staudensellerieblätter waschen, abzupfen und fein hacken. Ganz zum Schluss unter die Salsa rühren.
Diese Paprikasalsa passt zu gebratenem oder gegrilltem Geflügel, Kalb, Schwein, Lamm und Rind. Aber auch gebratener Fisch und Riesengarnelen eignen sich hervorragend dazu.
1 reife Avocado (230 g)
einige Spritzer Zitronensaft
150 g Naturjoghurt
2 Prisen Zucker
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
20 g gemischte Kräuter, z.B. Dill, Zitronenmelisse, Sauerampfer, Kerbel, Schnittlauch,
je nach Geschmack noch ein paar Blätter Rucolasalat
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die Avocado halbieren, den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit dem Löffel herausheben, in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
2 Den Joghurt glatt rühren, die marinierten Avocadowürfel unterheben und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
3 Die Kräuter waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Dill, Zitronenmelisse, Sauerampfer und Kerbel grob schneiden. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Den Rucola von groben Stielen befreien und grob schneiden.
4 Kräuter und Rucola mit dem Joghurt-Avocado-Dip verrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
TIPPS Der Joghurt-Avocadodip passt zu gebratenem oder gegrilltem Geflügel, Kalb und Lamm. Aber auch gebratener Fisch und Riesengarnelen schmecken hervorragend dazu.
Variieren Sie die Kräuter nach Lust und Saison. Im Frühling gibt Bärlauch eine leichte Knoblauchnote. Außerdem eignen sich z.B. Minze, Estragon, Brunnenkresse, glatte Petersilie oder Pimpenelle.
Buttermischungen
Wer die Buttermischungen auf Vorrat oder schon am Vortag zubereitet, sollte sie etwa 1 Std. vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen: Die Aromen können sich so besser entfalten. Zum Verpacken dann einfach auf ein Stück Backpapier geben, aufrollen, an den Enden eindrehen oder mit Küchengarn zubinden.

Scharfe Currybutter mit Szechuanpfeffer
100 g weiche Butter
½ TL Szechuanpfeffer
¼ Vanilleschote
1 dünne Scheibe Ingwer
1 TL Currypulver
2 Prisen Chiliflakes (getrocknete Chiliflocken)
Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die weiche Butter mit dem Handrührgerät in 5 Min. weiß-schaumig aufschlagen. Den Szechuanpfeffer im Mörser fein zerreiben. Die Vanilleschote der Länge nach aufritzen und das Mark mit dem Messerrücken herausschaben. Die Ingwerscheibe schälen und fein schneiden.
2 Die schaumige Butter mit Szechuanpfeffer, Vanillemark, Ingwer und Curry verrühren und mit Chiliflakes, Meersalz und Pfeffer abschmecken.
TIPP Die Currybutter passt zu gebratenem Fisch, Geflügel, Lamm und Rind.

Grobe Senfbutter mit Thymian
100 g weiche Butter
2 Thymianzweige
1 TL grobkörniger Senf
1 TL mittelscharfer Senf
Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die weiche Butter mit dem Handrührgerät in 5 Min. weiß-schaumig aufschlagen. Den Thymian waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und grob schneiden.
2 Die schaumige Butter mit den beiden Senfsorten und dem Thymian verrühren und mit Meersalz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.
TIPP Die Senfbutter passt zu gebratenem Schwein, Kalb, Rind, Lamm und Fisch.
Espressobutter mit Kardamom
100 g weiche Butter
4 EL kalter Espresso (40 ml)
1 Prise gemahlener Kardamom
etwas frisch geriebene Muskatnuss
Meersalz (z.B. Fleur de Sel) oder Sojasauce
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die weiche Butter mit dem Handrührgerät in 5 Min. weiß-schaumig aufschlagen; dabei den Espresso langsam einrühren.
2 Die Espresso-Butter mit Kardamom, Muskatnuss, Meersalz oder einigen Tropfen Sojasauce und reichlich schwarzem Pfeffer würzen.
TIPPS Die Sojasauce rundet die Espressobutter im Geschmack ab, außerdem ersetzt sie das Salz.
Die Espressobutter passt zu gebratenem Rindfleisch, Reh oder Hirsch.
Die Espressobutter kann man z.B. auch als Brotaufstrich genießen. Dafür einfach Weißbrotscheiben toasten, mit der Butter bestreichen und z.B. zum Aperitif reichen.

Zitronenbutter mit Wermut und frischem Dill
100 g weiche Butter
1 Spritzer weißen Wermut (z.B. Noilly Prat)
½ Zitrone
2 Zweige Dill
2 Prisen Chiliflakes (getrocknete Chiliflocken)
1 Prise Zucker
Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Die weiche Butter mit dem Handrührgerät in 5 Min. weiß-schaumig aufschlagen und 1 Spritzer Wermut einrühren.
2 Die Zitronenschale mit einem scharfen Messer so abschneiden, dass auch die weiße bittere Haut mitentfernt wird. Die einzelnen Zitronenfilets aus den Trennhäuten herauslösen und in kleine Stücke schneiden.
3 Den Dill waschen, trockenschütteln, abzupfen und grob schneiden. Die Zitronenfilets und den Dill unter die Butter rühren. Die Zitronenbutter mit Chiliflakes, Zucker, Meersalz und Pfeffer abschmecken.
TIPPS Die Zitronenbutter passt zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, Kalb oder Geflügel. Die Zitronenbutter unter gekochte Spaghetti rühren und im Handumdrehen ist ein schnelles und raffiniertes Pastagericht kreiert. Dann noch ein paar Shrimps (in Lake) darüberstreuen – fertig!
Aromasalze
Schnell gemacht und trotzdem raffiniert sind mit verschiedensten Kräutern, Gewürzen und Früchten gemischte Salze. Entweder werden Sie vor dem Garen ins Fleisch einmassiert oder zum fertig gegarten Gericht serviert.

Orangen-Zimt-Salz mit Minze
1 EL grobes Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
1 Msp. abgeriebene Bio-Orangenschale
1 Prise Zimt, gemahlen
1 Zweig glatte Petersilie
2–3 Minzeblätter
Für 4 Personen | ca. 5 Min. Zubereitung
1 Das Meersalz mit der Orangenschale und dem Zimt verrühren.
2 Die Kräuter waschen, Blättchen abzupfen, am besten mit einem Küchenpapier trockentupfen und fein schneiden. Das Salz mit den Kräutern verrühren.
TIPP Das Orangen-Zimt-Salz mit Minze passt zu gebratenem Lamm, Rind, Schwein und Geflügel. Auch zu gebratenen Riesengarnelen, Jakobsmuscheln und Seeteufel harmoniert es vorzüglich.

Kümmelsalz mit Maulbeeren und Piment
10 St. getrocknete Maulbeeren
1 EL grobes Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
1 Msp. gemahlener Kümmel
1 Msp. gemahlener Piment
Für 4–6 Personen | ca. 5 Min. Zubereitung
1 Die Maulbeeren möglichst klein schneiden und mit Meersalz, Kümmel und Piment verrühren.
TIPP Das Kümmelsalz passt zu gebratenem Schwein oder Spanferkel.

Tomatensalz mit Basilikum
1 EL getrocknete Tomatenflocken
1 EL grobes Meersalz (z. B. Fleur de Sel)
4 mittelgroße Basilikumblätter
Für 4–6 Personen ca. 7 Min. Zubereitung
1 Die Tomatenflocken mit einem scharfen Messer möglichst fein hacken. Die Basilikumblätter waschen, trockentupfen und sehr fein schneiden.
2 Das Meersalz mit den fein gehackten Tomaten und dem Basilikum mischen.
TIPP Das »Allroundsalz« passt zu gebratenem oder gedünstetem Rind, Schwein, Lamm, Kaninchen, Geflügel, zu Fisch, Meersesfrüchten und zu Muscheln. Außerdem auch zu angemachten Salaten, Mozzarella und Gemüsegerichten.
Veilchensalz mit gerösteten Mandeln
1 TL gehobelte Mandeln
1 EL grobes Meersalz, (z.B. Fleur de Sel)
3 kandierte Veilchen (Feinkostgeschäft)
Für 4–6 Personen | ca. 5 Min. Zubereitung
1 Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett etwa 1 Minute goldbraun rösten und abkühlen lassen.
2 Die Mandeln im Mörser fein reiben, die Veilchen dazugeben und grob zerstoßen. Das Meersalz mit Mandeln und Veilchen verrühren.
TIPP Das Veilchensalz passt zu gebratenem Lamm, Schwein, Geflügel, Ente, Kaninchen und Kalb.
INFO Sämtliche Aromasalze lassen sich problemlos auch auf Vorrat zubereiten. Die Salze in ein sauberes, verschließbares Glas füllen und an einem nicht zu hellen Ort aufbewahren. Die Zutaten trocknen durch das Salz aus und halten durchaus 2 Wochen.

Vanillesalz mit Curry
1 Vanilleschote
1 EL grobes Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
1 Msp. Currypulver
Für 4 Personen | ca. 5 Min. Zubereitung
1 Die Vanilleschote der Länge nach aufritzen, das Mark am besten mit dem Messerrücken herausschaben. Das Vanillemark mit Meersalz und Curry verrühren.
TIPP Das Vanillesalz mit Curry passt zu gebratenem Lamm, Rind, Ente und Geflügel, aber auch zu gebratenem Fisch, z.B. Schwertfisch mit Passionsfrucht (siehe >) sehr gut.

Chilisalz mit Ingwer und Knoblauch
2 dünne Scheiben frischer Ingwer
2 dünne Scheiben Knoblauch
1 kleiner Korianderzweig
1 EL grobes Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
1 Prise Chiliflakes (getrocknete Chiliflocken)
Für 4 Personen | ca. 10 Min. Zubereitung
1 Ingwer und Knoblauch schälen und in möglichst feine Würfel schneiden. Den Koriander waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und möglichst fein schneiden.
2 Das Meersalz mit Ingwer, Knoblauch und Koriander verrühren und mit Chiliflakes verfeinern.
TIPP Das Chilisalz passt zu gebratenem Lamm, Rind, Ente, Geflügel, Schwein, Fisch und Meeresfrüchten mit leicht asiatischer Note.












