8
Vier Stunden vergingen. Der Regen hörte auf. Es wurde offensichtlich, daß Billy sich nicht nur verspätete, sondern möglicherweise überhaupt nicht mehr kommen würde. Vielleicht hatte er einen Wagen gekauft und ihn aus der Stadt geschafft, oder vielleicht hatte er irgendwann seine Mutter angerufen und beschlossen, den Besuch fallenzulassen, als er von »Charlene« hörte. Ich trank den ganzen Kaffee aus der Thermoskanne, mein Kopf zersprang fast von all dem Koffein. Wenn ich rauchen würde, hätte ich wahrscheinlich eine Schachtel leer gemacht. So hörte ich noch achtmal die Nachrichten, den Farm-Bericht und eine Stunde spanische Musik. Ich dachte über die Möglichkeit nach, die spanische Sprache einfach dadurch zu lernen, daß man diesen sentimentalen Liedern zuhörte. Ich dachte über Jonah und die Ehemänner nach, die ich kennengelernt hatte. Wenn mein Herz noch mal brechen sollte, dann würde sich das gewiß genauso anhören, obwohl die Texte, nach allem, was ich verstand, von Würmern und Hernien handelten, Dingen also, die nur durch hochtrabende Harmonien so seelenvoll klangen. Alles in allem war ich nahe daran, mich mit meinen geistigen Prozessen zu Tode zu langweilen, und so war ich wirklich erleichtert, als ich einen Wagen näher kommen und am Bordstein vor dem Haus auf der anderen Straßenseite halten sah. Es sah aus wie ein 67er Chevrolet, weiß, mit einem vorübergehenden Kennzeichen an der Windschutzscheibe. Ich konnte nicht viel von dem Knaben erkennen, der ausstieg, aber ich beobachtete interessiert, wie er mit zwei Sätzen die Verandastufen erreichte und klopfte.
Betty Christopher ließ ihn ein. Alle beide verschwanden. Einen Moment später sah ich Schatten vor dem Küchenlicht. Ich stellte mir vor, daß sie sich hinsetzten, um ein paar Bier zu trinken und sich zu unterhalten. Doch schon öffnete sich die Haustür wieder, und er kam heraus. Ich rutschte auf dem Autositz nach unten, bis meine Augen auf einer Höhe mit der Unterkante des Fensters waren. Die Wolkendecke war noch immer schwer, verdunkelte den Mond, und die Wagen am Straßenrand schufen noch tiefere Schatten. Er starrte auf die Straße hinaus, musterte die Reihe der geparkten Autos eines nach dem anderen. Ich spürte, wie mein Herz zu hämmern anfing, als ich beobachtete, wie er langsam die Treppe herabkam und in meine Richtung ging.
Mitten auf der Straße blieb er stehen. Er trat an einen Lieferwagen, der zwei Wagen vor meinem stand. Er ließ eine Taschenlampe aufleuchten und öffnete die Tür auf der Fahrerseite, scheinbar, um das Kennzeichen zu überprüfen. Ich verlor ihn aus den Augen. Einige Zeit verstrich. Ich beobachtete die Schatten, fragte mich, ob er sich auf die andere Seite geschlichen hatte und zu meiner Rechten auftauchen würde. Ich hörte ein ersticktes Geräusch, als er die Tür des Lieferwagens schloß. Der Strahl seiner Taschenlampe glitt über den Wagen vor mir, blitzte gegen meine Windschutzscheibe, aber das Licht war zu zerstreut, um viel zu erhellen, als es mich erreichte. Er schaltete die Lampe aus. Wartete, beobachtete die Straße auf beiden Seiten. Offensichtlich entschied er, daß es keinen Grund zur Beunruhigung gab. Er ging zum Haus zurück. Als er die Veranda erreichte, kam sie heraus, hielt einen Morgenmantel vor sich zusammen. Sie sprachen ein paar Minuten miteinander, und dann stieg er in seinen Wagen und fuhr davon. Sobald sie ins Haus ging, ließ ich meinen VW an, wendete und machte mich an die Verfolgung. Ich hoffte, daß nicht nur alles eine kunstvolle List war, um mich aus der Deckung zu locken.
Er war bereits nach links abgebogen, dann wieder rechts, als ich ihn endlich zwei Blocks vor mir entdeckte. Wir fuhren durch Nebenstraßen, in denen es keine Ampeln gab, nur hin und wieder ein Stop-Schild, um unser Vorankommen zu verlangsamen. Ich mußte aufschließen oder riskierte, ihn aus den Augen zu verlieren. Eine »einsame« Verfolgung ist praktisch sinnlos, außer Sie wissen, wem Sie folgen und wohin er will. Um diese Zeit waren nur wenige Autos unterwegs, und wenn er weit fuhr, würde er schnell begreifen, daß die Gegenwart meines VW kein Zufall war.
Ich dachte, sein Ziel wäre die Schnellstraße, aber ehe er die nördliche Auffahrt erreichte, verlangsamte er schon das Tempo und bog nach rechts ab. Da war ich nur noch einen halben Block von ihm entfernt, also schoß ich an den Randstein und parkte, würgte den Motor ab. Ich schloß den Wagen ab und ging zu Fuß, lief schräg über das Eckgrundstück. Einen halben Block weiter vorn sah ich gerade noch die Heckleuchten. Der Wagen machte eine Linkskurve in eine schäbige Wohnwagenstadt.
Puente ist eine schmale Straße, die parallel zum Highway 101 auf der Ostseite der Stadt verläuft. Die Wohnwagenstadt selbst quetschte sich in den freien Platz zwischen den beiden Straßen, vom Highway durch einen drei Meter hohen Bretterzaun und Unmengen von Oleander geschützt. Ich hastete weiter. Die Häuser, an denen ich vorüberkam, waren dunkel, alte Autos standen in den Auffahrten, die meisten von ihnen hatten Beulen. Die Straßenbeleuchtung war spärlich, aber vor mir bemerkte ich Spuren von Licht, das von den Wohnanhängern herüberkam. Über dem Eingang zur Wohnwagenstadt hing eine Reihe bunter Glühbirnen.
Als ich endlich den Eingang erreichte, war von dem Chevrolet nichts mehr zu sehen. Aber der Platz war klein, und ich hielt es nicht für schwer, den Wagen zu finden. Die Straße, die sich zwischen den Anhängern hindurchwand, war zweispurig. Der Asphalt schimmerte noch feucht vom Regen, und Wasser tropfte aus den Eukalyptusbäumen, die in Abständen emporragten. Überall standen Schilder: LANGSAM FAHREN. PARKEN NUR FÜR MIETER. DURCHGANG FREIHALTEN.
Die meisten Anhänger waren viereinhalb bis sechs Meter lang, von der Art, wie man sie früher tatsächlich an sein Auto hängen und darin herumreisen konnte. Nomad, Airstream und Concord schienen am häufigsten vertreten zu sein. Jeder hatte ein numeriertes Pappschild im Fenster, auf dem die Nummer des Platzes angegeben war, auf dem er stand. Einige standen auf kleinen Grasflecken, vorübergehende Campingplätze für Wohnwagen auf der Durchreise, aber viele waren auch auf Dauer dort und sahen aus, als wären sie schon vor Jahren hier abgestellt worden. Die Abstellplätze waren nichts weiter als aus Beton gegossene Vierecke, umgeben von weißen Holzzäunen, etwas über einen halben Meter hoch, oder aber durch Bambusmatten voneinander abgegrenzt. Die Höfe, so es welche gab, beherbergten eine Ansammlung von Plastikhirschen und Flamingos.
Es war fast elf, und viele der Anhänger waren dunkel. Hier und da konnte ich das blaugraue Flackern eines Fernsehers sehen. Ich fand den Chevrolet, mit noch warmer Motorhaube und tickendem Motor, neben einem dunkelgrünen, schäbigen Anhänger mit zerrissener Markise und zur Hälfte abgerissener Aluminium-Scheuerleiste. Aus dem Innern konnte ich das dumpfe Dröhnen von Rock ‘n’ Roll-Musik hören, die in einem zu kleinen Raum zu laut gespielt wird.
Die Fenster waren Ovale aus heißem, gelbem Licht, ungefähr dreißig Zentimeter über Augenhöhe. Ich schlich auf die rechte Seite hinüber, so nahe heran, wie ich konnte, und sah mich um, um festzustellen, ob einer der Nachbarn mich bemerkt hatte. Der Anhänger gleich nebenan hatte ein Schild ZU VERMIETEN an der Seite, und bei dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite waren die Vorhänge zugezogen. Ich kehrte ans Fenster zurück und stellte mich auf die Zehenspitzen, um hineinzuschauen. Das Fenster stand einen Spaltbreit auf. Die Luft, die herausdrang, war heiß und roch nach gebratenen Zwiebeln. Die Vorhänge bestanden aus alten Baumwollgeschirrtüchern über einer Messingstange an einem Ende. Sie hingen schief genug, daß ich Billy Polo und die Frau, mit der er sprach, deutlich sehen konnte. Sie saßen beide an einem Klapptisch, tranken Bier und bewegten die Lippen, aber die Worte waren über dem Lärm der Musik nicht zu verstehen. Das Innere des Wagens war eine deprimierende Collage aus billig getäfelten Wänden, schmutzigem Geschirr, Trödel, aufgerissenen Polstern, Zeitungen und Konserven, die sich auf Regalen stapelten. Ein Aufkleber über der Eingangstür verriet: ICH WAR IN ALLEN 48 STAATEN!
Auf einer Pappschachtel thronte ein kleiner Schwarzweißfernseher, der auf das Ende eines uralten Krimis eingestellt zu sein schien. Das Tempo der Handlung nahm zu. Ein Wagen schoß los, geriet außer Kontrolle, überschlug sich x-mal, ehe er über eine Klippe stürzte und mitten in der Luft explodierte. Das Bild wechselte, zeigte jetzt zwei Männer in einem Büro, von denen einer telefonierte. Weder Billy noch die Frau schienen zuzusehen, und die Musik muß es auch für sie unmöglich gemacht haben, überhaupt etwas vom Dialog zu hören.
Ich spürte, wie sich in meiner rechten Wade ein Krampf entwickelte. Ich schaute mich nach irgend etwas um, auf das ich mich stellen konnte, um die Anstrengung zu verringern. Der Nebenhof war ein Dschungel aus wildwucherndem Gestrüpp, und der Parkplatz war mit Abfällen übersät. Unter der Tür zum Wohnwagen stand eine kurze Holztreppe. Ich zwängte mich durch die Büsche, meine Jeans und Stiefel wurden dabei klatschnaß. Ich verließ mich darauf, daß die laute Musik den Lärm übertönen würde, den ich machte, als ich den Tritt packte, mich durch das Gestrüpp zurückzwängte und die Stufen unter das Fenster stellte.
Vorsichtig stieg ich hinauf und schaute wieder hinein. Billy Polo hatte ein überraschend jungenhaftes Gesicht für einen Mann, der die gesamten dreißig Jahre seines Lebens als Gauner verbracht hatte. Sein Haar war dunkel, eine lockige Masse, die sein Gesicht umgab. Die Nase war schmal, der Mund großzügig, und er hatte ein Grübchen am Kinn, das aussah wie eine kleine Wunde. Er war kein großer Mann, aber seine drahtige Muskulatur ließ auf Kraft schließen. Er hatte etwas Manisches, seine Bewegungen ließen Anspannung ahnen. Seine Augen waren ruhelos, und er neigte dazu, zur Seite zu starren, wenn er sprach, als würde direkter Blickkontakt ihn ängstigen.
Die Frau war Anfang Zwanzig, mit breitem Mund, kräftigem Kinn und einer Stupsnase, die aussah, als wäre sie aus Wachs gemacht. Sie war ungeschminkt, ihr blondes Haar war dicht, eine Reihe fester Locken, die sie schulterlang trug, spröde und schlecht geschnitten. Ihre Haut war sehr hell und von Sommersprossen übersät. Sie trug den übergroßen, seidenen Morgenrock eines Mannes und war offensichtlich erkältet. In ihrer Tasche hatte sie ein zerknülltes Tempo, in das sie von Zeit zu Zeit trompetete. Sie war mir so nah, daß ich sehen konnte, wo das häufige Naseputzen die Haut an Nase und Oberlippe gerötet hatte. Ich fragte mich, ob sie eine alte Freundin von Billy war. Man spürte keine Sexualität in der Art, wie sie miteinander umgingen, und doch war da eine sonderbare Intimität. Vielleicht eine alte Liebe, die mit der Zeit schal geworden war.
Die ständige Rock ‘n’ Roll-Musik machte mich verrückt. Ich würde nie hören, was sie redeten, wenn dieses Zeug über den ganzen Platz schallte. Ich stieg die Treppe hinab und ging zur Vordertür auf der anderen Seite des Anhängers. Das Fenster rechts stand weit offen, aber die Vorhänge waren zugezogen.
Ich wartete, bis eine kurze Pause entstand. Dann holte ich tief Luft und hämmerte an die Tür. »He! Stellt den verdammten Lärm ab«, brüllte ich. »Wir versuchen hier zu schlafen!«
Aus dem Anhänger schrie die Frau zurück »‘tschuldigung!« Die Musik brach abrupt ab, und ich ging wieder auf die andere Seite zurück, um zu sehen, wieviel ich von ihrer Unterhaltung aufschnappen konnte.
Die Ruhe war himmlisch. Sie mußten die Lautstärke am Fernseher ganz klein gestellt haben, denn die Werbung, die jetzt lief, war komisch ohne Ton, und ich konnte tatsächlich Bruchstücke von dem auffangen, was sie sagten, wenngleich sie unbarmherzig nuschelten.
»‘türlich sagt sie das. Was hast du denn erwartet?« fragte sie.
»Mir gefällt der Druck nicht. Es gefällt mir nicht, wenn sie mir im Nacken sitzt...« Er sagte noch etwas, das ich nicht verstehen konnte.
»Was macht das schon für einen Unterschied? Niemand hat sie gezwungen. Scheiße, sie ist frei, weiß und einundzwanzig... es geht darum... damit sie nicht denkt... die ganze Sache, richtig?«
Ihre Stimme war leiser geworden, und als Billy antwortete, hielt er eine Hand vor den Mund, so daß ich ihn überhaupt nicht verstehen konnte. Er hörte ohnehin nur mit halbem Ohr zu, sprach zu ihr, während sein Blick immer wieder zum Fernseher wanderte. Es muß 11.00 gewesen sein, weil die Lokalnachrichten gebracht wurden. Da war die übliche Einführung, ein langer Schwenk auf den Nachrichtentisch mit zwei männlichen Sprechern, einem Schwarzen und einem Weißen, die da in ihren Anzügen saßen wie ein komplettes Set. Beide sahen angemessen ernst aus. Die Kamera schwenkte zu dem Kopf des Schwarzen. Hinter ihm erschien kurz ein Foto von John Daggett. Dann tauchte flüchtig der Strand auf. Ich brauchte einen Augenblick, um zu begreifen, daß das die Stelle sein mußte, an der man Daggetts Leichnam gefunden hatte. Im Hintergrund konnte ich die Mündung des Hafens sehen.
Billy fuhr hoch, packte die Frau am Arm. Sie wirbelte herum, um zu sehen, worauf er zeigte. Der Sprecher redete weiter, schob mit einer glatten Bewegung das oberste Blatt beiseite. Die Kamera fuhr auf den zweiten Sprecher, und das Bild zeigte jetzt das Standfoto einer Müllhalde.
Billy und die Frau tauschten einen langen, besorgten Blick aus. Billy fing an, die Knöchel knacken zu lassen. »Herrje!«
Die Frau packte die Zeitung und warf sie ihm zu. »Ich hab dir doch gesagt, daß er es war, sobald ich gelesen hatte, daß man einen Säufer gefunden hat, der an den Strand gespült worden ist. Großer Gott, Billy! Immer geht alles schief, was du anfängst. Du hältst dich für so schlau. Du hast an alles gedacht. Na klar doch! Und dann stellt sich raus, daß du überhaupt nicht weißt, wovon du redest.«
»Die wissen nicht mal, daß wir ihn kennen. Woher sollten sie das auch wissen?«
Sie schenkte ihm einen bösen Blick, wütend, weil er versuchte, sich zu verteidigen. »Ein bißchen Grips kannst du den Bullen schon zugestehen! Wahrscheinlich haben sie ihn mit Hilfe seiner Fingerabdrücke identifiziert, oder? Dann wissen sie also auch, daß er in San Luis draußen war. Man muß nicht gerade ein Genie sein, um dahinterzukommen, daß du mit ihm zusammen gegessen hast. Als nächstes wird dann jemand bei uns klopfen. >Wann haben Sie den Mann zum letzten Mal gesehen?< All dieser Mist.«
Er stand abrupt auf. Dann ging er zum Küchenschrank und öffnete ihn. »Hast du Black Jack?«
»Nein, ich hab keinen Black Jack. Du hast gestern alles ausgetrunken.«
»Zieh dir was an. Dann gehen wir rüber ins Hub.«
»Billy, ich hab Schnupfen! Ich gehe jetzt nicht mehr raus. Du kannst ja gehen. Warum mußt du überhaupt was trinken?«
Er langte nach seiner Jacke, fuhr hinein. »Hast du Geld? Ich hab bloß noch einen Dollar.«
»Such dir ‘nen Job. Zahl selbst für dich. Ich hab es satt, dir immer nur Geld zu geben.«
»Ich hab doch gesagt, du kriegst es wieder. Warum machst du dir Sorgen? Mach schon, los.« Er schnippte ungeduldig mit den Fingern.
Sie ließ sich Zeit dabei, aber sie suchte doch in ihrer Geldbörse und förderte schließlich eine zerknüllte 5-Dollar-Note zutage, die er kommentarlos entgegennahm.
»Kommst du wieder?« wollte sie wissen.
»Ich weiß noch nicht. Möglich. Sperr nicht ab.«
»Gut, aber sei leise, ja? Ich fühle mich verdammt schlecht und will nicht geweckt werden.«
Er legte die Hände auf ihre Arme. »Hehe, beruhig dich. Du machst dir zuviel Sorgen.«
»Weißt du, was dein Problem ist? Du glaubst, du mußt nur solchen Mist reden, und dann wäre alles in Ordnung. Aber so funktioniert die Welt nicht. Hat sie nie getan.«
»Na ja, es gibt immer ein erstes Mal. Dein Problem ist, daß du so pessimistisch bist...«
An dieser Stelle hielt ich es für besser, mich auszuklinken und zu meinem Wagen zurückzukehren. Ich verließ meinen Horchposten, überlegte kurz, ob ich die Stufen zurückbringen oder einfach stehenlassen sollte. Besser, sie fortzubringen. Ich hob sie hoch, zwängte mich geschickt durch das Gestrüpp bis zu einem Platz, wo der Trödel gestapelt war. Ich stellte die Stufen ab und marschierte dann über den dunklen Platz und hinauf auf die Straße.
Ich lief zu meinem Auto, ließ es an und wendete erneut, erwartete, daß Billy auf demselben Weg zurückfahren würde, wie er gekommen war. Und da sah ich im Rückspiegel auch schon den Chevrolet auf die Hauptstraße einbiegen, sah, wie er hinter mir herkam. Anderthalb Block lang hing er an meinen Heckleuchten wie im Film. Mit einem ungeduldigen Hupen überholte er mich, bog mit quietschenden Reifen noch einmal nach links ab und brauste davon, Richtung Milagro. Ich wußte, wohin er wollte, also ließ ich mir Zeit. Es gibt da eine Bar, Hub, ungefähr drei Blocks weiter. Ich betrat sie vielleicht zehn Minuten nach ihm. Seinen Jack Daniel’s hatte er sich schon gekauft und nahm sich jetzt seiner an, während er Poolbillard spielte.