Mit einem Jagdgewehr »auf dem wunderlich einsam wirkenden Rücken des Jägers«, der seinen Weg durchs Gebirge zieht, fängt alles an. Fasziniert von diesem Bild, schreibt ein Dichter das Gedicht Das Jagdgewehr. Der einsame Jäger liest das Gedicht in seiner »Jägerzeitung«, erkennt sich selbst in den Zeilen wieder und schreibt dem Dichter, genauer: Er schickt ihm die Abschiedsbriefe dreier Frauen, die sein Leben bestimmten: seiner Frau, seiner Geliebten und deren Tochter. Aus drei Perspektiven erzählen diese Briefe die Geschichte seines Lebens, die Geschichte einer verbotenen Liebe, die in Wirklichkeit eine Geschichte der Einsamkeit ist. Und sie erklären, weshalb der Mann mit dem Jagdgewehr so still und einsam seinen Weg geht.
»Yasushi Inoue ist mit diesem Lied von Liebe, Untreue und Tod zugleich das Bekenntnis von der grenzenlosen Einsamkeit des Menschen gelungen.« Österreichischer Rundfunk
Längst ist Das Jagdgewehr zum Kultbuch geworden, und ständig findet dieser Bestseller neue Leser.
Yasushi Inoue, 1907 auf der japanischen Insel Hokkaido geboren, starb 1991 in Tokio. Er ist einer der bedeutendsten japanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit zahlreichen Preisen bedacht, war er zeitweilig auch Präsident des japanischen und Vizepräsident des internationalen PEN-Verbandes.
Als suhrkamp taschenbuch erschienen Die Eiswand (st 551), Der Stierkampf (st 944), Meine Mutter (st 1775), Der Sturm (st 2660) und Liebe (st 3329).