Kapitel 5
Craig betrachtete sie, während er die Knöpfe ihrer Bluse öffnete und mit den Fingern über ihre weiche Haut fuhr.
Jenna erzitterte. Gerne hätte sie ihn auch berührt, doch seine Zärtlichkeiten fühlten sich so süß und gleichzeitig erregend an, dass sie sich auf nichts anderes konzentrieren konnte. Als er über ihre Brüste strich, lächelte sie. »Das ist schön. So schön.«
»Du bist schön«, sagte Craig. Er ließ sich Zeit. Ausgiebig widmete er sich ihren Brüsten, streichelte sie, stupste die harten Spitzen an und zog die Bluse schließlich so weit auf, dass er sie mit dem Mund erreichen konnte. Die winzigen Bartstoppeln an seinem Kinn strichen über ihre zarte Haut. Es fühlte sich unglaublich erregend an.
Jenna konnte kaum mehr still liegen, besonders nicht, da er nun ihren flachen Bauch küsste, mit der Zunge eine feuchte Spur bis zu ihrem Hosenbund zog. Doch dann stoppte er.
»Warum hörst du auf?«, fragte sie nach einem Moment, nicht fähig, die Enttäuschung aus ihrer Stimme zu verbannen.
»Bist du wirklich sicher, dass du das hier«, er streichelte sie durch den Stoff hindurch an ihrer intimsten Stelle, »willst? Ich möchte dir nicht deinen Aufenthalt hier verderben. Denn ich kann dir nur Sex bieten, nicht mehr.«
»Ich weiß. Aber das will ich. Craig, ich bin zweiundzwanzig Jahre alt, kein unreifer Teenager mit einer plötzlichen Idee. Und du bist der Mann, den ich mir für mein erstes Mal ausgesucht habe. Ganz bewusst und bei klarem Verstand.« So man von Verstand sprechen konnte, wenn man so erregend berührt wurde, denn Craig streichelte sie weiter. Sie lachte. »Ich genieße es, so mit dir zusammen zu sein.«
Voller Zärtlichkeit küsste er sie. Gleichzeitig streichelte er sie weiter und streifte ihr dabei die Hose komplett ab.
Jenna blickte sich um. Mit offener Bluse und einem Seidenslip wollte sie von niemandem gesehen werden. Die Stelle, an der sie lagen, wurde von Hügeln umgeben. Keine Bäume oder Sträucher würden sie vor neugierigen Blicken schützen.
»Keine Sorge, hier kommt niemand her. Selbst wenn, dann interessiert alle nur die Burg«, murmelte Craig.
Das trutzige Gemäuer stand etwa dreißig Meter entfernt. Jenna entschied, dass das weit genug war.
Craig sah ihr in die Augen, während er ihr auch den Slip auszog. Jenna hielt kurz die Luft an, als sie die erste direkte Berührung seiner Finger spürte. Sie wusste, wie sich ihre eigenen Finger dort anfühlten und auch Lydias, aber das hier war etwas völlig anderes.
Mühelos fand er ihren empfindlichsten Punkt und rieb ihn sanft.
Jennas Atem beschleunigte sich. Craig verwöhnte sie weiter, ließ seine Finger durch ihre Labien streichen, küsste ihre Brüste und neckte mit der Zunge ihren Nabel. Dann drang er langsam mit einem Finger in sie ein. Er bewegte ihn sacht, streichelte ihre inneren Wände, heizte ihre Erregung weiter an. Sein Finger war lang und schlank, er ließ ihn ganz in sie gleiten, zog ihn heraus, stupste mit der nassen Kuppe an ihre Klitoris und drang erneut in sie ein.
»Craig …«, flüsterte sie atemlos.
»Ja?«, fragte er, den Finger tief in ihrem Schoß.
»Ich glaube, ich halte das nicht aus. Das ist alles so intensiv.«
»Und dabei habe ich noch gar nicht richtig angefangen«, raunte er mit dieser Stimme, die gleichzeitig rau und doch so weich wie Honig klang.
Ein Zittern durchlief Jennas Körper. In ihrem Schoß kribbelte es. Mit jeder Bewegung seines Fingers schickte Craig neue Wellen der Lust durch ihren Unterleib. Sie konnte nicht mehr denken, nur noch fühlen. Alles in ihr schien in Schwingung zu geraten.
Als Craig den Finger zurückzog, murmelte sie einen Protest. Doch ihre Worte gingen in ein Stöhnen über, denn nun ersetzte er den Finger durch seine Zunge.
Der Höhepunkt kam so heftig über Jenna, dass sie bunte Sternchen vor ihren Augen tanzen sah.
Nur einen Moment lang gönnte Craig ihr Erholung, dann fuhr er fort, sie zu berühren, ließ seine Finger verführerisch über ihre schon sensibilisierte Weiblichkeit tanzen und drang diesmal mit zweien in sie ein. Vorsichtig bewegte er sie in ihr, dehnte sie sacht.
Jenna blickte auf seinen Schritt und sah die gewaltige Erhebung. Zwar sehnte sie sich danach, ihn endlich richtig in sich zu fühlen, aber ein wenig Furcht verspürte sie nun doch. Auffordernd streckte sie eine Hand nach seinem Hosenbund aus.
»Lass mich das machen«, bat Craig. Er öffnete seine Hose und befreite sein Glied.
Jenna starrte darauf, dann berührte sie ihn, fühlte Seide auf Stahl.
Craig stöhnte, wühlte in seiner Hosentasche und schob Jennas Finger zur Seite, um sich das Kondom überzustreifen. Dann streckte er sich wieder neben ihr aus, streichelte und küsste sie, und schließlich schob er sich über sie, aufgestützt auf seine Unterarme, damit sie sein Gewicht nicht tragen musste.
Verlangen mischte sich mit Furcht. Wie dumm von ihr, dabei wollte sie ihn doch. Aber er erschien ihr so groß.
»Es wird funktionieren«, versprach Craig, als habe er ihre Gedanken gelesen. »Entspann dich.«
Sie nickte und sah in seine Augen. In seinem Blick lag so viel Wärme. Doch als sie seine männliche Härte spürte, verkrampfte sie sich und versuchte unwillkürlich, zurückzuweichen.
Craig küsste sie und flüsterte ihr zärtliche Worte zu. Dann ließ er eine Hand zwischen ihre Körper gleiten.
Voller Lust stöhnte Jenna auf, als er ihr Juwel fand und sanft berührte. Unwillkürlich hob sie sich ihm entgegen, wollte mehr.
Craig nutzte die Gelegenheit und drang ein Stück in sie ein.
Sofort verharrte Jenna. Ihre Scheide spannte sich eng um den ungewohnten Eindringling, doch der gefürchtete Schmerz blieb aus.
Ein wenig zog Craig sich zurück, drang wieder vor und diesmal etwas tiefer. Immer noch spielten seine Finger an ihrem empfindlichsten Punkt, während er mit vorsichtigen Stößen langsam tiefer in sie eindrang.
Erneut bauten sich köstliche Lustgefühle in ihr auf. Zaghaft bewegte sie ihre Hüften, folgte seinem Rhythmus. Sie verlor sich in einem Strudel der Leidenschaft, fühlte nur noch und ließ sich bis auf den Gipfel der lustvollen Wogen treiben.
Als die Zuckungen nachließen, spürte sie Craig immer noch hart und tief in sich. Sie spannte ihre inneren Muskeln an, genoss das intensive Gefühl dabei und hörte Craigs Stöhnen. Noch zweimal stieß er in sie, dann erreichte auch er den Höhepunkt, verharrte noch eine Weile in ihr und zog sich dann aus ihr zurück.
Er nahm sie in die Arme. »Alles okay?«
»Hmhm«, schnurrte sie und kuschelte sich an ihn, »mehr als okay.«
Zärtlich streichelte er über ihren Oberarm und küsste sie auf die Schläfe.
Jenna schloss die Augen und genoss seine Nähe. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, also blieb sie still.
Am liebsten hätte Jenna in den Spiegel gesehen, bevor sie die Pension betrat. Craig wirkte so wie immer. Doch was sie selbst anging, fürchtete sie, jeder könne ihr ansehen, was sie vor wenigen Stunden erlebt hatte. Nachdem sie sich ein bisschen erholt hatten, hatte Jenna endlich mehr von Craig sehen und vor allem erfühlen wollen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl gewesen, mit den Fingern über seine nackte Brust zu fahren und ihn dann an seiner Männlichkeit zu berühren, die sich in ihren Händen aufrichtete.
Sie hatten sich erneut geliebt, und bei diesem zweiten Mal hatte Jenna es noch mehr genießen und bewusster wahrnehmen können. Es war wunderschön, ihn so intim zu spüren. Craig war liebevoll und geduldig gewesen, hatte sie sanft über die Schwelle geführt, die sie zur Frau machte.
Doch kaum waren sie in der Pension, verschwand er. Jenna nickte lediglich Hamish und Simon kurz zu, die in der Küche saßen und sich offensichtlich gerade über irgendetwas amüsierten.
In ihrem Zimmer rannte sie zuerst ins Bad und betrachtete ihr Spiegelbild. Kein Unterschied zu heute Morgen, stellte sie fest und sah sich noch etwas intensiver in die Augen. Sie waren in dem gleichen hellen Blau wie immer, aber glänzten sie nicht etwas stärker? Und ihre Lippen, waren die nicht voller? Bestimmt waren sie das, so leidenschaftlich wie Craig sie geküsst hatte.
Leise seufzend strich sie sich über die Brüste. Es war so schön gewesen, von Craig berührt zu werden. Aber alles, was ihr davon blieb, war die Erinnerung. Craig hatte deutlich gemacht, dass es keine Beziehung zwischen ihnen geben würde. Was ja auch völlig richtig so war, denn sie würde bald nach Deutschland zurückkehren. Auch wenn Schottland nicht so wahnsinnig weit entfernt war, würde eine Beziehung auf diese Distanz nicht funktionieren, wenn man sich kaum kannte. Davon war Jenna fest überzeugt.
Doch vielleicht würde sich die Möglichkeit weiterer so lustvoller Begegnungen mit Craig ergeben. Solange zwischen ihnen weiterhin klar war, dass es nur um Sex ging. Nur Sex – nein, das war viel mehr als der reine Akt.
Lächelnd ging sie zum Bett und ließ sich darauffallen. Natürlich hatte sie sich schon oft vorgestellt, wie ihr erstes Mal sein würde. In der Schule war es ebenfalls oft Gesprächsthema gewesen, als die ersten Mädchen einen festen Freund hatten und erzählten, was sie erlebten.
Jenna hatte nur still zugehört, bei den gruseligen Geschichten von schrecklichen Schmerzen und viel Blut geschaudert und sich bei jenen, in denen es um multiple Orgasmen ging, gefragt, wie viel davon der Phantasie entsprang.
Mit Craig zu schlafen, war wunderschön gewesen. Sie verbrachte den Rest des Tages damit, in Gedanken noch einmal diese lustvollen Stunden zu erleben.