
Jaine traf Eileen erst am Nachtmittag wieder. Ihr Erlebnis am Morgen hatte sie mehr als nur verwirrt, aber sie hatte sich geschämt, in die Hütte zurückzugehen und mit Eileen zu sprechen. Was hätte sie auch sagen sollen? Eine Frau hat mich zum Höhepunkt gebracht!
Wie das klingen würde.
Also war sie einfach ziellos über das Gelände gelaufen, bis sie am Nachmittag doch müde wurde und beschloss, sich vor der Einführung noch etwas auszuruhen.
Als sie in die Hütte kam, saß Eileen auf der Veranda und rieb sich gerade mit Sonnenöl ein.
Jaine ließ sich neben ihre beste Freundin in den Liegesessel fallen und seufzte.
Eileen sah auf. »Hey Süße, ich dachte schon, du wärst irgendwo ertrunken. Aber wie es aussieht, geht es dir gut.« Sie hielt inne und musterte Jaine intensiver. »Du siehst sogar nach ›Ich hatte verdammt guten Sex‹ aus. Habe ich etwas verpasst?«
Jaine spürte, wie sie knallrot anlief, und senkte den Blick. »Ich … ich weiß nicht, was du meinst.«
Eileen grinste breit und stellte die Tube mit Sonnencreme zur Seite. Sie beugte sich zu Jaine vor. »Ich glaube, du weißt ziemlich genau, was ich meine. Also, raus mit der Sprache, wo warst du, und was hast du mit ihm angestellt?«
Jaine glaubte, dass sie unmöglich noch röter werden könnte. Mittlerweile musste ihr Kopf leuchten wie eine vollreife Tomate. »Es war kein Er«, brachte sie schließlich flüsternd heraus.
Eileen war verdächtig still, und Jaine wagte es nun doch, einen Blick zur Seite zu werfen. Tatsächlich starrte ihre beste Freundin sie fassungslos an. Es hätte nur noch gefehlt, dass ihr Mund weit offen gestanden hätte.
»Es war nur eine Massage«, beeilte Jaine sich hinzuzufügen, aus Angst, dass Eileen sie nun für pervers halten würde. Sie wusste ja selbst nicht mal sicher, was sie sich dabei gedacht hatte. Vielleicht war es einfach der Moment, oder etwas im Tee gewesen.
Oder vielleicht lag es daran, dass du Lorna wolltest?, schoss es Jaine durch den Kopf, und sie biss sich auf die Lippe.
Eileen warf den Kopf in den Nacken und begann schallend zu lachen. »Oh Süße, das ist absolut großartig!«, stieß sie hervor und umarmte Jaine. »War es gut? Hat es dir gefallen?«
»Was?«
»Der Sex. Bist du gekommen?«
Jaine machte sich los und rieb sich über die Wangen. »Das tut nichts zur Sache. Und es war kein Sex. Nur eine Massage.«
Eileen zwinkerte ihr verschwörerisch zu. »Natürlich, nur eine Massage.«
Jaine spürte, wie ihre Scham in Ärger umschlug. »Ja, wirklich nur eine Massage. Ich hatte keinen Sex, das würde ja bedeuten, ich gehe fremd!« Wie konnte ihre beste Freundin so etwas auch nur andeuten?! Niemals würde sie Michael absichtlich betrügen, egal, was er sich geleistet haben mochte. Sie liebte ihn und wollte nur mit ihm schlafen.
Etwas in Eileens Haltung veränderte sich. Jaine bemerkte ihren musternden Blick, aber sie wollte sich nicht weiter davon ärgern lassen. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und verließ die Hütte.
Eileen seufzte tief und fuhr sich durch die Haare. Jaines dramatischer Abgang nagte an ihr, aber sie war noch nicht gewillt, ihrer Freundin nachzulaufen. In solchen Stimmungen brauchte Jaine Zeit, um sich abzukühlen. Dann kriegte sie sich ganz schnell wieder ein und beruhigte sich. Spätestens am Abend würde sie sie wiedersehen, und dann wäre alles schon wieder vergessen. Es wäre nicht das erste Mal.
Eileen stand auf und schaute auf das Meer hinaus. Die Wellen, die gegen die Pfeiler der Hütte stießen, erzeugten ein ganz eigenes Geräusch, ähnlich wie das von Füßen, die sich über einen Holzboden bewegen, die sich in leichten Bögen, weiten Zügen strecken und Körper im Tanz über den Boden schweben lassen …
Sie schloss die Augen und lauschte diesem Klang, und das Bild der vergangenen Nacht war allzu präsent in ihrem Kopf. Morgans heißer Körper in ihren Armen, der sie sicher hielt und gleichzeitig bestimmt und sanft führte. Der ihren eigenen Leib in lodernden Flammen aufgehen ließ und ihre Lust mit einem Streicheln seines Atems mehr angefacht hatte als jeder andere Mann zuvor.
Eileen spürte ein warmes Streicheln auf ihrer Brust und bemerkte träumerisch, dass es ihre eigene Hand war, die sich warm auf das Bikinioberteil gelegt hatte. Unter dem weichen Stoff drückte sich bereits die harte Brustspitze ab. Und Eileen entfuhr ein zufriedenes Seufzen, als sie damit spielte, und ihre eigene Fingerkuppe darum kreisen ließ.
Es war zu einfach sich vorzustellen, dass es nicht ihre Finger, sondern Morgans Zungenspitze war, die so mit ihr spielte. Eileen seufzte und spürte die vertraute Wärme und das Prickeln zwischen ihren Schenkeln wachsen.
Die Hand noch immer auf der Brust, lehnte sie sich zurück und spürte die Außenwand der Hütte hinter sich. Der Wind kam vom Meer und strich über Eileens halbnackten Körper. Er hinterließ eine Gänsehaut und den salzigen Geschmack des Wassers auf ihren Lippen.
Eileen schloss die Augen und genoss ihre eigene Liebkosung. Auch die linke Hand wanderte zu ihrem Busen, streichelte darüber und suchte den winzigen Nippel darunter.
Das ist es, was Morgan in der letzten Nacht hätte tun sollen, schoss es Eileen durch den Kopf, und sie konnte seinen Duft riechen. Es wäre ein kleiner Schock, wenn sie seine erhitzte Haut auf der ihren spüren würde, wenn er sie umfassen und an sich ziehen würde. Kein Kuss, keine Zärtlichkeit, nur sein tiefes Verlangen nach ihrem Körper.
Eileen stöhnte leise auf und spreizte die Beine. Noch berührte sie sich nicht, ließ einfach das Gefühl des feuchten Höschens auf ihren Schamlippen auf sich wirken. Der bunte Bikinislip war durch ihre Lust bereits nass, und Eileen war selbst erstaunt, wie sie mit einem Mal so erregt sein konnte.
Aber noch wollte sie sich ihren Phantasien hingeben. Wie von allein wanderten ihre Gedanken zurück zu Morgan, zu diesem Mann mit den faszinierenden Augen und diesem wunderbaren Körper, den er in der Nacht zuvor nur mit einer Hose bedeckt hatte. Himmel, Eileen hätte alles dafür getan, wenn sie ihm dieses lächerliche Stück Stoff einfach vom Körper hätte reißen können. Sie wäre noch in der Hütte vor ihm auf die Knie gefallen, hätte seine Hüften gepackt und genau betrachtet, was sich unter dem Stoff verborgen hätte. Sicher hatte er einen schönen, dicken Schwanz, ein hartes Stück Fleisch, das sie tief in den Mund nehmen würde, bis er aufgekeucht hätte. Sie wollte daran saugen, ihre Zunge um die Eichel fahren lassen und sehen, wie er sich wand.
Die Vorstellung ließ Eileen wieder stöhnen, und endlich lösten ihre Hände sich von ihren Brüsten, um über ihren flachen Bauch zu gleiten, hinunter direkt zum Zentrum ihrer Lust.
Eileen presste ihre Hände auf ihre Scham und genoss den Druck, der gleichzeitig ihre Spalte und ihre Klit reizte. Sie bewegte ihr Becken gegen die Berührung, stöhnte und gab sich den Bildern in ihrem Kopf hin.
Morgan, der ihren Kopf umfasst, in ihren Mund stößt, so dass er ihn vollkommen ausfüllt.
Morgan, der sie an ihrem Haar festhält und sich zurückzieht.
Eileen sieht ihren eigenen Speichel wie glänzende Diamanten auf seinem harten Schaft glitzern und einen winzigen Tropfen Lustsaft auf seiner Eichel, eine Perle auf seinem Schwanz.
Morgan, der sie auf die Füße zieht, sie mit einem angedeuteten Kuss quält, ihr die Berührung seiner Lippen jedoch verwehrt und Eileen einfach mit dem Gesicht gegen die Wand drückt.
Sein heißer Körper an ihrem Rücken, und sein noch heißerer Schwanz in der Spalte ihres Pos. Er reibt sich an ihr, flüstert ihr ins Ohr, wie sehr er sie will, wie scharf sie für ihn ist.
Lust, die alles andere auslöscht. Ein hoher Schrei, als er in sie eindringt, unerwartet und doch lang ersehnt.
Er liebt sie nicht.
Er fickt sie.
Bringt sie beide dem Orgasmus nahe, sorgt sich um ihre Lust, und sie ist seine willenlose Gefährtin. Lässt sich führen, führt selbst.
Klammert sich an der Wand fest.
Schreit.
Und kommt.
Eileen schlug die Augen auf und blinzelte benommen in das Licht der tief stehenden Sonne. Sie war irgendwann auf den Boden gerutscht, die Hände tief zwischen ihren Beinen vergraben, aber noch immer hatte sie Schwierigkeiten, sich zu erinnern, was genau passiert war. Das Nachglühen ihres Orgasmus beherrschte sie noch vollkommen.
Mit zittrigen Fingern griff sie nach ihrer Armbanduhr auf dem Tisch und schrak zusammen, als sie sah, wie spät es war. Es wurde höchste Zeit, dass sie duschte und sich dann auf den Weg zur Einführung machte.