»Mein Vater würde sagen: >Fangen Sie mit den Gardinen an.< Für mich war Ada wie ein Geschenk, das einen auf die Frage brachte, warum man es sich nicht schon seit langer Zeit gewünscht hatte.«

Nach dem Tod der Mutter sucht Philipp für seinen Vater und sich eine Haushälterin. Ada aus Lublin ist 23 Jahre alt, Studentin und Übersetzerin. Sie braucht Geld für ihre Familie zu Hause, also legt sie los: putzt, räumt auf, kocht -und verwirrt den Jungen, indem sie ihm das Du anbietet, mit ihm schwimmen geht, ihn schließlich küßt. Als Philipps Vater nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt nach Hause kommt, muß der Junge einsehen, daß er ernsthafte Konkurrenz bekommen hat . . .

Jens Petersen, 1976 in Pinneberg geboren, lebt heute in Zürich. Er ist Arzt, hat in München, Lima, New York, Florenz und Buenos Aires studiert. Seine Erzählungen sind in Anthologien erschienen. Für >Die Haushälterin< erhielt er 2003 ein Literaturstipendium der Stadt München, 2005 den Bayerischen Kunstförderpreis sowie den >Aspekte<-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Debüt. 2009 wurde Jens Petersen in Klagenfurt für seinen Romanauszug >Bis dass der Tod< mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet.