11,9 Griech. mit heiligem Ruf.
21,12 O. was ich ihm anvertraut habe.
32,19b S. Jesaja 52,11.
42,20 Griech. die einen zur Ehre, die andern zur Unehre.
53,6 Griech. gefangen nehmen.
63,16 Griech. Alles, was in der Schrift steht, ist von Gott eingegeben und förderlich zur Unterweisung, zur Überführung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit.
74,5 Griech. Tue das Werk eines Verkünders der Botschaft.
84,17 Griech. aus dem Rachen eines Löwen.
94,21 Griech. Brüder.
Der Brief an Titus
Der Brief an Titus
Grüße von Paulus
1Tit Dieser Brief stammt von Paulus, einem Diener Gottes. Ich bin ein Apostel von Jesus Christus, dazu berufen, die von Gott Auserwählten in ihrem Glauben zu unterstützen und die Wahrheit zu verbreiten, die zum Glauben führt. 2Diese Wahrheit schenkt die Hoffnung auf ewiges Leben, das Gott schon vor dem Anfang der Welt zugesagt hat – und er kann nicht lügen. 3Nun hat Gott, weil die Zeit dafür gekommen war, diese Botschaft offenbart und mir die Aufgabe übertragen, sie zu verkünden.
4Der Brief richtet sich an Titus, der durch den Glauben wie mein eigenes Kind ist. Ich wünsche dir Gnade und Frieden von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Erlöser!
Titus auf Kreta
5Ich habe dich auf der Insel Kreta zurückgelassen, damit du unsere Arbeit dort zu Ende bringst und in den Städten Älteste ernennst, wie ich dir aufgetragen habe. 6Ein Ältester soll wegen seiner vorbildlichen Lebensführung allgemein geschätzt sein. Er soll seiner Frau treu sein1, und seine Kinder sollen gläubig sein und nicht als wild oder rebellisch gelten. 7Ein Ältester2 soll ein tadelloses Leben führen, denn er ist ein Hausverwalter Gottes. Er darf nicht überheblich oder jähzornig sein und weder ein Trinker noch ein gewalttätiger oder geldgieriger Mensch. 8Er soll Gastfreundschaft üben und alles Gute lieben, besonnen und gerecht sein. Sein Leben soll Gott gefallen und maßvoll sein. 9Er soll an dem Wort der Botschaft festhalten, das vertrauenswürdig ist. Denn nur dann wird er auch im Stande sein, andere durch die rechte Lehre zu ermutigen und denen, die sich ihr gegenüber ablehnend verhalten, zu zeigen, dass sie im Unrecht sind.
10Denn es gibt viele, die sich der gesunden Lehre widersetzen; sie ergehen sich in sinnlosem Geschwätz und betrügen die Menschen. Das gilt besonders für die, die jüdischer Abstammung sind. 11Diese Leute müssen zum Schweigen gebracht werden. Durch ihre falsche Lehre haben sie schon ganze Familien von der Wahrheit abgebracht, weil sie nur auf falschen Gewinn aus sind. 12Einer aus ihren eigenen Reihen, ein Prophet aus Kreta, hat über sie gesagt: »Die Kreter sind alle Lügner; sie sind blutgierige Bestien und faule Vielfraße3.« 13Das stimmt. Weise sie deshalb streng zurecht, damit sie im Glauben stark werden. 14Sie müssen aufhören, sich von jüdischen Fabeln und den Anweisungen von Menschen leiten zu lassen, die sich von der Wahrheit abgewandt haben! 15Für Menschen, die ein reines Gewissen haben, ist alles rein. Doch für die Verdorbenen und Ungläubigen ist überhaupt nichts rein, weil ihr Denken und ihr Gewissen beschmutzt sind. 16Solche Leute behaupten, Gott zu kennen, verleugnen ihn aber durch die ganze Art, wie sie leben. Sie sind ungehorsam und widerlich und zu nichts Gutem zu gebrauchen!
Die gesunde Lehre fördern
2Tit Was immer du sagst, soll der gesunden Lehre entsprechen. 2Lehre die älteren Männer, selbstbeherrscht, vorbildlich und besonnen zu leben. Sie sollen einen starken Glauben haben und liebevoll und geduldig sein.
3Genauso sollst du die älteren Frauen lehren, ihr Leben so zu führen, wie es sich für jemanden gehört, der dem Herrn dient. Sie sollen nicht herumgehen und tratschen, und sie dürfen keine Trinkerinnen sein. Stattdessen sollen sie anderen zeigen, was gut ist. 4Diese älteren Frauen sollen die jüngeren Frauen anleiten, ihre Ehemänner und auch ihre Kinder zu lieben, 5besonnen und anständig zu leben, ihren Haushalt gut zu versorgen, freundlich zu sein und sich ihren Ehemännern unterzuordnen. Damit werden sie dem Wort Gottes keine Schande machen!
6Genauso sollst du die jungen Männer dazu auffordern, in jeder Hinsicht besonnen zu sein. 7Und du selbst sei ihnen in allem ein gutes Vorbild und ein Beispiel für die Glaubwürdigkeit und Würde deiner Lehre. 8Deine Verkündigung soll wahr und nicht anfechtbar sein, damit die Kritiker der Gegenseite beschämt werden, weil sie uns nichts Schlechtes nachsagen können!
9Fordere die Sklaven auf, ihren Herren zu gehorchen und ihr Bestes zu geben, um es ihnen recht zu machen. Sie sollen sich nicht widersetzen 10und nicht stehlen, sondern sich in allem als vertrauenswürdig und gut erweisen, damit sie der Lehre von Gott, unserem Erlöser, Ehre machen. 11Denn die Gnade Gottes, die allen Menschen Rettung bringt, ist sichtbar geworden. 12Sie bringt uns dazu, dem Leben ohne Gott und allen sündigen Leidenschaften den Rücken zu kehren. Jetzt, in dieser Welt sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben. 13Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird. 14Er gab sein Leben, um uns von aller Schuld4 zu befreien und zu reinigen und uns zu seinem eigenen Volk zu machen, das bemüht ist, Gutes zu tun. 15Dies alles sollst du lehren. Ermutige die Menschen und weise sie zurecht, wenn es nötig ist! Niemand soll dich oder dein Wort verachten.
Das Gute tun
3Tit Erinnere alle daran, sich der Regierung und ihren Vertretern unterzuordnen. Sie sollen gehorsam und zum Guten bereit sein, 2über niemanden lästern und jedem Streit aus dem Weg gehen. Allen Menschen sollen sie mit Freundlichkeit und Geduld begegnen!
3Auch wir waren früher unwissend und ungehorsam. Wir ließen uns in die Irre führen und wurden zu Sklaven vieler Wünsche und Leidenschaften. Unser Leben war voller Bosheit und Neid. Wir hassten die anderen, und sie hassten uns.
4Doch dann zeigte Gott, unser Retter, uns seine Freundlichkeit und Liebe. 5Er rettete uns, nicht wegen unserer guten Taten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit. Er wusch unsere Schuld ab und schenkte uns durch den Heiligen Geist ein neues Leben.56Durch das, was Jesus Christus, unser Retter, für uns getan hat, schenkte er uns den Heiligen Geist. 7In seiner großen Güte sprach er uns los von unserer Schuld. Nun wissen wir, dass wir das ewige Leben erben werden. 8Alles, was ich dir gesagt habe, ist wahr. Ich möchte, dass du es mit Nachdruck lehrst, damit alle, die auf Gott vertrauen, immer darauf bedacht sind, Gutes zu tun. Das ist gut und sinnvoll für alle.
Abschließende Bemerkungen und Grüße des Apostels
9Lass dich nicht auf unsinnige Fragen über Stammbäume6 ein oder auf Auseinandersetzungen und Streit über das Befolgen jüdischer Vorschriften! Das ist nutzlos und reine Zeitverschwendung. 10Wenn jemand unter euch Spaltungen auslöst, verwarne ihn ein erstes und dann noch ein zweites Mal. Danach gib dich mit dem Betreffenden nicht mehr ab. 11Denn so ein Mensch hat sich von der Wahrheit abgewandt. Er sündigt und verurteilt sich damit selbst!
12Ich habe vor, Artemas oder Tychikus zu dir zu schicken. Sobald einer der beiden bei dir eintrifft, komm so schnell wie möglich zu mir nach Nikopolis! Ich habe nämlich beschlossen, den Winter dort zu verbringen. 13Sei dem Gesetzeslehrer Zenas und Apollos bei ihrer Reise behilflich, so gut du nur kannst. Achte darauf, dass es ihnen an nichts fehlt. 14Denn die zu uns gehören, sollen kein nutzloses Leben führen, sondern lernen, überall dort Gutes zu tun und zu helfen, wo es nötig ist.
15Alle, die hier bei mir sind, senden Grüße. Bitte grüße auch alle Gläubigen, die uns lieben, von mir!
Ich wünsche euch allen die Gnade Gottes!
11,6 O. nur eine Frau haben oder nur einmal verheiratet sein; im Griech. heißt es der Mann einer (einzigen) Frau sein.
21,7 Griech. Aufseher.
31,12 Griech. böse Tiere, faule Bäuche.
42,14 Griech. Gesetzlosigkeit.
53,5 Griech. Er rettete uns durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.
63,9 Griech. Streitreden und Stammbäume.
Der Brief an Philemon
Der Brief an Philemon
Grüße von Paulus
Phim Dieser Brief stammt von Paulus, der wegen der Verkündigung der Botschaft von Christus Jesus im Gefängnis ist, und von unserem Bruder Timotheus.
Er richtet sich an Philemon, unseren geliebten Mitarbeiter, 2sowie an unsere Schwester Aphia und an Archippus, unseren Mitstreiter. Darüber hinaus ist der Brief für die Gemeinde bestimmt, die sich in deinem Haus versammelt.
3Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn!
Dank und Gebet des Apostels
4Immer, wenn ich für dich bete, Philemon, danke ich meinem Gott, 5denn ich höre überall von deinem Vertrauen auf Jesus, den Herrn1, und von deiner Liebe zu allen Gläubigen2. 6Und ich bete nun, dass der Glaube, den wir miteinander teilen, in dir zunimmt, indem du erkennst, wie viel Gutes wir in Christus haben. 7Deine Liebe hat mir sehr viel Freude und Trost gegeben, mein Bruder, denn du erfreust die Herzen der Gläubigen.
Paulus tritt für Onesimus ein
8In Christus hätte ich die Freiheit dir zu befehlen, was sich eigentlich von selbst versteht. 9Aber wegen deiner Liebe ziehe ich es vor, dich darum zu bitten. Nimm diese Bitte von deinem Freund Paulus an, einem alten Mann, der für Christus Jesus im Gefängnis sitzt.
10Mein Anliegen betrifft Onesimus, der für mich wie ein eigener Sohn ist, weil er durch meinen Dienst hier im Gefängnis gläubig wurde. 11Onesimus3 war dir in der Vergangenheit nicht von Nutzen, doch jetzt ist er es für uns beide! 12Ich schicke ihn zu dir zurück, und mein Herz begleitet ihn.
13Am liebsten hätte ich ihn bei mir behalten, solange ich wegen der Verbreitung von Gottes guter Botschaft im Gefängnis bin, damit er mir an deiner Stelle beisteht. 14Aber ich wollte nichts ohne deine Zustimmung tun, denn ich will, dass du mir freiwillig hilfst und nicht, weil du dich gezwungen fühlst. 15Vielleicht kannst du es so sehen: Onesimus lief für eine gewisse Zeit weg, damit du ihn für immer zurückbekommst. 16Er ist jetzt nicht mehr nur ein Sklave, sondern mehr als das, ein geliebter Bruder, besonders für mich. Nun wird er dir noch viel mehr bedeuten, nicht nur als Sklave, sondern auch als ein Bruder im Herrn.
17Wenn du mich nun als Freund ansiehst, dann nimm ihn genauso herzlich auf, wie du mich aufnehmen würdest! 18Wenn er dir in irgendeiner Weise Schaden zugefügt hat oder dir etwas schuldig ist, dann setze es auf meine Rechnung. 19Ich, Paulus, schreibe dies mit eigener Hand: Ich werde es bezahlen. Und ich brauche dich nicht daran zu erinnern, dass du dich selbst mir schuldest. 20Ja, mein Bruder, ich möchte mich an dir freuen. Bereite mir diese Freude in Christus! 21Ich vertraue auf deinen Gehorsam und schreibe diesen Brief in der Zuversicht, dass du meine Bitte erfüllen und sogar noch mehr tun wirst!
22Bitte halte ein Gästezimmer für mich bereit, denn ich hoffe, dass Gott eure Gebete erhören und mich bald zu euch zurückkehren lassen wird.
Abschließende Grüße
23Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus, schickt dir seine Grüße, 24ebenso meine Mitarbeiter Markus, Aristarch, Demas und Lukas.
25Die Gnade von Jesus Christus, dem Herrn, begleite euch!
15a Griech. von dem Glauben an den Herrn Jesus, den du hast.
25b Griech. Heiligen; so auch in 7.
311Onesimus bedeutet »nützlich«.
Der erste Brief von Petrus
Der erste Brief von Petrus
Grüße von Petrus
11Petr Dieser Brief ist von Petrus, einem Apostel von Jesus Christus.
Ich schreibe an die Auserwählten Gottes, die als Fremde in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien leben. 2Gott, der Vater, hat euch vor langer Zeit erwählt, und der Geist hat euch geheiligt, sodass ihr nun Jesus Christus nachfolgt und durch seinen Tod am Kreuz gereinigt seid1.
Ich wünsche euch, dass ihr immer mehr von der Gnade und dem Frieden Gottes erfüllt werdet.
Die Hoffnung des ewigen Lebens
3Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns in seiner großen Barmherzigkeit das Vorrecht geschenkt, wiedergeboren zu werden. Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. 4Denn Gott hat für seine Kinder ein unvergängliches Erbe, das rein und unversehrt im Himmel für euch aufbewahrt wird. 5Und in seiner großen Macht wird er euch durch den Glauben beschützen, bis ihr das ewige Leben empfangt. Es wird am Ende der Zeit für alle sichtbar offenbart werden. 6Freut euch deshalb von Herzen! Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel2 erdulden müsst.
7Dies dient nur dazu, euren Glauben zu prüfen, damit sich zeigt, ob er wirklich stark und rein ist. Er wird erprobt, so wie Gold im Feuer geprüft und geläutert wird – und euer Glaube ist Gott sehr viel kostbarer als bloßes Gold. Wenn euer Glaube also stark bleibt, nachdem er durch große Schwierigkeiten geprüft wurde, wird er euch viel Lob und Herrlichkeit und Ehre einbringen an dem Tag, an dem Jesus Christus der ganzen Welt offenbart werden wird. 8Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nie gesehen habt. Obwohl ihr ihn nicht seht, glaubt ihr an ihn; und schon jetzt seid ihr erfüllt von herrlicher, unaussprechlicher Freude. 9Das Ziel eures Glaubens wird die Rettung eurer Seelen sein.
10Schon die Propheten wollten über diese Rettung mehr wissen und sagten voraus, was Gott euch zugedacht hat. 11Und der Geist wirkte in ihnen, und sie versuchten zu erkennen, auf welche Zeit er sie hinwies, als er ihnen die Leiden von Christus und seine Herrlichkeit bereits damals ankündigte. 12Es wurde ihnen gesagt, dass sich das nicht zu ihrer Zeit ereignen würde, sondern viele Jahre später, in eurer Zeit. Und nun wurde euch diese Botschaft durch diejenigen verkündet, die in der Kraft des Heiligen Geistes, der vom Himmel gesandt wurde, zu euch gepredigt haben. Und sogar die Engel sehnen sich danach, etwas davon zu sehen.
Aufruf zu einem Leben in Heiligkeit
13Bemüht euch daher um ein klares, nüchternes Denken und um Selbstbeherrschung. Setzt eure ganze Hoffnung auf die Gnade, die euch bei der Wiederkehr von Jesus Christus erwartet. 14Gehorcht Gott, weil ihr seine Kinder seid. Fallt nicht in eure alten, schlechten Gewohnheiten zurück. Damals wusstet ihr es nicht besser. 15Aber jetzt sollt ihr in allem, was ihr tut, heilig sein, genauso wie Gott, der euch berufen hat, heilig ist. 16Denn er hat selbst gesagt: »Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin!«3
17Und denkt daran, dass der himmlische Vater, zu dem ihr betet, niemanden bevorzugt, wenn er richtet. Er wird euch nach dem beurteilen, was ihr tut. Deshalb sollt ihr während eurer Zeit als Fremde in dieser Welt in Ehrfurcht vor Gott leben. 18Denn ihr wisst, dass Gott euch nicht mit vergänglichen Werten wie Silber oder Gold losgekauft hat von eurem früheren Leben, das ihr so gelebt habt wie schon Generationen vor euch. 19Er bezahlte für euch mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus, der rein und ohne Sünde zum Opferlamm Gottes wurde. 20Schon vor Erschaffung der Welt wurde er dazu bestimmt, doch erst jetzt, am Ende der Zeiten, ist er für euch erschienen, sodass alle ihn sehen. 21Durch Christus seid ihr zum Glauben an Gott gekommen. Und weil Gott ihn von den Toten auferweckt und ihm große Herrlichkeit gegeben hat, setzt ihr nun euren Glauben und eure Hoffnung auf Gott! 22Jetzt könnt ihr einander aufrichtig lieben, denn ihr wurdet von eurer Schuld befreit, als ihr die Wahrheit Gottes angenommen habt. Deshalb sollt ihr euch wirklich von Herzen4 lieben.
23Euer neues Leben hat keinen vergänglichen, sondern ewigen Ursprung,5 nämlich das lebendige und ewig bestehende Wort Gottes. 24Der Prophet hat gesagt: »Menschen sind wie Gras, das verdorrt; ihre Schönheit verblasst so schnell wie die Schönheit wilder Blumen. Das Gras verdorrt und die Blumen welken. 25Aber das Wort des Herrn hat ewig Bestand.«6 Und dieses Wort ist die Botschaft, die euch verkündet wurde.
21Petr Trennt euch deshalb von aller Bosheit und jeder Form von Betrug. Entscheidet euch gegen alle Heuchelei und Eifersucht und üble Nachrede. 2So wie ein Säugling nach Milch schreit, sollt ihr nach der reinen Milch – dem Wort Gottes – verlangen, die ihr benötigt, um im Glauben zu wachsen 3und das Ziel der Erlösung zu erreichen. Denn ihr habt erfahren, wie freundlich der Herr ist.
Lebendige Steine für das Haus Gottes
4Kommt zu Christus, dem lebendigen Eckstein im Tempel Gottes. Er wurde von den Menschen zwar verworfen; doch in den Augen Gottes, der ihn erwählt hat, ist er kostbar.
5Und nun lasst euch von Gott als lebendige Steine in seinen geistlichen Tempel einbauen. Ihr sollt Gottes heilige Priester sein und ihm geistliche Opfer bringen, die er durch eure Gemeinschaft mit Jesus Christus annimmt! 6In der Schrift heißt es:
»Ich lege einen Stein in Jerusalem7, einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, wird nicht umkommen.«8
7Für euch, die ihr glaubt, ist er kostbar, doch für die, die ihn ablehnen, gilt:
»Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.«9
8Und in der Schrift heißt es auch:
»Er ist der Stein, über den Menschen stolpern, der Fels, der sie zu Fall bringt.«10
Sie stolpern, weil sie nicht auf Gottes Wort hören und es nicht befolgen, und dazu sind sie auch bestimmt. 9Aber ihr seid anders, denn ihr seid ein auserwähltes Volk. Ihr seid eine königliche Priesterschaft, Gottes heiliges Volk, sein persönliches Eigentum. So seid ihr ein lebendiges Beispiel für die Güte Gottes, denn er hat euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen.
10»Früher wart ihr kein Volk; jetzt seid ihr das Volk Gottes. Früher habt ihr Gottes Barmherzigkeit nicht empfangen; jetzt aber habt ihr seine Barmherzigkeit empfangen.«11
11Liebe Brüder12, in dieser Welt seid ihr ohne Bürgerrecht und Fremde. Deshalb warne ich euch: Lasst euch nicht von den Versuchungen dieser Welt bestimmen, denn sie schaden eurer Seele. 12Achtet sorgfältig darauf, wie ihr unter euren ungläubigen Mitmenschen lebt. Selbst wenn sie euch eines Unrechts anklagen, wird sie euer einwandfreies Verhalten beeindrucken, und sie werden an Gott glauben und ihm die Ehre geben, wenn er kommt, um die Welt zu richten13.
Achtung vor den Menschen in verantwortlicher Stellung
13Ordnet euch den staatlichen Gewalten unter, denn das entspricht dem Willen Gottes14: sei es dem König als Staatsoberhaupt 14oder den Beamten, die er ernannt hat. Denn der König hat sie geschickt, um die zu bestrafen, die Unrecht tun, und diejenigen zu ehren, die Gutes tun!
15Gott will, dass ihr durch euer gutes Leben die zum Schweigen bringt, die euch in ihrer Unwissenheit beschuldigen. 16Ihr seid keine Sklaven, sondern freie Menschen. Doch eure Freiheit berechtigt euch nicht dazu, Böses zu tun. Ihr seid frei, um als Diener Gottes zu leben. 17Achtet alle Menschen. Liebt eure Geschwister im Glauben. Fürchtet Gott. Erweist dem König Respekt.
An die Sklaven
18Ihr, die ihr Sklaven seid, ordnet euch euren Herren unter. Tut, was sie euch sagen, und zwar nicht nur, wenn sie freundlich und vernünftig sind, sondern selbst dann, wenn sie ungerecht handeln. 19Denn das ist ein Beispiel für die Gnade Gottes, wenn jemand ungerechte Behandlung geduldig erträgt, weil sein Gewissen Gott verantwortlich ist. 20Natürlich verdient ihr keine besondere Anerkennung, wenn ihr Schläge geduldig hinnehmt, die ihr bekommt, weil ihr Unrecht getan habt. Aber wenn ihr für das Gute, das ihr getan habt, leidet und Schläge geduldig ertragt, ist das ein Zeichen für die Gnade Gottes15.
21Dieses Leiden gehört zu dem Leben, zu dem Gott euch berufen hat. Christus, der für euch litt, ist euer Vorbild, dem ihr nacheifert. 22Er hat nie gesündigt und nie jemanden mit seinen Worten getäuscht. 23Er hat sich nicht gewehrt, wenn er beschimpft wurde. Als er litt, drohte er nicht mit Vergeltung. Er überließ seine Sache Gott, der gerecht richtet. 24An seinem eigenen Körper hat er unsere Sünden an das Kreuz hinaufgetragen, damit wir für die Sünde tot sind und für die Gerechtigkeit leben können. Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden! 25Früher seid ihr umhergeirrt wie verlorene Schafe. Aber nun seid ihr zu eurem Hirten zurückgekehrt, dem Beschützer eurer Seelen.
An die Ehefrauen
31Petr Ihr Ehefrauen sollt euch euren Ehemännern unterordnen, auch dann, wenn sie nicht an die Botschaft Gottes glauben. Das Beispiel eures Lebens wird sie mehr überzeugen als alle Worte. Sie werden für Gott gewonnen werden, 2wenn sie sehen, wie ihr vorbildlich und in Ehrfurcht vor Gott lebt. 3Macht euch keine Sorgen um äußere Schönheit, die auf modischen Frisuren, teurem Schmuck oder schönen Kleidern beruht. 4Eure Schönheit soll von innen kommen – das ist die unvergängliche Schönheit eines freundlichen und stillen Herzens, das Gott so sehr schätzt. 5Das ist auch die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher schmückten. Sie hofften auf Gott und ordneten sich ihren Ehemännern unter. 6So gehorchte Sara ihrem Mann Abraham und nannte ihn ihren Herrn. Ihr seid ihre Töchter, wenn ihr Gutes tut und vor nichts Angst habt.
An die Ehemänner
7Für euch Männer gilt: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind.
An alle Gläubigen
8Schließlich sollt ihr alle einig sein, voller Mitgefühl und gegenseitiger Liebe. Seid barmherzig zueinander und demütig. 9Vergeltet Böses nicht mit Bösem. Werdet nicht zornig, wenn die Leute unfreundlich über euch reden, sondern wünscht ihnen Gutes und segnet sie. Denn genau das verlangt Gott von euch, und er wird euch dafür segnen! 10Denn in der Schrift heißt es:
»Wenn du ein glückliches Leben führen und gute Tage erleben willst, dann hüte deine Zunge vor bösen Worten und verbreite keine Lügen. 11Wende dich ab vom Bösen und tue Gutes. Bemüht euch, mit anderen in Frieden zu leben. 12Der Herr beschützt die, die das Rechte tun, und er wird ihre Gebete hören. Der Herr wendet sich gegen die, die Böses tun.«16
Für gute Taten leiden
13Wer würde euch schaden wollen, wenn ihr euch bemüht, Gutes zu tun? 14Doch selbst wenn ihr dafür leidet, dass ihr das Richtige tut17: Gott wird euch dafür belohnen. Also habt keine Angst und seid unbesorgt. 15Macht Christus zum Herrn eures Lebens. Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, 16aber freundlich und mit Achtung für die anderen. Bewahrt euch ein reines Gewissen. Wenn dann jemand etwas Böses über euch sagt, wird er beschämt werden, weil euer vorbildliches Leben mit Christus ihn Lügen straft. 17Denkt daran, dass es besser ist, für gute Taten zu leiden, falls Gott es so will, als zu leiden, weil ihr Unrecht getan habt!
18Auch Christus hat gelitten, als er ein für alle Mal für unsere Sünden starb. Er hat nie gesündigt, aber er starb für die Sünder18, um uns zu Gott zurückzubringen. Sein Körper starb, doch er wurde wieder zum Leben erweckt und lebt nun im Geist19.
19Danach ging er und predigte den Geistern im Gefängnis – 20denen, die Gott vor langer Zeit ungehorsam waren, als Gott geduldig wartete, während Noah sein Schiff baute. Nur acht Menschen wurden vor dem Ertrinken in jener Flut gerettet20. 21Das ist ein Bild für die Taufe, die euch jetzt rettet. Die Taufe ist keine körperliche Reinigung, sondern die Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Dies ist möglich durch die Kraft der Auferstehung von Jesus Christus. 22Jetzt ist Christus in den Himmel aufgestiegen. Er sitzt an Gottes rechter Seite, und alle Engel und Gewalten und Mächte beugen sich vor ihm.
Für Gott leben
41Petr Da Christus also körperlich gelitten hat, sollt auch ihr euch diese Haltung zum Vorbild nehmen und ebenfalls bereit sein zu leiden. Denn wenn ihr bereit seid, für Christus zu leiden, habt ihr euch gegen die Sünde entschieden. 2Und den Rest eures Lebens werdet ihr nicht mehr mit euren selbstsüchtigen Leidenschaften vergeuden, sondern darauf bedacht sein, den Willen Gottes zu tun. 3Ihr habt euch in der Vergangenheit genug an dem beteiligt, woran ungläubige Menschen ihre Freude haben – an Maßlosigkeit und zügellosen Leidenschaften, Trunkenheit, ausschweifenden Festen, Trinkgelagen und Götzenanbetung.
4Eure früheren Freunde sind natürlich überrascht, dass ihr nicht mehr an ihren schlimmen Vergnügungen teilnehmt, und reden jetzt schlecht über euch. 5Aber vergesst nicht, dass sie sich eines Tages vor Gott verantworten müssen, der alle Menschen – die Lebenden wie die Toten – richten wird. 6Deshalb wurde die Botschaft sogar den Verstorbenen gepredigt, damit sie – obwohl ihr Körper mit dem Tod bestraft wurde – trotzdem im Geist ewiges Leben haben können.
7Das Ende der Welt kommt bald. Seid deshalb besonnen und klar in euren Gebeten! 8Das Wichtigste aber ist, dass ihr einander beständig liebt, denn die Liebe deckt viele Sünden zu! 9Teilt euer Zuhause gastfreundlich mit anderen, die Essen oder einen Platz zum Schlafen brauchen.
10Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist. 11Wenn jemand redet, dann rede er so, als würde Gott selbst durch ihn sprechen. Wenn sich jemand für andere einsetzt, dann setze er sich mit all der Kraft und Energie ein, die Gott ihm gibt. Dann wird Gott in allem durch Jesus Christus verherrlicht werden. Alle Ehre und Macht gehören für immer und ewig ihm! Amen.
Als Christ leiden
12Meine lieben Freunde, erschreckt nicht über die schmerzhaften Prüfungen, die ihr jetzt durchmacht, als wären sie etwas Ungewöhnliches. 13Freut euch darüber, denn dadurch seid ihr im Leiden mit Christus verbunden, und ihr werdet euch auch sehr darüber freuen, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint. 14Freut euch, wenn ihr beschimpft werdet, weil ihr zu Christus gehört21. Denn daran wird sichtbar, dass der Geist der Herrlichkeit Gottes bei euch ist. 15Niemand soll leiden wegen Mord, Diebstahl, Unruhestiftung oder wegen Einmischung in fremde Angelegenheiten. 16Doch es ist keine Schande, dafür zu leiden, dass man Christ ist. Ihr sollt Gott vielmehr dafür loben, dass ihr zu Christus gehört!2217Denn die Zeit des Gerichts ist gekommen, und es muss bei den Kindern Gottes beginnen. Und wenn selbst wir gerichtet werden müssen, was erwartet dann erst all diejenigen, die die Botschaft Gottes nicht angenommen haben? 18Denn »wenn die Gerechten kaum auf Rettung hoffen dürfen, wo werden sich dann die Gottlosen und Sünder wiederfinden«?23
19Wenn ihr also leidet, weil Gott es so will, dann hört nicht auf, Gutes zu tun, und vertraut euch Gott an, der euch geschaffen hat. Er wird treu zu euch stehen!
Ratschläge für die Ältesten der Gemeinde und für die jungen Männer
51Petr Und nun ein Wort an euch, die ihr Älteste in den Gemeinden seid. Auch ich bin ein Ältester und ein Zeuge der Leiden, die Christus ertragen hat. Und auch ich werde an seiner Herrlichkeit und Ehre teilhaben, wenn er wiederkommt. 2Sorgt gut für die Herde Gottes, die euch anvertraut ist. Hütet sie gern und nicht widerwillig, sondern wie Gott es will. Kümmert euch nicht um sie, um euch Vorteile zu verschaffen, sondern weil ihr Gott gerne dienen wollt. 3Dabei sollt ihr die Menschen, die eurer Leitung unterstellt sind, nicht bevormunden, sondern sie durch euer gutes Beispiel leiten. 4Und wenn der oberste Hirte wiederkommt, werdet ihr mit seiner unbegrenzten Herrlichkeit24 belohnt werden.
5Ihr jüngeren Männer, ordnet euch den Ältesten unter! Ihr alle sollt einander demütig dienen, denn »Gott stellt sich den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er Gnade«25!
6Deshalb beugt euch demütig unter die Hand Gottes, dann wird er euch ehren, wenn die Zeit dafür gekommen ist. 7Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!
8Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann. 9Ihm sollt ihr durch euren festen Glauben widerstehen. Macht euch bewusst, dass alle Gläubigen26 in der Welt diese Leiden durchmachen.
10Gott hat euch in seiner Gnade durch Jesus Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen. Nachdem ihr eine Weile gelitten habt, wird er euch aufbauen, stärken und kräftigen; und er wird euch auf festen Grund stellen. 11Ihm gehört alle Macht für immer und ewig. Amen.
Letzte Grüße des Apostels
12Diesen kurzen Brief an euch habe ich euch mit der Hilfe von Silas27 geschrieben, der ein treuer Bruder ist. Er soll euch ermutigen und euch versichern, dass die Gnade Gottes euch begleitet. 13Eure Schwestergemeinde hier in Babylon28 lässt euch grüßen, ebenso mein Sohn Markus. 14Grüßt einander in Liebe29.
Friede sei mit allen, die zu Christus gehören!
11,2 Griech. durch sein Blut gereinigt zum Gehorsam.
21,6 Griech. Versuchungen.
31,16 3. Mose 11,44-45; 19,2; 20,7.
41,22 In manchen Handschriften heißt es mit einem reinen Herzen.
51,23 Griech. Denn ihr seid wieder geboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen.
61,24–25 Jesaja 40,6-8.
72,6a Griech. in Zion.
82,6b Jesaja 28,16.
92,7 Psalm 118,22.
102,8 O. der ihnen Ärger bereitet; Jesaja 8,14.
112,10 Hosea 1,6.9; 2,25.
122,11 Griech. Geliebte.
132,12 O. am Tag der Heimsuchung.
142,13 Griech. Ordnet euch um des Herrn willen jeder menschlichen Ordnung unter.
152,20 O. findet ihr in Gottes Augen Gnade.
163,10-12 Psalm 34,13-17.
173,14 Griech. wegen eurer Gerechtigkeit.
183,18a Griech. der Gerechte für die Ungerechten.
193,18b O. in Geist.
203,20 Griech. durch das Wasser hindurch gerettet.
214,14 Griech. wegen des Namens Christi.
224,16 Griech. Gott mit diesem Namen verherrlichen.
234,18 Sprüche 11,31.
245,4 Griech. mit dem unvergänglichen Siegeskranz.
255,5 Sprüche 3,34.
265,9 Griech. Brüder.
275,12 Griech. Silvanus.
285,13 Griech. Die Auserwählte in Babylon; Babylon war vermutlich ein Deckname für Rom.
295,14 Griech. mit einem Kuss der Liebe.
Der zweite Brief von Petrus
Der zweite Brief von Petrus
Grüße von Petrus
12Petr Dieser Brief ist von Simon1 Petrus, einem Diener und Apostel von Jesus Christus.
Ich schreibe an euch alle, die ihr denselben kostbaren Glauben habt wie wir – einen Glauben, der uns durch Jesus Christus geschenkt wurde. Er ist unser Gott und Retter und macht uns vor Gott gerecht.
2Mein Wunsch für euch ist, dass Gott euch immer mehr mit seiner Gnade und seinem Frieden beschenkt, sodass ihr Jesus, unseren Gott und Herrn2, immer besser kennenlernt.
In der Erkenntnis Gottes wachsen
3Denn dessen göttliche Kraft hat uns ja alles gegeben, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, das Gott gefällt.3 Das kam dadurch, dass wir den erkannt haben, der uns durch seine Herrlichkeit und Güte berufen hat. 4Und durch dieselbe mächtige Kraft hat er uns seine kostbaren und größten Zusagen geschenkt. Er hat versprochen, dass ihr Anteil an seiner göttlichen Natur haben werdet, denn ihr seid dem Verderben dieser verführerischen Welt entflohen.
5Strengt euch deshalb an, diese Zusagen Gottes in eurem Glauben zu leben. Dann zeigt sich euer Glaube durch ein vorbildliches Leben. Ein vorbildliches Leben aber führt zur tieferen Erkenntnis Gottes. 6Aus der Erkenntnis Gottes folgt Selbstbeherrschung. Aus der Selbstbeherrschung wächst Geduld und aus der Geduld ein Leben im Glauben zur Ehre Gottes. 7Aus der Ehrfurcht vor Gott entspringt die Liebe zu den Gläubigen, und aus dieser schließlich die Liebe zu allen Menschen. 8Je mehr ihr in dieser Hinsicht vorankommt, desto mehr werdet ihr mithilfe der Erkenntnis von Jesus Christus, unserem Herrn, ein sinnvolles, auf andere ausstrahlendes Leben führen. 9Wer so nicht handelt, der ist blind oder zumindest sehr kurzsichtig. Solche Leute haben schon vergessen, dass Gott sie von ihrem früheren Leben, das voll Schuld war, rein gewaschen hat.
10Deshalb, liebe Freunde4, bemüht euch zu zeigen, dass Gott euch berufen und erwählt hat! Wenn ihr das tut, werdet ihr niemals stolpern oder von Gott abfallen. 11Und Gott wird die Tore des Himmels weit öffnen und euch in das ewige Reich von Jesus Christus, unserem Herrn und Retter, eintreten lassen.
Auf Gottes Wort achten
12Ich will euch immer wieder daran erinnern – auch wenn ihr die Wahrheit schon kennt und fest in ihr verwurzelt seid. 13Ja, ich glaube, dass es meine Pflicht ist, euch daran zu erinnern, solange ich lebe. 14Doch Jesus Christus, der Herr, hat mir gezeigt, dass meine Tage hier auf Erden gezählt sind und dass ich bald sterben werde5. 15Deshalb bemühe ich mich, euch dies alles noch einmal klar vor Augen zu führen, damit ihr euch noch daran erinnert, wenn ich schon längst nicht mehr bei euch bin.
16Denn wir haben uns nicht etwa irgendwelche klugen Geschichten ausgedacht, als wir euch von der Macht unseres Herrn Jesus Christus und von seiner Wiederkehr erzählten. Nein, wir haben seine Majestät mit eigenen Augen gesehen. 17Er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als Gottes herrliche, hoheitsvolle Stimme rief: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe.« 18Wir haben die Stimme selbst vom Himmel herab gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.
19Aus diesem Grund setzen wir noch größeres Vertrauen in die Botschaft der Propheten. Achtet auf das, was sie geschrieben haben, denn ihre Worte sind wie ein Licht, das an einem dunklen Ort leuchtet – bis zu dem Tag, an dem Christus erscheint und sein helles Licht in unseren Herzen aufgeht6. 20Vor allem aber sollt ihr begreifen, dass die prophetischen Worte der Schrift niemals von den Propheten selbst stammten721oder aus ihrem eigenmächtigen Willen hervorgingen, prophetisch zu reden. Es war der Heilige Geist, der die Propheten dazu trieb, von Gott zu sprechen.
Die Bedrohung durch Irrlehrer
22Petr Doch es gab in Israel auch falsche Propheten, genauso wie es falsche Lehrer unter euch geben wird. Geschickt werden sie euch ihre Irrlehren über Gott vortragen, die ins Unheil führen. Damit wenden sie sich gegen ihren eigenen Herrn, der sie doch freigekauft hat. Ihr Ende wird nicht lange auf sich warten lassen, und es wird furchtbar sein. 2Viele Menschen werden jedoch ihren zügellosen Lebensstil nicht aufgeben, und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf geraten. 3In ihrer Habgier werden sie geschickte Lügen erfinden, um an euer Geld zu kommen. Aber Gott hat sie längst verurteilt, und ihr Untergang ist besiegelt.
4Denn Gott hat nicht einmal die Engel verschont, als sie sündigten, sondern sie bis zum Tag des Gerichts in die Hölle8 geworfen, in düstere Höhlen9 und in völlige Finsternis. 5Auch die frühere Welt hat er nicht verschont – mit Ausnahme von Noah und den sieben Mitgliedern seiner Familie. Noah hatte die Welt vor dem gerechten Gericht Gottes gewarnt. Dann vernichtete Gott die Welt durch eine gewaltige Flut und alle gottlosen Menschen kamen darin um. 6Später legte er die Städte Sodom und Gomorra in Schutt und Asche und vertilgte sie vom Erdboden. An ihrem Beispiel zeigte er, wie es gottlosen Menschen ergehen wird. 7Doch gleichzeitig rettete Gott Lot aus Sodom, weil Lot ein gerechter Mann war, der unter dem ausschweifenden Leben der gesetzlosen Menschen um ihn herum leiden musste. 8Ja, Lot war ein gerechter Mann, den all das Schlechte, das er Tag für Tag zu hören und zu sehen bekam, quälte.
9Ihr seht also, dass der Herr weiß, wie er die gottesfürchtigen Menschen aus der Versuchung rettet, während er die Ungerechten bis zum Tag des Gerichts festhält, um sie zu bestrafen. 10Vor allem aber werden die bestraft, die ihren selbstsüchtigen Leidenschaften nachgeben und jegliche Herrschaft verachten. Solche Menschen sind überheblich und eingebildet, ja sie schrecken nicht davor zurück, himmlische Mächte zu verspotten. 11Die Engel dagegen – obwohl sie den falschen Lehrern an Macht und Stärke doch weit überlegen sind – äußern sich nie abwertend über diese Mächte10.
12Diese Lehrer sind wie unvernünftige Tiere, Geschöpfe, die nur geboren werden, um gefangen und getötet zu werden. Sie machen sich über die Mächte lustig, von denen sie so wenig wissen, und sie werden mit ihnen zusammen umkommen. 13Das ist die verdiente Strafe für all die Ungerechtigkeit, die sie angerichtet haben. Sie lieben es, sich am helllichten Tag gottlosen Vergnügungen hinzugeben. Sie sind ein Schand- und Schmutzfleck unter euch. Sie genießen es, euch zu betrügen, während sie mit euch feiern. 14Sie begehen Ehebruch mit den Augen, und nie wird ihre Lust gestillt. Es macht ihnen Freude, unsichere Menschen zur Sünde zu verleiten. Habgier ist ihre zweite Natur; sie sind verloren und verflucht. 15Sie sind vom rechten Weg abgewichen, in die Irre gegangen und dem Weg Bileams, des Sohnes von Beor11, gefolgt, der bereit war, durch unrechtes Handeln12 Geld zu verdienen. 16Doch Bileam wurde auf seinem falschen Weg aufgehalten, als sein Esel ihn mit der Stimme eines Menschen ansprach und zurechtwies.
17Solche Menschen sind so nutzlos wie Brunnen ohne Wasser oder wie Wolken, die vom Wind getrieben werden. Sie werden in der dunkelsten Finsternis enden. 18Mit leeren Worten schwingen sie große Reden, und durch ihr ausschweifendes Leben verführen sie die Menschen wieder zur Sünde, die einem solchen Leben gerade erst wieder entkommen waren. 19Sie versprechen Freiheit, sind aber selbst Sklaven der Sünde. Denn wovon man sich beherrschen lässt, dessen Sklave ist man. 20Viele sind durch Jesus Christus, unseren Herrn und Retter13, dem Verderben der Welt entkommen. Doch wenn sie von den Verlockungen dieser Welt wieder angezogen und überwältigt werden, sind sie schlimmer dran als zuvor. 21Es wäre besser, sie hätten den richtigen Weg14 nie kennengelernt, als ihn zu erkennen und sich dann wieder von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben wurde, abzuwenden. 22An ihnen erfüllt sich die Wahrheit der Sprichwörter: »Ein Hund kehrt zu dem wieder zurück, was er erbrochen hat«15, und: »Ein gewaschenes Schwein wälzt sich wieder im Schlamm.«
Der Tag des Herrn steht bevor
32Petr Dies ist mein zweiter Brief an euch, liebe Freunde, und ich habe in beiden versucht, eure Erinnerung aufzufrischen und euch damit zu einer gesunden Einstellung zu verhelfen. 2Ich möchte, dass ihr euch daran erinnert und versteht, was die heiligen Propheten vor langer Zeit sagten und was unser Herr und Retter euch durch eure Apostel verkündet hat.
3Vor allem denkt daran, dass in den letzten Tagen Spötter auftreten werden, die sich über die Wahrheit lustig machen und nur ihren eigenen Begierden folgen. 4Sie werden sagen: »Jesus hat doch versprochen wiederzukommen? Wo bleibt er denn? So weit ein Mensch nur zurückdenken kann, ist doch alles genauso geblieben, wie es immer schon war, seit die Welt erschaffen wurde.«
5Wenn sie dies behaupten, sehen sie nicht, dass Gott durch sein Wort den Himmel erschuf und die Erde aus dem Wasser hervortreten ließ und sie mit Wasser umgab. 6Später benutzte er das Wasser, um damit die Welt durch eine gewaltige Flut zu vernichten. 7Und Gott hat durch dasselbe Wort befohlen, dass dieser Himmel und diese Erde Bestand haben werden bis zum Tag des Gerichts. Dann werden sie vom Feuer verzehrt werden und die gottlosen Menschen werden zugrunde gehen.
8Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. 9Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren. 10Doch der Tag des Herrn wird so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen, und alles wird sich in Flammen auflösen; und die Erde wird mit allem, was auf ihr ist, dem Gericht ausgeliefert werden16.
11Wenn aber alles um uns her sich auf diese Weise auflösen wird, wie viel mehr solltet ihr dann ein Leben führen, das heilig ist und Gott ehrt! 12Ihr solltet diesen Tag erwarten und ihn herbeisehnen – den Tag, an dem Gott den Himmel in Brand setzt und die Elemente in den Flammen zerschmelzen. 13Wir aber erwarten den neuen Himmel und die neue Erde, die er versprochen hat. Dort wird Gottes Gerechtigkeit herrschen.
14Bemüht euch deshalb darum, liebe Freunde, ein reines und tadelloses Leben im Frieden mit Gott zu führen, während ihr auf dies alles wartet.
15Und denkt daran: Gott wartet, damit die Menschen gerettet werden. Das hat euch ja auch unser lieber Bruder Paulus mit der Weisheit geschrieben, die Gott ihm gab – 16und dies in allen Briefen, in denen er sich dazu äußert. Manche seiner Aussagen sind schwer zu verstehen, und unwissende, unsichere Menschen haben ihren Sinn verdreht und entstellt. Aber so machen sie es auch mit den anderen Schriften. Die Folge wird ihr eigenes Verderben sein.
Abschließende Worte des Apostels
17Ich warne euch rechtzeitig, liebe Freunde, damit ihr wachsam seid und nicht von den Irrtümern dieser Menschen mitgerissen werdet, die ohne Gesetz leben. Ich möchte nicht, dass ihr euren sicheren Halt verliert. 18Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!
Ihm gehört alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit! Amen.
11,1 Griech. Simeon.
21,2 O. unseren Gott und Jesus, unseren Herrn.
31,3 O. (vorausweisend auf Vers 5): Jesu göttliche Kraft hat uns doch alles gegeben …
41,10 Griech. Brüder.
51,14 Griech. dass ich dieses irdische Zelt bald ablegen muss.
61,19 O. bis der Morgen dämmert und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht.
71,20 O. eine Sache eigener Auslegung ist.
82,4a Griech. Tartaros.
92,4b In manchen Handschriften heißt es Ketten der Dunkelheit.
102,11 Griech. äußern nie ein lästerliches Urteil vom Herrn über sie.
112,15a In anderen Handschriften heißt es Bosor.
122,15b Griech. Ungerechtigkeit.
132,20 Griech. durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
142,21 Griech. den Weg der Gerechtigkeit.
152,22 Sprüche 26,11.
163,10 In manchen Handschriften heißt es wird verbrannt werden.
Der erste Brief von Johannes
Der erste Brief von Johannes
Einleitung
11Jo Es war von Anfang an, wir haben es gehört und mit unseren eigenen Augen gesehen, wir haben es betrachtet und mit unseren Händen betastet: das Wort des Lebens. 2Das Leben wurde uns offenbart, und wir haben es gesehen. Und jetzt bezeugen und verkünden wir euch das ewige Leben. Es war beim Vater, und dann wurde es uns offenbart. 3Wir sagen euch, was wir selbst gesehen und gehört haben, damit ihr Gemeinschaft mit uns habt. Und zusammen sind wir verbunden mit dem Vater und mit Jesus Christus, seinem Sohn.
4Wir schreiben euch das, damit unsere1 Freude immer größer wird.
Im Licht leben
5Das ist die Botschaft, die er uns gegeben hat, damit wir sie euch weitersagen: Gott ist Licht; in ihm ist keine Finsternis. 6Deshalb lügen wir, wenn wir sagen, dass wir mit Gott Gemeinschaft haben, aber weiter in der Finsternis leben. Wenn wir das tun, leben wir nicht in der Wahrheit. 7Doch wenn wir wie Christus im Licht Gottes leben, dann haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut von Jesus, seinem Sohn, reinigt uns von jeder Schuld.
8Wenn wir sagen, wir seien ohne Schuld, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. 9Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen2 reinigt. 10Wenn wir behaupten, wir hätten nicht gesündigt, machen wir Gott damit zum Lügner und beweisen, dass sein Wort nicht in unserem Herzen ist.
21Jo Meine Kinder, ich schreibe euch das, damit ihr nicht sündigt. Aber wenn es doch geschieht, dann gibt es jemanden, der vor dem Vater für euch eintritt: Jesus Christus, der vor Gott in allem gerecht ist. 2Er ist das Opfer für unsere Sünden. Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt.
3Aber wie können wir sicher sein, dass wir ihm gehören? – Wenn wir seine Gebote befolgen. 4Wer sagt: »Ich gehöre Gott« und befolgt dabei Gottes Gebote nicht, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm. 5Doch wer sein Wort hält, an dem zeigt sich Gottes Liebe in vollkommener Weise. Daran erkennen wir, ob wir in ihm leben. 6Wer behauptet, dass er zu Gott gehört, soll leben, wie Christus es vorgelebt hat.
Ein neues Gebot
7Liebe Freunde, ich schreibe euch kein neues Gebot, sondern ein altes, das ihr schon von Anfang an hattet. Dieses Gebot entspricht dem, was ihr schon früher gehört habt. 8Und doch ist es zugleich neu. Denn dies Gebot ist in Christus wahr geworden und in euch, weil die Dunkelheit verschwindet und das wahre Licht bereits scheint.
9Wer von sich sagt, dass er zum Licht gehört, und dabei seinen Bruder hasst, lebt noch in der Finsternis. 10Doch wer seinen Nächsten3 liebt, lebt im Licht und niemand nimmt Anstoß an ihm. 11Wer seinen Nächsten hasst, lebt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, denn durch die Finsternis ist er blind geworden.
12Ich schreibe euch, meine Kinder, weil eure Sünden im Namen von Jesus vergeben sind.
13Ich schreibe an euch Väter, weil ihr Christus erkannt habt – den, der von Anfang an ist.
Ich schreibe an euch junge Männer, weil ihr in eurem Kampf mit dem Satan gesiegt habt.
14Ich habe an euch Kinder geschrieben, weil ihr den Vater erkannt habt.
Ich habe euch Vätern geschrieben, weil ihr Christus erkannt habt – den, der von Anfang an ist.
Ich habe euch jungen Männern geschrieben, weil ihr stark seid und Gottes Wort im Herzen tragt und weil ihr in eurem Kampf mit dem Satan gesiegt habt.
15Hört auf, diese Welt und das, was sie euch anbietet, zu lieben! Denn wer die Welt liebt, zeigt, dass die Liebe des Vaters nicht in ihm ist. 16Denn die Welt kennt nur das Verlangen nach körperlicher Befriedigung, die Gier nach allem, was unsere Augen sehen, und den Stolz auf unseren Besitz. Dies alles ist nicht vom Vater, sondern kommt von der Welt. 17Doch diese Welt vergeht mit all ihren Verlockungen. Aber wer den Willen Gottes tut, wird in Ewigkeit leben.
18Liebe Kinder, die letzte Stunde ist angebrochen. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und es sind schon viele solche Antichristen aufgetreten. Daher wissen wir, dass das Ende der Welt gekommen ist. 19Diese Leute haben unsere Gemeinden verlassen, weil sie nie wirklich zu uns gehörten; sonst wären sie bei uns geblieben. Als sie uns verließen, wurde deutlich, dass sie nicht zu uns gehören. 20Aber für euch gilt das nicht, denn der Heilige Geist ist auf euch herabgekommen,4 und ihr kennt alle die Wahrheit. 21Ich schreibe euch also nicht, weil ihr nichts von der Wahrheit wisst, sondern weil ihr sie kennt! Euch ist klar, dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt. 22Und ist nicht der ein Lügner, der behauptet, Jesus sei nicht der Christus? Wer das behauptet, ist der Antichrist, denn er verleugnet den Vater und den Sohn. 23Wer den Sohn verleugnet, gehört auch nicht zum Vater. Doch wer den Sohn bekennt, der gehört auch zum Vater.
24Doch haltet an dem fest, was ihr von Anfang an gehört habt! Wenn ihr das tut, werdet ihr mit dem Sohn und mit dem Vater verbunden bleiben. 25Und durch diese Gemeinschaft bekommen wir das ewige Leben, das er uns versprochen hat.
26Ich habe euch dies geschrieben, weil ihr euch vor denen schützen müsst, die euch in die Irre führen wollen. 27Aber ihr habt den Heiligen Geist5 von Gott empfangen, und er lebt in euch, deshalb braucht ihr niemanden, der euch lehrt. Denn der Geist lehrt euch alles, und was er lehrt, ist wahr – es ist keine Lüge. Bleibt also bei dem, was er euch gelehrt hat, und lebt weiter mit Christus!
28Und nun, liebe Kinder, bleibt mit Christus verbunden, damit ihr voller Zuversicht seid, wenn er wiederkommt, und euch nicht vor ihm schämen müsst! 29Da ihr wisst, dass Gott gerecht ist, erkennt ihr auch, dass alle, die sich nach dem Willen Gottes richten, seine Kinder sind.
Als Kinder Gottes leben
31Jo Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. 2Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist. 3Und jeder, der diese Hoffnung hat, achtet darauf, dass er rein bleibt, so wie Christus rein ist6.
4Wer sündigt, missachtet das Gesetz Gottes, denn Sünde bedeutet immer Auflehnung gegen Gottes Gesetz. 5Und ihr wisst, dass Jesus kam, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, denn er ist ohne Sünde. 6Wer also mit ihm lebt, sündigt nicht. Wer aber weiter sündigt, hat ihn nicht erkannt oder nicht begriffen, wer er ist.
7Liebe Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer handelt, wie es dem Willen Gottes entspricht, ist gerecht, wie Christus gerecht ist. 8Aber wenn Menschen sündigen, zeigt das, dass sie zum Machtbereich des Teufels gehören, der von Anfang an gesündigt hat. Doch der Sohn Gottes kam, um die Taten des Teufels zu vernichten. 9Wer zu Gott gehört, sündigt nicht, weil Gottes Leben in ihm ist. Deshalb kann er nicht mehr sündigen, denn er ist von Gott geboren. 10Daran ist erkennbar, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist. Wer nicht nach Gottes Willen handelt und seinen Nächsten7 nicht liebt, der gehört nicht zu Gott.
Liebt einander
11Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben. 12Wir sollen nicht wie Kain sein, der dem Bösen angehörte und seinen Bruder tötete. Und warum tötete er ihn? Weil die Taten Kains böse waren, die seines Bruders aber gerecht. 13Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch hasst!
14Wenn wir die anderen Gläubigen8 lieben, beweist dies, dass wir vom Tod zum ewigen Leben durchgebrochen sind. Wer aber die Brüder nicht liebt, der ist immer noch tot. 15Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder. Und ihr wisst, dass kein Mörder das ewige Leben in sich trägt. 16Wir haben die wahre Liebe daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat. Deshalb sollen auch wir unser Leben für unsere Brüder einsetzen. 17Doch wenn einer genügend Geld hat, um gut zu leben, und einen anderen in Not sieht und sich weigert zu helfen – wie soll die Liebe Gottes da in ihm bleiben?
18Liebe Kinder, wir wollen nicht nur davon reden, dass wir einander lieben; unser Tun soll ein glaubwürdiger Beweis unserer Liebe sein. 19Hieran erkennen wir, dass wir in der Wahrheit leben und Gott voller Zuversicht begegnen können, 20selbst wenn unser Herz uns verurteilt. Denn Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.
21Liebe Freunde, wenn unser Gewissen rein ist, können wir mit Zuversicht und mutig vor Gott treten. 22Und wir werden von ihm bekommen, was immer wir erbitten, weil wir ihm gehorchen und tun, was ihm Freude macht. 23Und so lautet sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes, Jesus Christus, glauben und einander lieben, wie er es uns aufgetragen hat. 24Wer die Gebote Gottes befolgt, der lebt in Gemeinschaft mit ihm, und Gott ist in ihm. Und wir wissen, dass er in uns bleibt durch den Heiligen Geist.
Falsche Propheten erkennen
41Jo Liebe Freunde, glaubt nicht jedem, der behauptet, was er sagt, käme vom Heiligen Geist. Ihr müsst die Menschen prüfen, um festzustellen, ob der Geist, durch den sie reden, wirklich der Geist Gottes ist. Denn es gibt zahllose falsche Propheten in der Welt! 2Und so erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder, der bekennt, dass Jesus Christus wirklich als Mensch auf die Erde gekommen ist, hat den Geist Gottes. 3Wer Jesus so nicht bekennt, gehört nicht zu Gott. In einem solchen Menschen ist der Geist des Antichristen. Ihr habt ja gehört, dass dieser Geist in die Welt kommen wird, und er ist tatsächlich schon da.
4Ihr aber gehört zu Gott, meine Kinder. Ihr habt euren Kampf gegen diese falschen Propheten bereits gewonnen, weil der Geist, der in euch lebt, größer ist als der Geist, der die Welt regiert. 5Solche Menschen gehören zu dieser Welt; deshalb reden sie vom Standpunkt der Welt aus, und die Welt hört auf sie. 6Wir dagegen gehören zu Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns, und wer nicht zu Gott gehört, der hört nicht auf uns. Daran erkennen wir, ob jemand den Geist der Wahrheit oder den Geist des Irrtums hat.
Einander lieben
7Liebe Freunde, lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. 8Wer aber nicht liebt, kennt Gott nicht – denn Gott ist Liebe.
9Gottes Liebe zu uns zeigt sich darin, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn das ewige Leben haben. 10Und das ist die wahre Liebe: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns zuerst geliebt und hat seinen Sohn gesandt, damit er uns von unserer Schuld befreit. 11Liebe Freunde, weil Gott uns so sehr geliebt hat, sollen wir auch einander lieben. 12Niemand hat Gott je gesehen. Aber wenn wir einander lieben, dann bleibt Gott in uns, und seine Liebe kommt in uns zur Vollendung.
13Wir erkennen, dass wir in ihm leben und er in uns, weil er uns seinen Geist gegeben hat. 14Außerdem haben wir mit eigenen Augen gesehen und können bezeugen, dass der Vater seinen Sohn als Retter der Welt gesandt hat. 15Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott. 16Wir haben erkannt, wie sehr Gott uns liebt, und wir glauben an seine Liebe. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm. 17Und wenn wir in Gott leben, dann kommt seine Liebe in uns zum Ziel. Und wir können dem Tag des Gerichts mit Zuversicht entgegensehen, denn wir leben in dieser Welt in derselben Gemeinschaft mit Gott wie Christus. Und unsere Liebe kennt keine Angst, 18weil die vollkommene Liebe alle Angst vertreibt. Wer noch Angst hat, rechnet mit Strafe, und das zeigt, dass seine Liebe in uns noch nicht vollkommen ist. 19Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
20Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, aber seinen Bruder hasst, dann ist er ein Lügner; denn wer die Menschen nicht liebt, die er doch sieht, wie kann er da Gott lieben, den er nie gesehen hat? 21Gott selbst hat uns geboten, nicht nur ihn, sondern auch unseren Nächsten zu lieben.
Glaube an den Sohn Gottes
51Jo Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist ein Kind Gottes. Und wer den Vater liebt, der liebt auch seine Kinder9. 2Wir wissen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3Gott zu lieben heißt, seine Gebote zu befolgen, und das ist nicht schwer. 4Denn die Kinder Gottes besiegen diese Welt; sie siegen durch den Glauben an Christus10. 5Und wer würde den Kampf gegen die Welt gewinnen, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
6Jesus Christus wurde durch die Taufe im Wasser und durch sein Blut am Kreuz als Sohn Gottes offenbart – nicht nur durch Wasser, sondern durch Wasser und Blut. Und auch der Geist bestätigt uns das, denn der Geist Gottes ist die Wahrheit. 7Wir haben also diese drei Zeugen – 8den Geist, das Wasser und das Blut –, und alle drei sagen dasselbe. 9Wenn wir schon menschlichen Zeugen glauben, dann dürfen wir ganz bestimmt dem glauben, was Gott sagt. Und Gott hat Jesus Christus als seinen Sohn bezeugt. 10Wer an den Sohn Gottes glaubt, weiß, dass es wahr ist. Wer das nicht glaubt, der macht Gott zum Lügner, weil er nicht glaubt, was Gott über seinen Sohn ausgesagt hat.
11Und dies hat Gott versichert: Er hat uns das ewige Leben geschenkt, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Leben; wer aber an den Sohn Gottes nicht glaubt, hat auch das Leben nicht.
Abschließende Bemerkungen
13Das schreibe ich euch, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, weil ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. 14Und wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. 15Und wenn wir wissen, dass er unsere Bitten hört, dann können wir auch sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten.
16Wenn jemand sieht, dass sein Bruder in einer Weise sündigt, die nicht zum Tod führt, soll er beten, und Gott wird ihm das Leben schenken. Doch es gibt eine Sünde, die zum Tod führt, und ich sage nicht, dass ihr für die beten sollt, die eine solche Sünde begehen. 17Jedes Unrecht ist Sünde, aber nicht jede Sünde führt zum Tod.
18Wir wissen, dass jeder, der ein Kind Gottes geworden ist, nicht sündigt, denn der Sohn Gottes bewahrt ihn, und der Böse kann ihm nichts anhaben. 19Wir wissen, dass wir Kinder Gottes sind und dass die Welt um uns herum vom Bösen beherrscht wird. 20Und wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den einzig wahren Gott erkennen lässt. Und nun haben wir Gemeinschaft mit dem wahren Gott durch seinen Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und das ewige Leben.
21Liebe Kinder, hütet euch vor den Götzen!
11,4 In manchen Handschriften heißt es eure.
21,9 Griech. von aller Ungerechtigkeit.
32,10 Griech. Bruder.
42,20 Griech. Aber ihr habt eine Salbung von dem Heiligen.
52,27 Griech. die Salbung.
63,3 Griech. heiligt sich selbst für ihn, wie er heilig ist.
73,10 Griech. seinen Bruder.
83,14 Griech. die Brüder.
95,1 Griech. den aus ihm Geborenen.
105,4 Griech. und das ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
Der zweite Brief von Johannes
Der zweite Brief von Johannes
Grüße
2Jo Dieser Brief ist von dem Ältesten Johannes.
Er richtet sich an die auserwählte Herrin und ihre Kinder1, die ich aufrichtig liebe, wie es alle tun, die Gottes Wahrheit kennen – 2die Wahrheit, die in uns lebt und für immer in unseren Herzen sein wird.
3Gnade, Barmherzigkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, seinem Sohn, sollen mit uns sein, damit wir in der Wahrheit und in der Liebe leben.
In der Wahrheit leben
4Ich war so glücklich, als ich einigen deiner Kinder begegnete und sah, dass sie in der Wahrheit leben, so wie der Vater es uns geboten hat.
5Und nun ist meine Bitte an dich, liebe Herrin, dass wir einander lieben. Das ist kein neues Gebot, sondern eines, das wir von Anfang an hatten. 6Und Liebe heißt, sich nach den Geboten Gottes zu richten. Er hat uns geboten, einander zu lieben, so wie ihr es von Anfang an gehört habt.
7Viele Betrüger sind in die Welt gekommen. Sie glauben nicht, dass Jesus Christus wirklich in menschlicher Gestalt auf die Erde kam. Wer so denkt, ist ein Betrüger und Antichrist. 8Achtet darauf, dass ihr nicht verliert, wofür wir2 so hart gearbeitet haben. Strengt euch an, damit ihr den vollen Lohn bekommt. 9Denn wer über die Lehre von Christus hinausgeht, wird keine Gemeinschaft mit Gott haben. Aber wer der Lehre von Christus treu bleibt, wird sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden sein.
10Wenn jemand zu euch kommt und nicht die Wahrheit über Christus lehrt, dann ladet ihn nicht in euer Haus ein und ermutigt ihn auch sonst in keiner Weise. 11Wer ihn ermutigt, macht sich mitschuldig an seinem schlechten Tun.
Abschließende Bemerkungen
12Nun hätte ich euch noch viel mehr zu sagen, doch ich möchte es nicht in einem Brief tun. Ich hoffe nämlich, euch bald besuchen zu können, dann kann ich persönlich mit euch sprechen. Dann wird nichts mehr unsere Freude trüben.
13Die Kinder deiner von Gott auserwählten Schwester3 lassen dich grüßen.